Freddy vs. Jason | Review

Titel: Freddy vs Jason
Originaltitel: Freddy vs Jason
Laufzeit: 97 (uncut) 88 (cut) Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Horror/Splatter

Crossover sind eine tolle Idee und besonders im Horrorgenre interessant. Wenn zwei Reihen qualitativ tot sind, wird es Zeit die Zusammenkunft von Ikonen zu zelebrieren und somit willkommen zu meiner Review zu Freddy vs. Jason Review!


Freddy Krueger, seines Zeichens Kindermörder und Albtraum, schmort buchstäblich in der Hölle. Er gerät in der Elmstreet in Vergessenheit und verliert so seine Macht. Damit Freddy wieder seinem teuflischen Werk nachgehen kann, manipuliert er den Teenieschreck Jason Voorhees um einige jugendliche Bewohner der Elmstreet zu massakrieren. Der Plan geht auf und die Teenager erfahren durch Zufall von Freddy Krueger. Eine Gruppe von Opferlämmern, ich meine Teenager mit Namen, nimmt den Kampf gegen das, inzwischen zerstrittene, mörderische Duo auf. Als Freddy in die reale Welt gezerrt wird, entbrennt am Crystal Lake ein brutaler Kampf der Kultfiguren des Horrorfilms.


Freddy vs Jason ist purer Fanservice und gemessen am Standard der beiden Vorlagen, Freitag der 13te & A Nightmare on Elmstreet, ist der Film echt nicht schlecht. Die Handlung nutzt alle Klischees des Genres und bedient jeden Stereotypen (Schlampe, Jungfrau, Kiffer, etc.), aber das macht nichts. Wer Splatterfilme mag, möchte die Klischees & Stereotypen ohnehin nicht vermissen. Das Highlight des Films stellt die titelgebende Auseinandersetzung zwischen Freddy & Jason dar. Diese ist schon auf dem Niveau von Mortal Kombat und besitzt tatsächlich so etwas wie Spannung, wenn auch nur im geringen Maße.


Was das dargestellte Schauspiel angeht, kann ich eigentlich nur Robert Englund hervorheben, der den Killer Freddy Krueger so charismatisch präsentiert, wie man es von ihm gewohnt ist. Der Rest der Besetzung ist unter „ganz okay“ zu verbuchen. Positiv muss ich die Effekte hervorheben. Der Film ist brutal, aber bei weitem nicht so übertrieben wie seine Genrekollegen.


Freddy vs Jason ist eine echt Sauerei, was in diesem Fall positiv gemeint ist. Genrefans & Liebhaber der Vorlagen kommen bei diesem Film auf jeden Fall auf ihre Kosten, aber alle anderen werden selbigem kaum etwas abgewinnen können, da ihm dafür einfach die nötige Qualität fehlt. Ich gebe dem Film daher das Prädikat bedingt sehenswert!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

Links zu Amazon:

Freddy vs. Jason [Blu-ray]

Black Past | Review


Eigentlich wollte ich mit dem heutigen Beitrag ein neues Format etablieren jedoch kam mir dann die Idee in meinem bestehenden Format „Retroreviews“ nicht nur alte Spiele, sondern auch alte Filme zu besprechen. Heute geht’s also um Black Past, einen deutschen Splatterfilm und das Regiedebüt von Olaf Ittenbach. Viel Spaß!

Black Past erschien im Jahr 1989 und hat eine Laufzeit von 83 Minuten, also fast abendfüllend. Die Handlung dreht sich um Tommy Kroner, meisterhaft verkörpert von Olaf Ittenbach selbst, der mit seiner Familie nach dem Tod seiner Mutter in ein neues Haus zieht.

Eines Tages findet Tommy auf dem Dachboden eine verschlossene Kiste. Als er diese öffnet, findet er ein altes Tagebuch und einen ranzigen Spiegel (ja gut in diesem Film ist einiges ranzig). Im Tagebuch schreibt der unbekannte Verfasser, dass er seine ganze Familie durch den Einfluss des Spiegels getötet hat. Jeder andere Mensch würde wegen des Tagebuchs stutzig werden aber nicht unser Tommy. Dieser hängt sich den hässlichen Spiegel an die Wand, das ist sicher eine gute Idee.

Als seine Freundin in den Spiegel blickt, verfällt sie in eine Art Trance und hat einen Autounfall den sie nicht überlebt. Respekt an die Sanitäter in dieser Szene die Blutdruckmessen obwohl Tommys Freundin eine hässliche Wunde am Kopf an. In den folgenden Nächten wird Tommy von Alpträumen, in denen seine (Ex)Freundin ihn jagt & töten will, geplagt. Nach einem Blick in den Spiegel verwandelt sich Tommy schließlich in ein Monster und bringt alle möglichst brutal um. Film zu Ende.

Das dieser Film ein Erstlingswerk ist merkt man deutlich aber das muss nichts Schlechtes ein, schließlich war Bad Taste auch qualitativ eher schlecht jedoch unterhaltsam. Black Past hat einen gewissen Charme den moderne Splatterfilme, die durchaus ekelhafter sind, nie erreichen werden. Auch muss erwähnt werden dass die Effekte, trotz eines Budget von 10 000 DM, immer noch sehr ekelerregend aussehen.

Ebenso sind die Dialoge sehr hörenswert. Ich vermute das die Dialoge meist improvisiert sind, wenn dies der Fall ist dann muss ich hier ein Lob aussprechen da der Film dadurch zwar amateurhafter wirkt aber auch um einiges witziger wird. Wenn Sätze wie „Du besoffener Affe!“ fallen sind Lacher vorprogrammiert. Leider ist die Soundqualität nicht besonders optimal so das ich manche Sätze nicht wirklich verstanden habe aber das sei dem Alter & der fehlenden Ausrüstung geschuldet.

Zusammengefasst ist Black Past sicher keiner der großen Klassiker und wollte es auch nie sein, wenn man sich an der minderen Qualität nicht stört kann mit diesem Film durchaus seinen Spaß haben. Es gibt eben einen Unterschied zwischen Trash (H. P. Lovecrafts Zwischenwelten als Beispiel) und Edeltrash wo Mühe dahinter steckt. Am besten schaut man diesen Film mit einem Freund oder einer Freundin, dann kann man auch noch ein paar blöde Sprüche vom Stapel lassen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal!