Serienrückblick 2020: Das durchwachsene Jahr

Achja … ich und Serien. Ein Thema, das 2020 ziemlich leidig geworden ist, aber in erster Linie an meinen veränderten Sehgewohnheiten und Ansprüchen liegt.

Ich habe dieses Jahr viele Serien angefangen, aber nur wenige beendet und viele irgendwann abgebrochen, weil sie mich langfristig nicht begeistern konnten. Anbei eine kleine Liste an Serien, die ich begonnen aber nie beendet habe aus unterschiedlichen Gründen:

  • Doom Patrol
  • Spuk in Bly Manor
  • Locke & Key

Warum habe ich diese Serien abgebrochen? Nun die häufigsten Gründe waren die Länge der Folgen, das zähe Tempo, oder schlichtweg aufkommendes Desinteresse. Ich bevorzuge inzwischen Serien, die ein hohes Tempo bieten, sprich 25 bis 30 Minuten Laufzeit pro Folge.

Wenn eine Serie mit Folgen, deren Laufzeit über 30 Minuten beträgt, daherkommt müssen diese schon wirklich spannend sein. Beispiele für Serien mit „langen“ Folgen wären Dracula, The Witcher (Staffel 1), Kingdom (Staffel 2) und Frontier (Staffel 1). Diese Serien konnten mich definitiv überzeugen und waren über ihre gesamte Laufzeit hinweg spannend (Anm.: Frontier muss ich unbedingt fortsetzen und endlich mal was dazu schreiben!).

Es gibt allerdings ein paar Serien, neben den oben genannten Beispielen, die mich überragend gut unterhalten haben und diese wären:

  • Ash vs Evil Dead Staffel 1 – 3: Diese Serie verkörpert alles, was ich an Evil Dead liebe!
  • Japan Sinkt: 2020: Ein Anime, von dem ich anfangs nicht viel erwartet habe, aber der mich dann hin sehr gut unterhalten hat!
  • Goedam: Eine interessante Ansammlung von Horror-Kurzfilmen, die viele Subgenres abdecken und äußerst kurzweiligen Horrorspaß bieten.
  • Castlevania Staffel 3: Ja diese Staffel ist nur eine Art für die (hoffentlich) kommende vierte Staffel, aber mir hat sie sehr gut gefallen. Mehr Castlevania bekommen wir wohl in nächster Zeit nicht mehr, neben der Collection der 2D Spiele.
  • Atypical Staffel 3: Wie man weiß, zerstört mich Atypical emotional und ich liebe diese Serie!
  • The Boys Staffel 2: Pures Fandom!

Auch wenn ich erzählerisch so meine Probleme mit der Serie habe und das Tempo meist arg langsam ist, so hat mir auch Titans Staffel 2 gefallen. Was mich persönlich überrascht hat, sind The Mandalorian und The Clone Wars. Mein Star Wars Fandom hat 2020 relativ viel positives Erfahren und diese beiden Serien gehören (trotz ihrer Schwächen) dazu.

Zwei Serien die ich gegen Ende des Jahres gesehen habe sind Space Force & Blood of Zeus aber dazu folgen noch eigene Beiträge im Jänner!

Das war mein kleiner und relativ unstrukturierter Rückblick auf mein Serienjahr 2020. Es war recht durchwachsen, hatte einige Hits aber auch Flops und ich bin gespannt was 2021 bieten wird!

Wie war euer Serienjahr 2020? Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Japan Sinkt: 2020 (Netflix Original) | Review

Titel: Japan Sinkt: 2020
Originaltitel: Nippon Chinbotsu 2020
Folgen: 10
Staffeln: 1
Sender: Netflix

Die Anime-Offensive 2020 schreitet weiter voran und dieses mal begeben wir uns in den Bereich der Literaturverfilmungen. Japan Sinkt: 2020 basiert auf dem 1973 erschienen Roman Japan Sinkt und lässt sich den Genres Science-Fiction & Katastrophengeschichte zuordnen.


