Genshin Impact Ersteindruck | Gedankenspiel

Titel: Genshin Impact
Entwickler: miHoYo
Publisher: miHoYo
Plattform: PC, Mobile, PS4
Release: 2020

Seit Ende September ist Genshin Impact verfügbar und der Name ist Programm. Das Spiel hat eigenen gigantischen Impakt hinterlassen, was an einer genialen Zielgruppenfindung, dem Geschäftsmodell und dem Setting bzw. elementaren Gameplay Mechaniken liegt.


Titel: Genshin Impact
Entwickler: miHoYo
Publisher: miHoYo
Plattform: PC, Mobile, PS4
Release: 2020


Sprechen wir zuerst den offenkundigen Elefanten im Raum an. Ja Genshin Impact ist ein Klon von Breath of the Wild, aber das ist eher sekundär Negativ und Klon ist nicht zwangsweise die korrekte Bezeichnung. Viel mehr nimmt sich Genshin Impact Elemente von Breath of the Wild und macht daraus etwas völlig eigenes.

Im Endeffekt nimmt sich Genshin Impact die besten Elemente seiner offenkundig gewählten Vorlage, kombiniert sie mit eigenen Ideen und macht daraus eine neue Erfahrung, die ich so noch nicht gesehen habe.

Die größte Stärke des Spiels ist definitiv die breite Zielgruppe und das habe ich in der Form auch noch nicht gesehen. Genshin Impact ist ein Free 2 Play Spiel, also kann es jeder gratis herunterladen und spielen. Finanziert wird der Spaß durch (optionale) Mikrotransaktionen, zumindest ist mir bis jetzt nichts Zwingendes über den Weg gelaufen. Es ist für die drei großen Gruppen PC Spieler, Konsolenspieler (PS4 & kommend PS5/Switch) und die Mobile Spieler (Android/iOS) konzipiert. Ergo kann jeder seinen eigenen Spielstil verfolgen mit dem entsprechenden Tempo.

Genshin Impact bietet online & offline Funktionen wodurch man das Spiel alleine oder mit Freunden genießen kann.

Man merkt schon, dass dieses Spiel jeden erreichen soll (ausser Xbox Spieler) und jeder damit Spaß haben soll, egal ob man ein Core Gamer oder ein Casual Gamer ist.

Allerdings geht diese breite Fächerung auf Kosten der Grafik. Genshin Impact hat einen schicken Anime-Look, der eine gewisse Zeitlosigkeit besitzt aber nicht an das Vorbild Breath of the Wild herankommt.

Das Gameplay von Genshin Impact ist äußerst komplex und sehr umfangreich ABER man wird nicht blind in das Spiel geworfen, sondern bekommt Stück für Stück das Gameplay nähergebracht und bekommt in kleinen Lektionen beigebracht wie der Kampf, die Charakterentwicklung sowie die restlichen Kernmechaniken funktionieren. Tja und dann kann man der Physik-Engine experimentieren, was ähnlich irre ist wie in Breath of the Wild.

Vorläufig kann ich sagen, dass mein Eindruck von Genshin Impact bisher sehr positiv ist und ich bestimmt noch weitere Beiträge zu diesem Spiel verfassen werden, sobald ich noch tiefer in diese fantastische Welt abgetaucht bin!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy (Singleplayer) | Review [Playstation 4]

Titel: Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy
Entwickler: Raven Software, Vicarious Visions (Xbox), Aspyr Media (Switch, PS4
Publisher: LucasArts, Aspyr Media, Activision
Release: 2003/2020
Plattform: PC, Xbox, Nintendo Switch, PS4

Mein Star Wars Fandom hat jahrelang gelitten aber seit Star Wars Jedi: Fallen Order, der Sichtung von The Clone Wars mit Chris, sowie den Ports von Jedi Outcast und dem heute thematisierten Jedi Academy gibt es Hoffnung auf eine Aussöhnung mit dem Franchise.

Anm.: Obwohl Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy zu meinen absoluten Lieblingsspielen gehört werde ich mein Bestes geben einen neutralen Blick auf das Spiel zu werfen und es auch entsprechend zu bewerten.


Kernfakten aus einer weit entferten Galaxie

Titel: Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy
Entwickler: Raven Software, Vicarious Visions (Xbox), Aspyr Media (Switch, PS4)
Publisher: LucasArts, Aspyr Media, Activision
Release: 2003/2020
Plattform: PC, Xbox, Nintendo Switch, PS4


Anders als in den Vorgänger steuert der Spieler nicht den Jedi Kyle Katarn, sondern Jaden Korr, einen selbsterstellten Charakter (Spezies & Geschlecht frei wählbar), welcher zusammen mit Rosh Penin als Schüler im Jedi-Praxeum auf Yavin IV aufgenommen wird. Friedlich die Schulbank drücken ist jedoch nicht, da der Sith-Kult um Marka Ragnos damit beginnt die Macht aus diversen Orten zu entziehen, an denen die Präsenz der Macht sehr stark ist, und alle Meister mit ihren Schülern damit beauftragt werden den Kult zu stoppen.

Jaden und Rosh werden Kyle Katarn als Schüler zugewiesen und für Jaden beginnt, neben der Ausbildung zum Jedi, eine lange Reise in deren Verlauf er auch die Verlockungen der dunklen Seite kennenlernt ...

Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy mag erzählerisch kein Meisterwerk sein, nutzt aber durch den „Konflikt“ mit dem Kult zahlreiche Schauplätze, was der Dynamik zugutekommt und den Spieler auf viele verschiedene, mal mehr mal weniger, bekannte Welten schickt. Da der Charakter vom Spieler selbst erstellt wird, ist die Immersion intensiver als in anderen Star Wars Spielen und es macht sehr viel Spaß seinen eigenen Machtnutzer zu basteln.

Das führt mich zum Gameplay, welches grundlegend sehr gut funktioniert. Entwickler Raven Software beweist erneut ein Händchen für unterhaltsame Ego-Shooter und kombiniert diese mit Third-Peron Lichtschwertkämpfen. Beides sorgt für ein sehr unterhaltsames Gameplay und die Sprengwaffen beziehungsweise verschiedenen Sprengwaffen sorgen für einen spaßigen, zügigen Spielfluss. Dazu kommen große Level, die zum Entdecken einladen und optisch durchaus abwechslungsreich aber leider nicht mehr zeitgemäß sind.

Generell merkt man dem Spiel sein Alter bei der Technik an, aber es ist bedeutend besser gealtert, als andere Genrekollegen aus der Zeit. Akustisch weiß das Spiel immer noch zu überzeugen mit ambientischen Musikstücken, die perfekt zu den einzelnen Leveln/Missionstypen passen.

Einzig am Speichersystem muss ich Kritik anbringen, da die automatischen Checkpoints suboptimal verteilt und mehr Frust erzeugen als nötig ist. Manuelles Speichern, und zwar häufig ist eine Tugend in diesem Spiel.


Zusammengefasst ist Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy nicht das beste Star Wars Spiel aller Zeiten aber ein äußerst unterhaltsame Abenteuer in einer weit, weit entfernten Galaxie mit unterhaltsamen Gameplay, einer soliden Geschichte inklusive Auswahl zwischen Heller und Dunkler Seite sowie einem gewissen Wiederspielwert. Technisch ist das Spiel nicht mehr auf der Höhe der Zeit, aber der Port auf die PS4 ist sehr gelungen und zeigt auf wie gut das Spiel auch heute noch funktioniert!

Somit Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy von mir die Wertung spielenswert. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Ghost of Tsushima Impressionen #2

Titel: Ghost of Tsushima
Entwickler: Sucker Punch Productions
Publisher: SIE
Plattform: Playstation 4
Release: 2020

Kernfakten zu Ghost of Tsushima

  • Titel: Ghost of Tsushima
  • Entwickler: Sucker Punch Productions
  • Publisher: SIE
  • Plattform: Playstation 4
  • Release: 2020

Das Thema des heutigen Beitrags ist „Kampf“. In Ghost of Tsushima kämpft man nicht nur gegen die Mongolen, sondern auch gegen Banditen/Diebe/Plünderer und die abtrünnigen Strohhut-Ronin. Im Kampf um Tsushima ist kein Platz für Gnade.


Sucker Punch Productions/SIE

Das beenden des Leids eines besiegten Feinde ist der einzige Akt der Gnade den man erweist.


Sucker Punch Productions/SIE

Sucker Punch Productions/SIE

An dieser Stelle muss ich das Kampfsystem von Ghost of Tsushima loben. Die Mischung aus Angriff, Verteidung, Ausweichen und dem Wechsel der vier Stile sowie dem Nutzen der Sekundärwaffen funktioniert hervorragend, erinnert angenehm an die Masocore Spiele hat aber genug eigene Identität.

Beim nächsten mal wird es wieder harmonischer!


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Ghost of Tsushima Impressionen #1

Titel: Ghost of Tsushima
Entwickler: Sucker Punch Productions
Publisher: SIE
Plattform: Playstation 4
Release: 2020

Kernfakten zu Ghost of Tsushima

  • Titel: Ghost of Tsushima
  • Entwickler: Sucker Punch Productions
  • Publisher: SIE
  • Plattform: Playstation 4
  • Release: 2020

(c) Sucker Punch Productions/SIE

Natur: 1 – Mongolen: 0

Der Fotomodus von Ghost of Tsushima ist wirklich genial und bietet viel Potenzial, um solche Schnappschüsse zu machen!


(c) Sucker Punch Productions/SIE

Die Landschaften von Ghost of Tsushima sind der Wahnsinn! ❤️


Anm.: Das Projekt „Ghost of Tsushima Impressionen“ dient als Ergänzung zur kommenden Rezension, um euch bereits im Vorfeld einen Teil der Genialität dieses Spiels zu vermitteln!

Außerdem entstehen diese Beiträge ohne fixen Zeitplan und auf Instagram werden diese Fotos und eigene Fotostrecken ebenfalls erscheinen (IG: derstigler_ und jetzt endet die Schleichwerbung)!

Vielleicht kommt etwas ähnliches auch zu Death Stranding aber das bleibt jetzt mal ganz frech noch offen!


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Die Evolution des Survival-Horrors! | The Evil Within | Gedankenspiel/Review

Titel. The Evil Within
Entwickler: Tango Gameworks
Publisher: Bethesta Softworks
Plattform: PC, PS3/4, Xbox 360/One
Release: 2014

Shinji Mikami ist wohl der wichtigste Name für das Survival-Horror Genre. Mit Resident Evil (1996) hob er das Genre in den Mainstream, 2005 startete er mit Resident Evil 4 die Revolution und 2014 leitete er mit The Evil Within die Evolution des Genres ein, indem er Action-Horror mit Survival-Horror kombinierte und dies so harmonisch tat, wie es davor niemanden gelang.

Damit herzlich willkommen zu The Evil Within, der Evolution des Survival-Horrors und einem Spiel, dass ich jahrelang einfach nicht zu schätzen wusste, obwohl es so viele Dinge richtig macht!

Anm.: In diesem Beitrag konzentriere ich mich rein auf das Grundspiel ohne Erweiterungen.

Anm. 2: Ich finde es so schade, dass der Originaltitel PsychoBreak nicht bei uns Verwendung gefunden hat. Dieser ist doch wesentlich griffiger als The Evil Within.


Hauptcharakter des Spiels ist Detective Sebastian Castellanos, der zusammen mit seinen Partnern Kidman & Joseph, einen grausamen Massenmord in einem Sanatorium untersuchen muss. Kaum im Sanatorium angekommen, wird Sebastian von einer mysteriösen Gestalt mit Kapuze attackiert, was ihm eine Gefangennahme in einem Schlachthaus einbringt. Kaum ist Sebastian aus dem Schlachthaus/Sanatorium entkommen, erwartet ihn und seine Gefährten ein Trip durch die Hölle und den Wahnsinn des Geistes. Während Sebastians Odyssey wird immer mehr Licht ins Dunkel gebracht, was hinter dem Grauen steckt, in das er geraten ist …

Erzählerisch kombiniert The Evil Within Elemente aus Silent Hill & Resident Evil, was quasi das Beste aus dem Survival-Horror Genre bietet. Die Handlung mag zu Beginn konfus und ohne roten Faden wirken, entwickelt sich aber zum Schluss hin hervorragend, dank clever gesetzten Twists, die Licht ins Dunkel bringen, aber gleichzeitig neue Fragen aufwerfen, allerdings wird zum Ende hin (fast) alles, was es mit dem Grauen auf sich hat, enthüllt.

Ähnlich wie in Silent Hill und Resident Evil bleibt der Plot über das gesamte Spiel präsent, wird durch diverse Schriftstücke erweitert und kontinuierlich vorangetrieben, bremst aber nie das Gameplay aus.


Spielerisch kehrt Shinji Mikami mit The Evil Within zu den Wurzeln des Survival-Horror-Genres zurück und orientiert sich an Resident Evil 1 bis 4. Im Zentrum steht der Kampf ums Überleben, das clevere Verwalten von Ressourcen, das Lösen von Rätseln und dem zeitweiligen Kampf gegen Bosse.

Somit rückt die Action, obwohl sie immer noch präsent ist, in den Hintergrund und sorgt für ein langsameres Spieltempo. Auch besteht die Möglichkeit viele der Gegner einfach zu umrunden, um kostbare Munition zu sparen oder Feinde mit Schleichangriffen auszuschalten. Die Bosse sind ebenfalls eine Erwähnung wert, da sie sich in der Inszenierung aber auch in der Art des Kampfes angenehm voneinander abheben.

Manche Bosse wollen im direkten Kampf mit brachialer Waffengewalt bezwungen werden, andere benötigen eine bestimmte Taktik und vor einigen muss man flüchten!

Um am Puls der Zeit zu sein, verfügt The Evil Within über einen Skilltree, mit dem das Inventar, die Waffen und die Eigenschaften von Sebastian verbessert werden können, damit er dem allgegenwärtigen Grauen länger standhalten kann. Waffen ist auch ein passendes Stichwort, da das Arsenal von Sebastian zwar recht überschaubar, aber vielfältig genug ist, um in der jeder Situation wehrhaft zu sein. Im Detail besteht das Arsenal aus einem Revolver, einer Schrotflinte, einem Scharfschützengewehr und der ikonischen Qualenarmbrust mit diversen Bolzen. Sekundär stehen Sebastian sein Kampfmesser, Handgranaten und Streichhölzer zum endgültigen Eliminieren der regulären Gegner zur Verfügung.

Ein paar Waffen mehr können durch das Erfüllen diverser Bedingungen freigeschaltet werden .


Optisch wirkt The Evil Within leider etwas altbacken, obwohl der grafische Stil viel zur Atmosphäre beiträgt und den Eindruck eines alten Horrorfilms erweckt. Dazu kommen diverse grafische Effekte, die diesen Eindruck verstärken und gleichzeitig dem Spiel einen surrealen Touch geben. Auf optischer Ebene wirkt The Evil Within ebenfalls wie eine Mischung aus Resident Evil und Silent Hill, da die Schauplätze stark an Resident Evil erinnern, jedoch die surreale Note einem Silent Hill gleicht.

Auf akustischer Ebene gefällt The Evil Within auf jeden Fall. Seien es nun die ambientische Hintergrundmusik, treibende Themen im Kampf, oder das ikonische Claire de Lune, das erklingt wenn sich Sebastian in die Zwischenwelt zurückzieht um zu speichern oder wenn der Skilltree verbessert werden soll. Das Musikstück Claire de Lune entfaltet auch eine tröstende Wirkung, die im krassen Kontrast zum allgenwärtigen Horror im Spiel steht.


Ist The Evil Within also die Entwicklung des Survival-Horror-Genres? Ja absolut, das Spiel schafft es, moderne Eigenschaften mit klassischen Tugenden des Genres zu kombinieren und so eine moderne Interpretation eines klassischen Videospielgenres zu erschaffen. Bis auf die optische Komponente vermag The Evil Within in allen Punkten vollends zu gefallen, was dem Spiel ein verdientes spielenswert+ einbringt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, MrKritzi, JamesVermont

The Elder Scrolls | Mind Game #7

Surprisingly, a franchise I’ve never commented on, at least I can not remember, is The Elder Scrolls of Bethesda Game Studios / Zenimax Online Studios. This fact surprises me, as this series has accompanied me for many years and has entertained the series for hundreds of hours so far and will certainly entertain me.

Today I want to share my thoughts with you and create a small ranking on the three The Elder Scrolls (short TES) games I played intensively.

By the way, I also have something similar with Fallout and Wolfenstein, where I have ideas for several contributions. Back to the ancient scrolls.

Note: I will talk about the DLC policy at the end!


I think a good start is clarifying the question of how I came to this series of games. Many years ago, during the PS2 era, I also gambled on the Nintendo Game Cube and the first Xbox. With Mircosoft’s first console I connect some great memories like Jade Empire, Dead or Alive 3, Thief: Deadly Shadows, Halo 1, Halo 2 and just The Elder Scrolls 3: Morrorwind.

These were games in this form hardly or not at all on the Playstation 2 or the Game Cube. My brother played Morrowind as passionately as I did, so I came to this franchise.

Thanks for that!


Before I join Morrowind, my personal Top 3 ranking of The Elder Scrolls games will also be discussed in this order:

  1. The Elder Scrolls III: Morrorwind
  2. The Elder Scrolls V: Skyrim
  3. The Elder Scrolls IV: Oblivion

The Elder Scrolls III: Morrowind

When I played Morrowind for the first time, I was completely overwhelmed because the freedom that offered this world was completely new to me. Okay, I know something similar from Gothic, but in Morrowind, after the creation of the character, the whole world is open and you can go wherever you want.

Although there is a main quest but the way to Balmorra, there to join the guild, you can always hit. I love this possibility of true freedom and the adventure can end just as fast as the level of difficulty can be extremely high or very low, depending on how you play. Without trained skills, the most powerful weapons or spells do not bother you, so you have to bake small rolls and can not do anything right now, complete any quest, or become master of all guilds.

The guilds are also an interesting point on Morrorwind.

In addition to the classic guilds (warriors, magicians, thieves) there are three princely houses, the imperial legion, some clerical organization and an Assassin guild with which you can immerse yourself even deeper in the world of Morrowind. But you can not easily belong to all guilds, for example fighting warrior and thieves guilds.

If you are a member of both guilds, you will not be able to make a career in the factions at some point, because the trust is missing. Likewise, outside the main quest, you can only belong to a princely house. There are also various quests that push you completely into uncertainty and demand a self-development of progress. So there are no quest markers, which means in plain language that the player must search the world properly to find his destination. It is immensely rewarding to discover the world in this way without the quest marker making exploration obsolete.

Furthermore, you have the opportunity to destroy yourself the game in the normal way, by killing important figures without further ado and quasi the game can not finish. At least not anymore. The character becomes stronger when the corresponding skills are trained. When a main skill rises one level, you move closer to a level up, which improves the basic attributes.

Even though some of Morrorwind’s mechanics seem cumbersome from today’s perspective and the game is only limitedly beginner-friendly, the more intense the game experience and the free exploration of the game world with simple hints and without a quest marker. I’m glad to have sacrificed this game for so many dozens or even a hundred hours.


The Elder Scrolls V: Skyrim

Let’s get to the probably most popular Bethesda ever. The Elder Scrolls V: Skyrim was released in the distant year of 2011, but has been ported several times over the last 8 years and even implemented as a VR game. Despite various minor weaknesses, I have to make one thing clear, Skyrim is an excellent game and is Morrowind at most in the areas of difficulty and some game mechanics after.

