Call of Cthulhu (2018) | Review [Playstation 4] | Gruselween Vol. 2 #1

Titel: Call of Cthulhu (2018)
Entwickler: Cyanide Studio
Publisher: Focus Home Interactive
Plattform: PC, PS4, Xbox One, Nintendo Switch
Release: 2018/19

Herzlich willkommen zum ersten Beitrag des Halloween Specials 2020 mit dem Titel „Gruselween Vol. 2„. Den Auftakt bildet die Rezension zu Call of Cthulhu (2018), einem First-Person-Horror-Adventure, angesieldet im Universum von meinem Boy H. P. Lovecraft!


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Call of Cthulhu (2018)
Entwickler: Cyanide Studio
Publisher: Focus Home Interactive
Plattform: PC, PS4, Xbox One, Nintendo Switch
Release: 2018/19


Boston, 1924. Edward Pierce, seines Zeichens Privatdetektiv und Kriegsveteran, steckt in einer Indentitätskrise. Da er in Boston keine Fälle mehr bekommt, flüchtet er sich in den Alkohol- und Pillenkonsum. Ein Lichtblick ist ein mysteriöser Fall, den Pierce eines Tages bekommt. Sein Auftraggeber ersucht ihn, den mysteriösen Todesfall der Familie Hawkins in deren Anwesen im Zuges eines Brandes zu untersuchen und die wahren Umstände der Tragödie zu ermitteln. Dazu reist er auf die Insel Darkwater, um seine Ermittlungen zu beginnen, stößt aber auf weit mehr, als er ahnt …

Erzählerisch merkt man Call of Cthulhu (2018) seine „Verwandtschaft“ mit dem gleichnamigen Pen and Paper Rollenspiel an, da die Handlung einen großen Teil des Spiels ausmacht und signifikant zur Atmosphäre beiträgt. Die Detektivgeschichte schafft es hervorragend, eine konstant ansteigende Spannungskurve zu etablieren, das Ziel von Edward Pierce im Blick zu behalten, aber gleichzeitig interessante Nebenstränge zu öffnen, sowie diese ebenfalls konstant zu verfolgen. Das liegt in erster Linie an der großartigen Harmonie von Handlung und Gameplay, da beide Komponenten sich nicht gegenseitig aushebeln, sondern aufeinander aufbauen.

Das Gameplay von Call of Cthulhu (2018) nutzt Elemente des Adventures, des Shooters und in geringem Umfang auch Rollenspiels. Letzteres wird durch einen Fähigkeitenbaum repräsentiert, der wiederum massiven Einfluss auf den Spielverlauf und die möglichen Lösungsansätze nimmt. Je nachdem, welche Fähigkeit wie weit entwickelt sind, können verschiedenste Situationen auf unterschiedliche Arten gemeistert werden. Sei es durch Worte, durch Gewalt, oder dem cleveren um die Ecke Denken, was ein wenig an die Diebklasse aus dem RPG Genre erinnert. Bis auf die Fähigkeiten Medizin und Okkultismus, welche nur durch in der Spielwelt verteilte Bücher aufgewertet werden können, wird der Fähigkeitsbaum durch entsprechende Punkte ausgebaut. Diese erhält man im Verlauf des Abenteuers.

Einen wesentlich Bestandteil des Spiels nimmt die Untersuchung verschiedener Schauplätze in Anspruch, was mal mehr, mal weniger umfangreich, anspruchsvoll und/oder actionlastig ist. Die Entwickler haben viel Wert auf die Atmosphäre gelegt, was definitiv gelungen ist und man fühlt sich auch wie ein richtiger Detektiv, wenn man den Fall Stück für Stück auflöst und somit auf eines von drei möglichen Enden hinsteuert.

So großartig das Gameplay auch sein mag und auch wenn die Atmosphäre von Call of Cthulhu (2018) äußert dicht ist, so bleibt das Spiel leider nicht komplett fehlerfrei. Optisch wirkt es an vielen Stellen hölzern, was besonders die Charaktermodelle trifft, aber auch die Animationen sind alles andere als butterweich. Generell merkt man dem Spiel sein etwas schwaches technisches Gerüst an, was nicht heißt, dass Call of Cthulhu (2018) ein Debakel ist, aber es wäre definitiv mehr möglich gewesen.

Dafür ist die englische Vertonung solide, wenngleich die Untertitel immer wieder kleinere Fehler aufweisen.


Zusammengefasst ist Call of Cthulhu (2018), trotz seiner schwächelnden Technik, eine hervorragende Adaption des gleichnamigen Rollenspiels mit vielen interessanten Ansätzen, harmonischen Anleihen an die Sherlock Holmes Videospiele, aber was am wichtigsten ist, das Spiel erzählt eine spannende Detektivgeschichte im Lovecraft Universum und nutzt sein Quellmaterial sehr clever.

Ich vergebe für Call of Cthulhu (2018) ein spielenswert, da besonders Lovecraft-Fans auf ihre Kosten kommen werden, aber auch Fans von Horrorspielen und Adventures können einen Blick riskieren.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Paper Mario: The Origami King – Eine Rezension in Bildern | Review [Nintendo Switch]

Titel: Paper Mario: The Origami King
Entwickler: Intelligent Systems
Publisher: Nintendo
Plattform: Nintedo Switch
Release: 2020

Wie im letzten Audiobeitrag angekündigt beglückt uns Felix heute mit seiner Rezension zu Paper Mario: The Origami King aber in einer alternativen Form!


