Warum Suicide Squad kein guter Film ist | Gedankenspiel

Meine Review zu Suicide Squad gehört zu den wichtigsten Beiträgen auf DerStigler. Ich habe durch diesen Beitrag auf mich aufmerksam gemacht und lange Zeit war diese Review mein Zugpferd was Aufrufe angeht. Rückwirkend betrachtet habe ich den Film doch zu sehr gelobt und war eindeutig vom Hype geblendet.

Heute möchte ich meine aktuelle Meinung zu Suicide Squad äußern und anhand meiner beiden größten Kritikpunkte erklären, warum ich Suicide Squad für einen eher schlechten Film halte. Eure Meinung ist natürlich erwünscht!

Suicide Squad | Review [nicht mehr aktuell]


Handlung

Suicide Squad‘s größtes Problem ist die überladene Handlung. Es gibt zwei große Handlungsstränge im Filme die jedoch absolut nicht zusammenpassen. Einer muss das Team eine wichtige Person retten, die sich als Amanda Waller entpuppt und andererseits soll die böse Hexe Enchantress davon abgehalten werden, die Welt zu vernichten.

Mir kommt es so vor, als ob die Macher zwei Konzepte für je einen Film hatten, aber beide mit Gewalt in einen 123 Minuten Streifen pressen wollten. Das Ergebnis ist ein gewaltiges Ungleichgewicht im Film.

Ein großer Teil des Films beschäftigt sich mit der Rettungsmission und erst im Finale der Bedrohung durch die Hexe. Amanda Waller ist die Gefahr bekannt, aber dennoch tut sie nicht wirklich was dagegen.

Dazu kommt ein Subplot mit dem Joker, den man eigentlich hätte streichen können. Mir ist klar, dass der Part des Joker für die Fans ist, aber wenn der Clownprinz des Verbrechens auch noch irgendeine Relevanz für die Handlung hätte, außer die Figur der Harley Quinn zu vertiefen, wäre ich dankbar gewesen.

Aus Suicide Squad hätten zwei relativ gute Filme werden können, aber so hat die Handlung keinen Sinn. Ein erster Suicide Squad Film hätte sich mit der Rettung von Waller, die vom Joker entführt wird, beschäftigen können, das Squad muss sie wiederum retten. Harley Quinn‘s innere Zerrissenheit in Bezug auf den Joker hätte die obligatorische Romanze liefern können. Am Ende wird auf einen zweiten Teil hingedeutet, der sich mit der Gefahr durch Enchantress beschäftigt.


 Figuren

Suicide Squad hat einen sehr großen Cast und etabliert ingesamt über 20 Figuren, von denen weit über die Hälfte untergeht. Im Zentrum des Films stehen ganz klar Amanda Waller, Deadshot & Harley Quinn, da diese drei Charaktere am meisten Tiefgang aufweisen. Bei Harley Quinn überrascht es mich eher wenig, da sie durch ihre eigenen Comicserien zu einer festen Größe bei DC wurde. Deadshot & Amanda Waller tauchen beide sowohl in Arrow, als auch diversen Zeichentrickfilmen/serien auf.

Das einzige andere Mitglied des Suicide Squad mit Relevanz ist das Metawesen El Diablo. Dieser lustige Zeitgenosse kann Feuer erschaffen & kontrollieren. Er ist somit der mächtigste Part, mault jedoch lieber herum und will seine Fähigkeiten nicht nutzen.

Figuren wie Katana oder Killer Croc springen ebenfalls durch das Bild, bleiben aber ausser langweilig nur langweilig.

Die Schurkin Enchantress glänzt ebenso durch Langeweile & ist böse, weil sie eben böse ist. Ich erwarte keinen genial geschrieben Schurken wie Loki, aber etwas mehr als nur eine böse Hexengöttin muss schon möglich sein.