For the game convinced the whole line is the best aged TES game so far. Morrorwind you just notice the age and to Oblivion I will come later in the text. What can Skyrim do, so good? Now the game world is superbly designed and full of quests, adventurers and places to explore. Unfortunately, the quests of the category „Other“ repeat very quickly or completely irrelevant.

There are many great stories for this, such as the Daedra missions or various larger treasure hunts. Unfortunately, the factions that can be joined by is missing an interesting story or a long-term motivation or credibility. One example is the Civil War in Skyrim, which is not known to anyone unless you fulfill missions for either side. Here events would be interesting, which are time bound and can happen without the influence of the player. In the game there is also an internal calendar, which would make this circumstance possible.

The same applies to the „Mages Guild“, which is virtually ostracized, since the Northern distrust magic. How cool would it be if you actually get a bad or worse reputation, if you gurk as a magician through the skies.

I must praise the Dark Brotherhood, whose plot / mission really has a certain epic with a political master plan and even an internal power struggle. However, the Dark Brotherhood is also the only guild / faction with a really exciting storyline, as the rest are more likely to be interchangeable despite many interesting approaches. Both praising and critical, I face the gameplay that offers a lot of depth especially in the character creation and you will noticeably become a powerful hero.

The best example is the weapon skills. Depending on the mode of combat and preferred weapon can unlock various skills or boosts that improve the fight with, for example, two swords or increase the damage gradually.

The same applies to the „Forging“ abilities. The further the skill is trained, the higher quality materials can be processed. Opposite are activities such as cooking, chopping wood or sleeping, which is effectively of no use as the player does not have to sleep or eat and can not freeze.

I do not expect any hard-hitting or realistic simulation of a fantasy world, but these aspects would have pleasantly increased the level of difficulty and added more relevance to alchemy. Of course, I can understand that the game should also be suitable for the masses and also inexperienced players or players who are not very clear with high levels of difficulty or resource management should come to Skyrim.

Incidentally, I deliberately cling to the possibility of increasing or decreasing the level of difficulty with the aid of a controller.

All in all, Skyrim is the magnum opus of Bethesda, at least in the area of role-playing games as the game, despite various flaws as well as Morrorwind is an excellent game!


The Elder Scrolls IV: Oblivion

Oh, Oblivion. Actually, I like this game very much, but it’s the part of The Elder Scrolls series that I think has aged the worst, and that’s mainly due to the effect-rich graphics that make many characters shine and not so impressive anymore acts as at the time of the game. Which is funny, because at the time, the graphics of Oblivion blew away everyone who first entered the world of Cyrodil.

The problems of Oblivion, however, are not graphic, but technical and playful nature. A well-known problem is the miserable translation, which can confuse many missions and aspects of the game. Especially if items are titled with such crude abbreviations, that you do not know because it is in the inventory. Sometimes German texts are completely missing and missions have to be completed in English, which brings the language barrier into play. What Oblivion really missed is an exciting main mission and a claim to the guilds. As an example, the Mages Guild.

If you had to perform a certain number of missions in Morrorwind for a promotion and have certain abilities (various arcane schools at a certain value), then in Oblivion you can complete all guilds in one or two hours without anything special.

If you can ascend to the archmage as a warrior without many spells, then something went wrong … In sharp contrast to the flat magicians, warriors and arena-guilds are the Thieves Guild and the Dark Brotherhood. While the former tries to tell an epic storyline and actually requires thieving, the Dark Brotherhood offers many different missions, with bonus targets, which relaxes the gameplay. All in all, Oblivion is visually a giant advance compared to its predecessor Morrorwind, but just as big a step backwards in terms of gaming experience. Skyrim goes the healthy middle ground from both games.

Oblivion is the RPG for me, that I can only play more with mods to intensify the gaming experience!


Before concluding, let me say a few words about the expansion of the three big The Elder Scrolls games. Except for the strange mini-DLC’s (Scandal horse blanket for 1 €) are the extensions for the three main games by the bank away very entertaining and try to deviate from the main game and tell other stories or introduce innovations in gameplay. Even though I’m not a fan of DLC’s, I have to praise Bethesda for the high-quality enhancements!


Although I have a lot to complain about The Elder Scrolls, it does not change my love for this franchise. The three mentioned games have a permanent place in my player’s heart and will last forever. I do not want to know how much lifetime I spent for Morrowind, Oblivion and Skyrim but it was worth every second.

To be a fan does not only mean to praise everything, but also to criticize if it is justified!

That’s it from my side. We read in the next post!

The Elder Scrolls | Gedankenspiel

Ein Franchise zu dem ich mich überraschenderweise noch nie geäußert habe, zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, ist The Elder Scrolls von Bethesda Game Studios/Zenimax Online Studios. Dieser Umstand überrascht mich selbst, da mich diese Reihe seit vielen Jahren begleitet und mich die Serie bisher hunderte Stunden unterhalten hat und sicherlich unterhalten wird.

Heute möchte ich meine allgemeinen Gedanken mit euch teilen und ein kleines Ranking erstellen über die drei The Elder Scrolls (kurz TES) Spiele die ich intensiv gespielt. Etwas Ähnliches habe ich übrigens auch mit Fallout und Wolfenstein vor, wobei ich da Ideen für mehrere Beiträge habe. Zurück zu den alten Schriftrollen.

Anm.: Auf die DLC-Politik werde ich ganz zum Schluss zu sprechen kommen!


Ich glaube ein guter Anfang ist, das Klären der Frage wie ich zu dieser Spielereihe gekommen. Vor vielen Jahren, zu Zeiten der PS2 Ära, habe ich auch auf dem Nintendo Game Cube und der ersten Xbox gezockt. Mit Mircosofts erster Konsole verbinde ich einige tolle Erinnerungen wie Jade Empire, Dead or Alive 3, Thief: Deadly Shadows, Halo 1, Halo 2 und eben The Elder Scrolls 3: Morrorwind. Das waren Spiele die es in dieser Form kaum oder gar nicht auf der Playstation 2 oder dem Game Cube gab.

Mein Bruder hat Morrowind ebenso leidenschaftlich gespielt wie ich und so bin ich auch an dieses Franchise gekommen. Danke dafür!


Bevor ich zu Morrowind komme, noch mein persönliches Top 3 Ranking der The Elder Scrolls Spiele, die dann auch in dieser Reihenfolge besprochen werden:

  • The Elder Scrolls III: Morrorwind
  • The Elder Scrolls V: Skyrim
  • The Elder Scrolls IV: Oblivion

The Elder Scrolls III: Morrowind

Als ich das erste Mal Morrowind gespielt habe war ich komplett überfordert, weil mir die Freiheit, die diese Welt bot, völlig neu war. Okay etwas Ähnliches kannte ich von Gothic, aber in Morrowind steht einem, nach der Erstellung des Charakters, die ganze Welt offen und man kann gehen, wohin man möchte. Es gibt zwar eine Hauptquest aber den Weg nach Balmorra, um sich dort auch den Gilden anzuschließen, kann man jederzeit einschlagen. Ich liebe diese Möglichkeit der wahren Freiheit und genauso schnell kann das Abenteuer enden, denn der Schwierigkeitsgrad kann je nach Spielweise extrem hoch oder sehr niedrig sein. Ohne trainierte Fertigkeiten bringen einem die mächtigsten Waffen oder Zauber nichts, daher muss man kleine Brötchen backen und kann nicht sofort alles machen, jede Quest absolvieren oder Meister aller Gilden werden.

Die Gilden sind auch ein interessanter Punkt an Morrorwind. Es gibt neben den klassischen Gilden (Krieger, Magier, Diebe) drei Fürstenhäuser, die kaiserliche Legion, einige klerikale Organisation und eine Assassinengilde mit der man noch tiefer in die Welt von Morrowind eintauchen kann. Man kann aber nicht ohne weiteres allen Gilden angehören, da sich beispielsweise die Krieger- und Diebesgilde bekämpfen. Ist man Mitglied beider Gilden, kann man irgendwann keine Karriere mehr in den Fraktionen machen, da das Vertrauen fehlt.

Ebenso kann man außerhalb der Hauptquest nur einem Fürstenhaus angehören.

Dazu kommen diverse Quests, die einem komplett in Ungewisse schubsen und eine Selbsterarbeitung des Fortschritts fordern. So gibt es keine Questmarker, was im Klartext bedeutet dass der Spieler die Welt richtig absuchen muss um sein Ziel zu finden. Es ist ungemein belohnend, wenn man die Welt auf diese weise entdecken muss ohne das der Questmarker das Erforschen obsolet macht. Weiters hat man die Möglichkeit sich selbst das Spiel auf normalem Weg zu zerstören, indem man wichtige Figuren kurzerhand tötet und das Spiel quasi nicht mehr beenden kann. Zumindest nicht mehr einfach so.

Die Spielfigur wird stärker, wenn die entsprechenden Skills trainiert werden. Wenn ein Hauptskill um eine Stufe aufsteigt wird, rückt man einem Level up näher, was die Grundattribute verbessert.

Auch wenn manche Mechaniken von Morrorwind aus heutiger Sicht arg sperrig wirken und das Spiel nur bedingt einsteigerfreundlich ist, umso intensiver ist die Spielerfahrung und das freie Erkunden der Spielwelt mit simplen Hinweisen und ohne Questmarker. Ich bin froh diesem Spiel so viele Dutzend oder gar hundert Stunden geopfert zu haben.


The Elder Scrolls V: Skyrim

Kommen wir zum wahrscheinlich populärsten Bethesda aller Zeiten. The Elder Scrolls V: Skyrim erschien im fernen Jahr 2011, wurde aber in den letzten 8 Jahren mehrmals portiert und sogar als VR Spiel umgesetzt. Trotz diverser kleinerer Schwächen muss ich gleich eines klarstellen, Skyrim ist ein hervorragendes Spiel und steht Morrowind höchstens in den Bereichen Schwierigkeitsgrad und teilweise Spielmechaniken nach. Dafür überzeugt das Spiel auf ganzer Linie ist das bisher am besten gealterte TES Spiel. Morrorwind merkt man einfach das Alter an und zu Oblivion komme ich später im Text.

Was kann Skyrim, also gut? Nun die Spielwelt ist hervorragend gestaltet und steckt voller Quests, Abenteier sowie Orte zum Erkunden. Leider wiederholen sich die Quests der Kategorie „Sonstiges“ sehr schnell oder gleich komplett irrelevant. Dafür gibt es viele großartige Geschichten, beispielsweise die Daedra-Missionen oder diverse größere Schatzsuchen. Die Fraktionen, denen man sich anschließen kann fehlt leider fast völlig eine interessante Geschichte oder eine wirkliche Langzeitmotivation beziehungsweise Glaubhaftigkeit. Ein Beispiel ist der Bürgerkrieg in Himmelsrand, von dem man eigentlich nichts mitkriegt, sofern man keine Missionen für eine der beiden Seiten erfüllt. Hier wären Ereignisse interessant, die zeitgebunden sind und auch ohne den Einfluss des Spielers geschehen können. Im Spiel gibt es auch einen internen Kalender, womit dieser Umstand durchaus möglich wäre.

Gleiches gilt auch für die „Magiergilde“ die quasi geächtet ist, da die Nord der Magie misstrauen. Wie cool wäre es, wenn man tatsächlich einen schlechten oder schlechtere Ruf bekommt, falls man als Magier durch Himmelsrand gurkt.

Lobend muss ich die Dunkle Bruderschaft erwähnen, deren Handlung/Missionsstrang tatsächlich eine gewisse Epik aufweist mit einem politischen Masterplan und sogar einem internen Machtkampf. Allerdings ist die Dunkle Bruderschaft auch die einzige Gilde/Fraktion mit einer wirklich spannenden Storyline, da der Rest eher bemüht bis austauschbar ist trotz vieler interessanter Ansätze.

Sowohl lobend als auch kritisch stehe ich dem Gameplay gegenüber, dass gerade bei der Charaktererstellung viel Tiefgang bietet und man spürbar ein mächtiger Held wird. Bestes Beispiel sind die Waffenskills. Je nach Kampfweise und bevorzugter Waffe kann diverse Fähigkeiten oder Boosts freischalten, die den Kampf mit beispielsweise zwei Schwertern verbessern oder den Schaden schrittweise erhöhen. Gleiches gilt für die Fähigkeiten „Schmieden“. Je weiter der Skill trainiert wird, umso hochwertigere Materialien kann man verarbeiten.

Dem Gegenüber stehen Aktivitäten wie kochen, Holz hacken oder schlafen, was effektiv keinen Nutzen bringt da der Spieler nicht schlafen oder essen muss und auch nicht frieren kann. Ich erwarte mir keine knallharte oder realistische Simulation einer Fantasywelt aber diese Aspekte hätten den Schwierigkeitsgrad angenehm erhöht und auch der Fähigkeit Alchemie mehr Relevanz verschafft. Natürlich kann ich verstehen, dass das Spiel auch massentauglich sein soll und auch unerfahrene Spieler beziehungsweise Spieler die mit hohen Schwierigkeitsgraden oder Ressourcenmanagment nicht klar kommen in Skyrim reinfinden sollen.

Ich klammere übrigens bewusst die Möglichkeit aus den Schwierigkeitsgrad mittels Regler erhöhen oder senken zu können. Alles in allem ist Skyrim das Magnum Opus von Bethesda, zumindest im Bereich der Rollenspiele da das Spiel trotz diverser Makel ebenso wie Morrorwind ein hervorragendes Spiel ist!


The Elder Scrolls IV: Oblivion

Achja Oblivion. Eigentlich mag ich dieses Spiel sehr gern, aber es ist jener Teil der The Elder Scrolls Serie, der meiner Meinung nach am schlechtesten gealtert ist und das liegt in erster Linie an der effektüberladenen Grafik, die viele Figuren beinah leuchten lässt und inzwischen nicht mehr so beeindruckend wirkt wie zum Erscheinungszeitpunkt des Spiels. Was witzig ist, denn damals hat die Grafik von Oblivion quasi jeden umgehauen, der zum ersten mal die Welt von Cyrodil betreten hat.

Die Probleme von Oblivion sind allerdings nicht grafischer, sondern technischer und spielerischer Natur. Ein altbekanntes Problem ist die miserable Übersetzung, die viele Missionen und Aspekte des Spiels verwirrend gestalten kann. Besonders wenn Items mit dermaßen kruden Abkürzungen betitelt sind, dass man nicht weiß man da grad im Inventar hat. Manchmal fehlen auch komplett Deutsche Texte und Missionen müssen plötzlich in Englisch absolviert werden, was die Sprachbarriere ins Spiel bringt.

Was Oblivion aber wirklich versäumt ist eine spannende Hauptmission und ein Anspruch an die Gilden. Als Beispiel die Magiergilde. Musste man in Morrorwind für eine Beförderung eine gewisse Anzahl an Missionen erfüllen und gewisse Fähigkeiten mit sich bringen (diverse arkane Schulen auf einem bestimmten Wert), so kann in Oblivion in jeweils ein bis zwei Stunden alle Gilden abschließen, ohne irgendwas besonderes zu können. Wenn man als Krieger ohne viele Zauber zum Erzmagier aufsteigen kann, lief irgendwas gewaltig falsch …

Im krassen Gegensatz zur platten Magier-, Krieger- und Arenagilde stehen die Diebesgilde und die Dunkle Bruderschaft. Während erstere versucht eine epische Handlung zu erzählen und tatsächlich Diebeshandwerk erfordert, bietet die Dunkle Bruderschaft viele unterschiedliche Missionen, mit Bonuszielen, was das Spielgeschehen angenehm auflockert.

Alles in allem ist Oblivion optisch ein gigantischer Fortschritt im Vergleich zum Vorgänger Morrorwind aber ein ebenso großer Rückschritt was die Spielerfahrung geht. Skyrim geht den gesunden Mittelweg aus beiden Spielen.

Oblivion ist für mich das Rollenspiel, dass ich nur mehr mit Mods spielen kann um die Spielerfahrung zu intensivieren!


Bevor ich zum Schlusswort komme noch ein paar Worte zu den Erweiterungen der drei großen The Elder Scrolls Spiele. Bis auf die seltsamen Mini-DLC’s (Skandal Pferdedecke für 1€) sind die Erweiterungen für die drei Hauptspiele durch die Bank weg sehr unterhaltsamen und versuchen vom Hauptspiel abzuweichen und andere Geschichten zu erzählen beziehungsweise Neuerungen im Gameplay einzuführen. Auch wenn ich kein Fan von DLC’s bin, muss ich Bethesda für die hochwertigen Erweiterungen loben!


Auch wenn ich an The Elder Scrolls viel auszusetzen habe, ändert dies nichts an meiner Liebe für dieses Franchise. Die drei genannten Spiele haben einen festen Platz in meinem Spielerherzen und werden den auf ewig haben. Ich will nicht wissen wie viel Lebenszeit ich für Morrowind, Oblivion und Skyrim aufgebracht habe aber es war jede Sekunde wert. Fan sein bedeutet für mich nicht nur alles loben, sondern auch Kritik anbringen, wenn sie gerechtfertigt ist!

Das wars von soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Resident Evil im feudalen Japan! | Onimusha: Warlords Review | Playstation 4

Kernfakten zum Spiel
Name: Onimusha Warlords
Entwickler: Capcom, NeoBards Entertainment
Publisher: Capcom
Plattform: PS4, Xbox One, PC, Switch
Release: 2019
Genre: Action-Adventure, Horror

Seit 2 Jahren gehört der Januar immer den japanischen Entwicklern und Capcom steht an vorderster Front. 2017 erschien Resident Evil: 7 Biohazard und 2018 erschien Monster Hunter World. Für 2019 haut Capcom richtig auf die Kacke und veröffentlicht das lang erwartete Resident Evil 2 Remake und das Remastered von Onimusha: Warlords. Um letztgenanntes Spiel geht es heute!

Kernfakten zum Spiel

Name: Onimusha: Warlords

Entwickler: Capcom, NeoBards Entertainment

Publisher: Capcom

Plattform: PS4, Xbox One, PC, Switch

Release: 2019

Genre: Action-Adventure, Horror


Kleiner Exkurs: Das Onimusha Franchise ist, ebenso wie zum Beispiel Devil May Cry, ein Devirat von Capcom. Sprich die Spielstruktur von Onimusha Warlords orientiert sich stark am klassischen Resident Evil, erhält aber durch das Setting und das Kampfsystem eine völlig eigene Identität. Wer mehr wissen will, kann hier stoppen und meinen Exkurs zu den Resident Evil Deviraten lesen.

Exkurs: Die Devirate von Resident Evil | Gedankenspiel


Handlung: Ein Samurai, eine Burg und ein Haufen Dämonen

Der Samurai Samanosuke und die Kunoichi Kaede erhalten den Auftrag Prinzessin Yuki zu retten, deren Schloss von einer Armee bestehend aus Dämonen attackiert wird. Im Kampf mit einem mächtigen Dämon wird Samanosuke schwer verletzt, erhält in einer Zwischenwelt jedoch den Seelen-Panzerhandschuh, mit denen er die Seelen der Dämonen absorbieren kann. Zusammen mit Kaede erkundet er die Burg jedoch wird das Duo in eine wesentlich größere Bedrohung, die mit Oda Nobunaga zusammenhängt, gezogen.

Wie in den klassischen Resident Evil Spielen ist auch die Handlung von Onimusha: Warlords eigentlich nur dazu da um den Protagonisten einen Grund zu geben um das Schloss zu erkunden. Durch das Setting im feudalen Japan wirkt das Spiel trotz des Alters immer noch frisch!

