Io (Netflix Original) | Review [Netflixers #32]

Titel: Io
Originaltitel: Io
Regie: Jonathan Helpert
Laufzeit: 96 Minuten
Release: 2019

Die Netflixers gehen in Runde 32 und für die heutige Ausgabe habe ich mir den Science-Fiction-Postapokalys-Fantasy Hybrid-Film Io ausgewählt. Warum habe ich diesen Film ausgewählt? Nun ich mag Genre-Hybriden und Io ist mein Lieblingsmond des Jupiter!


Kernfakten von Jupiter

Titel: Io
Originaltitel: Io
Regie: Jonathan Helpert
Laufzeit: 96 Minuten
Release: 2019


Die Netflixers


Im Zuge einer Klimakatastrophe sind ein Großteil zahlreiche Menschen sowie alle Vögel & Meerestiere an toxischer Luft gestorben. Die Erde steht kurz vor der Unbewohnbarkeit. Mithilfe von 100 Raumschiffen wurden viele Überlebende zu einer Raumstation in der Umlaufbahn des Jupitermondes Io gebracht, von wo aus die Reise zu einer neuen Welt beginnen soll.

Sam Walden ist eine der letzten Überlebenden auf der Erde und führt die Arbeit ihres Vaters, ein Verfahren zur Reinigung der Atmosphäre zu entwickeln, fort. Ihr Freund Elon, ein Überlebender auf der Io Station bittet sie, mit dem letzten Shuttle zu ihm zu kommen. Eines Tages trifft Micah, ein weiterer Überlebender in der Enklave der Familie Walden ein, auf der Suche nach Sams Vater.

Einige Zeit später beschließen die beiden mit dem letzten Shuttle die Erde wirklich zu verlassen, um Sam die Last der Arbeit ihres Vaters zu nehmen …


Io ist ein interessanter Film. Klar die Prämisse sowie das Setting sind nicht neu und bereits im Genre etabliert aber die Thematik Klimakatastrophen geht immer und ist in den letzten Jahren immer „wichtiger“ geworden, wenn man auch auf unsere Welt blickt.

Abseits davon lebt der Film von seiner ruhigen Atmosphäre und dem langsamen Tempo. Es gibt keine aufregende Action, sondern viele ruhige Momente in denen die beiden Hauptfiguren ihren Gedanken nachgehen oder sich austauschen. Ebenso bleibt der Film in der Erzählung der bodenständig und baut nur ein paar Twists ein für die Spannung oder einen kleineren Aha-Effekt.

Was ich an Io loben muss, sind die ruhigen aber starken Bilder, welche leider zu selten vorkommen und wenn dann zu kurz, um vollends zu wirken. Egal ob Szenen mit dem Ballon von Micah oder Blicke auf Io, es sind diese Aufnahmen die eine ruhige Stärke ausstrahlen.


Alles in allem ist Io ein gelungener, ruhiger Science-Fiction, den man sich durchaus ansehen kann und der einige Stärken aber leider sein volles Potenzial nie ausschöpft. Ich mag den Film und den Cast, sowie den ruhigen Minimalismus mit den dennoch starken Bildern aber gegen andere Genrekollegen wie beispielsweise I am Mother hat Io keine Chance.

Trotzdem ist Io ein netter Film für zwischendurch, den man sehen kann. Ich vergebe ein sehenswert- !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Rückblick: Filmjahr 2020 (Kurzfassung)

Eigentlich sollte ein Podcast mit Felix zum Filmjahr 2020 kommen, aber der aktuelle Lockdown hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb gibt es hier einen kleinen kompakten Rückblick, in der Hoffnung, dass wir doch noch einen umfassenden Rückblick aufnehmen können.

Ich werde den Beitrag in drei Kategorien (Kino, Netlifx & Heimkino) gliedern und dort jeweils einen kurzen Kommentar dazu abgeben, inklusive Links zu den Rezensionen und einer kleinen Auflistung meiner Highlights.


Kino

Das Kinojahr 2020 war nicht so umfassend wie das von 2019, aber auch nicht enttäuschend. Ich hab überraschend viele Filme gesehen, von denen Titel wie 1917, Jojo Rabbit & Weathering with you extrem stark waren. Nachträge aus dem Kinojahr waren Bad Boys for Life, Ruf der Wildnis & der Spion von Nebenan. Manche dieser Filme haben bereits einen Beitrag bekommen und andere werden dazu noch einen erhalten.

Ebenso war das Kinjojahr 2020 sehr horrorlastig und ein Vertreter des Horrorgenres hat sogar den Platz meines Film des Jahres ergattet.

Meine Top 5 Kinofilme 2020 sind:

Der Unsichtbare

Guns Akimbo

Sonic the Hedgehog

⁃ 1917

Peninsula

2020 war auch das Jahr in dem Filme, die keine Blockbuster sind, bei mir sehr hoch im Kurs standen.


Netflix

Netflix bekommt auch im Rückblick einen eigenen Rückblick, da dieser Streamingdienst auch eine zwei Rubriken auf dem Blog inne hat und eine Säule von DerStigler geworden ist.

Ich habe 2020 mehr Serien als Filme von Netflix gesehen aber dafür waren die Filme fast durchgehend sehr stark und hochwertig. Dabei gab es eine angenehme Mischung aus westlichen & östlichen Filmen.

Meine Top 5 Netflix Originals 2020 sind:

The Irishman

Ich habe meinen Körper verloren

Telekinese

⁃ #amLeben

The Old Guard

Mit der schwarze Diamant & The Babysitter: Killer Queen gab es noch zwei Filme, die ich sehr mochte!


Heimkino

Abseits von aktuellen Filmen habe ich auch ältere Filme im Heimkino konsumiert. Neben ein paar großartigen Rewatches, wie Three Billboards und Outside Ebbing Missouri habe ich Filme entdeckt, die mir vorher entgangen sind.

Meine Top 5 Filme im Heimkino 2020 sind:

Whiplash

⁃ Der Marsianer

Midway

Parasite

Der Leuchtturm

The Sisters Brothers, Life of Pi, Passengers, The Hunt & Crawl gehören ebenfalls zu den Heimkinoerlebnissen, die mir sehr gefielen.

Das war soweit mein kompakter Rückblick auf das Filmjahr 2020. Ich hoffe er hat euch unterhalten und welche Filme euch begeistert haben, könnt ihr mir gern in die Kommentare schreiben.

Das war von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der Marsianer – Rettet Mark Watney | Review

Titel: Der Marsianer – Rettet Mark Watney
Originaltitel: The Martian
Regie: Ridley Scott
Laufzeit: 144 Minuten
Release: 2015

Ridley Scott ist einer der besten Filmemacher aller Zeiten. Egal ob Alien, Gladiator, Legende, Blade Runner, Alles Geld der Welt, oder Thelma & Louise, Scott schafft es immer wieder, bildgewaltige Filme zu erschaffen, aber auch einprägsame Figuren zu kreieren.

Heute geht es mir um Der Marsianer – Rettet Mark Watney, der auf Anhieb in meine Top 15 Science-Fiction Filme gekommen ist!


Kernfakten vom Mars:

Titel: Der Marsianer – Rettet Mark Watney
Originaltitel: The Martian
Regie: Ridley Scott
Laufzeit: 144 Minuten
Release: 2015


Handlung von der Marsianer spielt auf zwei Ebenen. Einerseits wird das Schicksal von Mark Watney beschrieben, der im Zuge des Abbruchs der Marsmission „Ares III“ auf dem Planeten, für tot gehalten, zurückgelassen wird und andererseits arbeitet die NASA an einem tollkühnen Projekt, den Astronauten zu retten, als sie erkennen das Mark Watney noch am Leben ist.

Während die NASA also an verschiedenen Konzepten für die Rettung arbeitet und sich vor einer PR Krise schützen will, muss Mark auf dem Mars seine Ressourcen, vor allem die Lebensmittel, aufstocken und sein Wissen als Botaniker nutzen, um auf dem roten Planeten etwas anzubauen.

Jedoch drängt die Zeit, da die Ressourcen von Mark dennoch knapp sind und der Mars nicht lebensfreundlich ist …


Eine der größten Stärken von der Marsianer ist es, eine eigentlich sehr ruhige Handling äußerst spannend zu erzählen und dabei auf die ansonsten genretypische Epik des Genres zu verzichten. Der Film baut seine Spannung auf der simplen Prämisse und dem allgegenwärtigen Zeitdruck auf, was über die gesamte Laufzeit hinweg großartig funktioniert. Die Charaktere, allen voran Hauptfigur Mark Watney, sind großartig geschrieben und man fiebert einerseits mit den Figuren auf der Erde mit aber auch mit Mark, in dessem Überlebenskampf auf dem roten Planeten. Man muss aber auch Matt Damon loben, welcher eine grandiose Performance abliefert und es schafft, den Zuseher mit viel Charme an sich zu binden und mit ihm mitzufiebern, wenn er beispielsweise Kartoffeln auf dem Mars anbaut, oder in seinen Videotagebüchern lapidar über seine Situation beziehungsweise den Fortschritt seines Plans berichtet.

Der Marsianer – Rettet Mark Watney ist neben den bereits genannten Stärken ein sehr intelligenter Blockbuster, der äußerst plausibel wirkt und eine realistische Note birgt, was sich eigentlich mit dem Science-Fiction Genre beißt, aber im Regelfall ein Zeichen für die hervorragenden Genrevertreter ist.

Weiters bietet der Film gewaltige Bilder, die den Realismus weiter unterstreichen und man meinen könnte, es wäre tatsächlich auf dem Mars gedreht worden.


Zusammengefasst muss man Der Marsianer – Rettet Mark Watney einfach dafür loben, ein intelligent, „relasistischer“ und durchgehend spannender Science-Fiction Film zu sein, der ohne viel Pathos, die genretypische Überhöhung, oder viele Explosionen auskommt. Am Ende des Tages ist Der Marsianer – Rettet Mark Watney ein bodenständiger Film, dessen Fokus auf der Ästhetik, der Handlung, den Figuren und den starken Bildern liegt. Genau deshalb hat sich dieser Film die Wertung absolut sehenswert vollends verdient.

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Die Farbe aus dem All (2020) | Review| Gruselween Vol. 2 #6

Titel: Color Out of Space
Originaltitel: Die Farbe aus dem All (2020)
Regie: Richard Stanley
Laufzeit: 113 Minuten
Release: 2020

Achja H. P. Lovecraft und die Verfilmungen seines Werks. Im Regelfall kommt, da nur Bullshit bei raus ABER es gibt auch Ausnahmen und zu denen gehört die aktuelle Verfilmung von die Farbe aus dem All!


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Color Out of Space
Originaltitel: Die Farbe aus dem All (2020)
Regie: Richard Stanley
Laufzeit: 113 Minuten
Release: 2020


Im Zentrum der Handlung steht die Familie Gardner, die einen abgelegenen Bauernhof im ländlichen New England bezieht, um der Hektik des 21. Jahrhunderts zu entkommen. Während sich die Familie sich an ihr neues Leben gewöhnt kracht eines Abends ein Meteorit in deren Vorgarten. Das Objekt scheint mit dem Boden zu verschmelzen und die Umgebung sowie die Raum-Zeit mit einer seltsamen jenseitigen Farbe zu infizieren. Zum Leidwesen der Familie muss diese feststellen, dass die Farbe jedes Lebewesen, auch Menschen, mutieren lässt …


Die Farbe aus dem All kombiniert den klassischen, schleichenden Lovecraft-Wahnsinn mit dem Untergenre des Body-Horrors was überraschend gut funktioniert und die Eigenschaft des unbeschreiblichen Horrors, der ein markantes Merkmal von H. P. Lovecrafts Geschichten ist, ideal einfängt. Die titelgebende Farbe sorgt auch für die markante Optik des Films und der anfängliche Wahnsinn entwickelt sich zur neonfarbenen Hölle mit grotesken Monster, die jedoch eine eigentümliche Faszination aufweisen. Generell muss man dem Film eine eigene Ästhetik zusprechen, die es in der Form nur selten im Horrorgenre gibt. Die außerirdische Farbe entwickelt sich zu einer fluoreszierenden, halluzinogenen & psychedelischen Macht, die schlussendlich alles dominiert.

Abgesehen von der wirklich imposanten Bildsprache verfügt die Farbe aus dem All über einen äußerst soliden Cast. Besonders die Schauspieler der Familie Gardner, angeführt von Nicolas Cage liefern einen tollen Job ab und verkörpern glaubhaft den langsamen aber stetig stattfindenden geistigen Verfall. Interessant ist auch wie jedes Familienmitglied einen ganz persönlichen Wahn entwickelt der immer weiter voranschreitet, um schlussendlich vollends auszubrechen.

Somit lässt sich zusammenfassen , dass die Farbe aus dem All eine äußerst solide Lovecraft-Verfilmung ist, aber auch für sich genommen ein sehr guter Horrorfilm ist, dessen groteske Note auch länger im Gedächtnis bleibt. Wer sich für H. P. Lovecraft begeistern kann, Horrorfilme mit Science-Fiction Elementen und Body-Horror mag oder einfach nur einen Film mit Nicolas Cage sucht sollte der Farbe aus dem All eine Chance geben.

Ich vergebe ein verdientes sehenswert+ !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrat!

WALL·E – Der letzte räumt die Erde auf | Review

Titel: WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf
Originaltitel: WALL·E
Regie: Andrew Stanton
Laufzeit: 98 Minuten
Release: 2008

Ich habe eine Schwäche für die Filme von Pixar und mag Dystopien und Science-Fiction und Roboter. WALL·E ist also quasi dafür gemacht worden, um mich zu begeistern!


Staubige Kernfakten

Titel: WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf
Originaltitel: WALL·E
Regie: Andrew Stanton
Laufzeit: 98 Minuten
Release: 2008


Die Erde in ferner Zukunft. Wegen massiver Umweltverschmutzung gesteigertem Konsumverhalten und der darauffolgenden Vermüllung haben die Menschen ihre Heimat mit den Raumschiffen des BNL Konzerns verlassen. Ein Heer von Robotern des Wall•E Typs wurden zurückgelassen, um die Erde aufzuräumen. Anstatt diese Aufgabe in 5 Jahren, wie geplant, zu erledigen ist im Jahr 2805, 700 Jahre nach dem Exodus, ist nur noch der Roboter Wall•E übrig, welcher eine ein Bewusstsein entwickelt hat, nach Ersatzteilen für sich sucht und Dinge sammelt, die sein Interesse wecken.

Durch eine Kopie des Hello, Dolly! lernt er, dass es die Bestimmung von allen höheren Spezies ist sich zu verlieben. Eines Tages landet ein BNL Transporter auf der Erde und Wall•E trifft auf den „weiblichen“ Roboter Eve. Von da an ändert sich das Leben des kleinen Roboters für immer…


Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. WALL·E ist auf vielen Ebenen ein grandioser Film. Im ersten Akt (40 Minuten) kommt der Film ohne Worte aus (bis auf die gesprochenen Eigennamen der beiden Roboter) und versprüht einerseits so viel Herz, wie kaum ein anderer Pixar Film ist, aber auch gleichzeitig eine überraschend harsche Kritik am Konsumverhalten der Menschen allgemein aber andererseits ist WALL·E äußerst zynisch aber auch düster.

Dies bemerkt man besonders an der Darstellung der Menschen als fette, faule Idioten. Mich erinnert diese, für Disney so dermaßen untypische, Darstellung stark an den Film Idiocrazy, welcher ebenfalls sehr clever war.

Clever ist das Stichwort. Die Handlung von WALL·E ist äußerst klug erzählt und beinhaltet überraschend viel Subtext, neben der herzerweichenden Beziehung zwischen Wall•E und Eve. Gleichzeitig ist die Atmosphäre in einem postapokalyptischen Setting sehr optimistisch, was ein krasser Gegensatz aber viel harmonischer ist als eigentlich sein sollte.

WALL·E begeistert aber nicht nur erzählerisch, sondern auch optisch. Egal ob es die dystopische Erde ist oder das Raumschiff der Menschen. Jeder Schauplatz versprüht viel Charme verblasst jedoch im Vergleich zu den beiden Hauptfiguren Wall•E & Eve, die so viel mehr Charme, Herz und Gefühl vermitteln als die meisten Figuren von Disney/Pixar.


Alles in allem ist WALL·E ein grandioser, emotionaler Film dessen größte Stärken die vielschichtige Handlung, der zynische Ton, die herzerwärmenden Charaktere, die schicke Handlung sowie die clevere Erzählweise sind.

Ich kann diesen Film absolut jedem WALL·E, da wir hier einen Animationsfilm haben, der für jede Zielgruppe geeignet ist und sehr viel Mehrwert bietet. Von mir bekommt WALL·E die Wertung absolut sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Alita: Battle Angel | Review

Titel: Alita: Battle Angel
Originaltitel: Alita: Battle Angel
Regie: Robert Rodriguez
Laufzeit: 122 Minuten
Release: 2019

Mangaverfilmungen sind so eine Sache. Ein paar sind ganz gut aber nicht die hohe Filmkunst. Das gilt auch für Alita: Battle Angel, wobei ich bei diesem Film keinen Bezug zur Vorlage habe. Oh und das Cyberpunk Genre ist klasse, was schon mal für den Film spricht!


Kybernetische Kernfakten

Titel: Alita: Battle Angel
Originaltitel: Alita: Battle Angel
Regie: Robert Rodriguez
Laufzeit: 122 Minuten
Release: 2019


Mehr Mangaverfilmungen


Wir schreiben das Jahr 2563. Knapp 300 Jahre sind seit dem „Großen Krieg“ vergangen, in dessen Verlauf alle regulären Systeme der Erde zerfallen sind. Über der Stadt Iron City schwebt Zalem, die letzte der zwölf Himmelsstädte. Auf der Suche nach Ersatzteilen für seine Praxis findet Dr. Dyson Ido den Oberkörper eines weiblichen Cyborgs, der noch intakt ist.

Er gibt ihr einen nehen maschinellen Körper und wird zu ihrem Ziehvater. Ido gibt ihr den Namen Alita, nach seiner verstorbenen Tochter. Als herausfindet, dass ihr Ziehvater ein Kopfgeldjäger, ein Hunter-Warrior, ist und sie selbst die vergessene Kampftechniken der „Panzer-Kunst“ beherrscht wird sie in die dunklen Machenschaften in Iron City und des mysteriösen Nova von Zalem verstrickt …


Optisch ist Alita: Battle Angel ein beeindruckender Film, der nicht nur eine opulente dystopische Cyberpunk-Welt präsentiert, sondern auch das dreckige Flair der Mangavorlage einfängt. Die Mischung aus „perfekten“ Maschinen und der dreckigen Welt, mit Zalem als „verchromtes Paradies“, erzeugt einen stimmigen Kontrast. Was mich persönlich etwas rausgerissen hat, war das Design der Figur Alita, deren Chibi Augen mich dezent abgeschreckt haben, weil es zu künstlich gewirkt hat.

Was allerdings lobenswert ist, ist die Performance des Casts, bei dem besonders Christoph Waltz als moderner Frankenstein zu begeistern weiß aber auch seine Hintergrundgeschichte und Beweggründe sind klar nachvollziehbar. Auch der restliche Cast weiß zu gefallen und die Heldenreise von Alita gehört zu den größeren Stärken des Films. Leider ist die erste Hälfte von Alita: Battle Angel etwas langatmig aber ab der zweiten Hälft nehmen Tempo, Spannungsbogen und Action spürbar zu, was den Eindruck von Alita: Battle Angel wesentlich positiver gestaltet.

Eine Leistung von Alita: Battle Angel ist es die Gewalt der Vorlage umzusetzen, obwohl der Film kein R-Rating hat. Der Film ist nicht so „drastisch“ wie ein Deadpool oder ein Logan hat aber die nötige Brutalität, um die Dystopie und Gefährlichkeit der eigenen Welt zu unterstreichen.


Zusammengefasst ist Alita: Battle Angel ein solider Vertreter des Cyberpunks dessen größte Schwäche die zu lange Laufzeit und die große Menge an Story & World Building, die der Film in der ersten Hälfte durchbringen muss. Ab der zweiten Hälfte wird der Film wesentlich besser, was auch den Gesamteindruck, zusammen mit dem Cast und den genannten Plotpunkten, verbessert. Somit vergebe ich für Alita: Battle Angel die Wertung sehenswert- !

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Arrival | Review

Titel: Arrival
Originaltitel: Arrival
Regie: Denis Villeneuve
Laufzeit: 117 Minuten
Release: 2016

Neben Passengers ist Arrival der zweite Science-Fiction-Film auf meiner Liste der Genrevertreter, die ich unbedingt sehen muss (weitere Rezensionen von dieser Liste folgen) und wie bei Passengers bereue ich die Sichtung von Arrival absolut nicht!


Außerirdische Kernfakten

Titel: Arrival
Originaltitel: Arrival
Regie: Denis Villeneuve
Laufzeit: 117 Minuten
Release: 2016


Als 12 außerirdische Raumschiffe an verschiedenen Orten auf der Welt landen werden die Linguistin Dr. Louise Banks und der Physiker Ian Donelly vom US-Militär für ein Team rekrutiert, dass mit den Aliens Kontakt aufnehmen soll. Nachdem der Erstkontakt kein Ergebnis liefert wird Louise damit beauftragt die Sprache der Aliens zu entschlüsseln damit Kommunikation möglich ist. Als der Besuch der Aliens von Seiten der Menschen zu eskalieren scheint, kommt alles anders als gedacht …


Arrival ist ein Genrevertreter dessen Grundkonzept äußerst clever und originell ist aber in seiner Komplexität den Zuseher nie überfordert, da sich die Geschichte zum Ende schlüssig zusammenfügt und in einem spektakulären Twist mündet, der weit von dem abweicht was man im Genre normalerweise erwartet.

Dazu kommt eine beinah schon nüchterne Kulisse des Raumschiffs, die aber in ihrer Einfachheit extrem starke Bilder erzeugt und die Aliens einerseits furchteinflößend aber auch faszinierend darstellt. An keiner Stelle wirkt Arrival billig, sondern wirkt durch die simple visuelle Aufmachung extrem stark und harmoniert perfekt mit seiner klugen, emotionalen Geschichte.

