Treehouse of Horror | | Gruselween Vol. 2 #13 [Gastbeitrag]

Sie gehören ebenso zu Halloween wie schlechte Kostüme und Berge von Süßigkeiten: die besonderen, dem Feiertag des Gruselns gewidmeten Folgen der Simpsons.

Sie gehören ebenso zu Halloween wie schlechte Kostüme und Berge von Süßigkeiten: die besonderen, dem Feiertag des Gruselns gewidmeten Folgen der Simpsons. Bereits in der zweiten Staffel bekamen die Zuschauer die erste Sonderfolge zu sehen, welche bei uns „Horror frei Haus“, im Original allerdings „Treehouse of Horror“ genannt wurde. Ein Titel, der Anklang fand, und so, ganz der Tradition bekannter Horrorfilme folgend, einfach beibehalten wurde – jeweils um die entsprechende Zahl ergänzt. Doch während Jason 12, Freddy 9 und Scream gar nur 4 Filme spendiert bekommen hat, flimmerte 2019 die 29te „Treehouse of Horror“-Episode über die hiesigen Bildschirme. Für viele Fans bilden diese Episoden das absolute Highlight einer jeden Staffel, erst recht in den letzten paar Jahren, in denen die Qualität der übrigen Episoden, wenn man der Mehrzahl der Stimmen Glauben schenkt, stetig nachgelassen hat. Allerdings stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob der Zahn der Zeit tatsächlich keinerlei Spuren an den Halloween-Episoden hinterlassen hat? Oder ob sie einfach nur im Vergleich zu den übrigen Folgen den kreativen Höhepunkt darstellen?

Um mir selbst, und euch, diese Fragen beantworten zu können, habe ich in den letzten Tagen so ziemlich alle Halloween-Folgen gebingt und muss gleich einmal festhalten, dass mir durchaus ein paar Änderungen und Entwicklungen aufgefallen sind, welche der Qualität der einzelnen Episoden in meinen Augen nicht gerade förderlich waren. 

Da wäre zum einen wohl eine der augenscheinlichsten Änderungen: Die Episodenlänge und damit einhergehende Streichung der einleitenden Narration. Hört sich so zusammengefasst ein wenig kompliziert an, ist aber eigentlich ganz einfach. Zu Beginn der Serie hatten die Macher, wenn es um die Halloween-Folgen ging, noch ein wenig Spielraum die Länge der Episoden betreffend. Eine willkommene Prise Freiheit, welche die Verantwortlichen damit honorierten, dass sie die Episoden wie kleine Erzählungen aufbauten, welche amüsante Anmoderationen durch die Simpsons selbst erhielten. Einmal tritt Marge zu Beginn der Folge vor den Vorhang, um die Zuschauer vor der in Bälde gezeigten Brutalität zu warnen, ein anderes Mal flaniert Bart durch eine Galerie und verknüpft die Geschichten mit den Bildern oder Homer tritt als Meister des Suspense, Alfred Hitchcock, in Erscheinung. Diese Formen der Einleitungen bildeten nicht nur einen schönen Rahmen für die einzelnen Geschichten, sondern hoben die Halloween-Episoden damit auch deutlich von den übrigen ab. Leider wurde die Laufzeit dann nach einigen Jahren doch angepasst, weshalb sich die Verantwortlichen lieber auf die einzelnen Erzählungen konzentrieren wollten und die kleinen Einleitungen wegließen. 

Eine weitere größere, allerdings rein subjektive und daher auch nicht sichtbare Veränderung liegt in der Qualität der einzelnen Segmente. Klar, hier und da sind auch heute unter den drei Geschichten in einer Episode noch kleine komödiantische Perlen zu finden, aber alles in allem ließ mich beim Schauen der Episoden der Gedanke nicht los, dass die Macher irgendwie ihren Biss verloren haben. Mal ein Beispiel: Es gab zwar auch schon bei den älteren Folgen immer wieder mal Geschichten, die quasi eins zu eins bereits bestehende Horrorfilme imitierten und das Komische der Prämisse oder auch der Ereignisse darlegten, dabei stets gespickt mit zusätzlichen Easter Eggs, Reverenzen oder Franchise-übergreifenden Gags. Doch die Mehrzahl der Segmente bestand aus selbst zusammengezimmerten kleinen Geschichten, die Hommage und Persiflage in einem darstellten. Hier wurden bekannte Horror-Elemente und Klischee geschickt miteinander verwoben, gegeneinander ausgespielt und dabei gekonnt auf die Schippe genommen. Gags waren natürlich vorhanden, aber sinnvoll in eine Narrative eingebunden, der ebenso viel Aufmerksamkeit zuteil wurde. Betrachtet man sich dagegen Halloween-Episoden jüngeren Datums wird man das Gefühl nicht los, dass es sich nur mehr um eine Aneinanderreihung von blöden Sprüchen und Slapstick-Einlagen handelt. Es gibt zwar auch noch eine Geschichte, die das Ganze lose zusammenhält, aber diese wirkt immer öfter ungewohnt blutleer, seelenlos und lieblos – eben genau so, wie der Rest der Serie inzwischen auch.

Um damit auf meine Fragen vom ersten Absatz zurückzukommen: Ich finde durchaus, dass man auch bei den Halloween-Episoden eine gewisse Ermüdungserscheinung wahrnehmen kann, dass diese aber nach wie vor das kreative Highlight der einzelnen Staffeln bilden. Solange ich die Wahl habe, werde ich mir aber trotzdem immer lieber die „Classics“ anschauen und mich krummlachen, wenn die Lehrer die Kinder zu Würstchen verarbeiten, Homer ohne Bier und Fernsehen langsam durchzudrehen beginnt oder aus Versehen in die dritte Dimension stolpert.


Vielen Dank an Mara für diesen tollen Gastbeitrag. Schaut doch Mal auf ihrem Blog vorbei!

Ju-On: Origins | Review| Gruselween Vol. 2 #8

Titel: Ju-On: Origins
Originaltitel: 呪怨:呪いの家
Episoden: 6 in 1 Staffel
Laufzeit pro Folge: ca. 30 Minuten
Sender: Netflix

2020 ist ein wirklich komisches Serienjahr. Es hat stark angefangen aber nach dem ersten Quartal relativ stark nachgelassen … zumindest für mich persönlich. Kaum eine Serie war interessant genug, damit ich bis zum Ende dran bliebt ABER Ju-On: Origins war interessant genug und hatte die perfekte Laufzeit um mich bis zum Ende zu unterhalten!


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Ju-On: Origins
Originaltitel: 呪怨:呪いの家
Episoden: 6 in 1 Staffel
Laufzeit pro Folge: ca. 30 Minuten
Sender: Netflix


Eine richtige Handlung erzählt Ju-On: Origins nicht, sondern behandelt mehrere Handlungsstränge deren Hauptfiguren alle mit dem verfluchten Haus, dem zentralen Element des Franchise, in Verbindung stehen. Was anfangs noch sehr verwirrend ist, bleibt es teilweise auch bis zum Staffelfinale aber es gibt auch einige AHA-Momente, wenn bestimmte Begebenheiten oder Ereignisse aus einem anderen Blickwinkel betrachtet werden und plötzlich aufgeschlüsselt werden.

Ju-On: Origins ist auch keine richtige Horrorserie, sondern mehr ein Drama mit dem Thema der häuslichen Gewalt, was nicht nur ein Kontrast zum restlichen Franchise darstellt, trotz Parallelen, sondern auch zu ein paar der härtesten Szenen führt, die ich bisher im Grusel- Horror- und/oder Dramagenre gesehen habe. Ohne zu spoilern kann ich jedem empfehlen sich auf harte Szenen einzustellen, die das Thema häusliche Gewalt äußerst plastisch darstellen.

Thematisch aber auch atmosphärisch schlägt Ju-On: Origins einen harten Ton, was zum restlichen Franchise passt und gleichzeitig eine neue Stufe an Härte etabliert. Richtig gruselig wird die Serie nie, aber eine gewisse unheimliche Note schwingt durch die gesamte Staffel mit und besonders zum Ende erreicht ein gewisses Maß an Grusel.

Abschließend stellt sich die Frage ob Ju-On: Origins empfehlenswert ist? Nun jein. Einerseits ist die Serie ein interessantes Prequel und ein angenehmer Kontrast zum restlichen Ju-On Franchise aber die Serie hat durchaus ihre Probleme. Für Fans ist die Serie definitiv einen Blick wert und alle anderen sollten mal in die erste Folge reinschauen. Ich vergebe ein sehenswert- !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Monatsrückblick: September 2020

Der September ist vorbei und der Monat des Gruselns steht ins Haus!

Der September ist vorbei und der Monat des Gruselns steht ins Haus!

Privat hat sich im September mal wieder etwas mehr getan. Ich konnte soziale Kontakte pflegen, ungewöhnlich viele Podcasts aufnehmen und war sogar zwei mal im Kino. Bei letzterem bin ich mir aber nicht sicher, ob es nicht das wirklich letzte mal für dieses Jahr wegen der aktuellen Situation.

Ansonsten habe ich die meiste Zeit damit verbracht das restliche schöne Wetter zu genießen oder abseits davon mit meinen Katzen faul auf der Couch zu liegen. Entweder vor oder nach meinen Spätschichten.

Oh und ich habe ein ganz tolles Paket von der lieben ninigamy bekommen, worüber ich mich sehr freue! 😍


Auf dem Blog hat sich diesen Monat nicht so viel getan. Es war ein typischer Monat mit vielen unterschiedlichen Beiträgen, sowohl von mir als auch von Martin, und einer eecht zufriedenstellenden Anzahl an Aufrufen/Likes/Kommentaren.


Film- & Serientechnisch war der September wieder interessanter als der August. Ich habe insgesamt 11 Filme gesehen, darunter ein Rewatch von Full Metal Jacket, die beiden Kinofilme Guns Akimbo & Tenet (der Beitrag dazu folgt wenn ich die richtigen Wörter finde), die Netflix Originals The Babysitter: Killer Queen, The Old Guard & #amLeben und zwei Filme aus dem frühen 2020er Filmjahr (Bad Boys for Life & Ruf der Wildnis).

Außerdem habe ich mit The Hunt einen Film gesehen, von dem ich noch nicht weiß ob er intelligent ist oder einfach nur laut sein will. Diese Frage (und mehr) wird aber Teil eines kommenden Beitrags sein.