Gameplay: Harmonische Dreifaltigkeit

Die drei Grundtugenden der geistigen Vorlage werden auch in Onimusha: Warlords umgesetzt. So besteht der Fokus des Gameplays aus dem Erkunden des Schlosses während man Dämonen bekämpft und relativ simple Rätsel löst. Mit den gefundenen Ressourcen, wie Heilgegenstände oder Munition für die Sekundärwaffen, muss man sparsam umgehen, da diese entsprechend selten verteilt.

Samanosuke verwendet im Kampf drei Klingenwaffen, zwischen denen man in der PS4 Version jederzeit wechseln kann, was den Kampf etwas dynamischer gestaltet. Die drei Klingenwaffen werden von drei Sphären beeinflusst die je auf einem Element basieren (Feuer, Wind, Blitz) und durch gesammelte Seelen aufgewertet werden können. Was ich an diesen „Levelsystem“ loben muss ist die sichtbare Entwicklung der Waffen mit jedem Stufenanstieg.

Abseits des Hauptspiels kann man, als Samanosuke in die Dämonendimension reisen, um sich durch 20 Ebenen zu kämpfen, an anderen Ende man die stärkste Waffe des Spiels erhalten kann. Diese Nebenaufgabe stellt auch die größte Herausforderung des Spiels dar und das führt mich zu meinem größten Kritikpunkt, nicht die kurze Spielzeit, sondern der zahme Schwierigkeitsgrad. Ich habe kein Problem, wenn ein Spiel leicht zugänglich, ist aber bis auf die Dämonendimension sowie den Endboss hatte ich keine gröberen Schwierigkeiten.

Grafik & Sound: In Würde gealtert

Für die Optik gewinnt Onimusha: Warlords heute keinen Preis mehr aber trotz seines Alters von über 15 Jahren sieht das Spiel dank der Frischzellenkur immer noch annehmbar aus. Besonders die vorberechneten Hintergründe sind sehr atmosphärisch und so manche Kulisse, besonders jene unter freiem Himmel, sieht fantastisch aus!

Ein weiteres Lob geht an das Design der Figuren & Gegner. Die namhaften Figuren sind sehr detailliert, hier und da wird sogar mit der Mimik gespielt, was ein nettes aber nicht selbstverständliches Detail ist! Wie der Titel verrät, kämpft man gegen Dämonen und Capcom beweist wie bei anderen Reihen wie Devil May Cry oder Resident Evil einiges an Kreativität um dem Spieler möglichst abwechslungsreiche Gegner zu spendieren, da die Spielwelt an sich weniger Freiheiten bietet.

Der Soundtrack schwankt zwischen abenteuerlich-heroisch und unheimlich-mysteriös was sehr gut zum Schauplatz passt. Auch die Synchronisation gefällt aber die deutschen Untertitel passen mehr als einmal nicht wirklich zum gesprochenen.

Fazit

Zusammengefasst ist Onimusha: Warlords auch nach über 15 Jahren immer noch ein gutes Spiel, dass in Würde gealtert ist und durch sein zugängliches Gameplay glänzt. Die Spielzeit ist mit 4 bis 5 Stunden etwas kurz, unterhält aber lange genug den Abspann zu erreichen und ist kurz genug um nicht gestreckt zu wirken. Optisch wie akustisch weiß das Spiel ebenso zu gefallen. Somit vergebe ich für Onimusha: Warlords die Wertung spielenswert. Dieses Resident Evil Devirat sollte man nicht verpassen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Devil May 3 Special Edition HD | Review [Playstation 4]

Name: Devil May 3 Special Edition HD
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Plattform: PS2/3/4, Xbox 360/One, PC
Genre: Hack ‘n Slay
Release: 2006 (PS2 &PC), 2016 (PS3/Xbox 360) 2018 (PS4/X1)

Um mich auf das kommende Devil May Cry 5 einzustimmen habe ich mir alle Vorgänger und das Reboot DmC für die Playstation 4 organisiert.

Den Anfang für diese Serie macht Teil 3, der die Vorgeschichte zu Devil May Cry 1 bildet. An dieser Stelle eine kleine Spoilerwarnung in Bezug auf die Handlung.

Kernfakten zum Spiel

Name: Devil May 3 Special Edition HD

Entwickler: Capcom

Publisher: Capcom

Plattform: PS2/3/4, Xbox 360/One, PC

Genre: Hack ‘n Slay

Release: 2006 (PS2 &PC), 2016 (PS3/Xbox 360) 2018 (PS4/X1)


Devil May Cry 3 ist, wie eingangs erwähnt, ein Prequel zur Hauptserie und behandelt den Konflikt zwischen den Söhnen Spardas, sprich den Halbdämonen Dante & Vergil. Während Dante für die Menschen und somit gegen die Dämonen kämpft, will Vergil die Macht über die Unterwelt sowie unsere Welt erlangen. Um sein Ziel zu erreichen, beschwört Vergil den magischen Turm Temen-ni-gru, mit dem sich ein Portal zur Welt der Dämonen öffnen lässt und in eben jener Welt ruht die Macht von Sparda, der gegen die Dämonen rebellierte und beide Welten voneinander trennte.

Neben Vergil betritt auch Arkham, ein Verbündeter Vergils, die Bühne mit dem Ziel ein vollwertiger Dämon zu werden.

Dante muss sich also durch den gesamten magischen Turm und kämpfen um die Schurken davon abzuhalten eine Welt der Finsternis zu erschaffen. Als ob das noch nicht genug wäre mischt auch die menschliche Dämonenjägerin Lady mit, die einen Hass gegenüber Arkham hegt.

Wenn man die Dämonen weglässt kann Devil May Cry 3 durchaus als Familiendrama durchgehen mit den Elementen einer Rachegeschichte. Loben muss ich die Art wie die Handlung erzählt wird. Die gesamte Handlung ausschließlich in Videosequenzen zwischen den einzelnen Missionen erzählt, was nicht nur den Spielfluss auflockert, sondern auch das schnelle Gamepaly nicht blockiert.


Optisch ist Devil May Cry 3 alles andere, als zeitgemäß aber trotz des relativ hohen Alters von über 10 Jahren sind die Zwischensequenzen immer noch sehenswert und äußerst hochwertig inszeniert. Man merkt, dass der Fokus auf der übertriebenen Action liegt und da Punktet das Spiel massiv.

Die einzelnen Gebiete sind abwechslungsreich und werden nur durch so manchen Pixelbrei verschandelt, was aber definitiv dem Alter sowie der HD-Auflösung geschuldet ist.

Was ebenfalls sehr hochwertig ist, sind die Musik und die englische Lokalisierung. Man merkt den Sprechern definitiv an, dass sie wissen, wen und allen voran was sie sprechen. Besonders der Sprecher von Arkham überzeugt auf ganzer Linie und erinnert mich stark Albert Wesker aus Resident Evil, auch von Capcom. Egal ob ruhig oder laut, der Sprecher von Arkham wirkt immer bedrohlich.

Apropos Arkham. Eines der Markenzeichen der Serie, die imposanten Bosse, sind auch in Devil May Cry 3 vertreten. Jeder Bossgegner wird mit einer eigenen Sequenz eingeführt und bittet anschließend zu einem leichteren oder schwereren Duell.


Das führt mich zum Gameplay, dem Kernstück von Devil May Cry 3. Dank einem großen Arsenal an Hieb -, Stich- und Schusswaffen wird dem Spieler viel Raum für Kombinationen gelassen. Ergänzt wird das Arsenal durch unterschiedliche Stile, die eigene Manöver im Kampf erlauben und aufgelevelt werden können, was die Kämpfe sehr abwechslungsreich gestaltet. Meine Empfehlung liegt klar auf dem Stil „Trickster“, da man so am besten Ausweichen kann und besonders bei späteren Bossen wird diese Möglichkeit äußerst wertvoll werden.

Neben dem Kampf muss auch so manche Knobelei gelöst werden wobei der Anspruch schwankt. Gewisse Rätsel sind recht leicht und andere wieder etwas knackiger. Ein Problem ist eher die Wegfindung um einiges Missionen abzuschließen da das Ziel der jeweiligen Mission sehr kryptisch beschrieben wird. Dies wird zum Schluss hin etwas noch etwas schlimmer. Dem Gegenüber steht jedoch der freiwillige Zwang die Level intensiver zu erkunden, um Geheimnisse zu entdecken und rote Orbs zu sammeln. Diese Orbs dienen als Währung um Gegenstände, Upgrades für Waffen und neue Techniken zu erwerben.


Alles in allem ist Devil May Cry 3 ein völlig übertriebenes Hack ‘n Slay mit schnellem Gameplay, filmreifer Inszenierung und überraschend spannender Handlung. Die Komponenten Handlung, Gameplay und Spielwelt greifen, bis auf die dezenten Probleme mit der Wegfindung, sehr gut ineinander und führen zu imposanten Bosskämpfen.

Mich führt dieses Fazit zur Wertung spielenswert und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Loot of the Day #13 | Gedankenspiel

Mein aktueller Durchspielplan für die Spiele im September sieht so aus:

  • Devil May Cry 3 Special Edition HD (durchgespielt)
  • Spider-Man
  • Shadow of the Tomb Raider
  • Shenmue

Natürlich sind alle Spiele für die PS4 und Devil May Cry 3 hat mir sehr gut gefallen, während ich mich momentan in Spider-Man verliere.

Meine Meinung zu Avengers: Infinity War könnt ihr hier nachlesen:

Ein erster Eindruck zu Kingdom Come Deliverance | Gedankenspiel [Playstation 4]

Kingdom Come Deliverance ist ein Open-World-Rollenspiel und das Erstlingswerk des tschechischen Entwickler Warhorse. Das Spiel möchte eine möglichst realistische Welt simulieren, was einfach gesagt sehr gut funktioniert aber das Spiel aus dem Mainstream reißt.

Heute möchte ich ein paar Eindrücke mit euch teilen, die mir bisher beim Spielen aufgefallen sind.


Dynamik, Storytelling & Quests

Die Dynamik der Geschichte ist an die Erzählung gebunden, was heißt; das Spiel gibt vor, ob es jetzt langweilig oder spannend, langsam oder schnell ist. Dieses Prinzip ist ein ziemliches Wagnis, da man so viele potenzielle Spieler bereits im Prolog wieder verscheuchen kann. Wenn man sich jedoch darauf einlässt, wird man mit äußerst interessanten Figuren und einer ebenso simplen wie cleveren Prämisse konfrontiert. Da die Eltern des Hauptcharakters zu Beginn ermordet werden will er sie rächen, er kennt sogar das Gesicht seines Mörders aber einfach einen Adeligen erschlagen, klingt nach einer dämlichen Idee. So beginnt das Abenteuer von Heinrich.

Was mir sehr gefällt sind die Strukturen der Quests, die auf verschiedenste Arten gelöst werden können. So muss man sehr früh aus einer Burg flüchten, um seine Eltern beerdigen zu können. Dem Spieler stehen nun unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Ich bin per Zufall von der Zugbrücke gesprungen und konnte so diesen Teil der Quesg lösen. Ich hoffe diese Art, der Freiheit bleibt einem im restlichen Spiel ebenfalls erhalten.


Gameplay

Spielerisch verfügt Kingdom Come Deliverance über ein breites Sortiment an Mechaniken, die alle an die Fähigkeiten des Spielers gekoppelt sind. So wollen sowohl der Kampf als auch grundlegende Dinge wie lesen erlernt werden.

Dazu kommt eine ganze Reihe an Statuseigenschaften die den Spieler beeinflussen. Im Detail gehe ich darauf aber erst in der Review darauf ein.


Technik

Kingdom Come Deliverance ist technisch kein Meisterwerk, funktioniert auf der PS4 jedoch sehr solide. Die Spielwelt ist sehr schön, ebenso wie die Charaktermodelle. Probleme treten höchstens bei den etwas längeren Ladezeiten (ein altbekanntes Problem im Genre), der zeitweise schwammigen Kolisionsabfrage und den Untertiteln, die oft nicht zum gesprochenen passen, auf.

Die deutsche Synchronisation ist sehr wertig und bei vielen der bisher eingesetzten Sprechern habe ich das Gefühl, dass die auch wirklich wissen worum es in dem Text geht. Gleiches gilt für den äußerst hörenswerten Soundtrack, der einen noch tiefer ins Böhmen des Jahres 1403 eintauchen lässt.


Bisher bin ich von Kingdom Come Deliverance sehr angetan, da sich der Entwickler bei diesem Spiel wirklich etwas getraut hat und eine möglichst realistische Welt simulieren will. Ich hoffe Kingdom Come Deliverance wird mich auch weiterhin so gut unterhalten und eine umfangreiche Review folgt im März.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein Fazit zu Life is Strange: Before the Storm | Gedankenspiel

Während der Winterpause habe ich Life is Strange: Before the Storm zu 100% durchgespielt. Eine normale Review ist mir für dieses Spiel zu schade, daher werde ich auf die Handlung (möglichst spoilerfrei) und den Soundtrack eingehen.


Life is Strange: Before the Storm erzählt die gemeinsame Vorgeschichte von Chloe & Rachel, letztere gilt im Hauptspiel Life is Strange als vermisst und nimmt den Spieler auf eine emotionale Achterbahn mit. Wir erleben Rachels & Chloes erstes Treffen, den Beginn ihrer innigen Freundschaft, das dunkle Geheimnis von Rachels Vater und vieles mehr.

Dabei gibt sich Before the Storm mal schonungslos & mal gefühlvoll aber immer glaubhaft. Themen wie Drogenabhängigkeit, emotionale Kälte, Homosexualität, Liebe & Trauer werden verarbeitet. Schicksale, wie sie in Before the Storm geschildert werden, können jeden von uns ereilen und genau darin liegt der Reiz.

Life is Strange: Before the Storm gehört zu den Spielen, deren Handlung durch die Figuren & deren Entscheidungen getragen werden. Unterstützt wird dies durch die zahlreichen Dokumente mit Hintergrundinformationen zu den Figuren.

Meine Lieblinge unter den Figuren waren Chloe, der Drogendealer Frank, sowie die Nerds Steph & Mikey. Besonders die letzten beiden sind äußerst sympathisch.


Wenn es um einen stimmigen Soundtrack geht, hat die englische Indie-Folk-Band Daughter ganze Arbeit geleistet. Die bitter-süße Melancholie von Before the Storm wird perfekt eingefangen und jede Szene bekommt ihre eigene Wirkung durch die Musikstücke.

Egal ob es sich nun um dramatische Höhepunkte, ruhige Momente oder etwas dazwischen handelt, alles ist gelungen inszeniert & stimmig untermalt.


Before the Storm bereitet den Weg für den kommenden Sturm in Life is Strange und erklärt viele Verhaltensweisen der Figuren im Abenteuer um Max. Dabei schafft es Before the Storm, sich selbst nicht im Weg zu stehen, wie viele Vorgeschichten es tun. Die Geschichte dient als Erweiterung und Vertiefung von bereits bekannten Figuren. Besonders die tiefgreifende Freundschaft von Chloe und Rachel ist glaubhaft.

Ich wurde von Before the Storm nicht enttäuscht. Trotz des mittelmäßigen technischen Grundgerüsts wird eine spannende, emotionale Geschichte erzählt, die hervorragend inszeniert und mit einem perfekt harmonisierenden Soundtrack unterlegt wird. Ich kann die Life is Strange Duologie weiterempfehlen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Superhot | Review [PS4]

Superhot ist ein experimenteller Ego-Shooter aus Polen, der zuerst für den PC und anschließend die Xbox One, sowie PS4 erschienen ist. Das Spiel fällt durch seine grafische Gestaltung und die ungewöhnlichen Spielmechaniken auf. Ob das für ein gutes Spiel reicht, erfahrt ihr jetzt.


Superhot hat keine wirkliche Geschichte. Man steuert eine namenlose Person, die unerlaubt ein VR Spiel namens Superhot spielt, was simpel gesagt heißt, dass eine narrative Erzählweise genutzt wird. Es sei jedoch angemerkt, dass die Handlung von Superhot der Aspekt ist, den man am ehesten ignorieren kann.


Wesentlich interessanter ist die Frage, wie sich Superhot spielt. Ich habe bereits erwähnt, dass wir es hier mit einem Ego-Shooter zu tun haben, wobei die Waffenauswahl mit Pistole, Schrotflinte, Maschinengewehr und ein paar Nahkampfwaffen (das Katana ist am besten) recht überschaubar ist. Jetzt kommt aber der große Kniff. In Superhot bleibt die Zeit stehen, wenn der Spieler stehen bleibt und je nachdem wie schnell man sich bewegt vergeht auch die Zeit entsprechend. Somit hat man die Kontrolle, selbst im hitzigsten Gefecht und ich war überrascht, wie fordernd die Kämpfe in diesem Spiel sein können.

Da man die Zeit manipuliert, jede Kugel sieht und die Schusswaffen auch werfen kann/muss, wenn das Magazin leer ist, erhält das Spiel eine nicht zu unterschätzende taktische Note.

Sobald die sehr kurze Kampagne durchgespielt ist, werden ein Endlosmodus und diverse Herausforderungen freigeschalten. Leider ist der Umfang die größte Schwäche von Superhot, da die Spielzeit der Kampagne äußerst kurz ist und der Rest auch nicht wirklich viel zu bieten hat.

Optisch setzt Superhot auf kontrastreichen Minimalismus. Die Level sind in grau & weiß gehalten, während Gegner rot sind. Waffen sind schwarz und dieser Stil ist sehr markant. Trotz des minimalen Designs muss ich sagen, dass Superhot nicht hässlich ist, sondern auf eine eigene Art sehr ansprechend ist.


Zusammengefasst ist Superhot ein Shooter, den man ruhig mal spielen kann, aber nicht gespielt haben muss. Ich würde auch nicht den Vollpreis bezahlen, da das Spiel zwar interessant ist, aber äußerst wenig Umfang bietet. Daher gebe ich Superhot das Prädikat bedingt spielenswert und wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

Aragami | Review [PS4]

Name: Aragami
Entwickler: Lince Works
Publisher: Lince Works (digital)
Merge Games (EU)
Maximum Games (NA)
Genre: Action-Adventure (stealth)
Plattform: Windows, PS4

Schleichspiele sind wirklich toll. Leider ist dieses Genre in den letzten Jahren etwas untergegangen, aber es tauchen immer wieder Vertreter auf. Aragami ist einer dieser Vertreter.


In Aragami übernimmt man die Rolle des gleichnamigen Rachegeistes, welcher vom Mädchen Yumiko beschworen wurde, um sie aus den Fängen der Kaiho zu befreien. Die Kaiho wird auch Armee des Lichts genannt und hält Yumiko in einem Tempel gefangen. Um seine Auftraggeberin zu retten, muss Aragami zuerst 6 Talismane finden, um Zugang zum Tempel zu erhalten. Mit jedem gefundenen Talisman erlebt Aragami Bruchstücke aus dem Leben von Yumiko. Diese begleitet ihn als Astralprojektion und steht ihm mit Ratschlägen zur Seite.

Aragami verkauft sich als nette Rachestory, aber leider gewinnt die Handlung nicht wirklich an Tiefgang. Das liegt an einem ganz simplen Grund. Aragami hat keinen wirklichen Bezug, um sich auf seine Mission zu begeben. Er wird beschworen, bekommt seinen Auftrag und darf schon loslegen. Der daraus entstehende Vorteil ist das Fehlen einer bremsenden Handlung, aber dies kann auch schnell zum Nachteil werden.


Wo Aragami bei der Story schwächelt, punktet das Spiel bei der Optik umso mehr. Der Stil des Spiels ist ganz klar dem cell-shading zuzuordnen, was einen comicartigen Stil mit kräftigen Farben und faszinierenden Gebieten zulässt. Der Protagonist Aragami ist sehr gut gelungen und verkörpert das Mystische eines Geistes mit dem mysteriösen Design eines Ninjas. Aragami würde leicht in ein Ninja Gaiden passen, ohne zu stark rauszustechen.