Mein größtes Problem ist jedoch der Umstand, dass ich die „Helden“ nicht ernst nehmen kann, weil sie eben als Helden dargestellt werden, anstatt dem, was sie wirklich sind, Schwerverbrecher. Einzig bei Deadshot glaube ich sein Drama. Er ist ein Attentäter, aber auch Familienvater und tut alles für die Zukunft seines Kindes. Killer Croc ist eigentlich ein Monster, Harley Quinn bewegt sich zwischen Psychopatin & Terroristin, aber das kommt nie wirklich rüber.

Die Hauptfiguren werden alle relativ gut eingeführt, aber schlussendlich verheizt. Weniger Figuren wären definitiv besser gewesen.


Man merkt also, dass Suicide Squad durchaus Potential gehabt hätte, aber dieses fast komplett verschwendet wird. Der Film passt auch durch seine Atmosphäre, die recht heiter ist, nicht in den Rest des DC Extended Universe. DC & Humor passt eher bedingt zusammen und dann eher als Sarkasmus oder Zynismus.

Suicide Squad ist einer jener Filme, die ich gern mögen will, aber es einfach nicht kann, weil hinten & vorne nichts zusammen passt.

Wie seht ihr das? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Meine Top 10 Filme & Videospiele aus dem Jahr 2016 von Patrick Stigler | Gedankenspiel

Das Jahr 2016 ist vorbei. Lasst uns aber noch einen kleinen Rückblick halten. In dieser Liste stelle ich euch meine 10 Lieblingsfilme & Videospiele des letzten Jahres vor und werde diese kurz beschreiben. Viel Spaß!

Bei den Filmen & Videospielen die ich bereits reviewt habe, werde ich einen Link einfügen, wo ihr mehr Erfahren könnt.

Top 10 Filme

Platz 10 Warcraft: The Beginning

Den letzten Platz belegt eine Videospielverfilmung die meiner Meinung nach viel Potential für die hoffentlich erscheinenden Fortsetzungen bietet. Auch wenn der Film auf erzählerischer Ebene etwas schwächelt ist die Inszenierung episch, die Technik sehr stark und die Schauspieler überzeugend. Was Verfilmungen von Videospielen ist diese hier eine der besseren.


Platz 9 Justice League vs Teen Titans

Weitergeht es mit einem Film der nicht im Kino lief, sondern direkt für den Heimkinomarkt veröffentlicht wurde. Bei Justice League vs Teen Titans handelt es sich um einen sehenswerten Zeichentrickfilm von DC/Warner Bros. Was mir an diesem Film gefällt ist der Dämon Trigon welcher als Antagonist dient. Wer mehr wissen will folgt diesem Link (Filmereview #2).


Platz 8 Die glorreichen Sieben

Der achte Platz geht an die glorreichen Sieben, das gleichnamige Remake des Originals von 1960. Dieser Film setzt weniger auf die klassischen Elemente eines Western dafür jedoch auf klasse inszenierte Action, gute Schauspieler und einen epischen Soundtrack. Das Original gefällt mir persönlich etwas besser aber das Remake kann man sich dennoch ansehen. Hier ist ein Link (Filmreview #8)zu meiner Review zum Remake.


Platz 7 Suicide Squad

Eine weitere Comicverfilmung. Dieses mal geht es jedoch um das Anti-Helden-Team Suicde Squad. Die Actionszenen des Films funktionieren sehr gut, die Leistung der Schauspieler weiß zu gefallen jedoch ist die Handlung die größte Schwäche des Films. Eine ausführliche Review findet ihr unter diesem Link (Filmreview #6).


Platz 6 Angry Birds

Eine unglaublich lustige, etwas derbe und ziemlich bösartige Videospielverfilmung die zu den besten des Genres zählt. Der Protagonist Red ist mit seiner sarkastischen Art ein erfrischender Held für einen Animationsfilm. Ich kann diesen Film jedem ans Herz legen der sich Animationsfilme und/oder Videospielverfilmungen interessiert.


Platz 5 Pets

Bei Pets handelt es sich um einen sehr putzigen & lustigen Animationsfilm. Die Sprecher sind sehr sympatisch, die Technik weiß zu gefallen und die Handlung mag relativ simpel sein ist aber gut geschrieben und recht emotional an manchen Stellen. Hier findet ihr eine Review zu Pets.