Wer durch den Fokus auf Linguistik, Sprache und Schrift etwas abgeschreckt sein könnte, kann beruhigt sein. Arrival ist zu keinem Zeitpunkt ein langatmiges Gedankenexperiment, sondern wird durch die beiden Hauptdarsteller (besonders durch Amy Adams als Louise) zu einem spannenden Geflecht aufgebaut und das Beobachten von Amy Adams wie sie eine Aliensprache dekodiert überzeugt mehr als es irgendein CGI Effektgewitter schaffen könnte!

Abschließend lässt sich Arrival als kühl inszenierter und (hochwertig) minimalistischer Science-Fiction-Film bezeichnen, dessen kluge Handlung den Zusher auf eine emotionale Reise mitnimmt, die sich am Ende harmonisch auflöst und einen Twist bietet, den man so nicht erwartet hätte. Ich kann Arrival bedenkenlos empfehlen, da der Film auch für Leute geeignet ist, die mit dem Genre eigentlich nichts anfangen können!

Somit bekommt Arrival ein absolut sehenswert, da ich seit I am Mother keinen so minimalistischen aber genialen Sci-Fi Film gesehen habe!

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Passengers | Review

Titel: Passengers
Originaltitel: Passengers
Regie: Morten Tyldum
Laufzeit: 116 Minuten
Release: 2016

Ähnlich wie Arrvial (die Rezension dazu folgt in Kürze) ist auch Passengers seit einer halben Ewigkeit auf meiner Watchlist. Endlich konnte ich diesen Film nachholen!


Kerfakten

Titel: Passengers
Originaltitel: Passengers
Regie: Morten Tyldum
Laufzeit: 116 Minuten
Release: 2016


Das Raumschiff Avalon befindet sich mit 5000 Menschen im Kälteschlaf auf dem Weg zum Planeten Homestead II. Sowohl das Schiff, als auch der Planet werden von der Homestead Company verwaltet. 30 Jahre nach dem Start von der Erde hat eine der Schlafkapseln eine Fehlfunktion und der Mechaniker Jim Preston erwacht viel zu früh aus dem Schlaf. Eine Rückkehr in die Kapsel ist nicht möglich und eine Antwort auf einen Hilferuf erhält er frühestens in 55 Jahren. Nach einem Jahr, während dem er die ganze Station für sich hatte, sich mit einem Roboter „angefreundet“ hat und sich umbringen wollte entdeckt Jim die Schlafkapsel von Aurora. Durch einen Audiolog verliebt er sich in sie und als er sie schließlich aus dem Schlaf weckt, ändert sich das Schicksal der beiden für immer …

Zuerst mal die großen Pluspunkte von Passengers. Der Film sieht hervorragend aus und weiß nicht nur mit starken Bildern, sondern auch mit einigen optisch opulten Szenen zu gefallen. So weisen alle Szenen mit dem Swimmingpool des Raumschiffs, oder dem Weltall eine äußergewöhnliche Ästhetik auf, aber auch die Aufnahmen des Raumschiffs, innen wie außen, wissen zu gefallen.

Erzählerisch fällt Passengers leider etwas ab, trotz interessanter Themen und einer perfekten Prämisse für ein emotionales Drama. Man kann den Figuren ihr Dilemma auf jeden Fall abkaufen, wenngleich das Drama leider nie sein volles Potenzial ausschöpfen kann. So wird beispielsweise aus der Einsamkeit von Jim kaum was gemacht und dieses Thema wird auch etwas zu schnell abgehackt, um die maximale Wirkung zu erzielen.

Besonders zum Finale hin merkt man Passengers mit dem Einsatz eines actionlastigen Finales eine gewisse Formelhaftigkeit an, wobei dieses eine gewisse Spannung aufbaut, aber auch einen leicht beißenden Kontrast zum restlichen Film darstellt.

Alles in allem ist Passengers kein schlechter Film. Ja er bleibt hinter seinen Möglichkeiten und holt nicht das Maximum aus sich heraus, weiß aber trotzdem über seine Laufzeit von knapp 2 Stunden zu gefallen. Wer auf der Suche nach einem Science-Fiction-Liebes-Drama ist, sollte bei Passengers mal einen Blick riskieren. Man macht mit diesem Film grundlegend nichts falsch, was mich zu einem verdienten sehenswert führt!

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Code 8 | Review

Titel: Code 8
Originaltitel: Code 8
Regie: Jeff Chan
Laufzeit: 98 Minuten

2020 ist ein Jahr mit wenigen Superhelden/Comicverfilmungen, aber das ist nichts Schlechtes, denn so können Werke zur Geltung kommen, die normalerweise wahrscheinlich untergehen würden.

Code 8 basiert auf dem gleichnamigen Kurzfilm und entstanden unter der Regie von Jeff Chan sowie der Produktion von, unter anderen, den Amell Brüdern (Stephen Amell aus Arrow & Robbie Amell bekannt aus The Tomorrow People).


Titel: Code 8
Originaltitel: Code 8
Regie: Jeff Chan
Laufzeit: 98 Minuten


Die Zukunft. Vier Prozent aller Bewohner von Lincoln City sind mit Superkräften ausgestattet. Da die Superkräfte, welche unterschiedlich ausgeprägt sind, der Regierung ein Dorn im Auge sind, werden die Metawesen (Der DC Fanboy in mir erwacht!) von der Regierung streng überwacht, an den Rand der Gesellschaft gedrängt und somit driften sie immer weiter in die Armut aber auch in die Kriminalität ab. Um Geld für die Behandlung seiner schwerkranken Mutter zu verdienen, schließt sich Connor, ein Stufe 5 Electro, einem Verbrechersyndikat an, was ungeahnte Folgen für sein Leben hat …


Code 8 ist eine Mischung aus X-Men, den Infamous Spielen und dem klassischen Heist-Movie, was als Mix sehr gut funktioniert. Die Handlung hält, über die gesamte Laufzeit hinweg, bei der Stange, allerdings wird aus der Rassismus Thematik des Films (normale Menschen gegen die 4% mit Kräften) leider nicht mehr gemacht, obwohl sie im ersten Akt des Films einen großen Teil einnimmt.

Abgelöst wird der ethnische Konflikt durch eine Heist-Story, die jedoch sehr gut inszniert ist und der Spannungskurve des Films gut tut.

Eine der größten Stärken von Code 8 ist die Darstellung der Welt, die sich eindeutig auf den Spuren der X-Men und Infamous bewegt, aber stärker an der zweitgenannten Vorlage hängt, da auch in den Infamous Spielen die Menschen mit Superkräften streng beobachtet, gejagt und oft mit Missgunst gestraft werden.

Der Cast von Code 8 verdient ebenfalls ein Lob und besonders die Amell Brüder liefern jeweils eine tolle Performance ab, als zwei völlig konträre Figuren deren Sinn für das Richtige in unterschiedliche Richtungen geht!


Zusammengefasst ist Code 8 ein solider Science-Fiction-Thriller, der neben einer spannenden Handlung auch einen interessanten Genremix bietet. Leider wird aus der Rassismus-Thematik des ersten Akts nicht mehr gemacht im weiteren Verlauf des Films, aber dafür wird ein spannender Heist-Movie bis zum Finale geboten. Ich vergebe für Code 8 die Wertung sehenswert- !

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Mortal Engines | Review

Titel: Mortal Engines: Krieg der Städte
Originaltitel: Mortal Engines
Regie: Christian Rivers
Laufzeit: 2018

Das beste an Mortal Engines war für mich das Ende, weil der Film dann endlich vorbei war. Warum der Film für mich kein totaler Ausfall war, aber trotzdem weit davon entfernt ist, wirklich gut zu sein, erfahrt ihr jetzt!


In einer dystopischen Zukunft leben die verbliebenen Menschen auf motorisierten Städten und durchstreifen eine karge Welt nach Rohstoffen. Hester Shaw möchte den Anführer der Archäelogengilde Londons Thaddeus Valentine aus Rache ermorden, was jedoch vom Lehrling der Gilde, Tom, verhindert wird. Sowohl Tom, als auch Hester landen außerhalb von London und müssen sich durch das Ödland schlagen, während Thaddeus plant, mit einer Waffe aus der preapokalyptischen Zeit den großen Wall zu attackieren, um in Asien neue Ressourcen zu sammeln …


Mortal Engines bietet eigentlich alles, was mir gefällt. Ein postapokalyptisches Setting, ein Science-Fantasy Genremix, eine Rachestory, etwas Transhumanismus und eine faszinierende Welt, aber der Film macht aus all diesen Faktoren nichts. Die opulent inszenierte Welt, eine der Stärken des Films, bleibt leer, trist und voller Fragezeichen. Anstatt dem Zuseher zu erklären, wie es zu dieser Welt kam und wie die Menschen nun darin zurechtkommen müssen, oder wie die motorisierten Städte entstanden sind, fokussiert sich der Film allein auf die Rachestory, die einfallsloser nicht sein könnte. Aus Spoilergründen werde ich nicht genauer auf die Handlung eingehen, aber ich spürte starke Assassins Creed 2 Vibes bei der Sichtung des Films.

Was ich an Mortal Engines loben muss, sind die gewaltigen Bilder und die bombastische Inszenierung, mit der der Film dem Zuseher mehr als einen Augenschmaus präsentiert. Sei es nun London, oder die fliegende Stadt, der Film geizt nicht mit starken Bildern.

Leider ist dies auch das einzige Lob, das ich für Mortal Engines übrig habe. Trotz einer starken Besetzung bleiben die Figuren ohne wirklichen Tiefgang und somit farblos. Der einzige relativ interessante Charakter ist die Maschine Shrike, welche man aber nicht lang genug sieht.


Zusammengefasst ist Mortal Engines ein Film mit sehr viel Potenzial, das aber kaum genutzt wird und einzig die opulenten Bilder sprechen für den Film. Leider kommt kaum Spannung auf und durch die lange Laufzeit, sowie die mangelnde Tiefe der Welt, zieht sich der Film eher, als man mit Spannung das Finale erwartet. Aus all den genannten Gründen kann ich für Mortal Engines nur ein bedingt sehenswert vergeben.

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Bloodshot (Film) | Review

Titel: Bloodshot
Originaltitel: Bloodshot
Regie: Dave Wilson
Laufzeit: 110 Minuten
Release: 2020

Das Genre Comicverfilmungen hat in den letzten 20 Jahren einen gigantischen Hype erlebt. Vorangig haben Film von Marvel, aber auch DC diese Spielart der Literaturverfilmung in den Mainstream gerückt. Abseits der beiden großen Verlage kamen nur wenige Figuren ins Medium des bewegten Bildes, aber mit Bloodshot betritt ein Vertreter von Valiant Comics/Entertainment die Bühne!


Der US Soldat Ray Garrison erwacht im Hauptquartier des Unternehmens RTS und erfährt, dass ihm nach seinem Tod Nanomaschinen injiziert wurden, die ihn wiederbelebten und mit einem Heilfaktor ausgestattet haben, was ihn zu einem fast unsterblichen Supersoldaten macht. Nur mit fragmenthaften Erinnerungen ausgestattet, jagt er den Mörder seiner Frau, doch die Wahrheit hinter seinem Tod und dem seiner Frau ist anders als gedacht …


Böse Zungen können nun behaupten, Bloodshot sei ein mainstream Actionfilm, basierend auf einer alten Comicvorlage, der eine typische Rachegeschichte erzählt und das stimmt über weite Strecken auch, aber andererseits ist Bloodshot ein durchaus unterhaltsamer Science-Fiction-Actionfilm, der auf einer Metaebene Themen wie Transhumanismus, oder Manipulation behandelt. Die Frage nach dem Selbst ist für Hauptfigur Ray Garrison immer wieder essenziell, wird aber nur oberflächlich angekratzt, um sowohl der Action, als auch der seichten Haupthandlung nicht im Weg zu stehen.

Erzählerisch braucht Bloodshot seine Zeit, um in Fahrt zu kommen, wird aber ab der ersten großen Actionszene unterhaltsamer, wenn auch die Bösewichte klarer definiert werden. Fairerweise muss man aber sagen, dass diese ziemliche Stereotypen sind und sich indirekt selbst als Bösewichte entlarven.

Was Bloodshot am besten macht, sind die Actionszenen und besonders im finalen Showdon zeigt der Film inszenatorisch, was möglich ist, wenn künstlich verbesserte Menschen aufeinanderprallen und sich in ein frühes Grab schicken möchten!

Den Cast kann man als solide bezeichnen, wobei Vin Diesel den Film trägt, allerdings die gleiche Performance vom ruppigen, aber trotzdem rechtschaffenen Supermann spielt, wie in fast all seinen anderen Rollen. Mein persönliches Highlight war Lamorne Morris als der Hacker Wigans, dessen schrullige Art die Handlung auf humoristische Art auflockert.


Zusammengefasst ist Bloodshot sicherlich kein filmisches Meisterwerk, aber ein solider Actionfilm, sobald er in Fahrt kommt, mit ein paar interessanten Themenansätzen. Zu viel erwarten sollte man sich von Bloodshot nicht, ABER wenn man unvoreingenommen in den Film geht und ihn als das akzeptiert, was er ist, ein Science-Fiction-Actionfilm, hat man verdammt viel Spaß mit ihm. Trotz des Unterhaltungswerts von Bloodshot kann ich nur ein sehenswert- vergeben, da der Film einen Tick zu lange braucht, um interessant zu werden.

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Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, JamesVermont

Mein Alien Fandom | Gedankenspiel [Halloween Special 2019]

Zum Abschluss meines großen Halloween Specials 2019 widme ich mich einem Franchise, dass mich bereits seit vielen Jahren zu begeistern weiß. Dieser Beitrag wird nicht mein seit langem geplantes Alien Special ersetzen ABER euch einen Überblick darüber warum dieses Franchise so mag, trotz gewisser Schwächen. Dieser Beitrag wird sich in die Kategorien Filme, Videospiele & Comics einteilen.

Die Alien Filme

Ich weiß gar nicht mehr wann ich zum ersten mal einen Alien-Film gesehen habe. Es muss aber mindestens 14 Jahre zurückliegen, dass ich zum ersten mit dem Franchise in Kontakt gekommen bin.

Die klassische Filmreihe (Alien bis Alien: Die Wiedergeburt) begeistert mich seit je her während die Origin Filmreihe (Prometheus und Alien: Convenant) mir nur bedingt gefallen aber auch zu viel von der Mystik der Xenomporhs, den Aliens des Franchise, nehmen. Besonders Aliens: Die Rückkehr, der zweite Hauptfilm, gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen überhaupt und ist auch mein Liebling unter den James Cameron Filmen.

Die Crossover Alien vs. Predator wissen zu unterhalten, wobei ich nur den zweiten Teil mit dem Untertitel Requiem empfehlen würde. Während Teil 1 durch grausiges CGI glänzt, ist Teil 2 Teenie-Slasher ohne wirkliche Identität.

Eine Besonderheit des Alien Franchise ist die Abwechslung in den Genres der einzelnen Filme. Vom reinen Actionfilm über Military-Science-Fiction bis hin zum Drama und einem Teenie-Slasher ist in dieser Film alles dabei was Herz begehrt.

Die Alien Videospiele

Mit den Videospielen des Franchise kam ich nur dreimal in Berührung. Mein Highlight unter den Videospielen ist Alien: Isolation, welches auch als Bindeglied zwischen Film 1 & 2 dient. Das Spiel macht auch einen wesentlich besseren Job als die gesamte Vorgeschichten-Filmreihe und ich finde es schade, dass die Kernreihe momentan nicht mehr fortgesetzt wird.

Ein weiteres Videospiel, dass ich gespielt habe war Alien: Colonial Marines, dass nach Teil 2 angesiedelt ist und somit als Bindeglied zwischen dem zweiten und dritten Film spielt. Das Spiel ist ein recht plumper Ego-Shooter ohne wirklichen Tiefgang, der zwar optisch in der Tradition des Franchise steht, aber ansonsten nicht viel zu bieten hat.

Zum Abschluss habe ich als Kind sehr gern den Light-Gun-Shooter in der Spielehalle des Kinos in meiner Heimatstadt gespielt und im Endeffekt ist das Spiel genau wie Colonial Marines, nur als Aracde-Automat.

Die Alien Comics

Dieses Segment ist für mich noch am ehesten Neuland, da ich bisher nur den Comic Alien: Salvation gelesen habe, der mich jedoch auf ganzer Linie begeistert hat. Ich habe noch einen Omnibusband mit den klassischen Alien-Comics, den ich beizeiten lesen werde. Es ist jedoch toll wie dieses Franchise immer wieder durch Comics aber auch Romane und Hörbücher erweitert wird. Das Universum des Alien Franchise ist gigantisch und steckt voller Geheimnisse. Die Comics repräsentieren dies am besten.


Alles in allem hat das Alien Franchise einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und allein schon der Xenomorph gehört für mich zu den faszinierendsten Filmmonstern aller Zeiten. Ich hoffe inständig auf einen fünften Film der Hauptreihe oder eine Fortsetzung als Videospiel, da dieses Franchise einfach nicht untergehen darf. Für Fans von Science-Fiction Werken ist dieses Franchise ohnehin ein muss und wer noch nie mit der Reihe in Berührung kam, sollte dies tunlichst nachholen.

Ich wünsche euch nun ein wunderbares Gruselween 2019 und wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

I am Mother | Review

Titel: I am Mother
Originaltitel: I am Mother
Regie: Grant Sputore
Laufzeit: 114 Minuten
Genre: Science-Fiction, Thriller
Erscheinungsjahr: 201

Science-Fiction mit starken Frauenrollen sind leider sehr selten aber dafür etwas Besonderes. Sei es nun Terminator mit Sarah Connor, Alien mit Ellen Ripley oder Captain Marvel mit der gleichnamigen Heldin.

Umso bedauerlicher finde ich es, dass der Streaming-Dienst Netflix den Science-Fiction Thriller I am Mother nicht im deutschsprachigen Raum veröffentlicht. Sei’s drum, ich habe diesen Film inzwischen gesehen und bin schwer beeindruckt aber lasst mich weiter ins Detail gehen.


Kernfakten zum Film

Titel: I am Mother

Originaltitel: I am Mother

Regie: Grant Sputore

Laufzeit: 114 Minuten

Genre: Science-Fiction, Thriller

Erscheinungsjahr: 2019


Nachdem die Menschheit ausgestorben ist, nimmt ein Roboter in einer geheimen Anlage, die zur Wiederbesiedelung der Erde dient, einen der dortigen Embryos und legt ihn in einen Inkubator. 24 Stunden später ist das Kind ausgereift und wird vom Roboter großgezogen. Im Glauben, dass die Erde unbewohnbar ist, wächst das Mädchen, genannt Tochter, in der Anlage zu einer jungen Frau heran und lernt viele Dinge von Medizin über Anatomie bis zu Medizin.

Als sich eines Nachts, die einzige Zeit, in der sich das Mädchen frei bewegen kann, in die Anlage schleicht kommen erste Fragen über eine möglicherweise besuchbare Außenwelt auf. Mutter entledigt sich jedoch rasch des kleinen Besuchers, aber als eine verletzte Frau die Station aufsucht eskaliert die Situation und das Weltbild der jungen Frau gerät völlig aus den Fugen …


Das erste große Lob verdient sich I am Mother mit der ebenso ruhigen wie extrem dichten Atmosphäre. Wegen eines eher begrenzten Settings mit engen Gängen in einem riesigen Laborkomplex ensteht ein gewisses Gefühl der Isolation und dezenten Klaustrophobie, was durch den Roboter Mutter weiter verstärkt wird, von dem man nie weiß, wo sie(?) als Nächstes auftauchen wird oder gerade ist. Dies erinnert mich sehr stark an den Film Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt und das Videospiel Alien: Isolation, was äußerst positiv ist.

Neben der Atmosphäre gefällt auch die Geschichte des Films, die gewichtige Themen der Ethik behandelt, aber dabei gleichzeitig seine Figuren ebenso simpel wie tiefgründig hält, da der Zuseher niemals die Namen der Figuren erfährt. Das Konzept wie die Menschheit auf lange Sicht gerettet werden soll ist sehr interessant und erinnert an eine weiterentwickelte Form der Robotergesetze von Asimov, wobei das einzelne Individuum zugunsten des großen Ganzen in den Hintergrund rückt.

Die Leistung der Schauspieler gefällt ebenfalls und überzeugt durch ein gewisses Misstrauen da alle drei Figuren Geheimnisse haben und dies zwangsläufig zu einer gewissen Unehrlichkeit führt. Ein wahres Highlight bildet auch die Optik des Films, wobei die Darstellung des Roboters Mutter das definitive Glanzstück bildet. Man muss dem Androiden eine ganz eigene Ästhetik zusprechen, die mich erneut positiv an den ersten Film des Alien Franchise erinnert, und eine gewisse Bindung zur Maschine aufbauen kann, da gewisse Ansätze von Menschlichkeit vorhanden sind.


Zusammengefasst ist I am Mother ein sehr guter Film, der durchaus Potenzial hat, zum modernen Kultfilm avancieren, trotz eines bekannten Settings, welches jedoch zu einer ganz eigenen Art der Perfektion geführt wird. Es ist ganz angenehm einen Science-Fiction der ruhigeren Art zu sehen, der durch die Handlung sowie die Atmosphäre und nicht durch brachiale Action glänzt.

Ich vergebe für I am Mother die Wertung sehenswert und bin gespannt was der Regisseurs dieses Werks als nächstes macht!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Puls (2016) Review [All hail to the King! #12]

Titel: Puls
Originaltitel: Cell
Regie: Tod Williams
Laufzeit: 98 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Horror

Hallo Kinder!

Das Stephen King Special geht in die inzwischen dreizehnte Runde und bevor ich mich ein paar Serien, basierend auf King-Werken stürze, möchte ich mich einem äußerst interessanten Vertreter des Infiziertenfilms widmen. Pulse (OT: Cell) basiert auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King und kombiniert die Genres Horror, Science-Fiction und bis zu einem gewissen grad Infiziertenfilm wobei ein Techno-Virus weit außerhalb der Norm ist.


