Die Identitätskrise von Assassins Creed und dessen Potenzial! | Gedankenspiel

Assassins Creed gehört zu meinen liebsten Spielereihen und das trotz vieler Dinge, die ich am Franchise auszusetzen habe. Mit der Kritik einer fehlenden Identität bin ich nicht allein und der Ursprung dieses Arguments liegt in der Vielfalt der Spielmechaniken der Serie.

Von Assassins Creed 1 – 3 (inkl. Brotherhood & Revelations) war die Serie den Action-Adventures mit relativ hohen Stealth-Mechaniken zuzuordnen. Ab Teil 4 Black Flag ändert sich das Kerngameplay und die in Teil 3, als optionale Nebenbeschäftigung, eingeführten Schifssmissionen standen plötzlich im Fokus des Gameplay, wobei versucht wurde, traditionelle Elemente beizubehalten. In AC Rogue wurde dieser Mix dann noch weiter verfeinert.

Was ebenfalls mit Rogue und dem simultan erschienenen Unity eingeführt wurde, ist das Ende der traditionellen Zählung der Reihe (Brotherhood & Revelations sind Spin-offs zum zweiten Teil). In Unity wurde wieder auf ein klassischeres aber modernisiertes Gameplay gesetzt. Weg mit den Schiffen und zurück zum Klettern über Dächern, schleichen durch die Gassen und dem Aufbau einer Assassinengilde. Ja das gabs auch in den beiden Vorgängerspielen, aber dort war auch der erwähnte Mix vorhanden.

Mit Snydicate wurde das Gameplay weiter modernisiert und durch Elemente ergänzt, welche mit der Handlung arbeiten sollen, aber eher belanglos waren am Ende. Handlung ist das perfekte Stichwort.

Erzählerisch hat sich Assassins Creed seit dem ersten Teil kaum verändert. Das Setting, die Charaktere und die Rahmenhandlung wurden zwar fortgesetzt, ausgetauscht, erweitert und/oder erneuert, aber im Kern bleiben die Spielen bei klassischen Rache-, oder Abenteuergeschichten.

Der große Kampf zwischen Templer und Assassinen über die Jahrhunderte hinweg wird auch in den neuen Ablegern ab Origins genutzt, ist allerdings dem Plot des jeweiligen Spiels untergeordnet. Gleiches gilt für die gottgleiche Rasse der Altvorderen, welche ab Origins aktiver werden und in den Teilen davor passiv waren, oder gar nicht auftauchten.

Mit Assassins Creed Origins änderte sich abermals die Reihe und das Gameplay. Aus den Stealth-Action-Adventures mit offener Spielwelt zu Land und zur See wurden Open-World-Action-RPG‘s mit einer gewaltigen Frischzellenkur in allen Aspekten. Die Story, sowohl innerhalb der Szenarien, als auch in der realen Welt, wurde angepasst (das Thema Rache bleibt vorhanden ist aber nicht mehr zentral) und der Kampf zwischen Gut & Böse nun wesentlich stärker ins Gameplay implementiert.

Dies führt zu intensiveren Erkundungen der Spielwelten um die einzelnen Mitlgieder des Ordens aka die Bösen zu finden. Generell legen die Welten mit Haupt- & Nebenquests einen stärkeren Rollenspielfokus an den Tag, aber das tut, wie bereits erwähnt, dem Blog gut.

Jetzt kann man sich fragen, worauf ich eigentlich hinaus will und das erkläre ich euch in den nächsten Absätzen. Wie man bereits rauslesen konnte, ist die Assassins Creed Spielreihe extrem facettenreich, hat sich aber durch seine zahlreichen Miniserien im Gameplay komplett verlaufen. Somit stellt sich die Frage, was ein klassisches Assassins Creed ausmacht und das lässt sich nicht mehr so leicht beantworten, da jeder Typ Fan was anderes sagen wird.

Daraus resultiert die Problematik, dass jedes neue Assassins Creed einen gewissen Teil der Fans enttäuschen wird, andere dafür begeistert und neue Fans aufnimmt. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass das Assassins Creed Franchise einen seltenen Vorteil hat, wie es beispielsweise auch bei Resident Evil der Fall ist.

Assassins Creed kann sich jederzeit selbst neu und dabei eine Zielgruppe finden. Egal, welcher Weg eingeschlagen wird, mit der etablierten Form finden sich immer Käufer, aber auch eine weitere Neuausrichtung wird bestimmt genug Anklang finden, um die Existenz einer neuen Formel zu rechtfertigen.

Abschließend kann man sagen, dass der Werdegang von Assassins Creed bisher sehr spannend war und man mit relativ hohen Erwartungen in die Zukunft des Franchise blicken kann. Mir persönlich hat Assassins Creed Valhalla (in dem ich zum Zeitpunkt dieses Beitrags mittendrinnen stecke) gezeigt, wie viel Potenzial in der Reihe steckt, auch wenn die ursprüngliche Identität nicht mehr wirklich vorhanden ist.

Egal ob Open-World-RPG, oder Open-World-Stealth-Adventure (mit oder ohne Schiffen), ich mag Assassins Creed. Die Teile bis Rogue haben mich durchgehend gut unterhalten, dann kam ein kleiner Absturz, aber mit Origins gings wieder bergauf, bis Odyssey mir gezeigt hat, wie es nicht geht, aber Valhalla macht wieder vieles richtig. Es kombiniert sogar sehr viele Elemente aus allen möglichen Teilen, die ich mag, aber das wird ein Thema für einen Podcast!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Die beste Art eine Welt lebendig zu machen! | ATE’s in Final Fantasy IX | Gedankenspiel

Final Fantasy IX ist meiner Meinung nach das beste Videospiel ALLER ZEITEN. Kaum ein anderes Videospiel konnte mich im Laufe meiner Gamerkarriere auch nur ansatzweise so begeistern, wie der neunte Teil der finalen Fantasie.

Auf die zahlreichen Gründe, warum Teil IX so genial ist und neben Teil X, sowie Teil VIII für mich das heilige Triumvirat des Final Fantasy Franchise bildet, werde ich an einem anderen Tag eingehen.

Heute geht es mir um eine Besonderheit aus Final Fantasy IX, die ich danach nur noch in abgeschwächter Form gesehen habe. ATE, die Kurzform von Active Time Event, sind Sequenzen, in denen das Spiel vom Spieler abweicht und zeigt, was die anderen Hauptfiguren, gelegentlich auch Nebenfiguren, so treiben, wenn die Truppe nicht zusammen ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Aufenthalt im Dorf Dali recht früh im Spiel. Dort teilt sich die Truppe nach einer Nacht im Gasthof und der Spieler kann das Dorf mit Hauptcharakter Zidane erkunden, aber auch die Handlungen der Gefährten erleben.

Die ATE’s tragen selten was zum Hauptplot bei, sind aber enorm wichtig für die Entwicklung der Figuren, da man so immer wieder Charakterzüge von ihnen vertiefen kann. Besonders die eher blassen letzten Hauptcharaktere (Mahagon, Quina und teilweise Eiko) profitieren enorm von diesen Events. Weiters können die ATE’s auch aufeinander aufbauen und kleinere Nebenhandlungen erzählen, was die bereits angesprochene Charakterentwicklung fördert und sogleich die Szenerie etwas auflockert. 

Dieses Gameplayelement habe ich in dieser Form danach in keinem anderen Spiel mehr erlebt, auch nicht in Final Fantasy-Titeln, und höchstens die Plaudereien aus Dragon Age Origins, Mass Effect 1 und der Tales of Serie kommen diesem Konzept recht nahe.

Ich muss sagen, dass ich es sehr schade finde, dieses Element nicht mehr in anderen Videospielen zu sehen, da die Spielwelt ungemein davon profitiert und wesentlich lebendiger wirkt, wenn Figuren abseits des Hauptcharakters mit Lebewesen der Spielwelt interagieren. Generell erzeugt Final Fantasy IX, wie kaum ein anderes Spiel, eine so glaubhafte Illusion einer großen, lebhaften und tiefen Spielwelt.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Konzept der ATE’s zu den großen Stärken der Nummer 9 gehört und die grandiose Spielwelt noch weiter verbessert. Man merkt dem Spiel sehr viel Herz an und noch mehr Herz erhält es durch die wunderbaren kleinen Events, in denen sich die Figuren um Zidane in der Welt umsehen.

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Detention| Review [Playstation 4]| Gruselween Vol. 2 #5

Titel: Detention
Entwickler: Red Candle Games
Publisher: Red Candle Games
Genre: Horror-Adventure
Plattform: PC, PS4, Nintendo Switch
Release: 2017/18

Über Detention will ich schon eine halbe Ewigkeit schreiben. Als jemand mit einem starken Faible für den asiatischen Kontinent und deren Kulturen ist das taiwanesische Horrorspiel Detention quasi für mich entwickelt worden.


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Detention
Entwickler: Red Candle Games
Publisher: Red Candle Games
Genre: Horror-Adventure
Plattform: PC, PS4, Nintendo Switch
Release: 2017/18


Taiwan in den 1960er Jahren zur Zeit des Weißen Terrors. Der Schüler Wei Chung Ting schläft während des Unterrichts ein und erwacht während einem Sturm im verlassenen Klassenzimmer. Kurz darauf trifft er auf die Senior-Schülerin Fang Ray Shin und versucht mit ihr das Schuldgelände zu verlassen, was sich als unmöglich erweist. Sie beschließen den Sturm in der Schule abzuwarten. Wei begibt sich auf die Suche nach einem Telefon und Ray erwacht im Auditorium, wo sie Wei’s Leiche findet. Die Schule hat sich in einen Alptraum verwandelt. Auf der Suche nach der Wahrheit über die Schule erkundet Ray das Gebäude und muss sich den bösen Geistern stellen, welche in diesem Gemäuer hausen …

Erzählerisch ist Detention extrem dicht und bietet eine interessante Geschichte in einem äußerst erfrischenden Setting. Der klassische asiatische Schul-Horror mag nicht die größte Innovation sein, aber die Verwendung von chinesischer Mythologie und das teils groteske Monsterdesign heben das Spiel durchaus hervor. Dazu kommt das bereits erwähnte interessante Setting in Taiwan in den 1960er Jahren, was definitiv ungewöhnlich ist, aber einen überraschenden Tiefgang ermöglicht, ähnlich wie beim Manga re:member (Japan) und White Day: A Labyrinth named School (Südkorea).

Spielerisch ist Detention ein 2D-Sidescroll-Horror-Adventure, was nach wenig klingt, aber sehr zu unterhalten weiß, wenn man für dieses Genre empfänglich ist. Primär bewegt man sich durch die einzelnen Abschnitte der Schule, untersucht Gegenstände, löst Rätsel und weicht mal mehr, mal weniger grotesken Monstern aus. Wie auch beim Gameplay machen die Optik und der Soundtrack auf den ersten Blick nicht viel her, aber Detention verströmt eine ganz eigene Atmosphäre, die im Laufe des Spiels immer dichter wird und einen ganz eigenen Horror entwickelt.

Alles in allem ist Detention ein kleines, aber äußerst unterhaltsames Horror-Adventure, das in erster Linie durch sein kreatives Setting und die umfassende Handlung gefällt. Wer sich für 2D-Spiele, Horror-Adventures und/oder Gruselgeschichten in Schulen begeistern kann, sollte Detention definitiv eine Chance geben. Ich vergebe für Detention die Wertung spielenswert!

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Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy (Singleplayer) | Review [Playstation 4]

Titel: Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy
Entwickler: Raven Software, Vicarious Visions (Xbox), Aspyr Media (Switch, PS4
Publisher: LucasArts, Aspyr Media, Activision
Release: 2003/2020
Plattform: PC, Xbox, Nintendo Switch, PS4

Mein Star Wars Fandom hat jahrelang gelitten aber seit Star Wars Jedi: Fallen Order, der Sichtung von The Clone Wars mit Chris, sowie den Ports von Jedi Outcast und dem heute thematisierten Jedi Academy gibt es Hoffnung auf eine Aussöhnung mit dem Franchise.

Anm.: Obwohl Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy zu meinen absoluten Lieblingsspielen gehört werde ich mein Bestes geben einen neutralen Blick auf das Spiel zu werfen und es auch entsprechend zu bewerten.


Kernfakten aus einer weit entferten Galaxie

Titel: Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy
Entwickler: Raven Software, Vicarious Visions (Xbox), Aspyr Media (Switch, PS4)
Publisher: LucasArts, Aspyr Media, Activision
Release: 2003/2020
Plattform: PC, Xbox, Nintendo Switch, PS4


Anders als in den Vorgänger steuert der Spieler nicht den Jedi Kyle Katarn, sondern Jaden Korr, einen selbsterstellten Charakter (Spezies & Geschlecht frei wählbar), welcher zusammen mit Rosh Penin als Schüler im Jedi-Praxeum auf Yavin IV aufgenommen wird. Friedlich die Schulbank drücken ist jedoch nicht, da der Sith-Kult um Marka Ragnos damit beginnt die Macht aus diversen Orten zu entziehen, an denen die Präsenz der Macht sehr stark ist, und alle Meister mit ihren Schülern damit beauftragt werden den Kult zu stoppen.

Jaden und Rosh werden Kyle Katarn als Schüler zugewiesen und für Jaden beginnt, neben der Ausbildung zum Jedi, eine lange Reise in deren Verlauf er auch die Verlockungen der dunklen Seite kennenlernt ...

Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy mag erzählerisch kein Meisterwerk sein, nutzt aber durch den „Konflikt“ mit dem Kult zahlreiche Schauplätze, was der Dynamik zugutekommt und den Spieler auf viele verschiedene, mal mehr mal weniger, bekannte Welten schickt. Da der Charakter vom Spieler selbst erstellt wird, ist die Immersion intensiver als in anderen Star Wars Spielen und es macht sehr viel Spaß seinen eigenen Machtnutzer zu basteln.

Das führt mich zum Gameplay, welches grundlegend sehr gut funktioniert. Entwickler Raven Software beweist erneut ein Händchen für unterhaltsame Ego-Shooter und kombiniert diese mit Third-Peron Lichtschwertkämpfen. Beides sorgt für ein sehr unterhaltsames Gameplay und die Sprengwaffen beziehungsweise verschiedenen Sprengwaffen sorgen für einen spaßigen, zügigen Spielfluss. Dazu kommen große Level, die zum Entdecken einladen und optisch durchaus abwechslungsreich aber leider nicht mehr zeitgemäß sind.

Generell merkt man dem Spiel sein Alter bei der Technik an, aber es ist bedeutend besser gealtert, als andere Genrekollegen aus der Zeit. Akustisch weiß das Spiel immer noch zu überzeugen mit ambientischen Musikstücken, die perfekt zu den einzelnen Leveln/Missionstypen passen.

Einzig am Speichersystem muss ich Kritik anbringen, da die automatischen Checkpoints suboptimal verteilt und mehr Frust erzeugen als nötig ist. Manuelles Speichern, und zwar häufig ist eine Tugend in diesem Spiel.


Zusammengefasst ist Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy nicht das beste Star Wars Spiel aller Zeiten aber ein äußerst unterhaltsame Abenteuer in einer weit, weit entfernten Galaxie mit unterhaltsamen Gameplay, einer soliden Geschichte inklusive Auswahl zwischen Heller und Dunkler Seite sowie einem gewissen Wiederspielwert. Technisch ist das Spiel nicht mehr auf der Höhe der Zeit, aber der Port auf die PS4 ist sehr gelungen und zeigt auf wie gut das Spiel auch heute noch funktioniert!

Somit Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy von mir die Wertung spielenswert. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Paper Mario: The Origami King – Eine Rezension in Bildern | Review [Nintendo Switch]

Titel: Paper Mario: The Origami King
Entwickler: Intelligent Systems
Publisher: Nintendo
Plattform: Nintedo Switch
Release: 2020

Wie im letzten Audiobeitrag angekündigt beglückt uns Felix heute mit seiner Rezension zu Paper Mario: The Origami King aber in einer alternativen Form!


Titel: Paper Mario: The Origami King
Entwickler: Intelligent Systems
Publisher: Nintendo
Plattform: Nintedo Switch
Release: 2020


King Olly hat das Pilz-Königreich eingenommen! Zusammen mit King Ollys Schwester Olivia muss Mario nun den Pilz-Palast, Prinzessin Peach, eine MENGE Toads und Bowser(!?!) retten.
Mario macht sich auf den Weg, die Welt zu retten, begibt sich dazu in den Untergrund von Toad Town und stößt hier neben den fiesen Faltschergen auch auf dieses schöne Graffiti!
Auf Marios Abenteuer erwarten euch auch fiese Bosse wie Farbstifte(?!), oder, wie auf dem Bild zu sehen, der elastische Entertainer Gummiband! Die Bosse sind, wie von Nintendo gewohnt, sehr innovativ, hinter ihnen steht sogar eine ganze Geschichte, welche im Verlauf des Spiels erzählt wird!
Easter-Eggs dürfen natürlich auch nicht fehlen, wie diese Donkey Kong Maske, oder Samus Aran Maske, welche hier jetzt aber leider nicht abgebildet ist!
Wie hier, oder auch schon auf dem Bild davor zu sehen ist, gibt es in Paper Mario: The Origami King wieder Partner, wie ein Bob-omb namens Bobby! Was auch auf keinen Fall fehlen darf, sind die sehr witzigen (hust hust…) Flachwitze… Haha (Flach) Witze, weil alle aus Papier sind… ha… ha… OK weiter im Text. Doch darauf folgt schon eine sehr traurige Szene, welche ich so nicht erwartet hätte.
Überall in der Welt sind diese Coffeeshops versteckt, wo sich hin und wieder einige witzige Sequenzen verstecken. Wie diese hier, wo sich Mario einen Mega Cappuccino bestellt und der Gumba nur einen Espresso, aber naja dort ist einiges anders, als es aussieht.
Um die Rätsel der Welt zu lösen, muss Mario gegen die 4 Pergamenta das Erd-Pergamenton, das Wasser-Pergamenton, das Feuer-Pergamenton und das Eis-Pergamenton kämpfen, welche King Olly sabotiert und zu Origami gefaltet hat. Ist das jeweilige Pergamenta allerdings besiegt, lernt Olivia sich in jenes zu verwandeln und kann so einige Hindernisse aus dem Weg räumen!
Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, also muss sich Mario wohl oder übel mit Bowser Jr. und dem großen Saubermeister ähhhm ich meine natürlich Zaubermeister Kamek zusammen tun, um King Olly aufzuhalten und seinen Papa Bowser zu retten!
Sind alle Luftschlangen gelöst, kanns endlich losgehen, mit einem der größten und besten Story Enden seit langer Zeit in einem Mario Game!
Paper Mario: The Origami King hat neben der extrem schönen Grafik auch einen noch schöneren Soundtrack, in welchem wirklich jede Melodie und jeder Klang mit einer RIESIGEN Menge Gefühl eingespielt wurde!
Paper Mario: The Origami King ist eines der besten Spiele des Jahres, wenn nicht sogar eines der besten Spiele aller Zeiten! Soviel Gefühl, Herz und Humor in einem Videospiel sieht man nicht alle Tage, wer also Lust auf 30-40 Stunden pure Magie hat, dem lege ich dieses Meisterwerk sehr ans Herz!

Text & Screenshots: Felix

Bearbeitung: Patrick

Rechte am Bildmaterial: Nintendo


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Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered | Review [Playstation 4]

Titel: Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered
Entwickler: Naughty Dog/Bluepoint Games
Publisher: SIE
Plattform: Playstation 4
Release: 2015

Achja Uncharted (<3). Kaum ein Franchise aus dem Pool an Playstation Exklusivtiteln fühlt sich so sehr wie eine Reihe guter Filme an, die man immer wieder sehen kann. Die Reihe habe ich bereits mehrmals auf dem Blog behandelt, aber ich hatte wieder lust mich mit den Spielen auseinanderzusetzen und sie einzeln zu beleuchtet.

Den Anfang macht demnach der erste Teil Drake‘s Schicksal oder auch Drake’s Fortune!


Kernfakten aus El Dorado

Titel: Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered
Entwickler: Naughty Dog/Bluepoint Games
Publisher: SIE
Plattform: Playstation 4
Release: 2015


Nathan Drake, laut eigener Aussage ein Nachfahre des Seefahrer/Entdeckers/Freibeuters/Vizeadmirals und erstem englischen Weltumsegler Sir Francis Drake, birgt zusammen mit der Reporterin Elena den Sarg von Francis Drake aus dem Meer. Bis auf ein Tagebuch ist der Sarg allerdings leer. Das Buch enthält Hinweise auf den Standort der legendären Stadt El Dorado.

Zusammen mit seinem langjährigen Freund Victor Sullivan (kurz Sully) begibt sich Drake auf die Suche nach El Dorado. Als sich herausstellt, dass es sich bei der goldenen Stadt in Wirklichkeit um eine riesige goldene Statue handelt, und das Duo den genauen Standort der Statue ermitteln kann werden sie von Verbrechern, unter dem Kommando Gabriel Roman, überrascht. Sully wird augenscheinlich ermordet, die Karte mit der Standort El Dorados wird gestohlen und Drake muss die Flucht antreten. Zusammen mit der Elena, die sich an Drakes Fersen geheftet hat, macht er sich auf die Suche nach El Dorado.

Erzählerisch schlägt der erste Uncharted in das klassische Genre der Abenteuergeschichte, ähnlich wie die Tomb Raider und Indiana Jones Spiele, kombiniert diese mit übernatürlichen Elementen aber auch Action und Humor kommen nicht zu kurz. Die größte Stärke der Handlung sind die Figuren. Besonders Nathan Drake, eigentlich nur ein Typ mit weißem Shirt und ohne prägnantes Merkmal, ist ein herrlich erfrischender Protagonist, der mit Witz, Charme und Hirn ein klarer Sympathieträger ist.

Allerdings sind auch Victor Sullivan und Elena Fisher äußerst sympathisch, sowie eine großartige Ergänzung zum Hauptcharakter. Selbst die Schurken besitzen eine gewisse Sympathie, da sie so herrlich als Arschlöcher geschrieben wurde. Man merkt dem Spiel klar an, dass es von der großartigen Amy Hennig geschrieben wurde, die schon lange ihr Talent bewiesen mit ihren Arbeiten an den Legacy of Kain Spielen.

Spielerisch wirkt Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered wie das Kind von der Spielereihen Tomb Raider und Gears of War. Einerseits sind Rätsel- und Kletterpassagen ein essentieller Bestandteil des Spielerelebnis aber brachiale Feuergefechte lockern das Spiel auf.

Das Klettern wurde bewusst simpel und unterhaltsam konzipiert. So hangelt man sich an klar erkennbaren Vorsprüngen. Dies sorgt nicht nur für ein angenehmes Spieltempo, sondern auch für das richtige Gefühl in einer Abenteuergeschichte zu sein. Ergänzend dazu gibt es einige Rätsel zu lösen, deren Anspruch schwankt, und Schätze kann man für das Freischalten von Extras auch noch sammeln. Selbstverständlich wird in Uncharted auch gekämpft und in den offensichtlich platzierten „Arenen“ knallt es dann auch ordentlich. Dem Spieler steht ein großes Waffenarsenal zur Verfügung, mit dem sich die zahlreichen Feinde effektiv bekämpfen lassen. Sehr wichtig für den Kampf ist das Deckungssystem um dem steten Kugelhagel zu entgehen. Die KI der Feinde schwankt je nach Schwierigkeitsgrad, ist aber allgemein sehr klug.

Optisch hat das Uncharted: Drake’s Schicksal inzwischen Staub angesetzt aber das aufpolierte Remastered von Bluepoint Games sieht auch nach heutigen Maßstäben ganz okay aus. Die farbenfrohen und abwechslungsreichen Umgebungen sind äußerst angenehm für das Auge, aber das Highlight des Spiels sind immer noch die Charaktermodelle, die auch heute noch sehr schon modelliert sind!


