Shadow of the Tomb Raider | Review [Playstation 4]

Name: Shadow of the Tomb Raider
Entwickler: Eidos Montreal
Publisher: Squae Enix
Plattform: Playstation 4, Xbox One, PC
Genre: Action-Adventure
Release: 14. September 2018

Mit Shadow of the Tomb Raider wird die Entwicklung der jungen Lara Croft zur toughen Abenteurerin abgeschlossen und der Entwickler Eidos Montreal fährt nochmal alle Geschütze auf, um das Abenteuer so pompös wie möglich zu inszenieren.

Name: Shadow of the Tomb Raider

Entwickler: Eidos Montreal

Publisher: Squae Enix

Plattform: Playstation 4, Xbox One, PC

Genre: Action-Adventure

Release: 14. September 2018


Handlung: Eine Apokalypse, eine Heldin und der tödliche Dschungel

Nach den Ereignissen in Rise oft he Tomb Raider macht Lara Croft Jagd auf die verschiedenen Zellen der Geheimorganisation Trinity, die für den Tod von Laras Vater verantwortlich ist. In einem alten Tempel in Mexiko findet Lara einen Dolch, sowie Andeutungen auf Paititi, die verborgene Stadt der Inka. Allerdings verursacht sie durch das Entwenden des Dolchs aus Versehen den Weltuntergang.

Um die Apokalypse zu verhindern, begibt sich Lara auf die Suche nach dem Dolch, der von Trinity erobert wurde und einem weiteren Artefakt. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen Lara und ihr treuer Gefährte Jonah den tödlichen Dschungel Südamerikas sowie die Armee von Trinity überwinden.

Die Geschichte von Shadow of the Tomb Raider ist düsterer als die der Vorgänger und fühlt sich wie der angedachte Abschluss von Lara Croft’s Werdegang zur taffen Abenteurerin an. Loben muss ich die Darstellung von Lara, die zwar eine Kampfamazone ist, aber dabei immer menschlich wirkt, leidet und mehr als einmal Dreck schlucken muss. Sie ist inzwischen abgehärteter als in den Vorgängern aber die Ereignisse setzen ihr physisch wie psychisch zu, wenn man die Schuld bedenkt, die sie auf ihren Schultern trägt.

Die Handlung wird straff erzählt, bleibt relativ geradlinig erzeugt jedoch genug Spannung, um dranzubleiben, bis sich dieses Drama auflöst.

Gameplay: Alt & Neu sinnvoll kombiniert

Eins vorweg, Shadow of the Tomb Raider erfindet das Genre des Action-Adventures nicht neu, setzt aber auf die altbewährten Mechaniken der Trilogie, die Mischung aus Kampf, Survival & Rätseleinlagen. Das Spielprinzip wird durch eine „Stealth“-Komponente erweitert, die den Kampf wesentlich taktischer erscheinen lässt. Anstatt brachialer Action, die immer noch möglich ist, kann Lara nun durch den Dschungel schleichen und gewisse Fähigkeiten erlernen, um ihre Feinde lautlos auszuschalten.

Neben dem „Stealth“-Part wurden auch die Rätseleinlagen erweitert, da diese nun mehrstufig aufgebaut sind und teils eine komplexere Struktur aufweisen. Dadurch wirken die Gräber wesentlich umfangreicher und abwechslungsreicher. Man merkt den Wechsel des Entwicklers von Crystal Dynamics zu Eidos Montreal, denn letztere haben bereits Erfahrungen im Stealth- (Thief) bzw. Rätselsektor (Blood Omen, Soul Reaver) gesammelt.

Der Survival-Anteil beschränkt sich auf ein Crafting-System für Waffen, Outfits sowie Munition. Die Ressourcen für dieses System findet man im Dschungel sowie durch dem Jagen von Tieren, was allerdings nur bei Raubtieren wie dem Jaguar als anspruchsvoll durchgeht. Abseits des Kampfes, dem Schleichen, dem Überlebenskampf und der Rätselei kann man von NPC’s Nebenmissionen annehmen, die die Spielwelt wesentlich lebendiger und glaubhafter wirken lässt. Was bekommt man für das Absolvieren dieser Missionen? Erfahrungspunkte, die man auch durch Kämpfe, Jagden, Handlungsfortschritte und dem Finden der zahlreichen Artefakte und Dokumente erhält. Diese Punkte füllen eine Anzeige durch die man pro „Aufstieg“ einen Fertigkeitspunkt erhält, den man für den mehrteiligen Fähigkeitsbaum benötigt.

Grafik & Soundtrack: Filmreife Inszenierung und wertige Klanguntermalung

Die Spielwelt von Shadow of the Tomb Raider sieht hervorragend aus und glänzt durch ein gelungenes Spiel mit Licht und Schatten sowie überraschend viel Abwechslung im Dschungel. Neben der „grünen Hölle“ erkundet man unterirdische Anlagen, alte Gräber, Städte sowie Siedlungen, überwindet tiefe Schluchten und darf so manches Tunnelsystem unter Wasser erkunden.

Der Titel Tomb Raider ist in diesem Spiel wirklich verdient, da man sich wirklich wie ein Abenteurer/Schatzjäger fühlt. Dazu kommt mit dem Maya/Inka/Azteken Setting etwas frischer Wind ins Genre und so manches mystische Element darf natürlich auch nicht fehlen.

Wenn ich etwas zu bekritteln habe ist es die Gestaltung von Lara Crofts Gesicht, welches manchmal etwas dümmlich wirkt sowie mancher Darstellungsfehler, wenn Jonah zum Beispiel durch eine Krypta stapft, aber die Beine weg sind. Makel in der optischen Präsentation, wie hässlich animiertes Feuer, treten aber selten auf und fallen in die Kategorie „Meckern auf hohem Niveau“.

Sein volles Potenzial entfaltet Shadow of the Tomb Raider in den filmreifen Videosequenzen, in denen Emotionen, Action, Licht/Schatten-Setzung und so mancher nervenaufreibender Stunt harmonisch ineinander greifen.
Unterlegt wird das Spiel mit einem wertigen Soundtrack, der jedoch von der hochwertigen deutschen Synchronisation klar übertrumpft wird.

Fazit

Zusammengefasst ist Shadow of the Tomb Raider ein würdiger Abschluss der „Werdegangs“-Trilogie um Lara Croft, die den Charakter vollends entwickelt. Das Spiel mag manchmal etwas altbacken wirken, jedoch sorgen die erweiterten Gräber sowie die neue „Stealth“-Mechanik für frischen Wind und fügen sich harmonisch in die etablierte Spielstruktur ein. Wer auf der Suche nach einem Action-Adventure mit Rätseln, Kämpfen, Überlebenskampf und waghalsigen Klettermanövern ist, darf hier bedenkenlos zugreifen.

Ich vergebe für Shadow of the Tomb Raider die Wertung spielenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Final Fantasy XII – The Zodiac Age | Review 

Kein Jahr ohne Final Fantasy! Der Dauerbrenner aus Japan geht mit der überarbeiteten Version des zwölften Teils, ursprünglich für die PS2 erschienen, in die nächste Runde. Macht Final Fantasy XII auch auf der PS4 eine gute Figur, oder bleibt der Staub der Vergangenheit daran haften? Finden wir es heraus!