Kernfkaten des Grauens

Titel: Puls

Originaltitel: Cell

Regie: Tod Williams

Laufzeit: 98 Minuten

Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Horror


Link zur Übersichtseite des Specials:


Handlung: Der Wahnsinn aus dem Smartphone

Clayton „Clay“ Ridell ist ein desillusionierter Künstler, der vor einem Jahr seine Familie verlassen hat, in der Hoffnung eine Graphic Novel zu veröffentlichen. Am Flughafen von Boston hofft er einen Flug zu bekommen, um wieder mit seiner Familie zusammenzukommen. Nachdem der Akku seines Smartphones den Dienst verweigert und er ein Münztelefon benutzt wird plötzlich ein seltsames Signal (später der Puls genannt) weltweit über mobile Netzwerke gesendet. Jeder der ein Smartphone benutzt verwandelt sich in eine rasende, gemeingefährliche Bestie und verliert den Verstand.

Mit knapper Not kann sich Clay vom Flughafen retten und schließt sich mit dem Zugführer und Vietnamveteran Tom zusammen. Später schließen sich Alice und Jordan der Gruppe an. Neben dem Überlebensziel im Kampf gegen die „Phoner“ möchte Clay nach New England reisen, um seine Familie zu finden. Dabei erfährt die Gruppe vom mysteriösen König des Internets (Raggedy Man) …


Die Thematik von Pulse ist im Kern sehr spannend und auf dem Papier, klingt das wirklich großartig, aber leider ist der Film so generisch wie nur irgendmöglich und kommt als beinah plumper Zombie/Infiziertenfilm mit Science-Fiction Elementen des Weges.

Der Einstieg des Films ist sehr gelungen und geht recht schnell in das Chaos und den Horror der „Phoner Krise“ über, allerdings flacht die Spannungskurve bis zu Mitte des Films wieder etwas ab. Mir gefällt die Idee, dass sich die Phoner entwickeln können und die Situation für die Gruppe immer gefährlicher wird, aber der Film schafft es nur bedingt eine emotionale Bindung zwischen den Figuren und dem Zuseher aufzubauen. Im krassen Gegensatz zu den eigentlich interessanten Figuren der King-Werke haben wir hier eine recht platte Truppe, trotz einer starken Besetzung mit Namen wie Samuel L. Jackson und John Cusack.


Am Ende des Tages ist Puls ein mittelmäßiger Film und eine mittelmäßige Stephen King Verfilmung, die sich aus dem Einheitsbrei des Genres nur durch die Prämisse mit den Smartphones hervorhebt. Ich schätze selbst Genrefrans werden ihre Probleme haben den Film vollständig zu genießen. Wenn man allerdings das Hirn ausschaltet und sich einfach nur berieseln lässt wird ein man paar gute Szenen bekommen und eine trotz aller Schwächen interessante Aufarbeitung des Infiziertenfilms.

Ich vergebe für Puls die Wertung bedingt sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

The evolution of the MonsterVerse by Legendary Entertainment| Mind Game #3

I really love Godzilla. The atomic is since my childhood a part of my life. For me the movies are great even when they are sometimes very trashy. Also i like Mothra and Gamera but these two Kaijus will get their own posts in the future.

Today i want to write about the MonsterVerse from Legendary, which is the second try to create a Godzilla franchise outside of Japan. That means i will share my thoughts about Godzilla (2014), Kong: Skull Island and Godzilla II: King of the Monsters.



Godzilla (2014)

Godzilla (2014) has a large focus on the story of the human characters during the run time of more than two hours. It’s okay when a Kaiju movie wants to tell a story beside the monster action. Godzilla: Final Wars and the Netflix trilogy did the same but there has to be a health balance between action and story. This movie has more story then action and that is the biggest weakness of Godzilla (2014).

The designs of Godzilla and the two MUTO Kaijus are amazing. Especially Godzilla looks awsome and the iconic scream is impressive.

What about the story? Well Godzilla (2014) retells the origins of our beloved atomic lizzard and is set 15 after a nuclear meldtown in Japan which subsenquently awakens the two giant creatures called MUTO and they awake Godzilla whose existence is hide by U.S. government since 1954.

Next to this story we have a family drama which focus on a man who lost his wife during the meldtown and his son. Both get in the fight between mankind and the Kaijus.

Even when there is to less action in this movie (funny when you think about three giant monsters whose are the main topic of the movie), there is one good point about the story. It build a universe. This is the first movie of an upcoming cinematic universe and this movie has to introduce many elements for future movies like Godzilla, other monsters and the strange organization Monarch. The last called is very interessting and explores the different Kaijus of earth and is part of alle three realesed movies.

Godzilla (2014) may not be the best movie arround the atomic lizzard but it’s definitly not the worst.



Kong: Skull Island (2017)

I’m not very interessted in King Kong. I don’t know why but the giant monkey isn’t as epic for me as the giant lizzard. That is also the reason why it took nearly two years until i saw Kong for the first time and i liked the movie. It was very good because of the better balance between story and monster action.

The story is set in 1973 on the mysterious Skull Island. A team of scientists and vietnam veterans travel to the island with the order to explore it. During their mission the team encounters strange creatures and the giant ape Kong.

In contrast to the first film, the eponymous monster is more in focus here. In doing so, the human figures move more into the background, but are still important enough to be a useful part of the plot.

Just like Godzilla (2014), the technical aspect of film is one of the biggest strengths of this film as well. Kong and the rest of the monsters are extremely imposing, ranging between fascinating, amazing and terrifying.

All in all, Kong: Skull Island is a good movie that is also worth seeing for people like me, not King Kong fans.



Godzilla: King of the Monsters (2019)

When I saw the first trailer of Godzilla: King of the Monsters, I was very skeptical because the monsters were portrayed as saviors. Even „scoundrel“ Ghidora. The next trailer showed me more of the classic Kaiju genre and I was really looking forward to the meeting of the icons Godzilla, Mothra, Ghidorah and Rodan.

The organization Monarch maintains outposts all over the world to explore the titans (giant monsters like Godzilla or Mothra). But when bioterrorists, with the help of a scientist from Monarch, liberate the gigantic dragon Ghidorah, in the delusion of saving the earth’s ecosystem, the gigantic battle for the earth begins. There can only be one king, and this one is not from humans …
The plot is extremely simple, but that’s not bad, because the true strength lies in the epic staging of the film. The structure of King of the Monsters is perfect for a Kaiju movie because it always keeps the balance of story (the part of human figures) and action outstanding. In addition, there is an extremely imposing depiction of the monsters Godzilla, Mothra Ghidora and Rodan. In this film, the giganticism of the Kaijus is celebrated as never before in MonsterVerse. You can tell by the almost exaggerated epic battles of the monsters. Especially the final fight between Gidorah and Godzilla is probably the most impressive thing there has ever been in the Godzilla franchise.

I wonder how this franchise will develop and what Godzilla vs. Kong will bring us next year. Until then, I thank you for the attention.

We will read again in the next post!

Wer sind Carol Danvers, die Kree und die Skrull? | Wer ist … #7 | Gedankenspiel

Herzlich willkommen zu einer besonderen Ausgabe von Wer ist … ?, denn heute stelle ich euch nicht nur eine einzelne Figur, sondern auch noch zwei Alienrassen aus dem Marvel-Universum vor. Dieser Beitrag dient quasi als Vorbereitung für den kommenden Captain Marvel und ein großes DANKE an Mara für diesen tollen Einfall!

Da wir es heute mit drei großen Themen haben werde ich ein bisschen kürzer fassen und euch drei etwas kompaktere Zusammenfassungen liefern.


Wer ist … ?

Eine kurze Info vorweg, ich werde die Bandbreite an Themen für dieses Format ausweiten, somit werden wir in Zukunft auch Figuren aus Videospielen sehen!


Wer ist also Carol Danvers?

Carol Susan Jane Danvers ist eine ehemalige Offizierin der US Aiforce, die bei ihrem ersten Auftritt (Marvel Super-Heroes #13 – 1968) eine Kollegin des Superhelden Mar-Vell war. Im Laufe ihrer Karriere trug sie die Pseudonyme Ms. Marvel, Captain Marvel, Binary und Warbird. Im Zuge einiger schwerer Verletzungen rettete Captain Mar-Vell ihr das Leben und durch die Technologie der Kree wurde sie quasi ein Mensch-Kree hybrid, was ihr ungeheure Fähigkeiten verlieh. Sie ist in der Lage zu fliegen, hat übermenschliche Stärke, Geschwindigkeit und Ausdauer. Weiters kann sie Energie absorbieren und beispielsweise als Energiestrahlen abgeben.

Im Laufe ihrer langen Karriere erlebte Carol unzählige Abenteuer und war unter anderem in folgenden Teams: Guardians of the Galaxy, Avengers (New & Mighty Avengers), Alpha Flight, X-Men, S.H.I.E.L.D. und vielen mehr. Dank ihrer unzähligen Kämpfe, z. B. gegen Magneto, die Dark Avengers, die Skrull und Kang der Eroberer, trägt Carol berechtigterweise die Werbe-Titel „Earth mightiest female hero“ und „Mightiest Avenger„, da sie besonders in jüngerer Zeit ihre Kampfkraft und Führungsqualitäten unter Beweis gestellt hat.

Eine ihrer prominentesten Rollen erlebte Captain Marvel neben der Secret Invasion im Civil War II, der zwischen Iron Man und Carol ausgetragen wurde. In diesem Crossover möchte Carol den Inhuman Ulysses dahingehend benutzen, um Personen zu identifizieren, die zukünftig Verbrechen begehen und sie somit frühzeitig aus dem Verkehr ziehen.

Leider lässt sich anders als bei Deadpool, der eine wesentlich stringentere Karriere hat, die Geschichte von Carol Danvers nur gröber zusammenfassen, da sie dank einiger Reboots und über 50 Jahren schon einiges auf dem Buckel hat. Daher finde ich es gut, wenn im kommenden Realfilm die Ursprungsgeschichte der mächtigsten Heldin der Erde beleuchtet wird und dabei sowohl die Kree als auch die Skrull näher beleuchtet werden.


Wer sind die Kree?

Bereits im MCU Film Guardians of the Galaxy lernten wir die Kree kennen, im Speziellen zwei Angehörige dieser Spezies nämlich Ronan der Ankläger und Korath.

Die Kree (Erster Auftritt: Fantastic Four #65 – 08.1967) stammen vom Planeten Hala, der inzwischen zerstört ist und ähneln den Menschen im Erscheinungsbild bis auf die blaue Haut. Weiters verfügen Kree über eine höhere Stärke als Menschen und benötigen eine höhere Stickstoffkonzentration zum Atmen. Da die Erde im Vergleich zu Hala eine geringere Schwerkraft und weniger Stickstoff aufweist, sind die Kree auf der Erde und ähnlichen Welten sowohl stärker als auch schneller als Menschen.

Ähnlich wie bei den Menschen sind auch bei den Kree einige „Meta-Wesen“ entstanden und ähnlich wie bei Menschen ist die Entstehung durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst worden. Zu diesen Faktoren zählen natürliche Mutation, genetische Verbesserung oder Kybernetisierung mit Prothesen.

Die Kultur, der Kree ist von Nationalismus, Imperialismus und Militarismus geprägt, was zwingend zu Konflikten mit anderen Rassen und Reichen führt. Mit knapp 1000 Welten hat das Kree Imperium eine manierliche Größe und verfügt über Außenposten in der ganzen Galaxie.

Bei den Kree muss ich an eine Art imperialistische Variante der Kryptonier denken, aber der Vergleich bezieht sich im Endeffekt auf einige biologische Attribute.


Wer sind die Skrull?

Die Skrull sind eine Rasse von Gestaltwandlern, die ursprünglich vom Planeten Skrullos und später von Tarnax IV (zerstört) stammen.

In zwei großen Events spielen die Skrulls eine herausragende Rolle, und zwar der Kree – Skrull Krieg und die Secret Invasion. Natürlich tauchen die Skrull auch in anderen kosmischen Events aber die beiden erstgenannten sind besonders wichtig, da man dort zum einen sehr viel über die Skrull erfährt und die Secret Invasion nicht nur das Skrull Imperium massiv schwächte, sondern auch in das Event Chaos War führte.

Die Skrulls sind grünhäutige humanoide Reptilien, deren besonders Fähigkeit es ist sich in organische Lebewesen (z. B. Menschen) und anorganische Dinge (z. B. eine Lampe) zu verwandeln, was sie zu Meistern der Spionage und Infiltration macht. Trotz ihrerer perfekten „Kopier“-Fähigkeit können die Skrull jedoch nicht die Charaktereigenschaften ihrer „Opfer“ kopieren. Ihre Fähigkeit des Gestaltwandelns haben die Skrull schließlich soweit verbessert, dass sie nicht aufspürbar waren, sobald sie sich in eine Person oder einen Gegenstand verwandelt haben.

Alles in allem ist das Konzept der Skrull sehr interessant und ich bin gespannt wie die Fähigkeiten dieser Aliens in Captain Marvel und weiteren MCU Filmen dargestellt wird!


Ich hoffe, dieser Überblick war für euch interessant und ihr habt nun ein paar grundlegende Informationen für den kommenden Captain Marvel Film, wenn das MCU erneut vergrößert wird!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zum MCU:

Godzilla 3: The Planet Eater (Netflix Original) | Review

Titel: Godzilla 3: The Planet Eater
Originaltitel: GODZILLA 星を喰う者
Regie: Kobun Shizuno, Hiroyuki Seshita
Laufzeit: 90 Minuten
Genre: Anime, Kaiju, Science-Fiction
Erscheinungsjahr: 2019

Ein neues Jahr und ein neuer Film mit der kultigsten Echse aller Zeiten ist erschienen. Godzilla: The Planet Eater bildet den Abschluss der animierten Godzilla-Trilogie und etabliert King Gidorah, den (wahrscheinlich) schlimmsten Feind von Godzilla.

Kernfakten zum Film

Titel: Godzilla 3: The Planet Eater

Originaltitel: GODZILLA 星を喰う者

Regie: Kobun Shizuno, Hiroyuki Seshita

Laufzeit: 90 Minuten

Genre: Anime, Kaiju, Science-Fiction

Erscheinungsjahr: 2019


Um die Handlung von The Planet Eater besser zu verstehen ist es ratsam die beiden Vorgänger gesehen zu haben. Die entsprechenden Rezensionen findet ihr hier:

Godzilla: Planet der Monster | Review | Die Filmreise Challenge #3

Godzilla: Eine Stadt am Rande der Schlacht | Review


Handlung: Das emotionale Finale

Nach der Schlacht zwischen der Erd-Allianz und Mecha Godzilla gegen den originalen Godzilla sind die Rückkehrer massiv geschwächt. Ohne Mecha Godzilla fehlt den ehemaligen Bewohnern der Erde eine effektive Waffe gegen den König der Monster. In ihrer Verzweiflung schließen die Menschen ein Bündnis mit den Exif und deren Gott des Todes, King Gidorah. Die letzte Schlacht bahnt sich an und Protagonist Hauro steht erneut an vorderster Front …

Meine Meinung zum Film

Auf Godzilla: The Planet Eater habe ich mich sehr gefreut aber als der Abspann einsetzte, wurde ich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits ist die Inszenierung bombastisch und King Gidorah als metaphysische Bestie sieht, ähnlich wie Godzilla, gigantisch aus, was den Namen „Planet Eater“ wirklich rechtfertigt. Andererseits fehlt dem Film die Schlacht zwischen Godzilla & King Gidorah, vielmehr stehen Hauros Zorn, seine Emotionen und methaphysische Fragen wie Religion im Fokus. Somit erhält dieser Film eine tiefe, die man im Genre eher selten sieht, aber die Action sollte trotz allem im Fokus stehen.

Abseits des tiefgründigen Protagonisten, der religiösen Themen und der interessanten Darstellung King Gidorahs überzeugt der Film auf visueller Ebene.

Neben der äußerst gigantischen Darstellung King Gidorahs und Godzillas ist die Animationsqualität sehr hoch. Vom Look her wurde ich erneut an die modernen Fire Emblem Spiele erinnert. Im Klartext heißt, dass das Godzilla 3 wie ein Anime aussieht, aber gleichzeitig computeranimiert ist, wodurch eine gewisse Sterilität entsteht.

In einem Punkt überbietet Godzilla 3: The Planet Eater alle anderen japanischen Godzilla Filme und das ist die hochwertige deutsche Synchronisation. Bei den Sprechern hatte ich durchgehend das Gefühl sie wissen, wen beziehungsweise worüber sie sprechen. Besonders Jesse Grimm als Hauro Sakaki legt so viel Gefühl in seine Stimme, wie man es selten im Genre sieht.

Fazit

Zusammengefasst ist Godzilla 3: The Planet Eater ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist die Inszenierung hervorragend, die Animationsqualität ist hoch und die Sprecher machen einen guten Job. Andererseits fehlt es dem Film an der genreüblichen Action, was wie ein krasser Bruch mit dem restlichen Genre wirkt. Kann ich den Film weiterempfehlen? Einerseits ja, weil viele Aspekte sehr gut sind und andererseits nein, weil der richtige Endkampf um die Erde fehlt.

Wer sich am Kaiju Genre erfreuen kann, darf bei Godzilla: The Planet Eater einen oder zwei Blicke riskieren. Alle anderen sollten diesen Film lieber auslassen.

Das führt mich zur Wertung bedingt sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Aquaman (DCEU) | Gedankenspiel

Titel: Aquaman (DCEU)
Originaltitel: Aquaman (DCEU)
Regie: James Wan
Laufzeit: 139 Minuten
Genre: Comicverfilmung
Erscheinungsjahr: 2018

Aquaman ist inzwischen ein fester Bestandteil des DCEU Filmuniversums. Nach einem ersten Auftritt in Dawn of Justice sowie einer prominenteren Rolle in Justice League, dem gescheiterten Crossover, hat der „Wassermann“ endlich seinen lang erwarteten Solofilm bekommen. Regie führte Horrormeister James Wan und der gute Mann hat gezeigt, dass er mehr kann als nur Horrorfime zu inszenieren.

Für diesen Film und alle kommenden Comicverfilmungen werde ich von klassischen Rezensionsformat absehen und mich eher auf die einzelnen Aspekte in Kombination mit meinem Comicwissen konzentrieren.

An dieser Stelle gilt eine kleine Spoilerwarnung!

Kernfakten zum Film

Titel: Aquaman (DCEU)

Originaltitel: Aquaman (DCEU)

Regie: James Wan

Laufzeit: 139 Minuten

Genre: Comicverfilmung

Erscheinungsjahr: 2018


Weitere Beiträge zum DCEU

Filme


Handlung & Figuren/Schauspieler

Aquaman erzählt mehrere Handlungsstränge und orientiert sich erzählerisch an Wonder Woman und Dawn of Justice wobei erstgenannter Film klar das primäre Vorbild ist. Der Zuseher erlebt sowohl den Streit um Atlantis Thron, den Werdegang von Arthur Curry zum richtigen Thron und den Aufstieg von Black Manta, der Nemesis von Aquaman. Wirkt der Film zu Beginn etwas gehetzt und übertrieben nimmt man sich in der Mitte mehr Zeit für die Charakterentwicklung sowohl aufseiten der Helden als auch der Schurken.

Jason Momoa verkörpert zwar einen kampferprobten Helden, der aber noch seinen Platz finden muss und eine Bestimmung zu erfüllen hat. Zuerst unfreiwillig in die Handlung hineingezogen entwickelt sich Arthur Curry/Aquaman im weiteren Verlauf zu einem richtigen Helden, weil er keine Wahl hat, aber genau das macht ihn heroisch. Als Sohn des Meeres und des Landes muss er, ganz wie in den Comics, die Brücke zwischen beiden Welten sein und den drohenden Krieg verhindern.

Als Gegenstück dient Patrick Wilson als Aquamans Halbbruder König Orm, der seine Welt (die Meere) retten möchte und sich vom tragischen König zum grausamen Eroberer entwickelt. Dazu kommt der Zwist mit Arthur und die Furcht vor dem Verlust des Throns. Orm sieht sich als der rechtmäßige Ocean Master und somit Herrscher der Weltmeere. Um alle Völker unter Wasser zu vereinen und der Oberwelt den Krieg zu bringen, geht er über Leichen.

Der „wahre“ Schurke des Films wird jedoch von Yahya Abdul-Mateen II verkörpert. David Kane ist zu Beginn ein Pirat entwickelt nach einer wenig erfreulichen Begegnung mit Aquaman einen brennenden Zorn auf den Helden und sinnt auf Rache. Seine „Motivation“ Black Manta zu werden ist die gleiche wie in den Comics und absolut nachvollziehbar. Ich vermute und hoffe auf einen weiteren Auftritt Black Mantas in kommenden Aquaman Filmen.

Den Abschluss im Kreis der relevanten Figuren bilden Mera (Amber Hear), Atlanna (Nicole Kidman) und Vulko (William Dafoe) die Aquaman in seiner Mission unterstützen beziehungsweise Atlanna ist als Aquamans Mutter dessen wichtigster Anker.

Stilmittel, CGI und Soundtrack

Aquaman baut unterschiedlichste Genreelemente in seinen Handlungssträngen, wirkt dabei jedoch nicht überladen, was mich ehrlich gesagt überrascht. So haben wir Elemente aus dem Drama sowie dem Fantasy, Science-Fiction, Action und Horrorfilm. Besonders die Horrorelemente von Aquaman sind eines der Highlights des Films und unterstreichen die Fähigkeiten von James Wan. Ein weiteres Stilmittel sind drehende Kameraaufnahme und eher längere Shots, die besonders in den teils überraschend brutalen Kämpfen eingesetzt werden. Dabei gewinnen die Gefechte eine dynamische Note und die Szenen wirken umfangreicher in der Inszenierung.