Abschließend lässt sich zusammen das Uncharted: Drake’s Schicksal ein hervorragend inszeniertes Abenteuer ist, dass zwar noch so manche Plumpheit (Stichwort: offensichtliche Kampfareale) im Design hat aber durch eine starke Handlung, sympathische Figuren, eine hochwertige deutsche Lokalisierung und sauberes Gameplay glänzt. Rundum ein tolles Erlebnis und ein definitiv spielenswertes Abenteuer!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Das ist Kunst! | Gris | Gedankenspiel [Playstation 4]

Titel: Gris
Entwickler: Nomada Studio
Publisher: Devovler Digital
Plattform: PC, PS4, Nintendo Switch, Mobile
Release: 2019

Kennt ihr diese Situation? Ihr hört von einem Videospiel und wollt es unbedingt spielt, aber der Preis schreckt euch ab. Dann wartet ihr bis es im Sale (und seid so schusselig wie ich um zwei Angebote zu übersehen!), um es euch endlich zu gönnen. So ging es mir mit dem Videospiel Gris und wow … das war eine Erfahrung, wie man sie nur ganz selten macht!


Künstlerische Kernfakten

Titel: Gris
Entwickler: Nomada Studio
Publisher: Devovler Digital
Plattform: PC, PS4, Nintendo Switch, Mobile
Release: 2019


Gris erzählt keine Handlung. Genauer gesagt gibt es in diesem Spiel überhaupt keine Sprache oder Schrift, außer bei den wenigen Tutorials. Dennoch wird dem Spieler eine Geschichte präsentiert, die in Form einer Reise inszeniert wird. Das Abenteuer startet mit der titelgebenden Protagonistin Gris, die in den Händen einer bröckelnden Statue erwacht. Sie möchte aber ihr versagt die Stimme, wodurch die Statue zerbricht und Gris in eine mysteriöse Welt stürzt.

(c) Devolver Digital/Nomada Studio

Gris Aufgabe besteht darin die Welt zu bereisen, Sterne (in Form von Lichtern) zu sammeln und die Farben ihrer Welt wiederherzustellen. Es ist lobenswert wie so eine simple Geschichte so bildgewaltig inszeniert werden kann, obwohl die Grafik eher auf einen minimalistischen Stil setzt.

Genau hier liegt die größte Stärke von Gris!

(c) Devolver Digital/Nomada Studio

Die Vermischung aus minimalistischer Kunst, mit einem wunderschönen Farbenspiel und einem Soundtrack, der viele Triple A Spiele in den Schatten stellt machen aus Gris viel mehr als ein Videospiel. Gris ist eine wunderbare Erfahrung, die es schafft mit einer minimalistischen Basis und einem facettenreichen Soundtrack, nicht nur vollbringt gigantische Bilder zu erzeugen, deren Kraft es auch mit Triple A Titeln aufnehmen kann, sondern auch Emotionen im Spieler auslösen kann. Die einzelnen Musikstücke greifen fließend ineinander und erzeugen Emotionen, deren Bandbreite sich nur schwer beschreiben, lässt wenn man selbst noch nicht in diese Welt eingetaucht ist.

Zentrale Themen sind unter anderem Trauer und Verlust aber auch gleichzeitig Wut und Hoffnung, dass die Farben wiederkehren werden. Das Spiel schafft es so viel zu vermitteln aber gleichzeitig fast alles dem Spieler zu überlassen, da das eigene Empfinden und die eigene Interpretation teil der Spielerfahrung ist.

(c) Devolver Digital/Nomada Studio

Gris schafft es aber auch spielerisch zu überzeugen durch den Mix aus Plattformer- & Rätselspiel. Beides baut aufeinander auf und regt zum steten nachdenken an, wobei das kryptisch ist, jedoch nie unfair wird. Man muss aber auch fairerweise eingestehen, dass die einzelnen Gebiete eher selten in den Aufgabenstellungen variieren und in erster Linie durch die thematischen Fokusse (Wald, Wüste, Höhle/unter Wasser, …) glänzen.

(c) Devolver Digital/Nomada Studio

Gris ist eine wunderbare Erfahrung, die man eigentlich nicht verpassen sollte, da selten ein Spiel so viel aus so wenig macht. Die minimalistische Technik, in Verbindung mit dem wunderschönen Soundtrack, ermöglicht eine bildgewaltige Inszenierung die Emotionen auslöst und gleichzeitig zum weiterspielen motiviert, um zu erfahren, wie die Reise von Gris enden wird. Ich kann Gris aus ganzem Herzen empfehlen, selten hat mich ein Indiespiel so sehr begeistert!

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Eine neue Hoffnung? | Star Wars Jedi: Fallen Order | Review [Playstation 4]

Titel: Star Wars Jedi: Fallen Order
Entwickler: Respawn Entertainment
Publisher: EA
Plattformen: PS4, Xbox One & PC
Release: 2019

Ein bisschen Dark Souls, etwas Tomb Raider und Uncharted sowie eine klassische Geschichte im Star Wars Universum. So lässt sich Jedi: Fallen Order am besten beschreiben!


Kernfakten aus einer weit entfernten Galaxie

Titel: Star Wars Jedi: Fallen Order
Entwickler: Respawn Entertainment
Publisher: EA
Plattformen: PS4, Xbox One & PC
Release: 2019


Fünf Jahre sind seit der Order 66 und dem darausresultierenden Massaker an den Jedi vergangen. Die Klonkriege sind vorbei und der Sith-Lord Palpatine beherrscht die Galaxies in Form des galaktischen Imperiums. Der Padawan Cal Kestis hat die Vernichtung seines Ordens knapp überlebt und arbeitet inzwischen als Schrottsammler auf dem Planeten Bracca. Als er dort einen Freund mit Hilfe der Macht gerettet hat, fliegt seine Tarnung auf und er wird von der imperialen Inquisition gejagt. Gerettet wird er von der ehemaligen Jedi Cere und dem Piloten Greez. Zusammen mit den Droiden BD-1 begibt sich Cal an Bord der Mantis auf die Quest, den Orden der Jedi wieder aufzubauen.

Star Wars Jedi: Fallen Order erzählt eine klassische Star Wars Geschichte aus der alten Ära vor Disney. Die Geschichte vom Wiederaufbau des Jedi-Ordens mag zwar keine Weltneuheit sein, wird aber in einer spannenden Abenteuergeschichte verpackt, die neben persönlichen Konflikten auch den Kampf von Sith gegen Jedi behandelt. Dazu erlebt man nachvollziehbar den Weg Cal‘s vom Padawan zum Jedi-Ritter, da seine Fähigkeiten logisch mit der Handlung wachsen.

Das führt mich zum Gameplay, welches Elemente aus Dark Souls, Tomb Raider und Uncharted nimmt, diese aber zu einem Mix macht. Ein gewichtiger Fokus liegt auf dem Kampf, der stark an Dark Souls erinnert und auf dem Block-Ausweich-Schlag Prinzip basiert, welches taktisches Vorgehen verlangt, je nach Schwierigkeitsgrad. Wobei Jedi: Fallen Order bedeutend zahmer und fairer ist, als die offenkundige Vorlage. Weiters sind die Kämpfe nicht so over the top, wie in der Prequel, oder Sequel Trilogie, sondern erinnern an die Duelle aus den klassischen Filmen.

Dem Spieler stehen zum Ende des Spiels hin drei Stile zur Verfügung, die alle gegen unterschiedliche Gegner hilfreich sind. Mit dem regulären einfachen Lichtschwert hat man die beste Kontrolle über den Kampf und kann mit hoher Wucht kämpfen. Das Doppelklingenschwert erhöht die Kampfgeschwindigkeit auf Kosten der Wucht und die Doppel-Schwerter entfesseln mit Hilfe der Macht vernichtende Kombos.

Neben dem Kampf setzt das Spiel auf eine ausgewogene Mischung aus Sprung/Klettereinlagen, dem Erkunden von weiträumigen Gebieten und dem Lösen von mal mehr, mal weniger komplexen Rätsel. Da es in jedem Gebiet Abschnitte gibt, die sich erst durch den Erwerb neuer Fähigkeiten freischalten lassen, wird mit dem wilden Genremix ein Hauch Metroidvania hinzugefügt, was dann die Spielerfahrung noch weiter vertieft.

Basierend auf der Unreal Engine 4 sieht Star Wars Jedi: Fallen Order optisch sehr opulent aus und nutzt die technischen Möglichkeit der aktuellen Konsolen hervorragend aus. Die einzelnen Welten sehen großartig aus und sind äußerst atmosphärisch gestaltet, aber auch das Design der Figuren, sowie der Monster ist großartig gelungen. Man merkt dem Spiel klar an, wie jede Welt so gestaltet wurde, dass sie eine klare Identität hat. Sowohl im Bezug auf die dortige Umgebung, als auch die wilden Tiere. Auch akustisch gibts einiges auf die Ohren. Die deutsche Lokalisierung ist sehr hochwertig gelungen.

Ich muss aber auch meckern, was die Technik angeht. Knapp ab dem letzten Drittel des Spiels setzen immer wieder Freezes, Leg’s und diverse Bugs ein, welche das Spielerlebnis zwar nicht zerstören, aber trotzdem für einen faden Beigeschmack sorgen.


Es war echt lange nicht einfach, ein Star Wars Fan zu sein, ABER mit Star Wars Jedi: Fallen Order wird einem ein großartiges Abenteuer geboten, das in die Tradition der klassischen Star Wars Filme schlägt und in einer der besten Ären des Franchise spielt. Neben der simplen, aber spannenden Handlung bietet Star Wars Jedi: Fallen Order ein tolles Gameplay mit Elementen aus anderen großartigen Spielereihen/Genres, die für ein absolut rundes Erlebnis sorgen. Einzig der teils desaströse technische Zustand des Spiels trübt meine durchaus positive Meinung von Star Wars Jedi: Fallen Order. Daher reicht es leider nicht für die Höchstwertung, aber für ein spielenswert+ auf jeden Fall!

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Ein erster Eindruck zu Maneater 🦈 | Gedankenspiel

Es gibt nur wenige Spiele, auf die ich seit der ersten Ankündigung warte und wer meine Liebe zum Hai-Horror kennt, kann sich bereits denken, wie weit oben Maneater auf meiner Most Wanted 2020 Liste steht!

Seit gestern besitze ich das Spiel und nach einer ersten Session will ich kurz und knackig meine ersten Eindrücke mit euch teilen. Das ist also bei weitem keine vollständige Rezension.

Zuerst ein paar trockene Fakten. Das Spiel wurde von Tripwire Interactive entwickelt, die keine Unbekannten sind, sondern vor allem für die Killing Floor Spiele bekannt sind. Als Publisher fungiert Deep Silver aka wann kommt Dead Island 2?. Okay die Frage sollte man inzwischen THQ Nordic oder dem Mutterkonzern stellen.

In Maneater spielt man einen Baby-Bullenhai, dessen Mutter von den Menschen getötet wurde. Um Rache zu nehmen und zu wachsen, muss man fressen. Damit sammelt man nicht nur Ressourcen für die „Upgrades“ (wie geil ist das bitte?!), sondern auf Punkte die Stufenaufstiege, mit denen man größer und stärker wird. Für mich überraschend startet das Spiel nicht im Ozean, sondern in einer Sumpf/Mangrovenlandschaft. Dort macht man die ersten Schritte, um sich (nach dem Tutorial) mehr mit dem Gameplay vertraut zu machen.

Dieses ist etwas ungewöhnlich, weil die Kamera neben der Blickrichtung auch die Schwimmrichtung beeinflusst, aber das geht nach ein paar Minuten gut von der Hand und macht verdammt viel Spaß!

Allgemein funktioniert das Spiel hervorragend, was die Steuerung angeht und der Kampf gegen andere Räuber fühlt sich hervorragend an, während die Jagd auf Beutetiere sehr befriedigend ist. Außerdem gibt es mehrere Steuerungs-Schemata und die Möglichkeit der Kameraanpassung, falls einem die Standardeinstellung nicht zusagt.

Optisch sieht Maneater soweit wie ich bisher gespielt habe sehr gut aus und die einzelnen Fische sowie andere Fluss- & Meeresbewohner sehen toll aus. Auch die deutsche Lokalisierung ist gelungen, besonders der Sprecher aus dem Off hat eine unterhaltsame Stimme, irgendwie permanent sarkastisch klingt. Ich mag das. Auch akustisch klingt das Spiel solide.

Alles in allem ist mein erster Eindruck sehr positiv und ich bin gespannt wie sich das Spiel weiterhin entwickelt. Allein für die Kreativität einen Hai zu spielen lohnt sich ein Blick, aber auch abseits davon hat Maneater viele interessante Ideen zu bieten, was etwas frischen Wind in das Rollenspiel Genre bringt. Achja zum Ende noch ein Lob von mir als Tierliebhaber; die Nutzung eines Bullenhais ist sehr clever, da dieser Prädator in Süß- & Salzwasser leben kann!

Ein Blick oder zwei auf Maneater schaden nicht und sobald ich das Spiel durch habe kommt eine entsprechende Rezension.

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Klein aber sehr fein! | Trine Enchanted Edition | Review [Playstation 4]

Titel: Trine Enchanted Edition
Entwickler: Frozenbyte
Publisher: Nobilis
Plattform: PC, PS3/4, Wii U, Nintendo Switch

Mit Trine Enchanted Edition habe ich ein kleines, aber überraschend gutes Action-RPG, inklusive tollen Genremix, abgeschlossen!


Mehr Spielerezensionen:

Captain Toad: Treasure Tracker

Rage 2

Concrete Genie

Shadow of the Colossus

Final Fantasy VII Remake Part A

Final Fantasy VII Remake Part B


Die Handlung von Trine ist eigentlich komplett nebensächlich, aber dennoch unterhaltsam. Per Zufall treffen ein Dieb, ein Magier und ein Krieger bei einer Schatzkiste aufeinander. Diese drei verschmelzen durch das Artefakt Trine zu einem Wesen und müssen nun die beiden anderen Fragmente des Artefakts finden, sowie das Königreich vor der Bedrohung durch die Untoten retten. Mit dieser simplen Motivation springt, klettert, kämpft und zaubert sich nun durch 15 Level von links nach rechts und erfreut sich am hervorragenden Gameplay von Trine. Dieses kombiniert Puzzle-Rätsel mit Jump ‘n Run und Action-RPG Elementen, was überraschend harmonisch funktioniert, aber dies liegt auch an der harmonischen Ergänzung der Fähigkeiten der drei Helden. Während der Magier Plattformen & Würfel erschaffen kann, sowie Telekinese einsetzt, kann die Diebin einen Enterhaken einsetzen und aus der Distanz kämpfen, während der Krieg ein Mann für‘s Grobe ist und über mehr Stärke verfügt.

In jedem Level kann man extra Erfahrungspunkte sammeln, muss zwischen den drei Figuren wechseln und die mal komplexeren, mal simpleren, mal schwereren Rätsel/Geschicklichkeitspassagen meistern. Allgemein ist das Spiel sehr fair im Anspruch und frustriert nur selten. Die Erfahrungspunkte münden in Skillpunkten, mit denen die Fähigkeiten der Figuren verbessert werden können.

Eine weitere große Stärke ist die Möglichkeit, jeden Level grundlegend auch nur mit einer Figur zu meistern, was den Reiz der Herausforderung steigert. Es gibt auch einen Coop-Modus, aber mangels zweitem Mitspieler, kann ich dazu leider nichts dazu sagen. Was jedoch Erwähnung finden muss, ist die geniale Physik-Engine des Spiels, welche den Anspruch steigert und zum fröhlichen Experimentieren einlädt.

Ebenfalls lobenswert ist die Optik, die das Spiel zu einem abwechslungsreichen Augenschmaus macht und über den regelmäßigen Blur in manchen Levels hinwegsehen lässt. Der Soundtrack fügt sich mit den abenteuerlichen Noten perfekt im Hintergrund ein, während die deutschen Texte des Erzählers stimmig sind, aber die Dialoge zwischen den drei Figuren eher belanglos erscheinen.


Zusammengefasst ist Trine Enchanted Edition ein hervorragend kleines Action-Adventure-Puzzle-Jump ‘n Run für zwischendurch, das ein großartiges Gameplay bietet und alle anderen Aspekte des Spiels darum versammelt. Ich kann das Spiel definitiv empfehlen und vergebe für Trine Enchanted Edition ein verdientes spielenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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To the Moon [Nintendo Switch] | Review | 16 Bit Wahnsinn #7

Titel: To the Moon
Entwickler: Freebird Games
Publisher: Freebird Games
Plattform: PC, OS X, Linux, Android, iOS, Nintendo Switch

Der 16 Bit Wahnsinn geht in die siebte Runde und endlich konnte ich ein Spiel nachholen, welches ich seit fast einem Jahrzehnt auf der „Must have“-Liste habe. To the Moon übt seit langer Zeit bereits eine gewisse Faszination auf mich aus und der Durchlauf hat sich gelohnt!


16 Bit Wahnsinn Übersichtsseite


Die beiden Angestellten der Sigmund Corp., Dr. Eva Rosalene und Dr. Neil Watts, erhalten den Auftrag den letzten Wunsch von John Wyles zu erfüllen. Er will zum Mond. Um diesen Auftrag zu erfüllen hat der Arbeitgeber der Doktoren ein Gerät entwickelt mit dem der Wunsch beziehungsweise die Erinnerung künstlich aufgebaut und eingepflanzt werden kann. So begeben sich Eva & Neil auf eine emotionale Reise in das vergangene Leben von John Wyles und mehr als sie gedacht haben …

To the Moon lebt von der Handlung und baut diese in fünf Akten auf. Dabei weißt die Geschichte viele Facetten auf und ist mal traurig, mal lustig, mal rührend, mal erschütternd aber immer mit viel Herz erzählt sowie inszeniert. Was das Spiel in der Handlung & Erzählung bietet, fehlt ihm dafür beim Gameplay, welches sehr simpel ausgeführt ist und in erster Linie aus dem Erkunden der Spielgebiete besteht, um so Hinweise zu entdecken, welche wiederum zum nächsten Abschnitt führen. Dabei wollen kleinere Rätsel gelöst werden, die jedoch sehr simpel sind!

Optisch begeistert To the Moon durch die 16 Bit Grafik und zeigt, was die RPG Maker Engine zu bieten hat, wenn man etwas Mühe in sein Projekt steckt. Der Stil ist es auch, der To the Moon etwas zeitloses verleiht und das Spiel auch nach fast 10 Jahren immer noch angenehm für das Auge macht.

Neben der Handlung ist der Soundtrack, aus der Feder von Kan Gao, eines der großen Highlights von To the Moon. Die musikalische Untermalung des Spiels trägt sehr viel zur Atmosphäre bei und verstärkt die vermittelten Emotionen um ein vielfaches. Besonders das Stück To the Moon ist absolut hörenswert und kann, wie auch der restliche Soundtrack, problemlos außerhalb des Spiels angehört werden!

Kurz und knapp zusammengefasst ist To the Moon ein ebenso liebevolles wie hervorragendes erzähltes Abenteuer, dass durch seine Handlung sowie den Soundtrack gefällt. Dem Gegenüber steht ein seichtes Gameplay aber eine sehr schicke 16 Bit Optik. To the Moon hat sich dennoch ein spielenswert verdient und ist für jeden Fan von Story Adventures geeignet!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Danke Capcom! | Resident Evil 3 (Remake) | Review [PS4]

Titel: Resident Evil 3
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2020

Nach 5 Stunden, 24 Minuten und 29 Sekunden lief der Abspann an. Das Resident Evil 3 Remake hat mich bereits in der Demo zu unterhalten gewusst und das fertige Spiel war ein echtes Erlebnis!


Mehr zum Thema Resident Evil findet ihr hier!


Während des Racoon City Vorfalls, dem Ausbrauch des T-Virus in der Stadt Racoon City (zeitlich vor und während Teil 2), muss Jill Valentine, ein ehemaliges Mitglied der Sondereinheit S.T.A.R.S., die Flucht ergreifen, um nicht von den Infizierten gefressen zu werden. Auf der Flucht vor dem schrecklichen Nemesis, ein Supermutant, der Jill verfolgt, verbündet sich unsere Heldin mit Carlos Olivera, einem Mitglied von Umbrellas Spezialeinheit. Zusammen stellen sich beide dem Überlebenskampf und dem zahllosen Schrecken, den die Hölle, die Racoon City wurde, zu bieten hat. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Erzählerisch und inszenatorisch wirkt das Resident Evil 3 Remake aus James Cameron’s Feder. Die Handlung bietet, ebenso wie das Gameplay, ein sehr hohes Tempo, wodurch das Spiel nie gestreckt wirkt. Jill Valentine ist eine hervorragend geschriebene Powerfrau, die einerseits knallhart ist, aber gleichzeitig menschlich wirkt und einen starken Gerechtigkeitssinn hat. Wie Carlos selbst erwähnt, ist sie mutiger als er, wobei er ziemlich taff ist und sich perfekt mit ihr ergänzt. Aus Spoilergründen werde ich nicht detailliert auf den zweiten Bösewicht neben Nemesis eingehen, aber den hätte es grundlegend nicht gebraucht. Der seelenlose Supermutant reicht bereits als wichtiger Plotpunkt.


Das Resident Evil 3 Remake vereint die Kernelemente des Resident Evil Franchise und steckt diese in ein modernes Gewand, wie es bereits das Remake des zweitens Teils war. Resident Evil 3 ist actionlastiger als sein Vorgänger, aber die Mischung aus Kampf, Ressourcenmanagment, sowie dem Lösen simpler Rätsel funktioniert hervorragend. Nemesis ist im Endeffekt die präsentere Form von Mr. X und ein wesentliches Spielelement. Sobald er auftaucht, sind Flucht und/oder Kampf angesagt, wobei während der Erkundung der dunklen Straßen Nemesis ruhig noch prominenter hätte sein können.

Abseits des regulären Spiels gibt es Herausforderungen, die Punkte vergeben, mit denen man sich nach dem Spiel Kostüme, Waffen, oder unterstützende Gegenstände kaufen kann. Ergänzend dazu kann man Waffenmodifikationen suchen, oder Figuren, ähnlich den Sammelgegenständen aus älteren Teilen, abschießen. Zweitgenannte Aufgabe ist Teil der Herausforderungen.


Optisch gefällt das Resident Evil 3 Remake sehr und besticht in erster Linie durch die hervorragende Setzung von Licht & Schatten, welche die Atmosphäre äußerst stimmig in Szene setzt. Die Mischung aus Horror & Action sorgt für einen Kontrast zum Vorgänger, die einen geringeren Gruselfaktor zu bieten hat, aber dennoch dicht genug ist, um Spannung zu erzeugen.

Es gibt im Spiel aber nicht nur was auf die Augen, sondern auch einiges auf die Ohren. Die deutsche, japanische & englische Sprachausgabe sind hervorragend, wobei ich das Spiel auf Englisch durchgespielt habe.

Der Soundtrack ist in diesem Teil mehr als nur ambientische Hintergrundmusik und trägt gern zur treibenden Atmosphäre bei.


Zusammengefasst ist das Resident Evil 3 Remake nicht eine weitere Rückkehr des Horrors, wie das 2er Remake, sondern viel mehr die Evolution davon. Viele Stärken des Vorgängers wurden übernommen und durch mehr Action, sowie ein höheres Tempo ergänzt. Dazu kommt einer der besten Schurken aller Zeiten, dessen Design von gewaltig bis eklig reicht. Trotz seiner relativ kurzen Spielzeit war es eine grandiose Erfahrung und neben dem Multiplayer (gesonderte Review folgt) bietet das Remake genug Material für weitere Durchläufe. Über so manche kleinere Schwächen im technischen Bereich, wie Gegner, die alles machen, nur nicht kämpfen, sieht man gern hinweg, da das Spiel als Komplettpaket sehr gut funktioniert.

