Ein kurzer Kommentar zu … Pinguin: Schmerz & Vorurteil

Im Zuge des Releases von The Batman hat auch der Schurke Pinguin ein Revival erhalten und in filmischer Form die beste Performance seit Batman Returns erhalten. Es ist auch irgendwie lustig, dass insgesamt 30 Jahre zwischen den beiden genannten Batman Filmen liegen.

Für den heutigen Kurzkommentar habe ich mir den Comic (Batman)/Pinguin: Schmerz & Vorurteil ausgewählt, der auch schon über 10 Jahre auf den Buckel hat und die Vorgeschichte des Pinguin erzählt.

Der Comic spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart lernt Oswald Cobblepot eine Dame kennen, die nicht sehen kann und verliebt sich in sie. Gleichzeitig gibt er brutale Raubüberfälle in Auftrag, die Batman auf seine Spur bringen. Die zweite Zeitebene spielt in der Gegenwart und erzählt von Oswalds schwerer Vergangenheit, seiner Mutter aber auch seiner Liebe zu Vögeln.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Tempo des Comics sehr genossen habe. Es passiert beinah permanent etwas, aber trotzdem wirkt nichts überladen, jedoch auch leider nicht wirklich gehaltvoll. Pinguin: Schmerz & Vorurteil möchte eine Originstory über den gleichnamigen Superschurken sein, ist es allerdings nur bedingt.

Leider erfährt man nicht viel Neues über den Pinguin, was den positiven Eindruck schmälert. Da hilft der schicke Zeichenstil auch nicht.

Somit ist der Comic zwar einen Blick wert, aber nicht der erhoffte Pflichtband.

Ein kurzer Kommentar zu … Taran und der Zauberkessel

Vor einiger Zeit habe ich einen der wildesten Disneyfilme aller Zeiten gesehen, der sogar um 13 Minuten geschnitten wurde. Von Taran und der Zauberkessel war ich ehrlich gesagt positiv überrascht. Warum das so war erfahrt ihr nun in knackiger Form!

Taran ist ein Hilfsschweinehüter, der davon träumt ein großer Krieger zu werden. Als sein schutzbefohlenes Schwein Hen Wen eine Vision hat wird er damit beauftragt das Schwein in Sicherheit zu bringen. Natürlich scheitert der Auftrag und Hen Wen wird vom schrecklichen gehörnten König entführt. Auf Tarans Quest das Schwein zu retten und den gehörnten König zu besiegen findet er neue Gefährten, die sich mit ihm zusammen der Finsternis stellen …

Ich mag die Handlung des Films. Sie weist eine gewisse Epik auf, ähnlich wie Raya und der letzte Drache, ist aber wesentlich düsterer im Ton, als man es von Disney gewohnt ist.

Auch wenn der Film auf Kinderbüchern basiert, hätte ich ihn stilistisch und optisch eher in ein Dark Fantasy Setting für junge Erwachsene geschoben.

Die beiden obengenannten Gründe sind auch dafür verantwortlich warum sich Taran und der Zauberkessel trotz seines Alters noch frisch anfühlt aber auch roher als andere Werke des Mäusekonzerns. Kurz gesagt ist der Film erfrischend anders und durchaus einen Blick wert.

Ich hatte definitiv meinen Spaß!

Ein kurzer Kommentar zu … Trinity (DC Comic)

Dank Infinite Frontier bin ich so sehr auf DC Comics fixiert, wie seit knapp 10 Jahren nicht mehr. Neben den aktuellen Serien lese ich aber auch klassische Werke vom DC Verlag, Dank der DC Comics Graphic Novel Collection, und eines davon ist Trinity. Der Band beinhaltet die gleichnamige Miniserie aus dem Jahr 2003 und beschäftigt sich mit der ersten Kooperation von Batman, Superman und Wonder Woman vor der Gründung der Justice League!

Der Ökoterrorist Ra’s al Ghul möchte die Welt von der Menschheit befreien. Dazu befreit er den Superman Klon Bizarro aus seinem eisigen Gefängnis und entwendet mehrere Atomraketen. Unterstützung erhält Ra’s nicht nur von seiner Organisation, sondern auch von der abtrünnigen Amazone Artemis. Superman stellt sich dieser Bedrohung zusammen mit Batman, aber auch Wonder Woman muss sich dieser Gefahr annehmen, da auch ihre Heimat unmittelbar betroffen ist. Die Trinity wird gebildet und stellt sich einer Troika des Bösen …

Eigentlich hätte man diesen Comic für den Film Dawn of Justice als Vorlage nehmen sollen. Die Story ist von Anfang an spannend und nimmt mit jeder Seite mehr Fahrt auf. Sowohl die Schurken als auch die Helden bekommen genug Screentime um optimal ausgearbeitet zu werden. Dies macht den Comic einerseits sehr einsteigerfreundlich, aber auch Veteranen kommen hier auf ihre Kosten, da die Geschichte angenehm frisch ist, trotz ihres Alters von fast 20 Jahren. Optisch trifft der Band genau den Nerv der damaligen Zeit, muss sich aber auch heute nicht verstecken.

Zusammengefasst ist Trinity ein hervorragender und zeitloser Comic dessen Geschichte äußerst spannend ist, Einsteigerfreundlich ist aber auch Lust auf mehr Abenteuer der drei Hauptfiguren macht. Sowohl als Soloabenteuer aber auch als Crossover-Geschichten.

Ich kann den Band bedenkenlos empfehlen. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

X-Men Legends BD 2: Kampf gegen Omega Red | Marvel Mai #5

Der Marvel Mai geht in Runde 5 und heute gibt es einen weiteren Beitrag zu den Legenden der X-Men. Band 1 hat mir bereits sehr gut gefallen, aber diese Geschichten knallen noch mehr rein!

Wer die Rezension zu Band 1 noch nicht kennt folgt diesem Link und alle anderen lesen weiter!

Erneut erwarten uns zwei spannende Geschichten. In der ersten Geschichte muss X-Factor die Botschaft von Latrevia in Washington aus den Händen von Extremisten befreien, wobei das Chaos perfekt ist als Dr. Doom persönlich die Bühne betritt und in der zweiten Geschichte tritt das Dream-Team Wolverine und Jubilee auf den Plan. Die beiden untersuchen in Japan einen Vermisstenfall um zwei junge Mutanten, aber der Fall wird noch komplexer als Lady Deathstrike und der schreckliche Omega Red auf den Plan treten …

Alles was ich am ersten Band mochte wird hier noch weiter ausgebaut. Beide Geschichten gefallen mir sehr gut und sie unterscheiden sich auch angenehm im Erzähltempo. Sowohl der „Politthriller“ um die Extremisten als auch die Suche nach den vermissten Kindern ist sehr unterhaltsam. Dazu kommen sehr viele Auftritte von prominenten Figuren, was man als extra viel Fanservice ansehen kann.

Ebenso war der Zeichenstil sehr hochwertig und hat mir sehr gut gefallen.

Alles in allem ist X-Men Legends BD 2: Kampf gegen Omega Red ein mehr als solider Band, der wie sein Vorgänger sowohl für Fans der 90er Jahre X-Men sowie für Neulinge geeignet ist.

Durch sein hohes Tempo, die schicken Zeichnungen und spannenden Geschichten hat sich der Band seine Leseempfehlung defintiv verdient.

Mit diesem Beitrag endet auch mein kleines aber hoffentlich unterhaltsames Marvel Mai Special und ich verabschiede mich in eine Blogpause, da ich am 22. Mai heirate und danach in die Flitterwochen starte!

Wir lesen uns im Juni wieder!

Gedanken zu den MCU Filmen der Phase 4 | Marvel Mai #4

Während die MCU Phase 4 im Serienbereich mit grandiosen Produktionen glänzt, habe ich an den Filmen gelegentlich etwas mehr auszusetzen, auch wenn ich die bisherigen Vertreter grundlegend sehr mag. Ohne große Umschweife starte ich sofort mit meinem Beitrag zu den Filmen der MCU Phase 4!


Black Widow

Den Anfang macht das finale Kind des Films Captain America: Civil War. Grundlegend ist der Film sehr gut gemacht und etabliert einige sehr interessante Figuren aber leider fühlt sich der Film etwas zu spät an. Damit meine ich, dass sich Black Widow wie ein sehr verspäteter Nachtrag anfühlt und das schlägt sich beispielsweise beim Bösewicht nieder, der fast schon wie eine Parodie auf Marvel-Schurken wirkt.

Ist es gewollt, finde ich den Schritt sehr clever, aber wenn man einen ernsthaften Schurken etablieren wollte, ging das etwas in die Hose.

Somit ist Black Widow durchaus sehenswert, aber für mich kommt der Film leider etwas zu spät.


Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings

Dem Shang-Chi Film stehe ich ähnlich gegenüber wie Black Panther seinerzeit. Ich muss das kreative Setting loben und optisch wie musikalisch macht der Streifen einiges her, aber was stark beginnt wird im zweiten Akt langweilig und erst im Finale wieder besser.

Ich mag Martial Arts Film zwar recht gern aber Shang-Chi gehört zu den Vertretern, die ich einmal aber definitiv kein zweites Mal sehen werde.


Eternals

Achtung unpopuläre Meinung incoming!

Ich mag den Eternals Film. Das liegt simpel daran, dass der Film sich wie eine Space Opera anfühlt und ich eine große Schwäche für dieses Subgenre habe. Auch wenn ich nicht alle Figuren gleich interessant finde und der Film seine Längen hat, wurde ich verdammt gut unterhalten.

Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es mit den Eternals weitergeht!


Spider-Man: No Way Home

Auf diesen Film habe ich mich schon sehr lange gefreut und wurde nicht enttäuscht. Der vorläufige Abschluss um MCU Spider-Man und das Crossover mit Schurken, sowie Netzschwingern anderer Universen war ein gigantisches Spektakel, bei dem Spidey Fans defintiv auf ihre Kosten kommen.

Hier werden alle Fans bedient und wer sich für Spider-Man begeistern kann wird mit diesem Film viel Spaß haben.


Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Bisher hatten wir sehr gute und gute Filme, aber alle bisherigen Filme der Phase 4 stinken das zweite große Abenteuer von Dr. Strange ab. Meiner Meinung nach ist das der beste MCU Film seit dem von mir geliebten Avengers: Infinity War.

Sam Raimi ist ein Gott was Comicverfilmungen angeht und gleichzeitig versteht es der Mann wie kein anderer, die Altersfreigabe ab 12 soweit wie nur irgendwie möglich auszureizen.

Doctor Strange in the Multiverse of Madness ist zweifelsohne ein grandioser Film, dessen Fanservice, Atmosphäre und Figuren eigentlich jeden begeistern sollten!

Mich hat der Film definitiv umgehauen!


Somit sind wir am Ende dieses Beitrags angekommen. Es war mal gut über die diversen MCU Phase 4 Filme zu sprechen und ich bin gespannt was in Zukunft noch alles auf uns zukommt.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

X-Men Legends BD 1: Der letzte Summers | Marvel Mai #3

Für den Marvel Mai wollte ich eigentlich was zu den X-Men Filmen machen oder der von mir geliebten Animationsserie, aber dann fielen mir die beiden Bände von X-Men Legends in die Hände. Dabei handelt es sich um eine moderne Comicserie außerhalb des aktuellen X-Men Kanons.

Was mich an dieser Serie so reizt ist die Ära in der die Serie spielt. Die Geschichten der Serie spielen in der Claremont Ära, welche eindeutig die BESTE Epoche der Mutanten ist und nun genug der Einleitung. Tauchen wir in die Handlung ein!

In diesem Band werden zwei Geschichten erzählt, die sich thematisch, aber auch optisch sehr stark von einander unterscheiden.

Während in der ersten Geschichten sowohl die Spacejammers, als auch Krieger der Shi‘ar den genetisch erschaffenen Adam-X auf der Erde suchen, der irgendwie mit den Summers Brüdern (Cyclops & Havok) verbunden ist, muss in der zweiten Geschichte das Team X-Factor ein Raumschiff, dass von Apocolyps benutzt wurde, umter Kontrolle bringen …

Obwohl ich beide Geschichten in allen Aspekte recht mag, hat mir die Adam-X Story wesentlich besser gefallen. Dort war das Tempo noch etwas höher aber besonders der Zeichenstil hat es mir total angetan. Es wurde Elemente des modernen Stils mit denen der 90er/2000er kombiniert, was herrlich düster wirkt.


Zusammengefasst ist der Comic X-Men Legends BD 1: Der letzte Summers ein Fest für X-Men Fans der Claremont Ära, aber auch Neulinge können mit diesem Band durchaus Spaß haben.

Ich würde ein gewisses Vorwissen vorraussetzen, damit man die meisten Figuren auch gleich kennt. Das erspart umfassendes Nachschlagen.

Von mir bekommt der Comic eine klare Empfehlung. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Gedanken zu den MCU Serien der Phase 4 | Marvel Mai #2

Moon Knight Staffel 1 endete diesen Monat und während mein Fanherz blutet, weil ich mehr von diesem Anti-Helden sehen will, wird es Zeit einen älteren Beitrag über die Frauen der Phase 4 fortzusetzen.

Heute möchte ich über alle bisher erschienen Marvel Studios Serien auf Disney+ ein paar Gedanken verlieren und kurz darüber meine Meinung äußern. Ohne große Umschweife fange ich chronologisch mit der ersten Serie an WandaVision.


WandaVision (1 Staffel, 9 Episoden)

Die Serien starteten direkt mit einem der kreativsten Outputs des MCU seit langer Zeit. WandaVision adaptiert pro Folge eine Ära der amerikanischen Fernsehlandschaft und baut simultan einen spannenden Plot um Wanda, Vision und eine rätselhafte Bedrohung im Schatten auf.

Ich mag WandaVision, sehr sogar. Was Comicverfilmungen angeht gehört diese Serie zu den besten jüngeren Genrevertretern und mir gefällt es, wie die Geschichte von Wanda und Vision nach Avengers: Infinity War/Endgame fortgeführt wird.

Wer die Serie noch nicht gesehen hat sollte dies schleunigst nachholen, besonders da wir unsere rote Hexe im zweiten Dr. Strange Film wiedersehen werden …


The Falcon and the Winter Soldier (1 Staffel, 6 Episoden)

Diese Serie fügt sich thematisch in die „politische“ Schiene des MCU ein und steht in Tradition zu den Captain America Filmen aber auch zum Black Widow Film aus Phase 4.

Man kann die Serie als Team-up von Falcon & Winter Soldier auffassen, welche sich mit dem Erbe Captain Americas auseinandersetzen müssen und gleichzeitig gegen eine „Terrororganisation“ ins Feld ziehen. Mit John Walker wird ein weiterer Erbe des Captains eingeführt und die Frage „wer ist würdig den Schild zu tragen?“ ist fundamental für die Serie, bis sie am Ende gelüftet wird.

Die Serie lebt ganz klar von den vier Figuren Falcon, Winter Soldier, Baron Zemo und John Walker. Es ist die Chemie zwischen diesen Figuren, welche der Serie viel Tiefgang verleiht und besonders der Winter Soldier kann endlich mit seiner Vergangenheit abschließen, während mit John Walker wohl der Teamleiter der Thunderbolts etabliert wird.

Gute Serie, sollte man gesehen haben!


Loki (1+ Staffeln, 6+ Episoden)

Mein Fazit kann ich auch bei dieser Serie verwenden, da Loki sowohl für das Konzept des Multiversums, als auch für die Entwicklung des Gottes des Schabernacks viel macht.

Erzählerisch knüpft die Serie an eine Szene aus Avengers: Endgame an und wirft den „diabolischen“ Loki aus Avengers (2012) in eine Odyssey durch Raum und Zeit. Dabei wird das Thema Multiversum und alternative Zeitlinien fokussiert, was perfekt in die Thematik von Avengers: Endgame und dort angefangene Themen weiterführt.

Ich bin gespannt wie sich das Finale von Loki auf die Zukunft des MCU auswirkt und welche Abenteuer auf den Trickster von Asgard zukommen!


What if … ? (1+ Staffeln, 9+ Episoden)

Die meiner Meinung nach schwächste MCU Serie bisher ist What if … ?. In dieser Serie, basierend auf dem gleichnamigen Comiclabel, werden alternative Verläufe im MCU erzählt und andere Figuren nehmen prominente Rollen ein. Beispielsweise wird aus Peggy Carter die Heldin Captain Carter als Variante von Steve Rogers/Captain America.

So sehr ich die Idee von What if … ? auch mag, so sehr langweilt mich die Serie aufgrund der schwankenden Qualität einzelner Folgen, als auch bei der Themenwahl für die Alternativszenarien.

Hier hätte man definitiv mehr Varianz einbringen können und auch verschiedene Figuren anders nutzen können.

Zum Staffelfinale hin nimmt die Serie nochmals ordentlich Fahrt auf, aber den Gesamteindruck ändert dies kaum. Einzelne Folgen kann man sich definitiv gönnen, aber die Serie war für mich leider nicht so berauschend.


Hawkeye (1 Staffel, 6 Episoden)

Ich mag das Street-Level-Hero Niveau bei Marvel. Figuren wie Punisher, Daredevil, Luke Cage oder eben auch Hawkeye üben auf mich einen besonderen Reiz aus, da der Kontrast zu den übermenschlichen Helden angenehm groß ist.

Hawkeye schließt den Storybogen um den gleichnamigen Ur-Avenger ab und stellt die Weichen für zwei Legacy Heldinnen. Einmal Kate Bishop als künftige Hawkeye und Yelena als neue Black Widow hat ihrem Filmdebüt einen Auftritt in der Serie. Außerdem wird eine Brücke zu den Netflix Serien geschaffen und mit Echo betritt eine neue Figur die Bühne.

Ich mag Hawkeye. Die Serie trifft genau meinen Geschmack und ist herrlich bodenständig zwischen Aliens, Göttern und Eternals. Gerne mehr davon und mehr von den Hawkeyes!


Moon Knight (1+? Staffel, 6+? Episoden)

Die aktuellste MCU Serie hat mich mit einigen frischen Ideen zu begeistern gewusst. So war der Ton wesentlich düsterer und die Serie hat das Maximum der standard Altersbeschränkung bei MCU Produktionen auf ein neues Level gehoben.

Es gibt eigentlich Nichts, was ich an Moon Knight auszusetzen haben, außer dass es derzeit leider nur eine Staffel gibt und ich nach der finalen Szene sofort Lust auf mehr bekommen habe.

Thematisch absolut erfrischend und dank des hervorragenden Casts durchgehend unterhaltsam hat mich die Serie vollends abgeholt. Besonders Hauptdarsteller Oscar Isaac verdient ein gigantisches Lob für seine multiple Performance.

Eine absolute Pflichtserie für Comicfans!


Nun sind wir am Ende dieses langen Beitrags angekommem. Ich hoffe ich konnte euch mit diesen Minirezensionen unterhalten. Eure Meinungen zu den einzelnen MCU Serien sind natürlich gern in den Kommentaren gesehen!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Gedanken zur Spider-Man Heftserie | Marvel Mai #1

Herzlich willkommen zum ersten Beitrag meines Marvel Mai Specials. In diesen Beiträgen möchte ich über Comics, Filme & Serien aus dem Hause Marvel schreiben, vielleicht auch über Videospiele, aber da gibt es wenig positives, um ehrlich zu sein. Zurück zum Thema.

Im heutigen Beitrag möchte ich meine Gedanken zur aktuellen deutschsprachigen Spider-Man Heftserie mit euch teilen. Die Serie hat im US Raum 93 Ausgaben und mit meinem aktuellen Stand, Heft 44, fehlen nur mehr knapp 20 bis 23 US-Ausgaben. Was verwirrend klingt lässt sich leicht erklären: in einem deutschen Heft sind 1 – 3 US Ausgaben enthalten.