Die Gegner des Spiels stammen wohl alle aus dem gleichen Klonlabor und variieren nur in der Farbe. Mit Ausnahme der Bogenschützen, die sind etwas schlanker als die normalen Soldaten. Was mich belustigt ist eine gewisse Ähnlichkeit zu den Hunnen aus Mulan.

Wie bereits erwähnt verfügt Aragami über äußerst schöne Areale, die zum Entdecken einladen, aber, obwohl es relativ wenige Geheimnisse gibt, unterschiedlich gestaltet sind. Mein Highlight war die Pagode auf dem großen See. In Kombination mit dem stimmigen Soundtrack ensteht eine stimmige Atmosphär,e die die fremdartige Welt von Aragami perfekt darstellt.


Das Herzstück von Aragami ist das Gameplay und dieses legt den Fokus auf dem lautlosen Ausschalten der Feinde, sowie dem ungesehenen Durchqueren der Level. Offensives Vorgehen ist zwar möglich, aber Aragami ist nicht gerade wehrhaft und geht nach einem Hieb in die Knie. Vorsicht ist also geboten.

Die Level sind sehr weiträumig und laden zum Entdecken und Planen der nächsten Schritt ein. Der offensichtlichste Weg zu den Missionsziele ist meist nicht der Klügste denn die K.I. der Feinde ist meist sehr klug. In jedem Level sind Schriftrollen versteckt, mit denen man Aragamis Fähigkeiten erweitern und verbessern kann. Man wird zwar nicht widerstandsfähiger, aber wehrhafter.

Neben neuen Möglichkeiten, gegen Feinde zu kämpfen, kann man sich unsichtbar machen & Gegner durch Wände markieren.

Meine Empfehlung wäre es, die Feinde möglichst zu meiden und nur jene auszuschalten die tatsächlich im Weg sind, wie Bogenschützen, die die lebenswichtigen Schatten vertreiben können, in denen Aragami seine Kräfte aufladen kann.


Zusammengefasst schwächelt Aragami in seiner Handlung (wie so viele moderne Stealth-Spiele), punktet aber mit einem soliden Gameplay und hervorragender Optik. Ich vergebe das Prädikat spielenswert und empfehle jedem Fan von Schleichspielen dieses Spiel. Taktisch den Weg durch die Level finden und dabei in diversen Versuchen die Routen der Feinde zu lernen, war schon lange nicht mehr so befriedigend!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Assassins Creed Origins | Review [PS4]

Name: Assassins Creed Origins
Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Plattform: PC, PS4, Xbox One
Release: 27.10.2017

Nach Wolfenstein 2 & Super Mario Odyssey habe ich endlich die Zeit gefunden, mich ausgiebig mit Assassins Creed Origins zu beschäftigen. Bei diesem Spiel handelt es um den neunten Teil der Hauptreihe. Entstanden ist das neue „Assassinen“-Epos unter der Entwicklung von Ubisoft Montreal, die bereits viele Vorgänger entwickelt habe.

Der Release war am 27.10.17 für PC, PS4 & Xbox One. Nintendo Switch Besitzer gingen leider leer aus.


Die Geschichte setzt im ptolemäischen Ägypten an, zur Zeit des Pharaos Ptolemaios II. Der Spieler folgt dem Medjau Bayek aus der Region Siwa. Bayek verfolgt die Mörder seines Sohnes und möchte seine Landsleute beschützen. Interessant ist die Erzählstruktur. Anstatt wie in früheren Teilen der Serie den Verlust des Protagonisten als Ausgangspunkt zu setzen, beginnt die Handlung bereits nach dem Verlust und mit dem ersten Opfer von Bayek. Die ersten Ziele von Bayek entpuppen sich als kleiner Teil eines viel größeren Ordens, der die Kontrolle über Ägypten erlangen möchte. Zusammen mit seinen Verbündeten stellt sich Bayek dem Orden und bekommt hoffentlich Rache für seinen Sohn. Dieser Konflikt dient als Basis für den immerwährenden Krieg zwischen den späteren Templern & Assassinen. Die Geschichte ist zwar wieder eine Rachestory aber das Setting ist sehr erfrischend und die Erzählstruktur erlaubt ein langsames Tempo mit stetig steigender Spannungskurve.


Das Gameplay von Assassins Creed Origins lässt sich ganz leicht beschreiben: Aus einem Open-World-Action-Adventure wurde ein Open-World-Action-RPG. So wurde der Kampf nicht nur taktischer, sondern auch dynamischer & somit anspruchsvoller. Dem Spieler steht eine breite Palette an Nah- und Fernkampfwaffen zur Verfügung, die unterschiedliche Effekte aufweisen, sowie unterschiedliche Stile erlauben. Egal ob Schwert & Schild, Zweihandwaffen oder schnelle Doppelschwerter, für jeden ist was dabei. Neu ist ebenfalls ein Talentbaum & Stufenaufstieg.

Erfahrungspunkte erhält man durch die Jagd, den Kampf und dem erfüllen von Missionen. Letztere Möglichkeit wirft die meisten Erfahrungspunkte ab, jedoch stellt dieses Spielelement auch ein kleines Problem dar. Je weiter man im Spiel voranschreitet umso schwieriger werden die Hauptmissionen in der Regel. Ergo muss man Nebenquests absolvieren, um eine reelle Chance zu haben. Die Spielererfahrung wird durch die zahlreichen Nebenmissionen zwar vertieft aber es bremst einen schon irgendwie aus, wenn man zwei Hauptquests hintereinander lösen kann aber für die nächste Mission erst mal fünf Level aufsteigen muss. Das ist jedoch mein einziges wirkliches Problem mit Assassins Creed Origins. Loben muss ich noch die Stealthelemente erwähnen, die sehr gut funktionieren und zusammen mit dem Kampf zu Pferd eine willkommene Alternative zum normalen Kampf bieten. Außerdem funktioniert die Steuerung der Boote & Schiffe nach einer kurzen Phase der Eingewöhnung sehr gut.


Ägypten ist ein Land, welches zu weiten Teilen aus Wüsten besteht. Trotz dieses Umstandes schafft es Ubisoft, die Schönheit dieses Landes in einer virtuellen Welt festzuhalten. Von trostlosen Wüsten, über kleine Siedlungen, bis hin zu den großen Metropolen des alten Ägyptens. Die Tradition von lebendigen & realistischen Spielwelten wird auch in Assassins Creed Origins fortgesetzt.
Leider ist AC Origins, wie jedes Open-World-Spiel, nicht komplett frei von Fehlern. So überlagern sich manchmal Tonspuren oder Figuren/Tiere sind nicht dort, wo sie eigentlich hingehören. Mein kuriosestes Ereignis waren Reihen unter Wasser aber dies ist die Ausnahme statt der Regel. Akustisch fällt das Spiel durch hervorragende Sprecher, wie Felix Spieß in der Rolle von Protagonist sowie einem stimmigen Soundtrack auf.


Zusammengefasst ist Assassins Creed Origins eine hervorragende Neuausrichtung der Serie und zeigt wunderbar, wie gut eine kreative Pause einer alten Spieleserie tun kann. Meine wesentlichen Pluspunkte & Kritikpunkte habe ich bereits in der Review genannt. Ich würde Assassins Creed Origins als Teil sowohl für Fans, als auch Neueinsteiger bezeichnen und vergebe daher das Prädikat spielenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Assassins Creed Origins Beiträge:

Gespielt: Assassins Creed Origins (XBox One) von Couchgeflüster

Angespielt: Assassins Creed Origins von Spieleduo

Spiel Review: Assassin’s Creed Origins von House of Animanga

Links zu Amazon:

Assassin’s Creed Origins – [PlayStation 4]

Assassin’s Creed Origins – Gold Edition – [PlayStation 4]

Assassin’s Creed Origins – [Xbox One]

Assassin’s Creed Origins – Gold Edition – [Xbox One]

Assassin’s Creed Origins – [PC]

Die Nachzügler #2: Oktober 2017 | Gedankenspiel

Ein weiterer Monat nähert sich dem Ende und es wird wieder Zeit für eine weitere Ausgaben von den Nachzüglern.
Diesen Monat habe ich nur ein Spiel vom Backlog streichen können, aber hatte ich sehr viel Spaß damit, auch wenn die Unterhaltung kurzweilig war.

Dead Synchronicity: Tomorrow Comes Today


Death Synchronicity
ist ein Point & Click Adventure, dass von Fictiorama Studios entwickelt wurde. Den Vetrieb übernahm Deadalic Entertainment.
Neben mobilen Plattformen wie Android & iOs erschien das Spiel auch für PS4 & Windows. Ursprünglich erschien das Spiel im Episodenformat, aber zum Glück ist auf der PS4 das komplette Spiel verfügbar.


Death Synchronicity
spielt in einer postapokalyptischen Welt. Nach einem Ereignis namens „Große Welle“ starb die alte Welt und wurde wiedergeboren. Protagonist ist ein Mann namens Michael, der ohne Erinnerungen an sein früheres Leben in einem Internierungslager erwacht. Michael begibt auf die Suche nach einem Heilmittel für den Sohn des Mannes der ihn während seiner Ohnmacht gepflegt hat.
Der Spieler erkundet also diese düstere Welt, spricht mit Leuten, sammelt Gegenstände, kombiniert diese und löst Rätsel deren Anspruch varriert.

Death Synchronicity
gehört zu den düstersten Adventures, die ich je gespielt habe. Themen wie Zwangsprostitution, Erpressung, Militärgewalt und Suizid sorgen für einen dunklen Grundton.

Zusammengefasst hat mir Death Synchronicity: Tomorrow Comes Today sehr gut gefallen. Die Spielzeit war angenehm kurz und bevor die Geschichte langweilig wurde, kam auch schon der Abspann. Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende, welches genretypisch immer schwach ist. Zum Schluss wird erklärt, was es mit der großen Welle auf sich hat und ich bin ehrlich, an dieser Stelle wird so viel Exposition auf den Spieler losgelassen, dass man ohnehin nicht mitkommt, weil das gesamte Spiel über keine Hinweise auf den Ursprung der neuen Welt gegeben werden.

Leider konnte ich nur ein Spiel von meinem Backlog streichen, aber mit Elex, Fire Emblem Warriors, Super Mario Odysse, Assassins Creed: Origins und Wolfenstein 2 bin ich für die kalte Winterzeit versorgt.
Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Meinung zu Life is Strange & Life is Strange: Before the Storm Ersteindruck | Gedankenspiel

Life is Strange ist ein Episode-Adventure, dass von Dontnod Entertainment entwickelt und von Square Enix veröffentlicht wurde. Die fünf Episoden erschienen, in digitaler Form, von Januar 2015 bis Oktober 2015 und als Disk-Version im Januar 2016.


Die Geschichte spielt im fiktiven Örtchen Arcadia Bay, Bundesstaat Oregon. Die 18 jährige Maxine „Max“ Caulfield ist in Arcadia Bay aufgewachsen, jedoch zog sie mit ihren Eltern, 5 Jahre vor der Handlung, nach Seattle. Dabei verlor sie den Kontakt zu ihrer damals besten Freundin namens Chloe. Im Jahr 2013 kehrt Max alleine nach Arcadia Bay zurück, um an der renommierten Blackwell Acadamy Fotografie zu studieren. Das aktuelle Top Thema an der Schule, bei Lehrern wie Schülern, ist das mysteriöse Verschwinden von Rachel Amber.

Durch eine Reihe von Ereignissen in der ersten Episode, entdeckt Max ihre Fähigkeit die Zeit kurz zurückzudrehen, ihre Freundschaft mit Chloe wird erneuert und ihre Feindschaft mit dem Mitschüler & Arschloch aus Leidenschaft, Nathan Prescout wird vertieft

Es liegt also an Max und Chloe, das Verschwinden von Rachel aufzudecken und das dunkle Geheimnis von Blackwell zu lüften. Dabei wird Max immer wieder von Albträumen, in denen ein Hurrican Arcadia zerstört, geplagt.
Ich möchte nicht zu viel von der Handlung verraten, da diese sehr gut geschrieben ist und zumindest mich sehr bewegt hat. Im Kern erzählt Life is Strange eine „coming of age“ Geschichte. Max sehnt sich nach ihrer unbeschwerten Kindheit & Freundschaft mit Chloe zurück. Wohl wissend, dass dieser Umstand nie mehr eintreten wird, trotz der erneuerten Freundschaft mit Chloe.

Neben der „coming of age“ Thematik werden auch Elemente des Dramas, des Thrillers und leichte Science-Fiction Elemente (die Zeitmanipulation) eingebaut. Während der erzählerische Bogen, mit einer angenehm steigenden Spannungskurve & dramatischen Höhepunkten aufwartet, bleiben die Figuren etwas blass bzw. klischeehaft (zb die populäre & mobbende Zicke Victoria oder der Nerd Warren).

Über diesen Punkt kann man jedoch hinwegsehen weil jede Figur, egal ob Protagonist, Antagonist oder Nebencharakter, eine gewisse Sympathie ausstrahlt und trotz der Klischees glaubhaft wirkt. Ich habe mich selbst in der Figur des liebenswerten Geeks Warren wiedergefunden. Belesen in popkulturellen Themen aber auch ein großes Allgemeinwissen ist die beste Beschreibung für ihn.

 

Spielerisch erinnert Life is Strange sehr an die Telltale Spiele bietet aber mehr Interaktion mit der Spielwelt und so manches Rätsel. Ich würde LiS als die verbesserte Form eines Telltale Spiels bezeichnen, da die Handlung sehr gut ist aber das Gameplay einen größeren Fokus einnimmt.  Optisch ist Life is Strange etwas durchwachsen. Die Grafik ist sehr solide & farbenfroh, während die Mimik der Figuren eher steif wirkt.
Zusammengefasst erzählt Life is Strange eine emotionale & bewegende Geschichte, hat spannende Charaktere aber eine schwächere Technik.


Kommen wir nun zur Vorgeschichte Life is Strange: Before the Storm. Die erste von drei Episoden erschien am 31. August 2017 und nach den drei Episoden soll noch eine Zusatzepisode erscheinen, in der man zum letzten mal Protagonistin Max spielt


Wir begleiten Chloe Price, bekannt aus Life is Strange, auf ihrem Weg durch ihr Gefühlschaos. Chloe ist ein schlagfertiges Mädchen, dass sich nichts gefallen lässt, Schwierigkeiten mit Vertrauen/Bindungen hat und eine „Leck mich am Arsch“ Einstellung an den Tag legt, die ihresgleichen sucht. In ihrem Inneren ist sie jedoch zutiefst verletzt. Vor fünf Jahren verstarb ihr Vater und ihre beste Freundin Max zog mit ihren Eltern nach Seattle. In ihrer dunkelsten Stunde wurde sie, ihrer Meinung nach, von ihrer besten Freundin verlassen. Der Kontakt zwischen den beiden ist kaum mehr vorhanden und ihren Kummer schreibt sie in ihr Tagebuch. Ihr tristes Leben ändert sich jedoch, als sie auf einem Konzert von ihrer Mitschülerin Rachel Amber vor zwei zwielichtigen Kerlen gerettet wird. Zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich eine tief greifende Freundschaft, die jedoch viel mehr zu sein scheint als nur freundschaftlich. Man merkt eine Spannung zwischen den beiden, die romantischer Natur zu sein scheint.

Neben Chloe & Rachel gibt es noch eine ganze Reihe von gut geschriebenen Figuren. Einige, wie Joyce, David oder Direktor Wells, sind bereits bekannt und haben sich kaum verändert. Andere, wie zb der spätere Oberfiesling Nathan, sind noch anders als in Life is Strange.  Zusammengefasst sind alle Figuren sehr gut geschrieben und wirken bei weitem weniger überzeichnet als im Erstling.


Genug von den Figuren und hin zum Gameplay. LiS Before the Storm weißt wesentlich stärkere Elemente des Point & Click Adventures auf als so ziemlich jedes andere Adventure im Episodenformat, das ich kenne. Man sammelt Gegenstände, setzt diese richtig ein & führt Dialoge. Dabei sind die Widerwortduelle eine witzige Neuerung. In hitzigen Diskussionen müssen die richtigen Argumente ausgewählt werden, um verbal zu gewinnen. Ich mag diese Neuerung, da das Spiel dadurch etwas dynamischer wird.
Wie im Vorgänger gibt es auch in Before the Storm eine Sammelaufgabe. 30 Graffitis wollen an vielen Orten erstellt werden.


Technisch hat sich im Vergleich zum Erstling kaum was verändert. Die Mimik ist immer noch eher hölzern aber Tränen sind nun besser sichtbar. Was mir gefällt, sind detailliertere Areale. Es gibt nun noch mehr Hotspots zum Betrachten. Die englische Synchronisation & der Soundtrack sind immer noch hervorragend. Auch die Untertitel machen, bis auf ein paar kleine Ausnahmen, einen guten Job!


Alles in allem hat mir die erste Episode sehr gut gefallen und ich will unbedingt wissen wie es weitergeht. Das Gefühlschaos um Chloe & Rachel ist sehr bewegend und eine willkommene Abwechslung zur restlichen Videospiellandschaft!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Monatsrückblick: August 2017 | Storytime

Schon wieder ist ein Monat vorbei. Die Zeit vergeht wie im Flug. Was ist im August passiert? Mein Highlight ist das massive Wachstum des Blogs, was bereits Ende Juli angefangen hat. Ich habe in den letzten Wochen so viele interessante Blogs & Menschen gefunden/kennengelernt und kann nur sagen, dass ihr die beste und faszinierendste Community seid, die man haben kann. Ein großer Dank geht an Keya’s World, Ainu89 & Tempest für viel Feedback, Vorschläge & eine gute Zusammenarbeit.


Mit etwas Verspätung kommt nun mein Beitrag zur Blogparade „Geborgte Erinnerungen“ und der Beitrag der alles losgetreten hat, ist hier!

Kopffüßler im Haus des Meeres - Wien
Dieses kleine Kerlchen habe ich vor einigen Jahren im Haus des Meeres, in Wien, fotografiert. Ich bin ein Fan von Kopffüßlern und dieser Bewohner im Haus des Meeres war so freundlich sich perfekt zu posieren. Ideal für ein Foto oder ein sehr schönes Aquarell! 🙂

Spaziergang am Pichlinger See
Auf diesem Bild wurde ein Sonnenuntergang festgehalten den ich und eine (inzwischen ehemalige) Freundin bei einem gemeinsamen Spaziergang um den Pichlinger See, im Süden meiner Heimatstadt, festgehalten haben. Das Bild von Sabrina fasst die Stimmung dieses Abends wunderbar zusammen. Danke dafür! 🙂


Den restlichen Monat August habe ich so verbracht wie immer, sprich mit arbeiten, zocken, Filme sehen & sozialen Kontakte pflegen.

Im August war ich drei mal im Lichtspielhaus und habe folgende Filme gesehen:


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Der dunkle Turm: Eine eher mäßige Adaption eines Buches von Stephen King.


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Bullyparade – Der Film: Eine eher stumpfe aber sehr unterhaltsame Komödie und ein würdiger Abschluss(?) der gesamten Bullyparade Thematik.


220px-Annabelle_CreationAnnabelle Creation: Ein gelungenes Prequel mit düsterer Atmosphäre und starker Besetzung.