Eine positive Überraschung ist das CGI von Aquaman. Da der Film über weite Strecken unter Wasser spielt, müssen die Effekte hochwertig sein und dieser Fall tritt ein. In Kombination mit hervorragend platzierten Kamerawinkeln entstehen nicht nur beeindruckende Bilder, sondern auch eine überraschend realistische Darstellung der Völker unter Wasser. So sind auch die Bewegungen nicht mehr so lächerlich wie zu Zeiten von Aquaman. Die schnelle Fortbewegung der atlantischen Bewohner wirkt realistisch und erinnert an die hohe Geschwindigkeit der Amazonen oder der Kryptonier. Ebenso wirken die Kämpfe unter Wasser, dank dem CGI realistisch, weisen aber eine gewisse Trägheit, auf die durch das Wasser bedingt ist. Was ebenfalls positiv zu erwähnen wäre ist der Einsatz eines Filters über der Stimme, wenn die Figuren unter Wasser sprechen.

Der Soundtrack aus der Feder von Rupert Gregson-Williams passt perfekt zum Film und unterstreicht diese mysteriöse, gefährliche Welt unter Wasser.

Fazit

Zusammengefasst ist Aquaman der Beweis für DC/Warners Fähigkeit qualitativ hochwertige Solofilme, um ihre Helden zu produzieren. Im Kern behandelt der Film mehrere Handlungsstränge mit ernster Thematik, die durch etwas Humor und Augenzwinkern aufgelockert werden. Trotz mehrere Stränge sowie Genreelemente wirkt Aquaman nicht überladen und fügt sich zu einem befriedigenden Film zusammen. Aquaman schafft es gekonnt den Mikrokosmos der Comicvorlage zu etablieren und viele Elemente ins DCEU einzufügen die die Basis für kommende Filme legen. Ich kann diesen Film definitiv weiterempfehlen und bedanke mich für eure Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Venom | Review

Titel: Venom
Originaltitel: Venom
Regie: Ruben Fleischer
Laufzeit: 113 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Comicverfilmung

Venom ist eine Comicverfilmung, basierend auf dem gleichnamigen Anti-Helden aus den Marvel Comics und der erste Film von Sony’s eigenem Filmuniversum, basierend auf die Figuren um Spider-Man. Wie immer bei aktuellen Kinofilmen werde ich große Spoiler vermeiden und an dieser Stelle gibt es noch eine kleine Ankündigung. Die liebe Mara aka Ainu89 hat mich zu einem Exkurs über Venom gebeten. Dieser Beitrag folgt in den nächsten Tagen. Kommen wir zurück zum Film!


Kernfakten zum Film

Titel: Venom

Originaltitel: Venom

Regie: Ruben Fleischer

Laufzeit: 113 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Comicverfilmung


Handlung: Die Origin-Story, die zu spät kam

Der Film eröffnet mit dem Absturz einer Rakete der Life Foundation, die während einer Mission im All vier fremde Lebensformen, sogenannte Symbionten, gefunden hat. Drei der vier Symbionten können nach dem Absturz in die Obhut der Life Foundation gebracht werden. Ein Außerirdischer verschwindet jedoch …

Eddie Brock (Tom Hardy), ein in San Francisco lebender Enthüllungsjournalist gerät mit dem Vorsitzenden der Life Foundation, Dr. Carlten Drake (Riz Ahmned), aneinander als Eddie während eines Interviews Dr. Drake mit den Gerüchten über Menschenversuche, die sein Konzern betreibt, konfrontiert. Diese Konfrontation stellt sich als Untergang für Eddies Karriere heraus jedoch erhält er Unterstützung von Dr. Dora Skirth (Jenny Slate) um der Welt das wahre Gesicht ihres Chefs zu zeigen. Eddie bricht in die Labore der Life Foundation ein, wird dort aber mit dem Symbionten Venom infiziert. Das ungleiche Duo muss zusammenarbeiten sich vor der Privatarmee der Life Foundation zu wehren und gleichzeitig Carlton Drake aufhalten, der sinistere Pläne verfolgt.

Meine Meinung zum Film

Venom ist definitiv kein kompletter Reinfall, allerdings fehlt mir der „Wow Effekt“ den Deadpool vor einigen Jahren ausgelöst hat. Was ich dem Film zugutehalten muss, ist die Beziehung zwischen Eddie Brock und dem Symbionten Venom, die klar das Highlight des Films ist und diese beiden Figuren am besten ausbaut. Beide Figuren beeinflussen sich gegenseitig in ihrem Verhalten, was auch die Grundlage für den Humor des Films begründet.

Die Handlung orientiert sich teilweise an den Geschichten  „Venom: Tödlicher Beschützer“ und „Planet der Symbionten“ und das spiegelt sich auch der Darstellung des Titelgebenden Anti-Helden wider. In diesem Film ist Venom kein Superschurke, der der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft das Leben schwer macht, sondern ein zunächst bösartiges Alien, dass zum Anti-Helden und Beschützer von San Francisco avanciert. Leider werden die Beweggründe für Venoms Wandel nur rudimentär etabliert aber das ist nichts im Vergleich zum Klischeebeladenen Bösewicht Dr. Carlten Drake, der durchaus edle Ziele verfolgt, aber diese mit derart abgedroschenen Mitteln umsetzt, dass jeder andere böse Wissenschaftler die Augen verdrehen würde. Der Film an sich fühlt sich an einigen Stellen stark geschnitten an und gewisse Szenen und Ereignisse würden logischer wirken, wenn die jeweiligen Szenen länger wären. Aus Spoilergründen werde auf die genannten Szenen nicht genauer eingehen.

Was ich allerdings loben muss, ist die Darstellung von Venom an sich. Der Charakter erinnert mich gerade zu Beginn des Films an die Finsternis aus der Image Comicserie „The Darkness“ und in seinem vollen Ausmaß wirkt das Alien sehr imposant. Ein Detail, was mir gefällt ist, die offenkundig leicht flüssige Konsistenz seiner Haut wodurch Venom sehr lebendig wirkt. Wie ein außerirdischer Organismus, der seine Gestalt verändern kann.

Fazit

Zusammengefasst ist Venom eine solide Comicverfilmung dessen größte Stärke die Beziehung zwischen Eddie und Venom ist, während die größte Schwäche in der Handlung liegt. Der Plot braucht einige Zeit um in Fahrt zu kommen und sobald Venom zum ersten mal richtig in Erscheinung ist, wird der Film wirklich gut! Außerdem etabliert der Film gleich noch ein paar Figuren um Eddie Brock/Venom wie Carnage oder She-Venom, was definitiv Potenzial für weitere Filme bietet. Tom Hardy’s Darstellung als Venom hat mir sehr gut gefallen und die Rolle als düsterer Anti-Held, der das Recht trotzdem am rechten Fleck hat, passt zum Schauspieler.

Ich vergebe für Venom die Wertung bedingt sehenswert, da der Film zwar durchaus Spaß macht, aber das Genre sich seit Venoms ersten Auftritt stark weiterentwickelt hat.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weltenzerstörer | Review

Titel: Weltenzerstörer
Originaltitel: Ren he tunshizheä
Autor: Cixin Liu
Verlag: Heyne

Die Vorstellung, eine unbesiegbare Bedrohung steuert auf die Erde, ist schon sehr interessant und wenn das ganze auch noch mit dem Fokus auf die wissenschaftliche Genauigkeit erzählt wird, befindet man sich in der Hard-Science-Fiction Literatur. Herzlich willkommen zu meiner kurzen Rezension zur Novelle Weltenzerstörer aus der Feder von Cixin Liu!

Kernfakten zum Buch

Titel: Weltenzerstörer

Originaltitel: Ren he tunshizheä

Autor: Cixin Liu

Verlag: Heyne


Aus den Tiefen des Alls taucht ein seltsamer Kristallauf mit einer Botschaft an die Menschheit auf. „Alarm! Alarm! Der Weltenzerstörer kommt!“

Einer der schlimmsten Albträume der Menschheit wird wahr, denn der Weltenzerstörer ist ein gigantisches Raumschiff, das Kurs auf die Erde nimmt und nur ein Ziel kennt, den Planeten auszubeuten und komplett zu vernichten. Ein Jahrhundert bleibt den Menschen Zeit um sich auf die Bedrohung vorzubereiten.

Weltenzerstörer baut sehr schnell einen Spannungsbogen auf, der sich bis zum großen Finale hin steigert um den Leser zu fesseln. Die Herangehensweise an die Prämisse ist ebenfalls sehr interessant. Durch die Etablierung des Botschafters Beißers wird die Unabwendbarkeit des Problems, die Ankuft des gigantischen Raumschiffs, sehr früh zementiert und die Menschen müssen alles daran setzen um sich auf die Ankunft vorzubereiten.

Dabei werden aktuelle wissenschaftlichte Erkenntnisse als Basis für die Zukunftsvisionen genutzt und logisch weiterentwickelt. Allerdings werden auch die Ziele des Weltenzerstörers dargelegt, die durchaus plausibel erscheinen aber keinen Genozid rechtfertigen.


Alles in allem ist Weltenzerstörer eine sehr spannende Novelle und idealer Einstieg in die sognenannte Hard-Science-Fiction Literatur. Die Spannungskurve steigt konstant und gipfelt schließlich in einem epischen Finale sowie einem hoffnungsvollen Epilog. Ich bin davon sehr beeindruckt wie der Autor auf knappen 70 Seiten mehr Epik verpacken kann als andere Autoren auf mehreren hundert Seiten. Es ist diese Mischung aus der Unabwendbarkeit des Problems und der sich hartnäckig haltenden Hoffnung den kommenden Konflikt zu überstehen.

Ich vergebe für Weltenzerstörer die Wertung lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

Meg | Review

Titel: Meg
Originaltitel: The Meg
Regie: Jon Turteltaub
Laufzeit: 113 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Horror

Auf Meg (oder auch The Meg) habe ich mich im Vorfeld sehr gefreut und noch mehr hat es mich gefreut, dass ich 113 Minuten lang sehr gut unterhalten wurde! Damit heiße ich euch herzlich willkommen zu meiner Review zu Meg oder auch The Meg.

Kernfakten zum Film

Titel: Meg

Originaltitel: The Meg

Regie: Jon Turteltaub

Laufzeit: 113 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Horror

Weitere Horrorfilme mit Haien:


Der Film beginnt mit Jonas Taylor (Jason Statham), der eine Gruppe Wissenschaftler von einem schwerbeschädigten Atom-U-Boot retten muss. Während der Rettungsmission wird das beschädigte U-Boot von einem unbekannten Tier attackiert, in dessen Folge zwei Rettungstaucher sterben. Jonas verlässt daraufhin das Team während ihm Dr. Heller, der Teamarzt, die Schuld für den Tod der beiden Taucher gibt und die Geschichte von der riesigen Meereskreatur als Psychose abtut.

5 Jahre später setzt die eigentliche Handlung ein. Der Milliardär Jack Morris (Rainn Wilson) hat den Bau einer Meeresforschungsstation namens Mana One finanziert. Morris arbeitet mit dem Wissenschaftler Minway Zhang und dessen Tochter Suyin zusammen, um eine noch tiefere Stelle im Mariannengraben zu erforschen. Ein kleines Team reist mit einem U-Boot zum Grund des Grabens und findet heraus das der Meeresboden nur eine dichte Wolke ist, die eine Thermokline bildet. Der Tauchgang entpuppt sich als ein folgenschwerer Fehler, da der Megalodon, eine als ausgestorben geltende Haiart in den Tiefen überlebt hat und das U-Boot attackiert. In ihrer Verzweiflung holt das Team in der Forschungsstation den Rettungstaucher Jonas Taylor aus dem Ruhestand zurück um eine Rettungsmission zu starten. Die Mission gelingt knapp, aber ein Megalodon kommt bei der Flucht ebenfalls mit in die höheren Meeresebenen. Um den Fehler auszubügeln, nimmt die Besatzung von Mana One den Kampf gegen den Megalodon auf!


Ich bin ehrlich gesagt sehr positiv überrascht, wie stark die Handlung des Films ist. Meg schafft es Spannung zu erzeugen aber diese gleichzeitig durch gezielt eingestreute Witze wieder aufzulockern. Die Spannungskurve steigt konstant an und die Erwartungshaltung des Zusehers wird durch das Andeuten des Megalodon immer wieder angefacht. Der Auftritt der Kreatur selbst ist sehr gelungen, indem der Hai einfach einen anderen großen Meeresbewohner tötet.

Neben der spannenden Handlung und der wirklich gelungenen Inszenierung des Hais verdient die Besetzung ein großes Lob!

Jason Statham dominiert ganz klar die Besetzung und zeigt, was er drauf hat als Actionheld und eher unfreiwilliger Hai Jäger. Ergänzt wird die Besetzung unter anderem von Li Bingbing (Transformers 4) als Suyin Zhang, Rainn Wilson (Shut up! – Super Crime) als Milliardär Jack Morris und Cliff Curtis (Fear the Walking Dead) als James „Mac“ Mackreides.

Die Menschen arbeiten sinnvoll zusammen um die Gefahr einzudämmen während auch erfrischenderweise nach einer Möglichkeit gesucht wird um die Gefahr ohne die zwangsläufige Tötung des Megalodon zu lösen.


Zusammengefasst funktioniert Meg sehr gut als Hai-Horrorfilm, der trotz seiner fiktionalen Prämisse realistischer wirkt als die meisten Genrekollegen, die immer noch existierende Hai-Arten verwenden. Ist Meg die große Hoffnung für den Tierhorrorfilm? Zum Teil ja aber hauptsächlich ist der Film ein äußerst unterhaltsamer Sommerblockbuster, der erneut das Talent von Warner Bros. im Horrorgenre zeigt!

Von mir bekommt Meg (oder auch The Meg) die Wertung und sehenswert und ich hoffe inständig auf eine ebenso unterhaltsame Fortsetzung!

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Ant-Man and the Wasp | Review

Titel: Ant-Man and the Wasp
Originaltitel: Ant-Man and the Wasp
Regie: Peyton Reed
Laufzeit: 118 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018 
Genre: Science-Fiction, Action

Die ausstehenden Beiträge zum MCU, welche vor mehreren Monaten angekündigt habe, werden wohl nicht mehr erscheinen aber dafür widme ich mich dem zwanzigsten Film des Marvel Cinematic Universe. Viel Spaß mit meiner Rezension zu Ant-Man and the Wasp!

Die wichtigen Vorgänger:

Kernfakten zum Film

Titel: Ant-Man and the Wasp

Originaltitel: Ant-Man and the Wasp

Regie: Peyton Reed

Laufzeit: 118 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Science-Fiction, Action


Nachdem Scott Lang aka Ant-Man es schaffte den subatomaren Raum zu verlassen (Finale von Ant-Man 1) arbeiten Hope van Dyns und ihr Vater Hank Pym an einem Tunnel um den subatomaren Raum (Quantenebene) betreten und wieder verlassen zu können, da Hanks Frau viele Jahre vor der Filmhandlung in der Quantenebene verschwunden ist.

Die eigentliche Handlung setzt nach den Ereignissen von Captain America: Civil War an. Scott Lang hat durch seinen Kampf an der Seite von Captain America das Sokovia-Abkommen gebrochen, darf seine „Strafe“ dank eines Deals in Form von zwei Jahren Hausarrest absitzen, um seine Tochter sehen zu können. Kurz vor Ende seiner Strafe hat Scott eine Vision von Hanks verschollener Frau Janet und nimmt Kontakt zu seinem ehemaligen Mentor auf. Zusammen mit Scott erhoffen sich Hank und Hope eine Rettung von Janet, die scheinbar noch am Leben ist.

Dem Trio stellt sich aber die mysteriöse Ghost entgegen die Hanks Labor, ein Gebäude das sich schrumpfen lässt (sehr praktisch) stehlen will. Ergänzend dazu stellt sich dem Trio der Hehler Sonny in den Weg, der das Labor gewinnbringend verkaufen will.

Was ich an der Handlung von Ant-Man loben muss, ist die lockere Grundstimmung und Erzählung, die bereits den ersten Teil so besonders gemacht hat. Es tut gut mal wieder ein „kleines“ Abenteuer zu sehen, bei dem es nicht um die Rettung der Erde oder des Universum geht. Die Handlung ist nicht weltbewegend und erweckt den Eindruck eines Lückenfüllers bis zum nächsten „wichtigen“ Film, passt aber sehr gut als Fortsetzung zum Civil War und schlägt die Brücke zum Infinity War. Somit entwickelt sich das MCU auch auf einer kleineren Ebene, den Solofilmen, logisch weiter.


Ebenso muss die Rückkehr des Humors in das MCU lobend erwähnt werden. Klar hatte Infinity War seine Witze aber der Grundton war wesentlich düsterer. Ant-Man and the Wasp nimmt sich gerade ernst genug, um nicht Klamauk Haft zu wirken.

Der Humor basiert auf dem Aushebeln des fixen Systems von Größenverhältnissen, was in einer Umwälzung unserer Alltagswirklichkeit resultiert oder simpler ausgedrückt; wenn große Dinge plötzlich klein werden und kleine Dinge schlagartig groß entsteht ein Witz, der im Film zwar zigfach wiederholt wird, aber keine Abnutzungserscheinungen zeigt und fast zwangsläufig zu Lachern führt. Neben dieser äußerst kreativen Form des Humors sorgt der Nebencharakter Luis (Michael Peña) dank cleverer und teils abgedrehter Dialoge für einen Gegenpol beim Humor. Der Humor ist auch gleichzeitig das beste Beispiel für die starke Technik des Films und das hohe Tempo in den Actionszenen.

Wie man es von meinem MCU-Film ist die Besetzung sehr stark und hat eine gute Chemie untereinander. Paul Rudd schlüpft erneut in die Rolle von Scott Lang aka Ant-Man, der viel Sympathie ausstrahlt und mit Luis (Michael Peña) ein äußerst witziges Duo abgibt. Evangeline Lilly kehrt als Hope van Dyne zurück und schlüpft in das Kostüm der Heldin „The Wasp„. Dankenswerterweise bekommt Michael Douglas Rolle Hank Pym eine größere Rolle.

Neu im Cast sind Laurence Fishburne als Dr. Bill Foster aka Goliath und Hannah John-Kamen als Ava Starr aka Ghost, die im Vergleich zu ihrer Comicvorlage nicht wie ein klassischer Superschurke vorkommt, sondern ein tragischer Charakter ist sowie Michelle Pfeiffer als Janet van Dyne die erste Wasp.


Zusammengefasst ist Ant-Man and the Wasp kein Meisterwerk aber ein gelungenes Abenteuer für zwischendurch, das Spaß macht und somit die Kernessenz einer Comicverfilmung sehr gut trifft, da genau dieses Genre spaß machen soll beim Zusehen. Der Film baut die Ant-Man Thematik konsequent weiter aus und funktioniert in zweierlei Hinsicht sehr gut. Zum einen als Kind des Civil War und zum anderen als Fortsetzung. Zu bemängeln wäre die etwas schwache Handlung, die kaum über das Prädikat bemüht hinausgeht.

Ich vergebe für Ant-Man and the Wasp die Wertung sehenswert.

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Weitere Beiträge zu Ant-Man and the Wasp:

Starship Troopers | Gedankenspiel [Kultfilm #1]

Es gibt Filme, die sich nicht für eine normale Rezension. Daher ich meine neue Rubrik „Kultfilme“ ins Leben gerufen, wo einmal im Monat ein Film vorgestellt wird der meiner Meinung nach einen besonderen Platz in der Filmwelt verdient hat.

Es gibt Filme, die sich nicht für eine normale Rezension eignen. Daher habe ich meine neue Rubrik „Kultfilme“ ins Leben gerufen, wo einmal im Monat ein Film vorgestellt wird, der meiner Meinung nach einen besonderen Platz in der Filmwelt verdient hat. Das bedeutet, ihr werdet monatlich einen Beitrag zu einem Kultfilm auf meinem finden, in dem ich auf die jeweiligen Stärken, Besonderheiten und eventuellen Schwächen eingehen werden.

Den Anfang für dieses Format macht der Military-Science-Fictionfilm Starship Troopers, der 1997 unter der Regie von Paul Verhoeven entstanden ist und auf dem gleichnamigen Roman von Robert A. Heinlein basiert.

An dieser Stelle spreche ich eine kleine Spoilerwarnung aus.


Starship Troppers schildert die militärische Laufbahn des Protagonisten Johnny Rico (Casper Van Dien) im Hauptstrang und behandelt die Werdegänge seiner Schulkameraden Carmen (Denise Richards), Dizzy (Dina Meyer) und Carl (Neil Patrick Harris) beim Militär in den Nebensträngen.

Der Rahmenhandlung geht ein Krieg mit Arachnodien Aliens, genannt Bugs, voraus in dessen Verlauf sich die Menschheit hinter einer großen Weltregierung versammelt hat.

Im Zuge der militärischen Ausbildung der Protagonisten erlebt der Zuseher sowohl die Höhen als auch die Tiefen des Werdegangs der Figuren sowie deren Entwicklung. Nach einem verheerenden Angriff der Bugs auf die Erde beginnt die Weltregierung mit einem Gegenschlag auf die Welt der Bugs.

Der Film selbst endet mit keinem Endsieg der Menschen, sondern erweckt den Eindruck einer Episode in einem langen Krieg.

Was mir an Starship Troopers schon immer gefallen hat, war die Überstilisierung des Militärs, was von vielen Menschen falsch ausgelegt wird. Die Intension des Regisseurs Paul Verhoeven ist keine Verherrlichung des Militärs, sondern eine Kritik am Hurra-Patriotismus (Kriegseuphorie), wie ihn das US-Außenministerium betrieben hat, sowie dem sogenannten militärisch-industriellen Komplex. Dadurch entsteht subversiver Humor, der zugegebener Maßen nicht leicht zu verstehen ist aber bei aufmerksamem Zusehen erkannt werden kann.

Abseits der politischen Kritik und der interessanten Handlung hat Starship Troopers weitere Stärken. So ist das Design der Bugs äußerst ausgefallen und erinnert nur entfernt an eine Lebensform der Erde. Trotz des Alters von über 20 Jahren können sich die Bugs immer noch sehen lassen ohne das der Zuseher an plötzlichem Augenbluten erkrankt. Das ist insofern überraschend, weil viele Filme in den späten 90er Jahren nicht wussten, wie man CGI richtig einsetzt. Hier sei erwähnt, dass die Bugs im Film wenig Gemeinsamkeiten mit den Aliens der Romanvorlage haben. Werden die Aliens im Roman als weder humanoid noch als human beschrieben, ähneln sie im Film einer Horde riesiger Killerinsekten, was aber definitiv ikonischer wirkt.

