Agony | Review [Playstation 4]

Name: Agony
Entwickler: Madmind Studio
Publisher: Deep Silver
Release: 2018
Plattformen: PS4, Xbox One & PC

Auf Agony war ich von Anfang an gespannt aber als das Spiel zum ersten mal verschoben wurde wuchs in mir die Skepsis. Dennoch habe ich mir das Spiel gekauft und ob sich der Trip durch die Hölle lohnt, erfahrt ihr jetzt!


Die Handlung von Agony ist relativ schnell erklärt. Der Spieler übernimmt die Kontrolle eines Märtyrers, einer verdammten Seele, der in der Hölle gelandet ist und eine Audienz mit der roten Göttin sucht, um in die Welt der lebenden zurückzukehren. Bei der roten Göttin handelt es sich um eines der Schöpfungswesen der Hölle.

Allerdings ist der Weg zur roten Göttin alles andere als leicht und das primäre Ziel, die Rückkehr ins Leben, kann durch alternative Enden leicht umgangen beziehungsweise anderes erreicht werden. Das Storytelling von Agony findet in erster Linie auf einer Subebene statt. Durch Notizen, Briefe und Gesprächsfetzen erfährt der Spieler mehr über diese Welt der Verdammnis. Hier muss ich auch das Setting loben, denn ein Spiel, welches direkt in der Hölle angesiedelt ist und handlungsmäßig dem Dark-Fantasy-Genre zuzuordnen ist, ist definitiv etwas besonderes.


Leider ist das Storytelling eines der wenigen Highlights des Spiels. Besonders auf technischer Ebene wäre bedeutend mehr drinnen gewesen. Mit dem aktuellen Patch ist es spielbar, aber in der Grundversion war Agony eine mittlere Katastrophe.

Agony kommt mit einer faszinierenden optischen Präsentation des Weges die die Hölle so ekelhaft und grauenvoll darstellt, wie ich es noch nie einem Videospiel davor gesehen habe. Alles wirkt organisch und irgendwie lebendig, als ob die Hölle der Leichnam einiges gigantischen Organismus wäre. Diese Beschreibung darf allerdings nicht über matschige Texturen, Fehler in der Kollissionsabfrage und Ruckler beziehungsweise Nachladenalken, generell ist die Ladezeit von Agony etwas zu lang, hinweg täuschen. Dank der Unreal 4 Engine funktioniert das Spiel mit Licht & Schatten sehr gut, was der Atmosphäre gut tut. Die düstere Klangkulisse trägt ebenfalls zur Atmosphäre bei.

Spielerisch ist Agony recht solide wobei nichts wirklich nach oben oder unten ausschlägt. Der Spieler steuert die Figur aus der Ich-Perspektive durch verschiedene Abschnitte in insgesamt vier Akten. Da ein Kampf gegen die Höllenbewohner keinen Erfolg bringt, ist verstecken und vorsichtig vorgehen die Devise.

Später erhält man die Möglichleit die Kontrolle über Bewohner der Hölle zu übernehmen und sich gegen die Dämonen zu wehren. Es gibt auch einen Skillbaum aber mir wären keine Signifikanten auswirkungen auf das Spiel aufgefallen.


Agony ist ein Spiel mit viel Potenzial, aber ich bewerte hier kein Potenzial, sondern ein fertiges Produkt. Das Setting und die allgemeine Präsentation verdienen großes Lob, da hier die Entwickler ihre ganze Kreativität ausgelebt haben aber leider versagt das Spiel auf der technischen Ebene und an den oben genannten Problem. So bleibt am Ende ein interessanter Ausflug in die Hölle, mit durchaus spannender Handlung aber leider vielen Problemen. Daher vergebe ich für Agony schweren Herzens die Wertung bedingt spielenswert, da die Macher durchaus eine Vision hatten, diese jedoch nicht vollends umsetzen konnten(?)?.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

5 Spiele auf die ich mich 2018 freue! | Gedankenspiel

Das Spielejahr 2017 neigt sich dem Ende zu und ich war mehr als zufrieden mit vielen der Neuerscheinungen. Umso mehr freut es mich, dass es bereits Spiele gibt, auf die ich mich im kommenden Jahr freuen kann. 5 stelle ich heute kurz vor. Jedes dieser Spiele erscheint voraussichtlich im ersten Quartal 2018, was bereits einen starken Einstieg ins Spielejahr 2018 verspricht.