Bei den Serien habe ich mit Dragons Dogma begonnen (und auch direkt lust auf das Spiel bekommen) und ich stecke mitten in The Boys Staffel 2, die erneut hochwertig ist und sich langsam aber sicher zu was großem aufbaut.


Spieletechnisch hat sich im September nicht viel getan. Ich bin grad dabei einige Spiele aus dem Bachlog abzuarbeiten und stecke mitten in einem Replay von Final Fantasy XV, welches ein großartiges Spiel ist.

Ich habe mir drei Spiele gegönnt und zwar Dragons Dogma (wegen der Serie und weil das Spiel großartig ist), Mario + Rabbids: Kingdom Battle (die Review dazu steht noch aus ebenso wie die Finalisierung des Spiels) und Star Wars: Squadrons auf das ich mich schon seit der ersten Ankündigung gefreut habe.


Literarisch habe ich nach einer kleinen Pause das Buch Erebos wieder weitergelesen und in erster Linie habe ich den Lesestapel der Comics weiter massiv verkleinert. Mein Highlight des Monats war definitiv der erste The Boys Omnibus, der einen grandiosen Auftakt zu einer der wohl besten Comicserien aller Zeiten bildet.

Ein Großteil der weiteren Comics, die ich gelesen habe werden in kommenden Rezensionen und Podcasts besprochen!


Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag, wenn Gruselween Vol. 2 startet!

Monatsrückblick: Juli 2020

Mit einer kleinen Verspätung kommt nun der kurze & knackige Rückblick auf dem Sommermonat Juli, in dem ich meinen 3-wöchigen Urlaub verbracht habe, aber wegen der aktuellen Situation meistens zuhause war oder meine Eltern besucht habe. Ich konnte jedoch abschalten und drei Wochen lang die Seele baumeln lassen! 🖤

Blogtechnisch war der Juli erneut sehr zufriedenstellend und ich konnte mich wegen dem Bat-Juli wieder intensiver mit dem dunklen Ritter beschäftigen und dabei das „Endlosprojekt“ der Batman Graphic Novel Collection Rezensionen starten. Ebenso kehrten die Netflixers zurück und auch diese Serie hat nun einige neue Kandidaten für kommende Ausgaben erhalten. Da ich endlich Shining erneut und Doctor Sleep zum ersten Mal gesehen habe kann auch das Stephen King Special fortgeführt werden. Auch die Anime-Offensive 2020 ging weiter und von drei aktuellen Folgen ist Vampire Hunter D: Bloodlust mein kleines Highlight!

Filmtechnisch war Telekinse mein Monatshighliht aber auch die Trashfilme Shakma & Hatchet 1 bis 4 konnte mich irgendwie unterhalten. Zu den letzten genannten gibts dann im Oktober was. Außerdem habe ich mit Alita: Battle Angel eine kleine „Bildungslücke“ geschlossen. Bei den Serien habe ich Japan Sinkt: 2020 und Ju-On: Origins gesehen, was ein gutes Zeichen dafür ist, dass ich mich auch wieder mit Serien langfristig beschäftigen kann/werde. Aktuell bin ich an Hilda dran, die mir @ninigamy empfohlen, und generell ist der Empfehlungsstapel der lieben ninigamy verdammt hoch.

Was das Lesen angeht, habe ich wieder mit Harry Potter begonnen, wobei ich nur Band 1 gelesen habe zum aktuellen Stand. Außerdem habe ich den Urlaub den genutzt und meinen Comic/Mangalesestapel deutlich verkleinert, okay der wächst e permanent nach. Außerdem habe ich mir für Comics/Manga/Bücher, die ich gelesen habe, einen eigenen Rezensionsstapel gemacht, um nicht die Übersicht zu verlieren.

Spieletechnisch habe ich dank Ghost of Tsushima nicht viel beenden können aber ich bin bei einigen Spielen weit genug um sie im August endlich beenden zu können. Mit Gris hatte ich eines der besten Spielerlebnisse des Jahres, muss aber auch dazu sagen, dass ich bei den Temperaturen lieber mit Lesestoff auf meinem Balkon war. Oh und in Dead by Daylight habe ich viele Stunden versenkt.

Das wars soweit der Juli 2020. Der Blog wurde in diesem Monat übrigens 4 Jahre alt und ich freue mich auf mindestens 4 weitere Jahre!

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Monatsrückblick: Mai 2020

Der Mai ist vorbei und wir schreiten Richtung Sommer!

Der Mai ist vorbei und wir schreiten Richtung Sommer!

Privat hat sich nicht so viel getan. Ich bin seit Anfang Mai wieder arbeiten, was echt toll ist, aber mein Zeitgefühl ist völlig im Eimer, also noch mehr als normal. Außerdem konnte ich soziale Kontakte pflegen und mich einige male mit Freunden treffen. Das war ebenfalls schön!

Auf dem Blog hat sich auch einiges getan. Der Monat Mai war sehr erfolgreich in Bezug auf die Klickzahlen sowie neue Leser. Ein herzliches Willkommen an alle die neu dazugekommen sind, freut mich, dass ihr da seid!

Was die zahlreichen Projekte angeht, konnte ich den 16 Bit Wahnsinn fortsetzen, das Doomsday Clock – Watchmen Special in schriftlicher Form abschließen und einige Beiträge von Tales from the DC Dark Multiverse, den Netflixers, den Superbros sowie das Finale der Purge Quadrologie schreiben. Somit kann ich mich endlich auf die Doommania und ein paar andere Dinge stürzen!

Spieletechnisch war ich im Mai relativ fleißig und habe mit A Way Out sowie Maneater zwei Spiele durchgespielt. Erstgenanntes habe ich mit der lieben Ninigamy durchgespielt und platiniert!

Was die Filme angeht, habe ich nur fünf Stück gesehen, und zwar Vaiana, Ein Königreich für ein Lama, Blade of the Immortal sowie Code 8, welche mir sehr gut gefallen haben. Mit La Influenca habe ich schon wieder einen mittelmäßigen spanischen Horrorfilm gesehen, was mich dazu bewegt hat für die nächsten Netflixers Folgen nach Asien zu gehen.

Bei den Serien war ich richtig faul und habe nur Darknet Staffel 1 komplett gesehen. Allgemein fehlt mir zurzeit echt die Motivation für Serien aber vielleicht finde ich im Juni die Lust für den Rest von Frontier sowie ein paar Anime Serien.

Für ein größeres Projekt haben ich und Chris angefangen The Mandalorian zu sehen, was sich langfristig als verdammt zäh entpuppen könnte, aber mehr dazu, wenn das Projekt startet.

Literarisch habe ich mit Nachtwandler einen weiteren Fitzek Roman gelesen. Außerdem habe ich sehr viele Manga (bsp.: My Roommate is a Cat 01, Demonslayer 01, Yakuza goes Hausmann 01 & 02) aber auch viele Comics gelesen (bsp. Superman: Das erste Jahr BD 1, Harleen BD 2, einige Batman Comics sowie The Flash BD 1 & 2).

Das wars soweit kurz & knapp mit meinem Rückblick auf den Mai 2020. Lasst uns gespannt sein, was der Juni bringt!

Monatsrückblick: April 2020

Der April ist vorbei und alles neu macht der Mai? Nein eigentlicht wirklich und das ist ehrlich gesagt auch gut so. Im Moment läuft alles super und der April hat mein Zeitgefühl zerstört, weil ich zuhause war wegen der aktuellen Situation und ich ein Risikopatient bin.

Privat hat sich also nicht so viel getan, ausser das ich meinen Hobbies nachgehen konnte und nicht nur viel gelesen & gezockt, sondern auch mein Wissen im Bereich Bildbearbeitung vertiefen konnte (danke an comic_nerd92 & ninigamy für die Empfehlungen!). Die liebe Ninigamy ist auch ein Stichwort, da sie durch ihre Filmempfehlungen (da kommen einige Beiträge in den nächsten Wochen) und Spieleempfehlungen (danke für die Empfehlungen & tollen Spielesessions!) einen gewissen Anteil am Content einnimmt.

Was den Blog angeht war der Monat April, wie auch letztes Jahr, etwas schwächer was die Aufrufzahlen angeht aber es gab wesentlich mehr Kommentare als in den Vormonaten, was mich persönlich sehr freut. Generell sind Kommentare gern gesehen und ich freue mich über jeden einzelnen!

Von den großen Projekten nimmt das Doomsday Clock – Watchmen Special Form an, während Doommania, das Death Stranding Tagebuch und ein weiteres Filmformat in Arbeit sind. Es kommt also wenns kommt. 😁

Außerdem konnte ich die Purge Quadrologie und die Anime Offensive 2020 weiter vorantreiben.


Bei den Videospielen habe ich im April ganze vier Spiele durchgespielt und zwar To the Moon, Resident Evil, Trine & das Final Fantasy VII Remake!

Außerdem habe ich mit Kingdom Hearts 1.5 Final Mix, Star Ocean First Depature R sowie Final Fantasy X HD Remastered begonnen. Dank Final Fantasy bin ich wieder im (J)RPG Fieber!


Was Filme & Serien angeht habe ich etwas zurückgesteckt und 9 Filme sowie 5 Staffeln in drei Serien gesehen. Mein Highlight bei den Filmen war Kiki‘s kleiner Lieferservice und bei den Serien Ash vs Evil Dead.


Literarisch habe ich diesen Monat nicht mehr mitgezählt aber es müssten ca 15 Paperbacks bei den Comics, 3 Einzelhefte sowie 10 Manga gewesen sein. Reguläre Bücher habe ich keine gelesen aber das wird sich auch wieder ändern!

Eine Erwähnung finden weitere Kooperationen mit Carlsen und erstmalig mit Panini, was mich sehr freut. Entsprechende Beiträge folgen in Kürze!

Die Kategorie Manga wird ab Mai auch wieder fokussiert werden, da diese Kategorie in den letzten Monaten stark unterrepräsentiert war.


Das wars eigentlich auch schon wieder. Ich wünsche euch alles gute, bleibt gesund, kommentiert mehr und wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ash vs. Evil Dead Staffel 3 | Review

Titel: Ash vs. Evil Dead
Episoden: 30
Staffeln: 3
Sender: Starz/Amazon

All hail to the king baby!

Aller guten Dinge sind drei, oder? Nun eigentlich sind die dritten Teile einer Reihe für mich die schwächsten Ableger aber bei Ash vs. Evil Dead trifft das zum Glück nicht zu!


