Wer ist Akechi Samanosuke? | Gedankenspiel [Wer ist … ? #12]

Anfang 2019 habe ich den PS4 Port von Onimusha durchgespielt und war davon sehr angetan. Vor kurzem habe ich mir die Frage gestellt, wer eigentlich Akechi Samanosuke ist und das führt mich zur zwölften Ausgabe von Wer ist … ?

Wer ist … ? Übersichtsseite

Akechi Samanosuke ist eine der Hauptfiguren der Onimusha Serie und der Protagonist im ersten sowie dritten Teil der Reihe. Er taucht als Unterstützungfigur in Onimusha: Dawn of Dreams auf und ist ein wählbarer Charakter in Onimusha: Blade Warriors, dem Prügelspiel des Onimusha Franchise. Der Charakter selbst basiert lose auf der historischen Figur Akechi Hidemitsu, einem Gefolgsman von Hideyoshi.

Ursprünglich war Akechi Samanosuke als Protagonist eines Resident Evil Teils im feudalen Japan angesetzt. Dabei hätte er eine Burg voller Sprengfallen inspizieren müssen und ich finde das Konzept eines Resident Evil Hauptteils, oder Spin-off im feudalen Japan sehr interessant. Allerdings reiht sich diese Idee in die lange Reihe an Konzepten ein, die zu den Resident Evil Derivaten geführt haben.

Seinen ersten Auftritt hatte Samanosuke schließlich in Onimusha: Warlords, welches 2001 für die PS2, 2002 für die Xbox (als Genma Onimusha) und 2019 für PC, PS4x Xbox One & Nintendo Switch veröffentlicht wurde. In seinem ersten Abenteuer muss Samanosuke das Schloss Inabayama infiltrieren, um seine Cousine (Prinzessin Yuki) vor dem grausamen Oni zu retten. Im Zuge dieser Mission entpuppt sich Oda Nobunaha als Hauptantagonist der Reihe und wird quasi zur Nemesis von Samanosuke.

In seinem zweiten Abenteuer tauchte Samanosuke eigentlich gar nicht auf, sondern wird nur in einigen Notizen erwähnt, einmal sogar namentlich.

Im dritten Onimusha Hauptteil wird Samanosuke durch ein Portal ins Paris des Jahres 2004 gebracht, während der Polizist Jacques Blanc im Japan der Azuchi-Momoyama-Zeit landet. Beide müssen über Raum & Zeit hinweg zusammenarbeiten, damit Oda Nobunaga mit seinen Genma nicht beide Städte in beiden Zeiten erobert …

Obwohl Akechi Samanosuke weitaus weniger Charakter und Tiefgang besitzt, als andere Figuren aus dem Resident Evil – Devirata – Multiverse wirkt er sehr erfrischend, durch seine rechtschaffende Persönlichkeit. Auch das Motion Capturing mit Schauspieler Kaneshiro Takeshi trägt dazu bei, um Samanosuke als coolen, rechtschaffenen Samurai darzustellen. Mich erinnert der Charakter entfernt an Leon S. Kennedy bei seinem ersten Auftritt, was durchgehend positiv gemeint ist.

Ich hoffe Akechi Samanosuke bald in einem Onimusha 5 erneut spielen zu können und ein weiteres Kapitel in seinem Kampf gegen die Dämonen erleben zu dürfen!

Das war Ausgabe zwölf von Wer ist … ?, ich hoffe, sie hat euch gefallen und wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Resident Evil im feudalen Japan! | Onimusha: Warlords Review | Playstation 4

Kernfakten zum Spiel
Name: Onimusha Warlords
Entwickler: Capcom, NeoBards Entertainment
Publisher: Capcom
Plattform: PS4, Xbox One, PC, Switch
Release: 2019
Genre: Action-Adventure, Horror

Seit 2 Jahren gehört der Januar immer den japanischen Entwicklern und Capcom steht an vorderster Front. 2017 erschien Resident Evil: 7 Biohazard und 2018 erschien Monster Hunter World. Für 2019 haut Capcom richtig auf die Kacke und veröffentlicht das lang erwartete Resident Evil 2 Remake und das Remastered von Onimusha: Warlords. Um letztgenanntes Spiel geht es heute!