Es gibt generell einige Unterschiede zwischen der Romanvorlage und dem Film aber eine genaue Aufzählung würde den Rahmen sprengen.

Was ich aber erwähnen muss, sind die Unterschiede zwischen der Deutschen und der englischen Fassung. So geht beispielsweise der wichtige Unterschied zwischen Citizen (Bürger; der den Militärdienst geleistet hat und zahlreiche Privilegien genießt) und Civilian (Zivilist; hat nicht gedient) fast völlig unter.

Außerdem wird eine Passage aus einer Unterrichtsstunde, die sich kritisch mit dem Sozialismus und der Demokratie auseinandersetzt, abgeändert.

Original

“This year we explored the failure of democracy, how the social scientists brought our world to the brink of chaos. We talked about the veterans, how they took control and imposed the stability that has lasted for generations since.”

„Dieses Jahr erforschten wir das Scheitern der Demokratie, wie die Sozialwissenschaftler unsere Welt an den Rand des Chaos brachten. Wir sprachen über die Veteranen, wie sie die Kontrolle übernahmen und die Stabilität erzwangen, die mittlerweile seit Generationen anhält.“

Abgeänderte Version:

„Unser Thema war dieses Jahr die politische Entwicklung seit der Jahrtausendwende, und wie Außerirdische diese Entwicklung beeinflusst haben. Wir sprachen über die Bugs, wie sie die Erde angriffen und Tausenden unserer Vorfahren den Tod brachten.“


Ich halte Starship Troopers für einen faszinierenden und absolut sehenswerten Vertreter des Military-Science-Fiction Genres, der leider zu oft missverstanden wurde aber aufgrund der oben genannten Eigenschaften einen festen Platz in den Reihen der Kultfilme verdient.

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Jurassic World: Das gefallene Königreich | Review

Titel: Jurassic World: Das gefallene Königreich
Originaltitel: Jurassic World: Fallen Kingdom
Laufzeit: 129 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA
Regie: J. A. Bayona

Ich bin in Jurassic World: Das gefallene Königreich mit gemischten Gefühlen gegangen und habe meine Erwartungen bewusst niedrig gehalten weil, mich bereits die Trailer wenig begeistert haben. Da ich jedoch alle anderen Jurassic Filme gesehen und inzwischen vorgestellt habe, war ich in Jurassic World: Das gefallene Königreich und naja was ich von diesem Film halte erfahrt ihr jetzt.


3 Jahre sind seit der Zerstörung von Jurassic World auf der Isla Nubla vergangen. Der Vulkan auf der Insel, der lange Zeit ruhte, wird nun aktiv und bedroht die Dinosaurier auf der Insel. Die Menschheit muss sich die Frage stellen ob Dinosaurier den gleichen Schutz verdienen wie andere Tiere oder man sie lieber aussterben lassen soll, wie es bereits einmal der Fall war.

Claire Dearing, die ehemalige Parkmanagerin, hat inzwischen die Dino Protection Group (DPG) gegründet, die sich für den Schutz der Dinosaurier einsetzt. Zusammen mit der finanziellen Unterstützung von Benjamin Lockwood, einem alten Freund von John Hammond, dem Gründer von Jurassic Park, wird eine Operation gestartet, um so viele Dinosaurier wie möglich von der Insel zu retten. Dabei wird auch Star-Lord, nein es ist der Raptorentrainer Owen Grady, rekrutiert. Allerdings sollen die Tiere nicht wie versprochen in Sicherheit gebracht werden, sondern auf einer Aktion zu Geld gemacht werden, um die Forschung an einem neuen Dino-Hybriden, den Indoraptor, zu finanzieren.

Als der Indoraptier ausbricht und im Lockwood-Anwesen für Schrecken sorgt beginnt für Claire, Owen, den DPG Mitgliedern Zia & Franklin sowie dem kleinen Mädchen Maisie (weil jeder Jurassic Film ein Kind in der Gruppe braucht) ein Kampf ums überleben.


Eigentlich ist die Prämisse von Jurassic World: Das gefallene Königreich interessant und relativ kreativ krankt allerdings an alten wie neuen Problemen in der Dramaturgie. Ein Umstand, den ich an allen Jurassic Filmen etwas kritisch sehe, ist die Einbringung von menschlichen Bösewichten neben Dinosauriern und Dino-Hybriden. Klar in Teil 1 machte Dennis Nedry Sinn, weil es seine Gier war, die dem Park den nötigen Anstoß gab, um ins Chaos zu stürzen. In Jurassic World 2 gibt es gleich mehrere schurkenhafte Figuren, die allerdings so gut wie alle ausgemerzt werden, weil Bösewichte nie länger als einen Film leben dürfen.

Was mich ebenfalls stutzig macht, sind diverse Entscheidungen beziehungsweise Punkte in der Handlung. So wird Benjamin Lockwood als ehemaliger Freund von John Hammond beschrieben, die gemeinsam die Idee eines Dinoparks entwickelt haben aber John erzählt im ersten Jurassic Park eine andere Geschichte zum Park. Auf den Punkt um Maisie kann ich aufgrund von Spoilern nicht eingehen aber die Enthüllung, was es mit ihr auf sich hat, ist so dumm und nebensächlich eingefädelt das es fast den Eindruck erweckt dem Autor des Drehbuchs war dieser Twist völlig egal.


Technisch gefällt Jurassic World: Das gefallene Königreich wie alle anderen Teile auch und besonders die Inszenierung, die Akzente eines Horror- beziehungsweise Monsterfilms aufweist wirken im Bezug auf die Reihe sehr erfrischend. Besonders die Anfangssequenz mit dem Mosasaurier ist sehr stimmig und unterstreicht perfekt die Monstrosität dieses Meeresbewohners.

Generell ist der Film extrem actionlastig, was zu beginn durchaus gefällt aber besonders zu Schluss hin wirkt alles nur mehr massiv übertrieben, auch wenn das vermutlich gewollt ist. Der Film lebt mehr von der Action und weniger von seiner Atmosphäre, wobei gerade mit dem Indoraptor durchaus Potenzial für einen leichten Horrortouch möglich gewesen wäre. Ein mordender Dino-Hybrid, der durch ein riesiges Anwesen schleicht, klingt irgendwie reizvoll.

Was allerdings auf keine Kuhhaut geht, ist der Soundtrack des Films, der einfach nicht zu den eingesetzten Szenen passen will. Völlig belanglose Szenen eines Waldes mit Stücken untermalt als ob irgendetwas Episches passiert.


Lasst mich zusammenfassen. Jurassic World: Das gefallene Königreich ist kein Totalausfall, allerdings würde ich lügen wenn ich behaupten würde, dass der Film wirklich gut wäre. Jurassic World 2 hat seine Momente und in manchen Szenen flackert das Potenzial des Films durch, aber als Endergebnis bleibt ein bestenfalls mittelmäßiger Sommerblockbuster, der die Wertung bedingt sehenswertdefinitiv verdient!

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Rogue One: A Star Wars Story | Review

Titel: Rogue One: A Star Wars Story
Originaltitel: Rogue One: A Star Wars Story
Laufzeit: 134 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016
Produktionsland: USA

Wer mich privat kennt, weiß es bereits, aber nun kann ich mich outen; ich mag Star Wars nicht wirklich. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Ich mag das Star Wars Universum von Disney nicht aufgrund der geringen Substanz im Vergleich zum „alten“ Star War Universum. Dennoch habe ich meine Vorbehalte über Board geworfen und dem Film eine faire Chance gegeben. Ob das was gebracht hat, erfahrt ihr jetzt!


Im Zentrum der Geschichte steht Jyn Erso, Tochter des imperialen Ingeneurs Galen Erso, die wegen diverser Straftaten unter falschem Namen vom Imperium gefangen genommen wird. Sie wird von der Rebellenallianz gerettet, gerät dadurch jedoch in deren Gefangenschaft aufgrund ihrer Herkunft.

Sie wird daher zusammen mit dem Rebellenoffizier Cassian Andor und K-2SO, ein umprogrammierter Droide, zum Planeten Jedha geschickt, um Kontakt zum Terroristen Saw Garrera aufzunehmen, denn dieses ehemalige Mitglieder der Rebellen hält Bodhi Rook, einen Deserteur des Imperiums, gefangen. Bodhi hat eine Botschaft von Jyns Vater geschmuggelt, in der dieser von einer Superwaffe des Imperiums spricht.

Als bekannt wird, dass das Imperium tatsächlich im Besitz der Superwaffe, des Todessterns, ist, scheint die junge Rebellenallianz zu scheitern, da ein Sieg unmöglich scheint. Jyn Erso nimmt die fatalistische Einstellung der Rebellen nicht hin und will die Pläne des Todessterns stehlen, um den Weg zur Freiheit der Galaxie zu ebnen. Zu diesem Zweck schließen sich ihr unter anderem Bodhi, Cassian und K-2SO an, wohl wissend, dass sie diese Mission wohl nicht überleben werden.

Rogue One bricht mit dem Konzept klassischer Star Wars Filme und fokussiert sich mehr auf den Krieg an sich. Sprich der klassische Kampf von Gut gegen Böse wird aufgeweicht, da die Rebellen nicht die moralisch überlegene Partei sind, als die sie früher gern gezeigt werden. Allerdings wäre in der Geschichte noch viel mehr Potential vorhanden im Bezug auf das Drama an sich. Das Team um Jyn begibt sich auf eine Mission, die mit hoher Wahrscheinlichkeit deren Leben fordern wird. Das kommt im Film leider nicht so gewichtig rüber, wie es möglich gewesen wäre.


Der Besetzung von Rogue One fehlt es leider an Charisma, um wirkliche Emotionen zu wecken, wenn die „Helden“ auf die Himmelfahrtsmission gehen. Sowohl Hauptdarstellerin Felicity Jones (Jyn), also auch Diego Luna als Rebellencaptain Cassian Andor schaffen es nicht, die Sympathie anderer Star Wars Hauptdarsteller zu wecken. Gleiches gilt aber auch für die Bösewichte, die eher zahnlos, als wirklich gefährlich wirken. Einzig Darth Vader bekommt einen denkwürdigen Auftritt und darf ein paar Rebellen attackieren.

Der einzige Charakter, der etwas Sympathie erzeugt, ist der Droide K-S2O, allerdings sieht man auch ihn zu selten im Film.

Technisch sieht Roge One hervorragend aus und besticht durch bildgewaltige Kulissen und abwechslungsreiche Schauplätze. Dabei werden die „Standardgebiete“ wie Lavawelt, Inselwelt oder Wüstenplanet abgedeckt, jedoch wirklich hübsch dargestellt.

Der Soundtrack von Michael Giacchino ist äußerst hörenswert und hält sich nah am Werk von John Williams, wirkt aber dennoch frisch genug, um eigenständig zu sein.


Alles in allem ist Rogue One: A Star Wars Story ein ganz passabler Star Wars Film, der sich durch seine Thematik vom restlichen Franchise abhebt, aber dennoch nicht sein volles Potential ausschöpft. Wenn sich der Film noch mehr auf die düsteren Aspekte des galaktischen Bürgerkriegs konzentriert hätte, wäre bestimmt ein düsterer Kriegsfilm im Star Wars Universum entstanden. Nach dem Abspann bleibt aber ein Science-Fiction Film mit düsterer Grundstimmung zurück, der den Zuckerguss von Disney in sich trägt. Ich vergebe für Roge One: A Star Wars Story das Prädikat bedingt sehenswert.

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Vergessene Welt: Jurassic Park | Review

Titel: Vergessene Welt: Jurassic Park
Originaltitel: The Lost World: Jurassic Park
Laufzeit: 129 Minuten
Erscheinungsjahr: 1997
Produktionsland: USA

Vergessene Welt: Jurassic Park, oder auch Jurassic Park 2, gehört zu den Filmen meiner Kindheit und ist bis heute einer meiner Lieblingsfilme. Dennoch muss sich dieser Film heute einer neutralen Beobachtung unterziehen und wie schlägt er sich im Vergleich zum ersten Teil? Finden wir es heraus!

Jurassic Park | Review


Vier Jahr sind seit den Ereignissen auf der Isla Nubla vergangen. Auf der Isla Sorna, einer Insel in der Nähe von Nubla, haben in der Anlage B jedoch einige Dinosaurier überlebt. John Hammond, der Gründer von Jurassic Park, sieht eine Chance, sein Gewissen zu erleichtern. Er möchte ein Team von Wissenschaftlern entsenden, die das Ökosystem auf der Isla Sorna dokumentieren sollen, um der Welt zu zeigen, dass die Dinosaurier ein Recht auf das Leben haben.

Peter Ludlow, Hammonds Neffe und neuer Chef von Ingen, will die Tiere von der Sorna schaffen um in San Diego einen neuen Jurassic Park zu eröffnen.

Dr. Ian Malcolm, einer der Überlebenden des Isla-Nubla-Vorfalls, gehört zum Forschungsteam, das zur Isla Soe reisen soll. Ian wird allerdings eher unfreiwillig Teil der Mission, da er in erster Linie seine Freundin, Dr. Sarah Harding, von der Insel retten möchte. Zusammen mit dem Techniker Eddie Karr und dem Fotografen Nick Van Owen reist Dr. Malcolm zur Isla Sorna, wo die Gruppe schon bald auf Sarah trifft, die von den Dinos äußerst begeistert ist. Kurz nach ihrer Ankunft trifft ein großes Team von Jägern unter der Führung von Ludlow & Roland Tembo auf der Insel ein, denen es dank ihrer Ausrüstung gelingt, viele Dinos zu fangen.

In der darauffolgenden Nacht sabotieren Owen & Harding das Lager von Ingen, wodurch ein Großteil der Ausrüstung zerstört wird und viele Dinos freikommen. Unter den gefangenen Dinos befindet sich auch ein Tyrannosaurus Rex Jungtier, was von den Eltern zurückgefordert wird. Ein brutaler Kampf ums Überleben beginnt, denn als die Kommunikationsmöglichkeiten beider Teams zerstört werden, muss die ungleiche Allianz ins Herz der Insel vordringen, da dort die alte Versorgungszentrale inklusive Satelitentelefon steht.

Vergessene Welt verlässt sich weniger auf Thrillerelemente und setzt mehr auf Action, Überleben- & ein bisschen Monsterfilm. Wobei der Monsterfilm bloß als Hommage im letzten Drittel des Films genutzt wird. Der erste Teil hatte die komplexere Handlung während die Fortsetzung ein höheres Tempo aufweist und somit die Dichte der Geschichte etwas zurückschraubt.


Mal wieder dominiert Jeff Goldblum die Besetzung als Sympathieträger Ian Malcolm, dem scheinbar als einziger die Gefahr hinter der Mission auf der Isla Sorna wirklich bewusst ist. Seine wissenschaftliche Theorie (Chaostheorie) hat in diesem Film leider kaum Gewicht aber dafür kann er als sorgender Vater auftreten, denn in keinem Jurassic Film darf ein Kind, der Teenager im Team fehlen, auch wenn Kelly (Vanessa Lee Chester) die wohl irrelevanteste jugendliche Figur der Filmreihe ist.

Mit Julianne Moore (Sarah Harding), Pete Postlethwaite (Roland Tembo) und Peter Stormare (Dieter Stark) verfügt Vergesse Welt über einige weitere talentierte Schauspieler die erinnerungswürdige Rollen spielen.

Technisch kann sich der zweite Jurassic Park Film leicht mit dem ersten Teil messen und übertrumpft diesen sogar, was die Inszenierung der Dinosaurier angeht. Besonders der Tyrannosaurus Rex, von dem es in diesem Film gleich drei Exemplare gibt, beeindruckt durch die Dominanz der Actionszenen und hervorragende Technik. Natürlich dürfen auch die beliebten Velociraptoren nicht fehlen, welche erneut die zweite große Gefahr für die Menschen sind.

Der Soundtrack wurde erneut von John Williams geschrieben, ist hörenswert, allerdings hat mir die Musik des ersten Teils etwas mehr gefallen.


Alles in allem kommt Vergessene Welt: Jurassic Park nicht ganz an seinen Vorgänger ran. Die Handlung ist weniger komplex, hat dafür ein höheres Tempo und unterstreicht somit die Actionlastigkeit des Films. Über die Besetzung kann man ebenfalls kaum mecker, wohl aber über ein paar ungereimtheiten wie eine auf mysteriöseweise umgekommene Schiffsbesetzung.

Trotz allem ist Vergessene Welt: Jurassic Park ein sehr unterhaltsamer Film, der von mir das Prädikat sehenswert erhält, da die Forschungsmission auf der Isla Sorna genug Spannung bietet, um dran zu bleiben und besonders das Finale als witzige King Kong Hommage angesehen werden kann.

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Jurassic Park | Review

Titel: Jurassic Park
Originaltitel: Jurassic Park
Laufzeit: 123 Minuten
Erscheinungsjahr: 1993
Produktionsland: USA

Dinosaurier sind cool umd noch besser ist eine möglichst unübertriebene Darstellung dieser Tiere sowohl als gefährliche Räuber als auch harmlose Pflanzenfresser.

Jurassic Park aus dem Jahr 1993 basiert auf dem Roman DinoPark von Michael Crichton, der auch das Drehbuch schrieb. Der Film setze im Bereich Spezialeffekte neue Maßstäbe und trat eine sehr interessante Filmreihe los!


Der Multimilliardär John Hammond hat auf einer von ihm gepachteten Insel, vor der Küste Costa Ricas, einen Freizeitpark erschaffen. Mithilfe modernster Gentechnologie ist es ihm gelungen, Dinosaurier und andere paläontologische Attraktionen zu züchten.

Allerdings ereignet sich beim Aussetzen eines Veloceraptor ein tödlicher Unfall, durch den Hammonds Investoren in Bezug auf die Sicherheit des Parks nervös werden. Daher sollen ein paar Experten den Park absegnen.

Diese Gruppe besteht aus dem Paläontologen Dr. Alan Grant, der Paläobotanikerin Dr. Ellie Sattler sowie dem Chaostheortiker Dr. Ian Malcolm. Letzterer wurde von Gennaro, dem Anwalt der Investoren, angeheuert.

Nach einer ersten Besichtigung des Parks sind die Wissenschaftler sowohl fasziniert von den technologischen Errungenschaft, aber auch besorgt um den Umgang damit. Besonders Dr. Malcolm äußert sich besorgt über die unvorhersehbaren Probleme in komplexen Systemen.

Die nachmittägliche Führung endet wenig erfolgreich, da die Gruppe, der sich Gennaro, sowie Hammonds Enkel Lex & Tim aschließend, nur einen kranken Dinosaurier vorfindet. Ellie verbleibt beim Tierarzt und der Rest der Gruppe setzt die Tour fort, als sich ein Sturm anbahnt. Sowohl im übertragenen Sinne, als auch im meterologischen Sinn. Durch die Gier eines Mitarbeiters fällt das gesamte Sicherheitssystem im Park aus und die Dinosaurier kommen frei. Das Chaos nimmt seinen Lauf und ein gnadenloser Kampf ums Überleben beginnt.

Ich mochte schon immer, wie Jurassic Park mit verschiedenen wissenschaftlichen Theorien spielt und besonders die Chaostheorie, sowie der Schmetterlingseffekt spielen eine tragende Rolle. Neben den offensichtlichen Problemen, ausgelöst durch den gierigen Dennis Nedry, gibt es scheinbar eine hohe Dunkelziffer an nicht sofort erkennbaren Problemen. So staut sich im Verborgenen ein gewaltiger Berg an Problemen, von denen Scheinwerfer, die sich nicht abschalten lassen, die geringsten sind.

Was mich allerdings schon immer gestört hat, war der Seitenstrang um Dennis Nedry, einem geldgierigen Mitarbeiter des Jurassic Park. Durch diesem Strang erhält die Handlung ein paar Thriller-Elemente, allerdings wird kaum darauf eingegangen, wer Dennis besticht, zum Untergang des Parks beizutragen. Hier wäre noch Luft nach oben gewesen.


Technisch ist Jurassic Park trotz des Alters von 25 Jahren immer noch beeindruckend und setzt auf den Einsatz von CGI sowie mechanisch gesteuerten Dinosauriern. Allerdings merkt man kaum einen Unterschied zwischen beiden Techniken, was definitiv für die Qualität spricht.

Jurassic Park hat die Popularität von Dinosauriern enorm gesteigert und besonders der Tyrannisaurus Rex hat sich dank dieses Film jedem ins Gedächnis eingebrannt. Weiters wurden die Velociraptoren als zweite Gegenspieler der Menschen eingeführt, eine Rolle die bis Jurassic World bleiben soll. Lustiger Fun fact; die Darstellung (Größe) des Velociraptors orientiert sich nicht am echten Raptor, sondern der nahe verwandten Art Deinonychus aus Nordamerika.

Aus der Besetzung stechen klar Jeff Goldblum als Ian Malcolm und Bob Peck als Wildhüter Robert Muldoon heraus, die den Untergang des Parks auf lange Zeit kommen sehen, da gewisse Raubtiere zu gefährlich sind. Komplett verheizt wurde leider Samuel L. Jackson als Parkmitarbeiter Ray Arnold, dessen Rolle durch mangelnde Einwirkung auf die Handlung kaum in Erinnerung bleibt.

Über den Soundtrack kann man wohl kaum Meckern, da dieser von John Williams komponiert wurde und wie üblich eine solide Arbeit ist.


Alles in allem ist Jurassic Park auch nach über 25 Jahren ein äußerst solider Film, der dank simpler Prämisse, interessanten Figuren und sehr starker Technik überzeugen kann. Ein paar kleine Macken hat der Erste Teil des Dinosaurier-Epos zwar, aber die fallen kaum ins Gewicht. Von mir erhält Jurassic Park ein klares sehenswert!