Tanz der Teufel

Tanz der Teufel II


Was bisher geschah …

Vor 30 Jahren hat Ash erfolgreich gegen die Mächte der Finsternis gekämpft. Als er im Drogenrausch die Dämonen aus dem Necronomicon erneut beschwört, wird er als (unfreiwilliger) Retter der Welt damit beauftragt die Dämonen erneut zu besiegen. Am Ende der ersten Staffel schließt er einen Waffenstillstand mit der Dämonin Ruby, der bricht als sich ihre Kinder gegen sie stellen. Zusammen mit den Geisterverdreschern kämpfen Ash und Ruby gegen die Mächte der Finsternis in der Gegenwart und Vergangenheit um die Welt zu retten!


Ash vs. Evil Dead Staffel 1

Ash vs. Evil Dead Staffel 2


Nach einem weiteren Sieg über die Mächte der Finsternis ist Ash zum Held von Elk Grove geworden, aber Ruhe ist ihm nicht vergönnt. Pablo merkt, durch seine Verbindung mit dem Buch der Toten, dass das Böse erneut aktiv ist um die Welt der Menschen zu vernichten. Als Ash auch noch seine Tochter Brandy kennenlernt, wird seine Welt erneut aus den Fugen geworfen. Ash muss sich als um die Sicherheit seiner Tochter kümmern und erneut die Welt vor einer Invasion der Dämonen retten!


In der dritten Staffel von Ash vs. Evil Dead wird der Mix aus Horror, Komödie und Slapstick durch einen Hauch Familiendrama ergänzt, was der allgemeinen Entwicklung der Figuren zugutekommt und Brandy ergänzt den Kreis der Hauptcharaktere sehr gut.

Erneut wird das Evil Dead Universum massiv erweitert, dieses Mal um eine Zwischenwelt die etwas an Silent Hill erinnert, aber perfekt zum Franchise passt und einen angenehmen Kontrast zur Zeitreise aus der zweiten Staffel bildet.

Auch feiert der böse Ash seine Rückkehr, nachdem bereits in Staffel 1 ein böses Spiegelbild unseres Helden aufgetaucht ist und das Prinzip des bösen Ash zeigt auf, dass Bruce Campbell auch durchaus einen Schurken spielen kann. Dazu kommt ein Armee der Finsternis würdiger Cliffhanger, der angenehm an die Vergangenheit anknüpft und gleichzeitig Lust auf eine weitere Fortsetzung macht!


Alles in allem ist Ash vs. Evil Dead Staffel 3 ein würdiger Abschluss der die Stärken der Serie weiter ausbaut und die Handlung zu einem würdigen Ende führt, mit einem interessanten Ausblick auf die (mögliche) Zukunft des Franchise. Sowohl der Cast als auch die Handlung wissen zu gefallen und der Mix aus Horror, Komödie und Familiendrama weiß erneut zu gefallen. Somit hat sich die dritte Ash vs. Evil Dead Staffel ein sehenswert verdient und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Ash vs. Evil Dead Staffel 2 | Review

Titel: Ash vs. Evil Dead
Episoden: 30
Staffeln: 3
Sender: Starz/Amazon

Groovy!

In der zweiten Staffel geht Ash vs. Evil Dead neue Wege, aber die Dämonen lassen Ash und die Geisterverdrescher einfach nicht Frieden. Tja Pech für sie!


Tanz der Teufel

Tanz der Teufel II


Was bisher geschah …

30 Jahre nach dem Horror in der Hütte im Wald beschwört Ash im Drogenrausch erneut die Dämonen aus dem Necronomicon. Zusammen mit Pablo und Kelly begibt sich Ash auf einen irren Roadtrip, um das Buch der Toten tief unter der Hütte zu vergraben. Die Dunkelwanderin Ruby (ein mächtiger Dämon) verfolgt die Gruppe und schließt am Ende einen Waffenstillstand mit den Geisterverdreschern. Ash und co können friedlich in Jacksonville Florida leben und Ruby bekommt das Buch der Toten, mit dem sie die Mächte der Finsternis in Schach hält.

Ash vs. Evil Dead Staffel 1


Eigentlich wollten Ash und die anderen friedlich in Jacksonville (Florida) leben aber die Idylle wird durch einen Angriff der Dämonen gestört. Der Waffenstillstand ist offenkundig vorbei und Ruby ist in Elk Grove, der Heimat von Ash. Erneut müssen die Geisterverdrescher ausziehen um die Welt zu retten. Dabei muss Ash nicht nur meiner Vergangenheit in Elk Grove klarkommen, sondern auch der mächtige Dämon Baal will einen vor den Latz bekommen und um Pablo zu retten, begeben sich Ash, Ruby und Kelly auf eine Reise in die Vergangenheit …


Im Endeffekt nutzt die zweite Ash vs. Evil Dead Staffel alle Stärken seines Vorgängers und legt noch etwas nach. Besonders der Humor und der überspitzte Gewaltgrad ziehen an, was in teils arg absurden Situationen mündet, in denen man nicht weiß, ob man lachen oder schockiert sein soll. Allerdings nimmt auch der Horror zu und besonders zum Ende der Staffel hinbekennt Ash vs. Evil Dead seiner Horrorzwurzeln, was in einem spannenden Szenario in einem Sanatorium mündet.

Was die Staffel ebenfalls sehr gut macht, ist die Vertiefung vom Hauptcharakter Ash. Man erfährt viel über seine Vergangenheit und wie es ihm nach den Ereignissen der Trilogie erging. Hier profiliert sich auch Bruce Campbell in seiner Paraderolle als Ash, da seine Performance viel zur glaubhaften Entwicklung beiträgt. Die restlichen Hauptfiguren wissen ebenfalls erneut zu unterhalten und die Vertiefung der Beziehung zwischen Ash, Kelly und Pablo macht erneut eine der großen Stärken von Ash vs. Evil Dead aus.


Zusammengefasst steht Ash vs. Evil Dead Staffel 2 dem Erstling in nichts nach und baut das Evil Dead Universum gekonnt weiter aus und vertieft sowohl den Charakter Ash als auch die Beziehung zwischen den Hauptfiguren weiter. Mehr Action, mehr Humor, mehr Horror, mehr Absurditäten. Ash vs. Evil Dead Staffel 2 ist ein Sammelsurium an ausgefallenen Ideen, was sicher nicht jeden Geschmack trifft, aber für Fans des Franchise definitiv geeignet ist. Damit hat Ash vs. Evil Dead Staffel 2 die Wertung sehenswert verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Ash vs. Evil Dead Staffel 1 | Review

Titel: Ash vs. Evil Dead
Episoden: 30
Staffeln: 3
Sender: Starz/Amazon

Nachdem mich Altered Carbon in der zweiten Staffel massiv enttäuscht hat, habe ich beschlossen Ash vs. Evil Dead endlich zu komplettieren!


Tanz der Teufel

Tanz der Teufel II


Vor 30 Jahren hat Ash aus Versehen die Dämonen aus dem Necronomicon beschworen und erfolgreich bezwungen. Nun Lebt er ein leben voller Drogen, Sex und Alkohol, um die traumatischen Erlebnisse zu überwinden. Als er eines Tages, unter Drogeneinfluss einige Zeilen aus dem Buch der Toten vorliest, muss Ash erneut ausziehen um den Dämonen in den Arsch zu treten. Zusammen mit seinen Arbeitskollegen Pablo und Kelly bildet er die „Geisterverdrescher“ deren Aufgabe simpel ist. Das Necronomicon unter der Hütte, in der alles begann, zu begraben. Doch die Dämonin Ruby hat andere Pläne mit dem Buch …


Auch wenn sie auf den ersten Blick wie ziemlicher Trash wirkt, verbirgt sich hinter der ersten Ash vs. Evil Dead Staffel eine ebenso unterhaltsame wie kreative Serie deren Stärken in den Charakteren, den abwechslungsreichen Episoden und der Erweiterung des Quellmaterials, also der Evil Dead Trilogie, liegt. Es wird immer wieder auf die alten Filme Bezug genommen und besonders muss regelmäßig mit den Dämonen seiner Vergangenheit kämpfen.

Der Cast, im Kern bestehend aus Bruce Campbell (Ash), Ray Santiago (Pablo), Dana Delorenzo (Kelly) und Lucy Lawless (Ruby), glänzt durch Harmonie und eine großartige Performance die nicht nur für viele Lacher sorgt, sondern auch einen großen Teil des Charmes von Ash vs. Evil Dead erzeugt. Ähnlich wie Z Nation lebt auch Ash vs. Evil Dead sehr stark von den Figuren und eher sekundär von der Handlung, wobei die erzählten Geschichten in den Episoden aber auch der Gesamtplot zu unterhalten wissen.

Auch wenn Ash vs. Evil Dead klar eine Horrorserie ist, lockern zahllose Slapstick Einlagen, humorvolle Sprüche der Figuren und die bekannten Bonmots von Ash, das Szenario ziemlich auf, wodurch man schnell merkt, dass sich Ash vs. Evil Dead nur so nötig nimmt, wie es sein muss. In der deutschen Lokalisierung merkt man besonders, wie viel Spaß die Dialogregisseure hatten, da viele Sprüche auch perfekt in einen Anime/Cartoon/Film der 80/90er Jahre passen würde.


Zusammengefasst ist Ash vs. Evil Dead Staffel 1 eine sehr unterhaltsame Fortsetzung der alten Trilogie von Großmeister Sam Raimi, die mit Witz, Charme, einer gnadenlosen Überspitzung der Effekte, tollen Figuren und einer unterhaltsamen Handlung, deren Strukturen etwas an Buffy und ähnliche Serien aus der Ära erinnern, glänzt. Durch eine angenehme Laufzeit der einzelnen Folgen von 28 bis 40 Minuten entsteht ein hohes Tempo, wodurch man die Staffel schnell in einem Rutsch konsumieren kann.

Ich vergebe für Ash vs. Evil Dead Staffel 1 die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Death Note (Anime) | Review

Titel: Death Note
Folgen: 37
Staffeln: 1

Die Anime Offensive geht in die siebte Runde und bevor wir uns wieder den Ghibli Filmen zuwenden, machen wir einen Schlenker zum modernen Kultanime Death Note, dessen Vorlage bereits unfassbar populär war!


Anime Offensive 2020


Light Yagami, ein hochintelligenter Schüler mit starken moralischen Werten, findet eines Tages das Death Note. Dabei handelt es sich um ein Notizbuch der Todesgötter. Wenn der Name einer Person in dieses Buch geschrieben wird und der Nutzer sich das Gesicht des „Opfers“ dabei vorstellt, stirbt er. Anfangs zweifelnd fasst Light nach der Gewissheit, dass das Death Note echt ist, den Entschluss, eine perfekte Welt ohne Verbrecher zu erschaffen. Dabei muss sich Light mit der japanischen Polizei, deren Teil auch sein Vater ist, sowie den beiden Meisterdetektiven L und Near auseinandersetzen. Unterstützung erhält er vom Todesgott Ryuk, sowie fanatischen Kira Anhängern …


Death Note ist einer der, wenn nicht sogar der komplexeste Anime, den ich jemals gesehen habe. Das Katz & Maus Spiel von L & Light fängt langsam an, baut sich aber zu einer intensiven Hatz auf, in der sich zwei Genies gegenseitig ausstechen müssen, da es um das Leben des anderen geht.

Obwohl der Anime sehr spannend und erzählerisch äußerst gelungen ist, wird der Bogen, wie leider so oft im Medium Manga, etwas überspannt. Nach dem Showdown mit L baut die Serie etwas ab, da weder Near, noch Mellow das Charisma ihres Vorbilds erreichen können und die Twist über Twist Methode langsam an Dynamik verliert. Besonders in den letzten 5 bis 6 Folgen stellt sich eine gewisse Müdigkeit ein.

Für einen Anime aus der Mitte der 2000er ist Death Note sehr hochwertig animiert und produziert, wodurch eine gewisse Zeitlosigkeit erreicht wird, die sich besonders im Stil, der Farbgebung, sowie der Darstellung von Emotionen widerspiegelt.

Die Inszenierung von Death Note ist überragend und spielt perfekt mit dem Soundtrack zusammen. Sobald eine der Spannungsspitzen erreicht wird, wird ein epischer Soundtrack genutzt, bei dem selbst simple Handlungen mit genialen Geistesblitzen kombiniert, sowie zelebriert werden.

Auch die deutsche Lokalisierung ist sehr hochwertig und die Sprecher liefern durchgehend eine tolle Performance ab.


Zusammengefasst ist Death Note ein großartiger Anime, der durch seine Figuren und die weitestgehend großartige Handlung zu überzeugen, aber auch technisch durchgehend zu gefallen weiß. Mein einziger Kritikpunkt ist der Durchhänger im letzten Akt des Anime, aber trotzdem hat Death Note die Wertung sehenswert definitiv verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Tokyo Ghoul Staffel 1 | Review

Titel: Tokyo Ghoul
Episoden: 12 (Staffel 1) – 48
Staffeln: 4
Studio: Studio Pierrot

Wie bereits in der Rezension zu In this Corner of the World angekündigt, startet auf DerStigler und Patreon eine Anime Offensive. Während auf unserem Patreon ein Talk über Weathering with you erscheinen wird, geht es auf dem Blog heute um die erste Staffel von Tokyo Ghoul während NiNoKuni vor kurzem Thema war. Viel Spaß!


In einem Tokyo, das neben Menschen auch von Ghulen, die verborgen leben, bevölkert wird, lebt Ken Kaneki, der sich in die schöne Liz verliebt. Nach einem ihrer Dates offenbart sich Liz als Ghul und will Ken fressen. Auf seiner Flucht auf eine Baustelle geraten er und Liz in einen schlimmen Unfall, bei dem Liz stirbt und Ken äußerst schwer verletzt wird. Um zu überleben, werden ihm im Krankenhaus Organe von Liz transplantiert, wodurch er zu einem Halb-Ghul wird. Ohne festen Platz in der Gesellschaft der Menschen und jener der Ghule findet Ken einen Platz im Cafe Antik, wo ihm der Besitzer beibringt, wie man die Brücke zwischen beiden Spezies sein kann. Ken muss sich mit seinem neuen Leben zurechtfinden, seine Vorbehalte aufgeben, aber auch mit den Gefahren für die Ghule leben …


Die Hauptgeschichte von Tokyo Ghoul, Kens Leben in beiden Gesellschaften, wird spannend erzählt und thematisiert stark die Themen Moral, Ethik, Rassismus und Menschlichkeit aus, was dazu führt, dass die Serie aus dem offenkundigen Horrorgenre ausbricht und tiefer gehen will. Als bestes Beispiel dienen hier die Vorbehalte Kens, Menschenfleisch zu essen, was er jedoch tun muss, um zu überleben. Ebenso wird der Hass zwischen Menschen und Ghule behandelt, was jedoch bedeutend weniger tiefgreifend ist.

Ein Problem des Anime, in Puncto Erzählung, sind die offenkundigen Schwächen im Ausbauen der eigenen Welt. Tokyo Ghoul etabliert im Laufe der zwölf Folgen umfassenden ersten Staffel viele Elemente, um die Welt lebendiger zu machen, versäumt es jedoch, diese weitestgehend auszubauen, oder gar zu erklären. Dies betrifft zum einen die Gesellschaft der Ghule selbst, aber auch das CCG, die Organisation, die mit der Jagd auf Ghule betraut ist. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, setzt die Serie gern auf einen höheren Gewaltgrad, der spätestens im Finale völlig absurd wird und auch nicht an die eigentümliche Ästhetik von Elfenlied oder Hellsing heranreicht.

Abseits der Handlung und den Problemen des World Buildings, punktet Tokyo Ghoul mit einem hervorragenden Soundtrack, sowie einer hochwertigen deutschen Synchronisation, bekannten Sprechern, wie Ricardo Richter (Ken), Sarah Alles (Toka) oder Joachim Kaps (Yakumo).

Ein weiteres Lob verdient der Stil der Serie, sowie die hochwertigen Animationen. Beides bildet eine harmonische Einheit, die auch perfekt zum Dark-Fantasy-Horror Setting passt und emotional zwischen hell & fröhlich, sowie düster und brutal schwankt.

Alles in allem ist Tokyo Ghoul keineswegs ein schlechter Anime. Man merkt der Serie die hohe Qualität an, allerdings sind die Schwächen in der um die Handlung herum erschaffenen Handlung nur sehr schwer zu übersehen, was den positiven Eindruck leider trübt. Dagegen gefällt die Serie in den Punkten Soundtrack, Synchronisation und Stilismus sehr. Trotz der Schwächen, vergebe ich für die erste Tokyo Ghoul Staffel die Wertung sehenswert, da die Haupthandlung genug Motivation bietet, um sich zum Schluss dranzubleiben.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, MrKritzi

Dracula (Netflix Original Miniserie) | Review

Vampire! Vermutlich die populärsten und wandelbarsten Figuren des Horrorgenres überhaupt. Älter als das Medium Film flattern die unoten Blutsauger seit Jahrzehnten über Kinoleinwände und heimische Bildschirme.

Den großen Vampirboom ausgelöst hat allerdings der Roman Dracula von Bram Stoker. Auf diesem Werk basieren unzählige Filme aber auch die 2020er Netflix Miniserie, die den Stoff auf eine sehr interessante Art adaptiert!

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Die Handlung der Miniserie lässt sich in drei Akte einteilen.

Akt 1 wird aus der Sicht Johnathan Harkers erzählt, der im Auftrag seiner Kanzlei das Schloss Graf Draculas besucht, um seinen Kauf von Gründstücken in England abzuschließen, sowie ihm beim Umzug zu assistieren. Dabei gerät Johnathan in die grausame Gefangenschaft des Grafen und wird von diesem ausgesaugt. Nach seiner Flucht berichtet er in einem Kloster von seiner Tortur, muss sich dann aber mit den Nonnen dem Grafen stellen …

In Akt 2 befindet sich Dracula auf der Demeter in Richtung England. Dort tötert er nach & nach die Besatzung, sowie die Passagiere, möchte dabei aber vorläufig seine Identität schützen …

Der dritte Akt spielt in der Gegenwart des Jahres 2020 und behandelt in Nuancen den Aufenthalt Graf Draculas in England, sowie seine Besessenheit von Lucy Westenra und dem Aufeinandertreffen mit Doktor Seward. Hier ist auch das Finale angesiedelt und die größte Angst von Dracula wird thematisiert …

Die Dracula Miniserie ist eine sehr interessante Adaption des Romans, die sich allerdings nicht auf das Horrorgenre allein fokussiert, sondern verschiedene Genres miteinander zu kombinieren versucht, was über weite Strecken sehr gut funktioniert. Im Zentrum der Serie steht Dracula, dessen optisches Design stark an die populären Filme der 70er mit Christopher Lee erinnert. Darsteller Claes Bang geht in seiner Rolle als charismatischer Blutsauger voll auf und schafft den Spagat zwischen sympathischen Schurken und grausamen Monster hervorragend.

Er schafft es auch, das Interesse immer oben zu halten, was der Vampir mit Stil als Nächstes vor hat. Ihm Gegenüber steht eine kleine Gruppe an Figuren, wobei Dolly Wells als Agatha van Helsing/Zoe Helsing dem Graf über ein Jahrhundert lang als erbitterter Gegenspieler das Leben schwer macht.

Genretechnisch nutzt Dracula Elemente aus den Segmenten Horror, Drama und Thriller, sowie humoristische Elemente. Besonders zum Finale hin erinnert die Serie stark an Sherlock, was nicht überraschend ist, da beide Serien vom kreativen Team geschrieben wurden. Durch den Genremix bleibt die Serie durchgehend frisch und weiß bis zum Ende hin zu gefallen, geht dabei aber auch einen ähnlich Weg wie der 1992er Dracula und macht aus dem Blutsauger einen eher tragischen Charakter.

Alles in allem ist Dracula eine interessante Miniserie, die das Subgenre des Vampirfilms nicht neu erfindet, aber qualitativ sehr zu gefallen weiß, dank eines hervorragenden Dracula-Schauspielers und eines unterhaltsamen Genremix. Fans von Vampiren sollten dieser Serie eine Chance geben, aber auch alle anderen sollten einen Blick riskieren, da diese Miniserie mehr als einmal zu überraschen, schockieren und belustigen weiß!

Daher vergebe ich für Dracula die Wertung sehenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, MrKritzi

Superbros Staffel 3.2/E3: Rückblick Serienjahr 2019 | Podcast

Anm.: Beim schneiden/bearbeiten des Beitrags ist mir aufgefallen, dass viele Serien ausgelassen wurden (aus Versehen oder Blödheit) aber ich werde die entsprechenden Links hier einfügen!