Kernfakten zum Spiel

Name: Onimusha: Warlords

Entwickler: Capcom, NeoBards Entertainment

Publisher: Capcom

Plattform: PS4, Xbox One, PC, Switch

Release: 2019

Genre: Action-Adventure, Horror


Kleiner Exkurs: Das Onimusha Franchise ist, ebenso wie zum Beispiel Devil May Cry, ein Devirat von Capcom. Sprich die Spielstruktur von Onimusha Warlords orientiert sich stark am klassischen Resident Evil, erhält aber durch das Setting und das Kampfsystem eine völlig eigene Identität. Wer mehr wissen will, kann hier stoppen und meinen Exkurs zu den Resident Evil Deviraten lesen.

Exkurs: Die Devirate von Resident Evil | Gedankenspiel


Handlung: Ein Samurai, eine Burg und ein Haufen Dämonen

Der Samurai Samanosuke und die Kunoichi Kaede erhalten den Auftrag Prinzessin Yuki zu retten, deren Schloss von einer Armee bestehend aus Dämonen attackiert wird. Im Kampf mit einem mächtigen Dämon wird Samanosuke schwer verletzt, erhält in einer Zwischenwelt jedoch den Seelen-Panzerhandschuh, mit denen er die Seelen der Dämonen absorbieren kann. Zusammen mit Kaede erkundet er die Burg jedoch wird das Duo in eine wesentlich größere Bedrohung, die mit Oda Nobunaga zusammenhängt, gezogen.

Wie in den klassischen Resident Evil Spielen ist auch die Handlung von Onimusha: Warlords eigentlich nur dazu da um den Protagonisten einen Grund zu geben um das Schloss zu erkunden. Durch das Setting im feudalen Japan wirkt das Spiel trotz des Alters immer noch frisch!

Gameplay: Harmonische Dreifaltigkeit

Die drei Grundtugenden der geistigen Vorlage werden auch in Onimusha: Warlords umgesetzt. So besteht der Fokus des Gameplays aus dem Erkunden des Schlosses während man Dämonen bekämpft und relativ simple Rätsel löst. Mit den gefundenen Ressourcen, wie Heilgegenstände oder Munition für die Sekundärwaffen, muss man sparsam umgehen, da diese entsprechend selten verteilt.

Samanosuke verwendet im Kampf drei Klingenwaffen, zwischen denen man in der PS4 Version jederzeit wechseln kann, was den Kampf etwas dynamischer gestaltet. Die drei Klingenwaffen werden von drei Sphären beeinflusst die je auf einem Element basieren (Feuer, Wind, Blitz) und durch gesammelte Seelen aufgewertet werden können. Was ich an diesen „Levelsystem“ loben muss ist die sichtbare Entwicklung der Waffen mit jedem Stufenanstieg.

Abseits des Hauptspiels kann man, als Samanosuke in die Dämonendimension reisen, um sich durch 20 Ebenen zu kämpfen, an anderen Ende man die stärkste Waffe des Spiels erhalten kann. Diese Nebenaufgabe stellt auch die größte Herausforderung des Spiels dar und das führt mich zu meinem größten Kritikpunkt, nicht die kurze Spielzeit, sondern der zahme Schwierigkeitsgrad. Ich habe kein Problem, wenn ein Spiel leicht zugänglich, ist aber bis auf die Dämonendimension sowie den Endboss hatte ich keine gröberen Schwierigkeiten.

Grafik & Sound: In Würde gealtert

Für die Optik gewinnt Onimusha: Warlords heute keinen Preis mehr aber trotz seines Alters von über 15 Jahren sieht das Spiel dank der Frischzellenkur immer noch annehmbar aus. Besonders die vorberechneten Hintergründe sind sehr atmosphärisch und so manche Kulisse, besonders jene unter freiem Himmel, sieht fantastisch aus!

Ein weiteres Lob geht an das Design der Figuren & Gegner. Die namhaften Figuren sind sehr detailliert, hier und da wird sogar mit der Mimik gespielt, was ein nettes aber nicht selbstverständliches Detail ist! Wie der Titel verrät, kämpft man gegen Dämonen und Capcom beweist wie bei anderen Reihen wie Devil May Cry oder Resident Evil einiges an Kreativität um dem Spieler möglichst abwechslungsreiche Gegner zu spendieren, da die Spielwelt an sich weniger Freiheiten bietet.

Der Soundtrack schwankt zwischen abenteuerlich-heroisch und unheimlich-mysteriös was sehr gut zum Schauplatz passt. Auch die Synchronisation gefällt aber die deutschen Untertitel passen mehr als einmal nicht wirklich zum gesprochenen.

