Mogli – Legende des Dschungels (Netflix Exclusiv) | Review

Titel: Mogli – Legende des Dschungles
Originaltitel: Mogli – Legend of the Jungle
Regie: Andy Serkis
Laufzeit: 104 Minuten
Genre: Fantasy
Erscheinungsjahr: 2018

Wenn Disney klassische Erzählungen verfilmen kann, dann muss das für Warner auch möglich sein! So oder so ähnlich muss der Gedankengang zur Dschungelbuch Verfilmung Mogli – Legende des Dschungels gewesen sein. Viel Spaß mit meiner kurzen Rezension!

Kurze Anmerkung: Um Spoiler zu vermeiden, obwohl die Geschichte der Dschungelbuchfilme bekannt sein sollte, werde ich die Handlung nur grob beschreiben.

Kernfakten zum Film

Titel: Mogli – Legende des Dschungles

Originaltitel: Mogli – Legend of the Jungle

Regie: Andy Serkis

Laufzeit: 104 Minuten

Genre: Fantasy

Erscheinungsjahr: 2018


Handlung: Das Kind des Dschungels

Mogli, ein Menschenkind, wächst nach der Ermordung seiner Eltern durch den Tiger Shere Khan bei einem Rudel Wölfe unter der Führung von Akela auf. Er genießt den Schutz des Rudels vor dem Tiger und bekommt die Regeln des Dschungels vom Bären Baloo sowie von Bagheera beigebracht.

Als Mogli älter wird muss er seinen Platz in der Welt finden, da er weder in den Dschungel noch direkt zu den Menschen gehört und die Konfrontation mit Shere Khan bleibt nicht aus.

Meine Meinung zum Film

Mogli – Legende des Dschungels ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist die Animationsqualität der Tiere, mit den menschlichen Zügen, was mich entfernt an Prinzessin Mononoke erinnert, sehr hochwertig trotz so manch grotesker Gestaltung, hier sei die Hyäne Tabaqui erwähnt. Andererseits ist der Anfang des Films sehr stark, erzeugt Spannung und etabliert gelungen die wichtigsten Figuren fällt aber im letzten Drittel stark ab und hinterlässt offene Fragen. Zum Beispiel warum die Affen für Shere Khan arbeiten und deren König Lui nicht existent ist. Ebenso zeigt die Geschichte zum Schluss hin eine kleine Identitätskrise, da Mogli im Finale eher an Tarzan erinnert. Loben muss ich allerdings die Atmosphäre, die die Gefahren des Dschungels glaubhaft widerspiegelt und kurz die Wichtigkeit der harmonischen Existenz von Menschen und Natur aufgreift.

Fazit

Mogli – Legende des Dschungels ist kein schlechter Film, erfindet aber das Rad nicht neu und leidet besonders im letzten Drittel an einer abbauenden Handlung/Spannungskurve. Eine Frage die sich stellt, ist der Grund für die Existenz des Films, da wir bereits eine Realverfilmung des Dschungelbuchs von Disney bekommen haben, wenngleich ich den düsteren Ton des 2018er Films sehr begrüße. Alles in allem ist Mogli kein schlechter Film aber auch kein Pflichttitel. Das führt mich zur Wertung bedingt sehenswert, wobei ich mit dem Film durchaus Spaß hatte!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Bleach (Netflix Original) | Review

Titel: Bleach
Originaltitel: ブリーチ
Regie: Shinsule Sato
Laufzeit: Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Fantasy, Action, Mangaverfilmung

Comicverfilmungen funktionieren im Regelfall sehr gut aber Verfilmungen von Mangas sind oftmals weniger populär, obwohl eine alternative Interpretation der Handlung oder der Fokus auf nur einen Handlungsbogen keine schlechte Idee ist.

Heute geht es mir die Realverfilmung des Mangas Bleach, der exklusiv für Netflix produziert wurde.

Kernfakten zum Film

Titel: Bleach

Originaltitel: ブリーチ

Regie: Shinsule Sato

Laufzeit: Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Fantasy, Action, Mangaverfilmung

Weitere Rezensionen zu Filmen, die auf Mangas basieren:


Handlung

Itchigo Kurosaki ist ein Teenager mit der Gabe Geister zu sehen. Eines Tages trifft er auf Rukia Kuchiki, eine Soul Reaperin (bleiben wir bei Shinigami, wie im Manga), deren Aufgabe darin besteht die Seelen der Verstorbenen in die Soul Society, dem Jenseits, zu überführen und Hollows, bösartige Seelen die Menschen sowie Tote bedrohen, zu bekämpfen. Beim Kampf mit einem Hollow wird Rukia schwer verletzt und muss ihre Kräfte auf Itchigo übertragen, was ihn zu einem Shinigami macht. Allerdings fällt Rukia durch diese Tat bei der Soul Society in Ungnade und gerät ins Visier der beiden Shinigami Renji & Byakyua, die den Auftrag erhalten Rukia zurückzuholen. Als ob das nicht schon schlimm genug wär treibt ein mächtiger Hollow namens Great Fisher sein Unwesen.

Meine Meinung zum Film

Bleach funktioniert als Actionfilm sehr gut und greift viele Aspekte des Mangas auf, die auch sehr gut umgesetzt werden. Die Handlung spiegelt in gestraffter Form den ersten großen Story Arc wider, etabliert dabei allerdings die wichtigsten Figuren um den Protagonisten Itchigo, sprich seine Klassenkameraden Orihime, Chado sowie Uryū, die Shinigami Rukia, Renji, Byakyua und Kisuke und Itchigos Familie. Loben muss ich die Darstellung der Hollows, die sich sehr an der Mangavorlage halten und dank des wertigen CGI’s zu gefallen wissen. Ebenso sind die Kämpfe hervorragend inszeniert wobei das Duell zwischen Itchigo und Renji den Höhepunkt des Films bildet. Was mich sehr überrascht hat, war die akzeptable deutsche Lokalisierung, wobei ich das Wort Shinigami nicht unbedingt durch Soul Reaper ersetzt hätte, was für mich als Kenner des Mangas extrem befremdlich klingt.