Was Videospiele angeht, so gab es im August einige positive Überraschungen. Den Anfang macht White Day, ein Horrorspiel aus der Ego-Perspektive, welches offiziell erst Ende August erscheinen soll. Durch meinen Stammhändler habe ich dieses Spiel bereits einige Wochen früher erhalten. White Day gehört zu den Spielen die auf dem ersten Blick nach wenig aussehen aber eine äußerst unheimliche Atmosphäre erzeugen.

Als Nächstes kamen Sonic Mania & City Skylines. Ersteres habe ich mit Spannung erwartet und wurde nicht enttäuscht. Das Spiel ist ein kleiner, spaßiger Plattformer für zwischendurch während City Skylines sehr gut auf der Konsole mit dem Gamepad, Städtesimulatoren sind eher Maus & Tastatur lastig, spielbar ist.

Genug von den Überraschungen und hin zu den Spielen, von denen ich mir viel erwartet habe. Den Anfang macht das am 9.8 erschienene Hellblade: Senuas Sacrifice für PS4 & PC. In diesem düsteren Actionspiel begibt man sich in das Reich der Toten & Senuas Wahnsinn, um die Seele ihres geliebten zu holen. Packend, verstörend, episch, dreckig & gnadenlos. So beschreibt man Hellblade am besten. Als nächstes kommt Uncharted: The Lost Legacy, was ein grandioses Spiel ist und seinen Vorgängern, bis auf die etwas kurze Spielzeit, in nichts nachsteht.
Als Fan der Saints Row Spiele, ist es logisch, dass ich Agents of Mayhem sehnsüchtig entgegen gefiebert habe und bis auf die zeitweiligen Bugs macht das Spiel echt Spaß. Eine Review folgt in kürze.


Literarisch habe ich mich im August auf DC Comics, mit Fokus auf Batman und seine Gefährten, sowie Stephen King konzentriert. Zwei Reviews über King-Romane sind bereits erschienen und eine dritte folgt im September. Das gleiche gilt auch für die Comic Reviews.
Das wars soweit mit Monatsrückblick. Wir lesen uns beim nächsten Mal und ich bedanke mich für die Treue & das positive Feedback!

White Day: a Labyrinth named school| Review [PS4]

Zeit für Gruselwusel und einen Ausflug nach Süd-Korea. White Day: a Labyrinth named school erschien ursprünglich im Jahr 2001 und wurde 2015 als Remake für mobile Geräte (iOS & Android) erneut veröffentlicht. Im aktuellen Jahr, sprich 2017, wurde das Spiel für PS4 & Windows neu aufgelegt. Klingt fast, als ob Capcom das Spiel gemacht und recycelt hätte, wobei White Day manchmal an Resident Evil erinnert.


Süd Korea, im fernen Jahr 2001 (das ist wirklich schon lange aus..). Lee Hui-min, der Protagonist & spielbare Charakter, ist neu an der örtlichen Highschool. Um seinem Schwarm, Han So-young, eine White Day Überraschung (was der White Day ist wird am Ende der Review erklärt) zu machen, schleicht er sich Abends in die Schule. Kaum hat unser Held des Abends die Schule betreten, ist er in ihr gefangen und muss sich gegen paranormale Phänomene sowie sehr aggressive Hausmeister zur Wehr setzen. Unterstützung erhält er von einigen Mitschülern, die ebenfalls in der Schule eingeschlossen sind


White Day ist ein klassisches Survival-Horror Spiel. Das bedeutet, man sammelt Gegenstände, kombiniert diese um abwechslungsreiche Rätsel zu lösen und muss mit den raren Ressourcen sparen, um zu überleben. Außerdem kann man in der Spielwelt dutzende Dokumente finden. Diese liefern Informationen zur Spielwelt, ermöglichen den Spielfortschritt oder schalten Gegenstände frei. Ein beliebtes Motiv von Horrorspielen ist das Sammeln von Schlüsseln und in White Day darf man das auch ausgiebig tun. Ich halte es in diesem Spiel jedoch für sinnvoll, Schlüssel zu suchen. Immerhin erscheint es mir logisch, dass in einer Schule die Türen abgeschlossen werden in der Nacht



Optisch ist White Day etwas durchwachsen. Im Vergleich zum Original von 2001 (siehe Bild) sieht man einen gewaltigen Fortschritt aber man ist im Jahr 2017 einfach besseres gewohnt im Bereich Textur, Modells & Detailgrad. Wenn man jedoch vom Grafikhurenpferd absteigt, entdeckt man ein sehr atmosphärisches Spiel. Das Spiel von Licht & Schatten funktioniert wunderbar und erzeugt eine unheimliche Atmosphäre. Ein gutes Beispiel für die Atmosphäre findet sich im ersten Akt des Spiels. Man streift durch die dunklen Gänge der Schule, auf der Such nach einem Schlüssel, während der Hausmeister durch das Gebäude streift. Wird man entdeckt, bleibt entweder die Flucht oder das unrühmliche Ende durch den Baseballschläger.


Zusammengefasst ist White Day: a Labyrinth named School ein cleveres Horrorspiel mit interessanten Gameplaymechaniken, guten Rätseln & einer dichten Atmosphäre. Die Geschichte um eine von Geistern geplagte Schule sticht minimal aus dem Genre heraus und die Grafik wirkt sehr altbacken aber beides kann man verschmerzen. Das Spiel führt einen zurück in die Ära der klassischen Survival-Horror-Spiel und bildet eine Alternative zum westlichen Outlast Franchise.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!
Exkurs White Day:
Der White Day bezeichnet den 14en März in Korea & Japan. An diesem Tag revanchieren sich die Männer, die am Valentinstag (14er Februar) beschenkt wurden, ebenfalls mit Geschenken. Der Tag wurde 1977 durch einen Konditor ins Leben gerufen. Als Geschenk dient Schokolade, Süßwaren oder andere Kleinigkeiten.  Als Ergänzung gibt es noch den schwarzen Tag am 14en April. Wer am Valentinstag & White Day leer ausging isst an diesem Tag zum Trost Jajangmyeon, ein Nudelgericht. 

Pyre & Fallen Legion | Gedankenspiel

Eigentlich plante ich, jeweils zu Pyre & Fallen Legion eine eigene Review verfassen. Da ich jedoch aufgrund anderer Beiträge etwas umschichten muss, stelle ich beide Spiele kurz vor & hebe hervor, was mir gefällt und was nicht.


Auf Pyre habe ich mich schon sehr lange gefreut, da mir die Spiele von Supergiant Games (Bastion & Transistor) sehr gefallen.

Die Welt von Pyre ist dem High-Fantasy Genre zuzuordnen und wird von einer Vielzahl an kuriosen Wesen bewohnt. In der Rolle des „Readers“ begleitet der Spieler eine Gruppe von Ausgestoßenen, die sich mit anderen Ausgestoßenen in Wettkämpfen messen und das führt mich zum Herzstück von Pyre, dem „Kampfsystem“.


Die Duelle von Pyre werden in 3 gegen 3 Matches ausgetragen. Das Prinzip erinnert mich an eine Mischung aus DOTA & Rocket League. Man stellt sein 3er Team aus verschiedenen Helden mit verschiedenen Stärken & Schwächen zusammen, die eine magische Kugel in das gegnerische Tor befördern müssen. Ich finde diese Idee so kreativ & genial, wie man es nur von Supergiant Games gewohnt ist.

Mein einziger Kritikpunkt sind die zahlreichen Textboxen & die wenigen Dialoge, was mir an Bastion (dem Erstlingswerk) am besten gefallen hat.


Kommen wir nun zu Fallen Legion: Sins of an Empire, einem 2D Action-RPG, das mich auf den ersten Blick an Odin Sphere erinnert. Auf den zweiten Blick scheint die Rosa-Brille ziemlich schnell verflogen. Ich halte Fallen Legion für ein gutes Spiel, jedoch hätte es mehr aus sich machen müssen. Zuerst das Positive, die Grafik & das Artdesign gefallen mir sehr gut. Das Design der Figuren spricht mich als Odin Sphere Fan sehr stark an, da hier zumindest noch die meiste Ähnlichkeit liegt.

Leider ist Fallen Legion eines jener Spiele die ihr Potential nicht nutzen, oder es zumindest meiner Einschätzung nach nicht tun. Die Gebiete lassen sich grob in 2 Kategorien unterscheiden. Zum einen jene in denen nur Dialog geführt wird und zum anderen die Kampfgebiete. In diesen läuft man automatisch von links nach rechts und hält nur an, um Gegner (die sehr vielfältig sind) zu bekämpfen.

Der Spieler begleitet eine Prinzessin, die ihr Reich zurückerobern möchte. Ich bin mir sicher, dass sich hinter Fallen Legion eine interessante Welt & Geschichte verbirgt, nur schafft es das Spiel nicht, diese wirklich gut zu erzählen. Endlose starre Dialoge & Hintergrundinfos im Ladebildschirm sind nicht gerade mein bevorzugtes Storytelling.
Zusammengefasst ist Fallen Legion kein schlechtes Spiel, aber es hätte sehr gut sein können, hätte es mehr aus sich gemacht. Sehr schade um das verschenkte Potential.

Kurz gesagt (geschrieben) kann ich Pyre sehr empfehlen. Das Spiel strotzt vor Kreativität und macht so gut wie alles richtig, um Spielspaß zu bieten. Fallen Legion bringt leider nicht den Spielspaß mit, um mich lange genug zu fesseln und wird daher nur eingeschränkt empfohlen.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Exkurs: Uncharted 1 – 4 | Gedankenspiel

In einer Zeit, als Lara Croft, Protagonistin der Tomb Raider Serie, aufgrund der sinkenden Qualität ihrer Spiele, niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlockte, wurde es still um die Spiele mit Grabräuber, Schatzsucher & Forscher.


Dies änderte sich im Jahr 2007 als Naughty Dog (The last of us, Jak & Daxter) für Sonys Playstation 3 eine neue Marke etablierten. Mit Uncharted: Drakes Fortune wurde dem Genre der Action-Adventure der alte Glanz zurückgegeben. In der Rolle des Schatzsuchers Nathan Drake, Nachfahre des Entdeckers Sir Francis Drake, begibt man sich auf die Suche nach dem Schatz El Dorado.

Das Spielprinzip besteht aus Feuergefechten mit feindlichen NPC’s, sowie Kletterpassagen, um Abgründe zu überwinden. Ab & an wollen auch ein paar Rätsel, deren Schwierigkeitsgrad variiert, gelöst werden.
Die Umgebungen haben im Laufe der Jahre, 10 Jahre seit Release, etwas Staub angesetzt, aber die Charaktermodelle wie Gesichtsanimationen sind immer noch sehenswert. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die hochwertigen Charaktermodelle & Gesichtsanimationen ein Markenzeichen der Reihe sind.

Zwischen den Klettereinlagen und Feuergefechten besteht die Möglichkeit, in den weiträumigen und abwechslungsreichen Gebieten Schätze zu finden. Mit den Schätzen kann man Bonusinhalte wie Cheats & Konzeptzeichnungen freischalten.
Uncharted: Drakes Fortune ist ein bis heute spielenswertes Action-Adventure, das die neue Ära des Genres einleitete. Die Grafik hat zwar etwas Staub angesetzt, aber das Gameplay funktioniert immer noch wunderbar.


Zwei Jahre später erschien Uncharted 2: Among Thieves für die PS3 und übertraf seinen Vorgänger in allen Punkten. Die Grafik ist noch eindrucksvoller geworden und das Gameplay noch weiter verfeinert. Die Mischung aus schießen, klettern & Rätsel lösen ist ausgewogener als im Vorgänger und bietet mehr Abwechslung.

In seinem zweiten Abenteuer sucht Nathan Drake nach Shambala & dem Cintamani-Stein. Seine Suche führt ihn von der Türkei über Borneo bis ins verschneite Nepal. Zur Seite steht ihm sein Mentor Victor Sullivan (bekannt aus Teil 1) und seine alte Freundin Chloe. Als Antagonist tritt der Söldner und Kriegsverbrecher Lazarevic auf den Plan. Dieser finstere Geselle ist wie besessen von der Suche nach Shambala.
Entgegen meiner persönlichen Erwartung, bin ich mit Uncharted 2 nie warm geworden. Das Spiel ist eine rundum verbesserte Version des Erstlings aber meine Euphorie, wie bei Teil 1, blieb aus.


Aus persönlicher & langjähriger Erfahrung, gefallen mir die dritten Teile von Serien (Filme, Spiele, Romane) immer am wenigsten. Entgegen aller Erfahrung war ich von Uncharted 3: Drakes Deception begeistert. Das Spiel erschien im Jahr 2011 und war für mich eine Offenbarung, was Grafik & Technik anging. Das Spiel sah so unfassbar schön aus. Hochdetailliert, kräftige Farben & so nahe Gesichts- & Charaktermodelle, wie man sie nur mit Beyond Two Souls (zumindest für die PS3 Generation) vergleichen konnte. Dazu kommt eine realistische Physikberechnung, mit der beispielweise die Wellen eines Ozeans, ein Kreuzfahrtschiff & die darauf stehenden Figuren korrekt dargestellt werden können.
In seinem dritten Abenteuer sucht Nathan nach der verschollenen Stadt Iram. Das Team unseres Helden bestehend aus Sully, Chloe & Elena bekommt mit Cutter Zuwachs und stellt sich dem sinisteren Duo Marlowe & Talbot, die ebenfalls nach Iram suchen, entgegen. Das Abenteuer führt von London nach Frankreich, Syrien bis in den Jemen. Außerdem spielt man kurz Drake als Jugendlichen in einer kurzen Episode in Südamerika.
Uncharted 3 ist angesichts von Story, Gameplay & Grafik ein echtes Brett, das alles aus der PS3 rausholt, was möglich ist. Ich habe mir gedacht, noch besser kann die Serie nicht mehr werden, bis Naughty Dog mit Uncharted 4: A Thief’s End das Finale des Zyklus um Nathan Drake veröffentlichte.


Uncharted 4: A Thief’s End erschien 2016 und bevor ich erneut in gruseliges Geschwärme verfalle, fasse ich mich kurz. Mit Uncharted 4 vereint Naughty Dog alle Stärken der Vorgänger und führt diese in die neue Konsolengeneration. Das Spiel ist wunderschön, hat eine realistische Physik und erinnert teilweise an einen spannenden Actionfilm. Die Inszenierung ist sehr gelungen & die Geschichte zeigt auch Gefühl.
In ihrem letzten Abenteuer suchen Nathan, der sich eigentlich zur Ruhe gesetzt hat, sein alter Freund Sully & sein Bruder Sam die legendäre Republik der Piraten, Libertalia. Wie üblich führt diese Abenteuerreise unseren Helden über die verschiedensten Teile der Welt (Italien & Madagaskar als Beispiel) und ebenfalls wie üblich stellen sich sinistere Schurken in den Weg. In diesem Fall sind es Rafe Adler, ein alter Freund der beiden & die Söldnerin Nadine Ross (die Protagonistin des kommenden Uncharted Lost Legacy).

Mein Highlight an Uncharted 4 ist das Ende, es folgen keine Spoiler! Ich habe bisher in keinem Videospiel ein so gut geschriebenes & perfektes Ende erlebt. Die Geschichte wird in Würde beendet und hinterlässt einen guten Nachgeschmack. Ich würde weitere Uncharted Spiele begrüßen, aber man muss nicht unbedingt Nathan Drake & seine Frau Elena wieder aus der Mottenkiste holen.


Zusammengefasst ist Uncharted eine wunderbare & hochwertige Spieleserie, die sich konsequent weiterentwickelt hat & zeigt, was technisch, erzählerisch, sowie spielmechanisch alles möglich ist. Was einst Tomb Raider war, ist heute Uncharted. Schließlich funktionieren die neuen Spiele mit Lara Croft nach einem ähnlichen Prinzip, aber das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.

Ich freue mich schon sehr auf Uncharted – The lost Legacy & kann mir gut vorstellen, weitere Ableger aus diesem Franchise zu spielen, bis vielleicht ein Uncharted 5 erneut alles verändert.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns beim nächsten Mal!

LocoRoco Remastered oder ein besonderes Spiel | Review

 

Sony recycelt zur Zeit ein paar alte Spiele. Das ist nichts Neues, aber bei Parappa the Rapper Remastered und LocoRoco Remastered, um das es heute geht, aus zwei Gründen besonders. Erstens legen beide Titel einen starken Fokus auf den Soundtrack, zweitens sind sie eher unbekannt. Zumindest kenne ich kaum jemanden, der eines dieser beiden Spiele kennt, da trifft es sich gut, diesen Missstand beseitigen zu können. Hier ist also meine Review zu LocoRoco Remastered, entwickelt von SCE, nun bekannt als SCI und ja ich bin zu faul, um die vollen Namen auszuschreiben.
Die Handlung ist ein Epos, der seinesgleichen sucht. Auf dem fröhlichen Planeten der LocoRocos schlägt eines Tages ein Meteorit ein. Dieser richtig jedoch keinen Schaden an, was für ein schwacher Meteor-Zauber. Dafür bringt der Gesteinsbrocken böse Lebewesen mit. Sie wirken wie eine Mischung der Rußmännchen aus Spirited Away und dem Pokemon Tangela. Der Spieler muss also die feindlichen Invasoren vertreiben. Bei so einer Geschichte kann sogar Prey mit seiner Alieninvasion heimgehen.

LocoRoco verfügt über fünf Welten mit je 8 Leveln. Diese sind sehr farbenfroh und äußerst ansprechend. Wer also hauptsächlich Shooter spielt, die sich zwischen braun-grau & grau-braun bewegen, wird heillos überfordert sein. Wie bereits bei Parappa the Rapper Remastered wurde auch die Optik von LocoRoco aufpoliert, um auf der großen Konsole zu brillieren. Der Soundtrack kann sich auch nach knapp 11 Jahren hören lassen. Dieser quietschende J-Pop hat einen ganz eigenen Charme und kann auch länger gehört werden, ohne das man verrückt wird.

 

Ziel des Spiels ist es, den LocoRoco bis zum Levelende zu bringen. Dabei kann man bestimmte Pflanzen fressen, um bis zu 19 LocoRocos erschaffen. In den Leveln warten dann noch ein paar geheime Areale, sowie die eine oder andere Sammelaufgabe. Weiters gibt es freischaltbare Minispiele, die jedoch nicht wirklich Spaß machen.
Am Ende des Tages macht LocoRoco Remastered immer noch Spaß und gehört zu den kreativsten Spielen, die ich im letzten Jahrzehnt gespielt habe. Die Steuerung mithilfe der Schultertasten, um den Neigungswinkel einzustellen, funktioniert wunderbar und hebt sich LocoRoco aus der Masse an Jump ’n Runs heraus.

Von mir bekommt dieses Spiel eine klare Empfehlung, wir lesen uns beim nächsten mal wieder.

Eine kurze Review zu Parappa the Rapper Remasterd | Review

Ein Spiel, von dem ich nie geglaubt hätte, das es als remasterd Version erscheinen wird, ist Parappa the Rapper. Dabei handelt es sich um ein Rhythmusspiel, welches ursprünglich für die PS1 & später für die PSP erschienen ist.

Ziel des Spiels ist es den Hund Parappa mit seiner Angebeteten, eine Blume namens Sunny Funny, zusammenzubringen.

 

Dies geht in sechs Leveln vonstatten wo Parappa in Rapform, etwas neues lernt, zb Karate oder Kochen. Ich bin zwar kein großer Fan, von Rap Musik, aber die im Spiel vorkommenden Lieder sind echt klasse. Guter Flow, gute Lines & allgemein sehr angenehm im Klang. Man könnte fast schon sagen, dass akute Ohrwurmgefahr besteht.

