Menschenjagd (Roman) | Review

Name: Menschenjagd
Autor: Richard Bachmann (Stephen King)
Verlag: Heyne
Seiten: 384

Ich bin ja ein großer Fan von Stephen King, kein Wunder schließlich das Werk dieses Autoren einen riesigen Teil des Blogs ein neben Themen wie Assassins Creed, Resident Evil, Dragon Ball oder Batman.

Heut geht es mir um Menschenjagd, den bisher dritten Bachman-Roman, den ich gelesen habe und wow das war eine tolle Erfahrung! 😍


Kernfakten zum Buch:

Name: Menschenjagd

Autor: Richard Bachmann (Stephen King)

Verlag: Heyne

Seiten: 384


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Wir schreiben das Jahr 2025. Die Regierung der USA und die öffentlichen Fernsehanstalten haben sich zu einer gigantischen Allianz zusammengefunden. Die Demokratie ist inzwischen nur mehr eine Farce und eine kleine Oberschicht herrscht über eine gigantische Unterschicht. Mithilfe makaberer Gameshows wie Tretmühle zum Zaster, bei der nur chronisch Herz-, Leber- und/oder Lungenkranke teilnehmen dürfen, wird die breite Masse ruhig aber auch dumm gehalten.

Benjamin Richards lebt mit seiner Frau und deren todkranken Tochter in Co-Op City, einer Slum ähnlichen Wohnsiedlung. Um seiner Familie ein besseres Leben zu bescheren, meldet sich Richards für eine der zahlreichen Gameshows an. Aufgrund seines wachen Geistes, seiner rebellischen Art und seiner körperlichen Verfassung wird er als Teilnehmer für Menschenjagd, der gefährlichsten aber auch lukrativsten Show, ausgewählt. Die Regeln sind sehr simpel. Ausgestattet mit etwas Geld muss Richards 30 Tage überleben. Gejagt von Jägern des „Networks“ und deren Unterstützern unter den Bürgern beginnt für Richards ein knallharter Überlebenskampf …


Die Prämisse von Menschenjagd ist an sich nicht neu, hat aber dieses gewisse etwas wie man es von King Büchern gewohnt ist. So ist der Hauptcharakter ein durchschnittlicher Typ, der aber durch seinen Einfallsreichtum sowie seiner zähen Natur ein harter Brocken für das Network ist. Der Roman nimmt sich viel Zeit für den Hauptcharakter und das World Building, allerdings bleiben dadurch manche Nebenfiguren etwas auf der Strecke aber keine Figur wirkt farblos. Jeder bekommt seine kleine Vorstellung, um dem Leser zumindest ein grobes Bild zu präsentieren.

Weiters baut sich die Spannung langsam aber stetig auf und die Schlinge zieht sich immer enger um Richards Hals bis schließlich alles in einem blutigen Finale eskaliert. Ein großes Lob muss ich an das Tempo aussprechen, da der Roman über viele aber sehr kurze Kapitel verfügt, entsteht schnell ein gewisses Tempo verstärkt durch den „Zähler“ der die Kapitel bis auf null runterzählt.


Alles in allem hat mir Menschenjagd sehr gut gefallen. Die Geschichte nimmt schnell Fahrt auf, glänzt durch ein hohes Tempo und einem spannenden Höhepunkt. Weiters trägt dieses Buch diesen Charakter mit sich, die für die Bachman-Bücher so prägend sind. Keine übernatürlichen Elemente aber dafür eine wunderbare Dystopie mit herrlich kaputten Figuren.

Somit hat sich Menschenjagd die Wertung lesenswert verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

ES/IT (2017) | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #6

Vor 27 Jahren erschien ES und brachte den todbringenden Clown Pennywise in das Medium Film. 2017 wurde ES neu verfilmt und diesen Film habe ich sehnlichst erwartet, da der dunkle Turm mich enttäuscht hat. Da dieser Film aktuell ist, werde ich Spoiler möglichst vermeiden. Viel Spaß!


Alle 27 Jahre passiert in der Stadt Derry ein Unglück. Mal ist es eine Explosion mit zahlreichen Todesopfern oder ein Nachtklub brennt nieder.  Zu Beginn des Films spielt der Junge Georgie im Regen, mit einem Papierschiff das ihm von seinem Bruder Bill gebastelt wurde. Der Prolog endet mit Georgies gewaltsamen Tod durch Pennywise, den tanzenden Clown.