Die legendäre Ausgabe mit Peter & Jonah im Podcast und eines der besten Cover!

Kreativer Chef der seit 2017 laufenden Serie ist Nick Spencer, der gelegentlich von anderen Autoren unterstützt wird. Spencer erschafft eine Erzählstruktur, welche mich persönlich etwas an einen Manga erinnert. Zwischen den großen Storyarcs wie „Beutejagd“ oder der „Kindred-Saga“ gibt es kleinere Abenteuer mit Spider-Man, in denen auch gelegentlich Nebenfiguren eine größere Rolle einnehmen. Die besten Beispiele sind der reformierte Schurke Boomerang und Spider-Man’s Nemesis J. Jonah Jameson (Nemesis wenn man Norman Osborn ausklammert).

Die Anzahl an verwendeten Superschurken ist gewaltig und bringt ordentlich Abwechslung in die Serie, aber auch in die zahlreichen Handlungsbögen. Meine Favoriten aus der Schurkengalerie sind Norman Osborn, Sin-Eater, Kindred, Kingpin & Kraven der Jäger. Besonders Norman & Kingpin sind über weite Strecken der Serie die primären Hauptfeinde Spider-Man‘s, wobei Kingpin als Bürgermeister von New York eine besondere Rolle einnimmt.

Der erste große Handlungsbogen war „Beutejagd“.

Was mir ebenfalls recht gut gefällt sind die Einbindungen der Serie in andere Marvelserien, so gibt es beispielsweise ein Crossover mit Black Cat, Miguel O’hara (Spider-Man 2099) oder Verknüpfungen mit Events wie Absolute Carnage.

Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt und ich muss auch etwas Kritik üben. So sehr ich die kleinen Geschichten zwischen den größeren Arcs schätze, so langatmig können diese auch sein, aber auch die Vorgeschichten zu den größeren Handlungsbögen können durch ihre Länge die Vorfreude im Keim ersticken. Was zum Glück sehr selten vorkommt sind Zeichnerwechsel in einzelnen Heften. Dies kam einmal vor und hat mir meine Lust auf die Serie beinah komplett zerstört.

Zusammengefasst gehört die Spider-Man Serie von Nick Spencer zu meinen absoluten Lieblingen aus dem Hause Marvel und ist neben Venom und The Immortal Hulk auch die Serie, welche ich am Längsten von diesem Verlag lese. Ich bin gespannt auf Spider-Man Beyond, wie die Heftserie endet und was die neue Heftserie bringt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein katztastisches Abenteuer! | Cat Quest Review [Nintendo Switch]

Titel: Cat Quest
Entwickler: The Gentlebros
Publisher: PQube
Plattform: PC, Mobile, PS4 & Switch
Release: 2017

Ich habe lange überlegt, ob und was ich zu Cat Quest machen soll. Für eine lange Rezension bietet das Spiel nicht genug Material, aber für einen Kurzkommentar ist doch wieder zu viel Inhalt vorhanden. Also bleibe ich bei dem Format des eher klassischen Review, werde diese aber kurz und knackig halten damit ihr wisst warum man dieses Spiel spielen sollte!

Der Spieler übernimmt die Rolle einer namenlosen anthropomorphen Katze, die vom Geisterwesen Spirry begleitet wird. Ziel des Spiels ist es den mysteriösen Drakoth zu besiegen, die Schwester des Spielers zu retten und dabei die Welt vor Drachen zu retten. Im Laufe der Handlung entpuppt sich der Spieler als Drachenblut, einer Reihe von mächtigen Kriegern, welche einst die Drachen bezwangen und somit ist die Handlung quasi wie im Spiel TES: Skyrim, aber halt rein mit Katzen und weniger Bürgerkrieg.

Neben dem simplen aber spannenden Plot bietet Cat Quest eine beinah irrsinnige Anzahl an Nebenmissionen, welche die Spielwelt enorm vertiefen und Leben in die Welt bringt. Dabei werden teilweise sehr lange Nebengeschichten erzählt, die sich über mehrere Missionen erstrecken und für sich genommen ein kleines Spiel sein könnten.

Cat Quest gehört sowohl dem Genre der Action-RPG’sals auch den Hack and Slays an, was eine ideale Mischung für ein schnelles Gameplay mit etwas Tiefgang ist. Dem Spieler stehen diverse Nahkampfwaffen zur Verfügung aber auch Magie kommt nicht zu kurz. Ersteres wird durch Loot verbessert, ebenso wie die Rüstungen und Letzteres wird durch Gold verbessert.

Gespielt wird in der Vogelperspektive was die Optik recht simpel hält aber durch den genutzten Comicstil bekommt Cat Quest eine sehr charmante Optik, die ansprechend für das Auge ist. Das Hauptthema des Spiels ist unaufdringlich und dudelt im Hintergrund vor sich, was einerseits gut ist, aber auch leider eine gewisse Monotonie mitbringt.

Alles in allem ist Cat Quest ein hervorragendes Spiel für zwischendurch, das man in 5 – 7 Stunden beenden kann und dabei eine gute Zeit hat. Man sollte keine übermäßig hohen Erwartungen in das Spiel setzen ABER das was es macht, ist sehr gelungen und unterhält bis zum Schluss. Man merkt wie man im Laufe des Spiels immer stärker wird und am Ende als mächtiger Held dem Feind gegenübertritt. Wer also ein kleines Action-RPG sucht sollte Cat Quest eine Chance geben. Ich bereue es auf jeden Fall nicht diesen Titel gespielt zu haben!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Rot (Pixar Film 2022) | Review

Titel: Rot
Originaltitel: Turning Red
Regie: Domee Shi
Laufzeit: 100 Minuten
Releae: 2022

Rot aka Turning Red ist ein Film mit Roten Pandas über Rote Pandas von Pixar und das reicht eigentlich bereits aus um ein sehr guter Film zu sein. Okay, es gibt mehr über den Film zu sagen, aber da ich Rote Pandas gerade zu vergöttere, war meine Vorfeude entsprechend groß und im Vergleich zu Encanto (dem aktuellsten Disney Film) wurde ich hier vollends überzeugt!


Die dreizehnjährige Meilin Lee arbeitet im Tempel ihrer Eltern für ein gutes Verhältnis mit ihrer Mutter. Als diese sie einiges Tages vor ihrem Schwarm unbewusst bloßstellt, wird Meilin vom Geist eines Roten Pandas beseelt. Wann immer Meilin ab diesem Moment starke Emotionen fühlt, verwandelt sie sich in eine struppige Fellkugel. Das stellt ihr Familien- und Sozialleben vor eine schwere Herausforderung, die für ordentlich Chaos sorgt …

Wie man es von Pixar gewohnt ist, wird eine kinderfreundliche Geschichte erzählt, die aber auch Erwachsene zu unterhalten weiß. Gleiches gilt auch für den Humor, der den schmalen Grad der Wirksamkeit für Kinder wie Erwachsene mit Bravur meistert. Auch an Kreativität mangelt es Rot nicht, da der Film sowohl beim Setting, als auch der grundlegenden Thematik mit der Roten Panda Fixierung eine ideale Einbettung im Coming of Age Genre schafft.

Auch die Charaktere sind durchwegs sympathisch. Hier wird viel mit Stereotypen gespielt, was sehr gut funktioniert, da diese teils gnadenlos überzeichnet sind und somit fast wie Parodien auf klassische Figurenmodelle wirken.

Es gibt bei Rot auch einiges auf die Augen und Ohren. Die Animation des Films ist absolut großartig, was auch dem äußerst hochwertigen Art Design geschudelt ist. Bei Pixar schafft man es immer wieder optisch anspruchsvolle Filme zu kreieren und diese dann noch akustisch so hochwertig zu unterlegen. Der Soundtrack ist grandios, auch die deutsche Synchronisation braucht sich nicht zu verstecken!


Zusammengefasst ist Rot eine gewohnt hochwertige Produktion der Pixar Schmiede, die sich vor anderen Werken des Studios und der Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Für Fans von Animationsfilmen ist Rot eine Pflichtsichtung und wer ein Disney+ Abo hat darf sich diesen Film auch nicht entgehen lassen!

Ich kann Rot bedenkenlos empfehlen, nicht nur wegen der oben genannten Stärken, sondern auch wegen dem Umstand, dass die Roten Pandas im Fokus dieses Films stehen, und wer kann diesen süßen Kreaturen bitte widerstehen?

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

The Batman (2022) | Review

Titel: The Batman
Originaltitel: The Batman
Regie: Matt Reeves
Laufzeit: 177 Minuten
Release: 2022

Seit 3.3.22 läuft The Batman im Kino und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mich nicht auf diesen Film gefreut hätte. Bei kaum einem anderen Superhelden sind meine Erwartungen so hoch wie beim dunklen Ritter und mit diesem Film wird uns ein bildgewaltiges Epos präsentiert, welches den Batman-Mythos meisterhaft verarbeitet und mit weiteren Genres vermengt!


Gotham City wird von einer Mordserie erschüttert. Der Riddler tötet die Mächtigen der Stadt und hinterlässt Rätsel für Batman deren Lösungen zu einem Geheimnis führen, welches die Stadt in einen endlosen Abgrund werfen könnte. Batman muss sich dem Riddler entgegenstellen und dabei in die Abgründe der Stadt vordringen …

Das war nur eine sehr grobe Zusammenfassung, was aber nicht darüber hinweg täuschen soll, wie viel Tiefgang der Film bietet. Erzählerisch wird man von Minuten 1 an gefesselt, bis die Handlung in einem großen letzten Akt alle Fäden zusammenführt und ein Twist den nächsten Jagd.

Dabei fällt auch die lange Laufzeit kaum ins Gewicht, weil sich die Handlung einfach perfekt in die knapp 180 Minuten einfügt. Es gibt keine Fill oder sinnlose Szenen. Alles treibt die Handlung voran oder entwickelt die Figuren weiter, was Haupt- wie Nebenfiguren sehr facettenreich gestaltet.

Viele Elemente des Films basieren auf diversen klassischen Batman Comics, was für Fans nette Details bietet, Neulinge in den Batman Mythos einführt und allgemein die Atmosphäre weiter verdichtet. Ein Beispiel ist hierfür das entstehende Batmobil, was ein netter Verweis auf dem Umstand ist, dass sich Batman in seinem zweiten Jahr befindet und erst seine Ausrüstung zusammenbauen muss.

Einer der wichtigsten Aspekte von The Batman ist der Cast, welcher im Vorfeld für Skepsis sorgte. Meiner Meinung nach kann man alle Bedenken in den Wind schießen, da die Besetzung einfach nur grandios ist. Sei es Robert Pattinson, dessen Batman sich in einem Entwicklungsprozess vom Rächer zum Symbol befindet, oder Jeffrey Wright, der als James Gordon hinter der Maske Gothams und die Abgründe der Stadt, sowie der Mächtigen erkennt.

Die Schurkengalerie um Paul Dano (Riddler), John Turturro (Falcone) und Colin Farrel (Pinguin) weiß sehr zu gefallen, da sie sehr kontrastreich sind. Während Pinguin der Handlanger des viel gefährlicheren Falcone ist, dominiert der Riddler als ebenso genialer, wie gestörter Schurke die Riege an Feinden des dunklen Ritters. Im Zusammenhng mit dem Setting und der Handlung ist der Riddler auch die perfekte Wahl als Hauptschurke, da er als Spiegelbild des Jokers funktioniert.

Damit meine ich, dass der Joker Batman auf einer psychologischen Ebene fordert, während der Riddler sich auf intellektueller Ebene mit der alten Fledermaus misst. Somit ist die Wahl für einen Crime-Noir Thriller perfekt getroffen worden.

Abseits des Casts und der Handlung punktet The Batman mit einer äußerst dichten Atmosphäre und einer steil ansteigenden Spannungskurve, die sich immer wieder in gut gesetzten Spitzen entlädt. Dies geschieht entweder durch Plottwists oder äußerst wirkungsvolle Actionszenen, von denen es gemessen an der Laufzeit wenige gibt, aber jede ist dafür extrem wirkungsvoll!

Die finale Abrundung dieses Pakets bietet der überaus stimmige Soundtrack, der alles am Film noch wirkungsvoller macht!


Zusammengefasst ist The Batman eine herausragende Comicverfilmung, die frischen Wind ins Genre bringt, den Batman-Mythos grandios neuinterpretiert und dabei für jeden geeignet ist. Fans und Neulinge können diesen Film bedenkenlos sehen und kommen voll auf ihre Kosten aufgrund der oben genannten Stärken. Ich bin vollends von diesem Film überzeugt, da hier die Mischung aus Genrehybrid und detailverliebter Comicverfilmung perfekt getroffen wurde.

Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte dies schnell nachholen, da man hier ein einzigartges Werk im ansonsten eher stagnierenden Genre Comicverfilmungen erhält!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Grease (1978) | Review

Titel: Grease (1978)
Originaltitel: Grease (1978)
Regie: Randal Kleiser
Laufzeit: 110 Minuten
Release: 1978

Ich bin nicht der größte Fan von Musicalfilmen, was seltsam anmutet, da ich Disneyfilme mit Gesang sehr mag, ABER dank meiner besseren Hälfte bin ich in den Genuss von Grease (1978), welcher auf dem 1971 erschienen Musical basiert, gekommen.

Mich hat Grease (1978) absolut begeistert und warum das so ist erfahrt ihr jetzt!


Die Handlung des Film verfolgt die Liebesgeschichte von Danny Zuko und Sandy Olsson. Beide lernen sich in den Sommerferien kennen und verlieben sich ineinander. Obwohl Sandy eigentlich nach Australien hätte zurück müssen, ziehen ihre Eltern überraschend um und sie besucht die Rydell Highschool.

Dort trifft sie Danny wieder und beide wollen ihre Romanze erneut aufleben lassen. Selbstverständlich läuft dies nicht problemlos und besonders die Einmischung der Gangs T-Birds, Pink Ladies sowie Scorpions sorgt für Chaos …


Grease (1978) schreit nach Nostalgie und schwingt die 50er Jahre Keule wie kaum ein anderer Film. Die Handlung ist simpel, macht aber Spaß und wird durch die zahlreichen Gesangseinlagen amgenehm aufgelockert. Beim Soundtrack besteht massive Ohrwurmgefahr und sie ergänzen auch wunderbar die Handlung des Films, was für eine angenehme Synergie sorgt.

Neben den zum Glück nicht übersetzen Songs verdient die Choreografie ein großes Lob, da diese großartig ist und die teilweise völlig abgedrehte Persönlichkeit der Figuren widerspiegelt. Generell mag ich das gewollte Overacting sehr, da dieses glaubhaft wirkt und die Charaktere wie aufgeweckte Schüler wirken.

Auch der Cast hat mir sehr gefallen, da dieser in Kombination mit der teils flappsigen Synchronisation äußerst sympathisch wirkt.


Alles in allem ist Grease (1978) ein absoluter Gute Laune Film, der über seine gesamte Laufzeit hinweg unterhält und neben Nostalgie viel Sympathie versprüht. Wer mit Musicalfilmen liebäugelt kann bedenkenlos reinschauen, aber auch Leute wie ich kommen auf ihre Kosten, da wir hier einen verdammt guten Film haben, welcher nicht umsonst zum Kultfilm wurde!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Moonfall (2022) | Review

Titel: Moonfall
Originaltitel: Moonfall
Regie: Roland Emmerich
Laufzeit: 130 Minuten
Release: 2022

Ich hätte nicht geglaubt Moonfall im Kino zu sehen, aber auf den Vorschlag eines guten Freundes haben wir den Weg ins Lichtspielhaus aufgenommen und uns das neue Werk von Roland Emmerich „gegönnt“.

Was wirklich passiert, wenn der Mond auf die Erde kracht weiß niemand, aber Emmerich liefert eine trashige Antwort in Filmform ab, die gut beginnt, aber sich im Verlauf zieht wie ein Kaugummi …


Im Jahr 2011 wird eine NASA-Mission während einer Wartungsarbeit von Anomalie angegriffen. Dabei stirbt ein Astronaut. Jo Fowler übersteht die Mission, kann aber keine Aussage während der darauffolgenden Anhörung machen, da sie Bewusstlos war und dem Augenzeugen Brian Harper wird nicht geglaubt …

2021. Zehn Jahre später hat der Mond seine Bahn verändert und er bewegt sich spiralförmig auf die Erde zu. Das ungleiche Trio aus Brian Harper, Jo Fowler und dem Verschwörungstheoretiker K.C. Houseman fasst einen Plan die Erde zu retten!


Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht über die Handlung verraten, da diese trotz massiver narrativer Schwächen in den ersten beiden Akten eine relativ solide Geschichte erzählt. Im letzten Akt überlädt sich die Handlung selbst mit Exposition, was schlussendlich dazu führt, dass die „Mysthik“ aka Spannung gebrochen und der Film unnötig gestreckt wirkt.

30 bis 45 Minuten weniger hätten einerseits der Handlung geholfen, da diese entschlackt worden wäre und andererseits wäre das Tempo wesentlich höher, was in weiterer Folge der Spannung gut täte.

Abseits dieser gravierenden Probleme macht Moonfall eine relativ gute Figur was den Cast und die Inszenierung angeht. Erstgenannter Punkt zeichnet sich durch eine gute Chemie zwischen den drei Hauptfiguren und mit den zahlreichen Nebenfiguren aus, während der zweite Punkt sich auf die teils sehr starken Bilder bezieht. Ja das CGI sieht nicht wirklich gut aus, aber bei den wenigen Ausnahmen erreicht Moonfall eine gewisse Epik und Bildgewaltheit!


Zusammengefasst mag Moonfall über 2/3 Drittel seiner Laufzeit kein schlechter Film sein, aber besonders das Finale raubt dem Werk so ziemlich jede kleine Stärke. Dies führt dazu, dass der Film stark anfängt, aber nach hinten hin immer stärker abbaut, bis man sich am Ende fragt, wann der Krampf endlich endet. Ich kann den Film nicht wirklich empfehlen, da selbst mein Fanherz für Trash hier nicht genug Sympathie aufbauen kann. Ein Blick kann vielleicht nicht schaden, wenn man Moonfall für einen Filmabend sichten will, aber das wars dann auch bereits!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Nerd.Ics liest … Wonder Woman 1: Die Amazone von Asgard

(c) Panini Comics

Infinite Frontier ist da und damit auch ein soft-reboot bei DC. Was das bedeutet und wie nun der Status Quo im DC Universum ist, könnt ihr gerne bei Patrick hier nachlesen. Er wird einmal im Monat einen Überblick über sein Leseabenteuer bei Infinite Frontier zum Besten geben und ich werde euch wie gewohnt mit Rezensionen zu den einzelnen Bänden versorgen.
Wonder Woman macht bei mir den Start und hier ist der Titel ganz klar Programm! Ein episch guter Einstieg in die Welt von Infinite Frontier.