Wie man sich bereits denken kann, benötigt man für dieses Spiel einiges an Taktgefühl. Ich besitze sowas nicht aber dafür gute Reflexe, wodurch ich mit dem schnell ansteigenden Schwierigkeitsgrad, relativ gut zurechtkomme.
Optisch ist das Spiel ein zweischneidiges Schwert. Zum einen sehen die einzelnen Areale sehr schick aus mit kräftigen Farben während die Videosequenzen beinah Augenbluten verursachen. Offenbar wurde hier das PS1 Material 1:1 verwendet. Das nenne ich an der falschen Stelle gespart.

 

Zusammengefasst ist Parappa the Rapper ein äußerst solides Remasterd, welches kaum Schwächen aufweist. Der Figurenkreis um Parappa ist sehr sympathisch, die Grafik äußerst liebevoll, das Gameplay ist sehr fordernd aber fair und die Lieder haben einen hohen Ohrwurmfaktor.
Ich weiß diese Review ist äußerst kurz aber lieber alles auf den Punkt gebracht, als lange um den heißen Brei herumzuschreiben. Ich kann dieses Spiel ganz klar weiterempfehlen, da es eine gute Abwechslung zu den Mainstreamspielen bildet.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Eine kleine Anmerkung zum Schluss, mit diesem Beitrag sind nun 100 Beiträge auf DerStigler veröffentlicht worden. Ein großes Danke an die Leser und natürlich an mein Team!!

Release: 04.04.2017

Plattformen: Playstation 4

Genre: Rhythmusspiel

Entwickler: SIE Japan Studio

Publisher: Sony Interactive Entertainment

Die Welt gehört den Maschinen? Die Horizon Zero Dawn | Review

Horizon Zero Dawn ist ein Open-World-Action-RPG aus dem Hause Guerilla Games, bekannt für die Killzone-Reihe und erschien am 1. 3. 2017 exklusiv für die Playstation 4.

Das Setting lässt sich einer dystopischen Zukunft zuordnen in der die Welt von Maschinen bewohnt wird welche ein eigenes Ökosystem entwickelt haben. So werden alle Klimazonen, das Wasser & der Himmel von diesen Wesen dominiert. Die Menschen haben sich in 4 Stämmen (Nora, Carja, Schatten-Carja & Oseram) zusammengeschlossen um in dieser harten Welt zu überleben.

Protagonistin ist die Mutterlose Aloy, eine Ausgestoßene des Nora-Stammes die bei ihrem Ziehvater Rost aufwächst. Bei einer Prüfung, die ihr die Aufnahme in den Stamm ermöglicht, werden die Nora von Kultisten attackiert und müssen schwere Verluste hinnehmen. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, drehen die Maschinen überall im Land durch und werden, durch die Verderbnis, noch gefährlicher

Aloy wird zur Sucherin der Nora ernannt. Ihr Ziel ist es herauszufinden, wer ihr Volk angegriffen hat und was es mit der Verderbnis auf sich hat. Ihr Weg führt sie dabei sowohl in das riesige Reich der Carja als auch in das Raue Land der Oseram, welche entgegen meiner Vermutung leider keine Seefahrer sind.
Die Geschichte entfaltet sich langsam und lässt den Spieler Schritt für Schritt diese Welt erforschen. Es gibt zwei Handlungsstränge, die jedoch miteinander zusammenhängen. Ein Strang beschäftigt sich mit dem Kampf gegen die
Eklipse (Kultisten), die Wahrheit hinter dem Untergang der alten Welt & Aloys Herkunft. Der zweite Strang behandelt die internen Konflikte des Carja-Reiches und wie dieses zu kippen droht. Auch wenn beide Stränge im Spannungsbogen schwanken gefallen mir beide sehr gut und ergeben eine gelungene Geschichte

Wie man sich bereits denken kann, ist Horizon sehr actionlastig. Gekämpft wird mit Speeren, Schleudern, Bögen & Bolzenwaffen. Die Distanzwaffen verfügen über verschiedene Arten von Munitionstypen. So gibt es Flammenpfeile, Schockpfeile, Sprengkugeln & mehr. Freunde von Taktik & Strategie dürfen sich über verschiedene Fallen freuen, mit denen das Schlachtfeld präpariert werden kann oder, sofern die Brutstätten gefunden wurden,besteht die Möglichkeit Maschinen zu überbrücken, damit diese kurzzeitig für den Spieler kämpfen.

Abseits des Kampfes gibt es für abenteuerlustige Forscher genügend Aktivitäten. So kann man sich in Jagdgebieten diversen Prüfungen stellen, verschiedene Gegenstände sammeln, Langhälse (das Äquivalent zu den Aussichtstürmen aus Far Cry) überbrücken, Panoramen sammeln, Banditenlager räumen und einiges mehr. Natürlich warten auch massig Sidequests & Aufträge auf die Hüterin, schließlich brauchen in der Postapokalypse viele Menschen Hilfe.
Die Nebenaufgaben fühlen sich meist wichtig an und weisen eine gewisse Persistenz auf. Bestes Beispiel sind die Banditenlager. Sobald man eines jener Lager geräumt hat, entsteht dort ein Schnellreisepunkt und ein Händler erscheint

Optisch kann Horizon Zero Dawn auf jeden Fall überzeugen. Die Charaktermodelle sind äußerst detailliert und sehen sehr realistisch aus. Besonders die Gesichter & Haare sind unglaublich schön. Einzig die Mimik wirkt manchmal etwas hölzern

Das Design der Maschinen ist sehr kreativ. Manche erinnern an reale Tiere wie riesige Krokodile, Raubvögel (Habichte & Adler), Bisons & Hirsche, während andere an Dinosaurier erinnern (Wächter, Donnerkeile) und wieder andere an prähistorische Prädatoren (aus der Spezies der Säugetiere) erinnern. Oh und die Raketenwürmer aus Tremors haben auch eine mechanische Variante erhalten.

Die Spielwelt an sich sieht bombastisch aus. Es gibt verschiedene Klimazonen. Von schneebedeckten Bergen über weite, grüne Ebenen bis hin zu trockenen Wüsten ist alles dabei. Es gibt viele nette Details und der Übergang zwischen den einzelnen Gebieten ist angenehm fließend.

Natürlich ist auch Horizon Zero Dawn, wie jedes Open-World Spiel, nicht zu 100% frei von Bugs, auch wenn diese relativ selten auftreten. Was mir bisher am meisten aufgefallen ist, dass Gegenstände manchmal im Boden versinken und somit nicht mehr zum aufsammeln sind. Das ist jedoch meckern auf hohem Niveau.

Zusammengefasst ist
Horizon Zero Dawn ein hervorragendes Spiel mit einer schönen Optik, einer spannenden Geschichte, gespickt mit interessanten Figuren und einem motivierenden Gameplay. Soundtechnisch weiß das Spiel zwar auch zu gefallen sticht aber nicht besonders heraus. Jeder der eine PS4 besitzt MUSS sich dieses Spiel kaufen. Hier wurde so ziemlich alles richtig gemacht um den Spieler/die Spielerin mindestens 30 – 45 Stunden zu beschäftigen.

Das wars von meiner Seite! Wir lesen uns beim nächsten Mal.

Infos zum Spiel

Entwickler: Guerilla Games

Publisher: Sony Interactive Entertainment

Plattformen: Playstation 4
Genre: Open-World-Action-RPG

Thematik: Postapokalypse

Release: 01.03.2017

Hier geht es zu weiteren Beiträgen die sich mit Horizon Zero Dawn beschäftigen, danke an Stargamer für die informativen Beiträge:

Horizon Zero Dawn – Panoramas & die Apoka-shit-storm-tour

Hilfreiche Tipps zu Horizon Zero Dawn [Nützliche Game-Informationen]

Kurzes Review zu Horizon Zero Dawn

Freuen wir uns auf Horizon: Zero Dawn

 

Mein Problem mit den Tales of Spielen und Tales of Berseria |Gedankenspiel

Ach ja die Tales of Reihe. Eine alte & ehrwürdige Serie von Rollenspielen aus Japan. Entwickelt & vertrieben von Bandai Namco erfreut sich die Reihe großer Beliebtheit. Das liegt unter anderem an den epischen Geschichten vom Kampf Gut gegen Böse, dem schnellen Kampfsystem sowie der schönen Präsentation. Sowohl optisch wie auch akustisch

Ich mag diese Reihe sehr gern & freue mich immer auf einen neuen Teil aber mit jedem neuen Ableger kommt auch das gleiche alte Problem zurück.

Die Erzählweise der Geschichte ist sehr langatmig und zumindest für meine Verhältnisse zu zäh. Dazu kommt die mangelnde Abwechselung beim Setting der Geschichte. In den meisten Fällen versucht ein böses Imperium die Welt zu erobern oder eine Bedrohung aus einer anderen Welt will aufgehalten werden.

Eine Ausnahme bildet hierbei der aktuelle Teil Tales of Berseria in dem die Welt von einer Plage heimgesucht wird die Menschen in Dämonen verwandelt.

Auch wenn dieser Teil einen neuen Weg in puncto Inszenierung & Setting beschreitet, mindert es mein Problem mit dieser Reihe nur in geringem Maße. Ich hoffe das ich mich irre & die Handlung in Berseria noch Fahrt aufnimmt da das Spiel einen sehr starken Einstieg bietet. Eine ausführliche Review wird zu diesem Spiel noch kommen. Es wird jedoch noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.


Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal wied
er!

Die Doppelmoral von Ezio in Assassins Creed 2 | Gedankenspiel

Über die Feiertage hatte ich einiges an Freizeit und konnte wieder einmal ausgiebig Assassins Creed 2 zu spielen. Dabei sind mir zwei Sachen aufgefallen:

  1. Das Spiel ist sehr gut gealtert.

  1. Die Assassinen verfügen über eine seltsame Moralvorstellung, okay das trifft auch auf die Templer zu, aber bis auf eine Ausnahme spielt man in dieser Reihe eben nur Assassinen.

Aber was meine ich damit? Nun ganz einfach. In Assassins Creed 2 übernimmt man die Rolle von Ezio Auditore, übt Rache an den Mördern seiner Familie, schließt sich den Assassinen an und deckte eine große Verschwörung der Templer auf. So weit so gut.

Die meiste Zeit des Spiels wird man jedoch Mitglieder der Stadtwache und Gardisten töten. Diese werden zwar als Templer bezeichnet aber dennoch stelle ich mir die Frage was Ezio und alle anderen Protagonisten davon haben dutzende Mitglieder der Stadtwache zu ermorden, obwohl diese nur ihre Arbeit tun und z.b. Banken oder abgesperrte Gebiete bewachen.

Im Gegensatz dazu darf man keine Zivilisten töten. Wenn man es dennoch tut wird man nach drei Morden desynchronisiert und der letzte Speicherpunkt wird geladen.

Ich will jetzt nicht mit dem moralischen Zeigefinger herumwedeln aber ich finde es irgendwie absurd dutzende potentielle Familienväter zu töten die nur ihren Job machen, einen mordenden Assassinen aufhalten zum Beispiel, während unschuldige Zivilisten (die vielleicht Mörder sein könnten und den Spieler auch mal als Sau bezeichnen) ermorden kurzerhand zum Game Over führt. Fairerweise muss man aber auch sagen dass jeder Bösewicht Handlanger braucht die auf den Spieler geschickt werden können und am Ende des Tages darf man eines nicht vergessen: Es ist immer noch ein Videospiel.

Dieser Beitrag kann man mehr oder weniger als mein Beitrag zu Far Cry 4 und dessen bestes Ende sehen. Wer diesen Beitrag noch nicht kennt, hier ist ein Link: Das beste Ende in Far Cry 4?

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal.

Final Fantasy XV oder die Rückkehr der Reihe! | Review

Ein Final Fantasy für Fans und Einsteiger.

Mit diesen Worten begrüßt Entwickler/Publisher Square Enix den Spieler zu Final Fantasy XV. Nach über zehn Jahren Entwicklungszeit ist das Spiel Ende November 2016 weltweit für PS4 & Xbox One erschienen. Eins vorweg, ich bin von diesem Spiel sehr begeistert und warum das so ist erfahrt ihr jetzt.


In Final Fantasy XV übernimmt man die Rolle von Noctis Lucis Caelum, dem Kronprinzen des Königreichs Lucis. Er ist der spielbare Charakter und wird während des gesamten Abenteuers stets von seinen Freunden Ignis Scientia, Gladiolus Amicitia & Prompto Argentum begleitet und unterstützt.

Zu Beginn der Handlung sind die vier Freunde auf dem Weg nach Altissia, der Hauptstadt des Inselreiches Accordo. Noctis soll dort das Orakel Lunafreya heiraten.

Dies ist Teil eines Friedensvertrages zwischen dem Königreich Lucis, wo Noctis Vater regiert und dem Imperium Niflheim welches bereits große Teile der Welt erobert hat.

Unterwegs hat der Wagen der Gruppe, Regalia genannt, jedoch eine Panne und die Freunde stecken mitten in der Einöde bei der Werkstatt Hammerhead fest. Da die Reparatur jedoch nicht kostenlos ist und unsere adeligen Helden kein Geld bei sich haben (sie brauchten bisher auch keines) muss das Geld anders beschafft werden. So werden dem Spieler die ersten Spielmechaniken gezeigt ohne in endlosen Tutorials festzuhängen.

Nun kann der Spiele die Gegend erkunden, erste Jagdmissionen absolvieren und einige Level aufsteigen, zum Gameplay komme ich jedoch später. Sobald das Geld beschafft wurde und das Auto wieder funktionstüchtig ist geht der Roadtrip weiter zur Küste um dort eine Überfahrt zu buchen. Jedoch hat das Imperium alle Häfen gesperrt und somit ist eine Überfahrt nicht möglich. Dabei trifft die Gruppe zum ersten mal auf den mysteriösen Ardyn der im späteren Verlauf der Handlung noch eine größere Rolle einnehmen wird.

 

Nach einer Übernachtung im örtlichen Hotel erfährt die Gruppe vom Angriff des Imperiums auf Insomnia, der Heimatstadt von Noctis und Hauptstadt des Königreichs Lucis, während der Unterzeichnung des Friedensvertrages mit dem Imperium.

 

Die weitere Handlung beschreibt den Weg von Noctis als heimatloser Prinz bis zum König der Prophezeiung der die Welt retten soll. Begleitet von seinen drei Freunden und unterstützt von diversen Verbündeten macht sich Noctis auf die lange & beschwerliche Reise. Um dem Imperium etwas entgegen setzen zu können benötigt unser Held den Segen der Götter (Titan, Ramuh, Leviathan, Shiva, Bahamut, Ifrit) und die dreizehn Königswaffen, magische Waffen die nur vom König von Lucis geführt werden können.

Die Geschichte ist sehr spannend, wartet mit einigen gut geschriebenen Wendungen auf und wird allgemein als Roadtrip beschrieben. Mit Roadtrip meine ich das man gut die erste Hälfte des Spiels auf der Straße befindet und einem die ganze Welt offen steht. Das führt mich zu den Nebenquests die wirklich umfangreich und abwechslungsreich ausgefallen sind. Von charakterbezogenen Quests über Jagdmissionen (das Erlegen von besonderen Monstern) bis hin zu Botengängen für verschiedene Personen. Für jede erledigte Mission erhält man Gil (die Währung des Spiels), Erfahrungspunkte und manchmal Gegenstände als Belohnung.


Jedoch erhält man nicht nur bestandene Quests, sondern auch für gewonnene Kämpfe Erfahrungspunkte und das führt uns zum Gameplay, angefangen mit dem Kampfsystem.

Gekämpft wird in Echtzeit und auf offenem Feld, sprich es gibt keine separaten Kampfarenen mehr wie in früheren Teilen. Im Kampf steuert man, wie auch im restlichen Spiel, Noctis der ein hervorragender Allround-Kämpfer ist. Die übrigen Figuren agieren selbstständig und das tun sie sehr intelligent. Sie greifen an, unterstützen den Spieler wenn es angebracht ist und heilen sich selbst wenn die Lebenspunkte auf Null sinken. An dieser Stelle muss ich eine Neuerung erwähnen, wenn die Lebenspunkte einer Figur auf Null fallen geht diese in den kritischen Bereich über. Nun hat der Spieler etwas Zeit die Lebenspunkte wiederaufzüllen damit die jeweilige Figur wieder weiterkämpfen kann.

Im Kampf kommen verschiedene Waffenarten zum Einsatz. Neben Schwertern (Einhand- und Zweihandschwertern), Dolchen und Speeren gibt es Schilde, Schusswaffen, Maschinen (zb eine Autoarmbrust), Magie (die man sich selbst erstellt aus den drei Elementen Feuer, Eis & Blitz) und die Königswaffen. Jede dieser Waffengattungen verfügt über ein paar Unterkategorien.

Im Kampf kann man jederzeit die Ausrüstung der Figuren wechseln um die verschiedenen Schwächen der Gegner effektiv ausnutzen können. Ich halte das für eine gute Idee da jeder Gegner andere Schwächen gegen verschiedene Waffenarten bzw. Elemente hat. Man kann jedoch nicht nur die Ausrüstung von Noctis, sondern auch die von den Gefährten ändern.

Jeder der drei Gefährten kann zwei Waffenarten und einen Zauber nutzen die, die jeweilige Figur auch selbstständig und sinnvoll einsetzt.

Abseits des Kampfes kann man einigen Nebenbeschäftigungen nachgehen. So kann man sich beispielsweise sehr lange mit Chocobos, gelben Reitvögeln, beschäftigen. Diese Tiere stellen eine gute Alternative zum Auto dar und eignen sich ideal für ein Rennen. Es besteht auch die Möglichkeit sich an einem Flipperautomaten zu vergnügen oder zu Angeln. Das Angeln führt uns zu den Talenten. Jeder der vier Freunde verfügt über ein Talent welches mal mehr mal weniger nützlich ist. Noctis angelt sehr gerne während Gladiolus sehr gut im fährtenlesen ist und manchmal Gegenstände findet. Ignis kann sehr gut kochen und entdeckt im Laufe des Abenteuers neue Rezepte. Prompto fotografiert sehr gerne, man kann seine Schnappschüsse speichern und so verschiedene Andenken an die Reise haben.

Nach dem ganzen Kämpfen & Quests absolvieren hat man einen großen Haufen Erfahrungspunkte angehäuft. Diese Punkte werden an den verschiedenen Rastplätzen auf die Protagonisten verteilt. Rasten kann man im Freien (Zelten und die Speisen von Ignis genießen) oder in Hotels/Wohnwägen/Schlafwägen in Zügen. Für jeden Stufenanstieg gibt es Fertigkeitspunkte (FP) die man in verschiedenen Kategorien ausgeben kann. Entweder kann man die Fähigkeiten Noctis von Verbessern oder man verbessert die Fähigkeiten der Gefährten bzw. kauft passive Fähigkeiten die einem FP & Erfahrungspunkte gewähren.


Genug davon wie sich Final Fantasy XV spielt. Kommen wir dazu wie das Spiel aussieht. Die Grafik ist der Wahnsinn. Das Spiel sieht wunderbar aus mit nur leichten Macken wobei ich hier nur die Haare der Figuren wirklich kritisieren kann. In gewissen Szenen sehen die Frisuren der Figuren nicht wirklich gut aus. Der Rest der Charaktermodelle ist jedoch sehr detailliert und sieht wunderbar aus. Gerade Kleinigkeiten wie die Narben von Gladiolus oder die Sommersprossen von Prompto lassen die Figuren sehr realistisch aussehen.