Ab dann stellt der Film uns die sieben Protagonisten, den sogenannten Club der Verlierer, vor. Diese Truppe besteht aus folgenden Personen:

  • Bill Denbrough (Jaeden Lieberher)
  • Beverly Marsh (Sophia Lillis)
  • Ben Hanscom (Jeremy Ray Taylor)
  • Richie Tozier (Finn Wolfhard)
  • Eddie Kaspbrak (Jack Grazer)
  • Mike Hanlon (Chosen Jacobs)
  • Stanley Uris (Wyatt Oleff)

Jede dieser Personen hat eine „Schwäche“, aufgrund derer sie zum Ziel von Spott und Mobbing werden.  Nachdem jeder der sieben eine Begegnung mit Es hatte, beschließt der Club der Verlierer dem Grauen ein Ende zu setzen und nehmen den Kampf auf.


ES setzt von Anfang an auf ein höheres Tempo, als man es von anderen Horrorfilmen gewohnt ist. Bei der langen Laufzeit von über zwei Stunden ist das ein logischer Schritt um Leerlauf, also Szenen, in denen Langeweile aufkommen kann, bestmöglich entgegen zu wirken.
Was die Gewalt angeht, ist ES relativ schonungslos & hat mich mehr als einmal mit einer drastischeren Darstellung überrascht. So wird einfach so ein Arm abgerissen oder ein H in einen Magen geritzt.
Neben den treibenden Szenen, in denen Pennywise für Psychoterror sorgt, gibt es auch Szenen, die komplett ohne ihn auskommen. Dort werden die Figuren vertieft & Themen wie Freundschaft oder das Erwachsenwerden behandelt. Dem Film gelingt eine gelungene Mischung aus Charakterzeichnung & treibendem Horror.
In Kombination mit der hervorragende Soundtrack, gut gemacht Benjamin Wallfisch, ergibt sich eine düstere Atmosphäre, die immer wieder für kurze Zeit aufgelockert wird.


Der Cast ist überraschend stark und ich war verblüfft, wie gut die jungen Schauspieler ihre Rollen spielen. So haben wir einen Nicholas Hamilton, der seine Rolle als psychopathisches Schwein namens Henry Bowers sehr glaubhaft darstellt. Die Mitglieder des Clubs der Verlierer werden ebenfalls glaubhaft verkörpert, wobei mir Sophia Lillis als Beverly Marsh am glaubhaftesten erschien. Ein Vergleich mit Annabelle Creation lässt sich nicht vermeiden, da dieser Film ebenfalls hervorragende Kinderschauspieler hat!
Mein absolutes Highlight war jedoch Bill Skarsgård als das Monster ES beziehungsweise als Pennywise. Ich war überrascht, wie Skarsgård den Horrorclown darstellt. Dieser Pennywise ist absolut bedrohlich aber auch lustig, jedoch entsteht der Humor durch die Brutalität des Clowns. Das klingt irgendwie seltsam, wenn man es so erklärt.


Alles in allem ist Es von 2017 eine gelungene Mischung aus Coming-of-Age-Film & Horrorfilm. Die Besetzung ist sehr stark, die Effekte hochwertig und die Soundkulisse äußerst stimmig. Was Stephen King Verfilmungen angeht, haben wir es hier mit einer der besten zu tun die je produziert wurden. Besonders die Nähe zum Roman ist eine große Stärke des Films!

Was Regisseur Andrés Muschietti ist ein Horrorfilm, der den Grusel nicht durch billige Tricks, sondern einem talentierten Schauspieler und dem Spiel mit den Ängsten erzeugt. Wer auch nur ein klein wenig Interesse an Horrorfilmen oder Stephen King hat, kommt an diesem Film nicht vorbei.


Wer noch mehr zu Stephen King lesen will folgt diesen Links:

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Der Nebel | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #5

Aktuell läuft ja auf Netflix eine TV-Serie, die auf der Stephen Kings Geschichte „Der Nebel“ basiert aber um diese geht, es heute nicht. Heute geht es mir um den 2007 veröffentlichten Horror-Thriller „Der Nebel“ und eins vorweg, ich mag den Film sehr. Viel Spaß also!