Titel: Wonder Woman 1: Die Amazone von Asgard
Autor: Becky Cloonan
Zeichner: Travis Moore
Seiten: 132
Sprache: Deutsch
Verlag: DC / Panini Comics

(c) Panini Comics

Vielleicht nochmal kurz die Details zu unserem „Infinite Frontier Fahrplan“ hier am Blog. Patrick versorgt euch monatlich mit einem Überblick zu allem was er so liest bei Infinite Frontier und wird auch auf die Heftserien eingehen, und bei mir bekommt ihr vor allem Rezensionen zu einzelnen Paperbacks geliefert, was aber nicht heißt, dass ich nicht auch an den aktuellen Heftserien dran bin. So wollen wir versuchen euch einen sehr breit gefächerten Überblick über die laufenden Serien bei DC zu geben. Wie sich das entwickeln wird, werden wir dann in den nächsten Wochen sehen und wir freuen uns natürlich auch über Feedback von eurer Seite.
Wenn wir schon dabei sind ein paar Updates zum Blog zu geben, auch unseren Podcast haben wir nicht vergessen und auch hier gibt es News, denn wir wollen versuchen ab März wieder regelmäßig Episoden aufzunehmen und auch da wieder Fahrt aufnehmen.
Und nun aber endlich zur eigentlichen Rezension von Wonder Woman 1.
Diana welche im Vorgängerevent „Batman Death Metal“ keine unwesentliche Rolle zur Rettung der Erde gespielt hat und im Heft 0 zu Infinite Frontier darauf verzichtet eine Göttin zu werden, erwacht inmitten einer Schlacht, ohne zu wissen wo sie ist und vor allem wer die Gegner sind, aber auch wer die „Freunde“ sind.
Schnell stellt sich heraus, dass sie in Asgard gelandet ist, quasi im Jenseits der nordischen Mythen. An ihrer Seite kämpft ein tapferer Recke namens Siegfried. Als er weitere Details zu seiner Person preisgibt, wird der literarisch Bewanderte sofort merken, dass es sich um den Siegfried aus der Nibelungensage handelt. Er wirft Diana ein Schwert zu und sie steigt an seiner Seite in den Kampf ein. Jedoch passiert etwas, dass wir aus vorangegangen Wonder Woman Comics eher gar nicht kennen, sie fällt in der Schlacht.
Auf der nächsten Seite sehen wir sie in einem grauen „Nichts“ schweben und eine Stimme die zu ihr spricht.
Einen Augenblick später sitzt sie an einem reichlich gedeckten Tisch an der Seite von Siegfried und versteht die Welt nicht mehr. Der erklärt ihr sofort die „Spielregeln“ in Asgard und zwar wird jeden Tag eine Schlacht geschlagen und alle Gefallen kehren bei Sonnenuntergang wieder zurück und dürfen mit an der Tafel sitzen. Am nächsten Tag beginnt dann das Spiel von vorne. Frei nach dem Motto „… und täglich grüßt das Murmeltier“! Diana denkt sich, dass sie in ihrem neuen Leben etwas lockerer drauf sein möchte und schnappt sich einen Becher Met und geht in den Partymodus.
Am nächsten Tag wacht sie dann in Siegfrieds Bett auf und macht sich sofort auf die Suche nach Ursachen bzw. Aufklärung, warum dieses Schauspiel in Asgard täglich stattfindet. Dabei trifft sie auf ein Eichhörnchen, das ihr interessante Dinge erzählt!
Mehr könnt ihr wie immer im Band selbst nachlesen!

(c) Panini Comics

Kommen wir nun zum Fazit von Wonder Woman 1. Als ich zuerst kurz gelesen habe worum es in dem Band geht, dachte ich mir oh oh oh DC, ob das gut geht Diana nach Asgard zu schicken? Und ich muss sagen, ja es geht nicht nur gut, sondern es ist eine unheimliche starke Story entstanden, die Lust auf viel mehr macht. Sowohl die Einbindung diverser Götter, als auch das Ende des Bandes zeigen schon, dass Wonder Woman wohl wieder eine der Top Serien bei DC sein wird, bzw. bleiben wird. Ich bin schon sehr gespannt, wo die Reise dieser Serie hingeht, Band 2 werdet ihr definitiv auch hier auf dem Blog sehen!
Vielleicht wird in Zukunft auch die beste laufende Comic-Serie rund um Asgard nicht aus dem Hause Marvel kommen, sondern von DC? Mal abwarten, aber ihr merkt schon wie sehr mich dieser Band umgehauen hat.
Zum Thema einsteigerfreundlich werd ich hier wohl das gleiche schreiben, wie dann in allen kommenden DC Infinite Frontier Rezensionen und zwar, dass man genau hier einsteigen sollte, muss, kann und darf. Die Serien starten mit einer neuen Nummer 1 und man braucht wenig bis gar kein Vorwissen. Eventuell das 0er Heft zu Infinite Frontier als kleinen Vorgeschmack lesen und dann ab in die einzelnen Serien. Einsteigen bei DC war wohl in den letzten Jahren nie so leicht wie jetzt!
Absolute Leseempfehlung von meiner Seite und man liest sich in der nächsten Rezension!

Danke an Panini Comics für das Rezensionsexemplar!

Nerd.Ics liest … Superman Special: Infinite Frontier

(c) Panini Comics

Meine Infinite Frontier Reise geht weiter und nach Wonder Woman starte ich nun auch mit Superman in die neue Ära. Hier sei noch einmal auf den allgemeinen Artikel zu Infinite Frontier von Patrick verwiesen bzw. natürlich auch auf meine Rezension zum großartigen Start von Wonder Woman.
Superman Comics und ich sind etwas das noch nicht wirklich so richtig zueinander gefunden hat und nun stellt sich die große Frage, wird sich das mit der neuen Ära ändern?

Titel: Superman Special: Infinite Frontier
Autor: Phillip Kennedy Johnson
Zeichner: Phil Hester
Seiten: 124
Sprache: Deutsch
Verlag: DC / Panini Comics

(c) Panini Comics

Superboy, seines Zeichens natürlich Sohn von Lois Lane und Clark Kent, ist zurück in der Gegenwart, nachdem er in der Zukunft Mitglied der „Legion der Superhelden“ war bzw. ist. Doch was treibt ihn zurück in unsere Zeit? Zum einen kam er schon zurück während dem Event „Batman Death Metal“, um bei der Rettung der Erde zu helfen und zum anderen will er natürlich seine Eltern wiedersehen. Jedoch erfahren wir auf den ersten Seiten, dass dies nicht die einzigen Gründe sind warum er wieder zurückgekehrt ist. Der Hauptgrund ist, dass er den Tod seines Vaters kommen sieht bzw. in der Zukunft die ganzen Heldenstories darauf hinweisen, dass sein Ende naht. Auch die ungefähren Umstände sind ihm bekannt und so befindet er sich gerade mit seinem Vater auf seiner scheinbar letzten Mission. Und genau hier beginnt der klassische Gedanke der Zeitreise, und ob man nun die Kontinuität ändern kann, oder ob das, was man in der Zukunft gesehen hat geschehen ist, weil man eben zurückreist in die Vergangenheit, oder ob alles sowieso irgendwie seinen Lauf nimmt. Ihr seht schon Superboy hat einiges zum grübeln und gleichzeitig auch einiges zu tun, da er und sein Vater einen Riss im Universum flicken dürfen bzw. sollen. Ich möchte hier mal nicht näher darauf eingehen, wie es wirklich ausgeht, jedoch merkt man sehr schnell, dass diese Stories am Beginn des Bandes auf den Reboot bei „Superman Action Comics“ hinarbeiten und auch der erste große Gegenspieler von Superman auch schon im letzten Panel von „Superman #29“ erscheint.
Die zweite Story in diesem Band bringt Vater und Sohn auf einen entfernten Planeten namens „Thakram“ und was die beiden dort erwartet, und wie die letzten Panels vor dem Reboot ausgehen, könnt ihr wie immer gerne im Band selber nachlesen.

(c) Panini Comics

Nun kommt der wohl schwierigste Teil dieser Rezension, nämlich das Fazit zu diesem Band. Hach, irgendwie ist es so ein „solala Band“ wie ich es immer so schön nenne. Zum einen ist es solide Unterhaltung die Spaß macht, aber zum anderen ist Superman halt auch eigentlich eines der Zugpferde von DC und irgendwie ist der Funken wieder einmal nicht so recht übergesprungen. Vielleicht liegt es auch an meinem Leseverhalten, bzw. meinem Lesegeschmack, dass ich mit Superman einfach nicht warm werde. Keine Ahnung, aber da ich meiner Prämisse, bei Infinite Frontier mal alles was auf Deutsch kommt zu lesen treu bleibe, werdet ihr hier auch ziemlich sicher etwas zur neuen Action Comics Serie lesen.
Für Superman Fans sicher ein must have um die Sammlung komplett zu halten und für alle Neugierigen die gute und solide Weltraumaction lesen wollen, können gerne zugreifen.
Da es eher der Abschluss der letzten Ereignisse um Clark Kent ist, bzw. eine standalone Story, würde ich Neueinsteiger dann wohl eher Band 1 von Superman Action Comics empfehlen.

Danke an Panini Comics für das Rezensionsexemplar!

M.O.D.O.K. Staffel 1 | Review (Star Original)

Titel: Marvel’s M.O.D.O.K.
Folgen: 10
Staffeln: 1
Laufzeit: ca. 23 – 25 Minuten
Release: 2021

Ich LIEBE die Stop-Motion Technik. Diese Technik und der damit verbundene Stil haben für mich einen ganz eigenen Charme, welcher es schafft mich immer wieder zu begeistern. Außerdem mag ich es, wenn Marvel Projekte abseits des üblichen MCU Stils veröffentlicht. M.O.D.O.K. ist eines dieser Projekte und diese Serie macht verdammt viel Spaß!


Die Serie dreht sich um den Superschurken Modok (Mental/Mobile/Mechanized Organism Designed Only for Killing) und dessen Versuche die Herrschaft über seine Organisation A.I.M. zurückzuerlangen, damit er seinen Plan die Weltherrschaft weiter verfolgen kann.

Dabei muss sich Modok unzähligen skurillen Situationen stellen, sich mit seiner Familie beschäftigen und eine zeitreisende Version von sich selbst bekämpfen …


M.O.D.O.K. ist dieses eine andere Projekt von Marvel. Der Humor ist wesentlich derber als man es von aktuellen Serien Marvels gewohnt ist und vor Gewaltdarstellung schreckt man auch nicht zurück. Letzteres kann durch den Animationsstil massivst überzeichnet werden, was teilweise in Absurditäten mündet, die andere Vertreter des derben Humors überbietet.

Andererseits kann die Serie auch ernst sein und in einzelnen Episoden einiges an Tiefgang erreichen. Besonders im Staffelfinale fährt die Serie erzählerisch zur Höchstform auf und schließt die über mehrere Folgen aufgebaute Saga mit dem zeitreisenden Modok ab. Selbstverständlich wird dadurch der Weg zu einer zweiten Staffel geebnet.

Ich kann jedoch absolut nachvollziehen, wenn man nichts mit der Serie anfangen kann, da sowohl der Humor als auch der Animationsstil eher speziell sind. Dafür kann M.O.D.O.K. aber mit einer großen Portion Identität glänzen, da sie sich selbst von anderen R-Rated Comicverfilmungen abhebt!

Abschließend kann ich für M.O.D.O.K. eine Empfehlung aussprechen, wenn man kein Problem mit derben Humor, teils übertriebener Gewalt und der Stop-Motion Technik hat. Die Serie trifft einen speziellen Geschmack bei der Zielgruppe, aber mich hat dieses Machwerk an Absurditäten absolut gecatcht. Ich hoffe auf eine zweite Staffel und vertreibe mir die Zeit bis dahin mit Hit-Monkey!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Exkurs: Infinite Frontier Teil 1

Nach einer schwierigen Phase für DC Comics wegen der Corona Pandemie startete Jänner 2022 auch im deutschsprachigen Raum der Infinite Frontier Relaunch. In diesem neuen Multiversum, genannt Omniversum, gibt es keine Grenzen und alles was in den letzten Jahren geschah (New 52, Rebirth, Dark Nights: Metal & Death Metal, Future State) ist nun kanonisch.

In dieser Beitragsserie möchte ich euch auf meine Reise durch die neuen DC Serien mitnehmen und pro Beitrag mehrere Hefte/Paperbacks kurz vorstellen, meine Meinung mit euch dazu teilen, sowie Anmerkungen zum Besten geben!

Eines noch vorweg. Ich werde nicht alle neuen DC Serien lesen, sondern nur jene, die mich wirklich interessieren. Da das geklärt ist starten wir mit dem Beitrag!


Infinite Frontier #0

Meine Infinite Frontier Reise startete eher zufällig mit diesem Heft. Ich wusste ehrlich gesagt nicht einmal, dass es diese Sonderausgabe nach Österreich geschafft hat, aber es ist umso besser, da dieses Heft quasi der perfekte Einstieg in Infinite Frontier ist.

Die Handlung folgt Wonder Woman, die nach dem Multiversumskrieg in Dark Nights: Death Metal ein Omniwesen wurde und zusammen mit Mitgliedern der Quintessenz den neuen Status Quo im Omniversum erkundet.

In dieser Funktion dient die Ausgabe 0 auch als Sneak Peak auf die wichtigsten Serien des DC Verlags und gibt einen groben Ausblick auf deren aktuellen Stand. Dazu kommt ein Ausblick auf ein kommendes Event(?) mit dem Superschurken Darkseid.

Dieses Heft hat mir recht gut gefallen und war ein optimaler Einstieg um mich auf das neue Imprint heiß zu machen!


Justice League Heft 1 (Inhalt: JL #59 & #60)

Nach Batman Universe stieg meine Hoffnung in Brian Michael Bendis wieder an und daher war Justice League eine gute Wahl für meine erste Heftserie.

Die Story verfolgt die neue Justice League um Batman und Superman sowie deren Gefährten Wonder Woman, Green Arrow, Black Carnary und einige mehr. Das Team muss sich einem mächtigen Schurken aus einer anderen Dimension stellen und erhält dabei Unterstützung der besonderen Art. Newcomer Naomi und Alt-Schurke Black Adam treten der Liga bei um ein paar Arschtritte zu verteilen.

Ich mag die aktuelle Justice League Serie. Hier wird das Tempo einer Bendis Geschichte mit der typischen Epik einer Crossover-Serie kombiniert. Dazu wirkt die Serie im Allgemeinen sehr frisch und neu.

Alles in allem ein sehr guter Einstieg in die neuen Abenteuer der Justice League, der Lust auf mehr macht!


Batman Heft 57 (Inhalt: Batman #106 & #107)

Einer neuer Anfang für den dunklen Ritter. Ohne einen Großteil seines Vermögens, seiner Ausrüstung, seiner Bat-Höhle und im Fadenkreuz der Stadtverwaltung muss Batman nun mit beschränkten Mitteln zurechtkommen, während Gotham langsam ins Chaos abdriftet … also mehr als sonst.

Ich mag die Idee eines Batman der quasi auf sich gestellt ist und mit anderen Vigilanten (Ghostmaker, Oracle, …) gegen das organisierte Verbrechen kämpft, während die Stadtverwaltung den „Helden“ wie auch den Schurken den Krieg erklärt hat.

Spannend ist auch der Beginn des Fear State Arcs und mir hat das Heft sehr gut gefallen, wenngleich es schwerfälliger war als die Justice League.

Trotzdem bleibe ich dran und warte gespannt auf das nächste Heft!


Batman Detective Comics Heft 54 (Inhalt: Detective Comics #1034 & #1035)

Dieselbe Ausgangslage wie oben beschrieben, ABER Detective Comics geht wieder in Richting True Crime Comic, was sehr erfrischend wirkt und mich persönlich anspricht.

Bruce Wayne ist inzwischen nicht mehr so reich wie früher und zog sogar in die Innenstadt. Somit muss er sich nun in einer neuen Nachbarschaft zurechtfinden. Als ein Mord geschieht, nimmt Bruce als er selbst, aber auch als Batman die Ermittlungen auf.

Detective Comics steht der regulären Batman Serie in nichts nach und übertrumpft diese sogar minimal, was das Tempo und die Handlung angeht. Ich mag das Wechselspiel von Bruce Wayne/Batman in der Geschichte, was die Dynamik erhöht. Somit kann ich dieses Heft ganz klar empfehlen!


Abschließend muss ich meinen Hut vor DC ziehen. Meine ersten Schritte in Infinite Frontier haben mir sehr viel Spaß gemacht und bei den drei regulären Heftserien Justice League, Batman, Detective Comics bleibe ich definitiv dran.

Bald möchte ich neben den aktuellen Heften auch ein paar Paperbacks lesen. Bleibt also gespannt, was in den kommenden Beiträgen alles besprochen wird.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

DerStigler und Nerd.Ics lesen … Black Widow BD 2: Spionin mit gebrochenem Herzen

P.: Team-up Runde 4 und heute besprechen ich und Nerd.Ics den zweiten Band von Kelly Thompsons Black Widow Run. Wie im letzten Band hat sich Nerd.Ics den deutschen Band gekrallt und ich mir den US Paperback gegönnt. Somit herzlich Willkommen zur Doppel Review von Black Widow Band 2: Spionin mit gebrochenem Herzen aka Black Widow Vol. 2: I am the Black Widow!

N.: Die aktuelle Black Widow Serie geht in den zweiten Teil und nach Band 1 war die Vorfreude darauf wie es weitergeht immens. Immerhin wurde die Serie mit dem Eisner-Award, dem „Comic-Oscar“, ausgezeichnet und ich wollte unbedingt wissen, ob die Serie auch stark fortgesetzt wird.

(c) Marvel Comics

N.: Nachdem Natashas, aka Black Widow, perfektes Leben voller Glück und Liebe (siehe Band 1 ) genommen wird, will sie sich in San Francisco neu erfinden. Zusammen mit Yelena Belova, einer weiteren Widow, stellt sich Natasha einem mysteriösen Bösewicht, welcher seinen Anhängern mächtige, aber unberechenbare Fähigkeiten verleiht.

P.: Kelly Thompson schafft es meisterhaft Heldinnen mit ihrer Feder in eine neue Ära zu führen. Die aktuelle Black Widow Serie glänzt auch im zweiten Band mit einem hohen Tempo, viel Charakterentwicklung und der perfekten Mischung aus Weiblichkeit und knallharter Kämpferin. Ähnlich wie bei Captain Marvel schafft es Meisterin Thompson sehr geschickt ihre düsteren Figuren menschlich wirken zu lassen, aber auf Klischees zu verzichten, wie man es von weiblichen Figuren gewohnt ist. Dazu kommt ein äußerst ansprechender Zeichenstil von Elena Casagrande, die es ebenfalls sehr gut versteht die Handlung ansprechend zu inszenieren!

(c) Marvel Comics

N.: Aber beginnen wir zuerst mal mit einem kurzen Blick in die Story:
Am Ende von Band 1 sahen wir, dass Natashas Mann James und ihr Sohn Stevie in Sicherheit gebracht und so gut versteckt wurden, dass nicht mal Natasha sie finden könnte. Nun versucht sich Natasha als Superheldin mit Hilfe eines neuen Outfits und neuem Team. Wir werden gleich mal ordentlich in die Story reingeworfen und sehen Natasha wie sie einen überdimensionalen Schurken gewaltig verprügelt und gleich mal zeigt, was sie nahkampftechnisch so drauf hat. Wir sehen aber nach dem Kampf auch sofort, dass sie immer wieder von Kleinigkeiten getriggert wird und so wieder an ihre Familie denken muss.

Schauplatzwechsel, wir sind auf einem Markt in San Francisco und sehen Natasha die Blumen einkauft, aber gleichzeitig auch ein Mädchen beobachtet, welches um sie herumschleicht und offensichtlich eine Taschendiebin ist. Natasha verhindert den Diebstahl ihrer Geldbörse, die Diebin versucht zu fliehen, jedoch kann Natasha sie stellen und gleichzeitig kommt auch ihre Schwester Yelena alias „White Widow“ hinzu. Natasha fordert von der Diebin alle bisher gestohlenen Geldbörsen und würde ihr dafür ihre geben, nur um nicht die Polizei zu rufen. Die beiden diskutieren darüber, ob man sie nicht rekrutieren könnte, lassen sie jedoch vorerst mal flüchten.