Titel: Paper Mario: The Origami King
Entwickler: Intelligent Systems
Publisher: Nintendo
Plattform: Nintedo Switch
Release: 2020


King Olly hat das Pilz-Königreich eingenommen! Zusammen mit King Ollys Schwester Olivia muss Mario nun den Pilz-Palast, Prinzessin Peach, eine MENGE Toads und Bowser(!?!) retten.
Mario macht sich auf den Weg, die Welt zu retten, begibt sich dazu in den Untergrund von Toad Town und stößt hier neben den fiesen Faltschergen auch auf dieses schöne Graffiti!
Auf Marios Abenteuer erwarten euch auch fiese Bosse wie Farbstifte(?!), oder, wie auf dem Bild zu sehen, der elastische Entertainer Gummiband! Die Bosse sind, wie von Nintendo gewohnt, sehr innovativ, hinter ihnen steht sogar eine ganze Geschichte, welche im Verlauf des Spiels erzählt wird!
Easter-Eggs dürfen natürlich auch nicht fehlen, wie diese Donkey Kong Maske, oder Samus Aran Maske, welche hier jetzt aber leider nicht abgebildet ist!
Wie hier, oder auch schon auf dem Bild davor zu sehen ist, gibt es in Paper Mario: The Origami King wieder Partner, wie ein Bob-omb namens Bobby! Was auch auf keinen Fall fehlen darf, sind die sehr witzigen (hust hust…) Flachwitze… Haha (Flach) Witze, weil alle aus Papier sind… ha… ha… OK weiter im Text. Doch darauf folgt schon eine sehr traurige Szene, welche ich so nicht erwartet hätte.
Überall in der Welt sind diese Coffeeshops versteckt, wo sich hin und wieder einige witzige Sequenzen verstecken. Wie diese hier, wo sich Mario einen Mega Cappuccino bestellt und der Gumba nur einen Espresso, aber naja dort ist einiges anders, als es aussieht.
Um die Rätsel der Welt zu lösen, muss Mario gegen die 4 Pergamenta das Erd-Pergamenton, das Wasser-Pergamenton, das Feuer-Pergamenton und das Eis-Pergamenton kämpfen, welche King Olly sabotiert und zu Origami gefaltet hat. Ist das jeweilige Pergamenta allerdings besiegt, lernt Olivia sich in jenes zu verwandeln und kann so einige Hindernisse aus dem Weg räumen!
Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, also muss sich Mario wohl oder übel mit Bowser Jr. und dem großen Saubermeister ähhhm ich meine natürlich Zaubermeister Kamek zusammen tun, um King Olly aufzuhalten und seinen Papa Bowser zu retten!
Sind alle Luftschlangen gelöst, kanns endlich losgehen, mit einem der größten und besten Story Enden seit langer Zeit in einem Mario Game!
Paper Mario: The Origami King hat neben der extrem schönen Grafik auch einen noch schöneren Soundtrack, in welchem wirklich jede Melodie und jeder Klang mit einer RIESIGEN Menge Gefühl eingespielt wurde!
Paper Mario: The Origami King ist eines der besten Spiele des Jahres, wenn nicht sogar eines der besten Spiele aller Zeiten! Soviel Gefühl, Herz und Humor in einem Videospiel sieht man nicht alle Tage, wer also Lust auf 30-40 Stunden pure Magie hat, dem lege ich dieses Meisterwerk sehr ans Herz!

Text & Screenshots: Felix

Bearbeitung: Patrick

Rechte am Bildmaterial: Nintendo


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Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered | Review [Playstation 4]

Titel: Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered
Entwickler: Naughty Dog/Bluepoint Games
Publisher: SIE
Plattform: Playstation 4
Release: 2015

Achja Uncharted (<3). Kaum ein Franchise aus dem Pool an Playstation Exklusivtiteln fühlt sich so sehr wie eine Reihe guter Filme an, die man immer wieder sehen kann. Die Reihe habe ich bereits mehrmals auf dem Blog behandelt, aber ich hatte wieder lust mich mit den Spielen auseinanderzusetzen und sie einzeln zu beleuchtet.

Den Anfang macht demnach der erste Teil Drake‘s Schicksal oder auch Drake’s Fortune!


Kernfakten aus El Dorado

Titel: Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered
Entwickler: Naughty Dog/Bluepoint Games
Publisher: SIE
Plattform: Playstation 4
Release: 2015


Nathan Drake, laut eigener Aussage ein Nachfahre des Seefahrer/Entdeckers/Freibeuters/Vizeadmirals und erstem englischen Weltumsegler Sir Francis Drake, birgt zusammen mit der Reporterin Elena den Sarg von Francis Drake aus dem Meer. Bis auf ein Tagebuch ist der Sarg allerdings leer. Das Buch enthält Hinweise auf den Standort der legendären Stadt El Dorado.

Zusammen mit seinem langjährigen Freund Victor Sullivan (kurz Sully) begibt sich Drake auf die Suche nach El Dorado. Als sich herausstellt, dass es sich bei der goldenen Stadt in Wirklichkeit um eine riesige goldene Statue handelt, und das Duo den genauen Standort der Statue ermitteln kann werden sie von Verbrechern, unter dem Kommando Gabriel Roman, überrascht. Sully wird augenscheinlich ermordet, die Karte mit der Standort El Dorados wird gestohlen und Drake muss die Flucht antreten. Zusammen mit der Elena, die sich an Drakes Fersen geheftet hat, macht er sich auf die Suche nach El Dorado.

Erzählerisch schlägt der erste Uncharted in das klassische Genre der Abenteuergeschichte, ähnlich wie die Tomb Raider und Indiana Jones Spiele, kombiniert diese mit übernatürlichen Elementen aber auch Action und Humor kommen nicht zu kurz. Die größte Stärke der Handlung sind die Figuren. Besonders Nathan Drake, eigentlich nur ein Typ mit weißem Shirt und ohne prägnantes Merkmal, ist ein herrlich erfrischender Protagonist, der mit Witz, Charme und Hirn ein klarer Sympathieträger ist.

Allerdings sind auch Victor Sullivan und Elena Fisher äußerst sympathisch, sowie eine großartige Ergänzung zum Hauptcharakter. Selbst die Schurken besitzen eine gewisse Sympathie, da sie so herrlich als Arschlöcher geschrieben wurde. Man merkt dem Spiel klar an, dass es von der großartigen Amy Hennig geschrieben wurde, die schon lange ihr Talent bewiesen mit ihren Arbeiten an den Legacy of Kain Spielen.

Spielerisch wirkt Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered wie das Kind von der Spielereihen Tomb Raider und Gears of War. Einerseits sind Rätsel- und Kletterpassagen ein essentieller Bestandteil des Spielerelebnis aber brachiale Feuergefechte lockern das Spiel auf.