Der Film beginnt mit einem Sturm der die Gemeinde Castle Rock, in Maine, heimsucht. Da das Haus des Künstlers David beschädigt wird, fahren er, sein Nachbar Brent & Davids Sohn Billy in die Stadt um Einkäufe zu tätigen und Material für die Reparatur zu besorgen.

Ein mysteriöser Nebel breitet sich jedoch in der Gegend aus. Im Inneren des Nebels verbergen monströse Kreaturen, die auf Beute warten. Das Trio um David verbarrikadiert sich im örtlichen Supermarkt mit einigen weiteren Bewohnern.

Als die religiöse Fanatikerin Mrs. Carmody den Nebel als Strafe Gottes proklamiert, spalten sich die Anwesenden in zwei Gruppen. Einmal die Fanatiker um Mrs. Carmody und dann die praktisch denken Menschen um David. Schließlich kochen die Emotionen immer weiter hoch und als es einen Toten gibt eskaliert die Situation endgültig. Schließlich tötet der Angestellte Ollie, Mrs. Carmody mit einem gut platzierten Kopfschuss, jedoch ist die sichere Bastion gefallen.

David, Billy und drei andere entkommen in einem Wagen. Der Nebel ist überall und als dem Wagen der Sprit ausgeht, scheint alle Hoffnung verloren. David hat einen Revolver dabei. Vier Patronen für fünf Leute. Welch grausames Ende.


Der Nebel besticht durch hervorragende Schauspieler und einer gelungenen deutschen Synchronisation. Dazu kommen starke Szenen, wie das Menschenopfer um Gott zu beschwichtigen oder das Ende, mit der Frage über Leben & Tod.
Für einen FSK 16 Film ist der Nebel ungewöhnlich brutal und allen voran eklig. Es wird kaum mit Blut & verätzten Körper gegeizt. Die Gewalt ist jedoch nicht überzogen, sondern ein Stilmittel angesichts der unbekannten Gefahr. Was mich verwundert ist das Thema des religiösen Fanatismus. Es wird ohne Schonung gezeigt, was der Glaube bewirken kann und wie weit die Überlebenden in ihrem theologischen Wahn gehen.


Alles in allem ist der Nebel ein starker Horror-Thriller mit eindrucksvollen Szenen, gelungenen Effekten & hervorragenden Schauspielern. Es ist bemerkenswert, wie vielschichtig dieser Film ist aber nicht den moralischen Zeigefinger schwingt. Ich kann diesen Film auf jeden Fall weiterempfehlen!

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DerStigler

Ainu89

Filmlichtung

 

Christine (1983) | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #4

Die Faustregel, das die Horrorfilme, welche auf Stephen Kings Werk basieren, nicht wirklich gut sind, hat sich bisher fast immer bestätigt. Diese Behauptung wird durch die Reviews zu Friedhof der Kuscheltiere (obwohl ich den irgendwie mag) und Rhea M gestützt. Gegen diese Behauptung spricht der Beitrag zu Thinner. Doch was passiert, wenn wir den Filmemacher John Carpenter (Halloween, The Fog & seine Filme mit Kurt Russel) auf Stephen Kings Werk loslassen? Das finden wir jetzt mit meinem Beitrag zu Christine aus dem Jahr 1983 heraus!


Arnie Cunningman ist ein schwächlicher Kerl, der kein Glück bei den Frauen hat und ein prominentes Opfer der Schläger um Buddy Repperton ist. Einzig sein bester Freund, Dennis Guilder, steht ihm treu zur Seite.

Arnies Leben ändert sich schlagartig, als er eines Tages einen stark ramponierten 1958er Plymouth Fury in roter Speziallackierung sieht. Er verliebt sich schlagartig in dieses Auto, welches auf den Namen Christine hört wie uns der Verkäufer des Wagens erzählt.
Im Laufe der Zeit entwickelt Arnie eine Beziehung zu seinem Auto die fast schon an Besessenheit grenzt. Dafür bekommt Arnie Selbstbewusstsein & hat Glück bei den Frauen.

Der Horror beginnt jedoch, als die Schläger um Buddy auf Christine losgehen und den Wagen beschädigen. Christine ist ein rachsüchtiges Auto & lässt sich nicht beschädigen oder beleidigen.