Weiterführende Rezensionen

Amazon

Undone Staffel 1

Lore Staffel 2

Jack Ryan Staffel 2

The Boys Staffel 1

Netflix

The end of the f****ing World Staffel 2

Marianne Staffel 1

Kingdom Staffel 1

Norsemen Staffel 1 & 2 (nicht erwähnt)

Love, Death + Robots Staffel 1

Dark Staffel 1

The Rain Staffel 2

Z Nation Staffel 4

Z Nation Staffel 5

Black Summer Staffel 1

Van Hesling Staffel 3 (nicht erwähnt)

Diablero Staffel 1 (nicht erwähnt)

Sex Education Staffel 1

Shudder

True Horror Staffel 1 (nicht erwähnt)

Beyond the Walls Staffel 1

Sonstiges

Made in Abyss Staffel 1 (nicht erwähnt)

The Exorcist Staffel 1 (nicht erwähnt)

One Punch Man Staffel 1 (nicht erwähnt)

Game of Thrones Beitrag 1

Game of Thrones Beitrag 2

Z Nation Staffel 5 | Review

Wir haben das Ende der Straße erreicht. Mit Z Nation Staffel 5 endet eine der besten, trashigsten, emotionalsten und unterhaltsamsten Serien, die ich jemals gesehen habe!

Weitere Serien Reviews

Black Summer Staffel 1 Review

Jack Ryan Staffel 1 Review

Kingdom Staffel 1 Review

Spuk in Hill House Review

Beyond the Walls Staffel 1 Review

Recap Staffel 1 bis 5:

Drei Jahre sind seit dem Ausbruch der Zombieapokalypse vergangen. In einem der letzten intakten Labore wird fieberhaft an einem Gegenmittel gearbeitet. Der Häftling Murphy trägt die Heilung für das Virus in sich und wird wegen der Zerstörung des Labors und somit aller dortigen Forschungen zur letzten Hoffnung der Menschheit. Eine Gruppe von Soldaten, die kurz nach Handlungsbeginn von einer Gruppe Überlbender abgelöst wird, soll Murphy nach Kalifornien bringen, da dort ein weiteres Labor ist.

Die Gruppe, im Kern bestehend aus Murphy, Lt. Roberta, Tommy 10k, Doc und Addy (die Besetzung wechselt im Laufe der Serie manchmal), macht sich auf den beschwerlichen Weg nach Kalifornien. Dabei wird das Team per Funk von Citizen Z unterstützt und muss gegen zahlreiche Gefahren ankämpfen, den „Dritten Weltkrieg“ überleben, sich mit den Menschen der scheinbaren Utopie Zona herumschlagen und gegen ein Drogenkartell kämpfen. Murphy wird dabei immer mehr klar, wie wichtig er für die Menschen wird und ernennt sich selbst zum Messias, der die Menschen in eine glorreiche Zukunft führen wird.

Durch all diese Abenteuer wächst die Gruppe immer mehr zusammen und nach Murphys Rückkehr zum Team machen sie sich auf den Weg, um die biologische Waffe „Schwarzer Regenbogen“ zu stoppen. Als dies nicht geschafft wird, beginnt erneut eine Ära für die Menschen …

Z Nation Staffel 1

Z Nation Staffel 2

Z Nation Staffel 3

Z Nation Staffel 4

Die Welt hat sich verändert seit der schwarze Regenbogen die Zombieplage eigentlich hätte ausrotten sollen. Anstatt die Untoten zu töten wurde ihr Bewusstsein reaktiviert. Somit wurden aus vielen Zombies sogenannte Talker, sprich Zombies mit Bewusstsein. Um nicht wieder zu Bestien zu werden, essen die Talker „Kekse“ mit geheimen Zutaten. Gleichzeitig entsteht eine neue Nation, Newmerica, in der Menschen und Talker friedlich miteinander zusammenleben sollen. Als jedoch an einem Wahltag ein Terroranschlag verübt wird entbrennt ein Konflikt zwischen Menschen und Talkern, in dessen Zuge auch der Vorrat an Keksen gefährlich schwindet. Das Team der ehemaligen Operation Bisswunde, Doc, Roberta, Tommy 10k und Murphy macht sich mit neuen Verbündeten auf, um das Geheimnis hinter den Keksen zu lüften und die Entstehung von Newmerica doch noch erfolgreich zu ermöglichen …

Das größte Problem aller Zombie-Serien ist der würdige Abschluss. Wie soll man eine Prämisse wie die Zombie-Apokalypse zufriedenstellend beenden? In dem das Ende der Welt niemals ein Ende findet, aber etwas neues erschaffen wird und genau das macht die fünfte Staffel von Z Nation. Zum letzten Mal rückt das Team zu einer gefährlichen Mission aus, mit neuen aber auch alten Gefährten, was den Nostalgiefaktor nochmal nach oben treibt.

Loben muss ich die Staffel für die erneute Kreativität und den allgegenwärtigen Irrsinn. Die Ideen mit Zombies, die über ein Bewusstsein verfügen, mag nicht neu sein, aber eine Nation, in der beide „Spezies“ zusammenleben und das Bewusstsein an eine Art Medikament gekoppelt ist, bedarf einer gewissen Kreativität. Dazu kommen immer wieder absurde Einlagen, oder teils irrsinnger Humor, der jedoch auch den Charme der Serie ausmacht.

Ebenfalls loben muss man die Besetzung. Besonders Kellita Smitha (Robert Warren), Keith Allan (Murphy), Nat Zang (Tommy 10k) und Russel Hodgkindson (Doc) liefern eine tolle Performance ab, die sie auch gleichzeitig zu den Aushängeschildern der Serie macht.

Zusammengefasst bildet Z Nation Staffel 5 einen sehr unterhaltsamen Abschluss der trashig-dramatisch-unterhaltsamen Zombieserie, die erneut durch eine Mischung aus Horror, Trash, Humor und einer etwas tiefgründigen Story zu begeistern weiß. Dazu kommt ein gemeiner Cliffhanger, der Lust auf mehr macht, aber wir haben hier das Ende des Weges erreicht. Mit Z Nation Staffel 5 endet eine der besten und abgedrehtesten Zombieserien überhaupt, aber es war unterhaltsam, dem Team bis zum Ende zu folgen.

Daher vergebe ich für Z Nation Staffel 5 die Wertung sehenswert+!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns um nächsten Beitrag!

Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter

Was The Boys Staffel 1 so gut macht! | Gedankenspiel

Vor kurzem habe ich die erste Staffel von The Boys auf Amazon Prime Video beendet und ich bin ehrlich gesagt sehr begeistert von dieser Serie. Sei es nun die Handlung, die Figuren oder die angesprochenen Themen. The Boys hat durchaus das Potenzial den Blickwinkel auf Comicverfilmungen zu verändern wie es beispielsweise Deadpool 1 & 2, Logan getan oder Dredd und Hellboy versucht haben.

Heute möchte ich die Serie allerdings nicht rezensieren, das hebe ich mir für einen Podcast (Spoiler Ende) auf. Viel mehr möchte ich auf drei Punkte eingehen, die die Serie so besonders und mitunter anders macht als andere Comicverfilmungen. Zuerst jedoch ein paar trockene Fakten.

The Boys ist eine Comicverfilmung (1 Staffel mit 8 Folgen) die exklusiv auf Amazons Streamingplattform (Prime Video) zu sehen ist. Die Serie ist basiert auf den gleichnamigen Comics von Garth Ennis, der besonders für seine langen Arbeiten an The Punisher bekannt ist und diese Figur wohl am meisten geprägt hat.

Das SETTING & das HELDENBILD

The Boys ist unserer realen Welt angesiedelt aber mit dem Unterschied, dass es Superhelden gibt die Menschen beschützen, Verbrecher jagen und teil einer gigantischen Vermarktungsmaschine des Konzerns Vought. Die Helden haben Werbeverträge, enorm viel Merchandise, treten in Filmen/Serien/TV Shows auf und sind allgemein Top-Stars sondergleichen. Doch hinter der Fassade der strahlenden Helden und Promis verbirgt sich etwas Dunkleres. Viele Helden sind von ihrer Macht korrumpiert worden. Es fehlt ihnen an Empathie und der Fähigkeit zum Krisenmanagment.

Stattdessen sind viele von ihnen Arrogant, grausam, überheblich und scheren sich kaum um die Sicherheit der normal sterblichen. Kollateralschäden oder gar verstümmelte Zivilisten sind für einen Großteil der Superwesen eher lästig als tragisch. Außerdem frönen viele von ihnen teils obskuren Perversionen. Auf der anderen Seite sind viele Helden innerlich ebenso gebrochen, wie sie korrumpiert sind. Desillusionierung, Leistungsdruck, Drogensucht und ein gebrochenes soziales Leben begleiten die Helden ebenso wie ihre eigenen Laster. The Boys erschafft ein sehr interessantes Bild von Superhelden, die nach Außen hin strahlend sind aber innerlich fast vollständig verdorben oder gebrochen. Die Serie nimmt auch mehr als genug Zeit, um in die Abgründe der Helden einzutauchen und aufzuzeigen, was eigentlich alles schiefläuft.

Die GESELLSCHAFTSKRTIK

The Boys ist eine ziemlich schonungslose Serie und ebenso schonungslos wird das maßlose feiern und huldigen von Celebrities in unserer realen Welt kritisiert. Auch wenn erzählerisch mehr dahintersteckt so sind die Superwesen in erster Linie ein Produkt ihrer Umwelt. Sie sind mit unglaublicher Macht ausgestattet und werden wie Götter verehrt. Somit ist es nicht überraschend, dass so viel Macht & Einfluss zwangsläufig zur Korrumpierung führt.

Interessant ist auch der Einfluss der Helden in den diversen Bereichen. Es gibt Helden, die strenggläubige Menschen ansprechen, da sie von „Gott“ gesendet wurden oder auch Umweltaktivisten sowie sportliebende. Eigeninitiativen der Superwesen gibt es dabei kaum und werden auch nicht gern vom Superkonzern Vought.

Ein anderes Thema ist der Terrorismus und indirekt wie sich die USA ihre Feinde selbst heranzüchten. Nein die Superhelden werden keine Terroristen! Dies gehört zu den interessantesten Twists in der Staffel und zeigt, wie Vought langsam Gefahr läuft die Kontrolle über die Superwesen zu verlieren.