Das Klettern wurde bewusst simpel und unterhaltsam konzipiert. So hangelt man sich an klar erkennbaren Vorsprüngen. Dies sorgt nicht nur für ein angenehmes Spieltempo, sondern auch für das richtige Gefühl in einer Abenteuergeschichte zu sein. Ergänzend dazu gibt es einige Rätsel zu lösen, deren Anspruch schwankt, und Schätze kann man für das Freischalten von Extras auch noch sammeln. Selbstverständlich wird in Uncharted auch gekämpft und in den offensichtlich platzierten „Arenen“ knallt es dann auch ordentlich. Dem Spieler steht ein großes Waffenarsenal zur Verfügung, mit dem sich die zahlreichen Feinde effektiv bekämpfen lassen. Sehr wichtig für den Kampf ist das Deckungssystem um dem steten Kugelhagel zu entgehen. Die KI der Feinde schwankt je nach Schwierigkeitsgrad, ist aber allgemein sehr klug.

Optisch hat das Uncharted: Drake’s Schicksal inzwischen Staub angesetzt aber das aufpolierte Remastered von Bluepoint Games sieht auch nach heutigen Maßstäben ganz okay aus. Die farbenfrohen und abwechslungsreichen Umgebungen sind äußerst angenehm für das Auge, aber das Highlight des Spiels sind immer noch die Charaktermodelle, die auch heute noch sehr schon modelliert sind!


Abschließend lässt sich zusammen das Uncharted: Drake’s Schicksal ein hervorragend inszeniertes Abenteuer ist, dass zwar noch so manche Plumpheit (Stichwort: offensichtliche Kampfareale) im Design hat aber durch eine starke Handlung, sympathische Figuren, eine hochwertige deutsche Lokalisierung und sauberes Gameplay glänzt. Rundum ein tolles Erlebnis und ein definitiv spielenswertes Abenteuer!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Eine neue Hoffnung? | Star Wars Jedi: Fallen Order | Review [Playstation 4]

Titel: Star Wars Jedi: Fallen Order
Entwickler: Respawn Entertainment
Publisher: EA
Plattformen: PS4, Xbox One & PC
Release: 2019

Ein bisschen Dark Souls, etwas Tomb Raider und Uncharted sowie eine klassische Geschichte im Star Wars Universum. So lässt sich Jedi: Fallen Order am besten beschreiben!


Kernfakten aus einer weit entfernten Galaxie

Titel: Star Wars Jedi: Fallen Order
Entwickler: Respawn Entertainment
Publisher: EA
Plattformen: PS4, Xbox One & PC
Release: 2019


Fünf Jahre sind seit der Order 66 und dem darausresultierenden Massaker an den Jedi vergangen. Die Klonkriege sind vorbei und der Sith-Lord Palpatine beherrscht die Galaxies in Form des galaktischen Imperiums. Der Padawan Cal Kestis hat die Vernichtung seines Ordens knapp überlebt und arbeitet inzwischen als Schrottsammler auf dem Planeten Bracca. Als er dort einen Freund mit Hilfe der Macht gerettet hat, fliegt seine Tarnung auf und er wird von der imperialen Inquisition gejagt. Gerettet wird er von der ehemaligen Jedi Cere und dem Piloten Greez. Zusammen mit den Droiden BD-1 begibt sich Cal an Bord der Mantis auf die Quest, den Orden der Jedi wieder aufzubauen.

Star Wars Jedi: Fallen Order erzählt eine klassische Star Wars Geschichte aus der alten Ära vor Disney. Die Geschichte vom Wiederaufbau des Jedi-Ordens mag zwar keine Weltneuheit sein, wird aber in einer spannenden Abenteuergeschichte verpackt, die neben persönlichen Konflikten auch den Kampf von Sith gegen Jedi behandelt. Dazu erlebt man nachvollziehbar den Weg Cal‘s vom Padawan zum Jedi-Ritter, da seine Fähigkeiten logisch mit der Handlung wachsen.

Das führt mich zum Gameplay, welches Elemente aus Dark Souls, Tomb Raider und Uncharted nimmt, diese aber zu einem Mix macht. Ein gewichtiger Fokus liegt auf dem Kampf, der stark an Dark Souls erinnert und auf dem Block-Ausweich-Schlag Prinzip basiert, welches taktisches Vorgehen verlangt, je nach Schwierigkeitsgrad. Wobei Jedi: Fallen Order bedeutend zahmer und fairer ist, als die offenkundige Vorlage. Weiters sind die Kämpfe nicht so over the top, wie in der Prequel, oder Sequel Trilogie, sondern erinnern an die Duelle aus den klassischen Filmen.

Dem Spieler stehen zum Ende des Spiels hin drei Stile zur Verfügung, die alle gegen unterschiedliche Gegner hilfreich sind. Mit dem regulären einfachen Lichtschwert hat man die beste Kontrolle über den Kampf und kann mit hoher Wucht kämpfen. Das Doppelklingenschwert erhöht die Kampfgeschwindigkeit auf Kosten der Wucht und die Doppel-Schwerter entfesseln mit Hilfe der Macht vernichtende Kombos.

Neben dem Kampf setzt das Spiel auf eine ausgewogene Mischung aus Sprung/Klettereinlagen, dem Erkunden von weiträumigen Gebieten und dem Lösen von mal mehr, mal weniger komplexen Rätsel. Da es in jedem Gebiet Abschnitte gibt, die sich erst durch den Erwerb neuer Fähigkeiten freischalten lassen, wird mit dem wilden Genremix ein Hauch Metroidvania hinzugefügt, was dann die Spielerfahrung noch weiter vertieft.

Basierend auf der Unreal Engine 4 sieht Star Wars Jedi: Fallen Order optisch sehr opulent aus und nutzt die technischen Möglichkeit der aktuellen Konsolen hervorragend aus. Die einzelnen Welten sehen großartig aus und sind äußerst atmosphärisch gestaltet, aber auch das Design der Figuren, sowie der Monster ist großartig gelungen. Man merkt dem Spiel klar an, wie jede Welt so gestaltet wurde, dass sie eine klare Identität hat. Sowohl im Bezug auf die dortige Umgebung, als auch die wilden Tiere. Auch akustisch gibts einiges auf die Ohren. Die deutsche Lokalisierung ist sehr hochwertig gelungen.

Ich muss aber auch meckern, was die Technik angeht. Knapp ab dem letzten Drittel des Spiels setzen immer wieder Freezes, Leg’s und diverse Bugs ein, welche das Spielerlebnis zwar nicht zerstören, aber trotzdem für einen faden Beigeschmack sorgen.