Ich kann das Resident Evil 3 Remake sehr empfehlen, da Einsteiger wie Neulinge ein unterhaltsames Abenteuer in der Stadt der Verdammnis bekommen, das wunderschön anzusehen ist, viel Action und etwas Gruselwusel bietet, aber auch eines zeigt. Resident Evil sitzt auf dem Thron des Survival-Horror Genres!

Somit vergebe ich für das Resident Evil 3 Remake die Wertung absolut spielenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Sniper Elite 4 (Singleplayer) | Review [Playstation 4]

Titel: Sniper Elite 4
Entwickler: Rebellion Developments
Publisher: Rebellion Developments
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2017

Sniper Elite 4 kurz zusammengefasst, ein Sanbox-Third-Person-Stealth-Shooter mit einem starken Fokus auf den Einsatz des Scharfschützengewehrs. Fehlen eigentlich nur noch Abschnitte mit Fahrzeugen, aber das wäre wohl zu viel geworden.

Der aktuellste Ableger der Hauptreihe aus dem Hause Rebellion bietet neben viel Mehrspieler-Content und einem Wellen-Modus auch eine interessante Singleplayerkampagne und die sehen wir uns heute an!


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Italien im Jahr 1943. Um die Ladnung der Alliierten in Italien zu ermöglichen und die Bedrohung durch eine experimentelle Waffe zu stoppen, wird Karl Fairburne, der elitärste aller Scharfschützen, entsandt, um in einer Reihe gefährlicher Missionen die Bedrohung durch die Waffe abzuwenden, ranghohe Mitglieder der Wehrmacht zu eliminieren und dabei den Widerstand gegen das Nazi Regime zu unterstützen.

Lasst mich ehrlich sein, die Handlung von Sniper Elite 4 ist auf dem Papier sehr interessant und wird auch in den Zwischensequenzen vor und nach jeder Mission vorangetrieben. Allerdings ist sie im Endeffekt nur ein Mittel zum Zweck, damit Karl in den 8 Missionen auch was Sinnvolles zu tun hat. Ergo, das Gameplay steht klar im Fokus des Spiels und die Handlung dient nur zum world building innerhalb von Sniper Elite 4.

In 8 Missionen mit einem, oder mehreren Hauptzielen, sowie einigen Sekundärzielen, steht es dem Spieler grundlegend frei, die Art des Vorgehens zu wählen. Man kann sich durch die Missionen schleichen, aber ebenso offene Schusswechsel mit den Feinden provozieren, Fallen stellen und einiges mehr. Durch dieses Sandbox-Gameplay, sowie den unterschiedlich beschaffenen Missionsgeländen, ist der Wiederspielwert enorm hoch und klar eine der größten Stärken von Sniper Elite 4. Es ist ungemein befriedigend, Hinterhalte für die Feinde zu stellen, oder ganz simpel auf leisen Pfaden durch die Missionen zu schleichen, aber auch brachiale Gewalt kann manchmal zum Ziel führen, birgt jedoch gewisse Risiken.

Die K.I. der Feinde ist stark abhängig vom Schwierigkeitsgrad und erst ab schwer kommt die taktische Komponente von Sniper Elite 4 wirklich heraus. In diesem Schwierigkeitsgrad suchen Feinde zuerst einzeln und kurz darauf in Gruppen nach dem Spieler, sobald sich dieser zu auffällig verhält. Ebenso führen sie Sturmangriffe aus, „graben“ sich in Deckungen ein, wechseln die Position, oder versuchen, den Spieler zu umzingeln, wenn sich dieser in einem zu offenen Versteck aufhält.

Dazu kommen verschiedene Klassen an Feinden, die sich primär zwar alle gleich verhalten, aber sekundär eigene Manöver ausführen. Offiziere rufen Verstärkung und bilden Trupps, ebenso wie Funker. Andere fordern Artillerieschläge an, oder arbeiten ebenfalls mit Scharfschützengewehren.

Karl ist allerdings alles andere als wehrlos. Ihm stehen verschiedene Scharfschützengewehre, Pistolen und Sekundärwaffen zur Verfügung. Dieses Arsenal wird durch allerhand Sprengstoff ergänzt und wenn alle Stricke reißen, kann Karl auf eine kleine Palette an Nahkampfangriffen zurückgreifen.

Optisch besticht Sniper Elite 4 vorallem durch die Abwechslung der einzelnen Gebiete. Von Wäldern über Städte und Küstenabschnitte bis hin zu Bunkeranlagen ist alles dabei, was angenehm ins Auge sticht. Besonders alle Abschnitte, in denen man sich viel in der Natur befindet, sehen hervorragend aus und gefallen auch durch ein harmonisches Licht & Schatten Spiel. Die Charaktermodelle sehen etwas zweckmäßiger aus und besonders die Gegner sind eine einzige Klonarmee. Zumindest alle Figuren mit Namen unterscheiden sich ausreichend im Aussehen, damit sie bequem auseinandergehalten werden können.

Der Soundtrack von Sniper Elite 4 reicht von ambientischen Hintergrundklängen bis hin zu treibenden Themen, je nach Situation für den Spieler. Wo jedoch der Soundtrack punktet, bleibt die deutsche Synchronisation hinter den Erwartungen und glänzt durch einen gewissen Trashfaktor.

Zusammengefasst bietet Sniper Elite 4 eine solide Singleplayerkampagne, deren Fokus klar auf dem Gameplay, sowie der Freiheit für den Spieler liegt aber auch optisch für genug Abwechslung sorgt um den Spieler bei Laune zu halten. Neben den Hauptzielen und Nebenzielen bietet die Kampagne diverse Herausforderungen und Sammelaufgaben, was das präzise Erkunden fördert und den Fokus auf das Gameplay weiter unterstreicht.

Wer sich auf das offene taktisch-offensive Gameplay einlassen kann, wird in den 8 Missionen sehr gut unterhalten und auf höheren Schwierigkeitsgraden eine angemessene Herausforderung bekommen, die jedoch nie unfair wird, sondern vom Vorgehen des Spielers abhängig ist.

Somit erhält der Singleplayer von Sniper Elite 4 die Wertung spielenswert, da das Gameplay über viele Schwächen hinwegsehen lässt.

Das war von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Blair Witch | Review [Playstation 4]

Titel: Blair Witch
Entwickler: Bloober Team
Publisher: Lionsgate Games
Plattform: Windows, PS4, Xbox One
Release: 2019

Das Blair Witch Franchise gehört zu den wenigen Vertretern des Horrorgenres, die einfach nicht tot zu kriegen sind. 2019 erschien, 20 Jahre nach Release des großartigen ersten Films, ein weiteres Sequel, diesmal jedoch als Videospiel und das schauen wir uns heute an!


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Zwei Jahre sind seit dem Verschwinden von drei Stunden in den Wäldern um das Städtchen Burkittsville vergangen. Der Kriegsveteran Ellis Lynch reist in den Black Hills Forest, um die örtlichen Kräfte bei der Suche nach dem vermissten Jungen Peter zu unterstützen. Begleitet wird er dabei von seinem Hund Bullet. Die Suche entwickelt sich schnell zu einem psychologischen Trip durch die Hölle, da irgendwas in den Wäldern lauert und niemanden mehr gehen lässt, der sich zu tief hineinwagt …

Erzählerisch hält sich Blair Witch (2019) eng an das restliche Franchise, erzählt dabei jedoch seine eigene Handlung, die trotz bekannter Plotelemente frisch wirkt und starke Einflüsse anderer Spiele des Entwicklers Bloober Team aufweist. Besonders Layers of Fear hat einen Fingerabdruck in puncto Storytelling hinterlassen, was aber eher positiv anzumerken ist und den psychologschen Horror des Spiels noch etwas intensiviert und sich mit dem Thema PTS auseinandersetzt.

Leider kann die Handlung von Blair Witch (2019) nicht vollends bis zum Schluss fesseln, da der erzählerische Bogen zum Ende der 17 Kapitel hin etwas arg überspannt wird. Daran ändern auch die 4 (5) alternativen Enden nur wenig, wobei sich dadurch eine gewisser Widerspielwelt bietet.


Das Gameplay von Blair Witch (2019) erinnert an eine Mischung aus Layers of Fear, Firewatch & Alan Wake, was eine ebenso wagemutige wie interessante Mischung ist. Im Fokus steht das Erkunden des Waldes um Peter zu finden. Dabei steht dem Spieler der treue Hund Bullet zur Seite, der Gegenstände finden kann, vor Gefahren warnt und einem den Weg weisen kann.

Je nach Aktion/Verhalten des Spielers wird beispielsweise Bullets Schicksal und somit zum Teil die Endsequenz beeinflusst, was relativ viel Freiheit im Spielverlauf erlaubt und dazu anregt, die Gebiete in den 17 Kapiteln zu erkunden. Dadurch findet man auch die zahlreichen Sammelgegenstände, die unter anderem die Spielwelt vertiefen.

Natürlich darf auch der Kampf gegen Monster nicht fehlen, wobei sich diese relativ leicht durch den Lichtstrahl der Taschenlampe bezwingen lassen.


Eine der großen Stärken von Blair Witch (2019) ist die optische Präsentation und die Atmosphäre, die im Verlauf des Spiels vom unheimlichen Wald zum surrealen Horrortrip mutiert und den Spieler durch die unterschiedlichsten Teile des Waldes, sowie die Psyche Ellis führt. Die zahlreichen Ortswechsel sorgen für eine hohe Dynamik und können mitunter etwas anstrengend werden, wenn die Wegfindung Probleme, durch eigenes Verschulden oder Bugs, bereitet. Gewisse Gebiete sind auch einen Tick zu lang für‘s eigene Wohl, was sich besonders zum Schluss und in der Mitte bemerkbar macht.

Die Nutzung der Unreal Engine 4 tut dem Spiel definitiv gut und erlaubt eine detaillierte Gestaltung des Gruselwalds. Besonders die Licht/Schattensetzung sieht großartig aus und verleiht dem Spiel einen Großteil der dichten Atmosphäre.

Wie bereits erwähnt, wird das Spielerlebmis durch gelegentliche Bugs, welche den Hund Bullet betreffen, getrübt. Dieser fliegt mal durch die Luft, bleibt in der Textur stehen, oder stellte komplett seinen Dienst ein, was zum Neuladen zwingt, also auf jeden Fall regelmäßig auf mehreren Spielständen abspeichern!


Zusammengefasst ist Blair Witch (2019) ein solides Horrorspiel im Stil von Layers of Fear, das sich an die Konventionen des Blair Witch Franchise hält, psychologischen Horror nutzt und gleichzeitig frisch in der Handlung wirkt. Leider überspannt das Spiel gern mal den erzählerischen wie spielerischen Spannungsbogen, was gern für kleinere Durchhänger sorgt. Weiters trüben Bugs in Bezug auf den Hund immer wieder den Spielfluss, aber auf der anderen Seite haben wir eine tolle optische Präsentation, abwechslungsreiche Schauplätze, eine dichte Atmosphäre, sowie ein umfassendes Gameplay. Für Genrefans ist Blair Witch (2019) definitiv einen Blick wert, was mich zur Wertung spielenswert- führt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Eine nautische, emotionale Reise! | Sea of Solitude | Review [Playstation 4]

Titel: Sea of Solitude
Entwickler: Jo-Mei Games
Publisher: EA
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Relase: 2019

Ich bin ja Besitzer eines EA Access Abo’s und endlich habe ich diese kleine Investition genutzt und Sea of Solitude durchgespielt. Es handelt sich hierbei um ein kleines, emotionales Abenteuer auf hoher See aus Deutschland!


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Shadow of the Colossus


Kay erwacht auf meinem Boot, mitten auf einem namenlosen Ozean treibend, und unter ihr befindet sich eine versunkene Stadt. Sie begibt sich auf eine Reise, um herauszufinden, wo sie ist, warum sie hier ist und was es mit den Monstern auf sich hat. Dabei muss sie sich ihren inneren Dämonen und Problemen der Vergangenheit stellen …

Sea of Solitude mag erzählerisch kein Meilenstein sein, nimmt den Spieler aber mit auf eine emotionale Reise in die Vergangenheit der Protagonistin Kay und all der Probleme ihrer Mitmenschen, die sie immer ignoriert, oder nicht mitbekommen hat. Dabei werden Themen wie emotionale Isolation, Mobbing und Eheprobleme, sowie existenzielle Krisen behandelt, allerdings mit der Hoffnung, dass alles und jeder wieder gut wird.


Spielerisch ist Sea of Solitude dem Genre Adventure zuzuordnen. Der Spieler erkundet verschiedene Orte der recht offenen Spielwelt und erfährt dabei immer mehr über Kay‘s Vergangenheit, hilft ihr, diese zu bewältigen und gleichzeitig die Zukunft zu gestalten.

Obwohl das Erkunden der Welt im Fokus steht, bleiben die Gameplayelemente recht übersichtlich, da man ausser Springen und Leuchtsignale abfeuern, für die Orientierung und Vertreibung der Schatten, nicht viel macht. Leider verfügt das Spiel auch über nur wenige Rätsel und die paar sind auch keine wirkliche Herausforderung.

Abseits der Handlung gibts es in der Welt von Sea of Solitude, bis auf zwei Sammelaufgaben, nichts zu tun, aber das ist nur bedingt schlimm, da die Spielwelt andere Stärken zu bieten hat.


Zu diesen Stärken gehört die Inszenierung und optische Gestaltung der Welt. Hier erinnert Sea of Solitude stark an Shadow of the Colossus, eine offene Spielwelt mit einigen handlungsrelevanten Orten und jeder Menge Einsamkeit. In diesem Fall ist Einsamkeit jedoch nicht durch die Einfallslosigkeit der Entwickler bedingt, sondern ein Stilmittel, welches sich in das Szenario und die Handlung einfügt.

Da Wasser einen gigantischen Bestandteil der Spielwelt ausmacht, ist die Farbe blau vorherrschend, was die Tiefe der Handlung nochmals unterstreicht, da man nicht weiß, was unter der Oberfläche schlummert, ähnlich wie es sich mit menschlichen Emotionen verhält, über die wenig gesprochen wird.

Atmosphärisch ist die Einsamkeit die zentrale Emotion von Sea of Solitude. Sie wird durch die oben erwähnten Themen mal vertieft, mal in den Hintergrund gerückt, jedoch ist sie immer präsent.

Sea of Solitude arbeitet mit einer Mischung aus Soundtrack, ambientischen Klängen und der tollen Leistung der Synchronsprecher, was akustisch eine ganz eigene Harmonie ergibt und ebenso zur Atmosphäre beiträgt, wie die restlichen Stärken des Spiels.


Zusammengefasst ist Sea of Solitude weniger ein Spiel, sondern mehr eine emotionale Reise in die Abgründe und Vergangenheit der Protagonistin Kay, deren düsterer Ton allerdings von einer Prise Hoffnung auf die Wiederherstellung des Idealzustands begleitet wird. Auch wenn das Spiel weniger Gameplay bietet, als möglich ist, besitzt es mehr Tiefgang als die meisten anderen emotionlastigen Adventures auf dem Markt. Wer ein Spiel sucht, das durch seine Atmosphäre und Handlung besticht, wird bei Sea of Solitude auf jeden Fall fündig werden!

Ich vergebe für das Spiel die Wertung spielenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Everdark Tower [Nintendo Switch] | Review | 16 Bit Wahnsinn #6

Wie auf Patreon angekündigt, wird die Reihe 16 Bit Wahnsinn zurückkehren und heute ist es endlich soweit. Mit einem sogenannten Pocket-sized-RPG, sprich einem kurzen Rollenspiel für Zwischendurch, meldet sich dieses viel zu sehr vernachlässigte Format zurück!


16 Bit Wahnsinn Übersichtsseite


Die Zeit steht still … überall auf der Welt. Monster bedrohen das Überleben der Menschen und durch einen mysteriösen Traum macht sich der Spieler auf den Weg nach Curren Town. Dort befindet sich der Uhrturm, der nicht mehr funktioniert und somit die Zeit still stehen lässt. Zusammen mit ein paar Gefährten muss der Held das Rätsel des Uhrturms lösen und die Welt aus dem Stillstand befreien …

Erzählerisch gehört Everdark Tower nicht zu den Meilensteinen im Genre, aber das Konzept der Handlung an sich, ist sehr erfrischend und wurde in dieser Form bisher selten genutzt. Durch die Einfachkeit wird dem Helden auch ein klares Ziel gegeben, das er stringent verfolgt und gleichzeitig eine gewisse Epik beinhaltet, da es simpel um die Rettung und die Wiederherstellung des Zeitflusses geht.

Optisch weiß das Spiel mit Charme den Spieler in diese kleine, fremde Welt zu entführen und besonders beim Gegnerdesign kann Everdark Tower beispielsweise durch einen Phönix, oder eine monströse Spinne punkten. Allerdings weiß auch die Spielwelt durch so manchen optischen Kniff wie den namensgebenden Glockenturm zu gefallen. Ergänzend dazu sorgt ein unaufälliger Soundtrack für eine angenehme Geräuschkulisse im Hintergrund.

Das Gameplay von Everdark Tower ist schnell und sehr simpel. Im Endeffekt funktioniert es ähnlich wie die klassischen 16 Bit Rollenspiele mit einem rundenbasierten Kampfsystem, in dem der Spieler diverse Aktionen auswählt und manchmal verheerende Spezialangriffe vom Stapel lässt. Dazu kommen in der Spielwelt ein paar simple Rätsel zum Einsatz, deren Komplexität aber nie über Schalterrätsel hinausgeht!

Zusammengefasst ist Everdark Tower ein kleines, unterhaltsames RPG für Zwischendurch, das für einen schmalen Taler für zwei bis drei Stunden ein gelungenes Abenteuer bietet, welches durch seine Einfachheit glänzt und dabei eine überraschend hohe Qualität bietet!

Ich erachte Everdark Tower als durchaus spielenswertes Pocket-sided RPG, das eine Empfehlung verdient.

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Die Evolution des Survival-Horrors! | The Evil Within | Gedankenspiel/Review

Titel. The Evil Within
Entwickler: Tango Gameworks
Publisher: Bethesta Softworks
Plattform: PC, PS3/4, Xbox 360/One
Release: 2014

Shinji Mikami ist wohl der wichtigste Name für das Survival-Horror Genre. Mit Resident Evil (1996) hob er das Genre in den Mainstream, 2005 startete er mit Resident Evil 4 die Revolution und 2014 leitete er mit The Evil Within die Evolution des Genres ein, indem er Action-Horror mit Survival-Horror kombinierte und dies so harmonisch tat, wie es davor niemanden gelang.

Damit herzlich willkommen zu The Evil Within, der Evolution des Survival-Horrors und einem Spiel, dass ich jahrelang einfach nicht zu schätzen wusste, obwohl es so viele Dinge richtig macht!

Anm.: In diesem Beitrag konzentriere ich mich rein auf das Grundspiel ohne Erweiterungen.

Anm. 2: Ich finde es so schade, dass der Originaltitel PsychoBreak nicht bei uns Verwendung gefunden hat. Dieser ist doch wesentlich griffiger als The Evil Within.


Hauptcharakter des Spiels ist Detective Sebastian Castellanos, der zusammen mit seinen Partnern Kidman & Joseph, einen grausamen Massenmord in einem Sanatorium untersuchen muss. Kaum im Sanatorium angekommen, wird Sebastian von einer mysteriösen Gestalt mit Kapuze attackiert, was ihm eine Gefangennahme in einem Schlachthaus einbringt. Kaum ist Sebastian aus dem Schlachthaus/Sanatorium entkommen, erwartet ihn und seine Gefährten ein Trip durch die Hölle und den Wahnsinn des Geistes. Während Sebastians Odyssey wird immer mehr Licht ins Dunkel gebracht, was hinter dem Grauen steckt, in das er geraten ist …

Erzählerisch kombiniert The Evil Within Elemente aus Silent Hill & Resident Evil, was quasi das Beste aus dem Survival-Horror Genre bietet. Die Handlung mag zu Beginn konfus und ohne roten Faden wirken, entwickelt sich aber zum Schluss hin hervorragend, dank clever gesetzten Twists, die Licht ins Dunkel bringen, aber gleichzeitig neue Fragen aufwerfen, allerdings wird zum Ende hin (fast) alles, was es mit dem Grauen auf sich hat, enthüllt.

Ähnlich wie in Silent Hill und Resident Evil bleibt der Plot über das gesamte Spiel präsent, wird durch diverse Schriftstücke erweitert und kontinuierlich vorangetrieben, bremst aber nie das Gameplay aus.


Spielerisch kehrt Shinji Mikami mit The Evil Within zu den Wurzeln des Survival-Horror-Genres zurück und orientiert sich an Resident Evil 1 bis 4. Im Zentrum steht der Kampf ums Überleben, das clevere Verwalten von Ressourcen, das Lösen von Rätseln und dem zeitweiligen Kampf gegen Bosse.

Somit rückt die Action, obwohl sie immer noch präsent ist, in den Hintergrund und sorgt für ein langsameres Spieltempo. Auch besteht die Möglichkeit viele der Gegner einfach zu umrunden, um kostbare Munition zu sparen oder Feinde mit Schleichangriffen auszuschalten. Die Bosse sind ebenfalls eine Erwähnung wert, da sie sich in der Inszenierung aber auch in der Art des Kampfes angenehm voneinander abheben.

Manche Bosse wollen im direkten Kampf mit brachialer Waffengewalt bezwungen werden, andere benötigen eine bestimmte Taktik und vor einigen muss man flüchten!

Um am Puls der Zeit zu sein, verfügt The Evil Within über einen Skilltree, mit dem das Inventar, die Waffen und die Eigenschaften von Sebastian verbessert werden können, damit er dem allgegenwärtigen Grauen länger standhalten kann. Waffen ist auch ein passendes Stichwort, da das Arsenal von Sebastian zwar recht überschaubar, aber vielfältig genug ist, um in der jeder Situation wehrhaft zu sein. Im Detail besteht das Arsenal aus einem Revolver, einer Schrotflinte, einem Scharfschützengewehr und der ikonischen Qualenarmbrust mit diversen Bolzen. Sekundär stehen Sebastian sein Kampfmesser, Handgranaten und Streichhölzer zum endgültigen Eliminieren der regulären Gegner zur Verfügung.

Ein paar Waffen mehr können durch das Erfüllen diverser Bedingungen freigeschaltet werden .


Optisch wirkt The Evil Within leider etwas altbacken, obwohl der grafische Stil viel zur Atmosphäre beiträgt und den Eindruck eines alten Horrorfilms erweckt. Dazu kommen diverse grafische Effekte, die diesen Eindruck verstärken und gleichzeitig dem Spiel einen surrealen Touch geben. Auf optischer Ebene wirkt The Evil Within ebenfalls wie eine Mischung aus Resident Evil und Silent Hill, da die Schauplätze stark an Resident Evil erinnern, jedoch die surreale Note einem Silent Hill gleicht.

Auf akustischer Ebene gefällt The Evil Within auf jeden Fall. Seien es nun die ambientische Hintergrundmusik, treibende Themen im Kampf, oder das ikonische Claire de Lune, das erklingt wenn sich Sebastian in die Zwischenwelt zurückzieht um zu speichern oder wenn der Skilltree verbessert werden soll. Das Musikstück Claire de Lune entfaltet auch eine tröstende Wirkung, die im krassen Kontrast zum allgenwärtigen Horror im Spiel steht.


Ist The Evil Within also die Entwicklung des Survival-Horror-Genres? Ja absolut, das Spiel schafft es, moderne Eigenschaften mit klassischen Tugenden des Genres zu kombinieren und so eine moderne Interpretation eines klassischen Videospielgenres zu erschaffen. Bis auf die optische Komponente vermag The Evil Within in allen Punkten vollends zu gefallen, was dem Spiel ein verdientes spielenswert+ einbringt!