Fazit

Zusammengefasst ist Bleach ein solider Actionfilm, der sich recht nahe an den Manga hält und besonders in den Kämpfen sein volles Potenzial ausschöpft. In den westlichen Kinos würde der Film niemals bestehen aber auf Netflix funktioniert Bleach sehr gut als abendfüllende Unterhaltung. Wer eine unterhaltsame Mangaverfilmung sucht, die den ersten Handlungsbogen eines großen Mangas solide umsetzt, findet in Bleach neues Futter.
Ich vergebe für Bleach die Wertung sehenswert und hoffe auf weitere Realverfilmungen des Stoffs.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Band!

Wind River | Review

Titel: Wind River
Originaltitel: Wind River
Laufzeit: 107 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Produktionsland: USA

Seit Avengers: Age of Ultron möchte ich einen Film mit Hawkeye und Scarlett Witch in den Hauptrollen, da Jeremy Renner und Elizabeth Olsen eine sehr gute Chemie miteinander haben. Mit Wind River habe ich zwar keine Comicverfilmung aber dafür einen sehr äußerst soliden Thriller bekommen.


Cory Lambert ist ein weißer Jäger und macht Jagd auf Raubtiere, die den Viehbestand gefährden. Als er drei Pumas, im Wind River Indianerreservat, verfolgt, findet er die Leiche der achtzehnjährigen, indigenen Natalie. Sie wurde körperlich misshandelt & vergewaltigt lief aber noch mehrere Meilen im Schnee, bevor sie an einer Lungenblutung starb. Cory unterstützt, auf Anfrage, die angeforderte FBI Agentin Jane Banner bei der Lösung des Falls, der sich als Trip in die weiß Hölle Wyomings und als Abstieg in die menschliche Seele erweist.

Über weite Strecken ist Wind River ein ruhiger Film, dessen Geschichte sich langsam erschließt aber unter die Haut geht. Corys Durst nach Rache wegen seiner vor Jahren, ähnlich wie Natalie, ermordeten Tochter macht aus ihm einen Anti-Helden, der auch in einen Western passen würde, was zum Teil auch dem Erscheinungsbild geschuldet ist. Verfolgt der Film über weite Strecken klassische Elemente eines Krimis überrascht die plötzliche Action durch ihre rohe und gnadenlose Gewalt umso.

Das Duo Jeremy Renner als Cory und Elizabeth Olsen funktioniert in ihrem inzwischen dritten gemeinsamen Film erneut hervorragend. Während Cory ein abgebrühter aber innerlich schwer verletzter Jäger ist, der die Spuren des Falls deutet, verkörpert Olsen zwar ein unerfahrene aber rechtschaffende junge Agentin die nur das richtige tun will, um den Fall zu lösen.

Ein weiterer starker Punkt des Films ist die Darstellung des Lebens im Indianerreservat, dass von Armut, Gewalt und allen voran sexueller Gewalt geprägt ist. Das Misstrauen der indigenen Bevölkerung des Reservats gegenüber Agentin Banet ist mehr als verständlich. Was ich schade finde, ist die Darstellung der schlechten Lebenslage der Bevölkerung aus den Augen von zwei weißen Protagonisten. Hier hätte man definitiv einen kleinen Seitenstrang etablieren können, ohne die Handlung wirklich auszubremsen.

Das Tempo von Wind River ist eher gemächlich und die Spannung etabliert sich bereits zu Beginn in einem fast schon mystischen Anfang. Die Action funktioniert durch schnelle Schnitte und den Verzicht auf Musik, was die Schusswaffen deutlich hervorhebt, sehr gut und ist wie bereits erwähnt gnadenlos. Wenn Musik zum Einsatz kommt, wird sie dazu verwendet um emotionale Szenen zu unterstreichen, was auch sehr gut funktioniert.


Wind River gehört zu der Sorte Film die bereits nach kurzer Zeit eine Sorgwirkung erzielen und den Zuseher nicht mehr los lässt. Es ist die Kombination aus düsterer Atmosphäre, durchgehender Spannung, starker Besetzung und eindringlicher Handlung, die den Reiz dieses Films ausmacht. Der Soundtrack rundet das Ganze noch ab. Ich vergebe für Wind River das Prädikat sehenswert aus eben genannten Gründen.

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Christine (1983) | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #4

Die Faustregel, das die Horrorfilme, welche auf Stephen Kings Werk basieren, nicht wirklich gut sind, hat sich bisher fast immer bestätigt. Diese Behauptung wird durch die Reviews zu Friedhof der Kuscheltiere (obwohl ich den irgendwie mag) und Rhea M gestützt. Gegen diese Behauptung spricht der Beitrag zu Thinner. Doch was passiert, wenn wir den Filmemacher John Carpenter (Halloween, The Fog & seine Filme mit Kurt Russel) auf Stephen Kings Werk loslassen? Das finden wir jetzt mit meinem Beitrag zu Christine aus dem Jahr 1983 heraus!


Arnie Cunningman ist ein schwächlicher Kerl, der kein Glück bei den Frauen hat und ein prominentes Opfer der Schläger um Buddy Repperton ist. Einzig sein bester Freund, Dennis Guilder, steht ihm treu zur Seite.