Sinkende Kernfakten:

Titel: Japan Sinkt: 2020
Originaltitel: Nippon Chinbotsu 2020
Folgen: 10
Staffeln: 1
Sender: Netflix


Die Anime-Offensive 2020


Im Zentrum der Handlung von Japan Sinkt: 2020 steht die Familie Mutou. Diese flieht aus ihrer Heimatstadt, nachdem Japan, kurz nach den olympischen Spielen 2020, von katastrophalen Erdbeben und Flutwellen heimgesucht wird. Während Japan langsam aber sich im Meer versinkt, muss sich die Familie Mutou gemeinsam mit Nachbarn & Freunden dem Kampf ums überleben stellen …

Japan Sinkt: 2020 etabliert seine Handlung sehr zügig und auch der Kreis der engeren Hauptfiguren wird in den ersten drei Folgen bereits etabliert, was zum einen die Spannungskurve erhöht, aber auch das Tempo der Geschichte angenehm zügig macht. Weiters bietet sich dann auch genug Platz an, um diverse kleiner Abenteuer der Hauptfiguren zu erzählen, welche wiederum in den großen Hauptplot eingegliedert werden.

Dazu kommt eine angenehme Laufzeit der einzelnen Folgen mit knapp 25 bis 30 Minuten, die nicht nur dem Tempo zugutekommt, sondern größere Schlenker vermeidet und damit die Geschichte durchgehend stringent bleibt.

Was mich sehr positiv überrascht hat, ist die wertige deutsche Lokalisierung. Die Sprecher liefern einen soliden Job ab und man nimmt ihnen ihre gesprochenen Rollen ab. Dazu kommt eine authentische Wirkung, dass die Jugendlichen in der Geschichte tatsächlich auch von jugendlichen Sprechern vertont werden (unabhängig davon, ob das der Fall ist oder nicht).


Alles in allem ist Japan Sinkt: 2020 ein solider Anime der nicht nur durch seine Geschichte zu gefallen weiß, sondern auch durch sein hohes Tempo glänzt und dank der recht knackigen Laufzeit pro Folge perfekt für einen Marathon ist.

Wer also auf der Suche nach einem kurzen Anime ist, der eine starke Story erzählt und einen grandiosen Epilog bietet, sollte Japan Sinkt: 2020 eine Chance geben. Ich vergebe die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Darknet (Staffel 1) | Review

Titel: Darknet
Staffel: 1
Folgen: 6
Genre: Horror

He mal wieder eine Serien Review (Frontier kommt auch noch!). Ich mag ja Horror/Mysteryserien sehr gern aber leider gibt es nur selten einen Genrevertreter, der mich bis zum Ende zu unterhalten weiß. Darknet gehört zu den besseren Horrorserien und ist auch eine Anthologieserie. Was für eine tolle Kombination!


Darknet erzählt in sechs Episoden mehrere zusammenlaufende Kurzgeschichten, deren gemeinsamer Nenner eine mysteriöse Seite namens Darknet ist. Einzige Ausnahme bildet Folge 5, die mit dem Konzept bricht und nur eine einzige große Geschichte erzählt. Qualitativ schwanken die einzelnen Folgen etwas aber auch in puncto Tempo, Thema und Gewaltgrad schwanken die Geschichten. Interessant ist das Konzept der Website Darknet, auf der nicht nur Fragen gestellt werden können, sondern auch der Höhepunkte der jeweiligen Folge als Video verfügbar ist.

Mich erinnert Darknet an die V/H/S Filme was in diesem Fall positiv ist (die Filme schwanken ja mitunter sehr stark). Durch die verschiedenen Geschichten und die Kürze der Folge (ca. 25 bis 30 Minuten) verfügt Darknet über ein angenehm hohes Tempo und die Staffel ist perfekt für einen Serienmarathon.