Es war echt lange nicht einfach, ein Star Wars Fan zu sein, ABER mit Star Wars Jedi: Fallen Order wird einem ein großartiges Abenteuer geboten, das in die Tradition der klassischen Star Wars Filme schlägt und in einer der besten Ären des Franchise spielt. Neben der simplen, aber spannenden Handlung bietet Star Wars Jedi: Fallen Order ein tolles Gameplay mit Elementen aus anderen großartigen Spielereihen/Genres, die für ein absolut rundes Erlebnis sorgen. Einzig der teils desaströse technische Zustand des Spiels trübt meine durchaus positive Meinung von Star Wars Jedi: Fallen Order. Daher reicht es leider nicht für die Höchstwertung, aber für ein spielenswert+ auf jeden Fall!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Die A Way Out Erfahrung | Gedankenspiel

Titel: A Way Out
Entwickler: Hazelight Studios
Publisher: EA
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2018

Nach einem Durchlauf und einem Platin Run haben wir (also ich und die super herzige @ninigamy) A Way Out durchgespielt!

Habe ich mich gern über die technischen Mängel lustig gemacht? Ja habe ich!

War das Spiel dennoch eine äußerst unterhaltsame Erfahrung? Hölle ja! [WUSCH]

Warum A Way Out also trotz seiner dezenten Schwächen ein tolles Spiel ist, ein grandioses Erlebnis bietet und ich am Ende fast geweint habe erfahrt ihr jetzt!

(c) Hazelight Studios & EA

A Way Out erzählt die Geschichte von den beiden Gefängnisinsassen Vincent Moretti und Leo Caruso in drei Akten von dem ersten Treffen im Gefängnis, über den Ausbruch bishin zu einer Rachemission und einer dramatischen Wendung im finalen Akt. Da die Handlung ein elementarer Bestandteil der A Way Out Erfahrung ist, möchte ich nicht zu viel verraten. Nur so viel, die Handlung entwickelt sich langsam aber stetig und dank der beiden grandios geschriebenen Figuren entsteht eine Bindung beider Spieler zu den Figuren.

In Kombination mit den zahlreichen kleinen Details und Aktivitäten abseits der Haupthandlung entsteht eine sehr intensive Bindung zu den beiden Hauptfiguren, was durch das kooperative Gameplay noch verstärkt wird, und wir (also ich & ninigamy) waren nach dem Durchlauf emotional geschafft.

(c) Hazelight Studios & EA

Neben der Handlung trägt auch das Gameplay und der kooperative Part von A Way Out sehr viel zum positiven Gesamteindruck bei. Das Spiel ist entweder perfekt für den Couch-Coop oder für Online-Partie und durch die Notwendigkeit der Zusammenarbeit beider Spieler wird die Verbundenheit mit den beiden Charakteren weiter vertieft.

Man merkt also, dass das Gameplay wunderbar mit der Handlung harmoniert und quasi eine Einheit bildet, aber obwohl das Gameplay auf den ersten flüchtigen Blick wie eine Ansammlung von Quickt-Times-Events wirkt, ist es jedoch sehr umfassend und abwechslungsreich.

Von Adventureparts über Qick-Time-Events bis Shooterabschnitte und rasanten Fahrzeugsequenzen wird den Spielern enorm viel Abwechslung geboten, um bis zum Ende zu überzeugen!

(c) Hazelight Studios & EA

Es sind die Stärken im Gameplay und der Handlung, welche A Way Out zu einer so tollen Erfahrung machen und bis zum Ende hinbegeistern können. Dabei überseht man gern die eine oder andere Schlamperei in der Technik, da der Gesamteindruck äußerst ordentlich ist und bis zum Ende hin eine hohe Qualität aufweist.

Ich kann A Way Out sehr empfehlen. Egal ob lokal oder online. Schnappt euch einen Freund oder eine Freundin erlebt die Story von Leo und Vincent vom Anfang bis zum dramatische Ende!

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Final Fantasy VII Remake | Review | Teil B: Gameplay & Technik

Titel: Final Fantasy VII Remake
Entwickler: Square Enix Business Division 1
Publisher: Square Enix
Plattform: PS4
Release: 2020

Im ersten Teil meiner Rezension zum Final Fantasy VII Remake haben wir einen Blick auf die Handlung sowie die Charaktere geworfen und jetzt kommen das Gameplay, sowie die Technik dran, inklusive Fazit!


FANTASY VII REMAKE – (c) Square Enix

Im Gegensatz zum eher statischen ATB Kampfsystem setzt das Final Fantasy VII Remake auf ein Actionlastigeres, das etwas an die Tales of Spiele erinnert. Es gibt keine festen Kampfarenen mehr, wodurch man sich frei durch die Areale bewegen kann und effektiv gegnerischen Attacken ausweichen kann, aber auch blocken ist möglich (was ich im ganzen Spiel vielleicht 15 mal gemacht habe). Durch Angriffe auf den Gegner steigt die ATB Leiste, von dem jeder Charakter zwei Balken hat. Sobald ein Balken voll ist, kann eine Aktion ausgeführt werden. Entweder ein normaler Angriff, ein Zauber, eine Techik, oder die Verwendung eines Items. Mächtigere Attacken können auch zwei Balken verbrauchen. Extern dazu gibt es Limits, Spezialtechniken, deren Aktion ohne einen ATB Balken ausgeführt werden können. Um ein Limit starten zu können, muss die „Schadenleiste“ völlig aufgeladen werden. Außerdem gibt es den Schockzustand, in dem Feinde verletzlicher sind, sowie die beschwörbaren Esper, die den Spieler im Kampf unterstützen und mit einem mächtigen Finisher vom Feld gehen, sobald ihre Zeit abgelaufen ist.

Grundlegend fühlt sich der Kampf hervorragend an und dank des Taktikmodus kann man während einer Zeitlupe in Ruhe die Attacken der drei Kämpfer auswählen. Der Spieler selbst steuert einen Charakter, kann jedoch jederzeit hin und her wechseln, was die Dynamik sehr erhöht. Nur die ganzen Heilgegenstände, abseits von Äther und Tränken, sind eher sinnlos, da jede negative Zustandsveränderung nach dem Kampf verschwindet.