Final Fantasy 12 spielt in der Region Galtean Peninsula, einem drei Kontinente umfassenden Teil der gigantischen Welt von Ivalice.

Protagonist ist der Straßenjunge Vaan, aus dessen Sicht die politischen & kriegerischen Auseinandersetzungen der Großmächte Rozzaria, Archadia, sowie dem kleinen Wüstenkönigreich Dalmasca geschildert werden.

Vaans großer Traum ist die Freiheit seiner Heimat und ebenso in Freiheit als Luftpirat leben zu können. Um zumindest einen dieser Träume zu erfüllen, begibt er sich mehr oder weniger freiwillig mit einer bunten Truppe auf eine Quest, das Schicksal von Ivalice und seiner Heimat zu entscheiden. An seiner Seite stehen unter anderem seine Kindheitsfreundin Penelo, Dalmascas Kronprinzessin Ashe, der ehemalige Soldat Bash sowie die Luftpiraten Balthier & Fran.

Auch nach elf Jahren vermag die Geschichte um Vaan und seine Freunde immer noch zu begeistern. Themen wie Krieg, Freiheit, Magie & politische Intrigen werden eben nie alt.


Zu PS2 Zeiten bin ich mit dem Lizenzbrett von Final Fantasy 12 nie wirklich warm geworden. Auf diesem Brett wird die Charakterentwicklung vorgenommen. Mit Lizenzpunkten, die man im Kampf erwirbt, können diverse Fähigkeiten, Ausrüstungen & Werteverbesserungen freigeschaltet werden. Das Problem mit dem alten System war jedoch die Möglichkeit, dass jeder Charakter jede Fähigkeit lernen kann und dies ohne wirkliche Einschränkung. Mir war das auf lange Sicht zu unpraktisch, da man sich sehr schnell auf ein Trio einstellt und andere Figuren vernachlässigt. Außerdem habe ich mich immer verzettelt.

Mit dem Zodiac-System wählt man für jeden Charakter eine Klasse, die die Fähigkeiten, Waffen, Rüstungen und im groben die Werte für das restliche Spiel bestimmt. Mir gefällt dieses System um einiges besser, da man so wirklich nachdenken muss, wer welche Rolle im Kampf übernimmt. In Kombination mit dem Gambit-System, automatische Kommandos im Kampf, ergibt sich eine starke taktische Komponente.
Der Kampf läuft in Echtzeit ab. Das bedeutet, es gibt keine separate Kampfarena mehr wie in Final Fantasy X.

Jeder Charakter hat eine Leiste, bei deren Füllung eine Aktion (Angriff, Technik, Zauber, Item) durchgeführt werden kann. Mit diversen Zaubern lässt sich die Leiste schneller oder langsamer füllen.

Der Anspruch der Kämpfe ist sehr angenehm. Wer immer fleißig trainiert, hat nichts zu befürchten.


Optisch beeindruckt die Welt von Ivalice auch nach über einem Jahrzehnt. Das Artdesign der Städte, Monster und Charaktere ist immer grandios und wohl das beste der gesamten Reihe.

Die Texturen wirken zwar etwas altbacken, sind jedoch in Würde gereift, was bei einem Spiel in diesem Alter nicht selbstverständlich ist. Dazu kommen beeindruckende FMV Sequenzen, die sich auch heute nicht verstecken müssen.

 

Neben der Optik ist auch die akustische Untermalung sehr gelungen. In einem Text ist sowas immer schwer zum vermitteln, aber wer die Spiele aus dem Final Fantasy Franchise kennt, weiß, dass der Soundtrack immer zu ihren Stärken gezählt hat. Es gibt die Möglichkeit, sowohl den Klassischen als auch den neu aufgelegten Soundtrack zu hören, beide sind zu empfehlen.

 

Abgerundet wird das Paket durch eine stimmige japanische & englische Synchronisation.


Final Fantasy XII – The Zodiac Age macht auch mit einem Alter von elf Jahren immer noch eine gute Figur. Mit dem überarbeiteten Kampfsystem wird das Spiel um einiges aufgewertet und endlich das Final Fantasy implementiert, was es eigentlich damals schon hätte sein sollen, wenn die International Edition auch bei uns rausgekommen wäre.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Final Fantasy XV oder die Rückkehr der Reihe! | Review

Ein Final Fantasy für Fans und Einsteiger.

Mit diesen Worten begrüßt Entwickler/Publisher Square Enix den Spieler zu Final Fantasy XV. Nach über zehn Jahren Entwicklungszeit ist das Spiel Ende November 2016 weltweit für PS4 & Xbox One erschienen. Eins vorweg, ich bin von diesem Spiel sehr begeistert und warum das so ist erfahrt ihr jetzt.


In Final Fantasy XV übernimmt man die Rolle von Noctis Lucis Caelum, dem Kronprinzen des Königreichs Lucis. Er ist der spielbare Charakter und wird während des gesamten Abenteuers stets von seinen Freunden Ignis Scientia, Gladiolus Amicitia & Prompto Argentum begleitet und unterstützt.

Zu Beginn der Handlung sind die vier Freunde auf dem Weg nach Altissia, der Hauptstadt des Inselreiches Accordo. Noctis soll dort das Orakel Lunafreya heiraten.

Dies ist Teil eines Friedensvertrages zwischen dem Königreich Lucis, wo Noctis Vater regiert und dem Imperium Niflheim welches bereits große Teile der Welt erobert hat.

Unterwegs hat der Wagen der Gruppe, Regalia genannt, jedoch eine Panne und die Freunde stecken mitten in der Einöde bei der Werkstatt Hammerhead fest. Da die Reparatur jedoch nicht kostenlos ist und unsere adeligen Helden kein Geld bei sich haben (sie brauchten bisher auch keines) muss das Geld anders beschafft werden. So werden dem Spieler die ersten Spielmechaniken gezeigt ohne in endlosen Tutorials festzuhängen.

Nun kann der Spiele die Gegend erkunden, erste Jagdmissionen absolvieren und einige Level aufsteigen, zum Gameplay komme ich jedoch später. Sobald das Geld beschafft wurde und das Auto wieder funktionstüchtig ist geht der Roadtrip weiter zur Küste um dort eine Überfahrt zu buchen. Jedoch hat das Imperium alle Häfen gesperrt und somit ist eine Überfahrt nicht möglich. Dabei trifft die Gruppe zum ersten mal auf den mysteriösen Ardyn der im späteren Verlauf der Handlung noch eine größere Rolle einnehmen wird.

 

Nach einer Übernachtung im örtlichen Hotel erfährt die Gruppe vom Angriff des Imperiums auf Insomnia, der Heimatstadt von Noctis und Hauptstadt des Königreichs Lucis, während der Unterzeichnung des Friedensvertrages mit dem Imperium.