Arnies Leben ändert sich schlagartig, als er eines Tages einen stark ramponierten 1958er Plymouth Fury in roter Speziallackierung sieht. Er verliebt sich schlagartig in dieses Auto, welches auf den Namen Christine hört wie uns der Verkäufer des Wagens erzählt.
Im Laufe der Zeit entwickelt Arnie eine Beziehung zu seinem Auto die fast schon an Besessenheit grenzt. Dafür bekommt Arnie Selbstbewusstsein & hat Glück bei den Frauen.

Der Horror beginnt jedoch, als die Schläger um Buddy auf Christine losgehen und den Wagen beschädigen. Christine ist ein rachsüchtiges Auto & lässt sich nicht beschädigen oder beleidigen.


Das Herzstück der Besetzung ist das Zusammenspiel von Keith Gordon (Arnie), John Stockwell (Dennis) & Alexandra Paul (Leigh, Pauls Freundin). Diese drei Schauspieler haben eine sehr gute Chemie miteinander und liefern eine äußerst solide Performance ab.
Die restliche Besetzung ist auch eine Erwähnung wert, da es keinen Ausreißer nach unten gibt. Leider ist die deutsche Synchronisation etwas durchwachsen. Dadurch wirken, zum Beispiel, Arnies Eltern etwas hölzern.
Ein großes Lob geht an die Tricktechnik & den Soundtrack. Szenen ohne wie die Explosion einer Tankstelle oder wenn Christine sich selbst repariert, sehen immer noch eindrucksvoll aus und zeigen, was ohne CGI möglich ist.

Der Soundtrack wechselt sich mit klassischem Rock ’n Roll der 1950er Jahre und John Carpenters selbst komponierten Musikstücken ab. Beide tragen viel zur Atmosphäre bei und es ist Carpenters Musik die Stimmung erzeugt!


Zusammengefasst ist Christine ein solider & kreativer Horrorfilm, der auf Splatter/Slasher/Gore verzichtet aber auf Spannung/Handlung & die Schauspieler selbst setzt. Wenn man das Werk von King in die Hände eines fähigen Filmemachers legt, wird man nicht enttäuscht. Wer einen Horrorfilm der 80er Jahre sucht, der kein Schlachtfest ist, kann bedenkenlos zugreifen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Wie üblich könnt ihr diesem Link folgen um die Beiträge von Ainu89 lesen!

Die Verurteilten | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #2

Die Verurteilten ist ein Filmdrama aus dem Jahr 1994 (zehn Jahre vor dem erscheinen des Films Das geheime Fenster) und einer meiner liebsten Filme aller Zeiten. An dieser Stelle ein großes DANKE an Ainu89, das ich diesen Film übernehmen durfte.


Zu Beginn des Films, 1947, wird der Bankangestellte Andy Dufresne (Tim Robbins) wegen Doppelmord zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt. Seine Strafe soll er in der gefürchteten Shawshank Strafanstalt absitzen. Von beginn passt Andy überhaupt nicht in die Szenerie der Strafgefangenen. Sein Leben wird durch die brutalen Wärter & sexuelle Übergriffe durch andere Insassen weiter erschwert.
Im Laufe der Zeit lernt er einige Mithäftlinge kennen und schließt Freundschaften. Sein bester Freund wird jedoch Red (Morgan Freeman), der wegen Mord schon zwanzig Jahre im Gefängnis ist. Dieser hat den Ruf alles zu besorgen, wenn der Gegenwert stimmt. Aufgrund seiner beruflichen Fähigkeiten steigt Andys Ruf bei den Gefangenen, den Wärtern & schließlich auch beim Direktor. Doch wer möchte schon sein ganzes Leben im Gefängnis leben, egal wie komfortabel es ist?


Die Verurteilten erzählt eine spannende, emotionale & fesselnde Geschichte. Der Film punktet mit einer hervorragenden Inszenierung, einer sehr starken Besetzung und einprägsamen Szenen. So hat sich die Szene als Andy im Gegenzug für einen Gefallen, dem er dem Oberwärter erwiesen hat, nur ein paar Bier für sich & seine Freunde gewünscht hat, eingeprägt. In dieser Szene war alles perfekt. Das Licht, die Stimmung und alles unterlegt mit Red’s Erzählstimme (Morgan Freemans deutsche Stimme), dass sie auf dem Dach sitzen und Bier trinken wie freie Männer.

Abgesehen von dieser Szene gibt es noch viele weitere starke Szenen, die dem Film zwei Eigenschaften verleihen: Glaubhaftigkeit & Emotion. Die Schauspieler tun ihr Übriges. Es gibt niemanden im Cast von dem ich behaupten könnte, er würde nicht glaubhaft oder gut spielen. Man nimmt Clancy Brown die Rolle als brutalen Captain Byron Hadley, Chef der Wachen, ab. Gleiches gilt für all jene die die Insassen, des Gefängnisses, spielen.

Der heimliche Star ist jedoch der Charakter Red. Auch wenn Andy Dufresne der Protagonist ist, fungiert Red als Erzähler & großer Sympathieträger.


Alles in allem ist Die Verurteilten ein bewegendes Filmdrama und eine der besten Stephen King Verfilmungen aller Zeiten. Es steckt so viel Mühe & Liebe in diesem Film wie in kaum einer anderen Kingverfilmung. Dazu kommt das erfrischende Genre zwischen Thrillern, Horrorfilmen & Horror-Thrillern. Mich wundert es nicht dass dieser Film an keiner Stelle langweilig wird bei diesem grandiosen & harmonierenden Darstellerensemble. Besonders Morgan Freeman & Tim Robbins sind ein perfektes Team.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag und bis dahin könnt ihr die tollen Beiträge von Ainu89 lesen!