Was ebenfalls hervorragend ist, ist das neue Materia-Modifikationsmenü, in welchem man sich ganz nach den eigenen Vorlieben seine Kampfmaschinen basteln kann. So kann man aus Tifa eine schnelle sowie sehr starke Kämpferin machen, Cloud wird ein Allrounder und aus Barret kann man einen Tank basteln, der aus der Distanz den Feinden zusetzt. Natürlich sind dies nur ein paar Beispiel und grundlegend kann jeder Kämpfer nach Belieben gestaltet werden, wobei die grundlegenden Rollen jedoch erhalten bleiben. Mithilfe der einsetzbaren Materia können die Charaktere unterschiedlichste Zauber, Techniken, oder unterstützende Fähigkeiten erlernen. Die Anzahl an einsetzbaren Materia hängt von den Waffen, deren Modifikationen, und der Rüstung ab.

Abseits des Kampfes und dem Entwicklungsbaum bietet das Final Fantasy VII Remake eine Wagenladung an Minispielen, Nebenaufgaben und Beschäftigungen. Immer wieder wechselt das Gameplay vom klassischen Rollenspiel zu Abschnitten mit Fahrzeugen, kleineren Geschicklickeitsaufgaben, oder generellen optionalen Minispielen, die neben einer höheren Frustgrenze auch mächtige Belohnungen bescheren. Gleiches gilt auch für die Nebenaufgaben. Diese fühlen sich allgemein nicht lästig, oder die Spielzeit streckend, sondern in der Welt logisch integriert, an. Dabei werden viele kleine Geschichten erzählt, die zwar in der Spannung schwanken, aber dennoch die Spielwelt vertiefen.

Spielerisch macht das Final Fantasy VII Remake sehr viel Spaß und bietet kaum Platz für Kritik, da sich die verschiedenen Elemente zu einer harmonischen Mischung zusammenfügen.


FANTASY VII REMAKE – (c) Square Enix

Genug vom Gameplay und hin zur Technik. Optisch sieht das Final Fantasy VII Remake grandios aus und begeistert durch opulente Zwischensequenzen, sowie einer lebendig anmutenden Spielwelt. Auch wenn sich hier und da verwaschene Texturen in die Spielwelt einschleichen, trübt dies den positiven Eindruck bedingt, da es Square Enix geschafft hat, aus der Illusion der Großstadt Midgar tatsächlich eine imposante Metropole zu erschaffen. Besonders der Wallmarkt sieht wirklich klasse aus und erinnert an die Spielwelten von Shenmue.

Es gibt aber nicht nur was für die Augen, sondern auch die Ohren. Der neue Soundtrack aus den Federn von Mitsuto Suzuki, Nobuo Uematsu & Masashi Hamauzu bezieht sich angenehm auf das Original und bringt neu aufgelegte klassische Stücke, aber auch viele komplett neue Stücke in das Spiel mit ein, was perfekt zur Atmosphäre passt, sowie die Stimmungen im Spiel geradezu meisterhaft unterstreicht.


Alles in allem ist der erste Teil des Final Fantasy VII Remakes ein hervorragendes Spiel, das qualitativ sehr hochwertig ist und in allen Belangen zu gefallen weiß, wenngleich sich gern mal kleinere Kritikpunkte einschleichen, die das positive Gesamtbild nur minimal trüben. Sowohl Fans als auch Neueinsteiger der Final Fantasy Reihe werden mit diesem Spiel ihre Freude haben und es machte echt Spaß, in diese „neue“ von Final Fantasy VII einzutauchen.

Ich vergebe für das Final Fantasy VII Remake (und ja es ist ein vollwertiges Spiel) die Wertung spielenswert+ !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, JamesVermont

Final Fantasy VII Remake | Review | Teil A: Story & Charaktere

Titel: Final Fantasy VII Remake
Entwickler: Square Enix Business Division 1
Publisher: Square Enix
Plattform: PS4
Release: 2020

Nach knapp 28 Stunden setzte der Abspann ein und ich hatte den ersten Teil des großen Final Fantasy VII Remakes beendet. All meine Zweifel, die ich im Vorfeld hatte, wurden beseitigt und ich hatte eine sehr gute Erfahrung mit kleinen Mankos. In diesem ersten Teil der Rezension gehe ich spoilerfrei auf die Handlung und die Charaktere ein. Im zweiten Teil wird das Gameplay und die Technik unter die Lupe genommen. Ich wünsche euch nun viel Spaß!


FANTASY VII REMAKE – (c) Square Enix

Der erste Teil des Remakes beschäftigt sich mit der Midgar Episode des Originals. Somit dient dieses Spiel zur Etablierung der wichtigsten Hauptfiguren (fürs Erste), dem großen Kreis der Gegenspieler, sowie der Einführung von Sephiroth, dem Todfeind für alles und jeden.

Das Spiel beginnt klassisch mit dem Sturm auf den Mako-Reaktor von Sektor 5, bei dem wir den Protagonisten Cloud Strife & Barret Wallace, ein weiteres wichtiges Mitglied der Heldentruppe, kennenlernen. Weiters lernt man in diesem ersten Abschnitt die Nebenfiguren Biggs, Wedge und Jesse kennen. Nach diesem Abschnitt lernt man Tifa in Sektor 7 kennen und dann wird auch die weitere Vorgehensweise klar.

Da der Shinra-Konzern wegen der Nutzung von Mako-Energie den Planet langsam tötet, hat AVALANCHE dem Konzern den Krieg erklärt und setzt diesem mit Guerilla-Taktiken zu. Shinra ist jedoch nicht nur der größte Energieversorger der Welt, sondern (offenkundig) auch eine Art Weltregierung mit einer riesigen Armee, einem Geheimdienst und gigantischem Einfluss. Mit Präsident Shinra an der Spitze, dessen Sohn Rufus, Professor Hojo, Palmer, Scarlet, Reeve Tuesti, Heidegger, sowie den Turks unter der Führung von Tseng, stehen den Helden eine Vielzahl an Gegenspielern gegenüber.