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Simpel aber doch unterhaltsam!| Rage 2 | Review

Ich habe eine Schwäche für total übertriebene Shooter. Am besten noch ein extravagantes Setting (oder einfach die Postapokalypse) und schon bin ich zufrieden. Rage 2 gehörte zu den Spielen, welche ich bei Release links aus mangelndem Interesse liegen ließ.

In der zweiten Jahreshälfte habe ich mir das Spiel jedoch geholt und den Kauf definitiv NICHT bereut!

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Rage 2 spielt auf einem dystopischen Planeten, der von Mutanten bevölkert wird, nachdem ein Asteroid einschlug. Der Spieler übernimmt die Rolle von Walker, dem letzten Ranger, nachdem seine Organisation von der Obrigkeit, einem Mutanten-Regime, attackiert wurde. Mit dem Auftrag, die Obrigkeit mithilfe von Projekt Dagger zu besiegen macht sich Walker auf die Suche nach Verbündeten …

Die Handlung von Rage 2 passt auf einen übergroßen Bierdeckel, aber das macht auch nichts, denn das Spiel macht genau das richtig, was viele andere Actionspiele gern verpatzen. Im Zentrum steht das Gameplay und die Handlung ist unterhaltsames Beiwerk, wobei die Story um faschistische Mutanten, irre Millionäre und einen moralisch etwas fragwürdigen Hauptcharakter im Kern zu gefallen weiß.

Wie man es sich bereits denken kann, ist Rage 2 ein Ego-Shooter, okay das Spiel ist von Avalanche Studios & id Software, also muss es ein Shooter sein, der jedoch ein paar Kniffe mehr bietet, als der Einheitsbrei des Genres. Dem Spieler steht ein relativ großes Waffenrad mit konventionellen, sowie abgefahrenen Schießeisen zur Verfügung und ergänzend dazu gibt es ein paar nette Sekundärwaffen, wie einen todbringenden Boomerang. Ergänzend dazu gibt es einige praktische Sekundärfähigkeiten, wie den Dash, eine Schockwelle, oder den Defibrilator für eine zweite Chance im Kampf.

Wenn Festtagsstimmung herrscht, kann man den Overdrive nutzen, um Gesundheit zu regenieren und mehr Schaden zuzufügen.

Da Rage 2 ein Open World Game ist, muss man oft weitere Distanzen überwinden. Um diese zu schaffen, steht dem Spieler ein großer Fuhrpark zur Verfügung, von denen viele Modelle auch über Waffen verfügen.

Obwohl die Handlung, wie bereits erwähnt, recht simpel ist, greift sie untergeordnet ins Gameplay ein. Das im Zentrum stehende Projekt Dagger ermöglicht dem Spieler Upgrades für verschiedene Bereiche wie den Fuhrpark, das Movement oder die Waffennutzung. Dazu kommt die Möglichkeit von Upgrades für die Waffen & Sekundärfähigkeiten, was dem Spieler eine gewisse Individualisierung erlaubt. Somit hat man auch einen Grund, die Spielwelt zu erkunden, feindliche Basen einzunehmen, Archen zu suchen und jeden Winkel nach Ressourcen abzuklappern.

An dieser Stelle mein einziger Kritikpunkt an einem sonst grandiosen Gameplay. Das Spiel ist etwas zu leicht für‘s eigene Wohl und selbst auf den höheren Schwierigkeitsgraden lassen sich alle Situation mit regelmäßigen Upgrades relativ simpel lösen.

Was ich allerdings wirklich kritisieren muss, ist die grausige Menüführung, da jeder Tastendruck gern ein paar Sekunden braucht, um erkannt zu werden. Dazu kommt eine schlechte Übersicht, wo welche Skillbäume zu finden sind, aber im Gegenzug sieht die Karte der Spielwelt toll aus und lädt zum Entdecken ein.

Optisch ist Rage 2 kein Überflieger und besticht in erster Linie durch ein weiß-grün-braunes Ödland, das aber zumindest ein paar nette Details bietet und erahnen lässt, welche schöne Welt dies mal war. Beim Gegnerdesign gibt es relativ wenig Abwechslung, wobei man die Feinde eigentlich nicht auseinanderhalten muss … simpel auf alles schießen, was einen angreift, reicht aus. Einzig die Truppen der Obrigkeit erfreuen Fans des Body-Horrors mit ganz schön ekligen Designs. Was hingegen sehr gut ist, ist der Soundtrack, der den Wahnsinn von Rage 2 perfekt unterstreicht und angenehm an Doom, sowie andere klassische Shooter erinnert!

Alles in allem ist Rage 2 der Shooter mit dem besten Gameplay 2019 und liefert bereits einen gewissen Vorgeschmack auf das kommende Doom Eternal. Der positive Eindruck wird die kleineren technischen Macken, sowie der etwas dünnen Handlung, ein zumindest für mich verschmerzbarer Kritikpunkt, getrübt, aber unterm Strich bleibt Rage 2 ein sehr solider Shooter, der sich ein spielenswert redlich verdient hat!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Falls euch diese Rezension gefallen hat und ihr dem Blog etwas unter die Arme greifen wollt beziehungsweise das Spiel erwerben wollt, könnt ihr ihn über den unten angeführten Amazon Link kaufen, oder etwas anderes erwerben. Für euch entstehen keine weiteren Kosten, aber ich erhalte eine kleine Provision.

Rage 2 – PS4

Rage 2 – Xbox One

Rage 2 – PC


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, MrKritzi

Releasekalender | Ausgabe 01/2020

Autoren: Felix & Patrick

Herzlich willkommen zum monatlichen Releasekalender indem wir pro Ausgabe eine Übersicht auf kommende Filme & Spiele geben werden. Wir geben keine Garantie auf Vollständigkeit der Liste oder etwaige Änderungen seitens der Industrie!

Videospiele

Playstation 4

  • 17/01: Dragon Ball Z: Kakarot
  • 21/01: Moons of Madness
  • 23/01: Kingdom Hearts 3 Re:Mind (DLC)
  • 28/01: Journey to the Savage Planet

Xbox One

  • 17/01: Dragon Ball Z: Kakarot
  • 21/01: Moons of Madness
  • 23/01: Kingdom Hearts 3 Re:Mind (DLC)
  • 28/01: Journey to the Savage Planet

Nintendo Switch

  • 03/01: Dr. Kawashima’s Gehirn-Jogging
  • 17/01: Tokyo Mirage Sessions #FE Encore

PC

  • 09/01: Monster Hunter: Iceborne
  • 17/01: Dragon Ball Z: Kakarot
  • 23/01: The Walking Dead: Saints and Sinners
  • 28/01: Journey to the Savage Planet

Filme

Kino

  • 01/01: 3 Engel für Charlie
  • 02/01: Knives Out
  • 09/01: The Grudge
  • 16/01: 1917
  • 16/01: Weathering with you (Anime Sondervorstellung)
  • 17/01: Bad Boys for Life
  • 23/01: Jojo Rabbit
  • 30/01: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle

Heimkino

  • 03/01: Angel has fallen
  • 09/01: Good Boys
  • 16/01: Stuber
  • 23/01: Es Kapitel 2
  • 30/01: Angry Birds 2
  • 31/01: Rambo: Last Blood

Quellen: Releasekalender Wikipedia , Amazon.de , Megaplex.at , Nintendo.at

Ein Fazit zu Astral Chain | Gedankenspiel

Huch das hat aber ganz schön lange gedauert. Eigentlich hätte ich Astral Chain bereits vor einer Woche beenden wollen, aber aus diversen Gründen hat sich der Durchgang verlängert. Sei‘s drum, endlich habe ich dieses großartige Abenteuer beenden dürften und wie im Podcast erwähnt kommt nun mein Fazit zu Astral Chain.

Kurz gesagt: Das Spiel ist großartig, aber ich sollte diese Meinung wohl auch begründen.

Die unbestreitbar größte Stärke von Astral Chain liegt im Gameplay. Über die elf Kapitel des Spiels hinweg implementiert der Entwickler Platinum Games laufend neue Elemente und sorgt so dafür, dass der Spielfluss mit jedem Kapitel frisch bleibt. Mal bekommt man einen gigantischen Bosskampf, mal muss man Polizeiarbeit leisten und Indizien/Hinweise sammeln und mal bekommt man einen saftigen Stealthpart serviert. Dem Spiel mangelt es einfach nicht an Abwechslung und abseits dieser Beispiele wird dem Spieler genug geboten, um bei Laune zu bleiben.

Dazu kommt ein schnelles, forderndes aber auch gleichzeitig unfassbar unterhaltsames Kampfsystem, in welchem dem Spieler/der Spielerin viel Freiheit eingeräumt wird und dank den Legions sind viele verschiedene Kampfstile möglich. Besonders in den zum Schluss hin gigantischen Bossen läuft das Kampfsystem zur Höchstform auf und hier liegt eine weitere Stärke von Astral Chain, die optische Inszenierung.

Platinum Games hat wirklich ein Händchen dafür opulente Spielwelten zu erschaffen und Astral Chain bietet dabei keine Ausnahme. Es ist interessant wie faszinierend eine Spielwelt sein kann, die entweder aus einer Betonhölle von Großstadt oder einer Dimension mit massivem rot stich, besteht. Am Setting sieht man sich nicht ab, da die Schauplätze innerhalb der relativ überschaubaren Spielwelt oft rotieren und voller kleiner Details, wie beispielsweise Nebenmissionen, stecken. Das Gameplay in Kombination mit der hervorragenden Inszenierung/optischen Darstellung verzeiht auch die zugebenermaßen dünne Handlung, welche zum Schluss hin eine gewisse Epik erhält aber definitiv nicht zu den wichtigsten Aspekten des Spiels gehört.

Trotz der vielen Elemente, die Astral Chain unter einen Hut bringt, wirkt das Spiel nicht überladen, auch wenn gewisse Elemente untergehen wie das Skill-System für die Legions. Bis Kapitel 10 habe ich völlig vergessen, dass es die Möglichkeit gibt seine beschwörbaren Begleiter aufzuwerten mit roter Materie, die man im Spiel sammelt.

Ein weiteres Lob muss ich für den Soundtrack aussprechen der eine Mischung aus orchestralen & elektronischen Musikstücken bietet, aber auch die englische Synchronisation ist sehr hochwertig. Beides harmoniert perfekt mit der optischen Inszenierung und ergibt so ein stimmiges Gesamtbild.

Abschließend kann ich Astral Chain nur als wirklich tolles Spiel bezeichnen und bisherigen Climax der Spieleentwicklung von Platinum Games ansehen. Viele Elemente, die bereits andere Produktionen des Studios so gut gemacht, haben werden hier ebenfalls verwendet und durch neue Mechaniken ersetzt. Als Besitzer einer Nintendo Switch kommt man an Astral Chain nicht herum, da man selten ein so stimmiges Gesamtbild als Videospiel präsentiert bekommt.

Daher vergebe ich für Astral Chain die Wertung spielenswert+ und bedanke mich für die Aufmerksamkeit!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Alles andere als ein Traumurlaub! | Far Cry 3 Classic Edition Review | Playstation 4

Vor einiger Zeit habe ich mich bereits positiv über die Far Cry 3 Classic Edition geäußert und inzwischen habe ich das Spiel erfolgreich beendet. Ich hätte ehrlich gesagt nicht geglaubt, dass Far Cry 3 mir so viel Spaß machen würde, da ich diesen Teil jahrelang vehement abgelehnt habe aber ohne einen konkreten Grund nennen zu können. Vielleicht war ich früher einfach zu edgie und mochte populäre Spiele aus Prinzip nicht, aber inzwischen ist mein Blick auf Videospiele und mein Geschmack wesentlich gereifter. Darum solls heute auch nicht gehen. Wir geben uns in den alptraumhaften Traumurlaub von Far Cry 3!

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Eigentlich wollte Jason Brody mit seinen Brüdern Riley und Grant sowie seinen Freunden Oliver, Daisy, Keith und Liza auf der tropischen Insel Rook Island Urlaub machen aber wie so oft kommt alles anders als geplant. Die Gruppe wird von Piraten unter der Führung von Vaas gefangen genommen. Jason und sein Grant können aus der Gefangenschaft fliehen aber dabei lässt Grant sein Leben und Jason wird von Dennis, einem Mitglied des Stammes Rakyat, gefunden. Um seine Freunde aus den Händen der Piraten zu befreien, verbündet sich Jason mit den Rakyat, was ihm Zugriff auf Waffen sowie Unterstützung gewährt. Jason muss ein wahrer Krieger der Rakyat werden, denn Vaas und sein Verbündeter, der Sklavenhändler Hoyt, kennen absolut keine Gnade. So beginnt der brutale Kampf um das Leben von Jasons Freunde …

Vaas, einer der beiden Gegenspieler!

Erzählerisch ist Far Cry 3 trotz seines Alters auch mit dem Classic Edition für die aktuellen Konsolen immer noch die Speerspitze der Serie. Dies liegt an einem ganz simplen Umstand. Jason Brody ist der einzige Far Cry Protagonist, der über eine Persönlichkeit und eine Charakterentwicklung verfügt. Vom unerfahrenen Touristen zum kaltblütigen Krieger, der vor Mord nicht zurückschreckt, gehört Jasons Weg zu den besten Geschichten aus Ubisofts Portfolio und ist gleichzeitig eine der tiefgreifendsten Charakterentwicklungen aus Ubisofts Spieleschmieden. Dabei verlässt man sich auf ein bewährtes Konzept bei Ubisoft und packt Jasons Weg in eine Rachestory, was auch bei Assassins Creed im zweifelsfall immer gut funktioniert.

Außerdem fühlt sich die Handlung sehr authentisch an, was die Entwicklung Jasons vom unerfahrenen Touristen zum kaltblütigen Krieger angeht. Dazu kommen tolle Gegenspieler mit Tiefgang, wenngleich das die einzigen Figuren neben Jason sind, die wirklich Persönlichkeit haben. Leider wirkt der Rest der Nebenfiguren zwar interessant aber langfristig zu oberflächlich, um im Gedächtnis zu bleiben.

Genug von der Handlung und hin zum Gameplay. Far Cry 3 (Classic Edition) ist ein Ego-Shooter mit einer Open World, sowie einem Skillbaum und freier Vorgehensweise im Kampf. Der Kern des Gameplays teilt sich in zwei Pfade auf. Einerseits erfüllt man Mission der Hauptquest, Nebenmissionen oder spezifische Missionen (Jagd, Attentat, Lieferung) und andererseits befreit man Außenposten und Funktürme, was in noch mehr freischaltbaren Aufgaben mündet, sowie die Karte der Spielwelt weiter aufdeckt.

Durch absolvierte Aufgaben erhält man EXP, die in Stufenaufstiege und somit Fertigkeitspunkten münden, welche in drei Skillbäumen verteilt werden können. Um die „laufenden Kosten“ des Abenteuerurlaubs decken zu können, kann Geld von Feinden (durch Plündern) erhalten oder Beutegut verkaufen. Das hart verdiente Geld sollte auch nur Munition und Waffenupgrades verwendet werden, da neue Waffen durch befreite Funktürme freigeschaltet werden.

Weiters gibt es ein Crafting-System für größere Munitionstaschen, was jedoch simpel ist und durch das Jagen von Tieren sowie der weiteren Verarbeitung von Fellen vonstattengeht.

Abseits von all diesen Möglichkeiten kann man zu Fuß oder motorisiert die Insel erkunden, Tiere jagen, Pflanzen sammeln und diverse Sammelaufgaben erfüllen.

Optisch wie akustisch weiß Far Cry 3 (Classic Edition) trotz seines Alters immer noch zu gefallen und wie bereits an anderer Stelle erwähnt bietet das Spiel viele nette Details, die äußerst angenehm für das Auge sind. Die deutsche Synchronisation ist äußerst hochwertig und die wichtigsten Figuren wurden handverlesen vertont, was nur leicht durch die fehlende Lippensynchronisation getrübt wird. Besonders Gerrit Schmidt-Foß liefert eine grandiose Performance als Jason Brody ab und verleiht der Figur durch seine Stimme viel Persönlichkeit!

Zusammengefasst ist Far Cry 3 (Classic Edition) ein hervorragendes Spiel und erzählerisch der beste Teil der Reihe. Trotz seines Alters gefallen die einzelnen Mechaniken des Spiels sehr und dank einer großen Handlungsfreiheit im Kampf wird dem Spieler viel Abwechslung aber auch Spielspaß geboten. Kleinere technische Mankos wie gelegentliche Bugs oder fehlende Lippensynchronisation trüben das Gesamtbild etwas, sind, aber verschmerzbar, wenn man beispielsweise den im gleichen Jahr erschienen Assassins Creed 3 Port bedenkt.

Kann ich Far Cry 3 (Classic Edition) also empfehlen? Auf jeden Fall! Das Spiel ist hervorragend und motiviert ungemein den Pfad von Jason Brody bis zum bitteren Ende zu folgenden.

Ich vergebe für Far Cry 3 Classic Edition die Wertung spielenswert+ und bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

The Legend of Zelda: Links Awakening (2019) Special Edition unboxing | Gedankenspiel

Das The Legend of Zelda: Links Awakening Remake ist am 20.9.2019 erschienen und mein erster Eindruck zum Spiel ist sehr positiv aber das ist ein Thema für ein anderes mal. Heute stelle ich euch die Special Edition von Links Awakening (2019) vor, die meines Wissens nach völlig ausverkauft ist auf den regulären Kanälen. Lohnt sich die Special Edition? Ja definitiv und warum erzhäle ich euch jetzt!

Der Inhalt wird in einer kompakten, schicken und wertigen Box geliefert. Auf der Frontseite prangt ein wunderschönes Artwork inklusive stylischem Schriftzug und das ohne PEGI/FSK Symbole.

Die Rückseite wird mit einem Artwork einer Eule verschönert.

Nimmt man den Deckel ab kommt das Highlight zum Vorschein. Ein Steelbook in Form des alten Game Boy inklusive Cardrigde und wertiger Prägung. Die normale Hülle hat ein schönes Wendecover.

Die Innenseite des Deckels ist mit dem Windfisch bedruckt, den man wecken muss.

Das nächste Highlight ist ein Artbook im Hardcover Format, sehr hochwertigen Materialen, schönen Artworks und etwas Text. Hier wurde mitgedacht!

Alles in allem ist die Special Edition zu Links Awakeing sehr wertig und schick, wenngleich das Steelbook der wahre Grund für den Erwerb dieses Spiels ist. Leider ist kein Soundtrack dabei und weitere kleine Goodies wie ein Schlüsselanhänger oder Sticker wären sicher ebenfalls nett gewesen aber zusammengefasst ist diese Edition ein wirklich schickes Sammlerstück!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein Blick auf die PS Vita | Gedankenspiel

In einer Zeit als der Handheld-Markt von Nintendo mit der Switch und dem 3DS kontrolliert wird, ist es schwer vorzustellen, dass es einstmals ernste Konkurrenten für den Platzhirsch Nintendo gegeben hat.

Auch wenn die Geschichte der Handhelden vor Nintendo begonnen hat, so hat dieser Konzern die tragbaren Konsolen erst wirklich salonfähig gemacht neben anderen großen Namen wie Atari oder Sega, die sich beide langfristig gegen den Game Boy und seine zahlreichen Ableger/Nachfolger durchsetzen konnten. Übertroffen wurde der Game Boy nur vom Nintendo DS, besonders dem DSi mit dem man Game Boy Advance Module benutzen konnte. Nintendos großer Konkurrent Sony hat jedoch ebenfalls einen Handhelden hervorgebracht. Zwei sogar um genau zu sein (die unterschiedlichen Modell-Serien ausgeklammert). Die PSP, welche sehr erfolgreich war und die PS Vita, deren Flop-Level der Wii U entspricht. Heute geht es mir, um Sony‘s zweiten Versuch einer Handheld-Konsole zu etablieren und Nintendo die Stirn zu bieten.


Grundlegendes zur Konsole

Die Playstation Vita erschien erstmals in den Jahren 2011 (Japan) und 2012 (Europa, USA) und hatte einen Lebenszyklus bis ins Jahr 2019, was mich trotz des mauen Erfolgs außerhalb Japans positiv überrascht. Auf technischer Ebene weiß die PS Vita in qualitativer Hinsicht definitiv zu überzeugen aber auch bei der Spieleauswahl bietet dieser Handheld eine gigantische Auswahl.

Im Gegensatz zu den UMD Disks der PSP kommt die Vita mit Modulen des Weges ähnlich wie bei Nintendo. Außerdem nutzt die Vita eigens von Sony hergestellte Speicherkarten, was die Nutzung von Micro-SD’s unmöglich macht und ein ziemlicher Blödsinn ist. Ich kann den Gedanken zur Vermeidung von illegaler Software-Piraterie und Raubkopien durchaus nachvollziehen aber die PS Vita Speicherkarten sind verflucht teuer, was in mir die Vermutung einer dezenten Profitgier weckt ähnlich wie die horrenden Preise für Nintendo Switch Zubehör.

Zurück zu den Modulen. Diese Idee halte ich für sehr gut, da in Kombination mit der Installation der Spiele die Ladezeiten deutlich reduziert werden können, aber auch technisch umfangreichere Spiele möglich sind. Neben einer riesigen Auswahl an digitalen & physischen PS Vita Spielen gibt es im Onlineshop die Möglichkeit emulierte PSP und Playstation 1 Spiele zu erwerben, was den Umfang nochmal deutlich nach oben schraubt. Generell ist der Kader an PS Vita Spielen sehr weitläufig, deckt so ziemlich jedes Genre ab und nutzt auch die HD Collections, welche zu Zeiten der Playstation 3 sehr populär waren. Fans von japanischen Produktionen kommen bei der PS Vita vollends auf ihre Kosten und genau hier liegt die große Stärke der PS Vita. Spiele wie Uppers, Persona 4, Demon Gaze, Gal Gun oder Earth Defense Force 2 sind perfekt für unterwegs und bieten lange Zeit Unterhaltung!


Warum ist die PS Vita also kein Erfolg gewesen?

Das ist eine gute Frage, die sich leider nicht so leicht beantworten lässt. Am schlüssigsten ist eine Mischung aus Desinteresse der Spiele-Community und dem darauffolgenden mangelnden Support in Europa sowie den USA. Weiters war auch die Konkurrenz seitens Nintendo sehr stark, die ihren gigantischen Vorsprung mit dem Nintendo 3DS weiter ausgebaut hat.

In Asien sah die Situation anders aus. Die PS Vita erfreute sich größter Beliebtheit und zahlreiche Entwickler brachten Spiele für die Konsole heraus. Daher kommen auch Fans asiatischer Produktionen bei dieser Konsole definitiv eher auf ihre Kosten trotz namhafter westlicher Spiele wie Assassins Creed Liberation oder Uncharted: Golden Abyss.

Das „Versagen“ der Konsole lag weniger am Entwickler Sony, sondern mehr an einer Verkettung unglücklicher Umstände, durch welche die PS Vita immer weiter ins Abseits geriert und der Zyklus 2019 endete.


Meine Meinung zur PS Vita + Fazit

Wusste ich bei meiner ersten PS Vita die Konsole nicht zu schätzen, so hat sich dies mit meiner zweiten Vita geändert, was auch an meinem veränderten Spielegeschmack liegt. Inzwischen lege ich wesentlich mehr Wert auf Spiel aus Asien sowie dem Indie-Markt und genau in diese Kerbe schlägt die Vita mit all den fabelhaften Lizenzen aus Asien wie Dynasty Warriors, Persona, Ninja Gaiden und vielen mehr aber auch tolle westliche IP’s haben einen Platz auf diesem kleinen aber feinen Handhelden gefunden. Außerdem ist die Vita entfernter Vorläufer der Nintendo Switch, da es Möglich ist die Konsole mit einer PS4 zu koppel und große Abenteuer auf dem Fernseher zu beginnen aber unterwegs fortsetzen zu können.