Guardians – Zashchitniki | Review

Guardians ist ein 2017 erschienener Superheldenfilm aus Russland. Regie führte Sarik Andreasyan. Im Vorfeld habe ich viele schlechte Kritiken über den Film gehört. Hat sich die schlechte Reflektion bestätigt? Finden wir es heraus!


Zur Zeit des Kalten Krieges erschafft die UdSSR, mithilfe der Organisation Patriot (Russlands Version von S.H.I.E.L.D.), ein Team von Superhelden. Diese vier Metawesen repräsentieren jeweils eine Bevölkerungsgruppe der UdSSR und verfügen über unterschiedliche Fähigkeiten.

  • Ler hat die Fähigkeit, Steine zu kontrollieren, er ist ein Erdbändiger.
  • Ursus kann sich teilweise oder komplett in einem Bären verwandeln und ist der wohl hässlichste CGI Bär der Filmgeschichte.
  • Khan bzw. Windman ist super schnell und ein meisterhafter Schwertkämpfer. Die Darstellung seines Kampfstils erinnert mich jedoch eher an einen Teleporter als einen Speedster.
  • Xenia hat die wohl mächtigsten Fähigkeiten von allen. Sie ist immun gegen Hitze & Kälte, kann sich Unsichtbar machen und sich sehr schnell im Wasser bewegen.

Diese vier Helden müssen gegen den bösen Mutanten Kuratov, welcher mit seiner Klonarmee & der coolen Fähigkeit, Maschinen zu kontrollieren, die Welt erobern möchte.
Wir haben hier die Standardgeschichte eines Superheldenfilms wie man sie dank den X-Men, dem MCU & dem DCEU bereits zu oft gesehen hat. Durch die Laufzeit von ca 100 Minuten muss sehr viel Exposition in kurzer Zeit durchgebracht werden. Daraus ergibt sich der Umstand, dass wir die Hauptfiguren zwar besser kennenlernen, aber die Action massiv ausgebremst wird.


Die Action und das CGI ist bemüht. Man erkennt die Ambitionen hinter dem Film und zum Beispiel das Steinschwert von Ler sieht wirklich schick aus. Leider sieht das CGI meistens nur billig aus. Besonders der Werbär Ursus muss unter einem Aussehen leiden, was mich das CGI der 90er Jahre erinnert. Dazu kommt eine unterirdische Choreographie in den Kämpfen. Einzig Khan mit seinen Schwertern gefällt.


Kann ich Guardians empfehlen? Ja, trotz seiner Schwächen ist dieser Film sehenswert und es gehört schon ein gewisser Mut dazu, mit völlig unbekannten Figuren einen Superheldenfilm zu machen, da dieses Genre von Marvel & DC beherrscht wird. Die Schauspieler sind sehr sympathisch, der Soundtrack gefällt und der Humor ist etwas eigentümlich, aber nicht unlustig. Wir haben mit Guardians keine Revolution im Superheldengenre bekommen, aber dafür einen erfrischenden Film mit einem ganz eigenen Charme. Die hohen Ambitionen sind ersichtlich, leider schwächelt die Umsetzung.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal!

Weitere Meinungen:

 

Black Death | Review

Da habe ich auf Netflix nach Horrorfilmen gesucht, was bei der ehrlich gesagt miesen Auswahl echt schwer war. Ich habe aber einen Historienfilm mit Horrorelementen gefunden und um diesen geht es mir heute. Viel Spaß!


Black Death ist ein britisch-deutscher Historien/Horrorfilm aus dem Jahr 2010 mit Sean Bean (Ned Stark), Eddie Redmayne & Carice van Houten (Melisandre) in den Hauptrollen. Regie führte Christopher Smith.


Im mittelalterlichen England des Jahres 1348 wird das Land von der Pest heimgesucht. Die Geliebte des Priesternovizen, Osmund (Eddie Redmayne), wird von jenem zur Flucht in einen abgelegenen Wald gedrängt. Sein Gelübde hindert Osmund daran, mit ihr zu gehen.

Durch eine glückliche Fügung schließt sich unser Novize dem Ritter Ulric (Sean Bean) samt Gefolge an um ein Dorf voller Ungläubiger auszulöschen. Jaja die eigentliche Aufgabe ist es den Totenbeschwörer, der dort herrscht, zu eliminieren aber jeder weiß, dass es dabei nicht bleiben wird. Immerhin dienen diese Männer dem Bischof und der dient dem Herrn. Weiters spielt der Film im Mittelalter. Jede weitere Erklärung erübrigt sich wohl an dieser Stelle.

Die Leistung der Schauspieler ist eher durchwachsen. Sean Bean liefert eine gewohnt solide Performance ab aber leider spielt er hier seine typische Rolle, des ernsten Ritters, der irgendwann stirbt. Die anderen Schauspieler spielen ebenfalls solide und meistens glaubwürdig nur mit dem Darstellen von Emotionen klappt es meistens nicht so ganz. Die Rollen sind einfach zu hölzern geschrieben, um wirklich mitreißend zu wirken.

Ich finde diesen Umstand sehr enttäuschend, denn die Atmosphäre, die aufgebaut wird, ist sehr düster und zieht den Zuseher in ihren Bann.