Im Zuge der weiteren Missionen lernt Cloud Aerith kennen, die sich der Truppe anschließt und nach einem Kampf gegen die Turks wird der Sturm auf das Shinra Hauptquartier beschlossen, nachdem sich die Truppe mit dem Mafiaboss Don Corneo herumschlagen musste. Dort wird auch endlich der große Gegenspieler Sephiroth vollständig enthüllt. Die Truppe verlässt Midgar und begibt sich auf eine epische Quest zur Rettung der Welt …


Es ist unglaublich was aus der Midgar Episode gemacht wurde. Das Final Fantasy VII Remake nimmt alles aus dem Grundspiel und baut dieses zu einem vollwertigen Rollenspiel aus. Die Handlung entwickelt sich hervorragend und die Spannungskurve nimmt kontinuierlich zu, verliert aber nichts an ihrer Dynamik nach den jeweiligen Spannungskurven. Neben der Rahmenhandlung wird der Plot um viele kleine Nebenhandlungen ergänzt, in denen beispielsweise die Figuren Biggs, Wedge und Jesse wesentlich mehr ausgebaut werden und somit ihr Image als Abziehbilder hinter sich lassen können.

Was ich bekritteln muss, ist der Aufbau mancher Missionen im Spiel, besonders die Reaktormissionen, sowie ein Abschnitt im Shinra Hauptquartier, die etwas arg gestreckt wirken und meiner Meinung nach 10 bis 20 Minuten zu lang sind fürs eigene Wohl. Durch diesen Eindruck wirken manche Abläufe etwas repetitiv, allerdings tritt dieser Eindruck nur sehr selten auf, da das Spiel gern durch Abwechslung glänzt und dem Spieler diverse verschiedene Mechanismen entgegenwirft, aber dazu im zweiten Teil mehr.

FANTASY VII REMAKE – (c) Square Enix

Auch das Ende des Spiels, selbst wenn es wirklich bombastisch inszeniert ist, hat seine kleinen Problemen in Bezug auf die Inszenierung des Endbosses, sowie auf Sephiroth, der hier eher wie die Advent Children Version des Charakters wirkt und weniger wie der legendäre Soldat. Generell finde ich es gut, wenn Sephiroth stärker im Fokus dieser ersten Episode steht, aber trotzdem wird es nur bedingt geschafft ihn als düstere Bedrohung aus den Schatten zu etablieren. Er bekommt jedoch seinen Fanservice Auftritt, allerdings hoffe ich hier auf eine stärkere Besinnung auf das ursprüngliche Final Fantasy VII. Wer im Remake leider komplett leer ausgeht, ist Red XIII dessen Charakter auf einen bloßen Supporter reduziert wird.

Erzählerisch wie inszenatorisch spielt das Final Fantasy VII Remake in einer sehr hohen Liga und verfügt definitiv über mehr Stärken als Schwächen, da sich die Handlung genau richtig entwickelt, um den Spieler dauerhaft motivierend durch die Kampagne zu führen, aber auch die Nebenmissionen, von denen es viele optionale, sowie ein paar in die Haupthandlung integrierte gibt, wissen zu gefallen. Auch die Charakterentwicklung funktioniert sehr gut, wenngleich es immer etwas zu bemängeln gibt, wobei hier das wahrhaftige Kunststück gemeistert wurde, eine große Anzahl an Figuren zu etablieren.

Im zweiten Teil dieser Rezension schauen wir uns das Gameplay und die technischen Aspekte des Spiels an, da man auch hier einiges dazu sagen kann. Untenstehend findet ihr noch einen kurzen Abschnitt zum Ende, der mit einer Spoilerwarnung versehen ist!


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SPOILER!

In der Endsequenz mutiert das Final Fantasy VII Remake etwas zu stark in Richtung Kingdom Hearts, was primär nichts Schlechtes ist, aber auch nicht wirklich zu Final Fantasy passen mag. Nicht nur bekämpfen die Helden die Moiren und damit das Schicksal, was wirklich out of place wirkt, nein auch ein Zack Flashback muss her, der absolut nicht in diesen Teil des Spiels passt. Zack gehört zu jenen Figuren, die für Clouds Entwicklung als Charakter enorm wichtig sind und dezidiert nicht an den Anfang des Spiels gepappt werden sollten. Mir ist natürlich bewusst, dass der Charakter Zack ein absoluter Fanliebling ist, aber sein Auftritt trübt für mich zumindest etwas meinen positiven Eindruck vom Spiel. Auch das „Spoilern“ von Meteor und weiteren späteren Ereignissen im Endkampf sollen wohl die Neugier auf mehr schüren. Für Veteranen des Spiels entsteht hier kein Mehrwert und neue Spieler könnten dadurch im späteren Verlauf den „Wow“-Effekt verlieren. Gleiches gilt auch für Sephiroth, der hier bereits der „One Winged Angel“ ist, obwohl er dies erst zum Ende des Abenteuers werden sollte und der Kampf gegen Cloud wie eine Mischung aus Advent Children und Endkampf des Originals wirkt.

Das Ende des Spiels mag kein totaler Ausfall sein, allerdings wirkt es bedeutend weniger stimmig, als der Rest des Spiels und es wirkt mehr wie ein abschließendes Ende, als der Beginn eines gigantischen Abenteuers.

Der höllisch gute Klassiker! | Devil May Cry HD| Review [Playstation 4]

Titel: Devil May Cry HD (Collection)
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Release: 2018

Nach Devil May Cry 3 HD, Devil May Cry 5 und DmC ist Devil May Cry HD bereits das vierte Spiel der Reihe, das ich für die Playstation 4 gespielt habe. Wie bei Vanquish lässt sich das Spiel kurz beschreiben: Es ist von Shinji Mikami bitte spielt es. Danke!

Natürlich kann man noch weiter ins Detail gehen und das mache ich jetzt!