Die Persiflage

The Boys steckt voller bitterbösen Persiflierungen. Bestes Beispiel sind die Seven, das The Boys Äquivalent zur Justice League, nur in einer überzogenen, korrumpierten Form. Homelander, der Anführer, ist eine menschenverachtende Version von Superman, bei dem man sich gern die Frage stellt, wer ihn aufhalten sollte? Er ist quasi Gott im The Boys Universum und einmal von der Kette gelassen kann ihn niemand mehr aufhalten.

Besondere Erwähnung findet The Deep aka Kevin, eine Persiflage auf Aquaman, da dieser Held auch als erster die Verdorbenheit der Heldengemeinschaft aber im Verlauf der Staffel die meiste Tiefgründigkeit zeigt.

Ein weiteres Beispiel für die bösartigen Persiflierungen ist der Konzern Vought, der offensichtlich auf den Disney-Konzern anspielt und man merkt schon gewisse Parallelen, besonders in Bezug auf die Vermarktung der Helden.

Ich erachte The Boys für eine hervorragende und wichtige Serie, da die Herangehensweise an das Thema Superhelden äußerst interessant ist, die Figuren vielschichtig sind und ähnlich wie in Deadpool/Logan der Gewaltgrad überzeichnet hoch ist. Das Werk als Serie umzusetzen macht sich auf jeden Fall bezahlt und gerade das Genre der Comicverfilmungen braucht mehr Varianz als „nur“ die klassischen Superheldengeschichten.

Ich freue mich jetzt schon die Serie in einem kommenden Podcast genauer zu besprechen, kann aber zu diesem Zeitpunkt bereits eine klare Empfehlung aussprechen!

Das wars von meiner Seite. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns im nächsten Beitrag!

The Exorcist Staffel 1 | Review

Name: The Exorcist
Originaltitel: The Exorcist
Staffeln: 2
Episoden: 20 in 2 Staffeln
Sender: Fox
Genre: Horror, Drama

Horrorserien sind schon was Tolles. Die Handlung hat viel Zeit sich zu entfalten und die Atmosphäre kann mit wesentlich mehr Zeit aufgebaut werden. Eher per Zufall habe ich mir in einem Rutsch die erste „The Exorcist“ Staffel angesehen. Die Serie ist gut, hat aber ein Problem aber lasst mich weiter ausholen.


Kernfakten zur Serie:

Name: The Exorcist

Originaltitel: The Exorcist

Staffeln: 2

Episoden: 20 in 2 Staffeln

Sender: Fox

Genre: Horror, Drama


Handlung: Das schleichende Böse

Im Haus der Familie Rance gehen seltsame Begebenheiten vor sich. Angela, Mutter von zwei Töchtern und Frau eines Mannes, der sich von einer Gehirnerkrankung erholt, hört in den Wänden Geräusche und bemerkt seltsame Bewegungen der Einrichtungsgegenstände.

Die religiöse Frau vermutet einen Dämon in ihrem Heim, der von ihrer Tochter Katherine, die den Tod einer Freundin bei einem Autounfall verarbeitet, Besitz ergriffen hat. Nach langen flehen bei der Kirche erhält sie Unterstützung vom Priester Tomas und dem Exorzisten Marcus. Als sich herausstellt, wer in der Familie Rance besessen ist überschlagen sich die Ereignisse und eine Verschwörung, die einen Papstbesuch behandelt, wird teil des Plots. Die dämonischen Mächte scheinen unbesiegbar zu sein …

Meine Meinung zur Staffel

Die Serie ist nicht wirklich gruselig, aber das ist kein großes Problem, da die Handlung die wahre Stärke von The Exorcist ist. Zumindest über weite Teile der Staffel. The Exorcist ist ein Sequel zum Kultfilm The Exorzist aus dem Jahr 1973 und diese Verknüpfung macht einen der größten Reize aus, da so ein hervorragender Twist in die Mitte der Staffel gebracht werden kann. Durch diesen Twist wird auch das Verhältnis der Figuren teilweise verändert, was frischen Wind in die Geschichte bringt.

Leider ist der Nebenstrang um die Verschwörung gegen den Papst zu viel des Guten. Diese Nebengeschichte würde eher in einen Hellblazer Comic passen und sorgt nur für eine dezente Überladung der Staffel. Das ist besonders schade, wenn man das gelungene „world building“ der Serie betrachtet. Man erfährt viel über die Figuren und die religiös geprägte in der sie leben.

Neben der Handlung bietet die Serie einige sehr interessante Figuren wobei Pater Tomas und der Exorzist Marcus die Speerspitze bilden. Beide Figuren haben ebenso wie die Schauspieler eine perfekte Chemie miteinander. Die emotionale Bromance zeigt auch, wie viel Zeit sich die Serie nimmt, um die wichtigen Figuren zu entwickeln.

Abseits davon sind die Spezialeffekte für eine Serie, großteils, sehr solide und qualitativ besser als in den meisten Filmen des Exorzismus Franchise. Leider ist der Soundtrack eher unpassend und so manche Darstellung der Besessenheit wirken unfreiwillig komisch.

Fazit

Alles in allem ist die erste Staffel von The Exorcist äußerst solide und ignoriert glücklicherweise alle Filme nach Teil 1. Obwohl die Staffel zum Schluss hin etwas abbaut, sind die ersten beiden Drittel sehr spannend und setzen wohl platzierte Twists. Auch wenn die Serie nicht wirklich gruselig ist, hat sie einiges zu bieten und weiß durchaus zu unterhalten. Daher vergebe ich für The Exorcist Staffel 1 die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Z Nation Staffel 4 | Review

Name: Z Nation

Originaltitel: Z Nation

Staffeln: 5

Episoden: 69 in 5 Staffeln

Sender: Syfy, Amazon, Netflix

Genre: Horror, Drama

Z Nation gehört für mich zu den besten Serien, die ich jemals gesehen habe und mir gefällt die Serie auch besser als The Walking Dead. Das hat einen ganz simplen Grund; Z Nation traut sich auch mal vom klassischen Zombie-Szenario wegzugehen und kreative sowie abgedrehte Ideen umzusetzen!


Kernfakten zur Serie

Name: Z Nation

Originaltitel: Z Nation

Staffeln: 5

Episoden: 69 in 5 Staffeln

Sender: Syfy, Amazon, Netflix

Genre: Horror, Drama


Was bisher geschah …

3 Jahre sind seit dem Ausbruch der Zombie-Apokalypse (inklusive dem tödlichen schwarzen Sommer) vergangen. Murphey, ein ehemaliger Gefangener, der den Impfstoff gegen das Virus in seinem Körper trägt, soll zum letzten aktiven Labor gebracht werden. Zusammen mit einer Gruppe Überlebender beginnt Murpheys Odyssee zur Westküste auf der zahllose Gefahren auf die Gruppe warten.

Am Ende ihrer Reise beschließt eine neue Welt erschaffen zu wollen in der die Menschen immun gegen das Virus sind und will nicht mehr ausgenutzt werden.

Dieser Plan scheitert, die Gruppe wird zersplittert und Murphey wird zusammen mit seiner Gefährtin Roberta nach Zona, einem Paradies ohne Zombies, verschleppt.

Anmerkung: Das ist wohl die rudimentärste Zusammenfassung, die möglich ist aber wer lesen will folgt diesen Links:


Handlung: Nach der Apokalypse ist vor der Apokalypse

Zwei Jahre später …

Nach ihrer geglückten Flucht aus Zona finden Murphey und Roberta mit dem Rest ihrer alten Truppe (Tommy 10k, Doc, Lucy und dem Neuzugang Lilly) zusammen. Viel Zeit für die Wiedersehensfeier bleibt aber nicht, da Roberta von Visionen vom Ende der Welt geplagt wird. Erneut begibt sich die Truppe auf eine Odyssee, jedoch geht es dieses mal tatsächlich um die Rettung der gesamten Welt.

Der schwarze Regenbogen naht und mit ihm der Tod …

Meine Meinung zur Staffel

Staffel 4 verlässt sich erneut auf die größte Stärke der Serie, nämlich die Abenteuer der Truppe während ihres Road-Trips um irgendeine Mission zu erfüllen. Obwohl es immer wieder lustige Momente ist der Ton allgemein düsterer und jede Figur muss in irgendeiner Form Abschied von einer geliebten Person nehmen.

Weiters werden die Zombies erneut weiterentwickelt, was zeigt, wie sich die Welt verändert hat. Fast 10 Jahre sind seit Beginn des Virusausbruchs vergangen und die Welt liegt in Trümmern, obwohl hier und da die Rückkehr der Zivilisation angedeutet wird.

Ein großes Lob verdient die Besetzung, die sich voll und ganz in ihre Rollen eingelebt haben. Nicht nur, dass Figuren wie Tommy 10k oder Doc äußerst einprägsam sind, sondern sie haben auch eine interessante Entwicklung seit Folge 1 gemacht. Weiters ist die Serie wieder sehr kreativ und besticht durch einige interessante Ideen.

Fazit

Alles in allem ist Z Nation auch in der vierten Staffel immer noch sehr stark und besticht durch einprägsame Figuren, eine spannende Rahmenhandlung und den Mut kreative Ideen zu nutzen, um die Serie aus der Masse des Zombies-Genres hervorzuheben. Die Reise um das Ende der Welt abzuwenden entwickelt sich zur Bewährungsprobe für die Gruppe, die durch zahlreiche Gefahren aneinander geschweißt wurde. Daher vergebe ich für Z Nation die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

The Exorcist Season 1 | Review [english review #2]

Name: The Exorcist
Seaons: 2
Episodes: 20 in 2 seasons
Sender: Fox
Genre Horror, Drama

My girlfriend and i like horrormovies. Also we like tv series. Luckily we found The Exorcist, a direct sequel to The Exorcist but ignoring the other movies. Whether the series is worth seeing or qualitatively the same as the rest of the franchise you will now learn!


Core facts about the series:

Name: The Exorcist

Seaons: 2

Episodes: 20 in 2 seasons

Sender: Fox

Genre Horror, Drama


Story synopsys

Strange events are going on in the Rance family house. Angela, mother of two daughters and wife of a man who is recovering from my brain disease, hears sounds in the walls and notices strange movements of the furnishings. The religious woman suspects a demon in her home, who has seized her daughter Katherine, who processed the death of a friend in a car accident. After long prayers at the church she receives support from the priest Tomas and the exorcist Marcus. When it turns out who is obsessed with the Rance, the events roll over and a conspiracy that deals with a Pope’s visit becomes part of the plot. The demonic powers seem invincible …

My opinion

The series is not really scary, but that’s not a big deal because the action is the true strength of The Exorcist. At least over much of the season. The Exorcist is a sequel to the 1973 cult movie The Exorcist, and this link is one of the biggest charms in bringing such a great twist into the middle of the season. This twist also partially changes the relationship of the characters, bringing a breath of fresh air to the story.