Fazit, Black Death ist ein atmosphärischer Historienfilm mit geschickt platzierten Horrorelementen. Die Schauspieler & ihre Rollen sind leider durchwachsen aber die Atmosphäre ist stimmig. Besser geschriebene Charaktere und ein paar Horrorelemente mehr hätten dem Film sicher gut getan. Für einen Filmabend mit Freunden kann man den Film durchaus gebrauchen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

 

 

Baywatch (2017) | Review

Baywatch ist eine Action-Komödie aus dem Jahr 2017 und eine Fortsetzung zur gleichnamigen TV Serie aus den späten 80ern. In den Hauptrollen sind Dwayne „The Rock“ Johnson, Zac Efron, Alexandra Daddario und Priyanka Chopra zu sehen. Die Regie übernahm Seth Gordon.


Die Handlung von Baywatch ist relativ schwer zu beschreiben da die Spoilergefahr recht hoch ist. Dies liegt weniger daran das die Handlung so komplex sondern eher daran, dass die Geschichte sehr simpel ist.
Im Kern geht es um Mitch (Dwayne Johnson) welcher ein Team von Rettungsschwimmern leitet. Als ob er damit nicht bereits genug zu hätte, bekommt sein Team Zuwachs durch den ehemaligen olympischen Schwimmer Matt Brody (Zac Efron) und das Drogenproblem am Strand will auch gelöst werden. Dazu kommen ein paar persönliche Probleme, Humor sowie Action und schon ist eine Action-Komödie die ihrer Vorlage in nichts nachsteht fertig.


Was mich überrascht hat, war die solide Leistung der Schauspieler. Keiner nimmt seine oder ihre Rolle ernster als unbedingt nötig. Besonders The Rock als Rettungsschwimmer Mitch gefällt. Ich bin eigentlich kein Fan von Herrn Johnson aber in diesem Film glänzt er als strahlender Held der seinen Strand um jeden Preis schützen möchte.
Zac Efron spielt einen arroganten Schnösel der sich für den größten hält aber lernen muss was es heißt Teil eines Teams zu sein. Die weiblichen Hauptdarstellerinnen dienen hauptsächlich als Augenschmaus bleiben aber leider recht farblos.

 


Die größte Herausforderung einer Komödie ist es lustig zu sein. Humor empfindet jeder anders aber hier gehen die meisten Witze auf. Die Mischung aus Slapstick & Doppeldeutigkeiten hat mir sehr gefallen und mich oft zum Lachen gebracht. Hinzu kommt ein running Gag, auf den ich aufgrund Spoilergründen nicht genauer eingehen werde.

 


Zusammengefasst ist Baywatch sicher kein Sommerblockbuster aber unterhaltsames Popkorn-Kino für Zwischendurch. Die Schauspieler liefern eine solide Performance ab und nehmen ihre Rollen nicht ernster als nötig. Der Humor & die Action wechseln sich ausgewogen ab und die Geschichte ist simpel aber ausreichend für dieses Genre. Eine ausdrückliche Empfehlung kann ich nicht aussprechen, dass muss in diesem Fall jeder für sich selbst Entscheiden.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal wieder!

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„Baywatch“ – Filmrezension

 

Wonder Woman (DCEU) | Review

Wonder Woman ist eine Comicverfilmung aus dem Jahr 2017 und der vierte Film im DC Extended Universe. Gal Gadot schlüpft erneut in ihre Rolle als Amazonenprinzessin Diana. Die Regie übernahm mit Patty Jenkins, meines Wissens nach, zum ersten mal eine Frau in diesem Genre. Viel Spaß mit meiner Review zum angeblich besten DC Film seit The Dark Knight!


Der Film beginnt in der Gegenwart. Diana Prince (Gal Gadot), Wonder Woman, arbeitet als Kuratorin im Louvre. Sie erhält von ihrem Superheldenkollegen Bruce Wayne aka Batman ein Geschenk. Ein altes Foto, welches man bereits aus Dawn of Justice kennt (Diana an der Seite von mehreren Soldaten) und eine alte Uhr. In einer Rückblende erfährt man, warum sie dieses Geschenk so rührt. Ab hier setzt die eigentliche Handlung ein.
Diana ist das einzige Kind auf der Insel Themyscira, dem Königreich der Amazonen. Dieses Volk ist unsterblich und besteht ausschließlich aus Frauen unter der Führung von Königin Hippolyta (Connie Nielsen) und ihrer Schwester Antiope (Robin Wright).

Der Legende nach wurde Diana von ihrer Mutter aus Ton geformt und durch Zeus zum Leben erweckt. Dies ist jedoch nur die halbe Wahrheit, wer mit der New 52 Kontinuität vertraut ist weiß, was ich meine. Alle anderen werden die Wahrheit im Film erfahren.
Diana wird von Antiope in der Kampfkunst unterwiesen, um eines Tages dem Kriegsgott Ares im Kampf die Stirn bieten zu können. Ares ist der Erzfeind der Amazonen und es ist die heilige Pflicht des Kriegervolkes die Welt vor ihm zu verteidigen. Dies wird damit begründet, dass Ares die Missgunst und den Krieg zu den Menschen gebracht hat. Um den Gott des Krieges erschlagen zu können, bewahren die Amazonen das Schwert Gotttöter auf.

Eines Tages landet der Spion Steve Trevor (Chris Pine) auf der Paradiesinsel und wird von Diana vor einem unrühmlichen Ende durch Ertrinken gerettet. Die Freude über die Rettung währt nur kurz als die deutsche Armee, welche Steve verfolgt, die Paradiesinsel entdeckt. Nach einer kleinen Schlacht können die Amazonen, unter Verlusten, ihre Heimat verteidigen.
Steve wird anschließend verhört und erzählt vom tobenden Krieg der alle Kriege beenden soll. Dieser große Krieg wird von Diana als das Werk von Ares vermutet. Trotz des Verbots ihrer Mutter „stiehlt“ Diana einige Schätze der Amazonen (Schwert, Schild, Lasso der Wahrheit & Rüstung) und macht sich mit Steve auf in die Welt der Menschen um den Krieg zu beenden. Ares zu töten ist ihr höchstes Ziel.