Mehr Spielerezensionen

Far Cry 3

Far Cry 5

Far Cry New Dawn

Onimusha: Warlords

Resident Evil 4

Resident Evil 7


Dante, Sohn des legendären Dämonen Sparda und einer Menschenfrau, erhält von der mysteriösen Trish den Auftrag, die Öffnung eines Portals zur Welt der Dämonen auf Mallet Island zu verhindern. Hinter der Bedrohung steckt der Dämonenkönig Mundus, der auch Dantes Mutter ermordet hat, jedoch von Sparda besiegt wurde, der auch das Tor zur Welt der Dämonen versiegelte. Dante begibt sich also nach Mallet Island, um sich den Dämonen zu stellen …

Wie alle Titel der Devil May Cry Reihe ist auch der Erstling simpel gestrickt, allerdings, ähnlich wie der große Bruder Resident Evil, unterhaltsam genug, um durch die 22 Missionen zu führen. Die Missionen sind auch kurz genug, damit das Spiel nicht gestreckt wirkt, aber fordernd genug, um mehr als nur kurzweilige Unterhaltung zu bieten. Spielerisch ist Devil May Cry im Action-Adventure angesiedelt und gehört dem Subgenre Extreme Combat an, dessen Fokus darin besteht, dass der Held gegen Horden feindlicher Truppen kämpft und dies möglichst stylisch macht.

Dante steht ein kleines, aber äußerst feines Sortiment aus Schuss- und Teufelswaffen zur Verfügung, mit der er sich durch die dämonischen Horden kämpft. Abseits davon muss er diverse Rätsel lösen, die jedoch nie wirklich komplex ausfallen und das flotte Spieltempo nicht ausbremsen. Dieses Gameplay ist auch eines der Markenzeichen der Reihe, welches in Teil 1 seinen Anfang nahm.

Ein weiteres Markenzeichen sind die episch inszenierten Bosse, von denen es im ersten Devil May Cry nur vier Stück gibt, welche dafür aber mehrmals zum Tanz bitten. Die Bosse sprechen für die Abwechslung in Devil May Cry, sei es nun die Spinne Phantom, der Vogel Griffon, der schwarze Ritter, oder die Biowaffe Nightmare (Mundus arbeitet wohl für die Umbrella Corp.)

Optisch hat Devil May Cry einiges an Staub angesetzt, sieht aber immer noch solide aus und besonders in der Inszenierung weiß das Spiel zu gefallen und ist relativ gut gealtert. Zeitlos hingegen ist der Soundtrack des Spiels, dessen Grundton, ebenso wie die gesamte Atmosphäre des Spiels, noch am stärksten in Richtung Horrorspiel geht, als es die Nachfolger tun werden.


Zusammengefasst ist Devil May Cry trotz seiner diversen kleinen altersbedingten Mängel in Bezug auf die Optik ein sehr gutes Spiel, das besonders im puncto Gameplay sehr gut gealtert ist und viele spätere Traditionen im Devil May Cry Franchise eingeführt hat. Wer sich an älteren Spielen und deren Eigenheiten nicht stört, sollte bei Devil May Cry 1 HD einen Blick riskieren, um zu erleben, wie Dante sein erstes Abenteuer bestanden hat. Ich vergebe ein verdientes spielenswert und bedankte mich für die Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, JamesVermont

Wunderbar gealtert! | Vanquish | Review [Playstation 4]

Titel: Vanquish
Entwickler: Platinum Games
Publisher: Sega
Plattform: PS3/4, Xbox 360/One, PC
Release: 2010/20

Vanqish ist von Shinji Mikami!

Allein diesse Aussage sollte bereits eine klare Empfehlung sein, da dieser Mann für so viele großartige Werke bekannt ist wie Resident Evil 1/2/3/4, Devil May Cry oder The Evil Within.

Ich komme aber nicht darum, über dieses großartige Spiel zu schwärmen. Somit Herzlich Willkommen zu meiner Vanquish Review!


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Der Orden des Russischen Sterns hat die Kontrolle über die Raumstation SC-01 Providence übernommen. Aus dem Mikrowellen-Energiefeld der Station hat der Orden eine vernichtende Waffe gebaut und richtet sie gegen die USA. Die Präsidentin der Vereinigten Staaten ordnen einen Angriff an, der unter der Führung von Col. Robert Burns stattfindet. Die DARPA entsendet den Agenten Sam auf diese Mission, dessen Kampfanzug die Marines massiv unterstützen soll …

Vanquish wird nie einen Preis für die simple Handlung gewinnen, die trotz ihrer Einfachheit jedoch spannend erzählt wird und von den Charakteren lebt. Besonders Protagonist Sam schlägt in die gleiche Kerbe wie die Mr. Cools Dante aus Devil May Cry, oder Leon aus Resident Evil. Col. Burns erinnert an eine militante Variante von Barret aus Final Fantasy VII, was definitiv positiv ist. Erzählerisch merkt man Shinji Mikamis Handabdruck an der einfachen Handlung, der raschen Erzählform und ein paar kleineren Twists, die den Spiefluss jedoch nicht ausbremsen.


Ausbremsen ist auch das Stichwort, denn Vanquish ist das perfekte Spiel für Tempoteufel. Das Gameplay setzt auf die harmonische Mischung aus Geschwindigkeit, Action und Taktik. Sam kann drei verschiedene Waffen, aus dem reichhaltigen Arsenal, sowie zwei Arten von Granaten mit sich führen. Das Clevere an den Waffen ist das „Levelsystem“. Hat ein Schießeisen die volle Munitionskapazität, kann es, wenn es aufgehoben wird, den aktuellen Rang der Waffe erhöhen. Simpel ausgedrückt an diesem Beispiel:

Waffe: Sturmgewehr Rang 1 – Munitionskapazität: 600 – ein weiteres Sturmgewehr wird aufgehoben – Sturmgewehrt Rang 2 inkl. einem Bonus

Sam kann jedoch nicht nur schießen, sondern auch kräftig zuschlagen und die Düsen seines Anzugs nutzen, um den zahllosen Kugelhageln der feindlichen Roboter aus dem Weg zu gehen. In Gefahrensituation aktiviert sich eine Bullet Time, die die taktische Komponente des Kampfes unterstreicht. Sowohl die Geschwindigkeitsboosts, als auch die Bullet Time, sind jedoch an einen Timer gekoppelt, nach dessen Ablauf der Anzug kurz abkühlen muss.


Trotz der 10 Jahre, die Vanquish auf dem Buckel hat, sieht das Spiel immer noch hervorragend aus und bietet eine opulente Inszenierung, gepaart mit einem ansprechenden Science-Fiction Look!

