Der Nebel Staffel 1 (Netflix Original) | Review [Stephen King Special #9]

Name: Der Nebel
Staffeln: 1
Episoden: 10
Sender: Netflix
Genre: Mystery

Endlich geht das (zu) lange vernachlässigte Stephen King Special in die neunte Runde! Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um eine Serie von der Liste zu streichen. Danke an Tempest für die Empfehlung, welche schon lange ansteht, seit ich den gleichnamigen Horrorfilm vorgestellt habe.


Die fiktive Kleinstadt Bridgefall wird in einen seltsamen Nebel gehüllt. Im Zentrum der Geschichte steht die Familie Copeland, bestehend aus dem Autor Kevin, dessen Frau & Lehrerin Eve, sowie deren Tochter Alex. Als der dichte Nebel sich über die Stadt legt, ist die Familie getrennt. Während sich Kevin zusammen mit dem pansexuellen Jungen Adrian, der wegen einer Vergewaltigung im Pilot aussagt, auf dem Polizeirevier aufhält, befinden sich Eve & Alex im örtlichen Einkaufszentrum.

Kevins Ziel ist es nun, seine Familie zu finden, was leichter klingt, als es ist, da sich im Nebel nicht nur seltsame Kreaturen aufhalten, sondern auch eine psychische Präsenz.

Der Nebel fällt wie in eine ähnliche Kategorie wie Van Helsing, oder The Walking Dead. Nach einer Katastrophe müssen verschiedene Gruppen an verschiedenen Orten, in diesem Fall eine Kirche, ein Krankenhaus und das Einkaufszentrum, um das Überleben kämpfen. Dabei stellt der namensgebende Nebel eine bei weitem geringere Bedrohung dar, als im gleichnamigen Film. Während im Film eine ausgewogene Mischung aus Bedrohung durch die Kreaturen im Nebel, und den Menschen selbst herrscht, wird in der Serie mehr das Zwischenmenschliche behandelt.

Es kommt zwar immer wieder Spannung auf, jedoch hat „Der Nebel“ leider relativ viel Leerlauf, was daran liegt, dass nicht jeder Strang gleich spannend ist.


Loben muss ich die Besetzung, die zu großen Teilen einen soliden Job macht. Besonders die Gruppe um Kevin (Morgan Spector) ist sehr interessant, da diese aus den unterschiedlichsten und tiefgründigsten Personen besteht. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren ist ganz klar das Herzstück der Serie. Ebenfalls wissen die „Themen“ der einzelnen Gruppen zu gefallen. Die Gruppe in der Kirche beschäftigt sich mit Religion (kirchlicher & Naturglauben), die Truppe im Einkaufszentrum ist geprägt von Misstrauen/Zorn und Kevins Gruppe behandelt Wahnsinn sowie Menschlichkeit.

Die Kreaturen im Nebel, wenn sie denn auftauchen, enttäuschen leider. Im Film waren die Kreaturen fremdartig, ekelerregend und fremdartig. Hier ist das Imposanteste ein Mann, dem die Flügel eines Falters aus dem Rücken wachsen.


Muss man „Der Nebel“ gesehen haben? Wenn ich ehrlich bin, muss ich diese Frage mit nein beantworten. Klar, die Serie hat einige interessante Themen, spannende Momente und gefällt wegen der Besetzung, aber der gleichnamige Film ist meines Erachtens sehenswerter, denn hier wird sowohl Horror als auch Drama stimmiger verknüpft. Ich gebe „Der Nebel“ das Prädikat bedingt sehenswert, da es bessere „Survival-Serien“ gibt. Stephen King Fans sollten einen Blick riskieren, alle anderen greifen zum Spielfilm. Eine zweite Staffel wird in diesem Fall nicht benötigt, wie ich finde.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der Nebel | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #5

Aktuell läuft ja auf Netflix eine TV-Serie, die auf der Stephen Kings Geschichte „Der Nebel“ basiert aber um diese geht, es heute nicht. Heute geht es mir um den 2007 veröffentlichten Horror-Thriller „Der Nebel“ und eins vorweg, ich mag den Film sehr. Viel Spaß also!


Der Film beginnt mit einem Sturm der die Gemeinde Castle Rock, in Maine, heimsucht. Da das Haus des Künstlers David beschädigt wird, fahren er, sein Nachbar Brent & Davids Sohn Billy in die Stadt um Einkäufe zu tätigen und Material für die Reparatur zu besorgen.

Ein mysteriöser Nebel breitet sich jedoch in der Gegend aus. Im Inneren des Nebels verbergen monströse Kreaturen, die auf Beute warten. Das Trio um David verbarrikadiert sich im örtlichen Supermarkt mit einigen weiteren Bewohnern.