Im weiteren Verlauf der Handlung schließt sich Diana einem Spezialkommando unter Steve an. Das Ziel dieser Mission ist die Vernichtung einer geheimen Superwaffe der deutschen Armee. Entwickelt von Doktor Poison (Codename), soll diese chemische Waffe den Sieg der deutschen garantieren. Als Nebeneffekt würden jedoch Millionen Menschen sterben. Diese Katastrophe zu verhindern und Ares zu stoppen ist Dianas Ziel.


Bei Wonder Woman handelt es sich um einen „Origins“-Film, sprich wir erleben die Entstehung von Wonder Woman und ihrem Werdegang zur Heldin. Dies wird mit so viel Gefühl vermittelt wie noch nie zuvor in einer Comicverfilmung. Gal Gadot schafft es Stärke auszustrahlen aber auch genügend Emotionen zu zeigen, um glaubhaft zu wirken. Die Schrecken des Krieges erfüllen sie mit Grauen und bestärken sie nur in ihrer Mission die Welt zu retten. Dazu kommt eine gewisse Naivität, die jedoch sehr sympathisch wirkt

Chris Pine verkörpert Steve Trevor den Loveinteresst und Sidekick von Wonder Woman. Er ist ein zielstrebiger Spion der jedoch nicht zu hundert Prozent an die Mission zu glauben scheint. Der Kampf gegen Ares kümmert ihn nicht, jedoch ist die Vernichtung der chemischen Waffe sein Ziel.

Der Rest des Casts macht einen guten Job und besonders Ares ist ein interessanter Gegenspieler. Er ist nicht unbedingt böse aber durch sein, passives, mitwirken am Krieg ist sein Ziel die Vernichtung der Menschheit. Dazu wird die wahre Identität von Ares sehr geschickt verheimlicht und der Twist am Ende wird sehr gut aufgebaut.


Wonder Woman ist ein sehr bildgewaltiger Film. Die Insel der Amazonen ist ein Paradies inmitten einer Welt des Kriegs und verfügt über kräftige Farben, während der Rest der Welt eher farblos wirkt. Somit entsteht ein wirkungsvoller Kontrast.

Generell wirkt der Film mehr wie ein Comic als ein normaler Film. Mithilfe moderner Technik, dem gelungenen Spiel von Licht & Schatten sowie schnellen Schnitten wirken die Szenen fast schon wie Panels aus einem Comic.
Durch den Einsatz von Slow-Motions und den akrobatischen Leistungen Gal Gadots (Danke Computereffekte) bekommen die Kämpfe eine eigene Dynamik. Besonders im Kampf gegen Ares wird die Macht der beiden göttlichen Wesen beeindruckend dargestellt. Das ist ohnehin ein Vorteil von DC. Während bei Marvel Menschen gegen Monster kämpfen steht bei DC der Kampf von Göttern & Monstern im Vordergrund. Wer dabei welche Position einnimmt, darf jeder selbst entscheiden.

Auch scheut sich Wonder Woman nicht davor, an die Gefühle des Zusehers zu appellieren. Ich war mehr als einmal gerührt vor den teils sehr starken Szenen im Film. Wenn Diana die Grauen des Krieges in Form von flüchtenden Frauen & Kindern oder verkrüppelten Soldaten sieht, wird klargestellt, dass hier kein Platz für Liebe zu sein scheint. Dann gibt es jedoch Szenen, in denen ein kurzer Moment des Friedens herrscht, bevor der nächste Tag wieder den Krieg bringt. Unterstrichen werden die Bilder von einem grandiosen Soundtrack.


Zusammengefasst ist Wonder Woman eine grandiose Comicverfilmung, die ihrem Vorgänger, Dawn of Justice und dem Grundstein Man of Steel in Sachen Atmosphäre in nichts nachsteht. Teilweise übertrumpft Wonder Woman diese sogar. Die Geschichte wird mit viel Gefühl & Spannung erzählt, um den Zuschauer zu fesseln. Mit Gal Gadot wurde die perfekte Wonder Woman geschaffen die Stärke ausstrahlt aber auch Emotionen zeigt und an ihre Prinzipien glaubt. Dazu bleibt die Tradition des düsteren, rauen DC Comic Stils erhalten, was sie von der bunten Konkurrenz aus dem Hause Marvel Disney klar abhebt.
Wenn Man of Steel der Film mit der Ästhetik ist, Dawn of Justice die Action hat & Suicide Squad über Humor verfügt ist Wonder Woman der Film mit Gefühl.

Ich wünsche mir in Zukunft, mehr Filme in dieser Qualitätsstufe, von DC zu sehen. Das Potential ist auf jeden Fall vorhanden.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

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Attack on Titan Part 1 – Unterschiede zwischen Film & Manga | Gedankenspiel

Wie beim letzten Mal angekündigt geht es heute um die Unterschiede zwischen dem ersten Attack on Titan Film und dem Manga. Den Link zur Review findet ihr hier! An dieser Stelle gibt es eine Spoilerwarnung, da ich gewisse Aspekte des Films für diesen Beitrag verraten muss. Ihr wurdet gewarnt.