Platz 4 Batman v Superman: Dawn of Justice

Der vierte Platz geht an Zack Snyders Superhelden-Epos Dawn of Justice. Wie auch bei Suicide Squad funktioniert hier die Action sehr gut, die Schauspieler sind klasse aber bei diesem Film funktioniert die Handlung wesentlich besser. Man merkt das die Drehbuchautoren genau wussten wie sie die Handlung dieses Films aufbauen wollen.


Platz 3 Zoomania

Kurz zusammengefasst; eine Reihe sympathischer Figuren in einer epischen Geschichte. Ein Meilenstein unter den jüngeren Animationsfilmen. Hier stimmt alles. Das ist meiner Meinung nach ein absoluter Pflichtfilm.


Platz 2 Deadpool

Was soll ich groß über diesen Film sagen was ich nicht schon in meiner Review gesagt habe? Eine sehr gut gemachte Comicverfilmung mit super Schauspielern, gut choreografierter Action & einem gelungenen Soundtrack. Mehr dazu unter diesem Link (Filmreview #9).


Platz 1 Imperium

Der packende Thriller mit Daniel Radcliffe in der Hauptrolle belegt den ersten Platz. Hier möchte ich gar nicht zu viele Worte verlieren. Spannende Handlung, glaubwürdige Schauspieler, überraschende Wendungen & eine tolle Kameraarbeit. Hier ist der Link (Filmreview #12).


Top 10 Videospiele

Platz 10 Deus Ex: Mankind Divided

Der letzte Platz geht an die Fortsetzung eines sehr guten Spiels (Deus Ex Human Revolution). Auch wenn das Spiel in einigen Bereichen gehörig verbessert wurde gibt es Patzer bei der Handlung. Leider kommt nie die erhoffte Spannung des Vorgängers auf. Mehr dazu jedoch unter folgendem Link (Spielereview #5).


Platz 9 Shadow of the Beast

Weiter geht’s mit einem kleinen aber sehr spaßigen Sidescroll Hack ’n Slay. In Shadow of the Beast verfolgt man den Weg von Aarbron der als Bestie beginnt und zum Menschen wird. Wer sich auf das etwas eigenwillige Gameplay einlässt wird mit einem sehr guten Spiel belohnt. Link findet ihr hier (Kurzreview #3).


Platz 8 Far Cry Primal

Eigentlich ist dieses Spiel fast Eins zu Eins das gleiche wie sein direkter Vorgänger Far Cry 4. Jedoch verfügt Primal über eines der kreativsten Settings die ich je in einem Videospiel erleben durfte. Das gesamte Spiel ist in der Steinzeit angesiedelt und das ist ziemlich cool. Dazu kommt eine wunderschöne Grafik und sehr gut umgesetztes Gameplay.


Platz 7 World of Final Fantasy

Ebenso kreativ wie putzig ist das JRPG World of Fantasy welches den Charme der alten Final Fantasy Spiele zurückbringt. Die Vertonung ist sehr gut, das Gameplay motivierend und die Grafik sehr liebevoll. Dieses Spiel hat mir den Glauben an das Franchise zurückgebracht. Unter diesem Link findet ihr meine Review dazu.


Platz 6 Ratchet & Clank

Im Zuge des Ratchet & Clank Kinofilms der dieses Jahr erschienen ist wurde auch die Spielereihe neu aufgelegt. Das Spiel verfügt über eine wunderschöne Grafik, ein simples aber spaßiges Gameplay, eine hochwertige Synchronisation und einen gut ausbalancierten Schwierigkeitsgrad. Dazu wird auf jeden Fall eine Review kommen.


Platz 5 Mafia 3

Wir sind bei der Hälfte angekommen. Bei Mafia 3 handelt es sich um ein Open-World Spiel im Stil von GTA jedoch um einiges brutaler und mit etwas anderem Setting. Man übernimmt die Rolle von Lincoln Clay der das organisierte Verbrechen seiner Heimatstadt übernehmen möchte. Warum er das tun will, könnt ihr hier (Spielereview #7) erfahren.