Inzwischen will ich meine Vita nicht mehr missen und auch wenn ich sie seltener einschalte, als mir lieb ist, so genieße ich jede Sitzung! ❤️

Wie ist eure Meinung zur Playstation Vita? Lasst es mich in den Kommentaren wissen und wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

A look at Old Man’s Journey | Mind Game #4

Austria is not known to develop video games (not anymore), at least not in Europe. In 2017, however, a small indie developer released the Adventure Old Man’s Journey and I look at it today. So a heartfelt welcome to the first post of Ein Blick auf … in which I imagine a video game per feature, that can hardly be processed in a classic review or only with great difficulty!

The title is program, because in Old Man’s Journey you drive an old man who goes on a journey after he has received a letter. On his adventurous journey, the man roams the most diverse areas. The game is completely without text but manages to convey many emotions thanks to strong images and to tell a story as simple as it is sensitive.

During the journey, the player will be able to see memories of the old man, in the form of beautiful images that tell of his long life full of ups and downs, joy and sorrow, loss and reconciliation.

These four screen shots, in my opinion, best convey the beautiful art style of Old Man’s Journey, with which it does not need to hide from big productions. Especially the memory of his great love during a trip to the north has touched me deeply, but in general the memory, together with the emotional ending, is a feast for fans of bitter-sweet stories.

Narration is very important to Old Man’s Journey, and every aspect of the game takes this aspect for granted. You notice this with the simple gameplay and the wonderful soundtrack, which wonderfully underlays the individual scenes without ever dominating.

A picture says more than 1000 words and Old Man’s Journey follows this creed. Fans of bitter-sweet stories will be just as enthusiastic as fans of artistically demanding video games. For one to two hours you can have a lot of fun with this game and will be rewarded in the end with a sad as well as beautiful finale.

That’s it from my side. We read in the next post!

Ein Blick auf Old Man‘s Journey | Gedankenspiel

Österreich ist nicht dafür bekannt Videospiele zu entwickeln (nicht mehr), zumindest nicht im europäischen Raum. Im Jahr 2017 hat jedoch ein kleiner Indie-Entwickler das Adventure Old Man’s Journey veröffentlicht und das sehe ich mir heute an. Damit ein herzliches willkommen zum ersten Beitrag von Ein Blick auf … in dem ich pro Beitrag ein Videospiel vorstelle, dass sich in einer klassischen Rezension kaum oder nur schwer verarbeiten lässt aber einen besonderen Aspekt bietet.


Der Titel ist Programm, denn in Old Man’s Journey steuert man einen alten Mann, der sich auf eine Reise begibt, nachdem er einen Brief erhalten hat. Auf seiner abenteuerlichen Reise durchstreift der Mann die unterschiedlichsten Gebiete. Dabei kommt das Spiel komplett ohne Text aus, schafft es jedoch, dank starker Bilder, viele Emotionen zu vermitteln und dabei eine ebenso simple wie einfühlsame Geschichte zu erzählen.

Während der Reise kann der Spieler immer wieder Erinnerung des alten Mannes, in Form von wunderschönen Bildern, sehen die sein langes Leben voller Höhen und Tiefen, Freude und Trauer, Verlust und Versöhnen erzählen.

Diese vier gezeigten Screenshots vermitteln meiner Meinung nach am besten den wunderschönen Artstyle von Old Man’s Journey, mit dem es sich auch nicht vor großen Produktionen zu verstecken braucht. Besonders die Erinnerung an seine große Liebe während einer Reise in den Norden hat mich tief berührt, aber allgemein sind die Erinnerung, zusammen mit dem emotionalen Schluss, ein Fest für Fans von bitter-süßen Geschichten.

Erfahrung wird bei Old Man’s Journey ganz groß geschrieben und jeder Aspekt des Spiels stellt sich diesem Aspekt unter. Dies merkt man beim simplen Gameplay und beim wunderschönen Soundtrack, der die einzelnen Szenen wunderbar unterlegt, ohne jemals zu dominieren.


Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und Old Man’s Journey folgt diesem Kredo. Fans von bitter-süßen Geschichten werden ebenso begeistert sein wie Fans von künstlerisch anspruchsvollen Videospielen. Für ein bis zwei Stunden kann man mit diesem Spiel äußerst viel Spaß haben und wird am Ende mit einem ebenso traurigen wie schönem Finale belohnt.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein höllischer Spaß! | Devil May Cry 5 | Review | Playstation 4

Name: Devil May Cry 5
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom 
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2019
Genre: Action Adventure, Hack and Slash
Setting: Dark Fantasy, Horror

2019 ist ein hervorragendes Jahr für Capcom. Zwei hervorragende Spiele (Onimusha Warlords & Resident Evil 2) und ein Cameo in einem MCU Film (Captain Marvel) haben bewiesen, dass dieses Jahr dem Kulstudio aus Japan gehört.

Wie wir alle wissen ist Devil May Cry ein Devirat von Resident Evil, wer’s nicht weiß klickt bitte auf den Link, aber das teuflisch gute Schnetzeln von Dämonen bietet genug eigene Identität für eine eigene Serie inklusive Reboot.

Heute geht es mir jedoch um den aktuellsten Ableger, der zeigt warum die Serie immer noch so cool ist!


Kernfakten zum Spiel

Name: Devil May Cry 5

Entwickler: Capcom

Publisher: Capcom

Plattform: PS4, Xbox One, PC

Release: 2019

Genre: Action Adventure, Hack and Slash

Setting: Dark Fantasy, Horror


Handlung: Die Hölle auf Erden

Es sind nun schon viele Jahre vergangen, seit die Dämonen die Welt der Menschen attackiert haben. Doch nun steht eine neue Invasion bevor und Dante, Nero sowie der mysteriöse V müssen es mit dem Dämonenkönig Urizen aufnehmen, dessen gigantische Armee über die hilflosen Menschen herfällt.

Selbstverständlich ist dies nur die Rahmenhandlung und jeder der dreit Protagonisten hat seine Geschichte, die jedoch alle miteinander verknüpft sind und sich regelmäßig überschneiden. Außerdem bekommen die drei Damen Trish, Lady und Nicoletta ihre kleinen Nebengeschichten spendiert.

Dazu kommt ein interessanter Twist im letzten Akt des Spiels, der Devil May Cry 5 mit den Teilen 3 & 4 verknüpft. Man kann diesen Twist zwar relativ früh erahnen, aber dennoch wird er geschickt eingeführt, das Finale noch epischer zu machen!

Gameplay: Fetziges Gameplay für fetziges Kombos mit Stil

Wie man es von Devil May Cry gewohnt ist, steht das Gameplay klar im Fokus und bildet das Herz des Spiels. Dies macht sich auch bereits darin bemerkbar, dass längere Zwischensequenzen in denen die Handlung vorangetrieben wird, fast ausschließlich zwischen den Missionen stattfinden, um einen ebenso flüssigen wie schnellen Spielverlauf zu gewährleisten.

Mit Dante, Nero & V bietet die Serie erstmals drei spielbare Protagonisten über die man teils wählbar, teils vorgegeben, die Kontrolle erhält. Alle drei Figuren steuern sich komplett unterschiedlich im Kampf, was für Abwechslung sorgt. Dante setzt auf eine Vielfalt aus Schuss- sowie Hieb/Stichwaffen, Nero kombiniert Schwert & Revolver mit den wechselbaren Devil Breaker Armprothesen und V beschwört im Kampf bis zu drei Dämonen, die statt ihm kämpfen, weil er körperlich zu schwach ist.

Abseits des Kampfes können Secrets in den Teils sehr umfangreichen Levels gefunden, die sowohl die Lebensanzeige erhöhen können (alle 4 Fragenmente ein Lebensbalken/Devil Trigger Balken) als auch den Devil Trigger erhöhen mit dem die Protagonisten ihre volle Macht entfesseln können. Die Währung des Spiels sind rote Orbs mit denen Fähigkeiten, Gegenstände, Devil Breaker und Wiederbeleber gekauft werden können. Alle gesammelten Kugeln landen in einem gemeinsamen Pool von dem aus die drei Protagonisten individuell aufgerüstet werden können. Hier muss ich aber auch meinen einzigen Kritikpunkt anbringen.

Devil May Cry 5 verfügt über Mikrotransaktionen mit denen man Upgrades für die Lebensenergie und rote Kugeln für Fähigkeiten mit Echtgeld kaufen kann. Ich finde das absolut unnötig und bitte daher jeden auf die Mikrotransaktionen zu verzichten und sich Fähigkeiten & Upgrades selbst zu erarbeiten!

Grafik & Sound: Der Höhepunkt der Serie

Soundtechnisch punktet Devil May Cry 5 mit einem der besten Soundtracks des aktuellen Spielejahres. Besonders der Song Devil Trigger avanciert zum garantierten Ohrwurm und passt perfekt zu den schnellen kämpfen des Spiels. Auch die englische Synchronisation ist hervorragend und steht den Vorgängern in nichts nach!

Optisch gefällt das Spiel durch äußerst detaillierte Charaktermodelle, die dank Capcoms aktueller RE Engine richtung Fotorealismus tendieren. Zum Fotorealismus ergibt sich ein angenehmer Kontrast durch die Darstellung der Dämonen deren Grundmotive einerseits europäische Vorlagen (z.B. Ritter) vermuten lassen und andererseits von Insekten beziehungsweise Fledermäusen inspiriert wurde. Vom technischen Aspekt her gibt es grundlegend nichts zu bemängeln. Das Spiel läuft stabil mit flüssigen 60 FPS auf allen Plattformen, was dem Spielfluss nur dienlich ist, da Tempo ein zentraler Faktor von Devil May Cry 5 ist.

Fazit

Zusammengefasst führt Devil May Cry 5 die hohe Qualität des Franchise fort und besticht durch ein hervorragendes Gameplay sowie eine starke technische Komponente. Auch der Soundtrack, die Synchronisation sowie die Handlung verdienen ein Lob. Einzig die Mikrotransaktionen trüben den positiven Eindruck des Spiels etwas, da diese dem Prinzip des mehrmaligen Durchspielens im Weg steht.

Abseits davon überzeugt das Spiel definitiv und beweist erneut die hohe Qualität der modernen Capcom Spiele!

Von mir bekommt Devil May Cry 5 die Wertung spielenswert. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Das bessere Fallout? | Far Cry New Dawn | Review | Playstation 4

Name: Far Cry New Dawn
Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2019
Genre: Ego-Shooter
Setting: Postapokalypse

Mit Far Cry 5 hat Ubisoft einen hervorragenden Ego-Shooter veröffentlicht, der zwar an einer dezent generischen Welt krankt und nicht das Maximum aus seinen Figuren herausholt aber mit einer wunderschönen Optik und klasse Gameplay punktet. Far Cry New Dawn ist nicht nur der traditionelle Ableger des Franchise, sondern auch eine Fortsetzung/Epilog zu Far Cry 5. Ob das Spiel den Standard der Reihe gerecht wird oder die Apokalypse des fünften Teils auch die Qualität erwischt hat, erfahrt ihr jetzt!


Kernfakten zum Spiel

Name: Far Cry New Dawn

Entwickler: Ubisoft Montreal

Publisher: Ubisoft

Plattform: PS4, Xbox One, PC

Release: 2019

Genre: Ego-Shooter

Setting: Postapokalypse


Weitere Far Cry Beiträge


Handlung: Neue Welt, alte Grausamkeit

17 Jahre sind seit dem Ende von Far Cry 5 vergangen und die menschliche Zivilisation ist im atomaren Feuer untergegangen. Ohne die Menschen, von denen einige in Bunkern überlebten, kehrte die Natur zurück und beanspruchte Hope County für sich. Als die Strahlung zurückging und die Menschen an die Oberfläche zurückkehrten, erschufen sie eine neue Welt um sich anzupassen.

Soweit zur übergeordneten Handlung. In New Dawn übernimmt der Spieler die Rolle des Captain, einem Anhänger von Thomas Rush der überall in den postapokalyptischen Vereinigten Staaten Siedlungen errichtet hat. Rush & der Captain sollen den Überlebenden von Hope County dabei helfen gegen die mörderischen Highwaymen anzukommen. Erneut wird Hope County mit Krieg überzogen und auch Joseph Seed (der Schurke aus Teil 5) mitmischen …

Die Geschichte von Far Cry New Dawn erinnert mich an einen etwas kruden Mix aus Mad Max & Fallout, kombiniert mit einem Farbeimer, in den ein Böller geschmissen wurde der explodiert. Auch wenn die Figuren, besonders der Captain, blass bleiben und ihnen das Charisma der Seeds aus dem Vorgänger fehlt so sind besonders die Zwillinge Mickey & Lou (die Anführer der Highwaymen) hassenswert obwohl sie sich „nur“ an die neue Welt angepasst haben. Selbstverständlich dürfen auch menschliche Abgründe in New Dawn nicht fehlen, wenngleich diese bei weitem weniger drastisch ausfallen als noch zu Zeiten des fünften Teils.

Die Kernaussage ist in diesem Teil „Eine Hand wäscht die andere.“, wenn ein Problem entsteht wird es zur Not auch mit drastischen Mitteln gelöst. Eine zwangsläufig entstehende Spirale der Gewalt ist in diesem Fall obligatorisch.

Gameplay: Altbekannt mit einer Prise Innovation

Far Cry New Dawn ist ein Ego-Shooter mit kleineren Ansätzen eines Rollenspiels. Okay mit dieser Aussage dürfte ich niemanden mehr überraschen, da der Skillbaum bereits aus den älteren Spielen bekannt ist. Neu ist allerdings eine praktische Lebensanzeige über den gegnerischen Köpfen und die Anzahl von verursachten Schadenspunkten inklusive farblichem Indikator, ob ein Treffer kritisch war. Als weitere Neuerung kann man die Einteilung der Waffen in vier Qualitätsstufen nennen, was zusammen mit den beiden kleinen oben genannten Neuerungen angenehm an Borderlands erinnert.

Wie in den Vorgängern steht dem Spieler ein breites Arsenal an Waffen zur Verfügung mit denen er oder sie sich nach Möglichkeit erfolgreich durch Hope County kämpfen kann. Als Gimmickwaffe dient im Spiel der Sägeblattwerfer, den es in verschiedenen Qualitätsstufen gibt und der sehr effizient Highwaymen unter die Erde bringt.

Abseits des Einpackens von Menschen in Särgen stehen dem Spieler unterschiedliche Aktivitäten zur Verfügung. So kann Tiere jagen, die Siedlung Prosperity mithilfe von Ethanol ausbauen oder sich an den Nebenquests versuchen. Das Ethanol erhält man durch das Erobern von Außenposten, die manuell geplündert werden können, nur um dann wieder in Feindeshand zu fallen und auf einer höheren Schwierigkeitsstufe erneut erobert werden zu können. An dieser Stelle wäre eine wirkliche Dynamik interessant gewesen, die quasi eine richtige Gefahr durch die Highwaymen symbolisiert und es notwendig macht die Außenposten entsprechend auszubauen oder mit den rekrutierbaren Experten zu besetzen.

Leider wurde somit ein großes Potenzial verschenkt, da es zwar durchaus herausfordernd sein kann, die Außenposten auf höheren Stufen zu erobern aber genauso repetitiv ist es auch.

Mit an Bord ist auch wieder ein Skillbaum durch den man die Spielfigur verbessern kann auch die Gefährten entwickeln sich weiter.

Grafik & Sound: Gewohnt hohe Qualität

Auf optischer & akustischer Ebene kann Far Cry New Dawn mit einer serientypisch hohen Qualität punkten und grafisch bringt das Spiel frischen Wind ins postapkalyptische Setting. Obwohl es verwüstete und tote Gegenden gibt, überwiegt eine äußerst farbenfrohe und lebende Spiel mit vielvältiger Fauna. Das klassische Postapokalyptische Setting wird ad absurdum geführt und durch mehr Farben ersetzt als sie in einem Ego-Shooter außerhalb der Far Cry Serie üblich sind. Leider wird das Konzept von ausgefallenen Mutanten nicht wirklich beachtet, stattdessen verlässt man sich auf traditionelle menschliche & animalische Feinde. Was leider etwas untergeht, sind wechselnde Emotionen in den Gesichtern der Figuren, die meistens alle gleich oder zumindest ähnliche Mienen aufweisen.

Akustisch besticht Far Cry New Dawn ist erster Linie durch eine hochwertige deutsche Vertonung, die besonders den Antagonisten sehr viel Persönlichkeit verleiht, wobei die namhaften Figuren allgemein sehr viel Wiedererkennungswert besitzen, um sich ins Gedächtnis einzuprägen.

Fazit

Zusammengefasst würde Far Cry New Dawn als eigenständiger Titel ebenso wie Far Cry Primal auf wahrscheinlich wenig positive Resonanz in der Community stoßen aber genau genommen ist dieses Spiel eigentlich der Epilog zu Far Cry 5 und punktet durch seine optische Präsentation sowie dem soliden wenngleich nicht zu 100% ausgereiftem Gameplay. Mein größter Kritikpunkt sind jedoch die Figuren, die zwar über interessante Ansätze verfügen aber eigentlich sehr blasse bleiben und ein Protagonist in Far Cry mit einer richtigen Persönlichkeit wäre mal wieder wirklich erfrischend.

Trotz allem hat sich Far Cry New Dawn die Wertung spielenswert verdient. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der steinige Pfad der Rache! | The Hong Kong Massacre | Review | PS4

Name: The Hong Kong Massacre
Entwickler: VRESKI
Publisher: VRESKI
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2019
Genre: Top-Down-Shooter

Man nehme das Setting von Sleeping Dogs, die Bullet Time von Max Payne und das Gameplay von Hotline Miami um einen ebenso interessanten wie bockschweren Tod-Down-Shooter zu erhalten!

Kernfakten zum Spiel

Name: The Hong Kong Massacre

Entwickler: VRESKI

Publisher: VRESKI

Plattform: PS4, Xbox One, PC

Release: 2019

Genre: Top-Down-Shooter


Handlung: Der blutige Pfad der Rache

Hongkong im Jahr 1992. Ein ehemaliger Polizist will den Mord an seinem Kollegen sühnen und begibt sich auf einen blutigen Rachepfad, um das organisierte Verbrecher auszumerzen. In 5 Kapiteln nimmt man nun Rache an den Mördern und avanciert zum chinesischen Punisher.

Okay die Handlung des Spiels passt auf einen Bierdeckel, aber The Hong Kong Massacre nimmt alte Actionfilme, besonders jene des Hongkong-Genres, als Vorlage und diese Werke kamen auch mit einer eher dürftigen Handlung aus. Die große Stärke von The Hong Kong Massacre liegt ohnehin im Gameplay.

Gameplay: Ein gelungener Mix

The Hong Kong Massacre spielt sich wie eine Mischung aus Hotline Miami und Max Payne, wobei die entliehenen Elemente nicht vollends übernommen wurden. Aus Max Payne wurden beispielsweise die Bullet-Time (Zeitlupe) und die Ausweichrollen übernommen, was den Kämpfen eine gewisse taktische Note verleiht und einen winzigen Vorteil gegenüber den Feinden verschafft. Wenngleich die Bullet-Time nur einen kurzen Zeitraum zur Verfügung und sich dann innerhalb weniger Sekunden wieder auflädt.

Von Hotline Miami wurde die Konzeption als Top-Down-Shooter übernommen, was bei dem hohen Schwierigkeitsgrad aber auch eine gute Wahl ist, da man so leichter die Übersicht behalten kann oder es zumindest versucht. Sobald mehr als drei Gegner auf dem Bildschirm sind, wird es schwierig, die Kontrolle und Übersicht zu behalten. Andererseits entsteht so ein gewisser Reiz, da die Herausforderung entsprechend gesteigert wird.

Herausforderung ist das Stichwort, denn pro Level, mit Ausnahme der Bosslevel, gibt es drei Herausforderungen, die zwar immer gleich sind, aber mit Sternen belohnt werden. Wozu braucht man die Sterne? Damit werden die vier Waffen des Spiels (Pistole, Schrotflinte, Sturmgewehre und SMG) aufgewertet, was eine gewisse Erleichterung darstellt.

Grafik & Sound: Schicke Optik, passender Sound

The Hong Kong Massacre sieht ziemlich schick aus und besticht in erster Linie durch die abwechslungsreichen Level. Im Laufe der fünf Kapitel besucht man unterschiedlichste Orte, die allesamt von Verbrechern bewohnt werden und offenbar eine Klonarmee vom Planeten Kamino sind.

Der Soundtrack gefällt ebenfalls und ist sehr abwechslungsreich. Die dunkle Elektromusik wechselt sich mit melancholischen Stücken ab und passt perfekt in die grausame Spielwelt.

Fazit

Zusammengefasst muss ich ein Lob an das Entwicklerduo hinter VRESKI aussprechen. Die beiden Entwickler haben ein qualitativ ebenso wertiges wie bockschweres Spiel programmiert für das man zwar Nerven aus Stahl braucht, aber viel Spaß haben kann, sofern man sich darauf einlässt und die eigene Frustgrenze anheben kann. Auch Bugs kommen nur sehr selten vor und allgemein ist das Spiel äußerst hochwertig!

Wer also einen herausfordernden, manchmal frustrierenden aber trotzdem unterhaltsamen Top-Down-Shooter in der Tradition von Hotline Miami sucht sollte The Hong Kong Massacre eine Chance geben. Leute mit einer eher geringen Frustrationsgrenze sollten dieses Spiel ignorieren!

Ich vergebe für The Hong Kong Massacre die Wertung spielenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Resident Evil im feudalen Japan! | Onimusha: Warlords Review | Playstation 4

Kernfakten zum Spiel
Name: Onimusha Warlords
Entwickler: Capcom, NeoBards Entertainment
Publisher: Capcom
Plattform: PS4, Xbox One, PC, Switch
Release: 2019
Genre: Action-Adventure, Horror

Seit 2 Jahren gehört der Januar immer den japanischen Entwicklern und Capcom steht an vorderster Front. 2017 erschien Resident Evil: 7 Biohazard und 2018 erschien Monster Hunter World. Für 2019 haut Capcom richtig auf die Kacke und veröffentlicht das lang erwartete Resident Evil 2 Remake und das Remastered von Onimusha: Warlords. Um letztgenanntes Spiel geht es heute!

Kernfakten zum Spiel

Name: Onimusha: Warlords

Entwickler: Capcom, NeoBards Entertainment

Publisher: Capcom

Plattform: PS4, Xbox One, PC, Switch

Release: 2019

Genre: Action-Adventure, Horror


Kleiner Exkurs: Das Onimusha Franchise ist, ebenso wie zum Beispiel Devil May Cry, ein Devirat von Capcom. Sprich die Spielstruktur von Onimusha Warlords orientiert sich stark am klassischen Resident Evil, erhält aber durch das Setting und das Kampfsystem eine völlig eigene Identität. Wer mehr wissen will, kann hier stoppen und meinen Exkurs zu den Resident Evil Deviraten lesen.

Exkurs: Die Devirate von Resident Evil | Gedankenspiel


Handlung: Ein Samurai, eine Burg und ein Haufen Dämonen

Der Samurai Samanosuke und die Kunoichi Kaede erhalten den Auftrag Prinzessin Yuki zu retten, deren Schloss von einer Armee bestehend aus Dämonen attackiert wird. Im Kampf mit einem mächtigen Dämon wird Samanosuke schwer verletzt, erhält in einer Zwischenwelt jedoch den Seelen-Panzerhandschuh, mit denen er die Seelen der Dämonen absorbieren kann. Zusammen mit Kaede erkundet er die Burg jedoch wird das Duo in eine wesentlich größere Bedrohung, die mit Oda Nobunaga zusammenhängt, gezogen.

Wie in den klassischen Resident Evil Spielen ist auch die Handlung von Onimusha: Warlords eigentlich nur dazu da um den Protagonisten einen Grund zu geben um das Schloss zu erkunden. Durch das Setting im feudalen Japan wirkt das Spiel trotz des Alters immer noch frisch!