Fazit

Zusammengefasst ist Onimusha: Warlords auch nach über 15 Jahren immer noch ein gutes Spiel, dass in Würde gealtert ist und durch sein zugängliches Gameplay glänzt. Die Spielzeit ist mit 4 bis 5 Stunden etwas kurz, unterhält aber lange genug den Abspann zu erreichen und ist kurz genug um nicht gestreckt zu wirken. Optisch wie akustisch weiß das Spiel ebenso zu gefallen. Somit vergebe ich für Onimusha: Warlords die Wertung spielenswert. Dieses Resident Evil Devirat sollte man nicht verpassen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Exkurs: Die Devirate von Resident Evil | Gedankenspiel

Nach Mega Man ist Resident Evil wohl das wichtigste Franchise von Capcom. Immerhin hat diese Horrorreihe nicht nur ein ganzes Genre mehrmals beeinflusst, sondern auch einige Ableger-Serien hervorgebracht, die eine ähnliche Struktur besitzen. Genau diese Ableger sehen wir uns heute an und ich teile meine Gedanken zu diesen Spieleserien mit euch. Viel Spaß!


Dino Crisis (3 Spiele)

Man tauscht die Zombies gegen Dinos aus und fertig ist das Survival-Horror Spiel Jurassic Park, ähm natürlich Dino Crisis. Mit dieser Reihe bin ich erst durch den ersten Teil in Kontakt gekommen und selbst diesen habe ich dank der sehr antiquierten Tank-Steuerung nicht komplett durchgespielt.

Was ich bisher vom Spiel gesehen habe, war sehr atmosphärisch und die Dinos schlucken genauso viele Kugeln wie ein Zombie.

Ein Remake des ersten Teils wär definitiv interessant.


Devil May Cry (5 Teile)

Die Devil May Cry Serie umfasst bisher 4 Hauptteile, sowie ein Reboot und verfolgt die Karriere des Dämonenjägers Dante, der, natürlich immer mit einem fetzigen One-Liner auf den Lippen, gegen Heerscharen von mächtigen Dämonen antritt.

Mit Devil May Cry 1, 2 und dem Reboot DmC hatte ich sehr viel Spaß während ich mit Teil 3 nur bedingt und mit Teil 4 nie wirklich warm wurde.

Das Gameplay funktioniert durch alle 5 Teile hindurch hervorragend und macht einfach nur Spaß. Dazu ist das Gegnerdesign hervorragend und strotz nur so vor Kreativität. Hier sei besonders der erste Teil erwähnt, der unglaublich viele Gegner und Bosse bietet, die mir seit Jahren im Gedächnis geblieben sind.


Onimusha (6 Spiele)

Man entferne Dante und ersetze ihn durch einen japanischen Krieger, macht die Dämonen untot und versetzt die Handlung ins feudale Japan. Fertig ist Onimusha und bis auf die Teile 1 & 3 hat mich die Reihe komplett kalt gelassen.

Ich mag das Setting sehr gern und besonders Teil 3 mit seinen zwei Zeitebenen ist sehr kreativ. Es ist schade, dass mit der Reihe seit der Playstation Portable nichts mehr gemacht wurde.

Neben den vier Actionlastigen Hauptteilen erschien ein Taktik-Spiel für den GBA und ein Prügelspiel für die PSP.


Dead Rising (7 Teile)

Auch wenn es schon lange nicht mehr der Fall ist, betrachte ich Dead Rising als eine wichtige Marke der Xbox. Teil 1, 2, 4 & Off the Record sind ja inzwischen für die PS4 erhältlich und ja es gab PS3 Ports von Teil 2 & Off the Record.

Ich mag Dead Rising 1 wegen dem kreativen Setting, ein Einkaufszentrum voller Zombies (Hallo Dawn of the Dead) und dem abgedrehten Kampfsystem. So gut wie jeder Gegenstand kann als Waffe verwendet werden, was in späteren Teilen fast schon absurde Ausmaße annimmt.

Leider war für mich nach Teil 1 bereits die Luft draußen und die weiteren Teile haben mich mäßig bis gar nicht mehr unterhalten.


Was kann ich also als Fazit ziehen? Die Devirate der Resident Evil Reihe sind allesamt sehr kreativ und machen bis zu einem gewissen Grad auch wirklich Spaß. Leider wurde bis auf Devil May Cry und Dead Risinig kein Teil wirklich weiter verfolgt, wobei gerade jetzt im kommenden Boom von Jurassic World 2 ein neues Dino Crisis sicher nicht floppen würde.

Vielleicht kramt Capcom einige seiner alten Marken aus der Mottenkiste aus und beglückt uns in Zukunft mit weiteren frischen Ideen. Hat ja mit Monster Hunter World und Resident Evil 7 auch super geklappt.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!