Platz 4 The Banner Saga

Eines der besten Spiele 2016 ist gleich zu Beginn des Jahres erschienen. Bei The Banner Saga handelt es sich um ein Taktik-Rollenspiel welches in einer nordischen Fantasiewelt spielt, die sich am Rande des Untergangs befindet, als sich eine alte Macht erhebt.

Neben einer faszinierenden Spielwelt bietet The Banner Saga eine spannende Handlung, ein durchdachtes Gameplay (jede Niederlage liegt bei der Schuld des Spielers) sowie eine sehr schöne und detaillierte Grafik. Leider gibt es zu diesem Spiel noch keine Review aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.


Platz 3 Uncharted 4: A Thiefs End

Mit Uncharted 4 hat der Entwickler Naughty Dog den perfekten Abschluss für eine grandiose entwickelt. Die Handlung ist sehr spannend und wird durch die sympathischen Figuren enorm aufgewertet. Ergänzt wird das Meisterwerk durch eine wunderschöne Grafik, eine hochwertige Synchronisation & stimmiger Soundtrack sowie ein schnelles Shooter-Movement.


Platz 2 Firewatch

Der Silberpokal geht an das emotionale Adventure Firewatch. Die Grafik mag zwar nicht so schön sein wie in einem Final Fantasy XV oder einem Uncharted 4 aber die größte Stärke liegt hier eindeutig in der Handlung. Die Geschichte von Henry der sich die Einsamkeit der Wildnis als Brändwächter flüchtet. Mehr findet ihr dazu in dieser Review.


Platz 1 Final Fantasy XV

Auf dieses Spiel habe ich mich sehr lange gefreut und ich bin komplett begeistert. Ja das Spiel hat ein paar kleine Fehler aber diese werden von den positiven Aspekten überwogen. Die Reise von Prinz Noctis ist sehr episch und weiß zu Begeistern, wenn man sich auf die neue Generation von Final Fantasy einlässt. Unter diesem Link (Spielereview #2) gibt es mehr Informationen.


Das wars mit dieser Liste. Ich hoffe sie hat euch gefallen und wir lesen uns beim nächsten mal wieder.

Suicide Squad | Review [nicht mehr aktuell]

Suicide Squad von 2016 ist der dritte Film des DC Extened Universe. Die beiden Vorgängerfilme sind Man of Steel & Batman v Superman: Dawn of Justice. Suicide Squad basiert auf den Comics um das gleichnamige Team, bestehend aus Schurken & Anti-Helden, von DC und es ist das erste mal, dass wir diese Gruppe in einem Realfilm zu sehen bekommen. Deshalb hat dieser Film die schwere Aufgabe eine Vielzahl neuer Charaktere einzuführen. Am besten so das keiner zu kurz kommt. Ob es dem Film gelungen ist, erfahrt ihr nun. Viel Spaß!

Handlung

Superman’s auftauchen, wirken & Tod hat die Welt verändert. Was ist wenn das nächste Metawesen, Personen mit übermenschlicher Macht (Doomsday, Diablo, Killer Frost, Darkseid, Flash, Aquaman & co.), beschließt die Erde zu erobern oder wichtige Personen (Staatsoberhäupter o. ä.) zu töten. Wer soll diese Bedrohung aufhalten?

Nun zum einen die Justice League welche gerade im Entstehen ist (siehe Ende von Dawn of Justice + Comic Con Trailer) und Argus. Argus ist ein Geheimdienst, der von Amanda Waller, einer skrupellosen Mitarbeiterin der US-Regierung, geleitet wird und eine Task-Force (Einsatzteam) ins Leben ruft, die die Welt vor Meta-Bedrohungen schützen soll.

Dieses Team heißt Task-Force X oder auch Suicide Squad oder auch Selbstmordkommando (danke alte deutsche Übersetzung) und besteht aus Schurken, die alle eine Gefängnisstrafe absitzen (lebenslänglich).