Aus, wahrscheinlich, dramaturgischen Gründen wurden einige Änderungen an der Handlung des Films, den Charakteren sowie deren Beziehungen zueinander und dem technologischen Stand der Welt vorgenommen. Ich sehe das bei Weitem weniger kritisch als Hardcore Fans die den Film von Haus aus verurteilen. Es steht einer filmischen Umsetzung (das gilt natürlich auch für andere Adaptionen) immer frei gewisse Änderungen vorzunehmen, sofern das Grundwerk dadurch nicht entfremdet wird.


Bei den Figuren, wurden z.b. Kommandant Erwin Smith und der Obergefreite Levi gestrichen. Den Ersatz bildet die neue Figur Shikishima, welcher eine Mischung aus beiden Figuren darstellt. Mikasa dient, anders als im Manga, dem Kommandanten als rechte Hand.

Von vielen Fans wurde kritisiert, dass Levi, eine wichtigsten Figuren für die Handlung ist und ihn zu streichen alles Ruinieren würde. Nun das tut es nicht, alles was Levi macht (cool sein & Titanen töten) wird nun von zwei anderen Figuren übernommen.
Weiters werden viele neue Figuren eingeführt, die aber bis auf den Namen keinerlei Erkennungsmerkmal haben. HALT! Das stimmt nicht ganz, es gibt einen Typen mit Axt & eine Bogenschützin. Ich weiß nicht wie die heißen aber
Axtmann & Bogenfrau sind auch tolle Namen.


Im Manga beschützt die Armee die Mauer vor den Titanen außerhalb, im Film ist es genau umgekehrt. Wer die Mauer berührt wird sofort erschossen. Dieser Umstand erzeugt eine düstere Atmosphäre und verstärkt die Käfig-Thematik der Mangavorlage.
Sind im Manga Pferde ein beliebtes Transportmittel, werden im Film Autos eingesetzt. Außerdem verfügt die Menschheit noch über Raketenwerfer und scheint technologisch höher entwickelt zu sein als im Manga.


Die Titanen sind im Manga vom Aussehen her männlich oder zumindest scheinen sie männlich zu sein. Der Film zeigt sowohl eindeutig männliche als auch eindeutig weibliche Titanen. Sogar ein Titanenbaby sieht man, was echt grotesk ist.


Eren & Mikasa sind im Manga zusammen aufgewachsen, nachdem Mikasas Familie ermordet wurde. Diesen Umstand scheint es im Film nicht zu geben. Weiters fehlen Erens Vater, Dr. Jäger, viele Mitglieder der 104en Trainingseinheit (die gibt es im Film offenbar nicht), der gepanzerte Titan und Kommandant Pixis.

Das klingt jedoch viel schlimmer, als es am Ende ist, da der Film auch so gut funktioniert.

Meine Vermutung, warum so viele Figuren fehlen, liegt A, an den Namen & B, an der Abstammung. Im Manga gibt es Figuren verschiedenster ethnischer Herkünfte (wobei die Europäer scheinbar dominieren?). Da der Film nur japanische Schauspieler hat, ist es nicht stimmig diese Reiner, Conny & co zu nennen.


Das waren soweit die wichtigsten Unterschiede zwischen Film & Vorlage. Es gibt mit Sicherheit noch mehr Unterschiede aber irgendwann muss man auch einen Schlussstrich zu ziehen.

Ich freue mich auf jeden Fall, wenn im Sommer der zweite Film bei uns erscheint und hoffe, dass dann bald Shin Godzilla zu uns kommt.

Filmdaten

Orginaltitel

Shingeki no Kyojin

Deutscher Titel

Attack on Titan

Produktionsland

Japan

Orginalsprache

japanisch

Laufzeit

98 Min.

Regie

2015

Nachtrag vom 02.04.2017

Ich habe nun weitere Bände des Mangas gelesen und die Figur Sasha verwendet tatsächlich im Kampf einen Bogen. Außerdem wurde inzwischen bekannt, dass Shin Godzilla zumindest in ausgewählten Kinos dieses Jahr gezeigt wird. Ein erscheinen auf Blu-Ray rückt somit etwas näher.

 

Ghost in the Shell (2017) | Review

Ghost in the Shell ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Actionfilm aus dem Jahr 2017 und eine Umsetzung des Mangas von Masamune Shirow sowie eine Neuverfilmung des Animefilms von 1995. Wir haben es hier also mit einem Remake und einer Mangaverfilmung zugleich zu tun. Im Vorfeld habe ich gemischte Kritiken über diesen Film gehört, bin jedoch komplett unvoreingenommen an diesen Film herangegangen und muss nun eine Lanze für diesen Film brechen. Viel Spaß also mit meiner Review zu Ghost in the Shell von 2017.


In naher Zukunft ist es den Menschen möglich sich mit kybernetischen Implantaten zu verbessern, ähnlich wie die Augmentierungen aus Deus Ex. Protagonistin ist Major Mira Killian (Scarlett Johansan), deren Körper durch einen terroristischen Angriff schwer verletzt wird. Ihr Gehirn, im Film als Ghost bezeichnet, wird in einen eigens für sie erschaffenen Körper, genannt Shell, implantiert. Der Titel Ghost in the Shell lässt übrigens sehr viel Platz für Interpretationen zu. So kann dies bei einer künstlichen Intelligenz bedeuten: Der digitalisierte Geist, in einer künstlich erschaffenen Hülle.

Mira wird der Sektion 9, einer Eliteeinheit zur Bekämpfung des Terrorismus, zugeteilt und arbeitet dort im Rang eines Majors. Der Major und die Sektion 9 bekämpfen einen Hacker namens Kuze (Michael Pitt), der die hochrangigen Mitglieder des Konzerns Hanka Robotics ermordet und scheinbar die Technologien des Konzerns vernichten will.

