Puls (2016) Review [All hail to the King! #12]

Titel: Puls
Originaltitel: Cell
Regie: Tod Williams
Laufzeit: 98 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Horror

Hallo Kinder!

Das Stephen King Special geht in die inzwischen dreizehnte Runde und bevor ich mich ein paar Serien, basierend auf King-Werken stürze, möchte ich mich einem äußerst interessanten Vertreter des Infiziertenfilms widmen. Pulse (OT: Cell) basiert auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King und kombiniert die Genres Horror, Science-Fiction und bis zu einem gewissen grad Infiziertenfilm wobei ein Techno-Virus weit außerhalb der Norm ist.


Kernfkaten des Grauens

Titel: Puls

Originaltitel: Cell

Regie: Tod Williams

Laufzeit: 98 Minuten

Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Horror


Link zur Übersichtseite des Specials:


Handlung: Der Wahnsinn aus dem Smartphone

Clayton „Clay“ Ridell ist ein desillusionierter Künstler, der vor einem Jahr seine Familie verlassen hat, in der Hoffnung eine Graphic Novel zu veröffentlichen. Am Flughafen von Boston hofft er einen Flug zu bekommen, um wieder mit seiner Familie zusammenzukommen. Nachdem der Akku seines Smartphones den Dienst verweigert und er ein Münztelefon benutzt wird plötzlich ein seltsames Signal (später der Puls genannt) weltweit über mobile Netzwerke gesendet. Jeder der ein Smartphone benutzt verwandelt sich in eine rasende, gemeingefährliche Bestie und verliert den Verstand.

Mit knapper Not kann sich Clay vom Flughafen retten und schließt sich mit dem Zugführer und Vietnamveteran Tom zusammen. Später schließen sich Alice und Jordan der Gruppe an. Neben dem Überlebensziel im Kampf gegen die „Phoner“ möchte Clay nach New England reisen, um seine Familie zu finden. Dabei erfährt die Gruppe vom mysteriösen König des Internets (Raggedy Man) …


Die Thematik von Pulse ist im Kern sehr spannend und auf dem Papier, klingt das wirklich großartig, aber leider ist der Film so generisch wie nur irgendmöglich und kommt als beinah plumper Zombie/Infiziertenfilm mit Science-Fiction Elementen des Weges.

Der Einstieg des Films ist sehr gelungen und geht recht schnell in das Chaos und den Horror der „Phoner Krise“ über, allerdings flacht die Spannungskurve bis zu Mitte des Films wieder etwas ab. Mir gefällt die Idee, dass sich die Phoner entwickeln können und die Situation für die Gruppe immer gefährlicher wird, aber der Film schafft es nur bedingt eine emotionale Bindung zwischen den Figuren und dem Zuseher aufzubauen. Im krassen Gegensatz zu den eigentlich interessanten Figuren der King-Werke haben wir hier eine recht platte Truppe, trotz einer starken Besetzung mit Namen wie Samuel L. Jackson und John Cusack.


Am Ende des Tages ist Puls ein mittelmäßiger Film und eine mittelmäßige Stephen King Verfilmung, die sich aus dem Einheitsbrei des Genres nur durch die Prämisse mit den Smartphones hervorhebt. Ich schätze selbst Genrefrans werden ihre Probleme haben den Film vollständig zu genießen. Wenn man allerdings das Hirn ausschaltet und sich einfach nur berieseln lässt wird ein man paar gute Szenen bekommen und eine trotz aller Schwächen interessante Aufarbeitung des Infiziertenfilms.

Ich vergebe für Puls die Wertung bedingt sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Kingdom Hospital Staffel 1 | Review [All hail to the King! #11]

Titel: Kingdom Hospital
Originaltitel: Kingdom Hospital
Staffeln: 1
Episoden: 15 in 1 Staffel 
Sender: ABC
Genre: Mystery

Im Zuge der Ankündigung der Doctor Sleep Verfilmung möchte ich wieder das große Stephen King Special beleuchten. Heute geht es mir um eine der besten Serien, die ich jemals gesehen habe.

Kingdom Hospital ist eine recht vorlagentreue Adaption Stephen Kings von Hosptial der Geister, einer Miniserie aus der Feder des großartigen Lars von Tier!


Kernfakten zur Serie:

Titel: Kingdom Hospital

Originaltitel: Kingdom Hospital

Staffeln: 1

Episoden: 15 in 1 Staffel

Sender: ABC

Genre: Mystery


Links zum King Special & weiteren King Rezensionen:

All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen eine Beitragsreihe von Ainu89 & DerStigler

Sprengstoff | Review

Sie – Misery | Review

Der Talisman | Review


Die Geschichte spielt im fiktiven Krankenhaus Hospital, wobei die Serie keine richtige Rahmenhandlung hat, sondern sich aus vielen kleineren sowie größeren Nebengeschichten zusammensetzt und dadurch ein ebenso interessantes wie facettenreiches Gesamtbild ergibt. Während manchen Figuren die Existenz der Geister im Kingdom Hosptial (die Geschichten der „Untoten“ wird ebenfalls thematisiert) durchaus bewusst ist, glauben andere nicht anderen Existenz.

So werden unter anderem eine Frau, die unbedingt ins Krankenhaus eingewiesen werden will, um mit den Geistern zu sprechen, ein Arzt der Teil einer geheimen Vereinigung werden soll wegen eines Fehlers sowie ein Künstler der aufgrund eines schweren Autounfalls im Koma liegt in den Mittelpunkt gerückt, was der Dynamik sehr guttut und es erlaubt viele kreative Ideen umzusetzen. Die Thematisierung des Autounfalls ist insofern interessant, da Meister King ebenfalls einen schweren Autounfall hatte und dieses traumatische Erlebnis in einigen Werken verarbeitet. Apropos King. Der Altmeister macht den Stan Lee-move und tritt in der Serie als Cameo auf, sorgt mit seiner Rolle auch für etwas Humor, wobei die Atmosphäre der Serie recht locker ist aber auch gern mal düster, rührend oder unheimlich. Je nachdem welchen Ton die jeweilige Episode anschlägt. Dazu gibt es ein paar Anspielungen auf andere King-Werke wie die Dunkle Turm Saga, Dolores oder Carrie.

Die Besetzung macht einen äußerst überzeugenden Job und gefällt durch authentisches Schauspiel. Das gilt sowohl für die Lebenden als auch für die Verstorbenen.

Alles in allem ist Kingdom Hospital eine grandiose Serie mit einer großartigen Handlung, einer facettenreichen Atmosphäre und einer tollen Besetzung. Fans von dezent humoristischen Serien kommen hier definitiv auf ihre Kosten für Stephen King Fans ist die Serie ohnehin Pflicht. Ich vergebe für Kingdom Hospital die Wertung besonders sehenswert, da es selten eine Serie schafft so viel Handlung durch kleinere Geschichten zu erzählen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!