Als die religiöse Fanatikerin Mrs. Carmody den Nebel als Strafe Gottes proklamiert, spalten sich die Anwesenden in zwei Gruppen. Einmal die Fanatiker um Mrs. Carmody und dann die praktisch denken Menschen um David. Schließlich kochen die Emotionen immer weiter hoch und als es einen Toten gibt eskaliert die Situation endgültig. Schließlich tötet der Angestellte Ollie, Mrs. Carmody mit einem gut platzierten Kopfschuss, jedoch ist die sichere Bastion gefallen.

David, Billy und drei andere entkommen in einem Wagen. Der Nebel ist überall und als dem Wagen der Sprit ausgeht, scheint alle Hoffnung verloren. David hat einen Revolver dabei. Vier Patronen für fünf Leute. Welch grausames Ende.


Der Nebel besticht durch hervorragende Schauspieler und einer gelungenen deutschen Synchronisation. Dazu kommen starke Szenen, wie das Menschenopfer um Gott zu beschwichtigen oder das Ende, mit der Frage über Leben & Tod.
Für einen FSK 16 Film ist der Nebel ungewöhnlich brutal und allen voran eklig. Es wird kaum mit Blut & verätzten Körper gegeizt. Die Gewalt ist jedoch nicht überzogen, sondern ein Stilmittel angesichts der unbekannten Gefahr. Was mich verwundert ist das Thema des religiösen Fanatismus. Es wird ohne Schonung gezeigt, was der Glaube bewirken kann und wie weit die Überlebenden in ihrem theologischen Wahn gehen.


Alles in allem ist der Nebel ein starker Horror-Thriller mit eindrucksvollen Szenen, gelungenen Effekten & hervorragenden Schauspielern. Es ist bemerkenswert, wie vielschichtig dieser Film ist aber nicht den moralischen Zeigefinger schwingt. Ich kann diesen Film auf jeden Fall weiterempfehlen!

Das wars von meiner Seite. Wer mehr über Stephen King lesen möchte, folgt den untenstehenden Links und lesen wir uns im nächsten Beitrag wieder!

DerStigler

Ainu89

Filmlichtung

 

Christine (1983) | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #4

Die Faustregel, das die Horrorfilme, welche auf Stephen Kings Werk basieren, nicht wirklich gut sind, hat sich bisher fast immer bestätigt. Diese Behauptung wird durch die Reviews zu Friedhof der Kuscheltiere (obwohl ich den irgendwie mag) und Rhea M gestützt. Gegen diese Behauptung spricht der Beitrag zu Thinner. Doch was passiert, wenn wir den Filmemacher John Carpenter (Halloween, The Fog & seine Filme mit Kurt Russel) auf Stephen Kings Werk loslassen? Das finden wir jetzt mit meinem Beitrag zu Christine aus dem Jahr 1983 heraus!


Arnie Cunningman ist ein schwächlicher Kerl, der kein Glück bei den Frauen hat und ein prominentes Opfer der Schläger um Buddy Repperton ist. Einzig sein bester Freund, Dennis Guilder, steht ihm treu zur Seite.

Arnies Leben ändert sich schlagartig, als er eines Tages einen stark ramponierten 1958er Plymouth Fury in roter Speziallackierung sieht. Er verliebt sich schlagartig in dieses Auto, welches auf den Namen Christine hört wie uns der Verkäufer des Wagens erzählt.
Im Laufe der Zeit entwickelt Arnie eine Beziehung zu seinem Auto die fast schon an Besessenheit grenzt. Dafür bekommt Arnie Selbstbewusstsein & hat Glück bei den Frauen.

Der Horror beginnt jedoch, als die Schläger um Buddy auf Christine losgehen und den Wagen beschädigen. Christine ist ein rachsüchtiges Auto & lässt sich nicht beschädigen oder beleidigen.


Das Herzstück der Besetzung ist das Zusammenspiel von Keith Gordon (Arnie), John Stockwell (Dennis) & Alexandra Paul (Leigh, Pauls Freundin). Diese drei Schauspieler haben eine sehr gute Chemie miteinander und liefern eine äußerst solide Performance ab.
Die restliche Besetzung ist auch eine Erwähnung wert, da es keinen Ausreißer nach unten gibt. Leider ist die deutsche Synchronisation etwas durchwachsen. Dadurch wirken, zum Beispiel, Arnies Eltern etwas hölzern.
Ein großes Lob geht an die Tricktechnik & den Soundtrack. Szenen ohne wie die Explosion einer Tankstelle oder wenn Christine sich selbst repariert, sehen immer noch eindrucksvoll aus und zeigen, was ohne CGI möglich ist.