Selbstverständlich können die einzelnen Geschichten, bedingt durch die kurze Laufzeit pro Folge, nicht die hohe Erzählkunst bieten aber allein das grundlegende Thema des „Darknets“ in Kombination mit verschiedenen realen und teils surrealen Horrorszenarien sorgt für einen gewissen Reiz.

Zusammengefasst ist Darknet eine sehr solide Anthologieserie aus dem Horrorgenre. Man stellt sich pro Folge immer wieder die Frage auf welche kranken Ideen die Macher wieder kommen um zu unterhalten, zu gruseln und manchmal auch etwas zu schockieren. Aufgrund der leider etwas mauen Geschichten im einzelnen, jedoch einem tollen Gesamtbild, hat sich Darknet die Wertung sehenswert- verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Meine Lieblingssitcoms | Gedankenspiel

Toplisten, etwas unkreativ, aber trotzdem praktisch, um ein größeres Thema in schön kompakter Form abzuhhandeln. Mein bisheriger Beitrag zum Thema Serien auf DerStigler war 2020 bisher etwas mau, aber ich kann auch über Serien schreiben, ohne eine Rezension zu verfassen.

Das Genre der Sitcoms begleitet mich schon seit meiner Kindheit und aus dem relativ großen Pool an Sitcoms habe ich vier Stück herausgepickt, die ich komplett gelesen habe und wohl bis an mein Lebensende empfehlen kann. Die Reihenfolge hat keinen Einfluss darauf, welche ich mehr mag, als eine andere. Diese vier Sitcoms sind meine absoluten Lieblinge!


Der Prinz von Bel-Air

Den Anfang macht ein Klassiker aus meiner Kindheit (okay alle heute besprochenen Serien sind Klassiker aus meiner Kindheit). In der Prinz von Bel-Air verfolgt man das Leben von Will, der von den Straßen Philadelphia’s nach Bel-Air kommt, um bei seinen Verwandten zu leben, sowie seinen Abschluss zu machen. Obwohl die Serie grundlegend als Sitcom angelegt ist, werden auch oftmals schwere Themen wie Drogen oder Rassismus behandelt. Außerdem hat diese Serie nicht nur mein Will Smith Fandom begründet, sondern mich auch an Martin Luther King und Malcom X herangeführt, zwei historische Persönlichkeiten, welche mich bis heute interessieren.


Scrubs – Die Anfänger

Es gab mal eine Zeit, da waren Serien in Krankenhäusern total populär. Mich haben diese nie interessiert, bis auf zwei Ausnahmen. Zum einen Kingdom Hospital und zum anderen Scrubs – Die Anfänger. Was mir an Scrubs seit jeher gefällt, ist die Vermischung aus dramatischen und humoristischen Elementen mit dem Alltag im Krankenhaus. Verstärkt wird dieses Stilmittel durch die sympathischen Figuren und dem tollen Cast. Auch wenn die Serie mit der neunten Staffel etwas abgebaut hat, kann ich mir Staffel 1 bis 8 immer wieder anschauen.


King of Queens

Achja King of Queens. Es gibt kaum eine andere Serie, die ich so massiv gesuchtet habe. Ich habe die einzelnen Staffeln viel zu oft gesehen und auch wenn die Serie heute für mich einen etwas ausgelutschten Eindruck macht, kann ich mich immer wieder für eine Folge begeistern. Das liegt an den witzigen Geschichten der einzelnen Episoden, den sehr sympathischen Figuren und zahlreichen zeitlosen Bonmot’s, die sich wohl auf ewig in das kollektive Gedächtnis der King of Queens Fangemeinde eingebrannt haben. Oh und das Ende des Staffelfinales war so genial geschrieben und machte gleichzeitig Lust auf eine Fortsetzung, die wir wahrscheinlich nie erhalten haben.