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Philip K. Dick‘s Electric Dreams (Amazon Exclusive) S01/E02: Autofac | Review

Name: Philip K. Dick‘s Electric Dreams
Staffeln: 1
Episoden: 10 in 1 Staffel
Sender: Amazon
Genre: Science-Fiction

Nach einer viel zu langen Pause (über 2 Monate) habe ich endlich wieder eine Folge Electric Dreams gesehen und da ich Dystopien sehr mag, hat Autofac bereits gute Chancen mir zu gefallen. Ob das auch so ist, erfahrt ihr jetzt!


Die Welt wie wir sie kennen existiert nicht mehr.

Vor 20 Jahren ist die Zivilisation in einem atomaren Krieg untergegangen und nur eine Handvoll Menschen haben den Konflikt überlebt. In dieser neuen Welt müssen sich die Menschen mit einen gigantischen, automatisieren Fertigungsbetrieb namens Autofac auseinandersetzen. Damit die Menschen weiterhin konsumieren, können um glücklich zu sein produziert Autofac weiterhin Konsumgüter, beherrscht wichtige Anbaugebiete und verschwendet gewaltige Ressourcen.

Eine kleine Gruppe von Überlebenden, zu denen auch die Protagonistin Emily gehört, hat es sich zum Ziel gesetzt Autofac auszuschalten, um die Welt wiederaufbauen zu können. Allerdings steckt hinter dieser neuen Welt mehr als man auf den ersten Blick sieht.


Autofac erzählt eine interessante Dystopie und das Konzept von Konsum, der Glück erzeugt und die Menschen deshalb konsumieren müssen wird spannend erzählt. Dazu kommt ein äußerst cleverer Plottwist und solide Besetzung, wobei Juno Temple als Emily & Janelle Monáe als Androidin Alice ganz klar die Episode dominieren.

Der Look von Autofac ist kontrastreich und schwankt von primitiver Siedlung zur modernen Fertigungsanlage, was für abwechslungsreiche Bilder sorgt. Außerdem ist das Design der Androiden, besonders der Killerbots ziemlich cool und erinnert mich an die Sentinels aus X-Men: Days of future past.


Zusammengefasst gefällt mir Electric Dreams Folge 2 wesentlich besser als die erste Episode, da die Thematik mir mehr zusagt. Optisch sieht die Episode ebenfalls sehr gut aus, wobei im Bezug auf Autofac noch mehr drinnen gewesen wäre, indem man mehr Androiden dieses Konzerns zeigt aber alles in allem hat Electric Dreams Folge 2 das Prädikat sehenswertdurchaus verdient!

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Pacific Rim | Review

Titel: Pacific Rim
Originaltitel: Pacific Rim
Laufzeit: 131 Minuten
Erscheinungsjahr: 2013
Produktionsland: USA

Letztens habe ich Pacific Rim: Uprising, eine eher bemühte Fortsetzung, vorgestellt. Heute geht es mir um den 2013 erschienen Pacific Rim von Guillermo Del Torro, der wie bereits in der Uprising Review erwähnt, wesentlich besser ist und warum das so ist erfahrt ihr jetzt!


Ende 2013 tauchen zum ersten mal die Kaijus, gigantische Monster, auf der Erde auf. Sie kommen aus Breach, einem interdimensionalen Portal im Pazifischen Ozean. Die Monster richtigen gewaltigen Schäden an und sind mit normalen Waffen kaum zu stoppen. Um der Bedrohung etwas entgegenzusetzen, wird ein von allen Nationen finanziertes Verteidigungsprogramm ins Leben gerufen. Die Jaeger, hochhaushohe Kampfroboter, werden von zwei Piloten gesteuert die über ein neurales System miteinander verbunden sind. Um den sogenannten Drift erfolgreich zu vollziehen müssen die Jaeger-Piloten spezielle Fähigkeiten aufweisen, um Driftkompatibel zu sein.

Held des Films ist der ehemalige Jaeger-Pilot Raleigh Becket, der nach dem Tod seines Bruders im Kampf gegen einen Kaiju die Einheit verlassen hat und nun an der Wall of Life, einem gigantischen Schutzwall sowie erfolgsversprechendere Alternative zum Jaeger-Programm. Als die Wall of Life mühelos durchbrochen wird, wird Raleigh von Marshall Steckert Pentercost, dem Anführer des Jaeger-Programms, aus dem Ruhestand zurückgeholt da sich die Menschheit zum letzten Gefecht wappnet. Die Angriffe der Kaiju werden immer häufiger und die Monster werden immer größer.

Pacific Rim fühlt sich wie eine Mischung aus Kriegs-, Science-Fiction & japanischem Monsterfilm. Die Spannungskurve bleibt dank kleinen Zwischensiegen aber auch durch Niederlagen konstant hoch jedoch schafft es der Film die Waage zwischen faszinierenden Figuren, die fein ausgearbeitet werden und der bildgewaltigen Action zu halten.


Die Handlung eines Films kann noch so gut sein, ohne einen entsprechenden Cast bringt das beste Drehbuch nichts. Pacific Rim kommt mit einer starken Besetzung des Weges, die klar von Idris Elba als Marshall Steckert Pentercost angeführt wird. Erfrischend finde ich auch den Umstand, dass der Rest des Casts aus Schauspielern besteht die man zwar kennt, siehe Ron Perlman als Hannibal Chau, jedoch nicht in jedem Blockbuster zu sehen sind. Der ernste Grundton des Films wird immer wieder durch humoristische Einlagen aufgelockert, die durch die beiden Wissenschaftler Dr. Newton Geiszler (Charlie Day) und Dr. Hermann Gottlieb (Burn Gorman) inszeniert werden.

Trotz seines Alters von 5 Jahren sieht Pacific Rim immer noch fantastisch aus und gefällt auf ganzer Linie. Das Design der Monster ist an reale Tiere angelehnt wirkt aber erfrischend genug, um mit den Kreaturen anderer Kaiju-Filme mithalten zu können. Die Jaeger selbst wecken in mir seit Jahren einen Vergleich mit Titanfall, nur sind die Roboter in diesem Film noch gigantischer.

Das Tempo des Films ist für eine Laufzeit mit knapp über 2 Stunden sehr hoch und wird durch die Charakterentwicklung nicht ausgebremst. Die Actionszenen sind sehr gut in Szene gesetzt, sowohl die Monster als auch die Roboter bekommen durch die unterschiedlichen Kamerawinkel eine ganz eigene Ästhetik wodurch jeder Kampf besonders wirkt.

Unterlegt werden alle Szenen mit einem hörenswerten Soundtrack aus der Feder von Ramin Djawadi.


Zusammengefasst ist Pacific Rim ein äußerst hochwertiger Vertreter des Kaiju-Films, der keinen übermäßig tiefgründigen Plot aufweist aber sehr spannend inszeniert ist und eine ausgewogene Mischung aus Action & ruhigeren Szenen bietet. Ich vergebe für Pacific Rim das Prädikat sehenswert, da dieser Film ganz klar zu den besten Kaiju-Filmen aus dem Westen zählt und seinen Nachfolger in allen Punkten übertrifft.

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Pacific Rim: Uprising | Review

Titel: Pacific Rim: Uprising
Originaltitel: Pacific Rim: Uprising
Laufzeit: 111 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Ich liebe den ersten Pacific Rim Film aus dem Jahr 2013. Mit bildgewaltiger Action, dem Vermischen verschiedener Genres, einem treibenden Soundtrack und einer abgeschlossenen Geschichte hat Guillermo Del Torro damals einen würdigen westlichen Vertreter des Kaiju-Films erschaffen.

Da allerdings eine Fortsetzung nach dem Ende des Erstlings eher widersprüchlich wirkte, bin ich Pacific Rim: Uprising mit gemischten Gefühlen entgegen getreten. Pacific Rim: Uprising ist klar ein Sequel, hat aber auch Elemente einer Neuauflage.


10 Jahre sind seit dem Ende des verheerenden Kaiju-Krieges, der zahlreiche Helden, aber auch zahllose Opfer forderte, vergangen. Die Erde befindet sich immer noch im Wiederaufbau und das Jaeger-Programm der Pan Pacific Defense Corps hat sich zu einer der mächtigsten Verteidungskräfte des Planeten gemausert, um einer möglichen Rückkehr durch die Kaijus, oder einer neuen Bedrohung etwas entgegensetzen zu können.

Um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, wird Jake Pentecost, Sohn des legendären Kaiju-Kriegshelden Stacker Pentecost, von seiner Ziehschwester Mako Mori erneut für das Corps verpflichtet. Zusammen mit der talentierten Amara Namani kommen beide gerade rechtzeitig zum Jaeger-Programm, denn eine neue Gefahr bahnt sich ungesehen heran und der Feind ist bereits unter den Menschen.

Pacific Rim: Uprising hat Probleme, wenn es darum geht, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. In der ersten Hälfte des Films wird die Exposition durchgeboxt, was allerdings auf Kosten des Tempos geht. Die Action wird erst im großen Finale wirklich fokussiert und dort liegt die große Stärke des Films.


Während sich der Vorgänger wie ein wirklicher Krieg anfühlte, erweckt Uprising den Eindruck einer bloßen Keilerei zwischen Robotern & Robotern sowie Robotern & Kaijus.

Es fehlt die gewisse Ästhetik, mit der der erste Pacific Rim seine Schauplätze, Monster und Kämpfe in Szene gesetzt hat.

Loben muss ich allerdings die Besetzung. John Boyega liefert eine solide Performance als Jake Pentecost ab und muss in gewaltige Fußstapfen treten, was zwar nicht neu ist, aber die Rolle des Jake wirkt erfrischend anders. Überrascht wurde ich von der Newcommerin Cailee Spaeny in der Rolle von Amara Namani. Wirkt sie zu Beginn wie ein nerviger Sidekick, entwickelt sie sich zur interessanten zweiten Hauptrolle, die eine würdige Nachfolgerin zu Mako Mori, einer Heldin des ersten Teils, wird.

Mein Highlight sind allerdings die beiden etwas verrückten aber liebenswert nerdigen Wissenschaftler Dr. Newton Geiszler (Charlie Day) und Dr. Hermann Gottlieb (Burn Gorman). Beide haben die beste Chemie miteinander und sorgen für die Lacher im Film, wobei der Grundton von Uprising generell positiver eingestellt und ihre Rollen im Vorgänger wesentlich kontrastreicher zur Stimmung wirken.

Was mir an Pacifc Rim: Uprising unter anderem fehlt, ist ein treibender Soundtrack, der die Dynamik der Kämpfe und die Spannungskurve anhebt.


Zusammengefasst wirkt Pacific Rim: Uprising wie ein erzwungenes Sequel und genau das ist der Film auch. Die Handlung wirkt nicht rund und wirft mehr Fragen auf, als für eine Fortsetzung gut ist. Der Film will nicht wirklich in Fahrt kommen, in Bezug auf Spannung & Action steht eine solide Besetzung mit guter Leistung. Dennoch werde ich den ersten Teil immer bevorzugen, da so ziemlich alles richtig gemacht wurde, um einen soliden Kaiju-Film zu produzieren.

Ich vergebe für Pacific Rim: Uprising das Prädikat bedingt sehenswert, denn mehr als einen kurzweiligen Science-Fiction Film, der nicht in die Fußstapfen seines Vorgängers treten kann, haben wir hier nicht.

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Weitere Beiträge zu Pacific Rim: Uprising

Fullmetal Alchemist (Ein Netflix-Film) | Review

Titel: Fullmetal Alchemist
Originaltitel: Fullmetal Alchemist
Laufzeit: 135 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Produktionsland: Japan

Fullmetal Alchemist ist ein populärer Manga aus Japan, der bereits mehrmals als Anime-Serie & -Film umgesetzt wurde. 2017 wurde in Zusammenarbeit zwischen Square Enix & Oxybot Inc. der Fullmetal Alchemist Realfilm produziert. Dieser Dark-Fantasy-Science-Fiction-Abenteuer Hybrid umfasst jedoch „nur“ die ersten vier Bände der originalen Haupthandlung, was jedoch bei einem so umfangreichen Werk kein Fehler ist.


Als die Brüder Ed & Al als Kinder mit der Alchemie experimentieren, um ihre verstorbene Mutter ins Leben zurückzuholen, verlor Ed seinen kompletten Körper während Al einen Arm & ein Bein verlor.

Viele Jahre später haben die beiden, inzwischen erwachsenen Brüder eine Ausbildung zu staatlichen Alchemisten absolviert und suchen den Stein der Weisen, um ihre Körper wiederherzustellen. Dabei gerät das Duo nicht nur in eine Verschwörung des Militärs, sondern auch ins Visier der Humunculi, künstlich geschaffener Menschen.

Der Fullmetal Alchemist verfolgt eine recht überschaubare Geschichte, die jedoch mit einem angenehmen Tempo erzählt. Humor, Action und Drama wechseln sich als erzählerische Elemente ab, was der Geschichte Charme verleiht.

Charme hat ebenfalls die Besetzung wobei ich die Nebenfiguren, wie die Homunculi Lust, oder den Soldaten Though Marcoh, irgendwie mehr mag, als die eigentlichen Hauptfiguren. Dabei ist Al ein faszinierender und sehr tragischer Charakter, schließlich fehlt ihm der komplette Körper und seine Seele muss in einer leeren Rüstung leben. Von ihm hätte ich gern viel mehr gesehen, wobei auch von Ed und seiner, fast schon fanatischen Suche nach dem Stein der Weisen, eine gewisse Faszination ausgeht.

Die Effekte sind für eine japanische Produktion sehr solide und zeitweise sehr bildgewaltige. So sieht das Finale äußerst imposant und die anfängliche Verfolgungsjagd dank der eingesetzten Alchemie sehr bildgewaltig aus. Dazu kommt ein hörenswerter Soundtrack und eine überraschend hochwertige deutsche & englische Lokalisierung. Klar der O-Ton ist immer autenthischer, aber dennoch funktionieren die anderen Sprachen sehr gut, auch wenn nicht alles optimal übersetzt wurde.


Ich mag den Fullmetal Alchemist Realfilm, was nicht überrascht, da ich viele Mangaverfilmung mag. Natürlich wäre handlungstechnisch viel mehr drinnen gewesen, aber wie jeder andere Film ist auch Fullmetal Alchemist an seine Laufzeit gebunden. Daher bleibt ein Blick in den Manga/Anime oder in Wikipedia nicht erspart, um alles zu verstehen, was die Welt betrifft. Ich halte den Film für sehenswert, muss jedoch ein bedingt sehenswert vergeben, wenn man noch nie in Kontakt mit der Vorlage gekommen ist.

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Weitere Beiträge zum Fullmetal Alchemist Realfilm

Fullmetal Alchemist Live Action Movie von LukeRainbowCreativ
HAGANE NO RENKINJUTSUSHI (Fullmetal Alchemist) von Le Füm Blog
„Dieser Film versucht so viel, und doch wieder nichts“ Fullmetal Alchemist Live Action Movie Review von Sunset-Law

Philip K. Dick‘s Electric Dreams (Amazon Exclusive) S01/E01: Das wahre Leben | Review

Name: Philip K. Dick‘s Electric Dreams
Staffeln: 1
Episoden: 10 in 1 Staffel
Sender: Amazon
Genre: Science-Fiction

Nach den ganzen Netflix Originals wird es Zeit für eine Amazon Exclusive Serie. Bei Philip K. Dick‘s Electric Dreams handelt es sich um eine britische Science-Fiction-Anthologie-Serie, mit 10 eigenständigen Folgen, die alle auf den Kurzgeschichten des Autors Philip K. Dick basieren. Das Konzept ist also ähnlich wie in Lore, nur mit Science-Fiction statt Mystery. Im Gegensatz zu Lore möchte ich jedoch jede Folge von Electric Dreams einzeln beleuchten. Daher spreche ich jetzt eine kleine Spoilerwarnung aus auch wenn ich nach Möglichkeit nichts Gravierendes verraten will.

Ich beziehe mich übrigens auf deutsche Episodenliste, da Folgen im UK in einer anderen Reihenfolge gelistet wurden.


Das wahre Leben (Real Life) spielt sich auf 2 Erzählebenen ab. Die angehende Polizistin Sarah (Anna Paquin) und der geniale Spieleentwickler George (Terrence Howard) sind telepathisch durch ein Gerät (eine Art VR Brille) miteiander verbunden. Während Sarah in der Zukunft lebt, ist George in der Gegenwart.

Beide verfolgen jeweils für sich gewalttätige Killer, deren Taten schreckliche Konsequenzen haben könnten. Im Laufe der Geschichte erlangen beide eine schreckliche Erkenntnis über die sie verknüpfende Vorrichtung, die ein Leben vernichten könnte.


Das Konzept der telepathischen Verbindung durch die Zeit ist sehr interessant und wird auch entsprechend umgesetzt. Sarah‘s Schuldgefühle werden durch Anna Paquin glaubhaft dargestellt und die Grenzen zwischen zwei Leben verschwimmen immer weiter.

Im Allgemeinen ist die Besetzung sehr stark, was laut der Darstellerliste und der Eigenwerbung einer der großen Vorzüge von Electroc Dreams ist. Mit Anna Paquin wurde gleich zu Beginn eine Oscar-Preisträgerin in einer Hauptrolle besetzt und die gute Dame spielt in der knapp 50 Minuten langen Folge besser als in ihrer Rolle als Rogue (X-Men Filmreihe).

Das liegt am gut geschriebenen Drehbuch aus der Feder von Ronald D. Moore (Outlander, Battlestar Galactica, Stark Trek). Ergänzt wird die Rolle der Sarah durch ihren Gegenpart George, gespielt von Terrence Howard, den man aus Iron Man 1 kennt.


Zusammengefasst ist „Das wahre Leben“ eine interessante Mischung aus Science-Fiction & Drama die Themen wie Schuld & Sühne, die Suche nach Bestrafung/Erlösung aber auch Homosexualität geschickt kombiniert wobei das letztgenannte Thema nur angekratzt wird. Die Besetzung ist mehr als gelungen und der Sprung zwischen den Zeitebenen wird simpel aber trotzdem ansehnlich dargestellt. Ich bin gespannt wie es weitergeht und vergebe für diese Folge das Prädikat sehenswert!

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Dredd | Review | Die Filmreise Challenge #63

Titel: Dredd
Originaltitel: Dredd
Laufzeit: 96 Minuten
Erscheinungsjahr: 2012
Produktionsland: UK, Südafrika

Zu Judge Dredd habe ich kaum Bezüge. Vor vielen Jahren habe ich das Spiel für die Playstation 2 gespielt und den alten Judge Dredd Film mit Stallone habe ich auch gesehen aber die neue Adaption habe ich aufgrund schlechter Kritiken gemieden. Kürzlich habe ich ihn gesehen und ich wurde überrascht.

Außerdem nutze ich diesen Film um erneut eine Aufgabe der Filmreise Challenge (weitere Infos hier) zu absolvieren. Aufgabe #63: Schaue die Verfilmung eines Comics.


Die Zukunft. New York, Boston & Washington sind zu einem gigantischen Moloch, genannt Mega City One, verschmolzen. In dieser 800 Millionen starken Metropole herrscht eine erschreckend hohe Kriminalitätsrate. Die Staatsmacht tritt in Form der Judges auf, welche Richter, Jury und bei Bedarf Scharfrichter in einer Person sind.

Judge Dredd bekommt nach einem Einsatz eine Rekrutin namens Cassandra Anderson zugeteilt, die bei der Prüfung zum Judge knapp durchgefallen ist, wegen ihren telepathischen Fähigkeiten, sie ist ein Mutant, eine zweite Chance bekommt. Dredd soll am Ende des Tages seine Beurteilung über sie abgeben.

Judge Dredd & Anderson werden zum Wohnblock Peach Trees beordert, da dort drei gehäutete Leichen gefunden wurden. Nachdem die beiden vor Ort einen Dealer festgenommen haben geraten sie in den Konflikt mit der Verbrecherbossin Mama, die den gesamten Peach Trees Block abriegeln lässt und Jagd auf die Judges macht.

Dredd besticht durch eine simple Handlung, die sich nicht in Kleinigkeiten verstrickt, sich auf das Wesentliche konzentriert. Das Ziel, die Bestrafung von Mama, wird schnell zum Hauptziel erkoren und konsequent verfolgt.


Der Film gefällt nicht nur wegen der simplen Handlung, sondern auch aufgrund der Effekte und der allgemeinen Optik.

Dredd nutzt gern Zeitlupen, was äußerst starke Bilder erzeugt und manchmal fast surreal wirkt. Außerdem scheut der Film nicht davor zurück brutal und schonungslos zu sein. Es sei jedoch angemerkt, dass Dredd nicht übertrieben ist, sondern genug Gewalt zeigt, um sowohl die düstere Atmosphäre zu unterstreichen als auch die allgegenwärtige Gefahr für die Judges aufzuzeigen.

Mein größtes Highligt ist jedoch die Optik an sich. Ich mag die dreckige, dystopische Welt von Judge Dredd. Die gigantische Großstadt lässt jede Hoffnung auf Ruhe im Keim ersticken und die Judges sind die einzige Truppe die etwas gegen die Kriminalität tun können. Dabei finde ich ein wesentliches Detail im Film interessant. Judge Dredd stellt mit seinem Helm, der nur den Mund zeigt, die Gesichtslosigkeit der Justiz dar während Cassandra Anderson keinen Helm trägt und die gnädige Seite der Justiz ist.

Zur Darstellung des Judge Dredd muss ich Hauptdarsteller Karl Urban loben der es mit Bravour schafft den Titelhelden ohne irgendeine markante Eigenschaft. Dennoch funktioniert Judge Dredd als wortkarge, weitestgehend emotionslose & disziplinierte Hand des Gesetzes hervorragend. Er ist kein Held, kein Schurke und auch kein Antiheld. Er ist das Gesetz.


Zusammengefasst ist Dredd eine düstere, brutale, dreckige aber auch sehr gelungene Comicverfilmung die ähnlich wie Deadpool, Logan oder Blade die üblichen Konventionen des Genres über Bord wirft und anders ist. Mit Judge Dredd betritt ein Charakter die Bühne, den man nicht lieben muss, der aber das Richtige tut. Sowohl die Optik als auch die Effekte wissen zu gefallen und die logische Folge ist ein wohlverdientes sehenswert, wer eine Art von Comicverfilmung sucht, wird hier fündig werden!