Der Soundtrack wechselt sich mit klassischem Rock ’n Roll der 1950er Jahre und John Carpenters selbst komponierten Musikstücken ab. Beide tragen viel zur Atmosphäre bei und es ist Carpenters Musik die Stimmung erzeugt!


Zusammengefasst ist Christine ein solider & kreativer Horrorfilm, der auf Splatter/Slasher/Gore verzichtet aber auf Spannung/Handlung & die Schauspieler selbst setzt. Wenn man das Werk von King in die Hände eines fähigen Filmemachers legt, wird man nicht enttäuscht. Wer einen Horrorfilm der 80er Jahre sucht, der kein Schlachtfest ist, kann bedenkenlos zugreifen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Wie üblich könnt ihr diesem Link folgen um die Beiträge von Ainu89 lesen!

Thinner – Der Fluch | Review | All Hail to the King – Die Stephen King Verfilmungen #3

Nach meiner Review zu Die Verurteilten hat es automatisch jeder Film schwer. Dennoch möchte ich Thinner – Der Fluch eine faire Chance geben aber es ist allgemein bekannt, dass die Horrorfilme des King Werkes eher schwach sind. Ich bin gespannt, ob mich dieser Film aus dem Jahr 1996 begeistern wird!


Billy Halleck ist ein übergewichtiger Anwalt. Nach einem Abendessen, einer Autofahrt, inklusive Blowjob, überfährt Billy eine alte Zigeunerin. Mithilfe des befreundeten Richters und des ebenfalls befreundeten Polizeichefs wird Billy im anschließenden Prozess freigesprochen. Die Strafe erfolgt jedoch in Form des Vaters der toten, dem Zigeuner Tadzu Lempke. Dieser seltsame alte Mann belegt Billy, Richter Carry & Polizeichef Duncan je mit einem Fluch, der sich unterschiedlich auswirkt.
Billy verliert von diesem Ereignis an jeden Tag mehr und mehr Gewicht. Da unser „Held“ stark übergewichtig ist, ist die Freude groß. Die Freude schwenkt jedoch bald in Sorge um, als Billy immer weiter abmagert. Als schließlich Richter Carry verschwindet & Duncan Selbstmord begeht, wird eines klar. Billy muss den Fluch loswerden, bevor ihm die Zeit abläuft.


Thinner – Der Fluch ist eindeutig dem Horrorgenre zuzuordnen, wobei Elemente des Thrillers & des Bodyhorrors (Veränderung des Körpers) Einzug halten. Die Leistung der Schauspieler ist sehr durchwachsen. Bis auf den Hauptdarsteller Robert John Burke (Billy), der als einziger wirklich Charisma in den Film bringt, wirkt der Rest des Casts fast schon hölzern. Die deutsche Synchronisation tut ihr Übriges. Positiv anzumerken sind die Effekte, die einen gewissen Ekel erzeugen und der Soundtrack von Daniel Licht.


Das wars soweit meiner Seite. Wer mehr zum Thema Stephen King lesen möchte schaut auf den Blog von Ainu89  vorbei oder klickt auf diesen Link um alle Beiträge aus unserem Special in einer schicken Übersicht zu haben!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Die Verurteilten | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #2

Die Verurteilten ist ein Filmdrama aus dem Jahr 1994 (zehn Jahre vor dem erscheinen des Films Das geheime Fenster) und einer meiner liebsten Filme aller Zeiten. An dieser Stelle ein großes DANKE an Ainu89, das ich diesen Film übernehmen durfte.


Zu Beginn des Films, 1947, wird der Bankangestellte Andy Dufresne (Tim Robbins) wegen Doppelmord zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt. Seine Strafe soll er in der gefürchteten Shawshank Strafanstalt absitzen. Von beginn passt Andy überhaupt nicht in die Szenerie der Strafgefangenen. Sein Leben wird durch die brutalen Wärter & sexuelle Übergriffe durch andere Insassen weiter erschwert.
Im Laufe der Zeit lernt er einige Mithäftlinge kennen und schließt Freundschaften. Sein bester Freund wird jedoch Red (Morgan Freeman), der wegen Mord schon zwanzig Jahre im Gefängnis ist. Dieser hat den Ruf alles zu besorgen, wenn der Gegenwert stimmt. Aufgrund seiner beruflichen Fähigkeiten steigt Andys Ruf bei den Gefangenen, den Wärtern & schließlich auch beim Direktor. Doch wer möchte schon sein ganzes Leben im Gefängnis leben, egal wie komfortabel es ist?