Gameplay: Harmonische Dreifaltigkeit

Die drei Grundtugenden der geistigen Vorlage werden auch in Onimusha: Warlords umgesetzt. So besteht der Fokus des Gameplays aus dem Erkunden des Schlosses während man Dämonen bekämpft und relativ simple Rätsel löst. Mit den gefundenen Ressourcen, wie Heilgegenstände oder Munition für die Sekundärwaffen, muss man sparsam umgehen, da diese entsprechend selten verteilt.

Samanosuke verwendet im Kampf drei Klingenwaffen, zwischen denen man in der PS4 Version jederzeit wechseln kann, was den Kampf etwas dynamischer gestaltet. Die drei Klingenwaffen werden von drei Sphären beeinflusst die je auf einem Element basieren (Feuer, Wind, Blitz) und durch gesammelte Seelen aufgewertet werden können. Was ich an diesen „Levelsystem“ loben muss ist die sichtbare Entwicklung der Waffen mit jedem Stufenanstieg.

Abseits des Hauptspiels kann man, als Samanosuke in die Dämonendimension reisen, um sich durch 20 Ebenen zu kämpfen, an anderen Ende man die stärkste Waffe des Spiels erhalten kann. Diese Nebenaufgabe stellt auch die größte Herausforderung des Spiels dar und das führt mich zu meinem größten Kritikpunkt, nicht die kurze Spielzeit, sondern der zahme Schwierigkeitsgrad. Ich habe kein Problem, wenn ein Spiel leicht zugänglich, ist aber bis auf die Dämonendimension sowie den Endboss hatte ich keine gröberen Schwierigkeiten.

Grafik & Sound: In Würde gealtert

Für die Optik gewinnt Onimusha: Warlords heute keinen Preis mehr aber trotz seines Alters von über 15 Jahren sieht das Spiel dank der Frischzellenkur immer noch annehmbar aus. Besonders die vorberechneten Hintergründe sind sehr atmosphärisch und so manche Kulisse, besonders jene unter freiem Himmel, sieht fantastisch aus!

Ein weiteres Lob geht an das Design der Figuren & Gegner. Die namhaften Figuren sind sehr detailliert, hier und da wird sogar mit der Mimik gespielt, was ein nettes aber nicht selbstverständliches Detail ist! Wie der Titel verrät, kämpft man gegen Dämonen und Capcom beweist wie bei anderen Reihen wie Devil May Cry oder Resident Evil einiges an Kreativität um dem Spieler möglichst abwechslungsreiche Gegner zu spendieren, da die Spielwelt an sich weniger Freiheiten bietet.

Der Soundtrack schwankt zwischen abenteuerlich-heroisch und unheimlich-mysteriös was sehr gut zum Schauplatz passt. Auch die Synchronisation gefällt aber die deutschen Untertitel passen mehr als einmal nicht wirklich zum gesprochenen.

Fazit

Zusammengefasst ist Onimusha: Warlords auch nach über 15 Jahren immer noch ein gutes Spiel, dass in Würde gealtert ist und durch sein zugängliches Gameplay glänzt. Die Spielzeit ist mit 4 bis 5 Stunden etwas kurz, unterhält aber lange genug den Abspann zu erreichen und ist kurz genug um nicht gestreckt zu wirken. Optisch wie akustisch weiß das Spiel ebenso zu gefallen. Somit vergebe ich für Onimusha: Warlords die Wertung spielenswert. Dieses Resident Evil Devirat sollte man nicht verpassen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der Schwarze Ritter und das Musou Genre! | Berserk and the Band of the Hawk Review | Playstation 4

Name: Berserk and the Band of the Hawk
Entwickler: Omega Force
Publisher: Koei Tecmo
Plattform: PS4, PS Vita
Release: 2017
Genre: Musou

Endlich kann ich ein weiteres Spiel von meinem Pile of Shame streichen. Berserk übt auf mich seit längerer Zeit eine besondere Faszination aus und dieses Jahr möchte ich endlich den Berserk Manga lesen. Heute geht es mir jedoch um das Videospiel Berserk and the Band of the Hawk, welches meine Rückkehr zum Musou Genre bildet.

Kernfakten zum Spiel

Name: Berserk and the Band of the Hawk

Entwickler: Omega Force

Publisher: Koei Tecmo

Plattform: PS3, PS4, PS Vita, PC

Release: 2017

Genre: Musou


Handlung: Ein Weg des Leids und der Schmerzen

In Berserk and the Band of the Hawk oder Berserk Musou verfolgt man das Leben des Söldners Guts von seiner grausamen Jugend im hundertjährigen Krieg über sein erstes Treffen mit Griffith bis zu seiner jagd auf die dämonischen Apostel der God Hand. Dabei werden so ziemlich alle wichtigen Stationen der Mangavorlage besucht und diverse Schlüsselszenen wie die Eclipse nachgestellt.

Wie man merkt, behandle ich die Handlung des Spiels nur rudimentär, was am simplen Umstand liegt, dass die Handlung der Mangavorlage zu umfangreich ist um sie in einer Spiele Review ausführlich zu beleuchten.

Obwohl die Handlung einen relativ gewichtigen Teil des Spiels einnimmt, steht sie dem Gameplay nicht im Weg und genau das sehen wir uns jetzt an!

Gameplay: Einer gegen Tausend

Ganz in der Tradition des Musou Genres besteht der Kern des Gameplays darin gegen eine gigantische Übermacht an Feinden zu kämpfen. Was stumpf klingt entpuppt sich auf den zweiten Blick als extrem unterhaltsam und wird durch, zugegebenermaßen simple, Missionsziele aufgelockert. Eine wirkliche Herausforderung bilden die Bosskämpfe gegen die Apostel, wobei ich hier Zodd erwähnen der die härteste Schlacht bietet.

In den Schlachten selbst gibt es ein Primärziel, dass von Nebenzielen immer wieder kurzfristig abgelöst wird und meist im Besiegen von größeren Gruppen, Kommandanten oder dem Eskortieren von Verbündeten beziehungsweise Unterstützen verbündeter Hauptmänner, besteht.

Zwischen den einzelnen Missionen wird die übergreifende Handlung in Zwischensequenzen vorangetrieben, auf die ich an späterer Stelle eingehen werde.

Aber auch abseits des Storymodes mit seinen schier endlosen Schlachten gibt es Content. Neben dem Freemode, in dem man die einzelnen Kapitel mit alternativen Figuren wie Zodd oder Griffith spielen kann, gibt es den Endless Eclipse Mode in dem man auf hundert Ebenen Aufgaben erfüllen und Feinde bekämpfen muss um weitere Figuren, Gegenstände und/oder Teile des Archivs (Beheliths) freizuschalten.

Grafik & Sound: Unerwartete Qualität

Optisch hat mich Berserk and the Band of the Hawk sehr überrascht, wenn man bedenkt, dass die Spiele von Omega Force nicht gerade für ihre grafische Schönheit bekannt sind. Dennoch sind besonders Zwischensequenzen und Charaktermodelle (zumindest die Hauptfiguren/schurken) sehr detailliert. Natürlich sind die feindlichen Heere eine einzige Klonarmee in bester Star Wars/Musou Tradition und auch die Umgebungen sind spärlich detailliert, jedoch punkten zweitgenannte durch relativ viel Abwechslung. So bewegt man Guts, den Black Swordman durch Wüsten, Städte, Wälder, Höhlen, Festungen und sogar durch die Hölle der God Hand.

Kurioserweise empfand ich die CGI Sequenzen sowohl wertiger als auch imposanter als die Szenen des Animes, was allerdings an der mäßigen Qualität der Animationsszenen sowie der starken Zensur des Animes lag.

Der Soundtrack ist jetzt keine Meisterleistung, passt sich aber ideal der düsteren Stimmung des Spiels an und unterstreicht die Schlachten ideal, wobei Geräuschkulisse den größeren Anteil einnimmt. Mein einziger Kritikpunkt wäre die Stelle im Hexenwald, als die Gruppe auf Golems trifft und die Musik in ein eher humoristisch/mysteriöses Thema umschlägt, was einen krassen Kontrast zum restlichen Spiel bildet.

Fazit

Mir ist bewusst, dass das Musou Genre in unseren Breitengraden nicht gerade populär ist und sich viele Leute ein Souls like Rollenspiel mit Berserk Lizenz wünschen, aber Berserk Musou ist die ideale Umsetzung der Mangavorlage. Sich mit Guts durch hunderte Feinde zu kämpfen und sie binnen Sekunden zu Fall zu bringen fühlt sich unglaublich befriedigend. Weiters wird die Handlung umfassend adaptiert und die großen Story Arcs werden behandelt. Optisch wie spielerisch gefällt Berserk and the Band of the Hawk ebenfalls.

Daher hat sich das Spiel die Wertung spielenswert auf jeden Fall verdient!

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Pokemon: Let‘s Go, Evoli | Review [Nintendo Switch]

Name: Pokemon: Let’s Go, Evoli!
Entwickler: Game Freak
Publisher: Nintendo
Plattform: Nintendo Switch
Release: 2018
Genre: RPG

Eigentlich wollte ich mir Pokemon: Let’s Go Evoli nicht kaufen und auch nicht rezensieren aber mein Kumpel Felix hat mir eine seiner Editionen zu Rezensionszwecke geliehen. Danke an dieser Stelle und jetzt kommt meine Review dazu!

Kernfakten zum Spiel

Name: Pokemon: Let’s Go, Evoli!

Entwickler: Game Freak

Publisher: Nintendo

Plattform: Nintendo Switch

Release: 2018

Genre: RPG

Weitere Beiträge zu Pokemon


Handlung: Back to the Roots

Let’s Go Evoli & Let’s Go Pikachu basieren auf der Gelben Edition und spielt somit in der Kanto Region. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Trainers, wahlweise einer Trainerin, aus dem Dorf Alabastia, der/die zu einer Reise aufbricht, um Pokemonmeister zu werden und die verschiedenen Pokemon zu entdecken.

Auf der Reise erhält der Trainer/die Trainerin Unterstützung eines freundschaftlichen Rivalen um das sinistre Team Rocket aus Kanto zu vertreiben, die Pokemon entführen, um die Weltherrschaft zu erlangen.

Okay die Handlung von Let’s Go Evoli/Let’s Go Pikachu passt auf einen Bierdeckel, was aber auf fast jedes Pokemon Spiel zutrifft. Natürlich gibt es Ausnahmen wie beispielsweise Omega Rubin/Alpha Saphir mit der Delta Episode oder Schwarz/Weiß mit deren größer angelegten Plot. In diesem Fall stört dies allerdings nicht wirklich, da die Handlung von Let’s Go zwar simpel ist, aber dafür dem Gameplay nicht im Weg steht, was eindeutig das Kernstück des Spiels ist.

Gameplay: Alt & Neu gemischt

Wie man es von Pokemon gewohnt ist sind auch die aktuellen Ableger Rollenspiele, jedoch liegt der Fokus in diesem Spiel weniger auf den Kampf mit anderen Trainern beziehungsweise wilden Pokemon, sondern auf dem Fangen zahlreicher Monster. Je mehr man von einer bestimmten Art (nehmen wir als Beispiel ein wildes Pikachu) fängt, umso höher fällt der Multiplikator aus. Weitere Faktoren für einen höheren Multiplikator ist ein gutes Timing beim Fangen oder wenn die Pokemon besonders groß oder klein sind. Dies wird durch eine farbliche Markierung dargestellt. Ein hoher Multiplikator gewährt mehr Erfahrungspunkte, was das Training des Teams, dass aus bis zu sechs Pokemon bestehen kann, massiv erleichtert. Neben dem Fangen gibt es auch die serientypischen Kämpfe, die rundenbasiert ablaufen, gegen Areanleiter und andere Trainer. Die Arealeiter stellen quasi Meilensteine in der Trainerlaufbahn des Spielers/der Spielerin dar und wenn alle acht Arenaleiter besiegt wurden darf man die Top Vier herausfordern, die quasi die Endgegner des Spiels sind.

Nach jedem Sieg über einen Areanleiter erhält man einen Orden, Tauschpokemon gehorchen bis zu einem höheren Level und man erhält eine Technik, die man einem Pokemon, sofern möglich, erlernen kann.

Weitere Neuerungen wären das Wegfallen der sogenannten VM’s und die Interaktion mit den Pokemon. Das sind spezielle Techniken die zum Beispiel das Überqueren von Wasserflächen ermöglicht oder eine Schnellreise per Flug ermöglichen. Nun werden sogenannte Geheimtechniken vom Starterpokemon (Evoli oder Pikachu) erlernt die die VM’s ersetzen.

Bei der Interaktion steht das Starterpokemon als Partner im Fokus und kann mit Beeren gefüttert werden oder per Touchscreen gestreichelt werden, was die Narrative verstärkt. Neben dem Starter kann nun auch ein zweites Pokemon aus dem Pokeball gelassen werden und dieses läuft dem Spieler hinterher. Bei ausreichender Größe kann der Spieler sogar auf dem Pokemon reiten. Eine sehr wichtige Neuerung ist die Sichtbarkeit von wilden Pokemon auf der Oberfläche, was nervige Zufallskämpfe der Vergangenheit angehören lässt.

Grafik & Soundtrack: Pure Nostalgie

Im Endeffekt hat die erste Generation mit Let’s Go Evoli/Let’s Go Pikachu ein massives grafisches Upgrade erhalten und kommt nun in aufpolierter 3D Optik des Weges. Besonders die Arenen unterscheiden sich nun stärker als jemals zuvor und wurde entsprechend des vorherrschendes Typs, zum Beispiel Wasser in Azuria City oder Pflanze in Prismania City, gestaltet. So erinnert die erstgenannte Arena an ein Schwimmbad während die Arena in Prismania City ganz im Zeichen von Blumen, Bäumen und der Natur allgemein steht. Jedoch wurde nicht nur die Arenen, sondern die Gebiete und die Spielwelt allgemein gewaltig aufgewertet und begeistern durch viele Details. Dank der nun sichtbar umherstreifenden Pokemon wirkt die Welt wesentlich lebendiger als in früheren Spielen.

Um die legendären Pokemon wie Arktos, Zapdos oder Lavados besser hervorzuheben gibt es kleine Filmsequenzen welche die Stärke dieser Vögel verdeutlichen soll. Allgemein wirken die Videosequenzen im Spiel sehr hochwertig und vertiefen die Erfahrung immens, wenn nach dem jedem Sieg in einer Arena ein High Five mit dem Starterpokemon vollzogen wird. Auch die Kämpfe sind dank der dritten Dimension wesentlich dynamischer gestaltet. Der Soundtrack ist wie man es von der Reihe gewohnt ist ebenfalls sehr hochwertig und glänzt durch die Aufarbeitung der klassischen Stücke. Hier wird auf altbewährtes gesetzt, was dem Spiel eine starke nostalgische Note verleiht.

Fazit

Alles in allem ist Pokemon Let’s Go Evoli ein grundsolides Rollenspiel, dass die alten Stärken der Serie nutzt und sie sinnvoll mit neuen Elementen kombiniert. Dank der nostalgischen Note und dem etwas geminderten Schwierigkeitsgrad ist das Spiel ideal für alte Fans und Neueinsteiger und mir als verprelltem Fan (danke Sonne und Mond) hat Let’s Go Evoli die Hoffnung zurückgegeben, dass das Pokemon Franchise sich doch nicht gegen die Wand gefahren hat.

Daher bekommt Pokemon Let’s Go Evoli die verdiente Wertung spielenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Hitman 2 | Review

Name: Hitman 2
Publisher: Warner Bros. Games
Plattform: Playstation 4, Windows, Xbox One
Release: 2018
Genre: Stealth, Shooter

Stealth Spiele, ein Genre was sich seit Jahren in der Totenstarre befindet und nur unregelmäßig wiederaufersteht. Das Hitman Franchise gehört zu den letzten wackeren Vertretern dieses Genres. Über den 2016 erschienenen Ableger habe ich bereits letztens geschrieben. Heute geht es mir um Hitman 2, nicht zu verwechseln mit Hitman 2: Silent Assassin.

Kernfakten zum Spiel

Name: Hitman 2

Publisher: Warner Bros. Games

Plattform: Playstation 4, Windows, Xbox One

Release: 2018

Genre: Stealth, Shooter


Handlung: 47 Vergangenheit und ein Krieg im Schatten

Die Handlung knüpft direkt an den Vorgänger an. 47 und seine Vorgesetzte, Diana Burnwood, jagen immer noch den Shadow Client um ihn & seine Miliz auszuschalten. Dabei erhält das Duo unerwartete Hilfe. Als die Identität des Shadow Client ans Licht kommt und ein Geheimnis aus der Vergangenheit von 47 ans Licht kommt verändert sich alles …

Okay das klingt jetzt spannender als es wirklich ist. Ja die Handlung von Hitman 2 ist besser, als die des Vorgängers und jede Mission ist mit interessanten Nebengeschichten durchzogen, die den Wiederspielwelt erhöhen, aber eine steil ansteigende Spannungskurve wie in älteren Teilen sucht man immer noch vergebens. Da die Handlung jedoch einen dritten Teil in Aussicht stellt besteht Hoffnung auf einen wirklich spannenden Agenten-Thriller.

Gameplay: Die wahre Stärke von Hitman 2

Hatte Hitman (2016) bereits ein sehr solides Gameplay wurde dieses im zweiten Teil noch weiter verfeinert und verbessert. Die einzelnen Missionen bieten nun sogenannte Storymissionen. Je nach Anzahl der Zielpersonen gibt es zwei bis sechs Arten auf die man die Missionen abschließen kann. Dabei werden Minigeschichten erzählt, durch die man die Ziele etwas besser kennenlernt und kreative Wege findet um die Mission abzuschließen.

Die Gebiete sind erneut sandbox-artig aufgebaut und laden zum erkunden sowie entdecken ein. Selbstverständlich bleibt die Mission eines rabiaten Vorgehens möglich aber Schießereien führen nur im seltensten Fall zum Erfolg. Meine Highlights in den Gebieten waren Mumbai und Santa Fortuna, weil dort die meisten Missionenziele, kreativsten Wege und viele Möglichkeiten waren.

Wie man bereits erahnen kann ist Hitman 2 ein Shooter mit Steahlth-Elementen, allerdings stehen neben Schusswaffen auch sehr viele Nahkampfwaffen zur Verfügung um Ziele sowie Feinde lautlos auszuschalten. Außerdem spielt das Wechseln von Verkleidungen eine große Rolle um unerkannt durch die Gebiete zu wandeln.

Je nach Art des Vorgehens, der Anzahl an beendeten Herausforderugen und gefunden Infogegenständen, bekommt man am Ende eine bessere oder schlechtere Bewertung nach der sich die Punktzahl und die Freischaltungen (Gegenstände, Startpunkte, usw.) richten.

Grafik & Sound: Ein solides Gerüst

Optisch ist Hitman 2 kein Überflieger, gefällt aber mit weitläufigen Gebieten, die detailliert sind und durch eine realistische Simulation glänzen. Besonders das Level „Mumbai“ vermittelt glaubhaft eine lebendige Großstadt. Abseits der Areale können sich auch ein Großteil der Figuren sehen lassen, die detailiert gestaltet wurden. Sehr schade ist die minimalistische Darstellung der Zwischensequenzen, die so einen eigenen Charme hat aber im Seriendurschnitt stark abfällt wenn man die Inszenierung von Filmszenen in älteren Teilen der Serie bedenkt.

Die englischsprachige Vertonung ist äußerst hochwertig, wenngleich das Fehlen von 47 deutscher Stimme, gesprochen von Torsten Michaels, die Nostalgie vermissen lässt. Trotzdem macht David Bateson einen sehr guten Job und verleiht 47 etwas geheimnisvolles sowie bedrohliches. Was den Soundtrack angeht liefert Hitman 2 keine Glanzleistung ab und nutzt Musik nur um Kämpfe besser zu inszenieren.

Fazit

Alles in allem ist Hitman 2 ein sehr gutes Schleichspiel, dass mit hohem Wiederspielwert glänzt und den Spieler motiviert die Missionen mehrmals zu spielen um alle Minigeschichten zu spielen sowie Herausforderungen zu meistern, die kreatives denken vorraussetzen und dieses belohnen. Das Gameplay ist ganz klar die größte Stärke des Spiels und die Handlung fügt sich diesem Aspekt, was den Spannungsbogen minimiert aber den Spieler nicht aus dem Fluss rausreist.

Wer also ein gutes Stealth-Spiel sucht kann bei Hitman 2 ruhigen Gewissens zugreifen und ich vergebe die Wertung spielenswert!

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Agony | Review [Playstation 4]

Name: Agony
Entwickler: Madmind Studio
Publisher: Deep Silver
Release: 2018
Plattformen: PS4, Xbox One & PC

Auf Agony war ich von Anfang an gespannt aber als das Spiel zum ersten mal verschoben wurde wuchs in mir die Skepsis. Dennoch habe ich mir das Spiel gekauft und ob sich der Trip durch die Hölle lohnt, erfahrt ihr jetzt!


Die Handlung von Agony ist relativ schnell erklärt. Der Spieler übernimmt die Kontrolle eines Märtyrers, einer verdammten Seele, der in der Hölle gelandet ist und eine Audienz mit der roten Göttin sucht, um in die Welt der lebenden zurückzukehren. Bei der roten Göttin handelt es sich um eines der Schöpfungswesen der Hölle.

Allerdings ist der Weg zur roten Göttin alles andere als leicht und das primäre Ziel, die Rückkehr ins Leben, kann durch alternative Enden leicht umgangen beziehungsweise anderes erreicht werden. Das Storytelling von Agony findet in erster Linie auf einer Subebene statt. Durch Notizen, Briefe und Gesprächsfetzen erfährt der Spieler mehr über diese Welt der Verdammnis. Hier muss ich auch das Setting loben, denn ein Spiel, welches direkt in der Hölle angesiedelt ist und handlungsmäßig dem Dark-Fantasy-Genre zuzuordnen ist, ist definitiv etwas besonderes.


Leider ist das Storytelling eines der wenigen Highlights des Spiels. Besonders auf technischer Ebene wäre bedeutend mehr drinnen gewesen. Mit dem aktuellen Patch ist es spielbar, aber in der Grundversion war Agony eine mittlere Katastrophe.

Agony kommt mit einer faszinierenden optischen Präsentation des Weges die die Hölle so ekelhaft und grauenvoll darstellt, wie ich es noch nie einem Videospiel davor gesehen habe. Alles wirkt organisch und irgendwie lebendig, als ob die Hölle der Leichnam einiges gigantischen Organismus wäre. Diese Beschreibung darf allerdings nicht über matschige Texturen, Fehler in der Kollissionsabfrage und Ruckler beziehungsweise Nachladenalken, generell ist die Ladezeit von Agony etwas zu lang, hinweg täuschen. Dank der Unreal 4 Engine funktioniert das Spiel mit Licht & Schatten sehr gut, was der Atmosphäre gut tut. Die düstere Klangkulisse trägt ebenfalls zur Atmosphäre bei.

Spielerisch ist Agony recht solide wobei nichts wirklich nach oben oder unten ausschlägt. Der Spieler steuert die Figur aus der Ich-Perspektive durch verschiedene Abschnitte in insgesamt vier Akten. Da ein Kampf gegen die Höllenbewohner keinen Erfolg bringt, ist verstecken und vorsichtig vorgehen die Devise.

Später erhält man die Möglichleit die Kontrolle über Bewohner der Hölle zu übernehmen und sich gegen die Dämonen zu wehren. Es gibt auch einen Skillbaum aber mir wären keine Signifikanten auswirkungen auf das Spiel aufgefallen.