 

Die weitere Handlung beschreibt den Weg von Noctis als heimatloser Prinz bis zum König der Prophezeiung der die Welt retten soll. Begleitet von seinen drei Freunden und unterstützt von diversen Verbündeten macht sich Noctis auf die lange & beschwerliche Reise. Um dem Imperium etwas entgegen setzen zu können benötigt unser Held den Segen der Götter (Titan, Ramuh, Leviathan, Shiva, Bahamut, Ifrit) und die dreizehn Königswaffen, magische Waffen die nur vom König von Lucis geführt werden können.

Die Geschichte ist sehr spannend, wartet mit einigen gut geschriebenen Wendungen auf und wird allgemein als Roadtrip beschrieben. Mit Roadtrip meine ich das man gut die erste Hälfte des Spiels auf der Straße befindet und einem die ganze Welt offen steht. Das führt mich zu den Nebenquests die wirklich umfangreich und abwechslungsreich ausgefallen sind. Von charakterbezogenen Quests über Jagdmissionen (das Erlegen von besonderen Monstern) bis hin zu Botengängen für verschiedene Personen. Für jede erledigte Mission erhält man Gil (die Währung des Spiels), Erfahrungspunkte und manchmal Gegenstände als Belohnung.


Jedoch erhält man nicht nur bestandene Quests, sondern auch für gewonnene Kämpfe Erfahrungspunkte und das führt uns zum Gameplay, angefangen mit dem Kampfsystem.

Gekämpft wird in Echtzeit und auf offenem Feld, sprich es gibt keine separaten Kampfarenen mehr wie in früheren Teilen. Im Kampf steuert man, wie auch im restlichen Spiel, Noctis der ein hervorragender Allround-Kämpfer ist. Die übrigen Figuren agieren selbstständig und das tun sie sehr intelligent. Sie greifen an, unterstützen den Spieler wenn es angebracht ist und heilen sich selbst wenn die Lebenspunkte auf Null sinken. An dieser Stelle muss ich eine Neuerung erwähnen, wenn die Lebenspunkte einer Figur auf Null fallen geht diese in den kritischen Bereich über. Nun hat der Spieler etwas Zeit die Lebenspunkte wiederaufzüllen damit die jeweilige Figur wieder weiterkämpfen kann.

Im Kampf kommen verschiedene Waffenarten zum Einsatz. Neben Schwertern (Einhand- und Zweihandschwertern), Dolchen und Speeren gibt es Schilde, Schusswaffen, Maschinen (zb eine Autoarmbrust), Magie (die man sich selbst erstellt aus den drei Elementen Feuer, Eis & Blitz) und die Königswaffen. Jede dieser Waffengattungen verfügt über ein paar Unterkategorien.

Im Kampf kann man jederzeit die Ausrüstung der Figuren wechseln um die verschiedenen Schwächen der Gegner effektiv ausnutzen können. Ich halte das für eine gute Idee da jeder Gegner andere Schwächen gegen verschiedene Waffenarten bzw. Elemente hat. Man kann jedoch nicht nur die Ausrüstung von Noctis, sondern auch die von den Gefährten ändern.

Jeder der drei Gefährten kann zwei Waffenarten und einen Zauber nutzen die, die jeweilige Figur auch selbstständig und sinnvoll einsetzt.

Abseits des Kampfes kann man einigen Nebenbeschäftigungen nachgehen. So kann man sich beispielsweise sehr lange mit Chocobos, gelben Reitvögeln, beschäftigen. Diese Tiere stellen eine gute Alternative zum Auto dar und eignen sich ideal für ein Rennen. Es besteht auch die Möglichkeit sich an einem Flipperautomaten zu vergnügen oder zu Angeln. Das Angeln führt uns zu den Talenten. Jeder der vier Freunde verfügt über ein Talent welches mal mehr mal weniger nützlich ist. Noctis angelt sehr gerne während Gladiolus sehr gut im fährtenlesen ist und manchmal Gegenstände findet. Ignis kann sehr gut kochen und entdeckt im Laufe des Abenteuers neue Rezepte. Prompto fotografiert sehr gerne, man kann seine Schnappschüsse speichern und so verschiedene Andenken an die Reise haben.

Nach dem ganzen Kämpfen & Quests absolvieren hat man einen großen Haufen Erfahrungspunkte angehäuft. Diese Punkte werden an den verschiedenen Rastplätzen auf die Protagonisten verteilt. Rasten kann man im Freien (Zelten und die Speisen von Ignis genießen) oder in Hotels/Wohnwägen/Schlafwägen in Zügen. Für jeden Stufenanstieg gibt es Fertigkeitspunkte (FP) die man in verschiedenen Kategorien ausgeben kann. Entweder kann man die Fähigkeiten Noctis von Verbessern oder man verbessert die Fähigkeiten der Gefährten bzw. kauft passive Fähigkeiten die einem FP & Erfahrungspunkte gewähren.


Genug davon wie sich Final Fantasy XV spielt. Kommen wir dazu wie das Spiel aussieht. Die Grafik ist der Wahnsinn. Das Spiel sieht wunderbar aus mit nur leichten Macken wobei ich hier nur die Haare der Figuren wirklich kritisieren kann. In gewissen Szenen sehen die Frisuren der Figuren nicht wirklich gut aus. Der Rest der Charaktermodelle ist jedoch sehr detailliert und sieht wunderbar aus. Gerade Kleinigkeiten wie die Narben von Gladiolus oder die Sommersprossen von Prompto lassen die Figuren sehr realistisch aussehen.

Eos, die Spielwelt, sieht fantastisch aus. Der Stil ist eine Mischung aus einer realistischen Welt (die über weite Strecken unserer ähnelt) mit typischen Elementen aus dem Final Fantasy Universum was die Flora & Fauna angeht. Überall gibt es hübsche Details und fantastische Panoramen. Besonders die Gegend Duscae mit den dichten Wäldern, den weitläufigen Sümpfen und der schier endlosen Straße hat es mir besonders angetan.

Das Design der Monster und Tiere ist sehr abwechslungsreich. Von eher langweiligen Wesen wie die Granulas & imperialen Soldaten bis hin zu den abgefahrenen Monstern wie der Morbol, die spinnenartigen Monster und den Untoten ist alles dabei.

Mein absolutes Highlight sind jedoch die Esper/Götter. Es gibt nur sechs dieser übermächtigen Wesen aber diese sehen unglaublich toll aus. Besonders Titan und Leviathan sind der absolute Wahnsinn. Immer wenn, diese beiden Wesen auftreten, bekomme ich eine Gänsehaut. Es kommt selten vor das mich Wesen/Monster in einem Videospiel so sehr beeindrucken wie in Final Fantasy XV. Die Kämpfe gegen Titan & Leviathan gehören zu meinen liebsten Momenten im gesamten Spiel.

Zusammengefasst kann man sagen dass, die Grafik sehr schön & detailliert ist. Hier und da gibt es zwar die üblichen Schwächen die jedes Open-World Rollenspiel hat (Bugs, seltsame Bewegungen der Figuren oder eine eigentümliche Kollision der Polygone) aber im Vergleich zur Konkurrenz ist es hier eher verschmerzbar. Besonders wenn, man bedenkt, das Final Fantasy XV das erste Open-World RPG von Square Enix ist.