Die Verurteilten erzählt eine spannende, emotionale & fesselnde Geschichte. Der Film punktet mit einer hervorragenden Inszenierung, einer sehr starken Besetzung und einprägsamen Szenen. So hat sich die Szene als Andy im Gegenzug für einen Gefallen, dem er dem Oberwärter erwiesen hat, nur ein paar Bier für sich & seine Freunde gewünscht hat, eingeprägt. In dieser Szene war alles perfekt. Das Licht, die Stimmung und alles unterlegt mit Red’s Erzählstimme (Morgan Freemans deutsche Stimme), dass sie auf dem Dach sitzen und Bier trinken wie freie Männer.

Abgesehen von dieser Szene gibt es noch viele weitere starke Szenen, die dem Film zwei Eigenschaften verleihen: Glaubhaftigkeit & Emotion. Die Schauspieler tun ihr Übriges. Es gibt niemanden im Cast von dem ich behaupten könnte, er würde nicht glaubhaft oder gut spielen. Man nimmt Clancy Brown die Rolle als brutalen Captain Byron Hadley, Chef der Wachen, ab. Gleiches gilt für all jene die die Insassen, des Gefängnisses, spielen.

Der heimliche Star ist jedoch der Charakter Red. Auch wenn Andy Dufresne der Protagonist ist, fungiert Red als Erzähler & großer Sympathieträger.


Alles in allem ist Die Verurteilten ein bewegendes Filmdrama und eine der besten Stephen King Verfilmungen aller Zeiten. Es steckt so viel Mühe & Liebe in diesem Film wie in kaum einer anderen Kingverfilmung. Dazu kommt das erfrischende Genre zwischen Thrillern, Horrorfilmen & Horror-Thrillern. Mich wundert es nicht dass dieser Film an keiner Stelle langweilig wird bei diesem grandiosen & harmonierenden Darstellerensemble. Besonders Morgan Freeman & Tim Robbins sind ein perfektes Team.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag und bis dahin könnt ihr die tollen Beiträge von Ainu89 lesen!

Das geheime Fenster | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen – eine Beitragsreihe von Ainu89 & DerStigler #1

Das geheime Fenster ist ein Thriller aus dem Jahr 2004, der zwei Personen kombiniert die ich sehr mag. Zum einen sieht man Johnny Depp in der Hauptrolle und zum anderen basiert die Handlung auf einer Novelle von Stephen King. Ob das für einen guten Film reicht, stellt sich nun heraus!


Nach der Trennung von seiner Frau lebt der an einer Schreibblockade leidende Schriftsteller Mort Rainey in einer abgelegenen Hütte. Als ob er nicht schon genügend Probleme hat, taucht ein seltsamer Kerl namens John Shooter auf. Dieser bezichtigt Rainey des Plagiats bei seiner Erzählung Das geheime Fenster. Shooter behauptet diese Geschichte 1997 verfasst zu haben. Rainey hat die Erzählung jedoch bereits 1995 in einem Magazin veröffentlicht. Shooter gibt Rainey drei Tage Zeit um besagtes Magazin als Beweis vorzulegen. Er warnt ihn, davor nicht die Polizei einzuschalten.
Ab dann spitzen sich die Ereignisse zu und die Grenze zwischen Realität & Fiktion verschwimmt immer mehr. Raineys Hund wird ermordet und das Haus seiner Ex-Frau brennt nieder. Als auch noch Personen aus seinem Umfeld ermordet werden, gipfelt dieses Drama in einem Höhepunkt mit schrecklicher Enthüllung.
Die Spannungskurve von Das geheime Fenster baut sich langsam aber kontinuierlich auf, bis sich dieses Drama komplett auflöst.


Mein Highlight des Films war das Zusammenspiel der Schauspieler Johnny Depp als Mort Rainey & John Turturro als John Shooter. Während Rainey eher weichlich ist, entpuppt sich Shooter als kalt, stark und äußerst gefährlich. Diese beiden Darsteller spielen den Rest der Besetzung mit Leichtigkeit an die Wand in punkto Charisma & Intension der Rolle. Besonders Johnny Depp nehme ich die Rolle als problembehafteten Schriftsteller ab.

Dazu kommt Effekte die entsprechend ihres Alters zwar altbacken aussehen aber ich mag Greenscreen. Besonders in älteren Filmen hat das einen eigenen Charme.


