Meine Meinung zu Annabelle (2014) | Gedankenspiel

Annabelle ist ein Horrorfilm von 2014 und stellt ein Spin-off zu den Conjuring Filmen dar. Lange Zeit war dieser Film auch mein Liebling aus dem Conjuring Franchise. Dies änderte sich allerdings als 2017 mit Annabelle Creation ein handwerklich bei Weitem besserer Film aus diesem Franchise erschienen ist. Das ist insofern interessant, weil Annabelle Creation im Kern das gleiche Muster hat wie Annabelle aber dramaturgisch einfach spannender ist.
Aber genug von den vergleichen zwischen Annabelle Creation & Annabelle (vorläufig), heute geht es mir um das Erstlingswerk.


Die Handlung ist relativ simpel. Die Familie Form erwartet ihr erstes Kind. Um seiner Frau Mia eine Freude zu machen, schenkt der werdende Vater John seiner Frau eine verdammt unheimliche Puppe, bei der es sich um die gleiche Puppe wie in Annabelle Creation handelt. Eines Nachts werden die Nachbarn von zwei Dämonenanbetern überfallen und getötet. Als die beiden in das Haus der Forms eindringen, vollzieht Annabelle Higgins, die man bereits aus Annabelle Creation, ein Ritual mit der gruseligen Puppe bevor sie verstirbt.
Ab diesem Zeitpunkt vermehren sich paranormale Ereignisse und nach einem Hausbrand ziehen die frischgebackenen Eltern um. Überraschenderweise kommt die Puppe mit. Das Böse ist jedoch auch mit umgezogen. Der Horror geht also weiter.
Der Horror in Annabelle entwickelt sich langsam. Was zuerst mit Kleinigkeiten, wie Bewegungen in den Augenwinkeln, beginnt bauscht zu immer heftigeren Aktionen des Dämons auf. Dabei verfolgt der Dämon das Ziel des psychischen Zusammenbruchs seiner Opfer um das zu bekommen was er begehrt, eine Seele. An dieser Stelle muss ich das gruselige Design des Dämons loben.


Meine größte Kritik an Annabelle ist das etwas hölzerne Schauspiel der Darsteller. Gerade im Vergleich zu Annabelle Creation, die Vergleiche bleiben leider nicht aus, mit den hervorragenden Kinderschauspielern fällt das Erstlingswerk stark ab.
Was jedoch clever eingefädelt wurde, ist die Brücke von Annabelle Creation zu Annabelle, womit einige offene Fragen geklärt werden und ein gewisser AHA-Effekt entsteht.


Alles in allem ist Annabelle meiner Meinung ein etwas unterschätzter Horrorfilm. Klar im Vergleich zu Annabelle Creation fällt der Erstling etwas ab, aber im Vergleich zu den Conjuring Filmen macht Annabelle einiges besser. So wird mehr auf den Psychoterror durch das Böse als auf übertriebene Kämpfe gegen das Böse wie beispielsweise in Conjuring 1.

Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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Hellblade: Senuas Sacrifice | Review [PS4]

Am 8.8.2017, erschien mit Hellblade: Senuas Sacrifice, eines meiner meist erwarteten Spiele 2017 für Windows & PS4. Das Spiel wurde vom britischen Studio Ninja Theory (DmC, Heavenly Sword) entwickelt & selbst vermarktet.


 

Hellblade ist in einer, von der nordischen & keltischen Mythologie inspirierten, Welt angesiedelt. Der Spieler begleitet Senua, eine an Psychosen leidende Frau, auf ihrer emotionalen Reise nach Helheim, dem nordischen Reich der Toten. Dabei wird der Spieler immer wieder mit dem Wahnsinn, der in Senua brennt, konfrontiert. Dieser Wahnsinn macht sich sowohl physisch wie psychisch bemerkbar und erzeugt eine der intensivsten Atmosphären, die ich jemals in einem Videospiel erlebt habe. Kurz gesagt, das Spiel ist ein Trip in die Hölle.

 


Die dichte Atmosphäre wird sowohl durch die optische als auch durch die akustische Präsentation gestaltet. Dank der Unreal Engine 4, sieht Hellblade hervorragend aus, viele Details, eine realistische Mimik Senuas (man merkt ihren Wahnsinn permanent) sowie malerische aber unheimlich Gebiete, überzeugen. Wie bereits angemerkt ist Senua wahnsinnig, was bedeutet, dass sie in ihrem Kopf Stimmen hört.

Diese Stimmen machen einen wichtigen Teil der Atmosphäre aus und erfüllen mehrere Zwecke. Nicht nur geben sie nützliche Tipps im Kampf (zb, wenn einem ein Gegner in den Rücken fallen will) sondern sie geben mal beleidigende, mal interessante Kommentare zum Geschehen oder zum aktuellen Rätsel ab. Eine weitere Funktion ist eine Erzählstimme, die neben Senua selbst, einen Einblick in die Gedankenwelt unserer tragischen Heldin gibt.


Hellblade bietet eine gelungene Mischung aus Kämpfen & Rätseln. Die Kämpfe haben eine taktische Note. Angriffe, Blocken, kontern & ausweichen will gelernt sein, um den schlagkräftigen Gegner etwas entgegenzusetzen.

An dieser Stelle müssen die Kämpfe gegen die ersten Bosse Surt & Valravn erwähnt werden. In beiden Kämpfen, gilt es den jeweiligen Gott zu töten aber der Weg zum Ziel variiert. Bei Surt steht brachiale Gewalt auf der Tagesordnung. Man muss zwar blocken & ausweichen aber durch Surts starke Angriffe wird die Verteidigung relativ leicht gebrochen.

Im krassen Gegensatz dazu steht Valvran, wo Geschwindigkeit & Verteidigung der Schlüssel ist. Wer bis dahin das Kontern gemeistert hat & die Verteidigung oben hält geht als Sieger hervor. Natürlich waren dies nur zwei Beispiele für ein gelungenes & taktisches Kampfsystem. Die Anzahl an Feinden ist überschaubar aber jeder braucht seine eigene Taktik, um erschlagen zu werden.

Abseits des Kampfes gilt es Rätsel zu lösen. Das beliebteste Rätsel ist das Suchen von Runen in der Umgebung, um Tore zu öffnen. Mitunter wird diese Sucherei sehr anspruchsvoll aber nie frustrierend. Positiv fällt das fehlen eines HUD auf. Es gibt einen Indikator, in Form eines roten Bildschirms, wenn Senuas Gesundheit fällt. Ansonsten ist der Bildschirm frei von Anzeigen, die den Spieler nur ablenken würden.


Zusammengefasst ist Hellblade: Senuas Sacrifice eine atmosphärisches Dark-Fantasy Abenteuer in einer faszinierenden & verstörenden Welt. Das Gameplay bietet eine gelungene Mischung aus taktischem Kampf & Rätseleinlagen. Die Grafik ist fantastisch & die Reise in Senuas Hölle sowie Wahnsinn gehört zu den interessantesten Trips, in Videospielform, die ich dieses Jahr erlebt habe.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

 

Weitere Beiträge zu Hellblade:

[Review] Hellblade: Senua’s Sacrifice – Wie Senua mich von meinen Ängsten befreite von Goldfuchs

Hellblade: Senua’s Sacrifice von What’s Best in Life

Inferno von Indieflock