In diesem Film haben wir folgende Aufstellung im Suicide Squad (in Klammer stehen die Namen der Schauspieler):

  • Amanda Waller (Viola Davis) – Teamleiterin in der Zentrale
  • Rick Flagg (Joel Kinnaman) – Teamleiter im Feld
  • Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje)
  • Diablo (Jay Hernandez)
  • Captain Boomerang (Jai Courtney)
  • Deadshot (Will Smith)
  • Harley Quinn (Margot Robbie)

Diese Aufzählung dient nur zum Überblick da neben diesem recht großen Team auch der Joker, Katana & Enchantress im DCEU etabliert werden und nach dieser ungewöhnlich langen Einleitung fangen wir mit der eigentlichen Handlung an.

Amanda Waller stellt im Auftrag der US-Regierung ein Team zusammen das für hochriskante & lebensgefährliche Missionen eingesetzt werden soll. Da bei einem Team Verluste vorprogrammiert, sind besteht das Team aus Verbrechern um die es nicht schade ist, wenn sie sterben. Siehe Liste oben.

Rick Flagg’s Freundin, die Archäologin Dr. June Moon, ist besessen von Enchantress, einer alten & sehr mächtigen Hexengöttin. Anfänglich ein Mitglied der Task-Force gelingt ihr die Flucht und mithilfe ihrer Magie & ihres Bruders erschafft sie eine „Maschine“ um die Welt zu erobern. Unter dem Vorwand eines Terrorangriffs wird das Suicide Squad zum Schauplatz der Handlung, Midway City, geschickt um dort aufzuräumen und eine Person zu retten.

Wir haben also 2 Handlungsstränge. Zum einen den Strang um die Hexe Enchantress die schalten & walten kann, wie sie will und den Zweiten um die Mission des Suicide Squads. Beide Stränge verknüpfen sich zwar, im laufe des Films, aber es will dennoch nicht recht zusammenpassen.

Mir kam es während des Films vor, als ob man 2 Konzepte für die Geschichte hatte und diese aneinander geklatscht hat.

Mir gefiel die „Rettungsmission“ des Squads dennoch besser, da dort nicht nur die Helden vorgestellt wurden, sondern auch der Joker auftauchte, leider etwas zu kurz, aber dennoch den wahnsinnigen repräsentierte, den man für so einen Film braucht und der Joker hat wenigstens ein Motiv. Er will seine Freundin „retten“. Enchantress ist zwar ein faszinierender Charakter aber leider ein schrecklich farbloser Bösewicht.

Ich bin von der Besetzung des Casts äußerst positiv überrascht. Mir war klar das Will Smith als Deadshot & Jared Leto, als Joker, eine gute Performance an den Tag legen werden. Wobei ich sagen, muss, dass ich den Joker vorher in einer größeren Rolle sehen will, bevor ich ein endgültiges Fazit über ihn ablege.

Mein Highlight des Films war, neben Will Smith, die australische Schauspielerin Margot Robbie in ihrer Rolle als Harley Quinn. Sie spielt eine sowohl liebreizende als auch unglaublich gefährliche & verrückte ehemalige Psychologin. Zuerst darauf aus den Joker zu heilen, verliebte sie sich schließlich in ihn & wurde seine Königin. Ich hoffe, dass sie an der Seite von Jared Leto in einem zukünftigen Film gegen Batman, der in diesem Film ebenfalls einen kurzen Auftritt hat, antritt.

Der Rest des Casts hat mir auch sehr gut gefallen. Jai Courtney verkörpert Captain Boomerang auf so gute Art, dass ich den Charakter zum ersten mal wirklich ernst nehme. Killer Croc ist der Groot des Films, wenig Dialog & viel Kampf, was aber gut funktioniert.

Jay Hernandez verkörpert Diablo, das einzige richtige Metawesen des Teams und einen der interessantesten Charaktere. „Gesegnet“ mit unglaublichen Kräften, die aber nur schwer unter Kontrolle zu halten sind, möchte er sich am liebsten aus dem Kampf heraushalten.