Auch auf akustischer Ebene gibt es was auf die Ohren. Eine der größten Stärken von Square Enix war schon immer die Klanguntermalung von Videospielen. Jede Situation im Spiel wird Ideal unterlegt. Von ruhigen Stücken bei den Rastplätzen über traurige Musik, wenn Verluste beklagt werden müssen, bis zu den epischen Klängen in den Kämpfen ist alles dabei was dass Fan-Herz höher schlagen lässt.

Wenn man im Auto unterwegs kann man den Soundtracks der alten Final Fantasy Titeln lauschen, diese können im Spiel um je hundert Gil erworben werden, oder die Playlist von Noctis erforschen. Ich persönlich ziehe die Soundtracks der Playlist um Längen vor da ich ein großer Fan der Final Fantasy Soundtracks bin.

Die Synchronisation ist sehr gut. Ich habe das Spiel auf Deutsch, Englisch & Japanisch gespielt. Jeder der drei Synchronsprachen ist sehr gut gelungen wobei Deutsch die schwächste Fassung ist, weil es unter anderem einfach so ungewohnt ist die Figuren in einem FF-Spiel Deutsch sprechen zu hören.

Japanisch geht auch in Ordnung aber wie schon in Final Fantasy Type-0 HD ist der Funke nie ganz übergesprungen. Offenbar begeistern mich japanische Synchronisationen nur in Spielen der Tales of Reihe.

Die englische Sprachausgabe ist ganz klar die beste. Gladiolus hat eine tiefe Stimme, passend zu seiner Rolle als Krieger während der flippige Prompto eine etwas höhere Stimme hat. Noctis & Ignis, die eher die Denker der haben ruhige Stimmen zeigen aber auch Emotionen wenn es sein muss. Aber auch die Nebencharaktere wurden sehr gut & glaubwürdig vertont.


Final Fantasy XV ist meiner Meinung der beste Teil der Reihe seit Final Fantasy IX. Bis auf ein paar Kleinigkeiten liefert Square ein rundes Komplettpaket ab das sowohl Einsteiger als auch alte Fans in seinen Bann ziehen kann. Das Kampfsystem geht super von der Hand und sorgt für viel Dynamik in den Kämpfen, die Charaktere sind sehr gut geschrieben und wachsen einem im Laufe der Handlung sehr ans Herz. Grafik & Soundtrack sind wissen zu gefallen und auch auf technischer Ebene überzeugt das Spiel. Meine Fanschaft zu Final Fantasy ist wieder entbrannt und ich freue mich auf die Zukunft der Reihe.

Wertung:
Handlung:  • • • • •
Gameplay: • • • • •
Grafik & Technik: • • • • •
Soundtrack: • • • • •
Wertung: 20 von 20 Punkten.
Note: Empfehlenswert!
Release: 29.11.2016
Plattformen: Playstation 4, Xbox One
Genre: Rollenspiel
Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix
USK: ab 12 Jahre

Hier geht es zu weiteren Final Fantasy Reviews:

Spielereview #9: World of Final Fantasy

Spielereview #10: Final Fantasy Type 0 HD

Final Fantasy Type 0 HD | Review

Ich habe mich sehr lange auf Final Fantasy Type-0 HD gefreut. Schließlich hat dieses Spiel Japan nie verlassen, zumindest bis zum März 2015 als Square Enix dieses Spiel endlich bei uns veröffentlichte. Meine Freude war groß jedoch wich sie relativ schnell einer gewissen Enttäuschung und warum das so war erfahrt ihr jetzt.

Ein Weltkrieg aber keine Kriegshelden

Bevor ich zu der eigentlichen Geschichte komme, gibt es noch ein paar Worte zur Fabula Nova Crystallis. Das ist ein Sammelbegriff für mehrere Spiele, die zwar nicht in der gleichen Welt sich aber denselben mythologischen Hintergrund teilen. So spielt der Mythos um die Kristalle immer eine zentrale Rolle. Weitere wiederkehrende Personen sind die Götterwesen Etro & Bhunivelze sowie die Fal’Cie (übernatürliche Wesen) und die L’Cie (Auserwählte der Fal’Cie).

Ich halte die Fabula Nova Crystallis für eine recht gute Idee jedoch wurde diese leider nie wirklich konsequent umgesetzt.

FF Type 0 HD spielt in der Orience. Die vier großen Nationen dieser Welt führen einen erbitterten Krieg um die Herrschaft über die alles bestimmenden Kristalle zu erlangen. Inmitten dieser Kriegswirren rückt eine Klasse einer Militärakademie in den Vordergrund.

Die sogenannte Klasse 0 ist eine Ansammlung von 12, später 14, Kadetten, die bedingt durch ihre synthetische Herkunft und ihre spezielle Ausbildung nicht nur im Kampf Großartiges leisten kann, sondern auch immun gegen die vom Feind eingesetzten Magierstörer sind.

 

Die Handlung behandelt empfindliche Themen wie die Vergänglichkeit des Lebens, der Tod und seine Auswirkungen auf die Hinterbliebenen sowie die Folgen des Krieges für Jugendliche und die Suche nach der eigenen Identität. Was ich positiv anmerken muss ist, dass Square schonungslos mit diesen Themen umgeht und den Krieg in seiner ganzen Härte zeigt. Dabei fließt auch Blut und sogar ein süßer Chocobo stirbt qualvoll. Dies ist für Final Fantasy sehr ungewöhnlich aber erfrischend für die Reihe.

Jetzt kommt mein großer Kritikpunkt. Das Spiel besitzt 14 Hauptfiguren und mir ist jede davon egal. Ich konnte im Laufe des Spiels zu keinem Charakter eine emotionale Bindung aufbauen. Ein ähnliches Problem hatte ich auch mit Halo 5. Zu keiner der acht Hauptfiguren konnte ich eine emotionale Bindung aufbauen, weil einfach keine Figur einen wirklichen Charakter hat. Das Gleiche gilt auch für die Kadetten der Klasse 0. Da können die Junges & Mädels noch so viel Philosophieren und darüber sprechen dass sie sich nicht an die Gefallenen erinnern dürfen weil sie für den Krieg eine klaren Kopf bewahren müssen.

Ja es ist tragisch aber für mich wirkt es nur wie ein Mittel zu Zweck um zu kaschieren das eigentlich keiner der Kadetten eine wirkliche Persönlichkeit besitzt.

Die grundlegende Geschichte ist sehr spannend und man spürt die globalen Auswirkungen des Krieges tatsächlich. Auch die Erzählstruktur ist gelungen. Jedoch fallen die Charaktere komplett aus der Reihe und tragen kaum etwas zur Entwicklung der Geschichte bei. Das Gleiche gilt auch für die Nebencharaktere, die finde ich eigentlich alle unsympathisch und nicht gerade hilfreich um das Spiel zu mögen. Geschichte & Inszenierung TOP – Charaktere FLOP.