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Pulgasari | Review

Titel: Pulgasari
Original Titel: 불가사리
Laufzeit: 95 Minuten
Produktionsland: Nordkorea Genre: Monsterfilm

Ich liebe das Genre der Kaiju-Filme. Es ist diese Mischung aus Trash, gelungener Action/Inszenierung und die Kreativität, die mich an dieses Genre fesselt. Für den heutigen Film begeben wir uns nach Nordkorea, denn natürlich braucht auch dieses Land einen eigenen Monsterfilm. Viel Spaß also mit meiner Review zu Pulgasari.


Im Korea des 14. Jahrhunderts kämpfen Rebellen gegen ihren König. Der Schmied Takse gerät zusammen mit den Anführern der Rebellen in Gefangenschaft, wobei der Schmied verstirbt. Vor seinem Tod formt er aus Reis die Figur Pulgasari. Seine Tochter erhält die Figur als Andenken, jedoch erwacht Pulgasari zum Leben, als er in Kontakt mit Blut kommt. Durch den Konsum von Metall wächst Pulgasari immer weiter heran und wird zu einem Riesenmonster.


Im Vergleich zu Genrekollegen wie Godzilla, ist Pulgasari kein klassisches Monster, sondern tritt viel mehr als eine Art Rachegeist auf. Das Volk wird im Film von einem tyrannischen König geknechtet, bis sich die Bauern hinter Pulgasari sammeln um eine Revolution zu führen. Mir ist klar, dass der Film als Propaganda für das Regime in Nordkorea dienen soll, jedoch ist die Botschaft einer Revolution gegen den tyrannischen Herrscher wohl keine Idee in einer Diktatur.

Qualitativ hat mich Pulgasari überrascht. Die Effekte sehen für die damalige Zeit sehr gut aus und wissen zu gefallen. Das ist jedoch nicht überraschend, denn schließlich zeichnet sich das Studio Toho (Shin GodzillaAttack on Titan Part 1Attack on Titan Part 2) für die Effekte aus. Außerdem schlüpft der japanische Godzilla Schauspieler Kenpachiro Satusma in die Rolle des titelgebenden Monsters.


Zusammengefasst ist Pulgasari kein Film, den man unbedingt gesehen haben soll, jedoch werden Fans von Monsterfilmen auf ihre Kosten kommen, da der Film einen eigenen Charme hat. Ich vergebe das Prädikat sehenswert und das unkreative Standardfazit; Fans des Genres greifen zu, alle anderen riskieren einen schüchternen Blick.

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Captain America: The First Avenger | Review

Titel: Captain America: The First Avenger
Originaltitel: Captain America: The First Avenger
Laufzeit: 124 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Langsam aber sich nähern wir uns dem großen Infinity War. In dieser kommenden Comicverfilmung betritt Thanos endlich die Bühne aber bevor es soweit möchte ich noch auf die MCU Filme eingehen die ich bisher nicht reviewt habe. Captain America: The Frist Avenger ist der fünfte Film des Marvel Cinematic Universe und erzählt die Herkunftsgeschichte von Steve Rogers aka Captain America.


Wir schreiben das Jahr 1942. Soldaten der Organisation Hydra, Teil des Dritten Reiches, dringen in die Stadt Tønsberg ein. In einen Kloster findet Johann Schmidt (Red Skull), der Oberbefehlshaber von Hydra, den Teserakt, eine Waffe der Götter. Der Wissenschaftler Armin Zola schafft es die Energie des wüfelförmigen Teserakts zu bändigen und für die Entwicklung mächtiger Waffen zu nutzen.

Im Jahr 1943 möchte Steve Rogers, seines Zeichens Patriot aber leider Schwächlich, wie sein bester Freund Bucky, der spätere Winter Soldier, der U.S. Armee beitreten um gegen die Tyrannei in Europa zu kämpfen. Leider wird er wegen seiner körperlichen Verfassung immer wieder abgewiesen jedoch wird so der aus Deutschland emigrierte Professor Erskin auf ihn Aufmerksam. Er ermöglicht Steve den Eintritt in die Armee, sucht jedoch heimlich eine Testperson für ein geheimes Regierungsexperiment. Steve qualifiziert sich durch seinen Mut & seinen für jenes Experiment welches aus ihm den Supersoldaten macht der später als Captain America bekannt sein sollte. Professor Erskin verstirbt durch ein Attentat des Experiments was Steve zum einzigen seiner Art werden lässt.< strong>Während Steve anfangs noch als Werbemaskottchen für die Army benutzt wird etabliert er sich nach einem unerlaubten Kampfeinsatz als die Geheimwaffe gegen Hydra & den Red Skull.

Um die Welt vor der letzten Geheimwaffe Hydras zu retten ist Steve sich zu opfern um den Red Skull, die Waffe & den Teserakt zu eliminieren. Diese Aktion sollte sich jedoch als langer Kälteschlaf für Steve Rogers erweisen.


Ich stehe Captain America: The First Avenger gespalten gegenüber. Positiv muss die Wahl der Schauspieler erwähnen, die alle einen hervorragenden Job und ihre Figuren glaubhaft verkörpern. Besonders Chris Evans passt perfekt für die Rolle des Captain America. Steve Rogers ist patriotisch wie sonst was aber er steht auch für Mut, Treue & Hartnäckigkeit ein. Es sind diese Eigenschaften, zusammen mit seiner geradlinigkeit, die Steve zu einem idealen Teamführer machen. Man folgt ihm gern & freiwillig in jede Schlacht.

Was mir sauer aufstößt ist die Darstellung des Weltkrieges. Ich kaufe es dem Film nicht dass wir uns im größten Krieg der Menschheitsgeschichte befinden. Mir kommt es eher wie die Marvel-Version von Call of Duty vor, in der die Amerikaner jede Schlacht gewinnen. Selbst der scheinbare Tod von Bucky weckt kaum Emotionen weil die Figur etwas im Vordergrund stehen müssen um an der Seite von Captain America zu glänzen. Gleiches gilt für die gesamte Spezialeinheit von Captain America. Der Wonder Woman Film von 2017 zeigt wesentlich wie eine Comicverfilmung in einem Weltkrieg auszusehen hat.

Wo Helden sind, sind auch Schurken und in diesem Film miemt Hugo Weaving (Matrix, Herr der Ringe) den Oberschurken Red Skull. An sich ist die Figur der typische böse Nazi der die Welt erobern möchte weil er böse ist. Interessant ist jedoch der Umstand, dass Red Skull als erster MCU Charakter einen Infinitystein benutzt. Hinter dem Teserakt verbirgt sich der Raum-Stein mit dem Portale geöffnet werden können. Red Skull weiß das der Teserakt unglaublich mächtig ist jedoch verkennt er dessen Potential und baut bloß Waffen damit. Ein Fehler den auch S.H.I.E.L.D. viele Jahrzehnte später machen sollte.


Alles in allem ist Captain America: The First Avenger ein klassischer Origins-Film in der Held etabliert sowie der Charakter vorgestellt wird. Wir lernen Steve Rogers Ideal, Wünsche & Hoffnungen kennen. Außerdem wird in diesem Film ein junger Howard Stark vorgestellt der maßgeblich an der Entwicklung von Captain Americas Schild beteiligt ist. Die Genretypische Romanze wird von einer starken Frau, Peggy Carter (Haley Atwell), verkörpert die auf sich selbst aufpassen kann und nicht gerettet werden muss. Mein wirklicher Kritikpunkt ist die etwas zu heitere Atmosphäre. Filme wie Wonder Woman oder Dunkirk haben hier klar die Nase vorn. Dennoch ist Captain America: The First Avenger unterhaltsames Popcornkino.

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Captain America: Civil War | Review

Titel: The First Avenger: Civil War
Originaltitel: Captain America: Civil War
Laufzeit: 148 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Die MCU Filme um Captain America hatten es nie leicht, wenn es um den Titel geht und ich weigere mich, „The first Avenger“ als Titel zu nehmen, außer im ersten Film. Da wir das nun geklärt haben, heiße ich euch zu meiner Review zu Captain America: Civil War, oder „könnte doch fast ein Avengers-Film sein“, willkommen.

Der Film erschien 2016, stellt den dritten Teil der Captain America Filme dar und ist wichtig für die weitere Entwicklung des Marvel Cinematic Universe.


Die Avengers sind die mächtigsten Helden der Erde und haben bereits mehrmals die Welt gerettet. Bei einer Mission, um den Terroristen & Schurken Crossbones unschädlich zu machen, werden durch einen unglücklichen Zwischenfall mehrere Zivilisten getötet. Scarlett Witch, die für den Zwischenfall verantwortlich ist, macht sich schwere Vorwürfe und löst eine weltweite Debatte über die Konsequenzen der letzten Ereignisse (Avengers 1, Avengers 2 & Captain America 2) aus. General Ross, inzwischen Außenminister der USA, legt dem Team unter Captain America eine UN Vereinbarung dar, die es nicht mehr als Privatorganisation agieren lässt, sondern unter die Kontrolle eines Gremiums bringt.

Tony Stark aka Iron Man ist für dieses „Gesetz“, während Captain America dagegen ist. Die Spannungen innerhalb der Avengers steigen. Als dem Winter Soldier aka Bucky Barnes (Captain Americas bester Freund) ein Attentat auf die UNO City in Wien nachgewiesen wird, eskaliert die Situation völlig. Captain America, Steve Rogers, ist von Buckys Unschuld überzeugt und stellt sich gegen das UN Gesetz. Zusammen mit seiner Truppe(Ant-Man, Hawkeye, Falcon, Winter Soldier & Scarlett Witch) stellt sich Captain America seinem ehemaligen Gefährten Iron Man und dessen Team (War Machine, Vision, Spider-Man, Black Panther & Black Widow) entgegen.

Nebenbei gibt es einen Nebenplot mit Oberschurke Zemo, der den Konflikt immer weiter anheizt, um Rache für den Tod seiner Familie, auf Grund der Schlacht in Avengers 2, zu nehmen.


Civil War fühlt sich mehr wie ein Avengers Film statt wie ein Solofilm an. Das liegt zum einen an der umfassenden Handlung und zum anderen an der gewaltigen Anzahl an Helden. Neben bereits bekannten Figuren wie Ant-Man, Winter Soldier, Hawkeye, Falcon & Black Widow bekommt das MCU mit Zemo, Spider-Man & Black Panther Zuwachs.

Crossbones taucht zwar auch auf, wird aber zu schnell verheizt. Ich halte Captain America: Civil War für den bisher wichtigsten Film des MCU, da zwei sehr wichtige Fragen gestellt werden. Wer übernimmt die Verantwortung für die Taten der Superhelden? Wer kontrolliert diese Überwesen? Vision & Scarlett Witch sind die besten Beispiele. Ersterer verfügt über schier grenzenlose Macht und stellt sich auf Iron Mans Seite, denn die Metawesen müssen kontrolliert werden. Die Gefahr einer privaten Organisation mit solcher Macht ist nicht abzuschätzen. Scarlett Witch verfügt ebenso über gewaltige Kräfte, lässt sich jedoch nicht erneut einsperren & kontrollieren wie damals von Hydra. Daher kämpft sie an der Seite von Captain America der in dem UNO Aufsichtsrat der Avengers die gleiche Bedrohung erkennt wie in S.H.I.E.L.D. als es von Hydra kontrolliert wurde. Was ist, wenn die Avengers helfen wollen, aber nicht dürfen, oder wenn die Avengers Missionen bekommen, die sie nicht wollen?

Neben der sehr spannenden Thematik, ist auch die Stimmung des Films sehenswert. Fängt alles noch „heroisch“ mit dem Kampf gegen Crossbones an, wird der Film später immer düsterer. Die Spaltung des Teams wird immer tiefgreifender. Aus Freunden werden Feinde. Die Avengers zerbrechen und der einzige Sieger ist der rachsüchtige Zemo. Er kann die Avengers nicht töten, aber die Helden können sich gegenseitig töten.

Das Highlight des Films ist ganz klar der Showdown der Avengers-Teams auf dem Flughafen von Leipzig. Diese Stelle markiert den endgültigen Bruch zwischen den ehemaligen Freunden Tony Stark & Steve Rogers. In dieser Szene steckt sehr viel Symbolkraft, da das alte Marvel Cinematic Universe hiermit zu Ende ist. Alle haben sich für eine Seite entschieden und sind bereit zu kämpfen.
An dieser Stelle muss ich rückwirkend den Auftritt, sowie die Einführung von Spider-Man loben. Tony Stark dient als sein Mentor und erklärt ihm, dass es seine Aufgabe sei, seine Macht dafür einzusetzen, schlimme Dinge zu verhindern. Somit wird auf Onkel Ben verzichtet, aber ein neuer Ansatz gewählt.


Es muss nun aber auch Platz für Kritik sein. Captain America: Civil War ist zu lang. Dies merkt man ganz simpel an der Spannungskurve des Films. Bis zum Showdown auf dem Flughafen baut sich die Spannung langsam auf und der Film funktioniert hervorragend. Danach kommen jedoch noch knapp 30 Minuten, die man nicht gebraucht hätte. Der Handlungsstrang um Zemo muss abgeschlossen werden, aber der Schurke hat sein Ziel erreicht. Die Avengers sind zersplittert und geschwächt. Mir ist jedoch klar, dass diese 30 Minuten nötig waren, um die Unschuld des Winter Soldiers am Tod von Black Panthers zu belegen. Allgemein muss ich anmerken, dass Civil War eigentlich keinen Bösewicht gebraucht hätte, denn der Konflikt zwischen den Helden wäre auch von allein ausgebrochen. Es ist jedoch interessant, dass Zemo kein Verbündeter von Hydra ist, sondern ein Feind dieser Organisation.


Zusammengefasst ist Captain America: Civil War der definierende Film für das Marvel Cinematic Universe. Durch die Schuldfrage in Bezug auf die Taten der Avengers wird dieses Film-Universum nachhaltig verändert. Ein großes Lob geht an die Handlung, die Kamerarbeit, die Tricktechnik sowie die hervorragende Leistung der Schauspieler die alle zur Höchstform auflaufen! Meinen wesentlichen Kritikpunkt habe ich bereits genannt. Ich vergebe das Prädikat sehenswert, denn jeder Marvel-Fan muss diesen Film sehen!

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Weitere Captain America: Civil War Reviews:

Captain America: Civil War [2016] von 11ersFilmkritiken

 

 

Justice League (DCEU) | Review

Justice League bin ich mit gemischten Gefühlen entgegen getreten. Einerseits habe ich mich sehr auf diesen Film gefreut, aber nach Wonder Women sind meine Ansprüche an Comicverfilmungen erneut gestiegen. Was ich von Justice League halte. erfahrt ihr jetzt!

Wie immer bei aktuellen Kinofilmen möchte ich Spoiler möglichst vermeiden.

Die restlichen MCU Beiträge:


Die Erde ist in Gefahr. Ein Angriff von außen steht bevor. Der Eroberer Steppenwolf erscheint, zusammen mit seiner Armee Paradämonen, auf der Erde, um die drei Mutterboxen zu finden. Mithilfe dieser drei mächtigen Artefakte möchte sein vor tausenden Jahren begonnenes Werk, die Vernichtung der Erde, beenden.

Bruce Wayne/Batman (Ben Affleck) & Diana Prince/Wonder Woman (Gal Gadot) wissen um die kommende Bedrohung. Beiden ist klar, dass sie ein Team brauchen, um die kommende Bedrohung abzuwenden. Als Kandidaten kommen Barry Allen/The Flash (Ezra Miller), Arthur Curry/Aquaman (Jason Momoa) & Victor Stone/Cyborg (Ray Fisher) in Frage. Batman ist jedoch klar, dass sie zu wenige sind. Sie brauchen mehr. Sie brauchen einen Kryptonier.

Um überhaupt eine Chance zu haben, müssen die Helden also Superman wiederbeleben, was das Team spaltet. Einerseits wird die Macht eines Kryptioniers benötigt (obwohl mit Diana eine Halbgöttin im Team ist), aber niemand weiß, wie Superman reagieren wird, wenn man ihn von den Toten zurückholt. In einer leider viel zu kurzen Sequenz wird Superman wiederbelebt, aber dieser attackiert die Helden, da er sich an sie nicht mehr erinnert, und tötet beinahe Batman. Erst durch das Eingreifen von Lois Lane fängt sich der Mann aus Stahl wieder und fliegt mit ihr zu der Farm, wo er aufgewachsen ist. An sich ist die Szene sehr stark, aber Superman wird etwas zu schnell wieder der Alte und ist anschließend die Superwaffe gegen Steppenwolf. Ich kann jedoch nachvollziehen, dass ein Kryptonier den Tag retten muss.


Justice League hat einen phantastischen Look und sieht aus wie ein verfilmter Comic. Das Spiel mit Licht & Schatten, sowie der Einsatz von Zeitlupen ist perfekt, um die Helden in Szene zu setzen und starke Bilder zu erschaffen. Weiters kommt eine hervorragende Optik in Bezug auf die Kostüme hinzu. Diese weisen sowohl klassische Elemente, als auch Eigenschaften moderner Interpretationen (New 52, Rebirth) auf. Mein Highlight unter den Designs ist jedoch Aquaman, der zum ersten mal wirklich männlich & wild aussieht. Ich hoffe, dieses Design bleibt uns erhalten.

Was mir ebenfalls gefallen hat, ist die Erzählstruktur des Films. Justice League etabliert die neuen Helden (Cyborg, Flash, Aquaman) in Szenen, die ihre Herkunft, Fähigkeiten und Persönlichkeiten sehr gut beschreiben. Dazu kommt die Introsequenz, die den Ton der Welt nach Supermans Tod angibt. Angst, Trauer, Gewalt & Hoffnungslosigkeit regieren die Erde. Die Welt braucht Helden. Ein Punkt, den Justice League besser macht als Dawn of Justice ist die Etablierung des Schurken Steppenwolf (Ciarán Hinds). Dieser taucht bereits sehr früh im Film auf und beginnt seinen Eroberungsfeldzug, was den Helden einen gewissen Zeitdruck aufhalst. Leider ist Steppenwolf eher langweilig, da er als der stereotype Eroberer dem Genre nichts neues hinzufügt aber Steppenwolf funktioniert besser als es Lex Luthor tat.

Die Chemie unter den Justice League Mitgliedern funktioniert sehr gut und man merkt, dass sich innerhalb des Teams stärkere oder schwächere Sympathien entwickeln. Für Auflockerung im Team sorgt The Flash mit seiner nerdigen Art, aber wenn es darauf ankommt, kämpft er ebenso wie alle anderen um das Schicksal der Welt. Es ist der Wille zu Überleben, der die Helden antreibt, zusammenzuarbeiten.

Außerdem freut es mich, dass Amy Adams als Lois Lane, Jeremy Irons als Alfred & J. K. Simmons als Polizeichef Gordon die Helden unterstützen dürfen.


Justice League ist nicht so gut wie Wonder Woman, aber der Film etabliert die Justice League, drei neue Helden und vergrößert das DC Filmuniversum. Die gut inszenierte Action wechselt sich mit ruhigen Szenen ab und etwas Humor lockert die ernste Stimmung angenehm auf. Leider leidet Justice League unter einem langweiligen Schurken und der offenbar gekürzten Superman-Episode. Die Spannungskurve wird durch die Schlachten, die zum finalen Kampf führen, angehoben und die Interaktion zwischen den Helden wirkt glaubhaft. Mir hat der Film ziemlich gut gefallen, da DC gezeigt hat, dass die Ära der Helden im DC Extended Universe erneut anbricht. Ich gebe dem Film das Prädikat sehenswert und den Tipp, den Film nicht mit Marvels Avengers zu vergleichen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesens uns im nächsten Beitrag!

Weitere Justice League Reviews:

Justice League: Batman bringt die Band zusammen von Das Batman-Projekt

Justice League – mehr als scharfer Aquaman? von Susis Nerd Heaven

Justice League – And Justice for All von Die Nacht der lebenden Texte

Justice League – Filmreview von giira_ookami

Zuletzt gesehen #4: Idiocracy, Edge of Tomorrow, Small Soldiers | Gedankenspiel

Nach all den Horrorfilmen im Oktober wird es Zeit, wieder andere Genres unsicher zu machen. Für die heutige Ausgabe habe ich 3 Filme ausgewählt, die schon lange auf meiner Liste stehen.


Idiocracy (2006/USA/84 Minuten)

Den Anfang macht Idiocracy, den ich als echten Geheimtipp bezeichnen würden. Bei dieser Science-Fiction-Komödie wird eine dystopische Zukunft dargestellt, in der eine degenierte Gesellschaft kurz vor dem Ende steht.

Zu Beginn des Films wird die These geäußert, dass in der modernen Gesellschafft Intelligenz & Bildung keine Selektionsvorteile sein müssen. Dazu werden zwei Beispiele gezeigt.

Zum einen ein Akademiker-Ehepaar, welches in 15 Jahren Ehe immer wieder Gründe nennt warum ein Kind für sie gerade ungünstig ist und zum anderen eine chaotische Unterschichtsfamilie die sich planolos vermehrt. Die Zukunftsvision zeigt also einen massiven Rückgang von Bildung und Überbevölkerung. Zu Beginn der Handlung werden der Armee-Bibliothekar Joe (IQ 100, sprich der durchschnittliche Amerikaner) und die Prostituierte Rita im Zuge eines geheimen Militärprojekts eingefroren, um ein Jahr später wieder aufgetaut zu werden. So soll bewiesen werden, dass der Kryoschlaf möglich ist. Das Projekt wird fallen gelassen und die beiden Protagonisten müssen sich im Jahr 2505 zurechtfinden. Im Laufe der Jahrhunderte ist die Gesellschaft immer weiter verdummt und grundlegende Probleme wie die Müllentsorgung. oder Missernten können nicht mehr gelöst werden. Die Welt steht somit am Abgrund, jedoch wird Joe durch eine von Umständen zum Retter der Welt bestimmt, da er klüger ist als jeder andere Mensch.
Idiocracy hätte mit Leichtigkeit ein Kultfilm werden können, jedoch wurde dies durch fehlendes Marketing versäumt. Der Film besticht durch eine sinnvolle Botschaft (lesen bildet), gute Schauspieler und ein gut geschriebenes Drehbuch. Die Probleme dieser dystopischen werden mehr mit Charme & Witz als mit Ernst & Pessimismus dargestellt, was dem Film eine etwas hellere Grundstimmung verleiht. Dennoch bleiben die Probleme gravierend.