Das Herzstück der Besetzung ist das Zusammenspiel von Keith Gordon (Arnie), John Stockwell (Dennis) & Alexandra Paul (Leigh, Pauls Freundin). Diese drei Schauspieler haben eine sehr gute Chemie miteinander und liefern eine äußerst solide Performance ab.
Die restliche Besetzung ist auch eine Erwähnung wert, da es keinen Ausreißer nach unten gibt. Leider ist die deutsche Synchronisation etwas durchwachsen. Dadurch wirken, zum Beispiel, Arnies Eltern etwas hölzern.
Ein großes Lob geht an die Tricktechnik & den Soundtrack. Szenen ohne wie die Explosion einer Tankstelle oder wenn Christine sich selbst repariert, sehen immer noch eindrucksvoll aus und zeigen, was ohne CGI möglich ist.

Der Soundtrack wechselt sich mit klassischem Rock ’n Roll der 1950er Jahre und John Carpenters selbst komponierten Musikstücken ab. Beide tragen viel zur Atmosphäre bei und es ist Carpenters Musik die Stimmung erzeugt!


Zusammengefasst ist Christine ein solider & kreativer Horrorfilm, der auf Splatter/Slasher/Gore verzichtet aber auf Spannung/Handlung & die Schauspieler selbst setzt. Wenn man das Werk von King in die Hände eines fähigen Filmemachers legt, wird man nicht enttäuscht. Wer einen Horrorfilm der 80er Jahre sucht, der kein Schlachtfest ist, kann bedenkenlos zugreifen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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Der Talisman | Review

Der Talisman ist ein Fantasyroman aus der Feser der beiden amerikanischen Schriftsteller Stephen King & Peter Straub aus dem Jahr 1984.


Der zwölfjährige Jack Sawyer hat ein gewaltiges Problem, das ihn zur Verzweiflung treibt. Seine Mutter, Schauspielerin & B-Movie Königin der 1960er Jahre, ist an Krebs erkrankt und liegt im sterben. Auf der Flucht vor Morgan Sloat, einem ehemaligen Geschäftspartner von Jacks verstorbenem Vater, sind die beiden in einem kleinen Hotel an der Ostküste untergetaucht.

In einem heruntergekommenen Vergnügungspark begegnet Jack dem mysteriösen Speedy Parker. Dieser erzählt Jack von den Territorien, einer magischen Welt die parallel zu unserer existiert. Weiters erfährt er, dass die Königin der Territorien an der gleichen Krankheit wie seine Mutter leidet. Durch Speedys Aufklärung & einem mysteriösen Zaubertrank, nur echt in einer Plastikflasche, erlangt Jack die bewusste Fähigkeit des Flippens. So kann er zwischen beiden Welten wechseln. Jacks bekommt den Auftrag, den Talisman zu finden, durch den alles & jeder wieder gut wird. So können auch die Territorien vor dem Doppelgänger von Jack’s bösem „Onkel“ Morgan Sloat gerettet werden, da viele Menschen in unserer Welt einen Twinner, Doppelgänger, in den Territorien haben.

Jack muss also quer durch die USA & die Territorien reisen, um am Ende den Talisman zu finden, mit dem er seine Mutter & ihren Twinner, die Königin der Territorien, retten kann. Dabei stellen sich ihm viele Gefahren in den Weg, aber er findet auch Freunde.
Der Talisman hat mich an vielen Stellen sehr bewegt. Themen wie Freundschaft, Treue, Verlust von geliebten Menschen, Opferbereitschaft & Angst werden glaubhaft und allen voran behutsam behandelt. Dabei scheut sich dieses Werk nicht davor, Gewalt & Sadismus zu thematisieren wenn es nötig ist. Die Hauptfiguren sind alle sehr gut ausgearbeitet und es schmerzt, wenn sie auf die eine oder andere Art die Geschichte verlassen.

Der Talisman vermittelt die gesamte Geschichte durch eine düstere Grundstimmung. Diese verdunkelt sich immer mehr, je weiter die Handlung voranschreitet.
Zusammengefasst hat mir der Talisman sehr gefallen. Die Zusammenarbeit von Stephen King & Peter Straub hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Wer einen Fantasyroman sucht der sich außerhalb der üblichen Genre-Normen befindet und dieses gewisse Etwas von Stephen King besitzt, bekommt eine spannende und emotionale Reise durch zwei Welten.
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Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns im nächsten Beitrag!