Schnelles und erfrischend neues Gameplay

Das Spiel verwendet ein Echtzeit-Kampfsystem, eine richtige Seltenheit in der Reihe. Dabei fällt positiv, auf dass, sich die Charaktere sehr unterschiedlich spielen, was Durchschlagskraft, Dynamik & Effektivität gegen bestimmte Gegnertypen angeht. Wenn unsere „Helden“ schon so keine wirkliche Persönlichkeit haben so unterscheiden sie sich durch ihre Waffen, passend zur Kriegsthematik.

Gekämpft wird in einer Dreiergruppe, welche man sich vor jeder Mission frei zusammenstellen kann. Dabei sind einige Dingen zu beachten. Zum einen sollte auf eine ausgewogene Gruppe geachtet werden, was Nah- und Fernkämpfer angeht, um so auf die verschiedenen Gegnertypen vorbereitet zu sein. Zum anderen fällt, auf das Charaktere mit Katana, Speer, Kettenpreische & Langschwert gerade auf höheren Stufen um einiges mächtiger wirken als ihre Kollegen mit Fernkampfwaffen. Dieser Schnitzer im Balancing sorgt dafür, dass man im späteren Spielverlauf irgendwann nur mehr die Nahkämpfer nutzen wird.

 

Jedoch kann man die zur Verfügung stehenden Angriffsmöglichkeiten nach eigenen Vorlieben anpassen. Neben dem Standardangriff, der zu einer längeren Kombo aufgebaut werden kann, gibt es ein reichhaltiges Arsenal an offensiven & defensiven Fähigkeiten, Spezialangriffen & Zaubern. Euer bester Freund wird jedoch die Ausweichrolle sein, um feindlichen Attacken auszuweichen. Neben dieser Rolle sind Timing & dass beobachten von Angriffsmustern im Kampf äußerst wichtig.

In bestimmten Momenten sind Feinde entweder besonders empfindlich oder können mit einem kritischen Treffer sofort erledigt werden, egal wie viele Lebenspunkte sie noch haben.

Das Ausnutzen dieses kleinen Fensters macht einen großen Reiz des Kampfes aus, jedoch sind damit zwei kleine Probleme verbunden.

Zum einen nutzten die KI-Gefährten dieses Zeitfenster selten bis gar nicht, obwohl die KI im Spiel sehr gut funktioniert und zum anderen werden so ein großteil der Kämpfe zur reinen Routine und sind oftmals in wenigen Sekunden gewonnen. Einzige Ausnahme bilden die Bossgegner, die zeitweise echt knackig sein können. Jedoch werden vor jedem Boss in fairen Abständen manuelle Speicherpunkte platziert. Allgemein ist Type 0 HD jedoch eines der leichteren Final Fantasy Spiele.

Wem der Kampf dennoch zu schwer ist, nutzt die Spezialattacke des Teams, zb die Beschwörung einer Ester, jedoch fordert dies das Leben des Beschwörers. Im Kampf kann man sich außerdem noch speziellen Herausforderungen stellen welche einem Boni im Kampf bieten oder das Leben fordern, wenn man scheitert. Dies sorgt für zusätzliche Spannung.

Abseits der schier endlosen Schlachten kann man sich die Freizeit (sowas gibt’s im Krieg auch) mit Gesprächen, Shoppingtouren, Nebenquests, der Chocobo-Zucht und Ausflügen ins wirklich karge Umland vertreiben. Fast all diese Aktionen verkürzen eure Freizeit, bis man wieder zur nächsten Mission ausrücken muss. Das halte ich für eine gute Idee, da man sich so genau überlegt was man noch machen will.

Altlasten der Handheld-Vergangenheit

Die Akademie als Knotenpunkt des Spiels und die vierzehn Kadetten haben den Sprung auf die große Konsole recht gut geschafft sind jedoch auf einem Stand stehen geblieben, der dem Ende der PS3/Xbox 360-Ära sehr nahe kommt.

Der Rest des Spiels hat das eher weniger gut geschafft. Fangen wir mit den Nebenfiguren an. Mit schwacher bis nicht vorhandener Mimik ausgestattet und sehr groben Kleidungstexturen werden hier die Wurzeln als PSP-Spiel deutlich sichtbar. Die Oberwelt setzt dem Ganzen jedoch die Krone auf. Irgendwo zwischen Final Fantasy VIII & IX sieht die Oberwelt sehr trist aus und es tötet den Spielspaß ziemlich schnell ab, durch diese langweilige Ödnis zu laufen.

Was ich positiv Erwähnen muss, sind die Videosequenzen. Diese sehen zwar nicht sehr zeitgemäß aus, es gibt definitiv Luft nach oben, sind aber sehr gut inszeniert. Gerade was gewisse Filtereffekte angeht, wirken die Szenen oft etwas überladen. So ist die Introsequenz phasenweise in einen Goldton gehaucht.

Ich muss Square dennoch loben, dass sie dieses Spiel von einem Handheld auf eine große Konsole gebracht haben. Ja das ist nicht zu hundert Prozent ideal gelungen aber in einigen Aspekten sieht das Spiel recht gut aus.

Auch die akustische Seite hat ihre Probleme

Der Soundtrack ist sehr gut. Die verschiedenen Musikstücke passen sehr gut zu den einzelnen Momenten im Spiel. Besonders die Themen welche in den Kämpfen verwendet sind sehr episch und geben den Schlachten die richtige Atmosphäre, wenn es schon die Grafik nicht, so wirklich schafft.

Mein Highlight ist jedoch das Oberweltthema. Dieses Musikstück weiß sehr zu gefallen und verspricht einem ein großes Abenteuer auch wenn dieses oft etwas auf sich warten lässt.

Die Synchronisation ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits mag ich die englische Synchronisation jedoch wirken manche Dialoge im englische etwas lächerlich. Da bin ich froh, dass man das Spiel auch in japanischer Sprache spielen kann. In den großen Reden des Spiels, zb im Intro, bevorzuge ich zwar englisch aber im Allgemeinen wirkt die Originalsprache runder.

Fazit

Leider ist Final Fantasy Type-0 HD nicht der Kracher geworden, den ich mir erhofft habe. Jedoch muss ich sagen, dass ich mit dem Spiel durchaus Spaß hatte auch wenn die in der erwähnten Review Probleme den Spielspaß durchaus trüben. Ich kann diesen Teil nicht wirklich weiterempfehlen, außer wenn man ein eher kurzes Rollenspiel mit schnellem Gameplay sucht wo man auch super Achievments sammeln kann. Um sich jedoch die Zeit bis Final Fantasy XV zu vertreiben, kann man dieses Spiel jedoch nutzen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal.

Wertung:
Handlung:  • •
Gameplay: • • • •
Grafik & Technik: • • •
Soundtrack: • • • •
Wertung: 13 von 20 Punkten.
Note: Gut!
Release: 20.03.2015
Plattformen: Playstation 4, Xbox One
Genre: Rollenspiel
Entwickler: Square Enix, Hexa Drive
Publisher: Square Enix
USK: ab 12 Jahre

 

World of Final Fantasy | Review

World of Final Fantasy ist ein Rollenspiel, entwickelt von Tose Software (die an sehr vielen Spielen der letzten Jahre beteiligt waren) & Square Enix, die das Spiel auch auf den Markt gebracht haben. Das Spiel erschien am 28.10.2016 für PS4 & Playstation Vita. Eines vorweg ich bin von diesem Spiel schwer beeindruckt, dass es mehr Final Fantasy ist als die letzten 4 Titel aus diesem Franchise zusammen. Warum das so ist, erfahrt ihr nun in der kommenden Review.