Agony ist ein Spiel mit viel Potenzial, aber ich bewerte hier kein Potenzial, sondern ein fertiges Produkt. Das Setting und die allgemeine Präsentation verdienen großes Lob, da hier die Entwickler ihre ganze Kreativität ausgelebt haben aber leider versagt das Spiel auf der technischen Ebene und an den oben genannten Problem. So bleibt am Ende ein interessanter Ausflug in die Hölle, mit durchaus spannender Handlung aber leider vielen Problemen. Daher vergebe ich für Agony schweren Herzens die Wertung bedingt spielenswert, da die Macher durchaus eine Vision hatten, diese jedoch nicht vollends umsetzen konnten(?)?.

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Sonic the Fighters | Review [Playstation Now]

Name: Sonic the Fighters
Entwickler: Sega AM2
Publisher: Sega
Release: Juni 1996
Plattformen: diverse

Eigentlich wollte ich ja God of War Ascension und Wrath of Azura durchspielen, aber dann sprang mir ein Spiel per Playstation Now ins Auge. Ein Spiel, bei dem ich alles stehen & liegen lies. Ein Spiel, welches mich sofort in seinen Bann zog….ja gut für was verarsche ich? Im Titel steht bereits, dass es sich um Sonic the Fighters handelt, ein Spiel, bei dem ich mich frage, wer bei Sega glaubte, ein Prügelspiel im Sonic-Universum, im Stil eines billigen Virtua Fighter (auch von Sega) wäre eine gute Idee.

Aber eins nach dem anderen. Zuerst etwas Historie.

Sonic the Fighters erschien im fernen Jahr 1996 für Segas hauseigenen Arcade-Automaten (die Dinger aus den Spielehallen, jeder die Teile) Modell 2. Im Jahr 2005 kam das Spiel auf die PS2 & den Gamecube, sowie 2012 für die PS3 & die Xbox 360. Bei Sonic the Fighters handelt es sich um ein 3D Prügelspiel, welches an Klassiker wie Virtua Fighter erinnert, aber bei weitem nicht an deren Klasse rankommt. Das Spiel ist furchtbar monoton und lädt zum exzessiven Knöpfchenhämmern ein, weil es keinen wirklichen Grund gibt mehr als einen Button zu drücken, oder gar so etwas wie eine Kombo zu versuchen. Einfach draufhämmern, bis der Gegner besiegt ist und fertig.

Was ich loben muss, ist der cartoonartige Look des Spiels. Auch mit über 21 Jahren kann man Sonic the Fighters betrachten, ohne schlimmes Augenbluten zu bekommen. Es wundert mich immer wieder, wie gut alte Comicgrafiken altern, während 3D-Polygone (Final Fantasy 7) aussehen wie Tumore.

Natürlich gibt es auch einen Plot, wobei man den mit Sonic & seine Freunde gegen Dr. Eggman und Metal Sonic am besten zusammenfassen kann. Achja die Chaos Emeralds sind ebenfalls mit von der Partie.

Alles in allem ist Sonic the Fighters ein trashiges Prügelspiel, das aber einen gewissen Charme hat und für eine Stunde (maximal) macht es auch wirklich Spaß. Ich vergebe für dieses Spiel das Prädikat bedingt spielenswertund schließe mit dem Standardfazit; Fans des Genres greifen zu, alle anderen spielen Probe.

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Exkurs: Die Devirate von Resident Evil | Gedankenspiel

Nach Mega Man ist Resident Evil wohl das wichtigste Franchise von Capcom. Immerhin hat diese Horrorreihe nicht nur ein ganzes Genre mehrmals beeinflusst, sondern auch einige Ableger-Serien hervorgebracht, die eine ähnliche Struktur besitzen. Genau diese Ableger sehen wir uns heute an und ich teile meine Gedanken zu diesen Spieleserien mit euch. Viel Spaß!


Dino Crisis (3 Spiele)

Man tauscht die Zombies gegen Dinos aus und fertig ist das Survival-Horror Spiel Jurassic Park, ähm natürlich Dino Crisis. Mit dieser Reihe bin ich erst durch den ersten Teil in Kontakt gekommen und selbst diesen habe ich dank der sehr antiquierten Tank-Steuerung nicht komplett durchgespielt.

Was ich bisher vom Spiel gesehen habe, war sehr atmosphärisch und die Dinos schlucken genauso viele Kugeln wie ein Zombie.

Ein Remake des ersten Teils wär definitiv interessant.


Devil May Cry (5 Teile)

Die Devil May Cry Serie umfasst bisher 4 Hauptteile, sowie ein Reboot und verfolgt die Karriere des Dämonenjägers Dante, der, natürlich immer mit einem fetzigen One-Liner auf den Lippen, gegen Heerscharen von mächtigen Dämonen antritt.

Mit Devil May Cry 1, 2 und dem Reboot DmC hatte ich sehr viel Spaß während ich mit Teil 3 nur bedingt und mit Teil 4 nie wirklich warm wurde.

Das Gameplay funktioniert durch alle 5 Teile hindurch hervorragend und macht einfach nur Spaß. Dazu ist das Gegnerdesign hervorragend und strotz nur so vor Kreativität. Hier sei besonders der erste Teil erwähnt, der unglaublich viele Gegner und Bosse bietet, die mir seit Jahren im Gedächnis geblieben sind.


Onimusha (6 Spiele)

Man entferne Dante und ersetze ihn durch einen japanischen Krieger, macht die Dämonen untot und versetzt die Handlung ins feudale Japan. Fertig ist Onimusha und bis auf die Teile 1 & 3 hat mich die Reihe komplett kalt gelassen.

Ich mag das Setting sehr gern und besonders Teil 3 mit seinen zwei Zeitebenen ist sehr kreativ. Es ist schade, dass mit der Reihe seit der Playstation Portable nichts mehr gemacht wurde.

Neben den vier Actionlastigen Hauptteilen erschien ein Taktik-Spiel für den GBA und ein Prügelspiel für die PSP.


Dead Rising (7 Teile)

Auch wenn es schon lange nicht mehr der Fall ist, betrachte ich Dead Rising als eine wichtige Marke der Xbox. Teil 1, 2, 4 & Off the Record sind ja inzwischen für die PS4 erhältlich und ja es gab PS3 Ports von Teil 2 & Off the Record.

Ich mag Dead Rising 1 wegen dem kreativen Setting, ein Einkaufszentrum voller Zombies (Hallo Dawn of the Dead) und dem abgedrehten Kampfsystem. So gut wie jeder Gegenstand kann als Waffe verwendet werden, was in späteren Teilen fast schon absurde Ausmaße annimmt.

Leider war für mich nach Teil 1 bereits die Luft draußen und die weiteren Teile haben mich mäßig bis gar nicht mehr unterhalten.


Was kann ich also als Fazit ziehen? Die Devirate der Resident Evil Reihe sind allesamt sehr kreativ und machen bis zu einem gewissen Grad auch wirklich Spaß. Leider wurde bis auf Devil May Cry und Dead Risinig kein Teil wirklich weiter verfolgt, wobei gerade jetzt im kommenden Boom von Jurassic World 2 ein neues Dino Crisis sicher nicht floppen würde.

Vielleicht kramt Capcom einige seiner alten Marken aus der Mottenkiste aus und beglückt uns in Zukunft mit weiteren frischen Ideen. Hat ja mit Monster Hunter World und Resident Evil 7 auch super geklappt.

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Kona | Review [Playstation 4]

Als ich letztens den PSN Store durchstöbert habe, bin ich auf das Adventure Kona gestoßen. Die Beschreibung eines Mystery-Adventures im eisigen Kanada hat mich neugierig gemacht. Kurzerhand habe ich das Spiel gekauft, runtergeladen & knappe 4 vergnügliche Stunden gehabt. Warum das so war, erfahrt ihr jetzt.


Ihr übernehmt die Rolle von Carl, seines Zeichen Privatdetektiv und zum Glück kein Lama mit Hut (lass lieber die Witze Patrick), der ein mysteriöses Dorf inmitten eines Schneesturms erkundet, nachdem er seinen Auftraggeber tot aufgefunden hat. Was ist mit den verschwundenen Dorfbewohnern passiert und was für ein Schrecken treibt in der Wildnis sein Unwesen? Auf diese Fragen muss Carl eine Antwort finden indem er die Häuser der Verschwudenen aufsucht und in Visionen etwas über deren Schicksal erfährt. Mithilfe von Tagebüchern & anderen Schriftstücken wird die Spielerfahrung


Kona ist ein narratives Adventures aud der Ego-Perspektive mit simplen Rätseln, einem miesen Kampfsystem aber einem cleveren Survival-Element. Protagonist Carl verfügt über drei Gesundheitsanzeigen. Die blaue steht für physische Gesundheit und kann mit Schmerzmitteln sowie Erste-Hilfe-Kästen aufgefüllt werden. Dem gegenüber steht die grüne Anzeige für psychische Gesundheit, nimmt diese ab wird die Kondition und die Zielfähigkeit beeinflusst. Als Gegenmittel dienen Schmerzmittel, Zigaretten, Alkohol & Ruhe.

Am wichtigsten ist die rote Leiste, diese steht für die Temperatur/Wärme des Spielers und wenn sie auf Null fällt heißt das Game Over durch erfrieren.

Wie bereits erwähnt ist das Kampfsystem von Kona nicht besonders gut. Es fühlt sich klobig und schwerfällig an, was am Fokus auf Erforschen & Entdecken liegt aber keine Entschuldigung ist. Man muss jedoch sagen das der Kampf eher selten nötig ist.


Technisch sieht Kona wirklich schick aus wobei der Schneesturm eine super Möglichkeit ist eine einheitliche weiße „Hölle“ zu erschaffen ohne all zu viel Arbeit in Details zu stecken.

Dennoch schafft es die Spielwelt sehr atmosphärischund majestätisch aber auch fremdartig und unheimlich zu sein. Der spärliche Einsatz von Musik tut sein übriges.


Alles in allem ist Kona ein sehr atmosphärisches Adventure mit interessanten Ansätzen und einer spannenden Geschichte die sich langsam entfaltet. Ich vergebe ein wohlverdientes spielenswertund hoffe auf das kommen der geplanten Fortsetzungen!

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Black Mirror (2017) | Review [PS4]

Name: Black Mirror
Entwickler: King Art Games
Publisher: THQ Nordic
Genre: Point & Click
Plattform: Windows, PS4, Xbox One

Mit Black Mirror von 2017 haben King Art Games und THQ Nordic ein Prequel zur populären Black Mirror Point & Click Adventure Serie veröffentlicht. Ob das Spiel die Reihe in Würde erweitert, oder ein Rohrkrepierer ist, möchte ich euch nun erzählen!


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Die Handlung setzt in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts an, als David Gordon, nach dem rätselhaften Tod seines Vaters, zu seinem Stammsitz (Black Mirror Castle) zurückkehrt, um sein Erbe anzutreten. In Black Mirror Castle wird er nicht nur Zeuge eines Mordes, sondern muss sich auch paranormalen Aktivitäten stellen und dem alten Fluch seiner Familie gegenüber treten. Eine Reise in die Dunkelheit beginnt..

Black Mirror (2017) funktioniert ähnlich gut wie der Rest der Serie und entfaltet sich langsam, wie ein gut geschriebener Roman. Dabei sind die Figuren in diesem Drama das eigentliche Highlight. Nicht nur, dass die Personen sehr einprägsam sind, die hochwertigen deutschen Sprecher verleihen jeder Figur Wiedererkennungswert und einen eigenen Charakter!


Klassisches Point & Click ist antik, dachten sich wohl die Entwickler von King Art Games und krempelten das Gameplay des vierten Black Mirrors ziemlich um. So steuert man Protagonist David direkt durch die einzelnen Screens, was ganz solide funktioniert mitunter aber fummelig wird, wenn es darum geht, bestimmte Hotspots zu erreichen.

Mein größter Kritikpunkt am Gameplay ist jedoch die schwammige Menüführung, bei der sowohl das Digikreuz, als auch die Analog-Sticks eine andere Funktion aufweisen und das Blättern durch die Menüseiten zur kleinen Herausforderung machen.

Was hingegen sehr gut funktioniert, sind die Rätsel. Diese reichen von Mathe bis zu Reaktionstests, sowie dem Suchen von Hinweisen und sorgen für Abwechslung im Spiel. Leider gibt es nicht sehr viele Rätsel im Spiel, hier wäre also noch Luft nach oben gewesen!

Das klassische Führen von Dialogen ist ebenfalls vorhanden und unterhält dank den hervorragenden Sprechern, sowie solide geschriebenen Zeilen.


Technisch setzt Black Mirror (2017) keine neuen Maßstäbe im Genre, aber optisch sieht das Spiel sehr schick aus und besonders die Setzung von Licht & Schatten ist gelungen. Was die Atmosphäre angeht, kann man nicht meckern, aber dafür gibt es andere Punkte, die mich nicht recht überzeugen wollen.

Die Performance von Black Mirror leidet immer wieder an Einbrüchen der Bildrate und die häufigen Ladezeiten sind ein steter Begleiter des Spielers.

Was ich noch positiv anmerken muss ist der dumpfe, schwere & düstere Soundtrack des Spiels. Die dunklen Klänge ergänzen die erwähnte Atmosphäre perfekt.


Black Mirror ist kein schlechtes Spiel, jedoch hätte etwas Feinschliff nicht geschadet. Die Atmosphäre & die Handlung, in Kombination mit den Figuren, ist hervorragend, jedoch krankt das Spiel auf technischer Ebene. Ich gebe dem Spiel schweren Herzens das Prädikat bedingt spielenswert, denn das Potential ist deutlich erkennbar. Mit Potential macht man jedoch kein hervorragendes Spiel.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Links zu Amazon:

Black Mirror – PS4

Black Mirror – Xbox One

Black Mirror – PC

Link zu Goldfuchs Review:

[Review] Black Mirror – Solides Grusel-Adventure für Cthulu-Liebhaber

 

Meine Nintendo Switch Spielesammlung | Storytime

Ich mag die Nintendo Switch. Obwohl die Konsole so klein ist steckt in ihr ein gewaltiges Potential und unglaublich viel Spielspaß. Heute teile ich meine Sammlung an Nintendo Switch Spielen mit euch!


Super Mario Odyssey

Review: Super Mario Odyssey | Review [Nintendo Switch]

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Gib eine Beschriftung ein


Mario Kart 8 Dekuxe

Review: Mario Kart 8 Deluxe | Review [Nintendo Switch]

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Fire Emblem Warriors

Review: Fire Emblem Warriors | Review [Nintendo Switch]  

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Xenoblade Chronicles 2

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The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Review von Felix: The Legend of Zelda: Breath of the Wild [Autor: Felix Neumaier] | Review

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1-2 Switch

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Pokemon Tekken DX

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Splatoon 2

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Rayman Legends Definitive Edition

Review: Rayman Legends – Definitive Edition | Review [Nintendo Switch]

Weiterer Beitrag zu diesem Thema: Ubisoft und die Nintendo Switch | Gedankenspiel

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Mario + Rabbids Kingdom Battle

 

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The Binding of Isaac: Afterbirth + (Mein aktuelles Lieblingsspiel auf der Switch)

Review: The Binding of Isaac: Afterbirth+ | Review [Nintendo Switch]

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The Elder Scrolls V: Skyrim

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Neben diesen Spielen besitze ich noch ein paar digitale Spiele, auf die ich in einem anderen Beitrag eingehen werden. Wenn ihr eine Switch besitzt würde es mich interessieren was ihr auf dieser Konsole spielt und was eure Lieblingsspiele der Nintendo Switch sind!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Wolfenstein 2: The New Colossus | Review [Playstation 4]

Eine Revolution entsteht…

Entwickler: MaschineGames
Publisher: Bethesda
System: PC, PS4, Xbox One

Am 27.10.2017 ist Wolfenstein 2: The New Colossus erschienen. Bei diesem Ego-Shooter handelt es sich um den dritten Teil der modernen Wolfenstein-Serie vom schwedischen Entwickler MachineGames. Das Spiel ist für die PS4, die Xbox und den PC erschienen. Eine Umsetzung für die Nintendo Switch folgt im Jahr 2018.


The New Colossus setzt die dystopische Alternativgeschichte von The New Order fort. In diesem Szenario haben die Nazis den Zweiten Weltkrieg dank hochentwickelter Technik gewonnen, einzig der Kreislauer Kreis leistet nennenswerten Widerstand.
Die Handlung spielt im Jahr 1961. Die Ein-Mann-Armee B.J. Blazkowic hat den langjährigen Erzfeind General Totenkopf getötet. Einige Monate später ist Blazkowic aufgrund seiner Verletzungen ein gebrochener Mann. Das neue Hauptquartier des Widerstandes ist das U-Boot „Evas Hammer“. Als dieses von den Nazis attackiert wird, muss der blondhaarige Supermann wieder ans Werk und seine Freunde, besonders seine Frau, beschützen. Bösewichtin des Spiels ist Irene Engel, die man bereits aus dem Vorgänger kennt. Sie will Rache üben und tötet ein wichtiges Mitglied des Widerstands.
Trotz des schweren Verlustes bleibt der Plan des Kreislauer Kreises erhalten. Die USA befreien und von dort aus den der Rest von der Terrorherrschaft der Nazis befreien.
Die Geschichte von Wolfenstein 2 ist düster, brutal & schonungslos. Trotz der ganzen Gewalt und dem persönlichen Schmerz der Charakter wird die Handlung durch gelegentliche Witze aufgelockert. Somit steht Wolfenstein 2 in der Tradition von The New Order und The Old Blood.


Optisch sieht Wolfenstein 2 hervorragend aus. Dies gilt sowohl für die Ingame Grafik, als auch für die hochwertigen Zwischensequenzen. Am Protagonisten B.J. Blazkowic merkt man die grafische Entwicklung am meisten. Von The Old Blood bis The new Colossus sind es 15 Jahre und diese Zeit ist nicht spurlos vorüber gegangen. Gezeichnet von Narben, seelisch wie körperlich, gibt Blazkowic dennoch nicht sein Bestreben auf, das Regime endgültig zu besiegen.
Ganz in der Tradition von modernen Shootern, reicht das Farbspektrum von braun-grau bis grau-braun, wobei man hier und dar Farben entdecken. Damit meine ich andere Farben außer die Hektoliter an Feindesblut.
Die Level selbst sind abwechslungsreich und weichen vom Standard der Ego-Shooter ab, da es immer wieder Abzweigungen sowie Sammelobjekte gibt. Weiters wird nicht in jedem Level gekämpft, was dem Spieler eine Pause gönnt und ihn in diese Welt eintauchen lässt.
Es gibt auch was auf die Ohren. Ich spiele die internationale Fassung von Wolfenstein 2, in der die Deutschen & Amerikaner ihre jeweilige Muttersprache sprechen. Ein kleines Detail, aber es macht die Welt wesentlich glaubhafter.


Wolfenstein 2 ist ein Ego-Shooter, was bedeutet, dass man aus der Ich-Perspektive gegen verschiedene Feinde ins Feld zieht. Da Blazkowic, wie in den Vorgängern, jede Schlacht allein bestreitet, braucht er ein großes Waffenarsenal und dieses bekommt er auch. Das Arsenal umfasst unter anderem eine Schrotflinte, eine Pistole, ein Sturmgewehr, sowie eine Maschinenpistole. Jede dieser Waffen kann auch in doppelter Ausführung verwendet werden, um die Feuerkraft zu verstärken. Zusätzlich gibt es noch schwere Waffen um besonders zähe Feinde oder größere Gruppen zu bezwingen.
Für den Nahkampf bekommt B.J. dieses mal eine handliche Axt, um Feinde lautlos zu erschlagen. Lautloses Vorgehen ist ein optionaler Bestandteil des Spiels und erhöht den Anspruch, da die K.I. recht clever ist.
Abseits des ganzen Mordens kommen auch Sammelaufgaben nicht zu kurz. Es gibt verschiedenste Sammelobjekte (Gold, Schallplatten, Spielzeug) die in den einzelnen Leveln versteckt sind. Weiters gibt es sogenannte Perks die durch bestimmte Tötungen der Feinde aufgelevelt werden sowie Waffenupgrades.


Wolfenstein 2: The New Colossus ist meiner Meinung nach der beste Singleplayer Ego-Shooter des Jahres 2017 und übertrifft sogar das von mir sehr geschätzte Get Even. Das Spiel nutzt gekonnt die alten Stärken der Serie und erzählt die Geschichte um B.J. Blazkowic‘s endlosen Krieg spannend. Mit Irene Engel wurde eine Antagonistin inszeniert, die man gerne hasst. Grausam, Schonungslos und Brutal trifft Wolfenstein 2 sehr gut. Dennoch bleiben die Figuren, besonders Blazkowic, menschlich und geben ihren Kampf gegen das Regime nicht auf. Das Spiel bekommt eine klare Empfehlung von mir und somit das Prädikat spielenswert!
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Dragon’s Dogma: Dark Arisen HD | Review [Playstation 4]

Dragon’s Dogma war mein Spiel des Jahres 2012. Vor fünf Jahren habe ich Dragons Dogma beendet. In die Spielwelt Gransys kehrte ich 2013 mit dem Add-on Dark Arisen. Da aller guten Dinge drei sind, erkunde ich erneut die mystische Welt von Gransys. Ob mich das Spiel zum dritten mal begeistern konnte, erfahrt ihr jetzt. Viel Spaß!
Noch eine kleine Anmerkung, in dieser Review geht es mir rein um das Hauptspiel Dragons Dogma. Der DLC Dark Arisen wird bei Zeiten einen Nachtrag bekommen!


Eine Prophezeiung besagt die Rückkehr einer alten Bestie. Diese Kreatur, ein Drache namens Grigori, taucht in der Welt Gransys auf und senkt Dunkelheit über das Reich.
Der Held, ein vom Spieler selbst erstellter Charakter, tritt beim Auftauchen des Drachen gegen die Bestie an, scheitert jedoch kläglich. Der Drache stiehlt dem Spieler sein Herz, wodurch dieser zum Erweckten wird und das Ungeheuer erschlagen muss, um sein Herz zurück zu bekommen. Nach einer Reise in die Hauptstadt muss der Spieler diverse Aufgaben für die Stadt erledigen, um schließlich Teil der Lindwurmjagd zu werden.
Natürlich ist das nur ein Teil einer verzweigten & epischen Handlung um Gransys zu retten. Das Hauptziel bleibt dem Spieler jedoch immer in Erinnerung.


Dragon’s Dogma ist ein Action-Rollenspieler in dem der Spieler zusammen mit einer Gruppe aus bis zu vier Personen die Welt bereist, Missionen erfüllt, Dungeons erforscht und eine vielfältige Anzahl an Monstern bekämpft.
Die Truppe besteht aus dem Spieler selbst, einem Hauptvasallen, den man wie den Hauptcharakter selbst erstellt und zwei Gefährten die an Riftsteinen gegen andere Vasallen ausgetauscht werden. Der Vorteil an diesem System ist die Zusammenstellung einer ausgewogenen Truppe aus 9 wählbaren Klassen, die Klasse des Spielers & des Hauptvasall kann in Gasthäusern geändert werden. Nachteilig ist in diesem Fall, dass fehlen einer richtigen Persönlichkeit der Figuren. Die Charaktere in Dragon’s Dogma sind ohnehin etwas seicht gehalten, haben aber dennoch etwas Persönlichkeit um sie zu unterscheiden.
Der Kampf wiederum ist besser gelungen als die Persönlichkeiten. Als großes Feature wird das Klettern etabliert. An dieser Stelle muss ich den Director des Spiels, Hideaki Itsuno, zitieren:

„In diesem Spiel kann man an allem klettern, solang es Körperteile hat, die man attackieren kann.“

Mit diesem Satz lässt sich ein großer Teil des Kampfsystems wunderbar zusammenfassen. Der Rest besteht im Kern aus dem Ausnutzen der Schwächen der Feinde, dem Koordinieren der Vasallen, wobei die K.I. sehr gut ist und dem Entfesseln mächtiger Attacken, die man nach & nach durch Disziplinpunkte freischaltet.


Optisch besticht Dragon’s Dogma durch sehr schöne Landschaft und ein schickes Gegnerdesign, besonders die Chimäre sieht sehr beeindruckend aus.
Kritik muss leider auch sein, da die NPC’s immer wieder ineinander hineinlaufen und keine Kollision haben. Dieser Fehler tritt jedoch eher selten auf, da der Spieler durchaus „Materie“ besitzt und nicht durch alles hindurchläuft.

Alles in allem sieht Dragon’s Dogma mit einem Alter von vier Jahren immer noch sehr gut aus und zeigt nur wenig Altersschwäche.
Kurz zum Soundtrack, da dieser nur aus zwei erwähnenswerten Themen (Intro & Kampfthema) zu bestehen scheint, ist die akustische Untermalung als Hintergrundbeschallung zu verbuchen.


Zusammengefasst ist Dragon’s Dogma: Dark Arisen HD auch nach vier Jahren immer noch Spielens wert und entführt den Spieler in eine faszinierende Welt, voller Monster, Abenteuer & verborgener Schätze. Wer Dragon’s Dogma noch nicht gespielt hat, sollte dies schleunigst nachholen und Teil der Lindwurmjagd werden!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Für all jene die das Spiel kaufen möchten, in Kooperation mit dem Amazon Partnerprogramm:

Dragon’s Dogma Dark Arisen [PS4]

Dragon’s Dogma Dark Arisen [Xbox One]

 

Die Nachzügler #1: September 2017 | Gedankenspiel

Im September konnte ich endlich einige Spiele nachholen, die schon seit Ewigkeiten in meinem PS4 Backlog vergammeln. Im heutigen Beitrag möchte ich meine Meinung zu diesen Spielen äußern. Viel Spaß!


Deadpool (PS3/PS4/Xbox 360/Xbox One/PC)

Ich mag die Figur des Deadpool. Das Videospiel um den Söldner mit der großen Klappe ist ein stumpfes Hack ’n Slay mit viel Humor. Man muss den High Moon Studios (ein Vasall von Activision) einiges an Kreativität zusprechen, da dieses Spiel immer wieder Abschnitte enthält, die von der Hack ’n Slay Norm abweichen. Außerdem gibt es immer wieder Auftritte von anderen „X-Men“ wie Cable oder Rogue. Das X-Men Team aus diesem Spiel besteht aus Wolverine, Rogue, Psylocke & Domino, was mich aber eher an die X-Force (Black Ops Team der X-Men) erinnert.

Als Oberschurke wurde Sinister ausgewählt, was mich sehr freut, da man so von den üblichen Schurken wie Magneto & Apokalypse wegkommt.
Zusammengefasst ist Deadpool ein stumpfes, kurzweiliges aber äußerst unterhaltsames Hack ’n Slay. Bis auf den letzten Kampf, der ist nämlich beschissen.


Late Shift (PS4)

Das Genre der FMV Spiele gehört in die Kategorie „Tod geglaubte leben länger“. Zu PS1 & Dreamcast Zeiten waren spielbare Filme der letzte Schrei. Da diese Spiele jedoch fast ausnahmslos von mieser Qualität sind, verschwand das Genre so schnell, wie es gekommen ist.

Es gibt jedoch eine Spieleschmiede aus Wales, namens Wales Interactive, die dieses Genre teilweise wiederbelebt haben. Zum einen gibt es den FMV/Point & Click Hybrid The Bunker (eine Geschichte für ein anderes mal) und den Film Late Shift, dessen Handlung man beeinflussen kann. Ich bin ehrlich, da dieses „Spiel“(ja Late Shift ist ein Videospiel) kaum Gameplay besitzt, ist die Handlung der Kern des Spiels. Da viele von euch das Spiel nicht kennen, werde ich mich kurz halten: Der Student Matt gerät durch Zufall an eine Diebesbande und muss mit ihnen eine kleine Schüssel aus Porzellan stehlen. Das ist jedoch erst der Anfang.

Ein herausragendes Merkmal für Late Shift ist die Entscheidungsgewalt auf den weiteren Verlauf. Dazu kommen 7 mögliche Enden, was das Spiel zum Beispiel bereits nach der ersten Hälfte enden lässt.
Wer eine besondere Spielerfahrung haben möchte und sich an Thrillern erfreut, sollte Late Shift unbedingt eine Chance geben.


Darksiders Warmastered Edition (PS4/Xbox One/Wii U)

Als Darksiders im fernen Jahr 2010 erschienen ist, hat es mich absolut nicht interessiert. Gleiches gilt für den Nachfolger. Mir wurden beide Spiele zwar immer wieder nahegelegt, aber mein Interesse wurde erst letztes Jahr geweckt, als ich das Spiel um knapp 10 € für die, von mir geliebte, PS4 erhalten habe.

Ich würde Darksiders als einen Mix aus God of War, The Legend of Zelda & diversen religiösen Motiven bezeichnen. Das Hack ’n Slay Spielprinzip erinnert sehr stark an God of War, inklusive Gewaltdarstellung auch wenn diese weniger drastisch ist. Was die Levelarchitektur & der zu bereisenden Oberwelt angeht, hat man sich klar an The Legend of Zelda orientiert. Darksiders ist jedoch keine zusammengeklaute Mixtur. Es orientiert sich an den Vorlagen und macht sein eigenes Ding. Dieses Zusammenspiel von Dämonen, Engeln, apokalyptischen Reitern & Monstern, die teilweise nach Göttern (Tiamat) benannt wurden, ist sehr erfrischend.

Die Handlung beschäftigt sich mit dem apokalyptischen Reiter Krieg, der durch ein scheinbares Fehlverhalten die Apokalypse entfesselt hat. Um seine Unschuld zu beweisen und die Verschwörung aufzudecken, kehrt Krieg nach einem Zeitsprung von 100 Jahren auf die Erde zurück. Im zerstörten New York beginnt seine Mission.
Ich war überrascht, wie gut mir das erste Darksiders gefallen hat. Kriegs Rachefeldzug ist gelungen inszeniert und wartet mit einigen plot twists auf. Dazu kommt eine überraschend komplexe Spielstruktur. Es ist diese ausgewogene Mischung aus Kämpfen, Rätsel lösen & Erkunden, die den Reiz ausmacht.


Leider habe ich diesen Monat „nur“ drei Spiele aus meinem Backlog nachholen können. Dafür waren es drei gute Erfahrungen & ich will versuchen, nun jeden Monat zumindest zwei Spiele aus dem Backlog durchzuspielen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Agents of Mayhem | Review

Agents of Mayhem ist ein Third-Person-Shooter, mit offener Spielwelt, der von Volition entwickelt und von Deep Silver, am 18.8.17, für PS4, Xbox One & PC veröffentlicht wurde. Das Spiel ist ein Spin-Off der populären Saints-Row Reihe und verweist immer wieder auf diese. Außerdem spielt AoM im gleichen Universum wie die Red Faction Spiele.


Die Handlung ist der wohl simpelste aber auch am besten funktionierende Aspekt des gesamten Spiels. Eine Organisation, geleitet von den finstersten Schurken der Welt, möchte die Nationen der Erde zerstören. Die Organisation Mayhem, gegründet von Persephone (Saints Row 2) und unterstützt von der Ultor Corporation (Saints Row 2, 3 & Red Faction), tritt mit ihren Agenten gegen die Schurken an. Schauplatz der Geschichte ist Seoul, die Stadt der Zukunft, in Süd-Korea. An dieser Stelle sei angemerkt das Agents of Mayhem nach dem „recreate Earth“ Ende von Saints Row 4 & dem Ableger Saints Row: Gat out of Hell spielt.
Neben dieser Hauptstory, die etwas dürftig ist, aber charmant erzählt wird, gibt es noch ein paar Nebenhandlungen, die die anderen Agenten behandeln. Diese sind im besten Fall jedoch eher bemüht.


Von diesen Agenten gibts es insgesamt zwölf an der Zahl und sie teilen sich in vier verschiedene Trios auf. Jeder dieser Agenten besitzt unterschiedliche Fähigkeiten und spielt sich anders. Auf den Missionen kann/muss man sich ein Team aus drei Agenten zusammen stellen und kann diese dann hochleveln, mit Ausrüstungen & mit Fähigkeiten verbessern, wenn sie eine Stufe aufsteigen. Stufenanstiege werden durch das Sammeln von EXP erreicht. Diese erhält man, z. B. durch das besiegen von Feinden. Von den zwölf Agenten müssen neun im Laufe des Spiels, durch Nebenmissionen, frei geschalten werden während Johnny Gat (Saints Row) ein Bonuscharakter ist.
Die Missionen sind mit Verfolgungsjagden, Bosskämpfen, dem Einnehmen von L.E.G.I.O.N. Basen/Verstecken/Kontrollpunkten und dem ablaufen von Checkpoints, um z. B. zu erfahren, wie ein Reaktor deaktiviert wird, relativ abwechslungsreich. Die Spielwelt an sich ist jedoch eher steril & langweilig. Es gibt Nebenaktivitäten, jedoch liegt dort der Fokus meistens, wie in den Hauptmissionen, auf dem Kampf.

Ich habe kein Problem mit Action, aber etwas mehr Abwechslung hätte ruhig drinnen sein können.


Optisch ist Agents of Mayhem sehr solide. Seoul mag steril sein, was Nebenaufgaben angeht, aber die Stadt sieht verdammt gut aus. Die Farben sind kräftig, überall gibt es kleine Details und was zumindest mich freut, sind die Querks. Das bedeutet in der Spielwelt passiert immer wieder Quatsch, der nicht passieren sollte, wie ein Verkehrsunfall, NPC’s die wie Irre durch die Straßen fahren oder Passanten die plötzlich überfahren werden. Mir ist klar, dass dies ungewollt ist aber es macht die Spielwelt irgendwie glaubhafter, als wenn alles perfekt abläuft.


Zusammengefasst funktioniert Agents of Mayhem, bis auf die Eintönigkeit im Gameplay, sehr gut. Das Spiel ist ein solider Shooter, der als Saints Row Titel gefloppt wäre, jedoch trägt dieses Spin-Off den Namen „Saints Row“ nicht im Titel. Wer ein kurzweiliges, knallbuntes Actionspektakel sucht und die Welt vor dem Bösen retten will, ist hier genau richtig. Die Brücke zwischen Saints Row & Red Faction wurde endgültig geschlagen und ich bin gespannt, was da in Zukunft noch kommen wird.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Uncharted: The Lost Legacy | Review [PS4]

Wer meinem Twitter bzw. Instagram Account folgt (Schleichwerbung), weiß das ich bereits seit dem 19.08.2017 im Besitz von Uncharted: The Lost Legacy bin und das Spiel in der Nacht zum 21.08 durchgespielt habe. Warum kommt die Review erst jetzt? Nun, es gab noch einige Beiträge in der Warteschlange, aber jetzt ist es endlich soweit. Viel Spaß!

Uncharted: The Lost Legacy ist ein Action-Adventure des amerikanischen Studios Naughty Dog und erschien am 23.08.2017 exklusiv für die Playstation 4. Zum ersten mal in der, bisher sechs Spiele umfassenden, Reihe übernimmt man nicht die Rolle von Nathan Drake.


Chloe Frazer (Uncharted 2 & 3) & Nadine Ross (Uncharted 4) müssen widerwillig zusammenarbeiten um den Stoßzahn Ganeshas, ein altes und heiliges indisches Artefakt, zu finden. Dieses Artefakt will auch der Warlord Asav, der Antagonist des Spiels, in die Hände bekommen. Schauplatz der gesamten Geschichte ist Indien.

Die Rahmenhandlung eines Uncharted war noch nie sehr berauschend. Der große Reiz wird durch das Zusammenspiel der Figuren ausgemacht. Hier sei besonders die Chemie zwischen Nadine und Chloe erwähnt. Beide Harmonieren, trotz ihrer Differenzen, wunderbar miteinander und wirken glaubhaft. Wir haben hier zwei starke weibliche Hauptfiguren, die nicht nur charismatisch und weiblich sind, sondern auch glaubhaft. Wir haben keine unbesiegbaren Kampfmaschienen. Beide müssen Niederlagen einstecken, wachsen aber daran und lassen sich von ihrem Ziel nicht abbringen.


Technisch & grafisch überzeugt Uncharted: The Lost Legacy, bis auf ein paar Kleinigkeiten wie Gras im Auto, auf ganzer Linie. Die Animationen, besonders die der Gesichter sehen fabelhaft aus. Dazu kommt eine wunderschöne, farbenfrohe & detailreiche Spielwelt. Der Dschungel lässt sich mit wild, majestätisch & mystisch am besten beschreiben. Dazu kommt eine realistische Spielphysik, was bewegende Objekte betrifft. Der alte Trick mit der filmreifen Action, fast nahtloser Übergang von Zwischensequenzen zu Ingame, funktioniert hier erneut wunderbar.


The Lost Legacy sieht jedoch nicht nur gut aus, es spielt sich auch wunderbar. Im Grunde ist das Gameplay eine ausgewogene Mischung aus Actionsequenzen, Geschicklichkeitseinlagen und Rätsel, die es zu lösen gilt. Die Rätsel selbst sind abwechslungsreich und teils sehr fordernd, lassen sich aber mit logischem Denken lösen.
Die Geschicklichkeitseinlagen umfassen schwimmen & tauchen, das klettern an Felswänden sowie das schwingen mit dem Seil über Abgründe. Im Kampf steht dem Spieler ein reichhaltiges Arsenal an Schusswaffen zur Verfügung. Es kann aber auch im Nahkampf gekämpft werden. Wer es leise mag, kann auch schleichen und Feinde aus dem Hinterhalt erledigen.
Erwähnenswerte Neuerungen im Gameplay, sind das knacken von Schlössern & das nutzen von schallgedämpften Pistolen.


Alles in allem ist Uncharted: The Lost Legacy ein würdiger Ableger, der Uncharted 4 in nichts nachsteht. Alle stärken des Vorgängers wurden übernommen und im gewissen Bereichen sinnvoll erweitert. Die Spielzeit mit knapp 8 Stunden ist etwas kurz aber der Wiederspielwert ist sehr hoch. Wer eine PS4 besitzt, kommt um diese kleine Perle nicht herum.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Mehr von Uncharted könnt ihr hier lesen und unter diesen Links kann man sich Uncharted 1 bis 3 & Uncharted: The Lost Legacy für die PS4 kaufen! In Kooperation mit dem Partnerprogramm von Amazon!

Uncharted: The Nathan Drake Collection

Uncharted: The Lost Legacy

 

Meinung zu Batman – The Telltale Series + Batman: The Enemy Within Ersteindruck | Gedankenspiel

Ich mag die Spiele von Telltale, auch wenn ich sie eher als interaktive Serien bezeichnen würde. Die Geschichten sind oft sehr spannend & dieser Comiclook gefällt mir sehr. Leider sind die Spiele technisch etwas schwach. So ruckelt der Spaß gern mal oder stürzt ab. Fairerweise muss man auch sagen, dass das nicht zu häufig passiert.


Wer den viel zu langen Titel gelesen hat, weiß, dass es heute um Batman von Telltale geht. Zuerst werde ich meine Meinung zur ersten Staffel mit euch teilen & dann meinen Ersteindruck zur ersten Episode des neuen Abenteuers zum besten geben.
Batman – The Telltale Series erschien im Zeitraum von August bis Dezember 2016 für alle gängigen Plattformen (Mobile, Current Gen & Last Gen) ausser den Nintendo Konsolen. Wie bei anderen Telltale Spielen, gehört auch Batman dem Genre des Point & Click Adventures an. Der Fokus liegt jedoch weniger auf dem lösen von Rätseln sondern viel mehr auf der Geschichte und die schauen wir uns jetzt an. An dieser Stelle sei angemerkt, dass ich Spoiler soweit es geht vermeiden will.


Die Handlung spielt in der Anfangszeit des dunklen Ritters. So gibt es noch keinen Two-Face, Joker, Riddler oder Pinguin aber dafür herrscht, der Römer (Carmine Falcone), über Gotham. Der Spieler übernimmt sowohl die Rolle von Bruce Wayne als auch von Batman und muss an zwei Fronten kämpfen. Bruce Wayne muss um den guten Namen seiner Familie kämpfen als Bekannt wird, dass Thomas Wayne mit dem korrupten Bürgermeister Hill & Verbrecherboss Falcone zu tun hatte.
Batman muss Gotham vor den Kindern von Arkham beschützen, die das alte Machtgefüge Wayne, Hill & Falcone zerstören wollen. So werden aus Freunden erbitterte Feinde. Die Geschichte des ersten Batman-Spiels von Telltale ist sehr spannend, wendungsreich & fühlt sich, wie eine klassische Geschichte, um die alte Fledermaus an. Da Batman ein Detektiv ist, muss man im Spiel verschiedene Tatorte untersuchen & mithilfe des Batcomputers die Hinweise zusammenführen.

Bis auf die oben erwähnten technischen Schwächen, ist Batman – The Telltale Series eine spielenswerte, interaktive Geschichte um den dunklen Ritter.


Kommen wir nun zum Ersteindruck der Fortsetzung von, Batman – The Enemy within Episode 1. Die Episode erschien am 8.8.17 und spielt kurz nach den Ereignissen der ersten Geschichte.
Das Spiel startet mit Bruce Wayne der einen Waffenhändler in einem Kasino beschattet. Plötzlich stürmen maskierte & schwer bewaffnete Männer den Raum. Angeführt von einem sinisteren Gesellen. Edward Nigma, auch bekannt als Riddler ist nach Gotham City zurückgekehrt. Nach einer ersten handgreiflichen Auseinandersetzung, zwischen dem besten Detektiv der Welt und dem Meister der Rätsel, gelingt dem Riddler die Flucht. Er hinterlässt Batman ein Rätsel, dass es zu lösen gilt.
Bevor sich Batman jedoch den Kopf wegen dem Rätsel zerbrechen kann, kommt es zu einer ersten Begegnung mit Amanda Waller, Leiterin der „Agency“. Sie und ihr Team sind dem Riddler schon länger auf den Fersen. Nun arbeiten die Agency & das GCPD zusammen, um den Riddler zu stoppen. Dabei wird eine Zusammenarbeit zwischen Batman, dem GCPD & der Agency unvermeidlich.
Ich mag dieses „neue“ Gotham, welches nach den Kämpfen gegen Pinguin, Lady Arkham & Two-Face enstanden ist. Dank Batman & Gordon sind die Verbrechen zurückgegangen. Der Frieden ist jedoch trügerisch. Mit dem Riddler kehrt eine alte Geißel Gothams zurück und mit dem „Joker“ John Doe, scheint bald ein neuer Superschurke zu entstehen. Beide scheinen ebenso, wie die Superschurken des Vorgängers, durch Batman geradezu magisch angezogen zu werden. Hier wird erneut die Theorie aufgegriffen, dass Batman seine eigenen Feinde erschafft.


Neben den alten & neuen Superschurken taucht auch eine eher neutrale Fraktion auf. Amanda Waller & ihre Agency machen Jagd auf den Riddler. Das auftauchen von Amanda Waller lässt mich auf einen Auftritt des Suicide Squad hoffen und ich bin gespannt wie sich Batman & Gordon in diesem Kampf schlagen werden.
Zusammengefasst bildet die erste Episode „Enigma“ einen sehr guten Einstieg und macht Lust auf mehr. Ich bin gespannt ob & wie sich Batman, in diesem kommenden Krieg um Gothams Zukunft schlagen wird.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

 

Hellblade: Senuas Sacrifice | Review [PS4]

Am 8.8.2017, erschien mit Hellblade: Senuas Sacrifice, eines meiner meist erwarteten Spiele 2017 für Windows & PS4. Das Spiel wurde vom britischen Studio Ninja Theory (DmC, Heavenly Sword) entwickelt & selbst vermarktet.


 

Hellblade ist in einer, von der nordischen & keltischen Mythologie inspirierten, Welt angesiedelt. Der Spieler begleitet Senua, eine an Psychosen leidende Frau, auf ihrer emotionalen Reise nach Helheim, dem nordischen Reich der Toten. Dabei wird der Spieler immer wieder mit dem Wahnsinn, der in Senua brennt, konfrontiert. Dieser Wahnsinn macht sich sowohl physisch wie psychisch bemerkbar und erzeugt eine der intensivsten Atmosphären, die ich jemals in einem Videospiel erlebt habe. Kurz gesagt, das Spiel ist ein Trip in die Hölle.

 


Die dichte Atmosphäre wird sowohl durch die optische als auch durch die akustische Präsentation gestaltet. Dank der Unreal Engine 4, sieht Hellblade hervorragend aus, viele Details, eine realistische Mimik Senuas (man merkt ihren Wahnsinn permanent) sowie malerische aber unheimlich Gebiete, überzeugen. Wie bereits angemerkt ist Senua wahnsinnig, was bedeutet, dass sie in ihrem Kopf Stimmen hört.

Diese Stimmen machen einen wichtigen Teil der Atmosphäre aus und erfüllen mehrere Zwecke. Nicht nur geben sie nützliche Tipps im Kampf (zb, wenn einem ein Gegner in den Rücken fallen will) sondern sie geben mal beleidigende, mal interessante Kommentare zum Geschehen oder zum aktuellen Rätsel ab. Eine weitere Funktion ist eine Erzählstimme, die neben Senua selbst, einen Einblick in die Gedankenwelt unserer tragischen Heldin gibt.


Hellblade bietet eine gelungene Mischung aus Kämpfen & Rätseln. Die Kämpfe haben eine taktische Note. Angriffe, Blocken, kontern & ausweichen will gelernt sein, um den schlagkräftigen Gegner etwas entgegenzusetzen.

An dieser Stelle müssen die Kämpfe gegen die ersten Bosse Surt & Valravn erwähnt werden. In beiden Kämpfen, gilt es den jeweiligen Gott zu töten aber der Weg zum Ziel variiert. Bei Surt steht brachiale Gewalt auf der Tagesordnung. Man muss zwar blocken & ausweichen aber durch Surts starke Angriffe wird die Verteidigung relativ leicht gebrochen.

Im krassen Gegensatz dazu steht Valvran, wo Geschwindigkeit & Verteidigung der Schlüssel ist. Wer bis dahin das Kontern gemeistert hat & die Verteidigung oben hält geht als Sieger hervor. Natürlich waren dies nur zwei Beispiele für ein gelungenes & taktisches Kampfsystem. Die Anzahl an Feinden ist überschaubar aber jeder braucht seine eigene Taktik, um erschlagen zu werden.

Abseits des Kampfes gilt es Rätsel zu lösen. Das beliebteste Rätsel ist das Suchen von Runen in der Umgebung, um Tore zu öffnen. Mitunter wird diese Sucherei sehr anspruchsvoll aber nie frustrierend. Positiv fällt das fehlen eines HUD auf. Es gibt einen Indikator, in Form eines roten Bildschirms, wenn Senuas Gesundheit fällt. Ansonsten ist der Bildschirm frei von Anzeigen, die den Spieler nur ablenken würden.


Zusammengefasst ist Hellblade: Senuas Sacrifice eine atmosphärisches Dark-Fantasy Abenteuer in einer faszinierenden & verstörenden Welt. Das Gameplay bietet eine gelungene Mischung aus taktischem Kampf & Rätseleinlagen. Die Grafik ist fantastisch & die Reise in Senuas Hölle sowie Wahnsinn gehört zu den interessantesten Trips, in Videospielform, die ich dieses Jahr erlebt habe.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

 

Weitere Beiträge zu Hellblade:

[Review] Hellblade: Senua’s Sacrifice – Wie Senua mich von meinen Ängsten befreite von Goldfuchs

Hellblade: Senua’s Sacrifice von What’s Best in Life

Inferno von Indieflock