Schnelle Schnitte, Zeitlupen, große Totalaufnahmen, oder auch mal längere Kamerafahrten sorgen für eine vorbildliche Inszenierung, die schon auf Filmniveau ist und so mancher Hollywoodproduktion den Rang abläuft. Die Designs der Charaktermodelle wissen ebenfalls zu gefallen und besonders Sam in seinem ARS-Kampfanzug sieht hervorragend aus, aber alle Nebencharaktere wurden sehr detailliert gestaltet, besonders in Bezug auf die Mimiken.

Der Sountrack von Vanquish ist eher unaufgeregt, vermischt sich jedoch harmonisch mit den ambientischen Hintergrundgeräuschen. Die wahre akustische Stärke ist die deutsche Sprachausgabe von Vanquish, die auch nach zehn Jahren immer noch zu begeistern weiß!


Was bleibt mir anderes übrig, als für Vanquish eine klar verdiente Empfehlung auszusprechen. Selten gibt es ein Spiel, das auch nach 10 Jahren immer noch so überzeugen kann, wie Shinji Mikamis rasanter Shooter. In allen Belangen weiß das Spiel zu gefallen und ist eine klare Empfehlung für jeden Fan von Actionspielen. Somit vergebe ich ein verdientes absolut spielenswert!

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Blair Witch | Review [Playstation 4]

Titel: Blair Witch
Entwickler: Bloober Team
Publisher: Lionsgate Games
Plattform: Windows, PS4, Xbox One
Release: 2019

Das Blair Witch Franchise gehört zu den wenigen Vertretern des Horrorgenres, die einfach nicht tot zu kriegen sind. 2019 erschien, 20 Jahre nach Release des großartigen ersten Films, ein weiteres Sequel, diesmal jedoch als Videospiel und das schauen wir uns heute an!


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Zwei Jahre sind seit dem Verschwinden von drei Stunden in den Wäldern um das Städtchen Burkittsville vergangen. Der Kriegsveteran Ellis Lynch reist in den Black Hills Forest, um die örtlichen Kräfte bei der Suche nach dem vermissten Jungen Peter zu unterstützen. Begleitet wird er dabei von seinem Hund Bullet. Die Suche entwickelt sich schnell zu einem psychologischen Trip durch die Hölle, da irgendwas in den Wäldern lauert und niemanden mehr gehen lässt, der sich zu tief hineinwagt …

Erzählerisch hält sich Blair Witch (2019) eng an das restliche Franchise, erzählt dabei jedoch seine eigene Handlung, die trotz bekannter Plotelemente frisch wirkt und starke Einflüsse anderer Spiele des Entwicklers Bloober Team aufweist. Besonders Layers of Fear hat einen Fingerabdruck in puncto Storytelling hinterlassen, was aber eher positiv anzumerken ist und den psychologschen Horror des Spiels noch etwas intensiviert und sich mit dem Thema PTS auseinandersetzt.

Leider kann die Handlung von Blair Witch (2019) nicht vollends bis zum Schluss fesseln, da der erzählerische Bogen zum Ende der 17 Kapitel hin etwas arg überspannt wird. Daran ändern auch die 4 (5) alternativen Enden nur wenig, wobei sich dadurch eine gewisser Widerspielwelt bietet.


Das Gameplay von Blair Witch (2019) erinnert an eine Mischung aus Layers of Fear, Firewatch & Alan Wake, was eine ebenso wagemutige wie interessante Mischung ist. Im Fokus steht das Erkunden des Waldes um Peter zu finden. Dabei steht dem Spieler der treue Hund Bullet zur Seite, der Gegenstände finden kann, vor Gefahren warnt und einem den Weg weisen kann.

Je nach Aktion/Verhalten des Spielers wird beispielsweise Bullets Schicksal und somit zum Teil die Endsequenz beeinflusst, was relativ viel Freiheit im Spielverlauf erlaubt und dazu anregt, die Gebiete in den 17 Kapiteln zu erkunden. Dadurch findet man auch die zahlreichen Sammelgegenstände, die unter anderem die Spielwelt vertiefen.

Natürlich darf auch der Kampf gegen Monster nicht fehlen, wobei sich diese relativ leicht durch den Lichtstrahl der Taschenlampe bezwingen lassen.


Eine der großen Stärken von Blair Witch (2019) ist die optische Präsentation und die Atmosphäre, die im Verlauf des Spiels vom unheimlichen Wald zum surrealen Horrortrip mutiert und den Spieler durch die unterschiedlichsten Teile des Waldes, sowie die Psyche Ellis führt. Die zahlreichen Ortswechsel sorgen für eine hohe Dynamik und können mitunter etwas anstrengend werden, wenn die Wegfindung Probleme, durch eigenes Verschulden oder Bugs, bereitet. Gewisse Gebiete sind auch einen Tick zu lang für‘s eigene Wohl, was sich besonders zum Schluss und in der Mitte bemerkbar macht.

Die Nutzung der Unreal Engine 4 tut dem Spiel definitiv gut und erlaubt eine detaillierte Gestaltung des Gruselwalds. Besonders die Licht/Schattensetzung sieht großartig aus und verleiht dem Spiel einen Großteil der dichten Atmosphäre.

Wie bereits erwähnt, wird das Spielerlebmis durch gelegentliche Bugs, welche den Hund Bullet betreffen, getrübt. Dieser fliegt mal durch die Luft, bleibt in der Textur stehen, oder stellte komplett seinen Dienst ein, was zum Neuladen zwingt, also auf jeden Fall regelmäßig auf mehreren Spielständen abspeichern!


Zusammengefasst ist Blair Witch (2019) ein solides Horrorspiel im Stil von Layers of Fear, das sich an die Konventionen des Blair Witch Franchise hält, psychologischen Horror nutzt und gleichzeitig frisch in der Handlung wirkt. Leider überspannt das Spiel gern mal den erzählerischen wie spielerischen Spannungsbogen, was gern für kleinere Durchhänger sorgt. Weiters trüben Bugs in Bezug auf den Hund immer wieder den Spielfluss, aber auf der anderen Seite haben wir eine tolle optische Präsentation, abwechslungsreiche Schauplätze, eine dichte Atmosphäre, sowie ein umfassendes Gameplay. Für Genrefans ist Blair Witch (2019) definitiv einen Blick wert, was mich zur Wertung spielenswert- führt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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