Handlung: 2 Geschwister und eine Welt die es zu retten gilt

Die Handlung von World of Final Fantasy spielt in der Grymoire, wo Figuren & Kreaturen aus dem ganzen Final Fantasy Universum zusammenleben. Protagonisten sind die Geschwister Lann & Reynn. Diese beiden erwachen, mit einer Amnesie, an einem Ort, an dem die Zeit stillsteht. Sie erfahren von Enna Kros, einer Person, die man mit einer Gottheit vergleichen kann, dass die beiden sogenannte Mirage-Hüter sind. Von Enna Kros erhalten sie weiters den Auftrag in die Welt Grymoire zurückzukehren und sowohl die Miragen (welche sie zu einer unbestimmten Zeit vor der Handlung verloren haben) als auch ihre fehlenden Erinnerungen wiederzuerlangen.

Also machen sich die Geschwister in die magische Welt von Grymoire auf um ihren Auftrag zu erfüllen. Dabei treffen sie auf die verschiedensten Figuren aus vielen Final Fantasy-Spielen, z.b. Vivi (FF9), Cloud (FF7), Squall (FF8) und viele mehr. Um das Abenteuer zu komplettieren, darf natürlich auch ein Bösewicht nicht fehlen. Die sinistere Bahamut-Armee muss aufgehalten werden, dass sie die Welt von Grymoire ins Chaos zu stürzen droht.

 

Die Geschichte wird, Square Enix typisch, spannend erzählt und wartet mit ein paar interessanten Wendungen auf. Was mich positiv überrascht hat, ist der Humor, mit dem die Erzählung immer wieder aufgelockert wird. Es ist inzwischen sehr ungewohnt Humor in einem Final Fantasy Spiel zu haben aber davon bitte mehr in Zukunft!

Gameplay: Gute Ideen mit ein paar eigenen Elementen

Das Spielprinzip lässt sich einfach gesagt so beschreiben: Eine Mischung aus Pokemon & Digimon Story Cybersluth mit ein paar guten eigenen Ideen und das ist etwas Positives.

Der Kern des Spiels ist das Fangen und aufziehen von Miragen. Wie kann man diese Monster fangen? Mit sogenannten Prismen. Damit man jedoch eine Mirage fangen kann, muss eine bestimmte Bedingung erfüllt werden, beispielsweise muss ein Monster mit einem bestimmten Element oder der richtigen Zustandsveränderung verletzt werden.

Ein Prisma, mit dem eine Mirage gefangen wurde, nennt man Prismarium. Insgesamt kann die Gruppe 10 Prismarien mit sich herumtragen. Weitere Miragen können jedoch in Serafies Tresor (ähnlich dem PC System aus Pokemon) aufbewahrt werden.

 

Nach einem gewonnenen Kampf erhält man Erfahrungspunkte. Dadurch werden die Miragen stärker und erhalten FP (Fähigkeitspunkte). Diese Punkte kann man auf dem Miraboard ausgeben, um neue Fähigkeiten & Attributsboni freizuschalten.

Jede Mirage hat eine bestimmte Größe: klein (S), mittelgroß (M) oder groß (L). Natürlich können sich Miragen auch weiterentwickeln. Dies kann man auf dem Miraboard freischalten. Jedoch sind diese Metamorphosen, so nennt man die Entwicklung, an Bedingungen geknüpft, beispielsweise an eine Erfahrungsstufe oder man benötigt einen bestimmten Gegenstand.

Noch ein paar Worte zum Kampfsystem. Gott sei Dank bringt Square das ATB-Kampfsystem zurück. Die Partie besteht grundlegend aus den beiden Protagonisten. Jedoch werden auch die Miragen im Kampf eingesetzt. Dabei wird ein sogenannter Kampfstapel benutzt und das funktioniert wie folgt:

Unsere Helden Lann & Reynn besitzten 2 Erscheinungsformen. Einmal ihre „normale“ Menschengröße und einmal ihre putzige Chibiform (diese Formen heißen im Spiel anders aber das ignoriere ich jetzt mal). Mit diesen Formen lässt sich je ein anderer Kampfstapel erstellen. Nutzen wir hierfür Lann als Beispiel.

In seiner normalen Form bildet Lann die Basis und eine Mirage sowohl mittlerer als auch kleiner Größe stehen auf seinem Kopf (autsch). In seiner Chibiform kann Lann auf einer Mirage der Größe L reiten und eine kleine Mirage auf seinen Kopf stapeln.

Was hat man nun davon? Die Vorteile eines Kampfstapels sind unter anderem, das die HP zusammengezählt werden, die Attribute zusammengezählt werden und man mächtige Attacken vom Zaun brechen kann wenn die Miragen das gleiche Element besitzen und die gleichen Zauber erlernt haben.

Ein Stapel kann jedoch auch aufgelöst werden. Entweder durch den Spieler selbst oder durch eine mächtige Attacke des Feindes. Auch Feinde können Stapel bilden.

Es mag zwar selbsterklärend sein aber jede Fertigkeit, die im Kampf eingesetzt wird, kostet Aktionspunkte, die sich im Kampf jedoch wieder von selbst auffüllen.

Abseits des Kampfes bietet das Spiel viele Nebenaktivitäten wie ein Kolosseum und sogar einen Multiplayer gibt es der auch Spaß macht.

Noch ein paar Worte zum Schwierigkeitsgrad, dieser ist genau richtig. Es ist leicht in das Spiel reinzukommen und die einzelnen Mechaniken zu erlernen. Wenn es jedoch darauf ankommt, das Spiel komplett zu meistern steigt die Schwierigkeit im richtigen Maß an ohne zu frustrieren.

Grafik & Technik: Schöne Optik & funktionierende Technik

Kurz um: Die Optik ist fantastisch und sehr detailverliebt.

Die verschiedenen Areale sind sehr detailliert gestaltet. Das gleiche gilt auch die für die Modelle der Protagonisten. Anfangs hat mich das Aussehen von Lann & Reynn gestört, weil mich die beiden an Kingdom Hearts Figuren erinnert haben und ich kein übermäßig großer Fan von Kingdom Hearts bin (außer Birth to Sleep), jedoch legte sich das bereits nach ein paar Stunden Spielzeit.

Besonders putzig finde ich die Chibiformen der beiden Geschwister und der restlichen Final Fantasy Helden. Es ist zwar etwas befremdlich aber auch äußerst erfrischend, wenn man Helden wie Lightning, Squall & Cloud als Chibifiguren kämpfen, & agieren sieht.