Dies ist jedoch nur ein Teil der Handlung des Films. Ghost in the Shell beschäftigt sich auch mit der zentralen Frage ob Mira überhaupt ein richtiger Mensch ist. Sie sieht zwar aus wie ein Mensch, hat ein menschliches Gehirn aber eine künstliche Hülle (Shell), die ihr als Körper dient. Dr. Ouelet (Juliette Boniche), quasi ihre Schöpferin, kann all ihre Gedanken bei den Routineuntersuchungen sehen und scheint sich sehr um Mira zu sorgen. Ob das daran liegt, dass Mira so viel wert ist, immerhin ist sie die einzige ihrer Art und eine perfekte Waffe oder, ob tatsächlich persönliche Gefühle im Spiel sind, bleibt, aus Spoilergründen, an dieser Stelle unausgeführt.


Was positiv auffällt, sind einige Ähnlichkeiten zwischen Manga/Anime und Realfilm. So sieht die Protagonistin Mira, dargestellt von Scarlett Johansan, ihrem Vorbild sehr ähnlich. Auch der Charakter Batou, gespielt von Pilou Aspaek, sieht aus, wie sein Vorbild im Anime was Statur, Haarfarbe und die kybernetischen Augen angeht. Generell ähneln sehr viele Schauspieler ihren Vorbildern aus der Vorlage, was für einen hohen Wiedererkennungswert sorgt und positiv auffällt, wenn man die Vorlage kennt.

An dieser Stelle muss auch die Leistung der Schauspieler gelobt werden. Hier wurde zum einen darauf geachtet, dass die Schauspieler wie oben erwähnt, ihren Vorbildern ähneln. Zum anderen wurden auch die verschiedenen Eigenheiten der Figuren bedacht. So ist Batou ein Hundefan, was im Film ein paar Mal angesprochen und gezeigt wird. Ein anderes Beispiel wäre die Figur des Togusa, gespielt von Chin Han, welcher als einziges Mitglied der Sektion 9 kaum Implantate besitzt und eine Familie hat. Zusammengefasst wurde der Film sehr gut besetzt mit Schauspielern die authentisch spielen und denen man auch abkauft, dass sie mindestens die Grundzüge der Vorlage kennen.


Ein Aspekt, der besonders bei Science-Fiction Filmen erwähnt werden muss, sind die Effekte.

Der Film sieht großartig aus. Das eingesetzte CGI sieht sehr realistisch aus und fügt sich wunderbar in die verschiedenen Schauplätze des Films ein. Man kann fast meinen, dass die verschiedenen Hologramme, welche als moderne Werbetafeln zu dienen scheinen, auch so in der realen Welt existieren können. Wobei ich es im Straßenverkehr als untauglich halte überall Hologramme herumschwirren zu lassen.

Ich habe den Film in Imax 3D gesehen und war schwer begeistert. Dieser Film hat meine Lust auf Filme im Imax Format wieder geweckt, wobei ich sagen muss, dass die Eröffnungssequenz mit der Kamerafahrt durch die Großstadt, ich vermute, es ist Tokio oder Kobe, in welcher der Film spielt, eine etwas zu heftige Reizüberflutung darstellt.

Bevor mir jedoch wirklich schlecht wurde, war die Fahrt auch schon vorbei.

Die Actionszenen sind sehr schnell, wobei hier viel mit Slow-Motion gearbeitet wurde, um die Inszenierung zu fördern. Hier sei besonders eine Stelle erwähnt, als Mira einen mutmaßlichen Komplizen des Terroristen Kuze verfolgt und in der Nähe des Hafens stellt. Der Boden des Areals ist, etwa knöcheltief, mit Wasser bedeckt und dient als Kampfplatz. Diese Szene wurde fast 1:1 aus dem Anime übernommen und beeindruckt zum einen durch einen guten Schnitt, für die Dynamik, und zum anderen durch den häufigen Einsatz von Slow-Motion. So erhält dieser kleine Kampf eine eigene Ästhetik.

Generell setzt Ghost in the Shell, mit seinem Soundtrack und der Kameraarbeit mehr auf Inszenierung als auf plumpe Action. So wird der Geist der Vorlage, mit seinen Agenten die einen Fall lösen, sehr gut eingefangen.


Zusammengefasst ist Ghost in the Shell eine äußerst interessante Neuverfilmung bzw. Neuinterpretation des Animefilms von 1995. Die Schauspieler machen einen guten Job, die Effekte sehen grandios aus und allgemein wurde darauf geachtet den Film so nah an der Vorlage zu halten, wie es möglich ist. Die komplexe Handlung der Vorlage wurde ideal umgesetzt, um sowohl Kennern als auch Neulingen zu gefallen. Wer noch nie etwas mit Ghost in the Shell zu tun hatte wird in diesem Film wohl nur einen weiteren Sci-fi Film vom Fließband sehen. Wenn man sich jedoch auf die Themen die im Film behandelt werden einlässt, erkennt man, dass mehr dahinter steckt, und ein Blick in den Manga/Anime durchaus eine Bereicherung darstellen könnte.

Mir hat dieser Film sehr gut gefallen und ich kann ihn weiterempfehlen. Es ist ein sehr mutiger Schritt dieses komplexe Franchise als Realfilm umzusetzen und das verdient allein schon Lob. Mein einziger Kritikpunkt an diesem Film sind die leichten Längen während der Mitte der Handlung.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal wieder!

Filmdaten

Orginaltitel

Ghost in the Shell

Deutscher Titel

Ghost in the Shell

Produktionsland

USA

Orginalsprache

Englisch, Japanisch

Laufzeit

107 Min.

Regie

2017

 

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