Malcolm Mittendrin

Zum Abschluss nochmal ein Schwergewicht. Malcolm Mittendrin ist eine der intelligentesten Sitcoms, welche gleichzeitig eine enorme Charakterentwicklung durch die 7 Staffeln vollzieht und dank ihres eher ungewöhnlichen Aufbaus in der Handlung immer frisch bleibt. Dazu kommt eine ganze Wagenladung voller interessanter Figuren, deren beinah zerstörerischen Neigungen sowohl für Kopfschütteln, als auch Lacher sorgen. Es ist aber auch das Zusammenspiel der Familie um Malcolm, die durch ihre verschiedenen Facetten, aber auch wegen den zahlreichen Gemeinsamkeiten eine wunderbare Chemie miteinander hat.


Das waren soweit meine vier liebsten Sitcoms aller Zeiten. Ich hoffe, euch hat dieser Beitrag gefallen und mich würde interessieren, was eure liebsten Sitcoms sind!

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Castlevania (Netflix Original) Staffel 3 | Review

Titel: Castlevania
Folgen: 22
Staffeln: 3
Sender: Netflix

Während die Castlevnia Spieleserie irgendwo zwischen Koma und Totenstarre liegt, geht die Serie in die dritte Staffel und unerwartete Wege!


Mehr Netflix Originals:

Bleach

Full Metal Alchemist

Kingdom Staffel 1

Samurai Gourmet

Godzilla Film 1

Godzilla Film 2

Godzilla Film 3


Was bisher geschah …

Nachdem seine Frau auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, schwor Dracula schreckliche Rache an den Menschen der Walachei und gab ihnen ein Jahr Zeit, bevor er mit seinen Heerscharen seinen Rachefeldzug starten würde. Trevor Belmont, der letzte seines Clans, die Magierin Sypha und Draculas Sohn Alucard verbünden sich um den Fürst der Schatten aufzuhalten …

Casltevania Staffel 1

Castlevania Staffel 2


Nach dem Ende Draculas kämpfen Trevor und Sypha gegen die restlichen Kreaturen der Nacht, während Alucard die „Einsamkeit“ im Schloss seines Vaters kennenlernt. Während Trevor und Sypha mit einem Orden voller wahnsinniger Priester aneinandergeraten, schmieden die verbliebenen Vampir Ladies Carmilla, Morana und Striga finstere Ränke, während der Schmiedemeister Isaac auf Reisen geht.


Die dritte Castlevania Staffel geht erzählerisch einen interessanten Weg und dient als eine Art Epilog zur Dracula-Saga, welche den weiteren Werdegang der Hauptfiguren schildert. Im Fokus stehen klar Trevor und Sypha, deren Strang am umfassensten ist, während Isaac, die drei weiblichen Vampire & Alucard sekundäre Stränge bekommen und es eher wie ein Aufbau für die vierte Staffel wirkt. Genau hier liegt aber auch das erzählerische Problem der Staffel. Obwohl die vier Handlungsstränge wirklich interessant sind, wirken sie trotz aller guten Ansätze nur wie Filler für eine vierte Staffel, in der es wieder in den Kampf gegen Dracula, oder einen korrumpierten Alucard(?) geht.

Über jeden Zweifel erhaben ist der Animationsstil der Serie, der Anleihen eines westlichen Cartoons und japanischen Animes vermischt und so stilistisch an die Avatar Serien erinnert. Dank der vier Handlungsstränge glänzt die Staffel durch ein optische Abwechslung, welche auch bitter nötig ist nach zwei Staffeln mit den gleichen Schauplätzen. Die deutsche Lokalisierung ist ebenfalls erneut sehr hochwertig und die bereits etablierten Figuren behalten ihre Sprecher bei.