Bevor ich mich weiter in Schwärmerei verzettle, kurz zusammengefasst; ich bin vom Cast äußerst positiv überrascht. Grundlegend gibt es kaum was zu Meckern bis auf die etwas langweiligen Bösewichte bzw. Bösewichte die viel zu wenig Screentime haben.

Die Effekte sind äußerst ansehnlich, wie auch bei den beiden Vorgängern. Killer Croc & Enchantress sehen fantastisch aus & auch die Waffe der Hexe sieht echt toll aus. Einzige das 3D hat nicht immer gepasst & wirkte stellenweise sehr überflüssig. Aber am meisten hat mir die wahre Gestalt von Diablo gefallen.

Der Soundtrack hat es mir passend angetan. Allein „House of Rising Sun“ entlockte mir ein Lächeln. Allerdings war der Film stellenweise extrem laut, wovon ich manchmal Kopfschmerzen bekam. Dieses Problem hatte aber auch bereits Dawn of Justice. Ich mag die Soundtracks beider Filme aber in einer angenehmen Lautstärke ohne Ohrenbluten.

Fazit

Suicide Squad ist ein Film, der vieles richtig aber auch einiges falsch macht. Falsch macht er auf jeden Fall die Handlung. 2 Konzepte die zu verschieden sind um wirklich miteinander zur harmonisieren ist nie gut für einen Film.

Was jedoch äußerst gut funktioniert ist die Etablierung von 10 Figuren im DC Filmuniversum. Es ist schwer so viele Figuren zu etablieren, aber Suicide Squad gelingt das vorbildlich. Jeder hat seine eigene kleine Vorgeschichte und wir wissen wer, wer ist und warum jeder das tut, was er oder sie eben tut.


Eine Sache die ich noch nicht angesprochen habe, ist der Humor. Meine größte Sorge war es das der Film zu viel Klamauk enthält, da DC in diesem Fall mit Marvel gleichziehen wollte und weniger, in die Man of Steel/Dawn of Justice Kerbe schlagen wollte.

Der Humor war sehr angenehm. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Manchmal etwas unpassend aber ich hatte dennoch oft ein Lächeln auf den Lippen. Auch ein paar Lacher waren dabei. Das rechne ich den Film hoch an, da DC noch nie so übermäßig lustig war.

Ein weiter Kritikpunkt am Film sind die Schurken, die wie bereits erwähnt entweder schrecklich farblos sind oder zu wenig Screentime haben, um einen wirklich bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Aber ich sehe ein das man bei so vielen Figuren, irgendwo Abstriche machen muss.

Ich bin mit gemischten Gefühlen ins Kino gegangen und hatte einige Befürchtungen, die sich zum Großteil nicht bestätigt haben. Der Film ist wie bereits auf Twitter getwittert gut. Kein Meilenstein aber durchaus sehenswert. Gewisse Dinge werden sehr gut gemacht andere Elemente des Films weisen Schwächen auf. Kann ich den Film empfehlen? Ja auf jeden Fall. Leute, die sich nicht mit den Comics auskennen werden, den Film auf jeden Fall super finden. Diejenigen die sich mit der Vorlage auskennen werden sicher einige Schwächen entdecken aber trotzdem besitzt Suicde Squad durch seine Schauspieler genug Charme um darüber (hoffentlich) hinwegsehen zu können.

Ich hatte meinen Spaß mit diesem Actionkracher und hoffe auf weitere Auftritte von Deadshot, Joker, Harley Quinn, Killer Croc & Amanda Waller. Vielleicht sogar in Gotham City, wo ein dunkler Ritter ein anderes Team zusammenstellt, um die Welt zu schützen.

Wie immer bin ich kein Fan von Wertungen, aber dennoch gebe ich dem Film wohlverdiente ★ ★ ★ ★ von 5 Sternen. Ein sehenswerter Superheldenfilm, der viele Figuren etabliert.

Das war’s von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal & ich hoffe dann Mal wieder ein Videospiel zu besprechen.

Euer Paxton