In der nächsten Szene sehen wir Natasha wieder voll im Einsatz, als sie ein Gebäude stürmt und wir auch zum ersten mal von ihrem Gegenspieler „Apogee“ erfahren, welcher ihr scheinbar eine Unmenge an Gegnern entgegenwirft. Sie kämpft sich bis nach oben durch, besiegt Alles und Jeden und findet zum Schluss noch die Diebin vom Blumenmarkt bewusstlos vor. Die Diebin heißt Lucy und wird von den beiden Widows in deren Zentrale, welche „Das Netz“ heißt, aufgenommen und auch sofort von Yelena trainiert. Die beiden wollen natürlich mehr über Apogee wissen und was seine Pläne sind. Wie das ganze dann weitergeht könnt ihr wie immer im Band selbst nachlesen.

P.: Bevor ich mich in weiteren Schwärmereien verliere komme ich kurz und bündig zum Fazit. Auch im zweiten Band beweist die Black Widow Serie ihre hohe Qualität und die oben genannten Aspekte machen diesen Run zu einer der besten momentan laufenden Marvel Serien. Ich freue mich jetzt schon auf Band 3 und kann den aktuellen Band sehr empfehlen!

N.: Tja was soll ich groß in Sachen Fazit sagen? Die Serie war schon in Band 1 einfach nur mega und legt in Band 2 noch ordentlich drauf, die Widows bauen schön langsam ein SuperheldInnen Team auf und vermöbeln Apogee’s Clan ordentlich. Kelly Thompson weiß ganz klar, wie man eine starke Story schreibt und die Zeichnungen der Italienerin Elena Casagrande werfen den ganzen Comic nochmal um 100 Level nach oben. Ganz großes Kino und eine ganz klare, wenn nicht sogar DIE Leseempfehlung im Hause Marvel schlechthin.

Das wars von unserer Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein kurzer Kommentar zu … Monster Hunter (Film)

Das Genre der Videospielverfilmungen ist schon sehr unterhaltsam, da man nie weiß, ob man einen guten Film (Sonic the Hedgehog, Tomb Raider v. 2018 und MortalKombat) oder kompletten Müll (Silent Hill: Revelation) bekommt. Besonders beim Regisseur Paul W. Anderson ist diese Unsicherheit überaus stark. Es dürfte also niemanden wundern, dass meine Erwartungen bei der Monster Hunter Verfilmung eher niedrig waren und trotzdem wurde ich enttäuscht. Ein wahres Kunststück!

Artemis kommandiert eine kleine Militärpatrouille, die eine verschwundene Einheit sucht, zu welcher der Funkkontakt abrupt gerissen ist. Durch einen mysteriösen Sandsturm gelangt die Truppe von Artemis in eine fremde Welt. Dort wird das Team von spinnenähnlichen Monstern attackiert, denen bis auf Artemis alle Soldaten zum Opfer fallen. Artemis überlebt die Kämpfe gegen die Monster und trifft auf Hunter. Nach anfänglichen Reibereien verbünden sich beide um in dieser Welt zu überleben …

Bei einer Laufzeit von 103 Minuten verplempert Monster Hunter einen Großteil seiner Laufzeit für den Kampf gegen die monströsen Spinnen, die sinnlosen Schlägereien mit Hunter und dem nichtaufbauen einer Handlung. Erst in den letzten 30 Minuten entwickelt sich langsam eine Handlung, die auch Elemente aus den Spielen nutzt, aber das rettet den Gesamteindruck auch nicht mehr. Die typischen Monster Hunter Elemente sind nette Gimmicks und lassen den Film als Ableger des Franchise durchgehen, aber die Handlung ist so belanglos wie sie nur sein kann. 

Die Figuren sind alle durch die Bank weg austauschbar und auch das Storytelling ist nicht wirklich vorhanden. Was hingegen gut funktioniert sind die Kämpfe und das Design der Monster. Ersteres verleiht dem Film etwas Tempo, was dringend benötigt wird, da der Rest bereits öde ist. Leider endet der Film plötzlich im Endkampf was auf eine Fortsetzung schließen lässt, die hoffentlich nicht kommt.

Zusammengefasst ist Monster Hunter kein guter Film. Er funktioniert als hirnloser Actionfilm ganz okay, aber selbst unter dieser Voraussetzung gibt es bessere Filme. Ich kann dieses Machwerk nicht wirklich empfehlen. Wenn man ihn gratis bei Netflix o.ä. sieht kann man ihn sich gönnen, aber es gibt definitiv bessere Alternativen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

DerStigler und Nerd.Ics lesen … Iron Man BD 2: Korvac-Saga 2.0

P.: Im dritten Beitrag unserer Team-up’s beschäftigen sich Nerd.Ics und ich mit dem zweiten Band der aktuellen Iron Man Serie. Während Nerd.Ics die deutsche Ausgabe liest, habe ich mir den US Paperback gegönnt. Somit viel Spaß mit Iron Man: Der Eiserne BD 2: Korvac-Saga 2.0 aka Iron Man Vol. 2: Books of Korvac II – Overlock!

N.: Die aktuelle Iron Man Serie geht schon wieder in Band 2 und in Band 1 hieß es ja alles Neu und wieder etwas downgegradet. Christopher Cantwell hat die Serie übernommen und versucht in Band 2 einen altbewehrten Schurken mit Korvac ins Spiel zu bringen.

(c) Marvel Comics

P.: Eigentlich wollte es Tony Stark aka Iron Man ruhiger angehen lassen, aber diesen Plan hat der zurückgekehrte Superschurke Korvac durchkreuzt. Nach einem ersten Gefecht, in dessen Zuge James Rhodes aka War Machine entführt wird, rekrutiert ein schwer angeschlagener Iron Man ein kleines Heldenteam (unter ihnen Ben Riley alias Scarlet Spider und Hellcat) um seinen Freund zu retten. Dieser Plan klingt jedoch leichter als er am Ende durchführbar ist …

Rezension zu Iron Man Vol. 1

P.: Ich mag die Handlung des zweiten Iron Man Bands, wobei ich den Run von Christopher Cantwell im Allgemeinen sehr mag und dessen Geschichte sich hervorragend entwickelt. Wir bekommen neben viel Screentime für Iron Man auch einige Informationen über Hellcat und den Antagonisten Korvac. Dies verleiht dem zweiten Band eine ordentliche Portion Tiefgang. Auch Optisch weiß der Band zu gefallen. Der Zeichenstil passt perfekt zum Sci-Fi Setting der Iron Man Comics und erlaubt eine epische Inszenierung, die trotzdem eine gewisse Bodenständigkeit aufweist!

(c) Marvel Comics

N.: Wir starten in den Comic mit einem Panel, aber auch mit Personen in Scherben. Tony Stark hat einen Genickbruch erlitten, welcher nicht so schnell wieder gerichtet werden kann wie sich noch rausstellen sollte. Patsy Walker alias Hellcat ist an seiner Seite, wirft ihn in einen Einkaufswagen und bringt ihn zum nächsten Taxistand. Tony will in kein Krankenhaus, sondern meint er bräuchte einen Techniker, nur der könnte helfen.

Die Szenerie wechselt und wir sehen den Rest des Teams mit Misty Knight, Gargoyle, Frog-Man, Scarlet Spider und den Mutanten Halcyon nach der Explosion des Raumschiffes. Es stellt sich raus, dass alle nur überebt haben, weil Gargoyle sie mit einem Energieschild abgeschirmt hat. Die Szene wechselt wieder und wir sehen nun auch das letzte Mitglied des ehemaligen Teams, mit Jim Rhodes alias War Machine, der von Korvac’s Leuten an ein Abflussrohr gefesselt wurde und gefangen gehalten wird. Korvac und Guardsman sind gerade auf dem Weg zu Jim Rhodes, als sie merken, dass er das Rohr zerbrochen hat und ihm die Flucht gelungen ist.

Das Team schafft es sich wiederzuvereinigen und Halcyon beginnt damit Tony’s Rüstung so zu präparieren, dass er trotz gebrochenem Genick weiterhin im Einsatz bleiben kann. Jedoch kann er die Rüstung nun nicht mehr abnehmen. Hellcats Bewusstsein wird weiterhin von Korvac angezapft und sie hat immer wieder Visionen wo sie auf ihn trifft bzw. bemerkt, dass er in ihren Verstand eindringt. Als sie wieder in der Realität zurück ist, ist Tony bei ihr um ihr beizustehen. Gleichzeitig kommt auch War Machine wieder beim Team an und im Schlepptau bringt er seinen Verfolger Guardsman mit, welcher mal ordentlich von Iron Man vermöbelt wird und nach erfolgtem Kampf beschließt das Team sich auf die Jagd nach Korvac zu machen und den Planeten zu verlassen. So viel mal zum Beginn der Story, den Rest könnt ihr wie immer im Band selbst nachlesen.

N.: Ein Wort noch zum Zeichenstil, welcher sehr gut zu dem ganzen Setting passt und mich, warum auch immer, an den schon etwas älteren „Extremis“ Storyarc von Iron Man erinnert. Für Einsteiger würde ich wie immer empfehlen, zuerst Band 1 zu lesen und dann einfach zu entscheiden, ob man die Serie weiterverfolgen möchte.

P.: Zusammengefasst ist Iron Man: Der Eiserne BD 2: Korvac-Saga 2.0 aka Iron Man Vol. 2: Books of Korvac II – Overlock eine würdige Fortsetzung und allgemein ein sehr hochwertiger Band. Für Fans von Iron Man ist der Band eine klare Empfehlung und alle anderen starten einfach beim großartigen Neustart Run um Iron Man!

N.: Fehlt nur noch mein Fazit zum Band und ich muss sagen, gerade diese intergalaktische Verfolgungsjagd, die im Laufe des Bandes ausbricht, macht schon ordentlich Laune und unterhaltet sehr gut. Natürlich, wie zu erwarten bei Iron Man, sehr viel Action im Spiel und auch Tony’s flotte Sprüche sind auf den Punkt wie immer. Gerade die Teamkonstellation mit so spannenden Charakteren wie Misty Knight oder Halcyon machen den Band zu einem sehr soliden Band, der mich aber leider nicht voll und ganz abholen konnte. Trotzdem eine Serie an der ich definitiv dranbleiben werde.

Das wars von unserer Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Star Trek: Enterprise | Logbucheintrag #1

Das Star Trek Franchise. Unendliche Weiten. Dies sind die Aufzeichnungen des Bloggers DerStigler, der seine ersten Schritte in diesem gewaltigen Universum tätigt.

Das Star Trek Franchise. Unendliche Weiten. Dies sind die Aufzeichnungen des Bloggers DerStigler, der seine ersten Schritte in diesem gewaltigen Universum tätigt.

Was die drei großen STAR Franchise angeht, war Star Wars lange Zeit mein Favorit, gefolgt von Star Gate und Star Trek kam zum Schluss, da ich mit diesem Franchise die wenigsten Berührungspunkte hatte. Dies hat sich durch meine bessere Hälfte geändert, welche mich in dieses Universum eingeführt hat und dank dem Input von Chris entstand der Titel „Logbucheintrag“ als exklusives Format, in dem ich meine Erfahrungen niederschreibe und somit mit neutralem Blick an diese umfassende Materie herangehe. Wie viele Beiträge es geben wird, kann ich nicht sagen, aber ich bin motiviert diese unendlichen Weiten zu entdecken!

Die Serie Star Trek: Enterprise ist eine Prequel Serie und ist im Zeitraum 2151 – 2155 und somit 90 Jahre nach dem ersten Kontakt mit der Spezies der Vulkanier. Auch wenn die Vulkanier wichtige Alliierte der Menschen sind, betrachten sie diese auch sehr argwöhnisch und besetzen den Posten des ersten Offiziers (& Wissenschaftsoffizier) mit T’Pol. Sie soll auch Beobachterin auf dem Schiff dienen. 

In den ersten beiden Staffeln dreht sich die Handlung um die ersten Erkundungen der Enterprise, den Kontakten mit andere Völkern, ersten kleineren Konflikten und der Vorstellung aller wichtigen Crewmitglieder, sowie dem sogenannten „Temporalen Kalten Krieg“. Während der Ton in den ersten beiden Staffeln noch relativ fröhlich ist, ändert sich dies ab Staffel drei. Nach einem verheerenden Angriff auf die Erde wird die Enterprise in die delphische Ausdehnung geschickt, um die Spezies der Xindi daran zu hindern eine Superwaffe zu bauen, welche die Erde vernichten kann.

Staffel 4 schlägt schließlich Brücken zu bekannten Star Trek Elementen, wie der Föderation freier Planeten, dem Eugenischen Krieg und dem dunklen Spiegeluniversum. Auch hier bleibt der Ton konstant düster, wodurch die Serie quasi in zwei Hälften geteilt wird; zumindest was die Tonalität angeht.

Ich muss gestehen, dass diese Serie wohl der perfekte Einstieg ins Star Trek Universum ist, da S.T. Enterprise eine handwerklich hervorragende Serie ist, sehr spannend geschrieben wurde und durch den durchwegs sympathischen Cast zu überzeugen weiß. Die deutsche Synchronisation verstärkt diesen Umstand nur noch. Auch wenn die einzelnen kleinen und großen Handlungsbögen schwanken, was Spannung und Epik angeht, so ist die Serie durchwegs sehr sehenswert und erinnert mich von der Struktur her an Star Gate SG 1. Während die ersten Folgen eher lose miteinander verknüpft sind, bilden sich immer komplexere Handlungsbögen heraus, auf die auch später noch Bezug genommen wird.

Dazu kommen viele Details, wie kleine Veränderungen am Aussehen der Figuren im Verlauf der Staffeln, oder die stetige Ausarbeitung der Hauptfiguren, was diese vertieft und im Lauf der Serie teilweise sehr stark verändert.

Alles in allem ist Star Trek: Enterprise eine sehr unterhaltsame Sci-Fi Serie und die gerade für Neulinge interessant. Es fehlen zwar noch viele grundlegende Elemente im Universum, aber im weiteren Verlauf sind dafür die Grundsteine gelegt und als Neulinge wächst man quasi mit der Crew der ersten Enterprise mit.

Ich kann diese Serie empfehlen und vom aktuellen Standpunkt aus hat sich dieser Erstkontakt mit dem Universum wirklich gelohnt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Venom: Dark Origin | Review | Marvel Must Have

Titel: Venom: Dark Origin
Autor:Zeb Wells
Zeichner: Angel Medina
Seiten: 124
Verlag: Panini/Marvel
Release: 2020

Ich bin ein großer Fan von Venom. Dies liegt zum einen am grandiosen Donny Cates Comicrun und zum anderen an den beiden sehenswerten Filmen mit Tom Hardy. Im Zuge des Marvel Must Have Imprints habe ich den Band Venom: Dark Origin gelesen, der die Herkunftsgeschichte des Symbioten im Stil der späten 2000er neu erzählt!


Dezent gruselig … (c) Panini Comics/Marvel Comics

Eddie Brock hat ein schwieriges Leben und durch seine verlogene Art wird alles noch komplizierter. Als Erwachsener holt ihn sein zweifelhaftes Verhältnis zur Wahrheit ein, als er eine katastrophale Reportage über einen Serienkiller abliefert. Er verliert fast alles und stürzt in die Finsternis. Dort lauert Venom und zusammen werden sie zu einer schrecklichen Nemesis für die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft …


Ich mag das Tempo von Venom: Dark Origin und wie sich die Geschichte entwickelt. Man erlebt die verschiedenen Etappen von Eddies Leben, angefangen bei seiner miesen Kindheit bis zum ersten Kampf mit Spider-Man, und dabei lernt man auch wie Eddie zu dem wurde, der er heute ist. Abseits des Tempos steigt auch die Spannungskurve durchgehend an und führt den Leser immer weiter in die Finsternis von Eddie.

Optisch ist der Zeichenstil von Angel Medina zeitweise etwas abenteuerlich, aber grundlegend sehr ansprechend. Man merkt die Wurzeln von Medina als Zeichner der Spawn Comics und diese Eigenheiten im Stil passen perfekt zum Charakter Venom!


Alles in allem ist Venom: Dark Origin ein optimaler Comic für Gelegenheitsleser, Neueinsteiger umd Veteranen. Es wird kein Vorwissen benötigt und man kann direkt ins Venomverse eintauchen. Als kleines Extra gibt es am Ende des Bands einen Leitfaden mit weiteren wichtigen und/oder lesenswerten Heften mit/über Venom. Für mich ist der Band ganz klar ein lesenswerter Vertreter von Marvel Must Have!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Nerd.Ics liest … Strange Academy 2: Klassenfahrt nach Asgard

(c) Panini Comics

Marvel Hogwards goes Band 2! Oder wie eine Zauberschule im Marvel-Universum echt gut unterhalten kann!

Titel: Strange Academy 2: Klassenfahrt nach Asgard
Autor: Scottie Young
Zeichner: Humberto Ramos
Seiten: 148
Sprache: Deutsch
Verlag: Marvel / Panini Comics

(c) Panini Comics

Was ich von Band 1 der Serie halte könnt ihr gerne hier nachlesen bzw auch jeder der gerne in die Serie einsteigen möchte, kann gerne auch zuerst alles zu Band 1 nachlesen!
Scottie Young trifft einmal mehr bei mir auch als Autor ins Schwarze, da ich dieses Konstrukt rund um die Strange Academy, einer Zauberschule, unheimlich spannend und erfrischend finde.
Aber nun mal zur Story von Band 2.

Am Ende vom ersten Band stirbt Doyle Dormammu im Sumpf nahe der Strange Academy und Emily Bright ist schwer verletzt. Das Lehrer-Team rund um Dr. Strange versuchte alles mägliche um Doyle zu helfen, aber jede Hilfe kam zu spät. Wir werden nun in Heft eins in einen Traum von Emily geworfen, in dem sie mit Doyle auf einem Boot sitzt und ihn gerne Küssen wurde, doch als sie in Flammen aufgeht, wacht sie aus ihrem Traum auf und merkt das sie in einem Krankenbett liegt. Dort erfährt sie auch das Doyle tot ist und wir bekommen in einer Rückblende Dr. Strange’s Kampf um Doyle’s Leben gezeigt. Emily’s Leben hing auch am seidenen Faden und nur der Tigergott Hogoth konnte ihr helfen, zu dem sie auch von Dr. Strange gebracht wurde. Ein längerer Dialog zwischen Strange und Hogoth entsteht und schlussendlich hilft er Emily und wir kommen wieder in die Gegenwart.
Emily beginnt nun einen Streit mit Dr. Strange, da sie nicht versteht warum man Doyle nicht zu Dormammu, seinem Vater, gebracht und der ihm sicher helfen hätte können. Woraufhin Emily versucht in die dunkle Dimension zu reisen, jedoch dort von Dr. Strange beruhigt und zurückgebracht wird. Am Weg in ihren Schlafsaal möchte sie jedoch noch einmal gerne Doyle sehen und etwas ausprobieren. Sie nimmt die Decke über seinem Kopf weg und küsst ihn. Und wie sollte es anders sein, Doyle erwacht vom Toten und ist wieder lebendig.

Damit endet Heft 1 und wie es weitergeht könnt ihr wie immer im Band selber nachlesen.

(c) Panini Comics

Kommen wir nun zu meinem Fazit. Ich glaub man hatts schon aus meinem kurzen Story-Teaser rausgelesen wie sehr mich dieser Teenie-Zauberei-Comic abholt und wie sehr mich die Story reinzieht. Ich kann auch nicht genau sagen warum, aber ich mag das Setting, die Charaktere und die Storyline. Scotty Young schafft es, meiner Meinung nach, hierganz gut mal Marvel Comics etwas anders zu zeigen und setzt mit was ganz anderen, zum restlichen Kanon, an. Die Zeichnungen runden den ganzen Comic noch perfekt ab und machen ihn für mich zu einem echt starken Comic.

Ich denke es ist vorallem auch für junge Comic-Einsteiger eine echt großartige Serie, da das Zielpublikum doch eher Jugendliche Leser sein sollten. Hier muss man aber definitiv mit Band 1 beginnen.