Zusammengefasst ist Castlevania Staffel 3 eine solide Fortsetzung des US Animes, die erzählerisch gute Ansätze bietet, aber über einen „Filler Status“ kaum hinausgeht. Optisch wird der hohe Qualitätsstandard gehalten und auch die deutsche Lokalisierung weiß erneut zu gefallen. Ich vergebe für Castlevania Staffel 3 die Wertung sehenswert- und warte geduldig auf Staffel 4, die hoffentlich kommen wird!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Auf an Kaffee – Ein DerStigler Podcast #4: Buffy – Im Bann der Dämonen | Podcast

Auf an Kaffee ist der zweite DerStigler Podcast und die One-Man-Show in der es um Themen zu denen nur Patrick wirklich was zu sagen hat!


Auf an Kaffee – Ein DerStigler Podcast #4: Buffy – Im Bann der Dämonen

Kernfakten zur Serie

Episoden: 144

Staffeln: 7

Laufzeit: ca 42 Minuten pro Folge

Genre: Mystery, Drama, Coming of Age, Horror, Fantasy/Sci-Fi


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Kingdom (Netflix Original) Staffel 2 | Review

Titel: Kingdom
Folgen: 12
Staffeln: 2
Sender: Netflix

The Walking Dead und Game of Thrones haben mich langfristig leider enttäuscht, aber neben Z Nation gibt es noch eine Zombie-Serie, die mich durchgehend gut unterhalten hat und um die geht es heute!


Mehr Serien mit Zombies:

Z Nation Staffel

Black Summer Staffel 1


Was bisher geschah …

Im Korea der Joseon-Dynasty gerät Kronprinz Lee-Chang ins Visier einer umfassenden politischen Verschwörung und muss gleichzeitig die Ursache für eine mysteriöse Seuche finden, die tote Menschen in Zombies verwandelt. Schon bald werden Lee-Chang und seine getreuen als Hochverräter gebrandmarkt. Neben den Zombies muss auch das Volk schützen und den Widerstand mobilisieren …


Kingdom Staffel 1


Während sich die Plage immer weiter ausbreitet, muss Prinz Lee-Chang mit seinen Getreuen zum finalen Schlag gegen die Königin Consort Cho ausholen, deren neue politische Intrige das Land endgültig ins Chaos zu stürzen droht. Gleichzeitig muss sich Lee-Chang mit dem obersten Minister Cho Hak-ju auseinandersetzen der ebenfalls seine Ränke schmiedet. Es kommt zur finalen Schlacht um den Thron und das Reich, doch die Plage scheint alles zu fressen …


Alles was Kingdom Staffel 1 gut gemacht hat, wird in der zweiten Staffel weiter ausgebaut. Die Spannungskurve steigt vom Climax des Endes der ersten Staffel weiter an bis zur Entscheidungsschlacht. Gespickt ist die Handlung mit Dramen, Enthüllungen und viel Action, was die Dynamik hoch hält und dem Erzähltempo hilft, die umfangreiche Handlung zügig voranzutreiben.

Das markanteste Merkmal von Kingdom, die Mischung aus politischen Intrigen und Zombieapokalypse, steht erneut im Fokus, allerdings wird die Serie nicht aufgebauscht, wie beispielsweise in Game of Thrones, oder konzentriert sich zwanghaft auf die persönlichen Abgründe, wie in The Walking Dead. Stattdessen wird eine Mischung gewahrt, die die Kernthemen im Fokus hält, aber auch immer wieder kleinere Schlenker macht, um die Charaktere zu entwickeln.


Alles in allem macht Kingdom Staffel 2 alles richtig, um nicht nur eine gelungene Fortsetzung, sondern auch ein würdiger Abschluss der Serie zu sein. Alle Fäden laufen konsequent zusammen, die Handlung bleibt durchgehend spannend und die Kämpfe gegen die Untoten wirken genauso monströs, wie sie auch beabsichtigt sind.

Ich kann Kingdom zu 100% weiterempfehlen und vergebe die Wertung absolut sehenswert!