Die Miragen sind ebenfalls sehr abwechslungsreich gestaltet. Von süß bis zu beeindrucken ist alles dabei jedoch haben alle Monster & Figuren diesen bestimmten Final Fantasy-Look, welchen ich seit Teil 9 schmerzlich vermisse. Selbst wenn sie bedrohlich wirken, sind sie immer noch putzig. An vielen Stellen wurde ich an die alten Teile erinnert. So ist die Burgstadt Cornelia ebenjene Stadt, welche in welcher das Abenteuer von Final Fantasy 1 startet.

Auf technischer Ebene gibt es kaum was zu meckern. Das Spiel läuft sehr flüssig und auch die Onlinefunktionen laufen problemlos. Im Gegensatz zum Desaster von Just Cause 3 wurde hier ganze Arbeit geleistet und darauf geachtet, dass ein technisch funktionierendes Gesamtpaket veröffentlicht wird. Einzig das Speichern dauert mir einen Tick zu lange, jedoch fällt dieser Kritikpunkt kaum ins Gewicht.

Soundtrack & Synchronisation: Die alte Stärke des Entwicklers

Also wenn Square eines kann, dann ist es eine stimmige Klanguntermalung zu bieten. Seit dem ersten Final Fantasy gehört ein wunderbarer Soundtrack zur Reihe. Dabei ist es, egal ob das Titelthema läuft oder die neue Interpretation des Chocobothemas. Der gesamte Soundtrack weiß zu gefallen. Was, zumindest für mich, sehr wichtig ist das Kampfthema. Bei Rollenspielen, mit Zufallskämpfen, ist es immer wichtig, dass das Kampfthema nicht irgendwann nervig wird. Zum Glück ist das bei World of Final Fantasy nicht der Fall. Selbst nach dem hundertsten Kampf kann man das Battletheme immer noch anhören.

Neben dem Soundtrack wartet World of Final Fantasy mit einer herausragenden Synchronisation auf. Sowohl die englische als auch die japanische Fassung wissen zu gefallen, wobei mir die englische Sprachausgabe ein bisschen besser gefällt.

Dass das Spiel über einen eher abgedrehten Humor verfügt, habe ich bereits erwähnt. Nun die Sprecher tun ihr übriges. Besonders die englischen Sprecher unterstreichen den schrägen Humor und teilweise echt abgefahrenen Sprüche & Dialoge der Protagonisten nur noch mehr. Wer wollte nicht schon immer einen Dialog voller Eiswortspiele hören, während die Gruppe von Wölfen attackiert wird. Fehlt nur mehr Arnold Schwarzenegger.

Eine Empfehlung von mir ist es die Untertitel auszuschalten, zumindest wenn man auf Englisch spielt, da leider nicht alle Witze ideal übersetzt werden, konnten aber dass ist bei fast allen Übersetzungen von Englisch auf Deutsch der Fall.

Fazit

Wie fasse ich das Spiel am besten zusammen, ohne mich in endlosen Lobhymnen zu verlieren?

World of Final Fantasy ist ein hervorragendes Rollenspiel mit vielen guten Ideen, sowohl geliehenen als auch eigenen, einer soliden Technik, sehr schöner und vor allem niedlicher Optik, die den Charme der alten Episoden wieder aufleben lässt. Das Gameplay ist leicht zu erlernen erfordert jedoch Geschick je weiter man im Spiel voranschreitet, genau, wie es sein soll. Auch die grafische & akustische Präsentation wissen zu gefallen jedoch ist das bereits eine alte Tradition von Square Enix.

Dieses Spiel ist mehr Final Fantasy als die letzten 4 Episoden zusammen. Entwickler Square Enix hat gezeigt wie man ein richtiges Final Fantasy, mit dem alten Charme macht, und mein Glauben, an das Franchise ist wieder da. Ich gebe dem Spiel die Höchstwertung von 20 Punkten für diese Leistung und weil es einfach ein sehr gutes Spiel ist.

Jetzt stellt sich nur mehr die Frage, ob Final Fantasy XV ebenfalls so gut wird und World of FF übertreffen kann. Wir werden es sehen und wir lesen uns beim nächsten mal.

Wertung:
Handlung:  • • • • •
Gameplay: • • • • •
Grafik & Technik: • • • • •
Soundtrack: • • • • •
Wertung: 20 von 20 Punkten.
Note: Empfehlenswert!
Release: 28.10.2016
Plattformen: Playstation 4 & PS Vita
Genre: Rollenspiel
Entwickler: Square Enix & Tose
Publisher: Square Enix
USK: ab 12 Jahre

 

 

 

Deus Ex: Mankind Divided | Review

Endlich ist sie da, die Spielereview zu Deus Ex: Mankind Divided. In meinem Ersteindrucksbeitrag war ich positiv angetan von diesem Spiel. Hat sich dieser Eindruck gehalten oder gar verbessert bzw. verschlechtert? Finden wir es heraus.

Handlung

Mankind Divided spielt 2 Jahre nach dem Vorgänger Human Revolution (HR). Die Welt hat sich verändert. Nach dem Opti-Vorfall, durch ein Computersignal verfielen Augmentierte auf der ganzen Welt einer Raserei, am Ende von HR leben die Augmentierten, Menschen mit mechanischen Verbesserungen/Prothesen, am Rande der Gesellschaft und werden in eigenen Städten (im Spiel als Gettos bezeichnet) zusammengepfercht.

Adam Jensen, der Protagonist von Human Revolution, arbeitet inzwischen eine Spezialeinheit von Interpol und ermittelt gegen eine Gruppe von augmentierten Terroristen. Gleichzeitig versucht er die Machenschaften der Illuminaten aufzudecken, da diese bereits in die Ereignisse des Vorgängers verwickelt waren, jedoch die Wahrheit verschleiern konnten. Das Signal, welches den Opti-Vorfall verursachte, sollte ursprünglich den Illuminaten die Kontrolle über alle Augmentierten verschaffen, was jedoch scheiterte und die „mechanische Apartheid“ (Bezeichnung der Entwickler) in die Welt setzte

Die Handlung klingt sehr spannend und sie befasst sich auch mit Themen wie Rassismus, Transhumanismus & Terrorismus jedoch stellte sich nie wirklich die gleiche Spannung ein welche Human Revolution zu bieten hatte. Mir fehlten zum einen die faszinierenden Charaktere & zum anderen fehlten mir die Höhepunkte, welche Human Revolution so besonders gemacht haben.

Aber, es gibt immer ein aber, wo die Hauptmissionen eher schwächeln, erzählen die Nebengeschichten viele interessante Geschichten, die die Welt um einiges lebendiger & glaubhafter macht.

Gameplay

Wo das Spiel in der Handlung versagt, punktet es dafür umso mehr im Gameplay. Alle Aspekte, die das Spiel so gut gemacht, hat, wurden übernommen und verbessert. Um einiges sogar. So hat Adam nun einige neue Fähigkeiten wie die Icarus-Landung, welche nicht nur extrem cool aussieht, sondern auch sehr effektiv ist, um Überraschungsangriffe durchzuführen.