Danke an Panini Comics für das Rezensionsexemplar!

Immer noch genial! | Alan Wake Remastered Gedankenspiel

2021 war ein großartiges Jahr für Alan Wake Fans. Nicht nur wurde der zweite Teil für 2023 angekündigt, sondern es erschien auch Remaster für die aktuellen Konsolen, darunter erstmalig für die Playstation 4/5. Als großer Fan dieses Spiels, war Alan Wake eines meiner Highlights für die Xbox 360, und jetzt habe ich mir selbstredend die Remaster Version zugelegt und mich erneut in dem Spiel verloren.

Im Remaster enthalten sind das Hauptspiel, sowie die beiden DLC’s The Signal und The Writer.

Leider fehlt das Minisequel Alan Wake’s American Nightmare, aber hoffentlich findet dieses Spiel noch irgendwie seinen Weg auf die aktuellen Plattformen.

(C) Remedy Entertainment

In Alan Wake steuert man den titelgebenden Autor Alan Wake, der seit geraumer Zeit in einer Schaffenskrise steckt. Schlafstörungen und Alpträume ergänzen seine Misere noch zusätzlich. Um neue Kraft zu finden und gleichzeitig seine Ehe zu reparieren, reist Alan mit seiner Frau Alice in den beschaulichen Ort Bright Falls. Nach einer mysteriösen Schlüsselübergabe und der ersten Nacht in der gemieteten Ferienhütte verschwindet nicht nur Alan’s Frau, sondern auch die kleine Insel mitsamt der Hütte.

Alan muss sich nun der Dunkelheit stellen die Bright Falls heimsucht, das Rätsel um die Finsternis und das Verschwinden seiner Frau lösen, aber gleichzeitig seine Unschuld beweisen, dass er den mutmaßlichen Mord an Alice nicht begangen hat, aber als ob das nicht genug ist muss Alan ein mysteriöses Manuskript beenden. Dieses hat er selbst zu schreiben begonnen und die darin geschilderten Ereignisse beeinflussen die Realität..

Man merkt bereits, dass es einen ganzen Haufen an Plotpunkten gibt mit denen man sich als Spieler auseinandersetzen muss. Durch die bewusste Gliederung der Handlung in Episoden kommt allerdings kaum der Faktor einer Überladung zustande. Das Spiel nimmt sich wie eine gute Serie Zeit, um seine Handlung zu entfalten, die Figuren zu entwickeln und die Spannungspunkte durch diverse Twists zu steigern. Dabei gerät die übergreifende Rahmenhandlung nie in den Hintergrund, sondern entwickelt sich durch die einzelnen Handlungsstränge stetig weiter zu einem befriedigenden Gesamtplot.

Alan Wake stehen einige sympathische Nebenfiguren zur Seite, die nicht nur in der Handlung relevant sind, sondern teilweise aktiv ins Gameplay eingreifen und den Spieler im Kampf unterstützten. Was die Bösewichte angeht bleiben diese angenehm nebulös bis ihren Twists, welche die Handlung weiter vertiefen. Dabei bleibt das Spiel zum Ende hin bewusst offen für eine weitere Erzählung in diesem Universum.

(C) Remedy Entertainment

Zwei große künstlerische Einflüsse in Puncto Erzählung und Optik sind die Werke von Stephen King und die Serie Twin Peaks. Erstere Inspirationsquelle zeigt sich allein dadurch, dass der Hauptcharakter ein Autor ist und sich mit seinem eigenen Werk auseinandersetzen muss. Das Böse versteckt sich auch in Alan Wake hinter scheinbar alltäglichen Dingen, wie auch in den Werken Kings. 

Twin Peaks lieferte offenkundig die Vorlage für das Örtchen Bright Falls, was sich in der Inszenierung als beschauliches Örtchen mit einem dunklen Geheimnis niederschlägt. Hier muss ich einem späteren Absatz etwas vorgreifen, da Alan Wake auch nach mehr als 11 Jahren immer noch sehr ansprechend inszeniert ist. Das Städtchen Bright Falls ist wie so ziemlich alle Schauplätze im Spiel sehr stimmig in Szene gesetzt und kann auch auf modernen Szenen noch immer gefallen!

Abseits von Twin Peaks und Stephen King gibt es noch mehr Einflüsse wie Alfred Hitchcock, The Twilight Zone oder die Werke von Neil Gaiman.

(C) Remedy Entertainment

Bevor ich mich mit den Spielmechaniken von Alan Wake Remastered auseinandersetze, möchte ich ein paar ergänzende Worte zur Optik und zur Akustik verlieren. Die damals verwendete in-house Engine, ein Quasi Vorgänger zur Northlight Engine vom Spiel Quantum Break, ist hervorragend gealtert und braucht sich auch heute in vielerlei Hinsicht nicht verstecken. Besonders ingame ist Alan Wake meisterhaft inszeniert und kann immer noch durch seine Spielereien mit Licht und Schatten begeistern. Die Zwischensequenzen haben nach all den Jahren etwas Staub angesetzt, sehen aber immer noch ansprechend aus und vertiefen die unheimliche Atmosphäre des Spiels, welche durch die ingame Grafik bereits aufgebaut wird.

Im Zusammenspiel mit der episodischen Erzählweise erhält Alan Wake Remastered somit das Flair einer Gruselserie wie man sie aus den 90er Jahren kennt.

Die deutsche Synchronsation ist immer noch sehr hochwertig und ist wie ein guter Wein gereift. Den Sprechern merkt man an, dass sie wissen wen sie sprechen, worüber gesprochen wird und was für Emotionen eingebaut werden müssen. Auch der Soundtrack ist stimmig und fügt sich in die bereits etablierte Atmosphäre nahtlos ein.

Auch auf technischer Ebene ist das Alan Wake Remaster sehr sauber und Bugs sind eher selten. In meinem Durchlauf sind mir nur zwei begegnet. Einer betrifft den Lift der Mühle in der zweiten Episode, welcher im Zuge eines Einbruchs der Bildrate nicht mehr an seinen ursprünglichen Platz zurückkehrte und der Zweite betrifft das Auflösen der Spielwelt während einer Autofahrt. Erstgenannter Bug war dezent nervig, weil er einiges an Fortschritt kostete, während der Zweite eher unterhaltsam war.


Alan Wake Remastered ist ein Third-Person-Shooter. Das bedeutet man ballert sich mit einem breiten Arsenal an Schuss- und Hilfswaffen durch die Gegner. Als Twist muss man die Feinde zuerst mit der Taschenlampe (wahlweise auch andere Lichtquellen) bestrahlen um den Schild der Dunkelheit um sie herum zu brechen, da sie ansonsten unverwundbar sind.

Alternativ kann man mit Leuchtpistolen oder einer gut gemeinten Blendgranate einen oder gleich mehrere Gegner über den Jordan schicken. Größere Feinde brauchen meist etwas mehr bearbeitung bis sie fallen. Neben den regulären Feinden, sogenannte Besessene, gibt es Vögel und Gegenstände die von der Finsternis in Besitz genommen wurden, kurz gesagt Poltergeister.

Neben dem ganzen Gekämpfe kann man die teils sehr weitläufigen Level erkunden und dabei den Sammelaufgaben nachgehen, wie dem Finden der Manuskriptseiten, oder dem Auflesen von Thermoskannen. Diese Nebenaufgaben vertiefen zum Teil die Handlung, aber auch die Spielwelt gewinnt durch Objekte wie Schilder einiges an Dichte.

An dieser Stelle muss ich auch meine beiden einzigen Kritikpunkte am Spiel äußern. Zum einen wirkt das Leveldesign etwas zu sehr in die Länge gezogen, dies merkt man besonders bei allen Gebieten die vorzugsweise mit dem Fahrzeug bereist werden und andererseits sind manche Gebiete einfach zu stark mit Gegnern vollgepackt. Man wird zwar im Vorfeld für gewöhnlich mit viel Munition ausgestattet, aber das Resourcenmanagment wirkt durch solche hakligen Passagen gern etwas inflationär.


Anschließend kann ich nur ein Lob für Alan Wake Remastered aussprechen. Trotz seines Alters ist das Spiel immer noch top und macht immer noch sehr viel Spaß. Ich habe die erneute Reise nach und durch Bright Falls sehr genossen und kann das Spiel auch nach heutigen Maßstäben vollends empfehlen. Klar, es ist nicht mehr alles auf der Höhe der Zeit aber Alan Wake Remastered funktioniert immer noch sehr gut!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

DerStigler & Nerd.Ics lesen … Non-Stop Spider-Man: Coup mit Köpfchen

P.: Es gibt wieder ein Team-up mit Nerd.Ics. Im heutigen Beitrag widmen wir uns dem Comic Non-Stop Spider-Man: Coup mit Köpfchen. Wie beim letzten Mal werden wir uns Absatz für Absatz abwechseln und euch so unsere Eindrücke schildern!

N.: Ich kannte bisher von Joe Kelly nur einen Teil seines Daredevil Runs und den hab ich mega abgefeiert und dazu bin ich ein großer Fan der aktuellen ongoing von Spider-Man und somit war es klar, dass ich bei diesem Band reinschauen werde. Gleich vorweg „Non-Stop“ Spider-Man ist hier Programm, Action pur und eine Story mit sehr hohem Tempo!

(c) Marvel Comics/Panini Comics

P.: Als Peter Parker aka Spider-Man zusammen mit der Reporterin Norah Winters die Spur einer neuartigen Droge verfolgt bekommt es das Duo mit schwerbewaffneten und hervorragend trainierten Söldnern zu tun. Als sich auch noch Baron Zemo von Hydra einmischt ist das Chaos perfekt …

P.: Ich mag das hohe Tempo von Non-Stop Spider-Man und die damit verbundene geraffte Handlung, die sich jedoch genug Zeit nimmt um sich selbst zu entwickeln und beide Plotlinien kombiniert. Leider wirken die beiden Handlungsstränge, so gut sie ineinandergreifen mögen, als ob man zwei Ideen für einen Comic hatte und diese auf Zwang kombinieren wollte. Dies ist jedoch meckern auf hohem Niveau, da die Geschichte dennoch gut funktioniert und zu unterhalten weiß. Was mich eher etwas abschreckt ist der Zeichenstil des Comics. Die generelle Inszenierung ist sehr hochwertig und passt zum erzählerischen Tempo während die Figuren teilweise etwas befremdlich aussehen.

(c) Marvel Comics/Panini Comics

N.: Kommen wir nun zur Story an sich. Wir werden sofort in die Story geworfen und sehen wie unsere liebe Spinne von nebenan aus dem 15. Stock eines Gebäudes springt und ihm dabei so einiges durch den Kopf geht. Unten angekommen sehen wir auch warum er aus dem Fenster springt, er wird verfolgt und es kommt zu einer klassischen Verfolgunsgjagd auf New York’s Straßen mit allem drum und dran. Währenddessen bekommt Spidey einen Anruf von einer Freundin namens Kel, welche ihm gesteht, dass sie eine Droge namens „1-Plus“ genommen hat und, dass es ihr nicht so gut gehe.
Rückblende 2 Stunden früher. Spidey befindet sich auf dem Begräbnis eines Kommilitonen von der Uni namens Austin und hier sehen wir auch Peter’s Freundin Kel. Wir finden im Laufe des Bandes raus das Austin und später dann auch Kel durch „1-Plus“ einiges an Intelligenz eingebüßt haben, so als hätte ihnen jemand selbige ausgesaugt. Wir erfahren auch, dass es noch mehr solcher Fälle in ganz New York gab und alle, nach dem Intelligenzverlust, tödlich endeten. Nur bei Kel konnte Spidey, durch sofortiges eingreifen, den Tod verhindern, jedoch landete sie mit enormen Schäden auf der Intensivstation.
Dort taucht dann auch eine alte Bekannte von Spidey auf, nämlich Reporterin Norah Winters und sie ist es auch die Spidey mehr über die anderen Fälle erzählt. So beginnen beide gemeinsam die Fälle aufzuklären.
Außerdem sehen wir in Heft eins noch die Rückkehr eines alten Bekannten und zwar taucht Baron Zemo auf der Betriebsversammlung einer Hydra-Splittergruppe in Paris auf und metzelt dort mal alle unfähigen Hydra-Agenten nieder.
Wie es dann weitergeht könnt ihr wie immer im Band nachlesen.

(c) Marvel Comics/Panini Comics

P.: Alles in allem ist Non-Stop Spider-Man: Coup mit Köpfchen ein solider Band, der sowohl für Veteranen als auch Gelegenheitsleser geeignet ist und durch sein hohes Tempo glänzt. Auch wenn der Band im Vergleich zu anderen Geschichten etwas abfällt kann ich ihn dennoch empfehlen, da man gut unterhalten wird!

N.: Nun zu meinem Fazit. Was waren das für actiongeladene 5 Hefte? Ein irres Tempo, eine Unmenge an Action und trotzdem viel Story und viel Inhalt. Und zu allem noch als Draufgabe, macht das auch noch ordentlich Spaß!
Sowohl die Storyline mit Spidey, mit den ganzen Rückblenden und der Jagd nach den Übeltätern hinter der Droge, als auch die Storyline mit Baron Zemo sind übelst gut. Alleine das Auftauchen von Zemo bei der Versammlung in Paris hat mich mega geflasht. Ihr merkt schon ich komm nicht mehr aus dem Schwärmen raus und kann euch den Band nur wärmstens empfehlen.

Ich würd sogar sagen, dass er auch als standalone Story für Einsteiger geeignet ist, obwohl ich natürlich jedem auch die aktuelle Spider-Man ongoing von Nick Spencer nur wärmstens empfehlen kann. Definitiv in meinen Top-Ten in Sachen Comics für heuer!

Das wars von unserer Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Flash – Der schnellste Held der Welt | The Flash Giant Vol. 1 & 2 Double Feature Review

Speed me up! ⚡️❤️

Barry Allen ist Flash und somit der schnellste Held der Welt. In der heutigen Double Feature Review (ich bin froh dieses Format reaktiviert zu haben) geht es mir um die beiden Miniserien Flash Giant Vol. 1 & Vol. 2. Diese sind zwar in einem deutschen Paperback veröffentlicht worden, aber die Geschichten stehen für sich!

Beide Serien stammen aus der Feder von Gail Simone, welche man von vielen DC Serien und einigen Marvel Comics kennt, während sich als Zeichner Clayton Henry auszeichnet (welch schlampiger Ausdruck), den man beispielsweise von Black Lightning kennt.


The Flash Giant Vol. 1 (7 Ausgaben)

Als ein mysteriöser Schurke die Rogues nach und nach aus dem Gefängnis befreit, um Flash auf Trab zu halten, muss der schnellste Mensch der Welt alles geben um diese Verschwörung aufzudecken. Nebenbei muss Barry auch noch sein Privatleben, sein Liebesleben und seinen Job managen. Es gibt also viel zu tun für den schnellsten Mann der Welt und die Gefahr ist groß …

Die Handlung von The Flash Giant Vol. 1 ist von Anfang an spannend und entwickelt sich von Heft zu Heft immer weiter bis zur Enthüllung des Superschurken, sowie der Schlacht gegen ihn.

Lobend muss ich auch das Tempo erwähnen mit dem sich die Story entwickelt. Dieses ist genau richtig und nimmt sich viel Zeit um neben der Haupthandlung mit The Flash auch seine Geheimidentität Barry Allen „Screentime“ zu heben. Außerdem kriegt jeder Rogue seine eigene „Show“ pro Ausgabe, wo er oder sie vorgestellt wird, was sehr Einsteigerfreundlich ist. Besonders wenn man die Größe der Rogues Gruppe bedenkt.

Zusammengefasst ist The Flash Giant Vol. 1 eine äußerst hochwertige Miniserie, die nicht nur den schnellsten Mann der Welt und sein Privatleben beleuchtet, sondern sich auch mit seinen Feinden beschäftigt und diese in einen größeren Plot einbindet!


The Flash Giant Vol. 2 (5 Ausgaben)

Doch kaum hat Flash die Bedrohung durch die Rogues abgewendet, wartet ein weiteres Übel auf ihn!

Während einer Kreuzfahrt wehrt Flash einen Angriff von King Shark auf Unschuldige ab und wird anschließend in ein Abenteur durch Raum und Zeit geworfen, bei dem er gegen Reverse Flash kämpft.

Erzählerisch ist The Flash Giant Vol. 2 ebenfalls sehr spannend, bleibt aber hinter der ersten Serie doch zurück. Besonders die Spannungskurve steigt weniger steil an, als bei der Rogue Verschwörung. Damit ist die zweite nicht langweilig, da hier der alternative Reverse Flash aus der Zukunft ein spannender Bösewicht ist, aber es gibt dennoch Luft nach oben.

Die Einbindung einer zeitreisenden Soldatin gibt dem Comic eine gewisse Dramatik, die definitiv zu den Stärken des Comics gehört.

Optisch ist The Flash Giant Vol. 2, wie auch der Vorgänger, über jede Kritik erhaben und besticht durch ebenso stark, wie für das Auge wohltuhende Bilder!

Somit bleibt The Flash Giant Vol. 2 zwar hinter der ersten Serie zurück, ist jedoch dennoch eine lesenswerte Miniserie über den schnellsten Mensch der Welt!


Zusammengefasst kann ich den Comic Flash – Der schnellste Held der Welt mit seinen beiden Miniserien sowohl für Anfänger als auch für Veteranen empfehlen. Man braucht relativ wenig Vorwissen, wird aber von der Exposition auch nicht erschlagen. Kurz gesagt: ein toller Band mit zwei abgeschlossenen Serien und sehr schönen Bildern!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Nerd.Ics liest … Spider-Gwen: Erstaunliche Kräfte

(c) Panini Comics

Endlich mal wieder ist es Zeit für eine Rezension aus dem Hause „PaninInk“ und dieses mal geht’s ins Hause Marvel. Wir bekommen die 2. Hälfte der 2015er Spider-Gwen Serie in einem Band geliefert und ob die hält was ssie verspricht könnt ihr in dieser Rezension lesen.

Titel: Spider-Gwen: Erstaunliche Kräfte
Autor: Jason Latour, Tom Taylor,
Zeichner: Robbi Rodriguez,
Seiten: 228
Sprache: Deutsch
Verlag: Marvel / Panini Comics

(c) Panini Comics

PaninInk Stories aus dem Hause Marvel veröffentlicht ist die Spielregel etwas anders als bei DC, hier werden dann ältere Comic-Serien im schicken kleineren Format neu aufgelegt. Dies ist vorallem für Leser wie mich perfekt um Serien nachzuholen. Spider-Gwen (2015) war immer schon eine Serie die ich mir nachkaufen wollte, da ich nur gutes darüber gehört habe. Nun kam mit diesem Band eine gute Alternative für mich.
Aber widmen wir uns mal der Story dieses Bandes, wir befinden uns im Ultimate Universum, was bedeutet das hier einiges etwas anders ist. SO auch zum Beispiel das Gwen Stacy von einer radioaktiven Spinne gebissen wurde und dadurch zu Spider-Woman wurde. Soweit so gut, jedoch hat sie kurz vor dieser Storyline ihre Kräfte verloren und muss dadurch als Spider-Gwen den Alltag meistern. Sie hat zwar einen Weg gefunden ihre Kräfte zurückzuerlangen, aber immer nur für kurze Zeit und in einer gewissen Dosis.
Außerdem ist in diesem Universum Frank Castle nicht der brutale Rächer Punisher, sondern ganz einfach ein unheimlich brutaler Cop, der immer wieder versucht Gwen zu schnappen. Unter anderem hetzt er Kraven auf Gwen und versucht so auch, unter anderem, ihren Vater zu entführen.
Castle versucht Norman Osborn auf seine Seite zu bekommen um noch mehr Unterstützung zu bekommen und Gwen wiederum hat das Wissenschaftsgenie Reed Richards auf ihrer Seite.
Ganz zum Schluß des Bandes bekommen wir auch noch das „All New Wolverine Annual 1“ geliefert welches Laura und Gwen in einem Heft vereint und jeder der mich kennt weiss wie sehr ich X-23 liebe und somit feiere ich auch dieses Heft dementsprechend ab, obwohl ich es schon im Zuge des Tom Taylor Runs gelesen habe. (welchen ich im übrigen nur wärmstens empfehlen kann)

(c) Panini Comics

Was bleibt mir hier noch als Fazit zu schreiben? Wir bekommen genau das was wir von einem „Ink-Band“ erwarten geliefert, Coming-of-Age per excellence.
Natürlich weiss ich das auf Seiten von DC mit eigenstädnigen und vorallem neuen Stories gearbeitet wird und bei Marvel nur Re-Releases kommen, aber für als jemanden der auch diese Stories nicht kennt ist es eine großartige Möglichkeit an ältere STories zu einem guten Preis und in einem großartigen Format ranzukommen.
Absolute Leseempfehlung von meiner Seite!

Danke an Panini-Comics für das Rezensionsexemplar!

Star Wars Visions (Disney+ Original) | Review

2021 ist ein großartiges Jahr für mein Star Wars Fandom. The Mandalorian hat mein Fandom geheilt. Mit Rogue One & Solo habe ich zwei großartige Filme gesehen (Beiträge folgen bei Zeiten) und mit Star Wars Visions wurde ich ebenfalls sehr gut unterhalten. Außerdem bildet diese Anthologie-Serie den Auftakt zur nächsten Anime-Offensive mit dem Unteritel GX!

Wie beim letzten Mal werde ich in regelmäßigen Abständen diverse Anime in formatübergreifenden Beiträgen vorstellen und die diesmalige Laufzeit beträgt ein Jahr. Sprich von Dezember 2021 bis Dezember 2022. Genug davon, es geht um Star Wars!


In Star Wars Visions präsentieren 9 Animestudios je einen Kurzfilm, der im Star Wars Universum angesiedelt ist. Die einzelnen Kurzfilme sind völlig autark zueinander und gehören nicht zwangsläufig zum offiziellen Kanon.

Warum die Medien Anime & Star Wars nicht früher kombiniert wurden ist mir nach dieser Serie schleierhaft. Ja die Qualität der einzelnen Folgen schwankt mitunter aber was gelegentlich an Qualität fehlt wird mit Kreativität ausgeglichen. Zentrale Themen sind der Kampf zwischen Jedi & Sith oder die Herrschafft des Imperiums, aber trotzdem erzählen die einzelnen Folgen grundlegend interessante Geschichten.

Besonders die Folgen „Das Duell“, „Die neunte Jedi“, „TO-B1“ & „Der Alte“ teilen sich das Thema Jedi vs Sith, sind aber stilistisch äußerst hochwertig und erzählen dabei spannende Geschichten, die auch für sich als Serie stehen könnten. Dies gilt aber auch für die Folge „Tatooine Rhapsodie“, die thematisch eine völlig andere Richtung einschlägt und die Musik in den Fokus stellt.

Die deutsche Lokalisierung ist sehr hochwertig und die Figuren sind durchgehend sehr gut mit Sprechern besetzt von denen ich das Gefühl habe, sie wissen über was sie sprechen. Auch der Soundtrack ist hörenswert und passt perfekt zum japanisch angehauchten Star Wars.

All diese Punkte führen mich zu einer essenziellen Frage; kann ich Star Wars Visions empfehlen? Ja kann ich!

Auch wenn die Serie qualitativ schwankt, ist sie breit genug gefächert, um für Jeden etwas zu bieten. Sowohl alte wie neue Fans können ihren Spaß mit der Serie haben und besonders die diversen Duelle in der Serie sind mehr als sehenswert. Wer also Interesse an einer japanischen Interpretation des Star Wars Mythos hat kann hier bedenkenlos reinschauen.

Das war von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der etwas andere Weihnachtsfilm! | The Nightmare before Christmas Review

Dieser Beitrag ist ein Teil von buchperlenblogs Adventkalender und wenn ich schon kein Weihnachtsspecial mache, kann ich mich zumindest an einem tollen Projekt beteiligen. Danke dafür an dieser Stelle!

Ich will seit Jahren einen Beitrag zu Henry Selicks Grusical, basierend auf einer Tim Burton Geschichte, schreiben und was bietet sich besser an als die besinnliche Weihnachtszeit? Zu Halloween kann jeder einen Kommentar zu Nightmare before Christmas ablassen und etwas ähnliches denkt sich auch der Protagonist des Films Jack Skellington.

Er ist der Kürbiskönig von Halloween Town und ein Vorbild für jeden. Jack verfällt jedoch in Melancholie, da er es leid ist jedes Jahr dasselbe zu tun. Während eines Waldspaziergangs findet er einen Baumkreis. Jeder Baum steht für einen anderen Feiertag und Jack landet in Christmas Town, der Weihnachtsstadt. Völlig begeistert von der bunten Umgebung und der heiteren Stimmung beschließt Jack seine Mitbewohner von Halloween Town dazu zu bewegen selbst Weihnachten zu feiern. Als er im Zuge der Vorbereitungen auch noch den Weihnachtsmann entführen lässt beginnt der Albtraum vor Weihnachten …


Die größte Stärke von Nightmare before Christmas ist die morbide aber auch magische Atmosphäre, welche sich immer in Projekten wiederspiegelt in die Tim Burton involviert ist. Alles wirkt liebevoll und gleichzeitig angenehm gruselig. Ich meine, wie viele Filme schaffen es albtraumhafte Monster als putzige Helfer oder gar als sympathischen Helden darzustellen?

Vielleicht ist es auch die Mischung aus Halloween (das Gruselwusel Fest) und Weihnachten (als Teil der Raunächte, die ebenfalls gruselig sind), welche den atmosphärischen Reiz des Films ausmacht. Es fallen definitiv mehrere Segmente zusammen, die die Atmosphäre so dicht machen.

Man bezeichnet den Film gern als „Puppen Grusical“, da Gesangseinlagen vorkommen, das Setting eher ins Horrorgenre gehört und die Figuren durch Stop-Motion zum Leben erweckt werden. Diese Mischung, mit vielen Verweisen auf andere Genres, funktioniert ebenso gut wie die facettenreiche Atmosphäre und harmoniert mit dieser einfach großartig.


Abschließend kann ich nur meinen Hut vor Henry Selicks Arbeit ziehen. Besser hätte es Meister Burton nicht machen können. Der Film nutzt bekannte Elemente der Burton Werke, kriegt dabei die Identität seines Schöpfers aufgedrückt und bietet zahllose Details in denen man sich verlieren kann. Nightmare before Christmas ist nicht nur ein großartiger, sondern auch ein zeitloser Film, welcher auch nach knapp 30 Jahren nichts von seiner Magie verloren hat.

Für Jung & Alt geeignet kann sich Nightmare before Christmas auch mit den großen Kinderfilm-Klassikern aus dem Osten wie Westen messen, selbst wenn das Setting spezieller ist aber es sind die vielen besonderen Kleinigkeiten des Films, welche eine Sichtung (oder viele weitere) immer sehenswert macht!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

BRZRKR Vol. 1 | Review

Titel: BRZRKR Vol. 1
Autor: Keanu Reeves & Matt Kindt
Zeichner: Rin Garney
Seiten: 144
Release: 2021

Über BRZRKR wurde bereits im Vorfeld der Erscheinung gesprochen. Immerhin ist Keanu Reeves in das Projekt involviert als Autor und Netflix plant aus dem Comic ein kleines Franchise aufzubauen. Ich habe den ersten Band nun gelesen und kann den Hype teilweise nachvollziehen, aber ich muss auch etwas Kritik anbringen. Somit willkommen zu meiner BRZRKR Vol. 1 Review!

(C) Boom Entertainment

B ist ein unsterblicher Halb-Gott, der vor Jahrtausenden geboren wurde und nur den Krieg kennt. Sein einziger Wunsch ist die Sterblichkeit. Um diesen Wunsch erfüllt zu bekommen arbeitet B für die US Regierung und kämpft die Kämpfe, welche für normale Menschen zu brutal sind und im Gegenzug soll sein Leben endlich beendet werden …


Ich mag die Handlung von BRZRKR. Sie ist schön simpel und bekommt durch die Vorgeschichte in ersten Heften etwas Tiefgang, aber leider hängt sich die Story etwas zu sehr in einer Zeitperiode auf. Hier wäre wohl eine größere Varianz besser gewesen, die auch den „endlosen Krieg“ von Hauptcharakter B glaubhafter wirken lässt. Dies ist aber Jammern auf hohem Niveau.

Optisch ist BRZRKR ein Highlight. Dreckig, düster und verdammt blutig führt Zeichner Rin Garney den Leser Panel für Panel durch den dunklen Epos, springt dabei gekonnt zwischen Zukunft und Gegenwart, vergisst aber dabei nicht den Charakter B etwas menschlich wirken zu lassen, was auch erzählerisch ein Thema ist.

Alles in allem ist BRZRKR Vol. 1 ein lesenswerter Einstieg in die düstere Serie über einen die Sterblichkeit suchenden Halbgott. Erzählerisch nicht zu 100% überzeugend, aber optisch absolut hochwertig kann ich den Band jedem empfehlen, der was außerhalb regulärer Comics sucht!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein kurzer Kommentar zu … The Last Duel

Ridley Scott gehört meiner Meinung nach zu den größten Filmemachern aller Zeiten und hat weithin bekannte Klassiker aber auch versteckte Perlen erschaffen. Mit The Last Duel begibt sich Meister Scott ins Mittelalter und erzählt die Geschichte zwei Adeliger im Kampf durch Gottesurteil!

Frankreich am 29. Dezember 1386. Ser Jean de Carrouges hat den Junker Jacques Le Gris (sein ehemaliger bester Freund) angeklagt, da seine Frau Marguerite de Carrouges behauptet von Le Gris vergewaltigt worden zu sein. Im Zuge des Gerichtsprozesses wurde mit Zustimmung des Königs Karl VI ein Schiedskampf durch Gottesurteil entschieden. Eine Partei (de Carrouges oder Le Gris) lügt und der Sieger des Duells auf Leben und Tod wird die Wahrheit sprechen durch Gottes Entscheidung …

The Last Duel lebt von zwei Symmetrien, die den gesamten Film beherrschen. Einerseits die Erzählung der Handlung aus der Sicht der drei Hauptfiguren, was in Kapiteln geschieht, und andererseits das Zusammenspiel der drei Hauptdarsteller Matt Damon (Jean de Carrouges), Adam Driver (Jacques Le Gris) sowie Jodie Comer (Marguerite de Carrouges). Auch wenn die Gesamtlaufzeit mit 153 Minuten etwas zu lang ist, um die Spannung permanent zu halten holt das Duell am Ende alles raus und liefert einen harten Kampf ab, bei dem man sich an Game of Thrones erinnert fühlt.

Allgemein ist die Tonalität von The Last Duel sehr düster wirkt dafür aber glaubhaft und ist herrlich dreckig. Somit lässt sich abschließend sagen, dass ich eine Lanze für The Last Duel brechen muss. Trotz einer gewissen Länge macht der Film verdammt viel Spaß und unterhält bis zum titelgebenden Duell am Ende sehr gut. Für Mittelalter-Fans ist der Film ein wahres Fest, aber wer historische Dramen mag, kann gern reinschauen. Ich habe die Sichtung nicht bereut!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

DerStigler & Nerd.Ics lesen … Man-Bat: Das Monster von Gotham

P.: Herzlich willkommen zu einer Doppelrezension von mir und Nerd.Ics. In diesem Beitrag werden wir unsere Meinung zur aktuellen Man-Bat Serie mit euch teilen und pro Absatz den Comic verarbeiten!

N.: Für mich ist dieser Band ganz klar der erste Kontakt mit Man-Bat und nachdem ich mich etwas in die Geschichte der Figur eingelesen hatte, hab ich mich schon auf eine richtig schön trashige, sehr horrorlastige Story gefreut. Ob ich die auch geliefert bekommen habe, könnt ihr in den nächsten Absätzen von Patrick und mir lesen.


Dr. Kirk Langstrom möchte gehörlosen Menschen helfen und hat ein Serum entwickelt, basierend auf seinen Forschungen mit Fledermäusen. Wann immer Kirk das Serum einnimmt wird er zur monströsen Man-Bat und terrorisiert Gotham City. Nun verliert Langstrom immer mehr die Kontrolle über Man-Bat, was den dunklen Ritter Batman aber auch die Suicide Squad auf den Plan ruft. Als sich dann noch ein schrecklicher Feind Batmans einmischt nimmt das Chaos seinen Lauf …

(C) Panini Comics/DC Comics

N.: Was ich sehr gut fand, war, dass wir gleich auf den ersten Seiten eine kleine kurze Origin zu Man-Bat quasi geliefert bekommen, wir sehen Kirk Langstrom und seine Frau Francine und wir erfahren auch von Kirks tauber Schwester der er gerne durch Forschung an Fledermaus-Genen helfen möchte. Das dies anscheinend nicht ganz so funktioniert hat, sieht man vorallem daran, dass er sich immer wieder in eine menschliche Fledermaus verwandelt und dann zu einer dezent aggressiven Monstermaschine wird. Jedoch erfahren wir auch sehr schnell, dass er immer im klassischen Zwiespalt des typischen Antihelden steht, da er eigentlich den Menschen helfen möchte, aber es irgendwie nie so richtig hinbekommt. Natürlich ist sein großer Gegenspieler Batman, der die „gute“ Fledermaus in dieser Soap-Opera ist und dadurch auch immer den Hass von Kirk heraufbeschwört.

(C) Panini Comics/DC Comics

So viel mal zur Figur Man-Bat an sich, aber was geschieht nun in dieser Story?

Kirk verwandelt sich wieder einmal in Man-Bat, Batman hält ihn danach auf, bringt ihn in seine Bat-Höhle und untersucht ihn gründlich um festzustellen, dass das Federmaus-Serum sich in Kirks Zellen tief verankert hat und die Fledermaus in ihm immer mehr überhand nimmt. Wir erleben einen Wissenschaftler der eigentlich nur ein Heilmittel für die Taubheit seiner Schwester sucht und dabei sich selbst zerstört. Bei der Überstellung nach Arkham, verwandelt sich Kirk wieder in Man-Bat und flieht. Auf der Flucht wird ihm kurzerhand die Suicide Squad an die Fersen gehängt und es bricht ein actiongeladenes Kapitel an, in dem sich zuerst Deadshot, Boomerang und dann auch noch Killer-Croc an Man-Bat versuchen. Schließlich taucht auch noch Scarecrow auf um die Party zu komplettieren. Nach diversem hin und her geslashe trifft Kirk ein uns sehr bekannter Hammer von der Seite.


P.: Ich mag die Story der Man-Bat Miniserie. Sie fühlt sich wie eine klassische Batman Story an, was die Atmosphäre angeht, aber mit einem großen Schuss Dr. Jeckyll und Mr. Hyde. Dies erinnert wiederum an die Hulk Comics ABER Man-Bat besitzt genug Eigenständigkeit um diese Vergleiche schadlos zu überstehen. Optisch macht der Comic einiges her. Artist Sumit Kumar schafft es vorbildlich die düstere Atmosphäre einzufangen und dazu den irren Humor der Suicide Squad einzubinden.

N.: Kommen wir nun zu meinem Fazit des Bandes, die erwartete Horror-Trash-Action hab ich wohl nicht ganz bekommen, aber einen Einblick in eine Figur die ich bisher so noch nicht kannte. Vorallem der Part als Kirk bei Harley auf der Couch gelegen ist, war für mich das absolute Highlight des Bandes. Göttlich!
Ansonsten echt solide Action, zeichnerisch gut inszeniert und echt ein netter standalone Band der natürlich auch für Einsteiger gut geeignet ist!

P.: Zusammengefasst ist die Man-Bat Miniserie eine lesenswerte Story über den Reverse-Batman. Nicht nur wird die Figur Kirk Langstrom aka Man-Bat vertieft, sondern auch die Weichen für sein kommendes Team-up mit der Justice League Dark gelegt. Ich wurde sehr gut unterhalten und das Warten auf diesen Comic hat sich ausgezahlt!

DerStigler Ein kurzer Kommentar zu … Gynoug

Eigentlich arbeite ich an mehreren Beiträgen zum Thema Videospiele ABER ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen meine Nintendo Goldpunkte aufzuwenden und mir den Port des Megadrive Spiels Gynoug zu holen. Ein ebenso unterhaltsames wie kurzweiliges Shoot’em up!

Der Himmel wird von den Dämonen des Iccus angegriffen. Ihr Anführer ist ein Wesen namens Destroyer. Wor, ein Engel, wird entsandt die Legionen des Bösen und deren Anführer zu vernichten …

Eigentlich ist es komplett egal worums in Gynoug geht, da das Shoot’em up Genre in erster Linie aus purem Gameplay besteht. In sechs Welten ballert man sich von links nach rechts, sammelt Power up’s auf und versucht den zahllosen Projektilen auszuweichen, während man sich die Gegnerhorden vom Leib hält. Als besonderes Schmankerl kann man neben den Nebenbossen die Endgegner jeder Welt ansehen. Diese erfordern ein gewisses Maß an Taktik aber auch Geduld, da der Schwierigkeitsgrad sehr hoch ist.

Zum Glück kann man sich mit Savestates und diversen Cheats zumindest etwas Luft zum atmen verschaffen. Mein Tipp ist jedoch die Cheats in der richtigen Kombination zu verwenden um die Balance aus Anspruch und Frustgrenze ausgewogen zu halten!

Optisch wie akustisch ist Gynoug sehr solide aber nichts besonderes. Hier gibt es dann doch wesentlich opulentere Genrevertreter.

Gynoug ist ein wunderbares Spiel für zwischendurch, was man einfach anwerfen und los zocken kann. Ja es gibt besseres im Genre aber für einen schmalen Taler kann man schon als Engel Wor die dämonischen Legion bekämpfen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein kurzer Kommentar zu … R.I.P.D. – Rest in Peace Department

Comicverfilmungen außerhalb des Dunstkreises von Marvel/Disney und DC/Warner haben es oftmals sehr schwer. Egal ob es um die Erschaffung einer stabilen Fanbase geht oder die Anerkennung von Pressestimmen. Dazu kommt auch der zu erwartende Mangel an Vetrauen in die Marke, siehe Dredd als bestes Beispiel.

Heute geht es mir um R.I.P.D. – Rest in Peace Department, basierend auf der gleichnamigen Comicserie des Dark Horse Verlags und dieser Film kann trotz seines eher schlechten Rufs untehalten. Warum? Nun das kläre ich jetzt auf!

Nachdem Detective Nick Walker von seinem Partner während eines Einsatzes erschossen wird und im Jenseits landet, wird er dem R.I.P.D. als Partner von Sheriff Roy Pulsifer zugeteilt. Die beiden haben die Aufgabe dämonsiche Seelen aufzuspüren und dem jüngsten Gericht zuzuführen. Während ihrer Arbeit stößt das ungleiche Duo jedoch auf eine Verschwörung, die beide Welten ins Chaos stürzen könnte …

Ich kenne die Comicvorlage zum Film nicht und kann daher keinen Vergleich ziehen, aber R.I.P.D. kann Spaß machen, sofern man die Erwartungen zurückschraubt. Der Film ist typisches Popcorn Kino und das ist vollkommen okay.