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Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, JamesVermont

Tokyo Ghoul Staffel 1 | Review

Titel: Tokyo Ghoul
Episoden: 12 (Staffel 1) – 48
Staffeln: 4
Studio: Studio Pierrot

Wie bereits in der Rezension zu In this Corner of the World angekündigt, startet auf DerStigler und Patreon eine Anime Offensive. Während auf unserem Patreon ein Talk über Weathering with you erscheinen wird, geht es auf dem Blog heute um die erste Staffel von Tokyo Ghoul während NiNoKuni vor kurzem Thema war. Viel Spaß!


In einem Tokyo, das neben Menschen auch von Ghulen, die verborgen leben, bevölkert wird, lebt Ken Kaneki, der sich in die schöne Liz verliebt. Nach einem ihrer Dates offenbart sich Liz als Ghul und will Ken fressen. Auf seiner Flucht auf eine Baustelle geraten er und Liz in einen schlimmen Unfall, bei dem Liz stirbt und Ken äußerst schwer verletzt wird. Um zu überleben, werden ihm im Krankenhaus Organe von Liz transplantiert, wodurch er zu einem Halb-Ghul wird. Ohne festen Platz in der Gesellschaft der Menschen und jener der Ghule findet Ken einen Platz im Cafe Antik, wo ihm der Besitzer beibringt, wie man die Brücke zwischen beiden Spezies sein kann. Ken muss sich mit seinem neuen Leben zurechtfinden, seine Vorbehalte aufgeben, aber auch mit den Gefahren für die Ghule leben …


Die Hauptgeschichte von Tokyo Ghoul, Kens Leben in beiden Gesellschaften, wird spannend erzählt und thematisiert stark die Themen Moral, Ethik, Rassismus und Menschlichkeit aus, was dazu führt, dass die Serie aus dem offenkundigen Horrorgenre ausbricht und tiefer gehen will. Als bestes Beispiel dienen hier die Vorbehalte Kens, Menschenfleisch zu essen, was er jedoch tun muss, um zu überleben. Ebenso wird der Hass zwischen Menschen und Ghule behandelt, was jedoch bedeutend weniger tiefgreifend ist.

Ein Problem des Anime, in Puncto Erzählung, sind die offenkundigen Schwächen im Ausbauen der eigenen Welt. Tokyo Ghoul etabliert im Laufe der zwölf Folgen umfassenden ersten Staffel viele Elemente, um die Welt lebendiger zu machen, versäumt es jedoch, diese weitestgehend auszubauen, oder gar zu erklären. Dies betrifft zum einen die Gesellschaft der Ghule selbst, aber auch das CCG, die Organisation, die mit der Jagd auf Ghule betraut ist. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, setzt die Serie gern auf einen höheren Gewaltgrad, der spätestens im Finale völlig absurd wird und auch nicht an die eigentümliche Ästhetik von Elfenlied oder Hellsing heranreicht.

Abseits der Handlung und den Problemen des World Buildings, punktet Tokyo Ghoul mit einem hervorragenden Soundtrack, sowie einer hochwertigen deutschen Synchronisation, bekannten Sprechern, wie Ricardo Richter (Ken), Sarah Alles (Toka) oder Joachim Kaps (Yakumo).

Ein weiteres Lob verdient der Stil der Serie, sowie die hochwertigen Animationen. Beides bildet eine harmonische Einheit, die auch perfekt zum Dark-Fantasy-Horror Setting passt und emotional zwischen hell & fröhlich, sowie düster und brutal schwankt.

Alles in allem ist Tokyo Ghoul keineswegs ein schlechter Anime. Man merkt der Serie die hohe Qualität an, allerdings sind die Schwächen in der um die Handlung herum erschaffenen Handlung nur sehr schwer zu übersehen, was den positiven Eindruck leider trübt. Dagegen gefällt die Serie in den Punkten Soundtrack, Synchronisation und Stilismus sehr. Trotz der Schwächen, vergebe ich für die erste Tokyo Ghoul Staffel die Wertung sehenswert, da die Haupthandlung genug Motivation bietet, um sich zum Schluss dranzubleiben.