Far Cry 5 (Ego-Shooter/Open-World, PC/PS4/Xbox One, Februar 2018)

 

Nach Assassins Creed geht ein weiteres großes Spiel von Ubisoft in die nächste Runde. Far Cry 5 spielt in den USA & lässt den Spieler gegen einen Kult von Fanatikern, die an die Apokalypse glauben, antreten. Da Waffennarren & Kultisten hervorragend zusammenpassen, besteht eine hohe Chance, dass Far Cry 5, wie schon Origins, frischen Wind in die Reihe bringt und für dutzende Stunden unterhält. Ich freue mich schon auf meinen Ausflug in die offene Welt von Hope County.


Kingdom Come Deliverance (Open-World-RPG, PC/PS4/Xbox One, Februar 2018)

 

Kingdom Come Deliverance ist mein meisterwartetes Spiel im ersten Halbjahr 2018. Auf der Game City in Wien konnte ich es bereits anspielen und meine Erwartung hat sich weiter gesteigert. Es erinnert mich etwas an Morrorwind & Oblivion, was sehr positiv ist. Das Spiel selbst ist ein Open-World-Rollenspiel im Böhmen des 14. Jahrhunderts und soll dem Spieler viel Freiheit lassen, um die Welt zu erkunden, sowie sich einen Namen zu machen.

Ich hoffe sehr, dass dieses Spiel ein großer Erfolg wird, denn ein Rollenspiel in der realen Welt ist an sich bereits etwas Besonderes.


Vampyr (RPG, PC/PS4/Xbox One, März 2018)

 

Vampyr hätte eigentlich bereits 2017 erscheinen sollen, jedoch wurde das Spiel auf 2018 verschoben, um die Qualität des Action-Rollenspiels von den Life is Strange Machern Dontnod zu verbessern. Ich hatte bereits die Befürchtung, dass wir mit Vampyr nicht vor 2018 rechnen können, aber ich bin froh, dass man Verbesserungen am Spiel vornehmen möchte, bevor ein unfertiges Produkt auf den Markt geworfen wird.

Das Spiel selbst soll dem Spieler die Möglichkeit zur Entscheidung lassen, ob er leben retten oder nehmen möchte. Ob sich Vampyr als Erfolg erweisen wird, oder sich sprichwörtlich die Zähne ausbeißt, werden wir im März 2018 erfahren.


Code Vein (Dark Fantasy-RPG, PS4/Xbox One, März 2018)

 

Über Code Vein habe ich bisher noch wenig gelesen. Was ich über dieses Spiel weiß, ist, dass es ein Rollenspiel mit Open-World Elementen werden soll, welches in einer post-apokalyptischen Dystopie angesiedelt ist und den Schwerpunkt auf das Entdecken dieser Welt legt. Der Stil erinnert mich an die Tales of Spiele, was positiv ist, da ich diesen Anime-Stil sehr mag.


Dragon Ball FighterZ (2.5D Prügelspiel, PS4/Xbox One/PC, Jänner 2018)

 

Mit Dragon Ball FighterZ kehrt das Franchise um das coolste Affen-Alien zu seinen Wurzeln zurück und präsentiert sich in einem optisch sehr ansprechenden 2.5D Prügelspiel der alten Schule. Bandai Namco hat für dieses Spiel den Entwickler Arc System Works ins Boot geholt. Diesen Schritt halte ich für sehr clever, denn Arc System Works hat viel Erfahrung im Bereich der 2.5D Kampfspiele. Optisch sieht Dragon Ball FighterZ mehr denn je wie ein spielbarer Anime aus und fängt den einprägsamen Stil von Dragon Ball hervorragend ein. Auf dieses Spiel freue ich mich bereits sehr, denn ein richtiges Dragon Ball Kampfspiel gab es schon sehr lange nicht mehr und nein, Xenoverse war mehr Rollenspiel als Prügelspiel.


Das wars soweit von meiner Seite. Auf welche Spiele freut ihr euch im kommenden Jahr? Lasst es mich in den Kommentaren wissen und wir lesen uns im nächsten Beitrag!