Alles in allem ist Das geheime Fenster ein spannender Thriller, der sich Zeit lässt, manchmal etwas zu viel Zeit aber mit dem Finale das verlorene Tempo wieder aufholt. Dazu kommt ein starker Cast und eine solide Technik. Wer eine Stephen King-Adaption sucht die nicht als Horrorfilm umgesetzt wurde, ist hier genau richtig.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen – eine Beitragsreihe von Ainu89 & DerStigler | Einleitung 

Stephen King. Einer der wohl aktivsten & populärsten Autoren unserer Zeit. Bekannt als Meister des Horrors sind seine Werke Carrie, Brennen muss Salem & Es weltbekannt aber auch sein restliches Werk, bestehend aus Science-Fiction, Fantasy, Thrillern, Dramen, Dark-Fantasy sowie vielen weiteren Genres verdient & bekommt entsprechende Beachtung.


Welches Schicksal ereilt jedes literarische Werk, wenn es genug Popularität bekommen hat? Richtig, es wird verfilmt sowie die Werke Kings verfilmt wurden.

In dieser Beitragsreihe, bei der ich mich mit der grandiosen Ainu89 zusammengetan habe, werden wir vorläufig, 52 Verfilmungen des King-Werkes vorstellen & bewerten. Es gibt natürlich noch viel mehr King-Filme aber die Fortsetzungen und TV Serien werden vorläufig außen vor gelassen um uns nicht zu verzetteln.

Pro Woche werden wir (versuchen) je 2 Beiträge auf unseren Blogs zu veröffentlichen und es wird auf beiden Blogs eigene Übersichtsseiten geben wo alle Artikel verlinkt sind.

Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Der dunkle Turm (Film 2017) | Review

Der dunkle Turm ist ein Dark-Fantasy-Film aus dem Jahr 2017 und basiert auf Stephen Kings Romanreihe mit dem gleichen Titel.


Im Zentrum aller Welten steht der dunkle Turm. Der zwölfjährige Jake Chambers (Tom Taylor) leider unter Albträumen von einem Mann in Schwarz (Matthew McConaughey), der mit Kindern experimentiert, um den dunklen Turm zu zerstören. Ein Mann mit Revolver (Idris Elba) will die Zerstörung des Turms verhindern.

Alles, was Jake in seinen Träumen sieht, hält er in Zeichnungen fest. Seine Umwelt hält ihn für verrückt, so auch seine Mutter, sein Stiefvater & sein bester Freund. Seine Mutter will ihn in einer Klinik außerhalb der Stadt unterbringen. Als Jake in den Mitarbeitern der Klinik die Anhänger des Mannes in Schwarz, auch Walter genannt, erkennt, kann er durch einen Trick fliehen. Er gelangt zu einem Haus aus seinen Träumen und gelangt von dort, durch ein Portal, nach Mittwelt. In Mittwelt trifft Jake auf den Revolvermann Roland, mit dem er sich verbündet, um den Mann in Schwarz aufzuhalten.


Der Film basiert auf Stephen Kings wichtigster Romanreihe und fasst die umfangreiche Geschichte dieser Serie sehr grob zusammen. Genau dieser Punkt wird dem Film zum Verhängnis. Während der kompletten Laufzeit hatte ich das Gefühl, hier eine massiv gekürzte Geschichte zu erleben, was auch der Fall ist. Um ein Werk von über 4000 Seiten in 95 Minuten zu packen, müssen massive Abstriche gemacht werden. Diese Abstriche betreffen die Spannung & den Erzählfluss. Der Film hat seine Momente, aber zu keinem Zeitpunkt wollte sich die Spannung wirklich einstellen.

 


Der Film hat aber auch seine positiven Punkte. Zum einen sind die drei Hauptdarsteller sehr gut und verkörpern ihre Rollen Walter, Roland & Jake glaubhaft. Weiters funktionieren die Actionszenen ganz gut und ein paar Witze lockern die ernste Situation im Film etwas auf.


Zusammengefasst ist der dunkle Turm sicher kein Meisterwerk, aber auch kein kompletter Totalausfall. Fans der Vorlage können, beziehungsweise werden aufgrund der gestauchten Handlung enttäuscht sein und Nichtkenner dürften stirnrunzelnd den Film betrachten und versuchen, die Zusammenhänge zu verstehen. Als simpler Actionfilm mit Science-Fantasy-Elemente ist dieser Film zu gebrauchen, aber nur wenn es keine bessere Alternative gibt.
Ich freue mich auf Es, der sieht im Trailer schon vielversprechend aus und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Weitere Beiträge zum Film:

Review von Ainu89
Review von Wessels Filmkritik
Review von christianneffe
Review von books2cats
Review von Der Plapperblog