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Dracula (Netflix Original Miniserie) | Review

Vampire! Vermutlich die populärsten und wandelbarsten Figuren des Horrorgenres überhaupt. Älter als das Medium Film flattern die unoten Blutsauger seit Jahrzehnten über Kinoleinwände und heimische Bildschirme.

Den großen Vampirboom ausgelöst hat allerdings der Roman Dracula von Bram Stoker. Auf diesem Werk basieren unzählige Filme aber auch die 2020er Netflix Miniserie, die den Stoff auf eine sehr interessante Art adaptiert!

Mehr Netflix Originals/Exclusives:

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Die Handlung der Miniserie lässt sich in drei Akte einteilen.

Akt 1 wird aus der Sicht Johnathan Harkers erzählt, der im Auftrag seiner Kanzlei das Schloss Graf Draculas besucht, um seinen Kauf von Gründstücken in England abzuschließen, sowie ihm beim Umzug zu assistieren. Dabei gerät Johnathan in die grausame Gefangenschaft des Grafen und wird von diesem ausgesaugt. Nach seiner Flucht berichtet er in einem Kloster von seiner Tortur, muss sich dann aber mit den Nonnen dem Grafen stellen …

In Akt 2 befindet sich Dracula auf der Demeter in Richtung England. Dort tötert er nach & nach die Besatzung, sowie die Passagiere, möchte dabei aber vorläufig seine Identität schützen …

Der dritte Akt spielt in der Gegenwart des Jahres 2020 und behandelt in Nuancen den Aufenthalt Graf Draculas in England, sowie seine Besessenheit von Lucy Westenra und dem Aufeinandertreffen mit Doktor Seward. Hier ist auch das Finale angesiedelt und die größte Angst von Dracula wird thematisiert …

Die Dracula Miniserie ist eine sehr interessante Adaption des Romans, die sich allerdings nicht auf das Horrorgenre allein fokussiert, sondern verschiedene Genres miteinander zu kombinieren versucht, was über weite Strecken sehr gut funktioniert. Im Zentrum der Serie steht Dracula, dessen optisches Design stark an die populären Filme der 70er mit Christopher Lee erinnert. Darsteller Claes Bang geht in seiner Rolle als charismatischer Blutsauger voll auf und schafft den Spagat zwischen sympathischen Schurken und grausamen Monster hervorragend.

Er schafft es auch, das Interesse immer oben zu halten, was der Vampir mit Stil als Nächstes vor hat. Ihm Gegenüber steht eine kleine Gruppe an Figuren, wobei Dolly Wells als Agatha van Helsing/Zoe Helsing dem Graf über ein Jahrhundert lang als erbitterter Gegenspieler das Leben schwer macht.

Genretechnisch nutzt Dracula Elemente aus den Segmenten Horror, Drama und Thriller, sowie humoristische Elemente. Besonders zum Finale hin erinnert die Serie stark an Sherlock, was nicht überraschend ist, da beide Serien vom kreativen Team geschrieben wurden. Durch den Genremix bleibt die Serie durchgehend frisch und weiß bis zum Ende hin zu gefallen, geht dabei aber auch einen ähnlich Weg wie der 1992er Dracula und macht aus dem Blutsauger einen eher tragischen Charakter.

Alles in allem ist Dracula eine interessante Miniserie, die das Subgenre des Vampirfilms nicht neu erfindet, aber qualitativ sehr zu gefallen weiß, dank eines hervorragenden Dracula-Schauspielers und eines unterhaltsamen Genremix. Fans von Vampiren sollten dieser Serie eine Chance geben, aber auch alle anderen sollten einen Blick riskieren, da diese Miniserie mehr als einmal zu überraschen, schockieren und belustigen weiß!

Daher vergebe ich für Dracula die Wertung sehenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, MrKritzi