Eos, die Spielwelt, sieht fantastisch aus. Der Stil ist eine Mischung aus einer realistischen Welt (die über weite Strecken unserer ähnelt) mit typischen Elementen aus dem Final Fantasy Universum was die Flora & Fauna angeht. Überall gibt es hübsche Details und fantastische Panoramen. Besonders die Gegend Duscae mit den dichten Wäldern, den weitläufigen Sümpfen und der schier endlosen Straße hat es mir besonders angetan.

Das Design der Monster und Tiere ist sehr abwechslungsreich. Von eher langweiligen Wesen wie die Granulas & imperialen Soldaten bis hin zu den abgefahrenen Monstern wie der Morbol, die spinnenartigen Monster und den Untoten ist alles dabei.

Mein absolutes Highlight sind jedoch die Esper/Götter. Es gibt nur sechs dieser übermächtigen Wesen aber diese sehen unglaublich toll aus. Besonders Titan und Leviathan sind der absolute Wahnsinn. Immer wenn, diese beiden Wesen auftreten, bekomme ich eine Gänsehaut. Es kommt selten vor das mich Wesen/Monster in einem Videospiel so sehr beeindrucken wie in Final Fantasy XV. Die Kämpfe gegen Titan & Leviathan gehören zu meinen liebsten Momenten im gesamten Spiel.

Zusammengefasst kann man sagen dass, die Grafik sehr schön & detailliert ist. Hier und da gibt es zwar die üblichen Schwächen die jedes Open-World Rollenspiel hat (Bugs, seltsame Bewegungen der Figuren oder eine eigentümliche Kollision der Polygone) aber im Vergleich zur Konkurrenz ist es hier eher verschmerzbar. Besonders wenn, man bedenkt, das Final Fantasy XV das erste Open-World RPG von Square Enix ist.


Auch auf akustischer Ebene gibt es was auf die Ohren. Eine der größten Stärken von Square Enix war schon immer die Klanguntermalung von Videospielen. Jede Situation im Spiel wird Ideal unterlegt. Von ruhigen Stücken bei den Rastplätzen über traurige Musik, wenn Verluste beklagt werden müssen, bis zu den epischen Klängen in den Kämpfen ist alles dabei was dass Fan-Herz höher schlagen lässt.

Wenn man im Auto unterwegs kann man den Soundtracks der alten Final Fantasy Titeln lauschen, diese können im Spiel um je hundert Gil erworben werden, oder die Playlist von Noctis erforschen. Ich persönlich ziehe die Soundtracks der Playlist um Längen vor da ich ein großer Fan der Final Fantasy Soundtracks bin.

Die Synchronisation ist sehr gut. Ich habe das Spiel auf Deutsch, Englisch & Japanisch gespielt. Jeder der drei Synchronsprachen ist sehr gut gelungen wobei Deutsch die schwächste Fassung ist, weil es unter anderem einfach so ungewohnt ist die Figuren in einem FF-Spiel Deutsch sprechen zu hören.

Japanisch geht auch in Ordnung aber wie schon in Final Fantasy Type-0 HD ist der Funke nie ganz übergesprungen. Offenbar begeistern mich japanische Synchronisationen nur in Spielen der Tales of Reihe.

Die englische Sprachausgabe ist ganz klar die beste. Gladiolus hat eine tiefe Stimme, passend zu seiner Rolle als Krieger während der flippige Prompto eine etwas höhere Stimme hat. Noctis & Ignis, die eher die Denker der haben ruhige Stimmen zeigen aber auch Emotionen wenn es sein muss. Aber auch die Nebencharaktere wurden sehr gut & glaubwürdig vertont.


Final Fantasy XV ist meiner Meinung der beste Teil der Reihe seit Final Fantasy IX. Bis auf ein paar Kleinigkeiten liefert Square ein rundes Komplettpaket ab das sowohl Einsteiger als auch alte Fans in seinen Bann ziehen kann. Das Kampfsystem geht super von der Hand und sorgt für viel Dynamik in den Kämpfen, die Charaktere sind sehr gut geschrieben und wachsen einem im Laufe der Handlung sehr ans Herz. Grafik & Soundtrack sind wissen zu gefallen und auch auf technischer Ebene überzeugt das Spiel. Meine Fanschaft zu Final Fantasy ist wieder entbrannt und ich freue mich auf die Zukunft der Reihe.

Wertung:
Handlung:  • • • • •
Gameplay: • • • • •
Grafik & Technik: • • • • •
Soundtrack: • • • • •
Wertung: 20 von 20 Punkten.
Note: Empfehlenswert!
Release: 29.11.2016
Plattformen: Playstation 4, Xbox One
Genre: Rollenspiel
Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix
USK: ab 12 Jahre

Hier geht es zu weiteren Final Fantasy Reviews:

Spielereview #9: World of Final Fantasy

Spielereview #10: Final Fantasy Type 0 HD

Mafia 3 | Review

Mafia 3 ist ein Open-World Action-Spiel von 2K Games und Hangar 13. Ich habe viele Stunden in den Straßen von New Bordeaux verbracht. Meine Meinung zum Spiel kommt nun. Viel Spaß!

Bevor ich jedoch anfange noch ein Wort der Warnung. Ich möchte diese Review so ausführlich wie möglich schreiben und kann dabei den einen oder anderen Spoiler nicht vermeiden. Ich werde jedoch versuchen, die gröbsten Spoiler zu vermeiden. Oh und ich habe weder Mafia 1 noch Mafia 2 also kann ich keine Vergleiche zu diesen Spielen machen.

Handlung

Die Handlung von Mafia 3 dreht sich um Lincoln Clay, ein Afroamerikaner, welcher in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs und sein ganzes Leben lang nach einer Familie sucht. Doch weder das Waisenhaus noch die Kirche und auch nicht die Armee können ihm einen Ersatz bieten.

Im Jahr 1968 kehrt Lincoln aus dem Vietnamkrieg zurück in seine Heimatstadt New Bordeaux (eine Stadt die an New Orleans angelehnt ist) zurück. Nach einer Willkommensparty mit seinen Freunden, von denen einige in der „schwarzen Mafia“ (eine kriminelle Organisation der Afroamerikaner) sind, erfährt Lincoln von seinem Ziehvater Sammy, dass dieser ein Problem mit den Haitianern hat. Lincoln nimmt sich des Problems an und macht sich auf den Weg um den Anführer der Haitianer zu ermorden und so die Gang zu zerschlagen.

Damit beginnt Lincolns Weg in die Kriminalität. Nach dem Verrat eines großen Dons beginnt Lincoln sich seine eigene Organisation aufzubauen und so die Stadt New Bordeaux zu übernehmen. Dafür braucht Lincoln jedoch Verbündete welche mal aus alten Feinden und mal aus alten Freunden bestehen. So ist Vito Scaletta, der Protagonist aus Mafia 2, einer der Verbündeten unseres „Helden“.

Das besondere an der Erzählstruktur von Mafia 3 ist der rote Faden. Das Spiel besitzt eine geradlinige Haupthandlung, die jedoch viele Nebenarme bietet. Diese Nebenhandlungen erzählen kleine Geschichten innerhalb des jeweiligen Bezirkes, den man gerade erobert. Auch wenn diese Geschichten nicht ganz an die Haupthandlung herankommen, so ergänzen diese die Geschichte.

Jede Nebenhandlung fügt sich in die übergeordnete Geschichte ein, ohne diese auszubremsen oder gar zu stören. Das liegt unter anderem an den faszinierenden Hauptfiguren, den verschiedenen Organisationen, die mit Lincoln zusammenarbeiten und den fantastisch inszenierten Zwischensequenzen.

Diese laufen im Stile einer Dokumentation ab. In einigen Sequenzen erzählt uns Pater James, welcher Lincoln seit seiner Kindheit kennt, seine Sicht der Dinge und wie Lincoln seiner Meinung nach immer tiefer in das organisierte Verbrechen abgerutscht ist.

In anderen Sequenzen ist Donovan, ein Kamerad von Lincoln aus dem Vietnamkrieg, bei einer Anhörung des Senats und erzählt von seiner Mithilfe bei der Ermordung des feindlichen Dons und seiner Gefolgsleute.

Die Handlung von Mafia 3 gehört zu den größten stärken des Spiels. Neben einer dichten Atmosphäre sorgen sehr interessante Charaktere und eine äußerst gelungene Inszenierung für eine der besten Geschichten, die ich seit langem in einem Videospiel erlebt habe.

Ich habe mit dem Protagonisten Lincoln jede Sekunde mitgefiebert und es war immer ein Genuss, wenn ich dem Endziel des Spiels ein Stück nähergerückt bin.

So etwas schaffen nur wenige Spiele bei mir und noch weniger Spiele dieser Art.

Gameplay

Das Gameplay von Mafia 3 kann man als ausgeglichen bezeichnen. Das Spiel besteht aus Schießereien (welche sehr dynamisch sind, dank den Überwältigungen, mit denen man die Feinde auf sehr brachiale aber sehenswerte Weise in die nächste Welt schicken kann), optionalen Schleicheinlagen (mit lautlosen Überwältigungen welche nicht minder brutal sind), die dafür da sind, wenn man nicht schießen möchte und dem Fahren mit vielen verschiedenen Autos und auch Booten um die einzelnen Missionen zu erreichen.

Die Missionen bestehen z.B. aus dem verhören von Informanten, dem stehlen von Geld (um ein Geschäft zu schädigen), der Übernahme von wichtigen Orten oder dem zerstören feindlicher Transporter. Dies sind nur ein paar Beispiele, da Mafia 3 noch mehr verschiedene Missionsarten bietet. Diese kann man entweder leise lösen oder mit brachialer Gewalt oder mit einer Mischung aus beidem.
Egal welchen Weg man wählt, es gibt tote. Sehr viele tote.

Das Shootersystem funktioniert überraschend gut. Das suchen von Deckung, das präzise Zielen mit den verschiedenen Schießeisen klappt hervorragend und fühlt sich auch richtig an. Sprich die Schrotflinten fühlen sich sehr wuchtig an, das gleiche gilt auch für die Revolver. Die Pistolen sind schwächer haben aber eine höhere Feuerrate, was sich ideal für Gefechte gegen mehrere Gegner eignet und wenn einen die Gangster zu übermannen drohen, nutzt man einfach die verschiedenen MP’s, die es im Spiel gibt, und heizt ihnen richtig ein. Wo wir gerade bei heizen sind, Granaten & Molotowcocktails dürfen natürlich auch nicht fehlen.

 

Das Schleichen funktioniert ebenfalls sehr gut, ist jedoch für mein Empfinden etwas zu mächtig. Lincoln schleicht relativ schnell und mit etwas Geschick kann man innerhalb kürzester Zeit ein ganzes (oder fast ein ganzes) Versteck voller Feinde auslöschen.

Auch sind die Gegner etwas zu gutgläubig. Mithilfe von Pfeifen ist es möglich, Feinde in der Nähe anzulocken. Diese gehen nichts ahnend zu einem hin, selbst wenn der Gewehrlauf hinter der Deckung hervorlugt. Ich muss jedoch auch zugeben das es sich sehr gut anfühlt so übermächtig zu sein und die Gegner zu eliminieren.

Zusammengefasst finde ich das Gameplay sehr gut. Es vereint viele Elemente zu einem interessanten Mix, welcher auch einen eigenen Spielstil zulässt. Böse Zungen können natürlich behaupten das es dem Spiel an Abwechslung mangelt, doch gerade, wenn man denkt, das man alle Missionstypen kennt, kommt ein neues Element hinzu und hält das Spiel frisch.

Grafik

Auf grafischer Ebene weiß Mafia 3 ebenfalls zu gefallen auch wenn es hier und da schwächen gibt. Aber zuerst die positiven Punkte.

Die Zwischensequenzen sehen wie bereits erwähnt sehr schick aus und sind super inszeniert. Gerade das Spiel mit Licht & Schatten weiß zu gefallen. Dazu kommen die sehr detaillierten Gesichter der Figuren, die mit der realistischen Gestik eine gelungene Mischung abgeben.

Abseits der fantastischen Zwischensequenzen bietet das Spiel eine schöne & detaillierte Spielwelt, die auch sehr groß ist. Wobei der größte Teil der Karte eine Sumpflandschaft ist, die zwar etwas langweilig gestaltet ist, aber die ersten male beeindruckt.

Ein Kritikpunkt an der Grafik muss ich dennoch anbringen. Bei all dem geschwärme kann man nicht ignorieren das Mafia 3 einige matschige Texturen besitzt und auch die Modelle der „Bewohner“ dieser Welt oftmals nicht ganz optimal ausgefallen sind.

Technisch sieht es ähnlich aus wie mit der Grafik. Das Spiel läuft sehr flüssig und auch die Bildrate ist, zumindest auf der PS4, sehr stabil. Die Spielphysik funktioniert ebenfalls sehr gut jedoch nicht immer. Leider gibt es immer wieder Bugs in der Spielwelt und die typischen Querks, die jedes Spiel mit einer Open-World hat. Sprich das einfach Quatsch passiert, welcher eigentlich nicht passieren sollte oder dürfte. Das fiel mir gleich zu beginn auf, als ich im Safehouse gegen ein Fass, lief und dieses mehrere Minuten durch den Raum flog, als ob es besessen wäre.

Auf der einen Seite sind solche Bugs recht lustig, aber auf der anderen stört es dennoch die Atmosphäre, wenn ein Auto plötzlich mehrere Meter hoch in die Luft fliegt und das ohne ersichtlichen Grund. In Verfolgungsjagden erweist sich das jedoch als sehr praktisch.

Zusammengefasst lässt sich sagen das Grafik & Technik sehr gut funktionieren aber ihre Schwächen haben. Wie fast jedes Open-World-Spiel. Die Atmosphäre leidet jedoch nicht all zu sehr darunter.

Synchroniastion & Soundtrack

In puncto Soundtrack zeigt Mafia 3, was es auf dem Kasten hat. Der Game-Score, also die für das Spiel komponierte Musik, ist sehr gelungen und man kann ihn auch außerhalb des Spiels anhören. Die eigentliche Stärke liegt jedoch in der Musik, die im spielinternen Radio läuft. Es ist einfach unglaublich atmosphärisch, wenn bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei „Paint it, Black“ oder „Bad Moon Rising“ im Radio läuft. Klar können einem nicht alle Lieder gefallen aber im großen & ganzen kann man sagen, dass der Soundtrack sehr gelungen ist.

Ebenfalls gelungen ist die Synchronisation. Ich habe sowohl in die Deutsche als auch in die englische Sprachsaugabe rein gehört und mein Fazit:

Die deutsche Synchronisation ist sehr gut, aber die englische Version ist einfach viel atmosphärischer. Das liegt unter anderem an den ganzen Akzenten der verschiedenen Figuren. Irisch kann man auf Deutsch einfach nicht umsetzen.

Fazit

Mafia 3 ist ein sehr gutes Spiel und für mich ein totaler Überraschungshit. Ich bin kein großer GTA-Fan, da mich diese Spiele oft nach ein paar Stunden langweilen. Daher war ich umso überraschter, was für ein Suchtpotenzial in diesem Spiel steckt.

Neben einer grandiosen Handlung mit sehr gut geschriebenen Figuren haben wir ein gut ausbalanciertes Gameplay, eine schöne Grafik & eine sehr gute Klanguntermalung. Die einzigen Schwächen wären in der Grafik und in der Technik anzusiedeln jedoch wird das Spiel durch diese Aussetzer nicht unspielbar.

Das war meine Review zu Mafia 3. Anhand der Länge seht ihr auch den Grund, warum ich so lange gebraucht habe. Wir lesen uns beim nächsten mal wieder wenn es entweder um ein Horrorfilm-Franchise geht oder ich einen Western vorstelle. Bis Bald!

Kommen wir nun Wertung:
Handlung:  • • • • •
Gameplay: • • • • •
Grafik & Technik: • • • •
Synchro & Soundtrack: • • • • •
Wertung: 19 von 20 Punkten.
Note: Empfehlenswert
Release: 07.10.2016
Plattformen: PC, PS4, Xbox One
Genre: Third-Person Shooter/Action Adventure/Open-World
Entwickler: Hangar 13
Publisher: 2k Games
USK: ab 18 Jahre

 

Boxenstopp: Mafia 3 Collectors Edition

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Herzlich willkommen zum Boxenstopp der Mafia 3 Collectors Edition aus dem Hause 2K Games & Hangar 13. Das Spiel erscheint am 7. 10. 2016 für PS4, Xbox One & PC. Die Collectors Edition gibt es ab ca. 135 € zu kaufen. Neben der großen Edition gibt es auch eine Standardedition, eine Steelbook Edition & eine Deluxe Edition, in welcher der Seasonpass erhältlich ist.

Fangen wir mit dem Boxenstopp an.

Das Spiel kommt in einer großen & stabilen Pappbox. Sobald man die Umverpackung abgelöst hat erscheint kommt das eigentliche Motiv der Box zum Vorschein. Schwarz, sehr edel verarbeitet & mit Mafia 3 Schriftzug. Das sieht nicht nur schick aus, sondern macht sich auch super im Regal.

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Sobald man die Box aufgeklappt hat, kommt das Artbook zum Vorschein. Dieses hat einen Hardcovereinband, ist hochwertig verarbeitet & umfasst 54 Seiten. Die Größe des Artbooks ist ideal, damit die Bilder auch richtig wirken können. Dazu kommt etwas Text mit Informationen, der jedoch auf Englisch ist.

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Als Nächstes kommt uns eine zweite Box entgegen. In dieser sind 3 Dinge untergebracht. Zum einen die Erkennungsmarken des Protagonisten Lincoln Clay und zum anderen 4 Bierdeckel. Die Bierdeckel sind aus Kunstleder und bedruckt. Die sehen sehr schick aus und machen sich auch als Gag recht gut, wenn Freunde zu Besuch sind.

Der dritte Gegenstand in der Box ist das Spiel. Dieses ist die Deluxe Edition, in welcher der Season Pass dabei ist. Dafür gibt es ein dickes Plus.

Das Herzstück der Collectors Edition sind die beiden Soundtracks. Einmal der Spielsoundtrack an sich und einmal die Musik, welche im Spiel abgespielt wird (zb. Paint it black von den Rolling Stones). Die beiden Soundtracks kommen jedoch nicht auf CD oder als billiger Downloadcode (den gibt’s als Bonus) sondern auf Vinyl, sprich einer Schallplatte. Das ist sehr kreativ und ich weiß so was zu würdigen. Gott sei Dank besitze ich einen Plattenspieler.

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Zum Schluss gibt es noch 2 Kunstdrucke. Im Spiel selbst kann man Playboy Pin-ups finden und 2 davon liegen dem Spiel bei. Die sind ebenfalls sehr hochwertig gemacht und machen sich sicher sehr gut an der Wand (natürlich eingerahmt).

Auf meiner nach oben offenen Skala für Collectors Edition vergebe ich folgendes Fazit:

Sehr schöne und allen voran wertige Collectors Edition, die jeden Cent wert ist.

Beiträge zum Spiel selbst kommen (dieses mal wirklich aber Recore ist einfach demotivierend) in den nächsten Tagen.

Bis demnächst.

Dead Rising & Dead Rising 2 Ersteindruck | Gedankenspiel

Heute gibt es mal 2 Ersteindrücke in einem Beitrag.

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Vor 10 Jahren erschien Dead Rising für die Xbox 360 & Wii während vor 6 Jahren Dead Rising 2 für PS3, Xbox 360 & PC erschien. Nun im Jahre 2016 werden die ersten Dead Rising Spiele für die aktuelle Konsolengeneration wiederveröffentlicht.