Ich halte Idiocracy für einen äußerst sehenswerten Film und kann ihn nur weiterempfehlen. Wer einen Geheimtipp sucht, sollte einen Blick wagen!


Edge of Tomorrow (2014/USA/113 Minuten)

Edge of Tomorrow basiert auf dem japanischen Werk „All you need is kill“ und gehört dem von mir geliebten Military-Science-Fiction Genre an. Regie führte Doug Liman (Barry Seal: Only in America) und in den Hauptrollen sind unter anderem Tom Cruise (Top Gun), Emily Blunt (Looper) & Bill Paxton (Aliens) zu sehen.

Die Mimics, eine Alienrasse, haben weite Teile Kontinentaleuropas erobert. Diese Rasse tritt in drei Erscheinungsformen auf. Zum einen das Drohnen-Heer, die Alphas, welche das Heer befehligen & das Omega-Mimic. Letzeres dient als übergeordnetes Gehirn und kontrolliert alle anderen Mimics. Wann immer ein Alpha-Mimic stirbt, setzt das Omega die Zeit um einen Tag zurück. Somit ist dem Omega der künftige Tagesverlauf und der Mimic den Menschen jeweils einen Schritt voraus.< strong>US-Major Bill Cage (Tom Cruise) wird wegen Befehlsverweigerung verhaftet und zum Private rekrutiert. Als Teil der Abteilung J soll er an einer Landungsoperation namens Downfall teilnehmen. Die Operation soll eine Wende gegen die Mimics bringen, endet jedoch in einem Desaster. Cage tötet bei der Operation einen Alpha-Mimic dessen Blut daraufhin in seinen Körper übergeht.

Er erhält die Fähigkeit im Falle seines Todes die Zeit immer einen Tag zurückzustellen. Somit wird Cage die einzige Chance, den Krieg zu gewinnen, ist jedoch in einer Zeitschleife gefangen. Einzig die Kriegsheldin Rita Vrataski (Emily Blunt) glaubt Cage, dass er die Zeit zurückdrehen kann, da sie diese Fähigkeit auch mal besessen hat. Leben. Sterben. Wiederholen. So kann man die Prämisse des Films am besten beschreiben. Ich habe noch nie einen Film erlebt, in dem der Protagonist einen so dermaßen steinigen Weg beschreitet, um sein Ziel zu erreichen. Tom Cruise Rolle Bill Cage wird durch den Film gezerrt, getreten & geworfen, nur um nach seinem Tod den Tag erneut zu erleben.
Vom Look finde ich den Film sehr ansprechend. Mich erinnert Edge of Tomorrow an eine filmische Mischung aus Call of Duty: Infinite Warfare und Prey. Die Mimics erinnern vom Design her stark an die gleichnamige Alienspezies aus dem 2017 erschienen Actionspiel. Ob da ein Zusammenhang ist besteht ist mir nicht bekannt.

Alles in allem ist Edge of Tomorrow ein actiongeladener Science-Fiction-Film mit einer starken Besetzung, einer interessanten Thematik und einem sehenswerten Look. Mir hat der Film überraschend gut gefallen und ich kann ihn weiterempfehlen. Wer Military-Science-Fiction mag, kommt auf seine (oder ihre) kosten.


Small Soldiers (1998/USA/108)

Zum Abschluss gibt es noch einen Klassiker aus meiner Kindheit. Small Soldiers ist ein Film mit Science-Fiction & Action Elementen von Joe Dante, der uns bereits die Kultfilme Gremlins, Gremlins 2 und Piranhas beschert hat.

Die Handlung von Small Soldiers ist recht simpel, aber auch äußerst unterhaltsam. Nachdem der Rüstungskonzern Globotech eine kleine Spielzeugfirma aufgekauft hat, müssen deren zwei Mitarbeiter Irwin & Larry eine Reihe von interaktiver Actionfiguren entwickeln.< strong>Larry entwickelt die sechs Soldaten der Commando Elite, um actionorientierte Kinder anzusprechen, während Irwin die Gruppe der Gorgonauts, Creatirefiguren, die Kinder zum Lernen animieren sollen und friedlich sind, entwickelt.

Als Basis für die Figuren dient ein neuartiger Prozessorchip mit selbstschreibender K.I. Somit können beide Figurengruppen selbständig handeln & entwickeln quasi ein Eigenleben.< strong>Die Geschichte dreht sich um den Konflikt zwischen den Prototypen der Commandos & Gorgonauts, während der dreizehnjährige Alan und einige weitere Menschen in den Kampf hineingezogen werden.

Trotz seines Alters von knapp 20 Jahren verfügt Small Soldiers über eine hochwertige Animationstechnik. Die Actionfiguren sind hervorragend animiert und bewegen sich, soweit die damalige Zeit zuließ, realistisch. Die Commandos & Gorgonauts sind auch die wahren Sympathieträger des Films. So hört man Thomas Danneberg als Chip Hazard, dem Anführer der Commandos. Thomas Danneberg leiht seine markante Stimmung auch Arnold Schwarzenegger, was dem Film wiedererkennungswert verleiht.

Zusammengefasst ist Small Soldiers ein sehenswerter Spielfilm mit Charme & Kultstatus.
Das war die vierte Folge „zuletzt gesehen“, die sich unbeabsichtigt mit dem Thema Science-Fiction befasst hat. Ich hoffe, ihr wurdet gut unterhalten und wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

Attack on Titan Part 2 | Review 

Herzlich willkommen zu meiner Review zum zweiten Attack on Titan Realfilm aus Japan. Wer mehr zum ersten Film lesen will, folgt diesem & diesem Link! Kommen wir jetzt zum Film.


Die Handlung setzt nach dem Ende des ersten Films an. Eren hat sich in einen Titanen verwandelt und seine Freunde gerettet. Anstatt Dank zu erhalten, wird Eren von Kommandant Kubal (Militärpolizei) verhaftet und soll hingerichtet werden. Bevor es dazu kommt, wird Eren vom gepanzerten Titan gerettet und verschleppt.

Das restliche Team um Mikasa & Armin plant, das Loch in der Mauer mit einer Bombe zu schließen. Dazu soll der obere Teil der Mauer gesprengt werden und das Loch gestopft werden.

Eren erwacht in einem mysteriösen Bunker, wo Kommandant Shikishima (der Erwin & Lewi Hybrid) ihn über die Herkunft der Titanen aufklärt. Aus Spoilergründen werde ich dieses Detail aussparen.

Zusammen mit Shikishima & seinen Männern, der Aufklärungstruppe, die als vernichtet galt, schließt sich Eren mit Mikasa & ihrem Team zusammen. Das letzte Gefecht um die Zukunft der Menschheit beginnt.

 


Wie bereits im ersten Film weichen die Realfilme in punkto Handlung & Darstellung der Welt vom Manga bzw. vom Anime ab. Mich stört dieser Umstand weniger, da die beiden Realfilme eine neue Interpretation von Attack on Titan sind. So sind der gepanzerte Titan & der kolossale Titan vertreten, übernehmen aber eine andere Rolle und verbergen sich hinter anderen Figuren.

Die schauspielerische Leistung ist wie im Vorgänger sehr gelungen. Keiner nimmt die Rolle zu ernst, aber es wird glaubhaft genug gespielt, damit der Streifen nicht, wie ein Klamauk Film rüberkommt. Mein Highlight ist die Schauspielerin Satomi Ishihara und ihr wunderbares „over acting“. In der deutschen Version ist sie ein fast schon hysterisches Mitglied der Armee, die fanatisch die Titanen erforschen will. Im Endeffekt kommt die Schauspielerin ihrem Manga Vorbild damit recht nahe.


Die Technik ist ebenfalls solide. Das unheimliche & monströse Aussehen der Titanen wurden erneut tadellos als Realfilm umgesetzt. Der Kolossale & der gepanzerte Titan waren dabei ein echtes Highlight.

 


Zusammengefasst ist Attack on Titan Part 2 ein sehr unterhaltsamer Film, der geschickt Elemente des Monster, Action & Science Fiction Films mischt. In Kombination mit Part 1 wird der Manga interessant neu erzählt und sorgt für zwei sehenswerte Filme.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Wem ich nun diesen Film schmackhaft gemacht habe kann diesem & diesem Link folgen und die Filme bei Interesse kaufen. In Kooperation mit dem Amazon Partnerprogramm.

Ghost in the Shell (2017) | Review

Ghost in the Shell ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Actionfilm aus dem Jahr 2017 und eine Umsetzung des Mangas von Masamune Shirow sowie eine Neuverfilmung des Animefilms von 1995. Wir haben es hier also mit einem Remake und einer Mangaverfilmung zugleich zu tun. Im Vorfeld habe ich gemischte Kritiken über diesen Film gehört, bin jedoch komplett unvoreingenommen an diesen Film herangegangen und muss nun eine Lanze für diesen Film brechen. Viel Spaß also mit meiner Review zu Ghost in the Shell von 2017.


In naher Zukunft ist es den Menschen möglich sich mit kybernetischen Implantaten zu verbessern, ähnlich wie die Augmentierungen aus Deus Ex. Protagonistin ist Major Mira Killian (Scarlett Johansan), deren Körper durch einen terroristischen Angriff schwer verletzt wird. Ihr Gehirn, im Film als Ghost bezeichnet, wird in einen eigens für sie erschaffenen Körper, genannt Shell, implantiert. Der Titel Ghost in the Shell lässt übrigens sehr viel Platz für Interpretationen zu. So kann dies bei einer künstlichen Intelligenz bedeuten: Der digitalisierte Geist, in einer künstlich erschaffenen Hülle.

Mira wird der Sektion 9, einer Eliteeinheit zur Bekämpfung des Terrorismus, zugeteilt und arbeitet dort im Rang eines Majors. Der Major und die Sektion 9 bekämpfen einen Hacker namens Kuze (Michael Pitt), der die hochrangigen Mitglieder des Konzerns Hanka Robotics ermordet und scheinbar die Technologien des Konzerns vernichten will.

Dies ist jedoch nur ein Teil der Handlung des Films. Ghost in the Shell beschäftigt sich auch mit der zentralen Frage ob Mira überhaupt ein richtiger Mensch ist. Sie sieht zwar aus wie ein Mensch, hat ein menschliches Gehirn aber eine künstliche Hülle (Shell), die ihr als Körper dient. Dr. Ouelet (Juliette Boniche), quasi ihre Schöpferin, kann all ihre Gedanken bei den Routineuntersuchungen sehen und scheint sich sehr um Mira zu sorgen. Ob das daran liegt, dass Mira so viel wert ist, immerhin ist sie die einzige ihrer Art und eine perfekte Waffe oder, ob tatsächlich persönliche Gefühle im Spiel sind, bleibt, aus Spoilergründen, an dieser Stelle unausgeführt.


Was positiv auffällt, sind einige Ähnlichkeiten zwischen Manga/Anime und Realfilm. So sieht die Protagonistin Mira, dargestellt von Scarlett Johansan, ihrem Vorbild sehr ähnlich. Auch der Charakter Batou, gespielt von Pilou Aspaek, sieht aus, wie sein Vorbild im Anime was Statur, Haarfarbe und die kybernetischen Augen angeht. Generell ähneln sehr viele Schauspieler ihren Vorbildern aus der Vorlage, was für einen hohen Wiedererkennungswert sorgt und positiv auffällt, wenn man die Vorlage kennt.

An dieser Stelle muss auch die Leistung der Schauspieler gelobt werden. Hier wurde zum einen darauf geachtet, dass die Schauspieler wie oben erwähnt, ihren Vorbildern ähneln. Zum anderen wurden auch die verschiedenen Eigenheiten der Figuren bedacht. So ist Batou ein Hundefan, was im Film ein paar Mal angesprochen und gezeigt wird. Ein anderes Beispiel wäre die Figur des Togusa, gespielt von Chin Han, welcher als einziges Mitglied der Sektion 9 kaum Implantate besitzt und eine Familie hat. Zusammengefasst wurde der Film sehr gut besetzt mit Schauspielern die authentisch spielen und denen man auch abkauft, dass sie mindestens die Grundzüge der Vorlage kennen.


Ein Aspekt, der besonders bei Science-Fiction Filmen erwähnt werden muss, sind die Effekte.

Der Film sieht großartig aus. Das eingesetzte CGI sieht sehr realistisch aus und fügt sich wunderbar in die verschiedenen Schauplätze des Films ein. Man kann fast meinen, dass die verschiedenen Hologramme, welche als moderne Werbetafeln zu dienen scheinen, auch so in der realen Welt existieren können. Wobei ich es im Straßenverkehr als untauglich halte überall Hologramme herumschwirren zu lassen.

Ich habe den Film in Imax 3D gesehen und war schwer begeistert. Dieser Film hat meine Lust auf Filme im Imax Format wieder geweckt, wobei ich sagen muss, dass die Eröffnungssequenz mit der Kamerafahrt durch die Großstadt, ich vermute, es ist Tokio oder Kobe, in welcher der Film spielt, eine etwas zu heftige Reizüberflutung darstellt.

Bevor mir jedoch wirklich schlecht wurde, war die Fahrt auch schon vorbei.

Die Actionszenen sind sehr schnell, wobei hier viel mit Slow-Motion gearbeitet wurde, um die Inszenierung zu fördern. Hier sei besonders eine Stelle erwähnt, als Mira einen mutmaßlichen Komplizen des Terroristen Kuze verfolgt und in der Nähe des Hafens stellt. Der Boden des Areals ist, etwa knöcheltief, mit Wasser bedeckt und dient als Kampfplatz. Diese Szene wurde fast 1:1 aus dem Anime übernommen und beeindruckt zum einen durch einen guten Schnitt, für die Dynamik, und zum anderen durch den häufigen Einsatz von Slow-Motion. So erhält dieser kleine Kampf eine eigene Ästhetik.

Generell setzt Ghost in the Shell, mit seinem Soundtrack und der Kameraarbeit mehr auf Inszenierung als auf plumpe Action. So wird der Geist der Vorlage, mit seinen Agenten die einen Fall lösen, sehr gut eingefangen.


Zusammengefasst ist Ghost in the Shell eine äußerst interessante Neuverfilmung bzw. Neuinterpretation des Animefilms von 1995. Die Schauspieler machen einen guten Job, die Effekte sehen grandios aus und allgemein wurde darauf geachtet den Film so nah an der Vorlage zu halten, wie es möglich ist. Die komplexe Handlung der Vorlage wurde ideal umgesetzt, um sowohl Kennern als auch Neulingen zu gefallen. Wer noch nie etwas mit Ghost in the Shell zu tun hatte wird in diesem Film wohl nur einen weiteren Sci-fi Film vom Fließband sehen. Wenn man sich jedoch auf die Themen die im Film behandelt werden einlässt, erkennt man, dass mehr dahinter steckt, und ein Blick in den Manga/Anime durchaus eine Bereicherung darstellen könnte.

Mir hat dieser Film sehr gut gefallen und ich kann ihn weiterempfehlen. Es ist ein sehr mutiger Schritt dieses komplexe Franchise als Realfilm umzusetzen und das verdient allein schon Lob. Mein einziger Kritikpunkt an diesem Film sind die leichten Längen während der Mitte der Handlung.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal wieder!

Filmdaten

Orginaltitel

Ghost in the Shell

Deutscher Titel

Ghost in the Shell

Produktionsland

USA

Orginalsprache

Englisch, Japanisch

Laufzeit

107 Min.

Regie

2017

 

Die Welt gehört den Maschinen? Die Horizon Zero Dawn | Review

Horizon Zero Dawn ist ein Open-World-Action-RPG aus dem Hause Guerilla Games, bekannt für die Killzone-Reihe und erschien am 1. 3. 2017 exklusiv für die Playstation 4.

Das Setting lässt sich einer dystopischen Zukunft zuordnen in der die Welt von Maschinen bewohnt wird welche ein eigenes Ökosystem entwickelt haben. So werden alle Klimazonen, das Wasser & der Himmel von diesen Wesen dominiert. Die Menschen haben sich in 4 Stämmen (Nora, Carja, Schatten-Carja & Oseram) zusammengeschlossen um in dieser harten Welt zu überleben.

Protagonistin ist die Mutterlose Aloy, eine Ausgestoßene des Nora-Stammes die bei ihrem Ziehvater Rost aufwächst. Bei einer Prüfung, die ihr die Aufnahme in den Stamm ermöglicht, werden die Nora von Kultisten attackiert und müssen schwere Verluste hinnehmen. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, drehen die Maschinen überall im Land durch und werden, durch die Verderbnis, noch gefährlicher

Aloy wird zur Sucherin der Nora ernannt. Ihr Ziel ist es herauszufinden, wer ihr Volk angegriffen hat und was es mit der Verderbnis auf sich hat. Ihr Weg führt sie dabei sowohl in das riesige Reich der Carja als auch in das Raue Land der Oseram, welche entgegen meiner Vermutung leider keine Seefahrer sind.
Die Geschichte entfaltet sich langsam und lässt den Spieler Schritt für Schritt diese Welt erforschen. Es gibt zwei Handlungsstränge, die jedoch miteinander zusammenhängen. Ein Strang beschäftigt sich mit dem Kampf gegen die
Eklipse (Kultisten), die Wahrheit hinter dem Untergang der alten Welt & Aloys Herkunft. Der zweite Strang behandelt die internen Konflikte des Carja-Reiches und wie dieses zu kippen droht. Auch wenn beide Stränge im Spannungsbogen schwanken gefallen mir beide sehr gut und ergeben eine gelungene Geschichte

Wie man sich bereits denken kann, ist Horizon sehr actionlastig. Gekämpft wird mit Speeren, Schleudern, Bögen & Bolzenwaffen. Die Distanzwaffen verfügen über verschiedene Arten von Munitionstypen. So gibt es Flammenpfeile, Schockpfeile, Sprengkugeln & mehr. Freunde von Taktik & Strategie dürfen sich über verschiedene Fallen freuen, mit denen das Schlachtfeld präpariert werden kann oder, sofern die Brutstätten gefunden wurden,besteht die Möglichkeit Maschinen zu überbrücken, damit diese kurzzeitig für den Spieler kämpfen.

Abseits des Kampfes gibt es für abenteuerlustige Forscher genügend Aktivitäten. So kann man sich in Jagdgebieten diversen Prüfungen stellen, verschiedene Gegenstände sammeln, Langhälse (das Äquivalent zu den Aussichtstürmen aus Far Cry) überbrücken, Panoramen sammeln, Banditenlager räumen und einiges mehr. Natürlich warten auch massig Sidequests & Aufträge auf die Hüterin, schließlich brauchen in der Postapokalypse viele Menschen Hilfe.
Die Nebenaufgaben fühlen sich meist wichtig an und weisen eine gewisse Persistenz auf. Bestes Beispiel sind die Banditenlager. Sobald man eines jener Lager geräumt hat, entsteht dort ein Schnellreisepunkt und ein Händler erscheint

Optisch kann Horizon Zero Dawn auf jeden Fall überzeugen. Die Charaktermodelle sind äußerst detailliert und sehen sehr realistisch aus. Besonders die Gesichter & Haare sind unglaublich schön. Einzig die Mimik wirkt manchmal etwas hölzern

Das Design der Maschinen ist sehr kreativ. Manche erinnern an reale Tiere wie riesige Krokodile, Raubvögel (Habichte & Adler), Bisons & Hirsche, während andere an Dinosaurier erinnern (Wächter, Donnerkeile) und wieder andere an prähistorische Prädatoren (aus der Spezies der Säugetiere) erinnern. Oh und die Raketenwürmer aus Tremors haben auch eine mechanische Variante erhalten.

Die Spielwelt an sich sieht bombastisch aus. Es gibt verschiedene Klimazonen. Von schneebedeckten Bergen über weite, grüne Ebenen bis hin zu trockenen Wüsten ist alles dabei. Es gibt viele nette Details und der Übergang zwischen den einzelnen Gebieten ist angenehm fließend.

Natürlich ist auch Horizon Zero Dawn, wie jedes Open-World Spiel, nicht zu 100% frei von Bugs, auch wenn diese relativ selten auftreten. Was mir bisher am meisten aufgefallen ist, dass Gegenstände manchmal im Boden versinken und somit nicht mehr zum aufsammeln sind. Das ist jedoch meckern auf hohem Niveau.

Zusammengefasst ist
Horizon Zero Dawn ein hervorragendes Spiel mit einer schönen Optik, einer spannenden Geschichte, gespickt mit interessanten Figuren und einem motivierenden Gameplay. Soundtechnisch weiß das Spiel zwar auch zu gefallen sticht aber nicht besonders heraus. Jeder der eine PS4 besitzt MUSS sich dieses Spiel kaufen. Hier wurde so ziemlich alles richtig gemacht um den Spieler/die Spielerin mindestens 30 – 45 Stunden zu beschäftigen.

Das wars von meiner Seite! Wir lesen uns beim nächsten Mal.

Infos zum Spiel

Entwickler: Guerilla Games

Publisher: Sony Interactive Entertainment

Plattformen: Playstation 4
Genre: Open-World-Action-RPG

Thematik: Postapokalypse

Release: 01.03.2017

Hier geht es zu weiteren Beiträgen die sich mit Horizon Zero Dawn beschäftigen, danke an Stargamer für die informativen Beiträge:

Horizon Zero Dawn – Panoramas & die Apoka-shit-storm-tour

Hilfreiche Tipps zu Horizon Zero Dawn [Nützliche Game-Informationen]

Kurzes Review zu Horizon Zero Dawn

Freuen wir uns auf Horizon: Zero Dawn