Unfortunately, the sideline to the conspiracy against the Pope is too much of a good thing. This side story would fit more in a Hellblazer comic and provides only for a subtle overload of the season.

That’s a shame if you look at the successful „world building“ of the series. You learn a lot about the characters and the religious life in which they live. In addition to the action, the series offers some very interesting figures with Father Tomas and the Exorcist Marcus spearhead. Both characters and the actors have a perfect chemistry with each other. The emotional Bromance also shows how much time the series takes to develop the important characters.

Apart from that, the special effects for a series are largely, very solid and qualitatively better than in most films of the exorcism franchise. Unfortunately, the soundtrack is rather inappropriate and some portrayals of obsession seem involuntarily funny.

Conclusion

All in all, the first season of The Exorcist is extremely solid and fortunately ignores all the movies after Part 1. Although the season finishes off at the end, the first two-thirds are very exciting and put well-placed twists. Although the series is not really scary, it has a lot to offer and a lot to talk about. Therefore, I forgive the rating worth seeing for The Exorcist season 1!

That’s it from my side. We read in the next post!

Game of Thrones Staffel 8: Die ersten 5 Episoden | Gastbeitrag

Danke an meine Schwester Nicole von kreuzweise.blog für diesen tollen Gastbeitrag! 😍😊


Was haben wir gewartet!

Nach zwei langen Jahren kam endlich die Erlösung. Die finale Staffel von Game of Thrones ging am 14. April, zumindest für Amazon Prime Kunden, on air.

Das Ende von Staffel 7 ließ reichlich Platz für Spekulationen offen und so habe ich dieses Datum beinahe herbeigesehnt! Vorsicht! Ab hier wird gespoilert was das Zeug hält.

Folge 1: Winterfell

Im Grunde passiert nicht viel.

Die Toten haben die Mauer durchbrochen und ziehen gegen Winterfell. Ebendort trifft Königin Daenerys Armee ein und stößt nicht grade auf Wohlwollen seitens der Nordmänner. Die Stark-Kinder erfreuen sicher einer Familienvereinigung. Cersei, welch Überraschung, lügt. Euron Graufreud spielt ein Machtspielchen, Yara Graufreud wird errettet und verschwindet in Richtung Eiseninseln. Theon Graufreud findet seine Eier!

Nebstbei wird Drachenglas geschmiedet, um sich auf die lange Nacht vorzubereiten.

Arya trifft auf ihren ehemaligen Erzfeind Sandor Clegane und schäkert mit Robert Baratheons Bastard Gendry.

Die Verbündeten des Nordens fallen um wie die Dominosteine ob der Tatsache, dass ihr König nicht so gern König sein will, sondern einer Targaryen folgt.

Samwell Tarly erfährt, dass Daenerys seine Familie dahingerafft hat, dafür erzählt er Jon Schnee von dessen wahrer Herkunft und versucht ihn zu überzeugen von seinem Thronrecht Gebrauch zu machen. Jon ist semibegeistert.

Jaime Lannister trifft in Winterfell ein und trifft auf Bran Stark.

 

Folge 2: Ein Ritter der sieben Königslande

 

Jaime ist also in Winterfell angelangt und wird gleich mal von Daenerys ausgeschimpft, weil Königsmörder. Sansa ist auch nicht grade angetan ob seiner Anwesenheit aber Brienne von Tarth, die kühle Blonde, verbürgt sich für ihn und Sansa erlaubt ihm zu bleiben. Was widerum Daenerys nicht schmeckt, immerhin ist sie die Königin und Lady Stark hat ihre Autorität untergraben. Der Beginn eines verzichtbaren Zickenkriegs. Theon taucht auf und will mitspielen.

Derweilen gehen die Vorbereitungen zum Tag X munter weiter. Winterfell macht sich fit! Pläne werden geschmiedet wie man den übermächtigen Nachtkönig austricksen könnte. Aber im Grunde ist man sich einig, dass die Aussichten eher bescheiden sind. Jon ist unsicher ob er Daenerys verraten soll, dass er eigentlich ihr Neffe ist. Ansonsten wird in dieser Folge viel in Erinnerungen geschwelgt, getrunken und weiter geschwelgt. Lady Brienne wird noch schnell zum Ritter geschlagen. Sie freut sich! Arya hält es für den richtigen Zeitpunkt ihre Unschuld zu verlieren, warum ausgerechnet an Gendry weiß man nicht, aber bitte. Jon offenbart seine wahre Herkunft dann doch noch und stellt damit die Thronfolge infrage. Just in diesem Moment treten die Toten auf den Plan und die längste Nacht beginnt.

 

Folge 3: Die lange Nacht

 

Zur Halbzeit der Staffel kommt es also schon zur ersten, großen Schlacht. Diese so wichtige Folge ist leider sehr schnell zusammengefasst.

Es ist finster und die Menschen gewinnen. Was würde man sonst auch mit den restlichen drei Folgen anfangen. Die rote Frau taucht wieder auf und zaubert etwas Feuer herbei, was die Szene grundsätzlich erhellt aber die Folge trotzdem nicht rettet. Als eingeschworener GoT Fan hatte man in den Kampf der Lebenden gegen die Toten große Erwartungen gesetzt. Diese werden leider nicht erfüllt. Ja natürlich, ein Riesengemetzel, viel Feuer, viel Blut aber ehrlich, ich hatte mir mehr erwartet. Am Ende wird der Nachtkönig, fast am Ziel seiner Träume angelangt, von Arya Stark eher nebenbei gemeuchelt und das wars! Der übermächtige Feind ist besiegt. Nicht ohne Opfer auf der Menschenseite. Aber alles in allem: außer Spesen nix gewesen.

 

Folge 4: Die letzten der Starks

 

Die gute Nachricht ist, es ist wieder hell. In Winterfell verabschiedet man mit großem Aufwand die Gefallenen. Komischerweise hat man das Gefühl, die Schlacht wäre von den Machern in erster Linie dazu genutzt worden, sich von ein paar Charakteren zu verabschieden.

Die siegreiche Königin Daenerys nutzt das gemeinsame Abendessen dazu, aus dem Bastard Gendry schnell mal einen Lord zu machen, was ihr höchstwahrscheinlich seine ewige Verbundenheit sichert. Schlaues Mädchen. Gendry nutzt seinerseits seinen Lauf und bittet Arya um ihre Hand, aber die möchte sie lieber behalten. Es wird gefeiert und wieder getrunken, Brienne landet nach einem Trinkspiel mit Jaime in den Federn. Daenerys ist sich ihrer Stellung unsicher und wittert an jeder Ecke Verrat und Missgunst. Der bisher eher sympathische Charakter der Sprengerin der Ketten wirkt zunehmend wirr.

Tags darauf gibts erst mal Lagebesprechnung und da kommen schon die ersten Unstimmigkeiten ob der weiteren Vorgehensweise. Die Toten sind geschlagen, jetzt gehts den Lebenden, allen voran Cersei, an den Kragen. Daenerys will lieber gleich, Sansa ist dagegen, Jon in der Zwickmühle. Aber die Königin setzt ihren Willen durch und lässt den kläglichen Rest ihrer Armee gegen Königsmund ziehen. Der Starksche Familienrat tagt, die Schwestern äußern ihre Bedenken was den Schlachtplan betrifft woraufhin Jon seine Herkunft offenbart und seinen Schwestern, oder eigentlich seinen Cousinen, das Versprechen der Geheimhaltung abnimmt. Sansa plaudert es aber quasi sofort aus.

Das freie Volk verabschiedet sich unter der Führung von Tormund wieder gen Norden, Jon gibt ihm vorsichtshalber gleich mal seinen heißgeliebten, treuen Wolf mit. Warum? Man weiß es nicht. Es ist überhaupt die Folge der Abschiede, die aber alle sehr schnell und beinah emotionslos abgehandelt werden. Wieder hat man das Gefühl, die Macher würden versuchen möglichst schnell ein paar Leute loszuwerden. Sehr schade.

Die Unbefleckten segeln nach Sturmkap, also halt heim. Daenerys reitet mit ihren Drachen mit. Dort wartet dummerweise die Eiserne Flotte. Blöde Geschichte aber irgendwie halt schon vorhersehbar. Euron schießt einen von Daenerys geliebten Drachen vom Himmel, zieht sich damit den uneingeschränkten Zorn der Königin zu und lässt auch sonst kein gutes Haar an der ohnehin schon geschwächten Truppe. Missandei wird gefangen genommen und nach Königsmund gebracht.

Euron gibt mit seinem Erfolg an, Cersei jubelt ihm Jaimes Kind unter. Daenerys ist richtig, richtig sauer und hat den fixen Plan Königsmund in Schutt und Asche zu legen. Immer wieder wird besprochen wer denn nun eher als Thronfolger geeignet wäre, Jon oder Daenerys. Ganz nebenbei zeigt Dany immer öfter eindeutig wahnsinnige Tendenzen. Manches liegt einem halt einfach im Blut, da kann man nix machen!

Jaime reitet nach Königsmund, Brienne ist darüber betrübt. Cersei ist sehr siegessicher. Kapitulationsverhandlungen scheitern und Missandei verliert den Kopf. Dany ist richtig, richtig, richtig sauer.

 

Folge 5: Die Glocken

 

Königin Daenerys hat sich nach Sturmkap zurückgezogen und trauert. Lord Varys kanns nicht lassen und will Jons wahre Herkunft ausplaudern. Tyrion bemerkts und verpetzt ihn, was Varys das Leben kostet. Zack! Wieder einer weniger. Jon ist indessen recht stur und beharrt darauf, kein Interesse am Eisernen Thron zu haben. Dany fühlt sich verraten und betrogen. Eigentlich von allen. Jon weist sie dann auch noch zurück und das Unheil nimmt seinen Lauf. Tyrion bittet für die Einwohner von Königsmund um Gnade doch Daenerys scheint entschlossen, keine Gnade walten zu lassen. Man erkennt eine gewisse Verbitterung. Jaime wird auf dem Weg nach Königsmund von Danys Truppen gefasst und in Gewahrsam genommen.