In Europa gibt es die Dead Rising Spiele offiziell nur als digitale Spiele, während sie in den USA auch auf Disc erscheinen bzw. erschienen sind.

Dieses Jubiläum nehme ich zum Anlass, um mal meinen Senf zu den ersten beiden Dead Rising Spielen zu veröffentlichen.

 

Ersteindruck: Dead Rising HD Remasterd

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In Dead Rising übernimmt man die Rolle des Fotografen & Reporters Frank West, der in das kleine Städtchen Willamette reist, nachdem er seltsame Gerüchte über diesen Ort gehört hat.

Mit einem gecharterten Helikopter lässt sich Frank über die Stadt fliegen. Dabei sieht er seltsame Dinge. Er wird auf dem Dach des örtlichen Einkaufszentrums abgesetzt. Dort erfährt er auch den Grund für die seltsamen Dinge. Fast alle Einwohner der Stadt wurden zu Zombies.

Dem Spieler bleiben 72 Stunden Zeit um die Hintergründe der Zombieplage aufzudecken & so viele Überlebende wie möglich zu retten.

Gameplaytechnisch haben wir es mit einem Hack’n Slay zu tun. Dem Spieler stehen sehr viele Waffen (Messer, Schusswaffen, Hanteln & eigentlich alles, was man als Waffe nutzen kann) zur Verfügung um die Untoten unschädlich zu machen.

Mir hat das erste Dead Rising immer sehr gut gefallen das es nicht nur eine Hommage an „Dawn of the Dead“ von Horrormeister George Romero ist, sondern auch eine erfrischende Alternative zu Resident Evil, ebenfalls von Capcom, ist.

Das 72-Stunden-Zeitfenster war für mich zwar immer ein unnötiger Stressfaktor, aber nach einmaligem Durchspielen werden weitere Spielmodi freigeschaltet, die das Zeitfenster aufheben.

Dead Rising 1 kann ich jedem empfehlen, der eine Alternative zu Capcoms Resident Evil sucht, ein Spiel für nebenbei will oder einfach ein brutales Hack’n Slay sucht.

Ersteindruck: Dead Rising 2 HD Remasterd

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Achja Dead Rising 2. Dieses Spiel hab ich zum ersten mal als Remasterd Version gespielt, zu Release hat mich das Spiel nicht interessiert, und ich muss sagen, dass ich etwas unterwältigt war.

Ja die Spielwelt ist um einiges größer und bietet mehr Abwechslung, zum Beispiel gibt es auch Kasinos zum Erkunden. Aber leider bin ich mit diesem Spiel bisher nicht gerade warm geworden.

Das liegt unter anderem am Hauptcharakter Chuck. Frank West war ein ziemlicher interessanter Charakter der eigentlich nur der großen Story hinter her Jagd. Chuck ist ein Motorradfahrer, der eine kleine Tochter hat, um die er sich alleine kümmern muss, nachdem seine Frau von Zombies in Las Vegas getötet wurde.

Um Geld zu verdienen, fährt er „Todesrennen“ bei denen er mit einem Motorrad, an dem Kettensägen angebracht sind, Zombies tötet. Das klingt ziemlich trashig und das ist es leider auch.

Vom Gameplay her gibt es nichts zu meckern, die Stärken aus dem Vorgänger wurden übernommen und dazu kommt das Element der selbst gebauten Waffen, was ziemlich cool ist.

Ein großer Kritikpunkt sind jedoch die fehlenden deutschen Untertitel in der Importversion. Bei Dead Rising 1 waren diese jedoch noch dabei.

Das 72-Stunden-Zeitlimit ist ebenfalls wieder dabei und wieder kann man nach einmaligem Durchspielen Spielmodi freischalten, die ohne dieses Zeitlimit auskommen.

Alles in allem ist Dead Rising 2 zwar ein gutes Spiel, jedoch hat es bisher noch nicht so sehr bei mir gezündet. Ich hoffe jedoch, dass sich das noch ändern wird.

Ich werde mir auf jeden Fall auch noch Dead Rising 3 & 4 holen denn vielleicht werden mich diese Spiele mehr begeistern. Aber davon ein anderes mal.

Das waren meine Eindrücke zu den ersten beiden Dead Rising Teilen und der erste Beitrag zum kommenden Themenmonat „Horror Oktober“. Natürlich werden andere Beiträge nicht zu kurz kommen.

 

 

Boxenstopp: Gone Home Collectors Edition

Herzlich willkommen zum Boxenstopp zur Collectors Edition von Gone Home, einem First-Person-Adventure aus dem fernen Jahr 2013. Mit diesem Spiel hat, der Entwickler, „The fullbright Company“ ein wunderbares Adventures mit einer tollen Handlung, einem super Soundtrack und schöner Grafik abgeliefert. Auch das Gameplay, kommt für ein Spiel dieser Art nicht zu kurz. Aber dazu ein anderes mal mehr, heute geht es um die Collectors Edition, die ich mir vor kurzem gekauft habe, obwohl ich das Spiel schon für die PS4 besitze.

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Die Edition kommt in einer schnuckeligen kleinen Pappbox mit den Maßen 19,3 x 14 x 2 cm. Auf der Frontseite sieht man das schöne Cover des Spiels. Die Rückseite ziert eine Beschreibung des Spiels und der Inhalt der Collectors Edition. Die ganze Box sieht sehr schön aus. Man kann die Box aufklappen und sieht dann ein weiteres Artwork sowie die ganzen Preise die das Spiel abgeräumt hat. Nur der fette USK-Sticker zieht den Eindruck etwas runter.

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Beim öffnen der Box kommt uns die DVD-Hülle, Marke billig, entgegen. Dafür mit sehr schönem Cover. Das öffnen der Box enthüllt uns ein schickes Poster, einen Notebooksticker & das „Handbuch“. Ja das Handbuch ist ein schlechter Witz, mit Systemanforderungen, aber was will man auch groß über ein First-Person-Adventure in ein Handbuch schreiben. Auf der Rückseite des Handbuches befindet sich der Steamcode, den ich jedoch verdecke.

Auf der DVD selbst befindet sich auch der Soundtrack. Der ist sehr atmosphärisch und kann auch sehr gut außerhalb des Spiels gehört werden.

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Zum Schluss noch ein paar Worte zum Designer Notebook. Das sieht sehr schön aus und fühlt sich auch hochwertig an, ABER leider kann ich nichts darin lesen. Das liegt nicht an meinen Englischkenntnissen, sondern an der grottenhässlichen Handschrift, mit der der Inhalt geschrieben wurde.

Auf meiner nach oben hin offenen Skala für Collectors Edition gebe ich Gone Home eine Wertung von: Sehr schick und um den geringen Preis (aktuell um die 10 €) eine gute Investition.

Das war’s von meiner Seite. Bis zum nächsten mal!

Deus Ex: Mankind Divided | Review

Endlich ist sie da, die Spielereview zu Deus Ex: Mankind Divided. In meinem Ersteindrucksbeitrag war ich positiv angetan von diesem Spiel. Hat sich dieser Eindruck gehalten oder gar verbessert bzw. verschlechtert? Finden wir es heraus.

Handlung

Mankind Divided spielt 2 Jahre nach dem Vorgänger Human Revolution (HR). Die Welt hat sich verändert. Nach dem Opti-Vorfall, durch ein Computersignal verfielen Augmentierte auf der ganzen Welt einer Raserei, am Ende von HR leben die Augmentierten, Menschen mit mechanischen Verbesserungen/Prothesen, am Rande der Gesellschaft und werden in eigenen Städten (im Spiel als Gettos bezeichnet) zusammengepfercht.

Adam Jensen, der Protagonist von Human Revolution, arbeitet inzwischen eine Spezialeinheit von Interpol und ermittelt gegen eine Gruppe von augmentierten Terroristen. Gleichzeitig versucht er die Machenschaften der Illuminaten aufzudecken, da diese bereits in die Ereignisse des Vorgängers verwickelt waren, jedoch die Wahrheit verschleiern konnten. Das Signal, welches den Opti-Vorfall verursachte, sollte ursprünglich den Illuminaten die Kontrolle über alle Augmentierten verschaffen, was jedoch scheiterte und die „mechanische Apartheid“ (Bezeichnung der Entwickler) in die Welt setzte

Die Handlung klingt sehr spannend und sie befasst sich auch mit Themen wie Rassismus, Transhumanismus & Terrorismus jedoch stellte sich nie wirklich die gleiche Spannung ein welche Human Revolution zu bieten hatte. Mir fehlten zum einen die faszinierenden Charaktere & zum anderen fehlten mir die Höhepunkte, welche Human Revolution so besonders gemacht haben.

Aber, es gibt immer ein aber, wo die Hauptmissionen eher schwächeln, erzählen die Nebengeschichten viele interessante Geschichten, die die Welt um einiges lebendiger & glaubhafter macht.

Gameplay

Wo das Spiel in der Handlung versagt, punktet es dafür umso mehr im Gameplay. Alle Aspekte, die das Spiel so gut gemacht, hat, wurden übernommen und verbessert. Um einiges sogar. So hat Adam nun einige neue Fähigkeiten wie die Icarus-Landung, welche nicht nur extrem cool aussieht, sondern auch sehr effektiv ist, um Überraschungsangriffe durchzuführen.

Auch das Deckungssystem funktioniert nun besser und der Kampf ist nun bei Weitem weniger frustrierend als damals in Human Revolution. War dort noch heimliches Vorgehen der ideale Weg, so stehen nun dem Spieler alle Möglichkeiten offen. Entweder man schleicht sich unbemerkt durch die Gegner oder man schießt sich den Weg mit brachialer Gewalt frei. Ich habe mich immer für den Mittelweg entschieden.

Kämpfen, wenn es angebracht war und verstecken bzw. heimlich Vorgehen, wenn meine Chancen zu schlecht standen. Meine Lieblingskombination, unter den Augmentierungen, waren auf Maximum geskillte Tarn- und Hackingaugmentierungen sowie die Smart Vision, mit der man Gegner & besondere Objekte besser sehen kann. Bei den Waffen war meine erste Wahl immer die Standardpistole, mit Upgrades, zu denen ich gleich komme, und die Elektroschockpistole, mein Liebling aus Human Revolution.

Wie im Vorgänger kann man die meisten Waffen mit Upgrades verbessern. Diese können z. B. ein Schalldämpfer oder ein spezielles Visier sein. Jedoch kommt auch hier noch ein neues Element hinzu, und zwar das Craften. Mithilfe von Zubehörteilen können unter anderem Waffen verbessert werden, so wird aus einer halb automatischen Pistole mit Einzelfeuer eine vollautomatische Waffe, aber auch kleinere Gegenstände wie ein Multitool (ein Werkzeug zum hacken) können erstellt werden.

Das Gameplay gehört für mich zu den größten Stärken von Mankind Divided. Es kommt selten vor das in einer Fortsetzung alte Stärken mit neuen Elementen so harmonisch zusammengeführt werden.

Grafik & Technik

Auch auf grafischer Ebene weiß das Spiel zu gefallen. Der Schauplatz des Spiels ist die schöne Stadt Prag und ich muss sagen, dass ich sehr beeindruckt war. Zwar mangelt es dem Spiel an richtiger Abwechselung (im Vorgänger waren wir in Detroit, Hengsha, Panchaia und ein paar Orten mehr) was Schauplätze angeht, fast das gesamte Abenteuer sind wir in Prag unterwegs, aber dennoch ist die Stadt sehr schön gelungen und mit Geschichten vollgestopft. Die Charaktermodelle sehen sehr schön aus, auch die Texturen sind sehr schön und so manches hübsche Detail lässt sich finden

Leider ist Prag relativ farblos, aber das passt wiederum zur eher düsteren Atmosphäre der Geschichte.

Was mich an der Grafik bzw. in diesem Fall auch an der Technik des Spiels etwas stört, sind die Animationen der Figuren. Im Ersteindrucksbeitrag habe ich es bereits erwähnt, gewisse Gesten der Figuren wirken einfach übertrieben und extrem ausufernd. Gerade in einigen Dialogen, die eher Belanglosigkeiten beinhalten, wirkt Übertriebenes „schlenkern“ mit den Armen mehr lächerlich als realistisch. Weniger ist oft mehr.

Auch die Lichtsetzung ist über weite Teile sehr gut gelungen und gerade der Anfang in Dubai sieht wunderschön aus. In Kombination mit der hohen Schattenqualität bekommt man bereits im Prolog sehr schöne Panoramen bzw. ein atmosphärisches Gebiet. Schade das man Terroristen bekämpfen muss.

Grafisch kann Mankind Divied auf jeden Fall überzeugen. Natürlich gibt es Spiele die um einiges hübscher aussehen oder eine wesentlich detailliertere Spielwelt bieten aber gerade im Vergleich zu Human Revolution hat sich einiges getan. Mehr Details, schönere Charakter- & Waffenmodelle, die neuen Augmentierungen sehen auch sehr schick aus & eine allgemein schöner gestaltete Welt sprechen für Mankind Divided.

Technisch läuft das Spiel sehr gut & sehr stabil. Zumindest auf der PS4. Ich habe bereits von vielen Framedrops & rucklern gelesen, jedoch wären mir diese ehrlich gesagt nicht aufgefallen. Bei mir lief das Spiel recht flüssig. Ja ein oder zwei Mal gab es leichte ruckler, aber diese dauerten nicht lange an.

Das einzige was mich an der Technik stört, sind diese elenden ausufernden Gesten.

Soundtrack & Synchronisation

Auf musikalischer Ebene fällt Mankind Divided leider etwas ab. Die klanguntermalung ist Grundlegend sehr angenehm, sie läuft die meiste Zeit leise im Hintergrund und nach einiger Spielzeit hört man sie kaum noch. Natürlich gibt es einige Stücke die besser klingen aber leider kann ich kein spezielles davon nennen.

Dafür klingen die Umgebungsgeräusche sehr gut & allen voran realistisch. Die Wafffensounds wissen zu gefallen. Das Gleiche gilt auch für die Augs. Die große Stärke liegt jedoch in der deutschen Synchronisation. Die Sprecher machen alle einen hervorragenden Job und einige Sprecher aus dem Vorgänger, wie der von Adam Jensen, kehren für eine weitere Rolle zurück.

Ich war positiv überrascht, und auch wenn einige Dialoge eher langweilig geschrieben sind, zumindest sind Adams einsilbige Antworten, eher weniger aussagekräftig, gibt es dennoch einiges auf die Ohren.

Fazit

Mein positiver Ersteindruck blieb während des Spieldurchlaufs bestätigt. Viele meiner Erwartungen wurden erfüllt, manche sogar übertroffen. Nur auf der erzählerischen Ebene fällt Mankind Divided leider ab. Die Hauptstory plätschert vor sich hin und wirkt eher wie eine Fillerfolge eines Animes vor dem großen Showdown. Dafür reißen die Nebenmissionen wieder einiges raus. Dort werden zwar kürzere aber dafür um einiges spannendere Geschichten erzählt als in den eigentlichen Hauptmissionen.

Vom Gameplay gibt es kaum was zum meckern, das Spiel hat zwar kein so schnelles Movement, wie ein reiner Shooter, aber das ist zumindest für mich kein Problem.

Die Grafik weiß ebenfalls zu gefallen. Dass gleiche gilt für die Synchronisation. Der Soundtrack geht in Ordnung.

Ich kann Deus Ex Mankind Divided auf jeden Fall weiterempfehlen. Wer den Vorgänger mochte, wird hier nur minimal enttäuscht sein da die positiven Werte, die negativen überwiegen. An alle die den Vorgänger nicht kennen kann ich nur sagen: Entweder das Infovideo im Spiel ansehen, welches die Handlung des Vorgängers sehr gut zusammenfasst, oder direkt Human Revolution zocken. Am besten im Directors Cut, da dieser das Spiel noch mal aufwertet.

 

Kommen wir nun zur Wertung:

Handlung: • • •

Gameplay: • • • • •

Grafik & Technik: • • • • •

Synchro & Soundtrack: • • •

Wertung: 16 von 20 Punkten.

Note: Empfehlenswert

Das war’s von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal wieder jedoch mache ich nun ein paar Tage Pause und nutze die Zeit um ein paar kleinere Spiele zu zocken.

 

Bis Bald!

Firewatch | Review

Ich habe lange überlegt, mit welcher Review ich diesen Blog „offiziell“ eröffnen will. Zuerst dachte ich an Shadow of the Beast, dann an Bayonetta 2, Uncharted 4 und Until Dawn. Auch Bastion kam mir in den Sinn. Jedoch habe ich vor einigen Tagen ein Spiel beendet, das anders ist als andere Spiele. Im Titel steht es bereits. Heute geht es um Firewatch aus dem Jahr 2016 und einem meiner persönlichen Lieblinge des Jahres.

 

Bei Firewatch handelt es sich um das Erstlingswerk des amerikanischen Entwicklers Campo Santo. Genremäßig haben wir es hier mit einem Adventure aus der Egoperspektive zu tun. Also ähnlich wie Gone Home, Layers of Fear oder Vanishing of Ethan Carter.

Was dieses Spiel jedoch über seine Genrekollegen hebt, ist die dichte Atmosphäre und die cleveren Dialoge der Hauptfigur Henry mit seiner Kollegin.

Wo wir gerade bei Henry sind. Der übernimmt zu Beginn des Spiels einen Job als Feuerwächter im Yellowstone-Nationalpark, nachdem bei seiner Frau die ersten Anzeichen von Alzheimer festgestellt werden.

Im Park angekommen ist sein einziger Kontakt, eine Frau namens Delilah die über Funk mit ihm kommuniziert. Diese hat auch bereits den ersten Auftrag für unseren „Helden“.

Er soll ein illegales Feuer (in einem Nationalpark nicht verwunderlich) von 2 jugendlichen Mädchen löschen und diese von weiteren Regelübertritten abhalten. Nach getaner Arbeit begibt sich Henry zurück zu seinem Wachtturm und trifft dabei auf einen mysteriösen Fremden, der jedoch sofort wieder verschwindet. So endet der erste Tag. Im weiteren Verlauf der Handlung häufen sich seltsame Vorfälle und es liegt nun am Spieler diese, zu lösen.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass die Handlung sehr gut ist und spannend bleibt. Das liegt unter anderem an den tollen Synchronsprechern und den gutgeschriebenen Dialogen. Man merkt den Sprechern an, dass sie sich viel Mühe geben, um den Charakteren so viele Emotionen & Persönlichkeit zu geben wie nur möglich. Was auch Sinn macht, da man die Figuren nie sieht. Es gibt zwar eine Stelle in der Henry sein Aussehen beschreibt jedoch variiert dies je nach den Antworten des Spielers.

Grafisch weiß Firewatch ebenfalls sehr zu gefallen. Es gibt zwar wesentlich hübschere Spiele dort draußen, jedoch sieht Firewatch aus, als ob es von Hand gezeichnet ist. Mir persönlich gefällt dieser Stil sehr, auch wenn er sicher nicht jedermanns Geschmack ist.

Einziger Kritikpunkt wäre das Gameplay welches sehr simpel ist und kaum der Rede wert ist.

Zusammenfassend bleibt mir nur zu sagen das Firewatch ein besonderes Spiel ist, welches Adventurefans viel Freude bereiten wird, aber auch Leute, die auf der Suche nach einer anderen Art von Spiel sind, sollten einen Blick auf diesen Titel werfen.

Ich hoffe, euch hat diese Review gefallen und wir lesen uns hoffentlich das nächste mal wieder.

 

Euer Paxton

Infos zum Spiel
Entwickler: Campo Santo
Publisher: Panic
Plattform: PC, PS4
Erscheinungsjahr: 9. Februar 2016