Als Highlight des Films kann man die Symmetrie von Ryan Reynolds, Jeff Bridges und Kevin Bacon ansehen. Diese drei Schauspieler liefern jeweils eine tolle Performance ab und haben auch eine gute Chemie zusammen.

Bereue ich die Sichtung von R.I.P.D.? Nein tue ich nicht. Er ist kein Meisterwerk, aber ein lustiger Action-Film für einen Filmabend und manchmal reicht das völlig aus, selbst für eine Comicverfilmung. Man muss nicht mit jedem Vetreter das Genre komplett neu erfinden!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Nerdics liest … Batman: Die Maske im Spiegel 1 + 2

(c) Panini Comics

Das DC Black Label liefert uns eine weitere von der Kontinuität losgelöste Batman Story. Ideal für Quereinsteiger, aber wie immer auch für alte Hasen in Sachen Batman. Die Frage ist nur kann die Story mit vorangegangenen großartige Black Label Titeln mithalten?

Titel: Batman: Die Maske im Spiegel 1+2
Autor: Mattson Tomlin
Zeichner: Andrea Sorrentino
Seiten: 60 + 60
Sprache: Deutsch
Verlag: DC Black Label / Panini Comics

(c) Panini Comics

Dr. Leslie Thompson wird plötzlich, weil sie Geräusche vor ihrer Wohnungstür hört. Sie geht dem ganzen nach und findet vor ihrer Tür liegend Batman mit schweren Verletzungen. Als sie merkt das er noch lebt, entfernt sie die Maske und stellt schockiert fest, dass Bruce Wayne Batman ist. Sie nimmt ihr Handy zur Hand und will den Notruf wählen. Jedoch zögert sie. Warum nur fragt sie sich. In ihrer Erinnerung sehen wir, dass sie Bruce Wayne schon in jungen Jahren kennengelernt hat und zwar war sie seine Therapeutin nach dem Tod seiner Eltern. Sie versuchte immer wieder seine jugendliche Wut zu bekämpfen und ihm zu helfen. Nun zählt sie eins und eins zusammen.
Sie wählt den Notruf nicht, hilft Bruce die Nacht zu überstehen und stellt ihn am nächsten Tag zur Rede bzw stellt sie eine Bedingung an ihn. Er soll ab jetzt jeden Morgen zu ihr für eine Therapiestunde vorbeikommen, wo sie mit ihm die Ereignisse der Nacht aufarbeitet.
Parallel dazu geschehen sehr brutale Attacken von Batman auf diverse Personen aus dem Umfeld des Unternehmers Arnold Wesker. Es stellt sich heraus das es sich um einen Batman Doppelgänger handelt.
Auf genau diese Fälle wird die eifrige Detective Wong vom GCPD angesetzt und ermittelt gegen Batman.
So viel zu Band 1 ohne all zu große Spoiler und im folgenden Absatz bekommt ihr auch etwas zu Band 2 zu lesen. Also wer beide noch nicht gelesen hat, sollte den nächsten Teil vielleicht auslassen und gleich zum Fazit weiter unten springen.

Nachdem Detective Wong bei ihren Ermittlungen schlußendlich vor Bruce Wayne’s Tür gelandet ist, steigen wir in den zweiten Band ein mit Dr. Thompson welche inzwischen immer länger am Morgen auf Batman warten muss, da dieser in der Nacht damit beschäftigt ist den Doppelgänger zu finden.
Wir sehen eine Rückblende in der ein verzweifelter Alfred vor Leslie Thompson’s Tür steht und um Hilfe wegen dem jungen Bruce Wayne bittet. Ein unheimlich schön und fast schon herzzereissender Dialog mit einem großartigen Alfred, den wir hier bekommen.
Wir springen wieder zurück in die Gegenwart wo Batman nach einer neuerlich harten Nacht zu Leslie Thompson in die Therapie kommt und über die ereignisse der Nacht mit ihr spricht.
Danach kehren wir wieder zu Wayne Manor zurück wo gerade ein Verhör von Detective Wong mit Bruce Wayne beginnt und sie völlig überrascht davon ist das Bruce Wayne sowohl seine Akten von Wayne Enterprises für sie zugänglich macht, als auch mit ihr kooperiert.
Wie der Fall dann weitergeht könnt ihr wie immer im Band selbst nachlesen.

(c) Panini Comics

Kommen wir nun zum Fazit der Story. Mit Mattson Tomlin haben wir wieder mal einen Filmemacher der sich als Comic-Autor versucht und dabei eine richtig düstere, Film-Noir-eske, Detecktivgeschichte schreibt, die zwar immer wieder mal etwas sperrig wirkt, aber trotzdem einen in den Bann zu ziehen weiss. Für mich sicher nicht der beste aller Black Label Titel, aber durchaus einer bei der man beruhigt zugreifen kann.
Dazu kommen die wunderbaren Zeichnungen von Andrea Sorrentino, welche wie immer überzeugen können und erst dadurch dem Comic diese, oben beschriebene, Stimmung verleihen.
Da es eine, vom Kanon losgelöste, Story ist kann man den Band durchaus Einsteigern empfehlen, jedoch würde ich als kompletter Neueinsteiger eventuell davor ein paar andere Batman Stories lesen und ich erst dann an diesen Titel wagen.
Alles in allem eine sehr solide Story und ich freue mich schona uf den dritten und finalen Band der Serie.

Danke an Panini Comics für die Rezensionsexemplare!

Ein kurzer Kommentar zu … Willy’s Wonderland

Nicolas Cage ist DER Schauspieler für Filme, die unter dem Radar fliegen. Mit Mandy und die Farbe aus dem All hat Meister Cage für mich bewiesen, dass er nicht nur in großen Filmen glänzen kann, sondern auch in kleineren Werken eine starke Performance abliefert. Mit Willy’s Wonderland wird ein weiterer Film aus diesem Spektrum hinzugefügt.

Nachdem sein Auto eine Panne erleidet landet der namenlose Protagonist (Nicolas Cage) in Hayesville, Nevada. Um die Reparatur für das Auto zu bezahlen wird ihm die Reinigung des verlassenen Lokals Willys Wonderland als Nachtarbeit angeboten. Der Protagonsit nimmt den Deal an. Über Nacht soll er das Lokal reinigen und Morgen bekommt er seinen reparierten Wagen. Der Haken an der Sache ist die Truppe von Killerrobotern (mechanische Stofftiere), die das Willys Wonderland bewohnen …

Okay, Willy’s Wonderland ist die Five Nights at Freddy’s Verfilmung, nach der nie jemand gefragt hat und nein, es gibt keine Bezüge zum genannten Videospiel-Franchise, ABER verdammt funktioniert der Film gut. Die Handlung ist sehr simpel und macht Spaß während Nicolas Cage eine äußerst interessante Performance abliefert. Ohne Text und nur mit einer stoischen Miene macht er den mörderischen Puppen das Leben schwer, während er seinem Job nachgeht.

Der Rest des Casts ist ebenfalls sehr solide, aber auch die restlichen Aspekte des Films funktionieren hervorragend miteinander. Besonders der Soundtrack und die Effekte sind absolut top.

Zusammengefasst ist Willy’s Wonderland ein kleiner, skurriler, aber sehr sehenswerter Film, dessen Zielgruppe wohl eher klein ist, aber wer sich mit absurden Horror-Komödien anfreuden kann, sollte einen Blick (oder zwei) riskieren.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Finch (Apple Original Films) | Review

Titel: Finch
Originaltitel: Finch
Regie: Miguel Sapochnik
Laufzeit: 115 Minuten
Release: 2021

Finch ist der Grund warum ich mein Apple TV Abo reaktiviert habe und das sagt wohl schon einiges aus, da dieser Streamingdienst für mich seit der Veröffentlichung das Schlusslicht unter den Anbietern dargestellt hat. Ein Blick auf das offizielle Poster hat allerdings mein Interesse geweckt und die Sichtung hat sich definitiv gelohnt!


In einer dystopischen Zukunft ist ein Großteil der Welt durch eine Sonneneruption in eine unbewohnbare Wüste geworden. Starke ultraviolette Strahlung und Temperaturen von über 65 Grad sind ebenso normal wie extreme Wetterphänomene.

Der Robotik-Ingeneur Finch lebt mit seinem Hund Goodyear in seinem unterirdischen Labor des Unternehmens für das er einst gearbeitet hat. Aufgrund einer schweren Erkrankung baut er einen Roboter, der sich um Goodyear kümmern soll, falls Finch stirbt.

Eines Tages wird St. Louis, die „Festung“ von Finch, zur möglichen Todesfalle da 15 extreme Wetterphänomene im Stadtgebiet aufeinanderprallen werden, was einen Megasturm entfesseln würde.

Also machen sich Finch, Goodyear und Jeff (so nennt sich der Roboter) auf den Weg nach Westen. San Francisco wartet …


Erzählerisch setzt Finch keine neuen Akzente, da man die Handlung und Elemente daraus bereits aus anderen Filmen wie I Robot, I am Mother oder Wall-E kennt. Das ist aber nicht wirklich schlimm, denn Finch ist ein Film mit viel Herz und im ansonsten episch angelegeten Sci-Fi- bzw Weltuntergangssetting ist das eine willkommene Abwechslung. Über weite Strecken ist der Film angenehm ruhig und verzichtet auf Actionszenen, was auch eine überraschende Stärke ist.

Finch verbindet die Genres Science-Fiction, Road Movie und in kleinem Maße Coming-of-Age miteinander, was wunderbar harmoniert und dem Film seine ebenso heitere wie traurige Atmosphäre verleiht.

Die größte Stärke des Films bildet das Trio der Hautpfiguren. Goodyear ist einfach ein Hund, bildet aber das Kernstück der Handlung, denn sein (Über)Leben gilt als höchstes Ziel für Finch und Jeff. Tom Hanks liefert als Ingeneur Finch eine großartige Performance ab und verkörpert einen Einzelgänger, der sich nichts aus Teamplay macht, aber eine enge Bindung zu Goodyear hat.

Jeff ist auf einer Metaebene der Vorläufer großer Roboter des Kinos wie C-3PO oder Wall-E. Durch sein kindliches Wesen muss Jeff noch viel über die Welt lernen und die simple Symmetrie mit dem Mensch Finch ist genial. Während sich menschliches Leben dem Ende nähert wird das maschinelle Leben langsam lebensfähig. Die Figur Jeff ist von Anfang an sympathisch und wird sehr schnell die zentralste Hauptfigur.

Während der Reise nach San Francisco präsentiert Finch wunderschöne, menschenleere Landschaften und vermittelt äußerst glaubhaft den Charakter eines Road Movies. Dadurch erhält der Film auch Eigenheiten eines Kammerspiels und die Atmosphäre von Finch wird durch diese Reise umso dichter. Der absolut hörenswerte Soundtrack tut sein übriges!


Zusammengefasst ist Finch ein absolut sehenswerter Genrehybrid dessen Schlichtheit seine größte Stärke ist. Der Film verfügt über viel Herz und selbst wenn man alles bereits woanders gesehen hat, wird dennoch von der Symmetrie der Figuren gerührt sein. Ich kann den Film ohne Bedenken weiterempfehlen, da man hier ein rundes Werk bekommt, dessen Ruhe ein angenehmer Kontrast zum normalerweise actionlastigen Science-Fiction ist.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein kurzer Kommentar zu … Batman: Die Jagd des dunklen Ritters aka Batman Universe

Man kann von Brian Michael Bendis und seiner jüngsten Arbeit an Superman sowie dem Event Leviathan halten was man will, ABER mit Batman Universe hat Meister BMB bewiesen, dass er immer noch hochwertige Geschichten schreiben kann.

Als Batman einen Raubüberfall des Riddlers vereiteln will, erkennt er, dass sein alter Widersacher nicht mehr er selbst ist. Seine Beute, ein Fabergé-Ei, führt zu einer Nachfahrin des Wildwest-Kopfgeldjägers Jonah Hex und in der Folge entpuppt sich das Ei als mächtiges Artefakt. So wird Batman in ein Abenteuer durch Raum und Zeit geworfen …

Erzählerisch macht Batman Universe eigentlich alles richtig. Die Handlung ist spannend, hat ein angenehm hohes Tempo und führt den Leser zu vielen Schauplätzen mit vielen Figuren neben dem dunklen Ritter. All das wird sehr schick von Zeichner Nick Derington inszeniert, der auch die relativ lockere Tonalität des Comics, wie man sie bereits in der Handlung bemerkt, darzustellen weiß.

Alles in Allem ist Batman Universe ein hochwertiger Comic, dessen umfassende, aber nicht überladene Story zu gefallen weiß und gleichzeitig starke Bilder abliefert. Wer also einen etwas „helleren“ Batman Comic sucht sollte dieser Arbeit von BMB eine Chance geben!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Nerd.Ics liest … Fantastic Four 7

(c) Panini Comics

Die Fantastic Four gehen in die siebte Runde nunmehr und da ich die ersten 6 Bände als solide Unterhaltung empfunden habe, war es klar das ich auch hier ein Blick riskieren musste!

Titel: Fantastic Four 7: Das Tor der Ewigkeit
Autor: Dan Slott,
Zeichner: Ze Carlos,
Seiten: 164
Sprache: Deutsch
Verlag: Marvel / Panini Comics

(c) Panini Comics

Nick Fury beauftragt Susan Storm mit einem Einbruch und zwar in keinem geringeren Gebäude als der Botschaft von Latveria. Was wir auch sofort erfahren ist, dass Susan ohne das Wissen ihres Ehemannes für SHIELD arbeitet. Dieser hat jedoch auch diverse Geheimnisse vor ihr, wie sich noch im Laufe dieses Bandes herausstellen soll. Aber nun zurück zum Auftrag, Susan schleicht sich unsichtbar und unbemerkt in die Botschaft. Beobachtet dort Dr. Doom und seine treue Kriegerin Victorious, als plötzlich ein riesiges Wesen bei Doom einbricht und eins seiner größten Geheimnisse stehlen will. Dabei merkt Viktor an, dass es sich bei dem Wesen um ein Wesen aus einer höheren Ebene handle und er nichts gegen den Einbruch tun kann, außer die Diebesbeute zu zerstören.
Dabei zeigt sich auch das Dr Doom die ganze Zeit von Susan’s Anwesenheit wusste und als das Monster die Botschaft verlassen hat, dabei merkt er an, dass auch Reed Richard etwas hat, was für das Wesen interessant sein könnte. Es handelt sich um spezielles Material, welches in Tarnboxen versteckt ist. Im Geplänkel zwischen Sue und Doom, realisiert Susan das sie wohl auch nicht alle Geheimnisse ihres Mannes kennt und ruft ihn kurzerhand an um ihn zu warnen, da Dr. Doom anmerkt es würde um die Zerstörung der Welt gehen.
Nach dem erfolgten Anruf und der damit verbunden Warnung, veranlasst Reed gerade noch rechtzeitig die Evakuierung des Baxter Buildings, da es ein paar Sekunden später nur mehr aus einem großen Loch in der Erde besteht.
Es entbrennt ein großer Kampf zwischen den Fantastic Four, Dr Doom und diversen anderen Verbündeten und dem misteriösen Wesen.
Und damit auch schon genug angeteasert von meiner Seite. Mehr könnt ihr wie immer im Band selbst nachlesen.

(c) Panini Comics

Im Vorfeld war ich etwas skeptisch was diesen Band anging, da die Serie doch immer wieder so ein bisschen auf und ab ging in den einzelnen Bänden und auch diverse STory-Arcs etwas mühsam waren, aber vorallem die King in Black Tie-Ins haben mich dann doch neugierig gemacht und natürlich wie es dann schlußendlich mit den F4 weitergeht, da ich nun doch schon lange in der Serie drinnen bin.
Doch dann ists ganz anders gekommen und der Band hat eigentlich von Beginn an unheimlich Spaß gemacht, der oben angeteaserte erste Story Arc war unheimlich erfrischend und brutalles Actionfeuerwerk und die King in Black Tie-Ins haben, wie eh immer bei diesem Event, voll abgeliefert. Ein echt überraschend starker Band, der sehr sehr viel Laune auf mehr macht.
Ich fand auch den Zeichnerwechsel als sehr erfrischend und neuen Schwung bringend.
Da es sich hierbei um die Nummer 7 aus der Serie handelt, ist der Band natürlich nur bedingt für Einsteiger geeignet, jedoch wird einem das Panini Vorwort sehr viel an Recherche abnehmen.

Danke an Panini Comics für das Rezensionsexemplar!

Ein kurzer Kommentar zu … Iron Man Vol. 1: Big Iron

Neuer Autor, neue Serie, neuer Tony Stark. Iron Man ist zurück und befolgt das Motto „back to the roots“!

Ein Neuanfang muss her. Ohne Hightech-Rüstung und millionenschwerer Firma im Rücken will Tony Stark aka Iron Man wieder nur gutes tun und ein Held sein. Jedoch lässt ihn sein negatives Image nur schwer. Während sich Iron Man mit alten Feinden misst und Hellcat ihn unterstützt für inneren Frieden erhebt sich ein mächtiges Übel im Schatten. Die Saga von Korvac beginnt.

Big Iron ist ein interessanter „Neustart“ für Iron Man nach seinem vorigen Neustart im Dan Slott Run. Erzählerisch greift der Band die finalen Ereignisse der „Neustart Serie“ auf und strickt diese geschickt weiter. Mit Korvac wird ein mächtiger Feind aufgebaut, der den eisernen Mann wohl länger beschäftigen wird.

Cafu liefert interessante Bilder ab, deren Stil im starken Kontrast zum letzten Run stehen aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase gefallen können.

Wer sich für Iron Man begeistern kann, egal ob Neuling oder Veteran, sollte dieser Reihe eine Chance geben. Ich kann den Band sehr empfehlen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Band!

Mortal Kombat (2021) | Review

MORTAL KOMBAT (stellt euch jetzt bitte die MK Titelmelodie vor) ist die dritte Live Action Adaption der Prügelspiel Serie für‘s Kino und ich muss gestehen, dass ich mit dem Mortal Kombat Franchise bisher kaum was anfangen konnte.

Meine Berührungspunkte mit den Spielen beschränken sich auf Teil 9 & 10 sowie den Cousins Injustice 1 & 2. Letztere haben aber auch nur das Gameplay mit der Reihe gemeinsam. Trotz dieser geringen Berührungspunkte habe ich dem Film eine Chance gegeben und ich wurde äußerst positiv überrascht!

Unsere Geschichte beginnt im 17. Jahrhundert und erählt den Höhepunkte der Fehde zwischen Bi-Han und Hanzo Hasashi, den späteren Kriegern Sub-Zero und Scorpion (später mehr dazu).

In der Gegenwart hat die Erde aka Earthrealm bereits 9 von 10 Mortal Kombat Turniere verloren. Wenn die Erde 10 Tuniere in Folge verliert wird sie von Outworld erobert. Der seelenfressende Magier Shang Tsung schickt seinen Assassinen Sub-Zero zur Erde, um eine alte Prophezeiung zu verhindern, welche das Kommen neuer Champions ankündigt, die das Tunier gewinnen könnten. Ein besonderes Drachenmal dient als Zeichen für alle neuen Champions.

Der ehemalige Profi-MMA Kämpfer Cole ist einer dieser Champions. Als er von Sub-Zero attackiert wird, rettet ihn der Söldner Jax, welcher ihm den Auftrag gibt seine Partnerin Sonya zu finden.

Nach einigen Schwierigkeiten gelangen Cole, Sonya, Jax und der zwielichtige Kano zum Tempel von Raiden, dem Schützer von Earthrealm. Dort werden sie von Raiden, Liu Kang und Kung Lao zu Champions trainiert und rüsten sich für die Schlacht gegen Champions von Outworld, welcher zu Beginn alles andere als fair verläuft. Doch durch eine Idee von Cole erzwingen die Krieger der Erde das Tunier, was Shang Tsung zu verhindert versuchte …


Mortal Kombat (2021) ist eine großartige Videospielverfilmung, setzt aber einiges an Vorwissen voraus. Besonders die Figuren aus dem MK sollte man bereits kennen, da es zwar Charakterentwicklung und Tiefgang gibt, aber dieser nicht im Fokus steht.

