Sprengstoff | Review

Ein weiterer Roman über den ich gern schreiben möchte, ist Sprengstoff, erneut aus der Feder von Stephen King. Dieser Roman erschien 1981 auf Englisch & 1986 auf Deutsch. Hier haben wir es jedoch mit einem Roman zu tun den King unter dem Pseudonym „Richard Bachmann“ veröffentlich hat. Diese Romane weisen keine übernatürlichen Elemente auf und stehen somit im Kontrast zum restlichen Werk von King.


Protagonist ist Barton Dawes, Geschäftsführer einer Wäscherei. Gemeinsam mit seiner Frau Mary bewohnt er ein kleines Haus in einer namentlich nicht genannten Stadt.

Die Stadtverwaltung teilt dem Ehepaar mit, dass sowohl die Wäscherei als auch das Wohnhaus einer neuen Autobahn weichen müssen. Dawson wird mit dem Umzug beider Gebäude beauftragt.

Es stellt sich heraus, dass Barton den Tod seines vor drei Jahren verstorbenen Sohnes nicht verarbeitet hat. Barton ist nicht bereit sein Haus, in dem viele Erinnerungen an seinen Sohn sind, aufzugeben.

Wie bereits Misery ist auch in Sprengstoff Wahnsinn eines der zentralen Themen. Barton ist davon besessen sein Haus zu behalten und nimmt die völlige Zerstörung seines Lebens in Kauf. Der schleichende Verfall des Protagonisten nimmt immer groteskere Züge an. Ich hatte zu Beginn Mitleid mit Barton, jedoch wandelte sich das Mitleid bald zu Verachtung über diese stoische Selbstzerstörung.


Alles in allem ist Sprengstoff ein äußerst spannender & tiefgreifender Bachmann Roman. Der geistige Verfall wird glaubhaft dargestellt und steigert sich langsam bis zum großen Finale. Wer einen spannenden Thriller sucht, wird hier gut bedient werden und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns beim nächsten Mal!