Auch das Deckungssystem funktioniert nun besser und der Kampf ist nun bei Weitem weniger frustrierend als damals in Human Revolution. War dort noch heimliches Vorgehen der ideale Weg, so stehen nun dem Spieler alle Möglichkeiten offen. Entweder man schleicht sich unbemerkt durch die Gegner oder man schießt sich den Weg mit brachialer Gewalt frei. Ich habe mich immer für den Mittelweg entschieden.

Kämpfen, wenn es angebracht war und verstecken bzw. heimlich Vorgehen, wenn meine Chancen zu schlecht standen. Meine Lieblingskombination, unter den Augmentierungen, waren auf Maximum geskillte Tarn- und Hackingaugmentierungen sowie die Smart Vision, mit der man Gegner & besondere Objekte besser sehen kann. Bei den Waffen war meine erste Wahl immer die Standardpistole, mit Upgrades, zu denen ich gleich komme, und die Elektroschockpistole, mein Liebling aus Human Revolution.

Wie im Vorgänger kann man die meisten Waffen mit Upgrades verbessern. Diese können z. B. ein Schalldämpfer oder ein spezielles Visier sein. Jedoch kommt auch hier noch ein neues Element hinzu, und zwar das Craften. Mithilfe von Zubehörteilen können unter anderem Waffen verbessert werden, so wird aus einer halb automatischen Pistole mit Einzelfeuer eine vollautomatische Waffe, aber auch kleinere Gegenstände wie ein Multitool (ein Werkzeug zum hacken) können erstellt werden.

Das Gameplay gehört für mich zu den größten Stärken von Mankind Divided. Es kommt selten vor das in einer Fortsetzung alte Stärken mit neuen Elementen so harmonisch zusammengeführt werden.

Grafik & Technik

Auch auf grafischer Ebene weiß das Spiel zu gefallen. Der Schauplatz des Spiels ist die schöne Stadt Prag und ich muss sagen, dass ich sehr beeindruckt war. Zwar mangelt es dem Spiel an richtiger Abwechselung (im Vorgänger waren wir in Detroit, Hengsha, Panchaia und ein paar Orten mehr) was Schauplätze angeht, fast das gesamte Abenteuer sind wir in Prag unterwegs, aber dennoch ist die Stadt sehr schön gelungen und mit Geschichten vollgestopft. Die Charaktermodelle sehen sehr schön aus, auch die Texturen sind sehr schön und so manches hübsche Detail lässt sich finden

Leider ist Prag relativ farblos, aber das passt wiederum zur eher düsteren Atmosphäre der Geschichte.

Was mich an der Grafik bzw. in diesem Fall auch an der Technik des Spiels etwas stört, sind die Animationen der Figuren. Im Ersteindrucksbeitrag habe ich es bereits erwähnt, gewisse Gesten der Figuren wirken einfach übertrieben und extrem ausufernd. Gerade in einigen Dialogen, die eher Belanglosigkeiten beinhalten, wirkt Übertriebenes „schlenkern“ mit den Armen mehr lächerlich als realistisch. Weniger ist oft mehr.

Auch die Lichtsetzung ist über weite Teile sehr gut gelungen und gerade der Anfang in Dubai sieht wunderschön aus. In Kombination mit der hohen Schattenqualität bekommt man bereits im Prolog sehr schöne Panoramen bzw. ein atmosphärisches Gebiet. Schade das man Terroristen bekämpfen muss.

Grafisch kann Mankind Divied auf jeden Fall überzeugen. Natürlich gibt es Spiele die um einiges hübscher aussehen oder eine wesentlich detailliertere Spielwelt bieten aber gerade im Vergleich zu Human Revolution hat sich einiges getan. Mehr Details, schönere Charakter- & Waffenmodelle, die neuen Augmentierungen sehen auch sehr schick aus & eine allgemein schöner gestaltete Welt sprechen für Mankind Divided.

Technisch läuft das Spiel sehr gut & sehr stabil. Zumindest auf der PS4. Ich habe bereits von vielen Framedrops & rucklern gelesen, jedoch wären mir diese ehrlich gesagt nicht aufgefallen. Bei mir lief das Spiel recht flüssig. Ja ein oder zwei Mal gab es leichte ruckler, aber diese dauerten nicht lange an.

Das einzige was mich an der Technik stört, sind diese elenden ausufernden Gesten.

Soundtrack & Synchronisation

Auf musikalischer Ebene fällt Mankind Divided leider etwas ab. Die klanguntermalung ist Grundlegend sehr angenehm, sie läuft die meiste Zeit leise im Hintergrund und nach einiger Spielzeit hört man sie kaum noch. Natürlich gibt es einige Stücke die besser klingen aber leider kann ich kein spezielles davon nennen.

Dafür klingen die Umgebungsgeräusche sehr gut & allen voran realistisch. Die Wafffensounds wissen zu gefallen. Das Gleiche gilt auch für die Augs. Die große Stärke liegt jedoch in der deutschen Synchronisation. Die Sprecher machen alle einen hervorragenden Job und einige Sprecher aus dem Vorgänger, wie der von Adam Jensen, kehren für eine weitere Rolle zurück.

Ich war positiv überrascht, und auch wenn einige Dialoge eher langweilig geschrieben sind, zumindest sind Adams einsilbige Antworten, eher weniger aussagekräftig, gibt es dennoch einiges auf die Ohren.

Fazit

Mein positiver Ersteindruck blieb während des Spieldurchlaufs bestätigt. Viele meiner Erwartungen wurden erfüllt, manche sogar übertroffen. Nur auf der erzählerischen Ebene fällt Mankind Divided leider ab. Die Hauptstory plätschert vor sich hin und wirkt eher wie eine Fillerfolge eines Animes vor dem großen Showdown. Dafür reißen die Nebenmissionen wieder einiges raus. Dort werden zwar kürzere aber dafür um einiges spannendere Geschichten erzählt als in den eigentlichen Hauptmissionen.

Vom Gameplay gibt es kaum was zum meckern, das Spiel hat zwar kein so schnelles Movement, wie ein reiner Shooter, aber das ist zumindest für mich kein Problem.

Die Grafik weiß ebenfalls zu gefallen. Dass gleiche gilt für die Synchronisation. Der Soundtrack geht in Ordnung.

Ich kann Deus Ex Mankind Divided auf jeden Fall weiterempfehlen. Wer den Vorgänger mochte, wird hier nur minimal enttäuscht sein da die positiven Werte, die negativen überwiegen. An alle die den Vorgänger nicht kennen kann ich nur sagen: Entweder das Infovideo im Spiel ansehen, welches die Handlung des Vorgängers sehr gut zusammenfasst, oder direkt Human Revolution zocken. Am besten im Directors Cut, da dieser das Spiel noch mal aufwertet.

 

Kommen wir nun zur Wertung:

Handlung: • • •

Gameplay: • • • • •

Grafik & Technik: • • • • •

Synchro & Soundtrack: • • •

Wertung: 16 von 20 Punkten.

Note: Empfehlenswert

Das war’s von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal wieder jedoch mache ich nun ein paar Tage Pause und nutze die Zeit um ein paar kleinere Spiele zu zocken.

 

Bis Bald!