Im Mittelpunkt stehen die Kämpfe und das namensgebende Turnier, wobei sich der Film, trotz des vorausgesetzten Vorwissens, genug Zeit nimmt um die grundlegenden Dinge zu erklären. Dies ergibt auch die Erfindung des neuen Charakters Cole, da diesem „Neuling“ alles erklärt werden muss (oder zumindest was die Macher für wichtig hielten) ohne, dass sich die ZuseherInnen dämlich vorkommen.

Das absolute Highlight des Films ist meiner Meinung nach die Sub-Zero & Scorpion Fehde. Diese ist nicht nur der perfekte Einstieg im Film und eines der Highlights im Finale, sondern könnte etwas ausgebaut auch sein eigenes Spin-off sein. Natürlich sind auch die brutalen Kämpfe, berühmten Sätze aus den Filmen und die speziellen Angriffe aus den Videospielen mit dabei.


Mortal Kombat (2021) ist ein Liebesbrief an die Fans und abseits davon ein sehr guter Film. Akustisch wie optisch recht hochwertig, mit vielen Querverweisen auf die Vorlagen und dazu mit Humor garniert ist Mortal Kombat (2021) ein sehenswerter Film, dem leider eine gewisse Einsteigerfreundlichkeit fehlt. Gönnen kann man ihn sich aber definitiv!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Eine Woche in der Filmhölle: Dragon Ball Evolution

Herzlich Willkommen zum ersten Tag der „Filmhölle“! Ihr habt mir eine große Auswahl von euren Hassfilmen geschickt und daraus habe ich nun sieben …

Eine Woche in der Filmhölle: Dragon Ball Evolution

Danke für die Aufnahme meiner „Empfehlung“ in dieses Projekt. 🙈

Ein kurzer Kommentar zu … Batman: Schatten über Gotham

Mit diesem Comic (gefunden in meiner DC Comics Graphic Novel Collection Sammlung) kommen drei Dinge zusammen, die einfach zusammengehören. Batman, H.P. Lovecraft und der einzigartige Stil von Hellboy Schöpfer Mike Magnola.

Wir schreiben die fernen 1920er Jahre. Durch eine Expedition in Antarktis kommt ein ebenso uraltes wie finsteres Übel nach Gotham City. Während sich die Finsternis langsam ausbreitet, müssen Batman und seine Verbündeten alles daran setzt, um ihre Stadt zu retten. Doch der Preis für den Sieg über die Dunkelheit ist sehr hoch und der Feind schier unbesiegbar …

Schatten über Gotham ist ein purer Liebesbrief an die Mythologie von H.P. Lovecraft, dessen Werk unter anderem den Batman Mythos beeinflusst hat. Im Comic finden sich unzählige Anspielungen auf Lovecraft Geschichten und dessen Motive. So heißt das Böse im Comic das Ding auf der Schwelle, was eine direkte Referenz auf die gleichnamige Kurzgeschichte ist. Abseits davon ist die Mischung aus Batman Mythos und Lovecraft Mythos eine absolut geniale Idee, die auch thematisch großartig harmoniert.

Dazu kommt der bereits erwähnte Zeichenstil von Mike Magnola. Dieser verleiht bereits dem Hellboy Universum eine gewisse Einzigartigkeit und tut „Schatten über Gotham“ äußerst gut.

Abschließend ist Schatten über Gotham nicht der beste Batman Comic aber definitv ein herausragendes Werk im Batman Kosmos und ist somit ein lesesnwerter Comic für Fans des dunkles Ritters bzw. für Lovecraft Liebhaber!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein kurzer Kommentar zu … Gotham City Monsters: Die Stadt der Monster

Gotham City Monster ist definitiv meine Leseüberraschung des Jahres 2021. Ich habe nichts erwartet und wie so oft, wenn die Erwartungen niedrig sind, wird man positiv Überrascht. Autor Steve Orlando liefert mit diesem Band eine spannende Geschichte ab, die auch optisch sehr hochwertig inszeniert ist und was daran so spannend ist, erfahrt ihr jetzt!

In Monster Town, dem monströsen Stadtviertel von Gotham City, leben die echten Monster von Gotham City (fast wie Fable Town in den Fables Comics aber Vampiren und so). Genau dort erhebt sich eine uralte Bedrohung für das gesamte Multiversum und eine Gruppe ungewöhnlicher Helden schließt sich zusammen, um die Finsternis zu bekämpfen.

Die Konstellation aus Batwoman, Frankenstein, der Vampir Andrew Bennett, Killer Croc von und die monströsen Schurkinnen Orca und Lady Clay funktioniert überraschend gut, macht aber auch gleichzeitig lust auf mehr Abenteuer dieser ungleichen Truppe. Allgemein wirkt Gotham City Monsters durch seine Einbindung finsterer Helden und Schurken wie ein Justice League Dark/Suicide Squad hybrid, was wesentlich besser funktioniert, als es eigentlich sollte.

Steve Orlando schafft es geschickt eine Gruppe von Figuren aus der zweiten Reihe in den Mittelpunkt zu rücken, dabei eine epische Geschichte zu erzählen und gleichzeitig viele moderne Elemente des DC Multiversums einzubauen aber ohne die Geschichte überladen wirken zu lassen. Außerdem ist sie auch optimal für Gelegenheitsleser geeignet, da viel Exposition simpel erzählt wird.

Dank den Zeichnungen von Amancay Nahuelpan ist Gotham City Monsters auch optisch äußerst ansprechend inszeniert und somit liefert dieses Duo ein äußerst gelungenes Komplettpaket ab, dass auch in sich geschlossen ist, mit Potenzial für mehr Geschichten um die Monster aus Gotham City.

Ich kann den Band definitiv empfehlen. Hier fließen so ziemlich alle tradiotenellen Stärken der DC Comics zusammen!

Ein kurzer Kommentar zu … Green Lantern: Secret Origin

Hal Jordan ist die größte Green Lantern aller Zeiten aber wo kommt er her? Wie wurde er zur Lantern und wer hat ihn dazu ernannt? Wer sich solche Fragen stellt, kann entweder den Green Lantern Film sehen oder sich den Comic Green Lantern: Secret Origin gönnen. Als ich letztens einen Blick auf meine DC Graphic Novel Collection Sammlung geworfen habe ist mir dieser Band ins Auge gestochen und dann habe ich auch sofort gelesen.

Ein kleine Anmerkung für Comicneulinge. Wenn ihr was von DC lest und Geoff Johns auf dem Cover steht, ist es ein verdammt guter Comic!

Hal Jordan ist ein überaus talentierter aber hitzköpfiger Testpilot, dessen Hang zum Risiko sein berufliches Verhängnis wird. Von seinem Traumjob gefeuert und sozial am Boden nimmt sein Leben eine spannende Wendung, als er ein Raumschiff findet. Im Wrack des Schiffs findet Hal den tödlich verwundeten Abin Sur.

Green Lantern: Secret Origin ist eine actiongeladene Neufassung von Hal Jordans werdegang zu Green Lantern und dient gleichzeitig als Prolog für die kommende Blackest Night. Trotzdem bietet der Band genau Eigenständigkeit, um mehr zu sein als ein bloßes Tie-in. Viel mehr wird Hal Jordan in die moderne Ära von DC gebracht und dabei werden die Weichen für seinen großen Epos gelegt!

Dieser hat den Superschurken Atrocitus zur Erde gebracht, um die Prophezeiung der Blackest Night abzuwenden. Der Plan scheitert jedoch an Abin Surs Tod und Atrocitus Flucht. Vorher wird Hal Jordan ausgewählt eine Green Lantern zu werden. Am Anfang seines Weges muss Hal noch vieles lernen, sich Atrocitus stellen und durch die Schule der mächtigen Lantern Sinestro gehen …

Optisch wie Erzählerisch in der oberen Liga ist die Secret Origin der glorreichsten Lantern für Veteranen wie Neulinge perfekt geeignet, um sich im Kosmos der Lanterns zu verirren. Ich kann den Band definitiv empfehlen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Nightbooks | Review | Netflixers #33

Titel: Nightbooks
Originaltitel: Nightbooks
Regie: David Yarovesky
Laufzeit: 103 Minuten
Release: 2021

Der Oktober ist ja der Monat des Gruselns und demnach passt es auch Beiträge mit „gruseligen“ Themen zu verfassen. Nightbooks ist ein Fantasy-Horrorfilm basierend auf dem gleichnamigen Jugendbuch.

2021 unter der Regie von David Yarovesky (produziert von der Legende Sam Raimi) für Netflix erschienen zeichnet sich der Film durch die Eigenschaft des „kindgerechten Horrors“ aus. Damit meine ich die Mischung aus kindlicher Fantasie gepaart mit einer Prise Horror, der jedoch genauso hart ist, wie es Jugendliche verkraften sollten.

Worum gehts in Nightbooks? Der junge Horrorfan Alex gerät durch eine Verkettung dummer Zufälle in das Apartment der Hexe Natacha und wird von ihr als Geschichtenerzähler versklavt. Er muss ihr jeden Abend eine neue Geschichte erzählen oder die schrecklichen Konsequenzen ertragen. Im Apartment lernt er auch das Mädchen Yazmin kennen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beschließen die Beiden sich aus der Sklaverei zu befreien. Das erweist sich nicht nur schwerer als erwartet, sondern offenbar mehr als erwartet …

Ich mag Nightbooks. Der Film hat ein großartiges Tempo und entwickelt sich erzählerisch sehr gut. Vom eher traurigen Anfang über den gruseligen Mittelteil bis zum großen Finale bietet der Film nicht nur eine breite Palette an Emotionen, sondern auch eine spannende Geschichte, welche die Frage „wer bin ich?“ aufwirft und sie (für den Film) befriedigend beantwortet.

Den Cast empfinde ich als sehr sympathisch, wobei dieser schön kompakt ist. Alle drei Hauptdarsteller haben eine tolle Chemie miteinander und besonders Krysten Ritter geht in ihrer Rolle als grausame, exzentrische Hexe vollends auf. Auch die Effekte können sich sehen lassen. Besonders die „Monster“ sorgen mit dem mysteriösen Apartment, sowie der dunklen Tonalität für eine dichte Atmosphäre.

Letztere nimmt besonders zum Ende hin düstere Züge an und man merkt besonders hier die Produzentenarbeit von Horrormeister Sam Raimi.

Zusammengefasst ist Nightbooks ein toller Gruselfilm für Jung & Alt, der auch Leuten gefallen kann, welche eher weniger mit dem Horrorgenre anfangen können. Ich kann den Film definitiv weiterempfehlen und bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein kurzer Kommentar zu … Superman: Brainiac

Ein DC Held, den ich sehr mag aber von dem ich irgendwie kaum was gelesen habe (bisher) ist Superman. Das überrascht mich selbst ehrlich gesagt da der Mann von Morgen bzw. Mann aus Stahl zu den größten Ikonen der Comicwelt gehört. Zum Glück sammle ich ja die DC Comics Graphic Novel Collection (wie oft wird diese Erwähnung wohl noch kommen?) und dort sind einige Superman Geschichten abgedruckt. Der heutige Band erzählt aber nicht nur eine simple Superman Story, sondern re-etabliert auch noch den Schurken Brainiac und vertieft die Lore, also starten wir gleich los!

Vor vielen Jahre überfiel Brainiac, ein Alien mit der Besessenheit von Allwissenheit, den Planeten Krypton, tötete hunderte Kryptonier und schrumpfte die Stadt Kandor (Städte sammeln ist auch ein tolles Hobby, das habe ich während meiner Civilation 2 Eroberungen auch immer gemacht!). In der Gegenwart wird der Superschurke wieder aktiv und will dasselbe mit der Erde anstellen. Während Supergirl absolut panisch wegen dem Kommen von Brainiac ist, stellt sich Superman dem grünhäutigen Monster entgegen …

Also erzählerisch bleibt der Comic recht simpel und geradlinig aber genau darin die große Stärke. Die Storyline dient einzig dazu Brainiac als tödlichen Superschurken in das „moderne“ DC Universum der 2000er wiedereinzuführen und dabei die Lore der Kryptonier zu vertiefen. Was mir gefällt ist die ganze Inszenierung von Brainiac, der tatsächlich sehr mysteriös aufgebaut wird und dezent unheimlich wirkt. Hier läuft Geoff Johns zur Höchstform auf. Optisch hat der Band ebenfalls einiges zu bieten, besonders die düstere Tonalität, wie sie auch Batman: Golden Dawn oder der Grant Morrison Run hat, machen den Band auf optischer Ebene zu einer Augenweide.

Wer also einen Comic mit dem stählernen Mann von Morgen lesen will aber keine Ahnung wo er/sie anfangen soll, kann mit dieser Geschichte beginnen, da man auch ohne Vorwissen recht gut reinkommt und sehr gut unterhalten wird. Ich hatte meinen Spaß mit dem Band und habe Lust mehr mit/über/von Superman zu lesen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein kurzer Kommentar zu … Das schaurige Haus

2021 ist wohl das interessanteste Filmjahr seit langer Zeit für mich. Ohne die Kinos (oder zumindest in sehr eingeschränkter Form) findet sehr viel über Streamingdienste statt. Somit konnte ich einiges Filme des letzten Jahres nachholen, unter anderem das schaurige Haus, ein Gruselfilm aus Österreich, welcher sehr gute Kritiken eingefangen hat, aber für mich eine herbe Enttäuschung war.

Okay bei Horrorfilmen habe ich ohnehin keine hohen Ansprüche mehr und auch, wenn der Film ein paar Dinge gut macht ist er einfach zu langatmig, um bis zum Ende zu unterhalten. Dabei folgt der Film relativ streng das Konzept moderner Horrorfilme, was bereits bei der Handlung anfängt. Eine Familie (Mutter und zwei Söhne) aus Deutschland zieht in ein ländliches Dorf in Kärnten, weil die Mutter dort eine neue Arbeit bekommen hat. Sie ziehen in ein altes Haus, dass der Schauplatz eines Mordes war und von Geistern heimgesucht wurde. Die beiden Söhne gehen mit neu gefundenen Freunden dem Spuk auf den Grund und decken dabei den wahren Ablauf des Verbrechens auf.

Erzählerisch durchaus interessant, wenngleich nicht neu, aber leider relativ gezogen da die Handlung keinerlei neue Akzente in Genre setzt außer dem österreichischen Dialekt aber den hört man auch in anderen (Grusel)Filmen aus der Alpenrepublik. Auch die Schauspieler liefern eine solide Performance ab aber ebenso wie die „Horror-Effekte“ ist daran leider nichts besonderes oder gruseliges. Was ich dem Film aber zugute halten muss und hier funktionieren alle Komponenten, die einzelnen an Problemchen, sehr gut zusammen, ist die Atmosphäre des Films. Diese ist von Anfang an angenehm düster, teils bedrückend und auch etwas traurig. Hier holt das schaurige Haus einiges raus, aber das rettet den Gesamteindruck nicht.

Alles in allem ist das schaurige Haus kein schlechter und hat nette Ansätze bleibt aber am Ende des Tages ist der Film recht zäh und für seine relativ lange Laufzeit, gemessen am Horrorgenre Durchschnitt, zu langatmig. Eine Empfehlung kann ich nicht wirklich aussprechen aber wer einen deutschsprachigen Gruselfilm sehen will, kann ihn auf Netflix streamen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein kurzer Kommentar zu … Mandy

Zwei Genres, die sehr gut zusammenpassen sind Horror & Fantasy. Entweder als Dark Fantasy zusammen gemischt oder einzeln mit den jeweiligen Elementen aus dem anderen Genre funktioniert der Mix eigentlich sehr gut. In der ersten Jahreshälfte 2021 habe ich den Mandy von 2018 nachgeholt und das war ein echt wilder Ritt, was bereits bei der Prämisse anfängt.

Im fernen Jahr 1983 lebt der Holzfäller Red mit seiner Frau Mandy in einer abgeschiedenen Hütte. Eines Tages wird Mandy von Jeremiah, dem gestörten Anführer einer Endzeitsekte, entdeckte und dieser will die Frau für sich haben. Also der Irre ein paar dämonenhafte Biker, die völlig unter Drogen stehen, zum Haus des Pärchens um Mandy zu entführen. Es läuft nicht alles wie geplant, Mandy wird bei lebendigem Leib verbrannt und Red begibt sich auf einen blutigen Rachefeldzug gegen die Sekte und die Biker.

Mandy ist eine verdammt ambitionierte Hommage an die Ära des Videotheken-Horrors (1980er), wo man sich stumpfe und brutale Filme noch in der Videothek ausgeliehen hat. Allerdings ist der Film sehr hochwertig produziert und zelebriert durchgehend eine eigene Ästhetik, welche die „alten Vibes“ der 80er Jahre Horrorfilme neu aufleben lässt und dabei seine Märchenhaftigkeit auf Händen trägt. Irgendwo zwischen Horrorfilm-Hommage der 80er Jahre, düsterem Fantasyfilm & Barbarenfilm angesiedelt findet Mandy seinen eigenen Platz in der modernen Filmlandschaft.

Ich kann den Film definitiv empfehlen, da man so einen wilden Genremix nur sehr selten finden wird!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein kurzer Kommentar zu … Batman: Imperfekt

Ich mag Batman und was ich auch mag sind Geschichten die sich mit der Anfangszeit des dunklen Ritters beschäftigen. Batman: Imperfekt, im Original Batman: Tenses, erschien zwischen Oktober & November 2003 in zwei Ausgaben.

Erzählerisch handelt die Geschichte einerseits von Bruce Wayne und dessen Reformen innerhalb seines Konzerns, sowie von Ted Krosby, der den Reformen innerhalb Wayne Enterprises zum Opfer fällt, seinen Job verliert und anschließend auf die schiefe Bahn gerät. Dabei entwickelt er psychopathische Tendenzen und wird von Visionen geplagt. Während eines Mordes wird er von Batman gestellt.

Ich mag die Handlung von Batman: Imperfekt (Tenses), was am simplen Umstand des erfrischenden Settings liegt. Keine Superschurken, keine gigantischen Bedrohungen und keine Schlachten um Gothams Seele. Nur ein bemitleidenswerter Typ, der aber im Verlauf der Handlung immer abstoßender wird, und Bruce Wayne, dessen Taten auch Konsequenzen haben.

Dazu kommt ein äußerst eigener Zeichenstil, der mich entfernt an die Batman Animationsserie erinnert, aber gleichzeitig völlig eigen ist und sich nicht verstecken braucht gegenüber anderen Werken aus der Zeit.

Kurz gesagt ein sehr lesenswerter Comic!

Das war‘s von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

books and phobia

-Ein Blog für Bücher, Comics & Co. im Kampf gegen Depressionen & Phobien

Lass mal lesen!

Books for Kids & Teens

Comic-Nerd

Videospiele, Filme, Literatur & mehr!

Nerd mit Nadel

Comics - Lesen - Häkeln - DIY

Comicneuling

Comicreviews und News

Klappe!

Das Filmmagazin

Blütensthaub

Ralph Butler

Arvon's Inn

Home for Tabletop Ethusiasts

SPIELKRITIK.com

Games. Kultur. Kritik.

Seitenfetzer

Bücher und Manga - 100% subjektiv

Survivethis

News rund um Survival & Horror

Lesezeichen - Kunstblog

Hier findest du Kritiken, Reviews und Kommentare zu Büchern, Serien, Filmen und Musik!

SERIENOASE

Podcast über ostasiatische Serien und Filme