Die Armee sammelt sich vor den Toren von Königsmund und der Angriff steht kurz bevor. Des nächtens machen sich Sandor Clegane und Arya Stark auf den Weg in die Stadt, um ihre persönlichen Rachefeldzüge zu einem Ende zu bringen. Tyrion befreit seinen Bruder und der macht sich auf den Weg seine Schwester aus der Stadt zu holen.

Tja und dann fallt den Königsmundern eigentlich eh ziemlich gleich der Himmel auf den Kopf. Ein Drache, ist ein Drache, ist ein Drache. Zuerst nimmt sich Daenerys die Eiserne Flotte vor und vernichtet sie bis auf das letzte Beiboot. Die Vernichtung der Geschütze auf der Stadtmauer steht als nächste an und da wird gleich mal alles und jeder angezündet der zufällig im Weg ist. Cersei beobachtet das Spektakel von ihrem scheinbar sicheren Roten Bergfried aus und will der Tatsache, dass die Stadt und sie selbst verloren sind, nicht ins Auge sehen. Gerade als man denkt, das Gemetzel hat ein Ende, weil die Stadt sich ergibt und die Glocken geläutet werden, überkommt Daenerys Targaryen die blinde Wut und Verzweiflung und entlädt sich mit dem Feuer ihres letzten Drachens.

Jaime trifft bei seinem Vesuch in den Roten Bergfried zu kommen auf Euron, man gerät sich in die Haare und einer stirbt.

Cersei muss sich eingestehen, dass der Rote Bergfried nicht mehr sicher ist und flieht mit ihrer Hand Qyburn und dem Berg, Gregor Clegane. Sandor Clegane und Arya sind indes schon recht weit in den Bergfried vorgedrungen, alles bröckelt und droht einzubrechen aufgrund der permanenten Befeuerung mit Drachenfeuer. Der Bluthund schickt Arya weg und tritt seinem Bruder gegenüber. Der ewige Bruderzwist findet sein Ende in den Flammen des Bergfrieds und so ist wieder ein Erststaffelcharakter weg. Jaime findet Cersei und versucht ihrer beider Leben, und das ihres gemeinsamen ungeborenen Kindes, zu retten. Der Weg zum rettenden Boot ist aber verschüttet und so finden die Zwillinge ein gemeinsames Ende als der Rest des Gewölbes auch noch einstürzt. Zumindest vermute ich das mal so. Also nochmal zwei Hauptcharaktere und die wichtigste Widersacherin von Dany aus dem Drehbuch geschrieben.

Arya will aus der Stadt flüchten, was sich durch die andauernden Angriffe des Drachens aber als schwierig herausstellt. Am Ende überlebt sie dennoch, freundet sich mit einem Pferd an und reitet in den Sonnenuntergang.

 

Fazit

Nach fünf der veranschlagten sechs Folgen der finalen Staffel, fragt man sich schon was nun noch kommt. Die Macher der Serie haben es innerhalb von ein paar Folgen geschafft den Mythos an die Wand zu fahren. Zu viele der zuerst liebevoll über viele Staffeln aufgebauten Charaktere werden in Windeseile aus der Geschichte geschrieben, oft ohne Sinn oder erkennbaren Grund. Die Handlung verliert sich in unüberschaubaren Massakern.

Was bleibt nun noch?

Königsmund ist zerstört. Das Haus Stark ist noch ganz gut aufgestellt. Sansa und Bran weilen im sicheren Norden, Arya und Jon konnten aus Königsmund fliehen. Welchem Haus man Jon nun zuschreiben kann ist ungewiss.  Ich nehme aber an, dass er die Loyalität zu seiner Tante nach deren wahnsinnigem Vorgehen überdenkt. Tyrion ist der letzte Lennister und scheint recht unglücklich mit seiner Position als Hand von Königin Daenerys, deren einziger Trumpf ihr verbliebener Drache ist.

Wie kann es weitergehen?

Ja das ist die große Frage. Fraglich ist aber auch ob das noch irgendwen interessiert! Wer letztendlich auf dem Eisenen Thron sitzt, der übrigens zumindest verschüttet, wenn nicht gar zerstört ist, verliert nach den fünf Folgen an Bedeutung. Wird Jon über seinen Schatten springen? Dann müsste er aber noch seine Tante samt ihrem Drachen um die Ecke bringen. Oder triumphiert Daenerys Targaryen in ihrem Wahnsinn und macht ihrem Namen alle Ehre als neue irre Königin? Der Norden steht hinter Jon, das ist klar. Welche Verbündeten Dany nach dem Gemetzel in Königsmund die Treue halten, bleibt abzuwarten. Welches Schicksal die sieben Königslande auch erwartet, es ist schon gut, dass es nach dieser Staffel ein Ende hat. Zumindest das, haben die Macher der Serie fabelhaft hinbekommen.

Als sich Game of Thrones für mich erledigt hat … | Storytime/Gedankenspiel

Ich mag Game of Thrones und auch die Romanvorlage „Das Lied von Eis & Feuer“. Trotz massiver erzählerischer Ausreißer nach oben wie unten in beiden Medien hat dieses Franchise zusammen mit zwei Videospielen einen festen Platz in meinem Herzen. Allerdings hat die dritte Folge der achten Staffel, die unfassbar episch war, gleichzeitig mein Interesse an Game of Thrones beendet und der Grund ist ebenso simpel wie (wahrscheinlich) verständlich.

ACHTUNG SPOILER FÜR GAME OF THRONES AB DIESER STELLE!

Kurz & knapp, in der dritten Episode der achten Staffel, genannt „Die lange Nacht“, hat die Arme der Toten Winterfell attackiert und die Mächte des Guten haben sich dem Schrecken entgegen geworfen. Am Ende einer wirklich imposaten Schlacht wurde der Nachtkönig, quasi das namenlose Böse und die größte Gefahr, getötet.

Die Episode an sich hat mir sehr gut gefallen und die Schlacht war, für eine TV Serie, äußerst episch. Jede Hauptfigur hatte etwas Screentime bekommen und konnte sich im Kampf beweisen. Weiters wurde die Übermacht der Weißen Wanderer/der Toten äußerst glaubhaft dargestellt als gigantische Welle.

Inszenatorisch war die Episode definitiv der bisherige Höhepunkt der Serie aber auf der dramaturgischen Ebene habe ich einiges zu bemänglen. So war die Episode leider nicht konsequent genung um wirkliche Hauptfiguren wie Jaime, Brienne oder gar Tyrion sterben zu lassen. Viel mehr werden gefühlt über 100 000 Komparsen und ein paar semi Hauptfiguren geopfert. Prinzipiell ist das auch kein großes Problem aber es gab genung Gelegenheiten einige Figuren einen ehrenhaften Heldentod sterben zu lassen. Weiters ist der Tod des Nachtkönigs alles andere als würdig gewesen. Ein episches Duell zwischen ihm & Jon? Mehrere Helden gegen den Nachtkönig? Nein Arya sticht den Nachtkönig einfach ab, als ob sie sich bei einem normalen Messerkampf in einem Hinterhof befinden.

Dazu kommt leider die Qualität der Folge. Was ich damit meine liegt auf der Hand, wir haben hier den absoluten Höhepunkt der Serie gehabt und so gut, episch und spannend wird es wahrscheinlich nie mehr wieder. Die Staffel verschießt ihr bestes Pulver quasi in Folge 3 und ob der Rest auch nur ansatzweise do genial wird bleibt offen.

Somit bleibt mir nur zu sagen, dass ich die dritte Episode der achten Staffel von Game of Thrones sehr genossen habe, wenngleich sie meinen Hype und mein weiteres Interesse an der Serie beendet hat aber dafür ich das bekommen was ich wollte. Ein fairer Tausch.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Black Summer (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Name: Black Summer
Originaltitel: Black Summer
Staffeln: 1
Episoden: 8 in 1 Staffel
Sender: Netflix
Genre: Horror

Auf die Empfehlung meiner Freundin hin habe ich Black Summer gesehen. Dies war eine tolle Empfehlung da wir es hier mit dem Prequel zu Z Nation, einer von mir sehr geschätzten Serie, zu tun haben. Ob Black Summer mit Z Nation mithalten kann, erfahrt ihr jetzt!


Kernfakten zur Serie:

Name: Black Summer

Originaltitel: Black Summer

Staffeln: 1

Episoden: 8 in 1 Staffel

Sender: Netflix

Genre: Horror


Weitere Rezensionen & Beiträge zu Z Nation:


Handlung: Sommer des Todes

Sechs Wochen sind seit dem Ausbruch eines Virus, das Menschen in Zombies verwandelt, vergangen. Im Zentrum der Serie steht Rose, die von ihrer Tochter getrennt wurde und sich nun auf die Suche nach ihr begibt. Dazu muss sie zu einem Sportstadium gelangen, in dem sich offenbar ihre Tochter befindet.

Abseits davon müssen sich auch andere Überlebende in dieser brutalen, neuen Welt zurechtfinden. Schnell stellt sich die Frage nach der höheren Priorität … Menschlichkeit oder Überlebenswille?

Meine Meinung zur Staffel

Black Summer fängt richtig stark an und setzt von Anfang an auf eine hohe Spannungskurve. Dabei wird die Waage aus Gefahr/Horror durch die Zombies und Charakterentwicklung angemessen gehalten. Leider gerät dieses Konzept zum Finale hin etwas aus dem Gleichgewicht und wirkt etwas konfus.

Andererseits symbolisiert die hektische Kamera, auch Shaky Cam genannt, wie sie in Tanz der Teufel verwendet wird, der letzten Folgen hervorragend die wachsende Panik und Hoffnungslosigkeit der Überlebenden.

Ein weiteres Lob verdient die Struktur der einzelnen Folgen. Jede Folge verfolgt das gleiche Thema (Überleben) und teilt sich in einzelne Kapitel auf, die den Fokus auf andere Figuren legen, wodurch die Serie durchgehend frisch wirkt. Dazu kommt eine äußerst solide Besetzung denen man die Panik und den harten Überlebenskampf sowie die allgegenwärtige Angst glaubt.

Fazit

Alles in allem hat mir Black Summer sehr gut gefallen und die Serie kann durchaus mit Z Nation mithalten, wenngleich die „Hauptserie“ dank kreativer (und teils arg abgedrehter Ideen) sowie einprägsameren Charakteren eine bessere Figur macht. Für Black Summer spricht definitiv die düstere Atmosphäre und der stärkere Fokus auf den gnadenlosen Überlebenskampf der Menschen. Dazu kommt eine simple, aber interessante Rahmenhandlung deren Prämisse perfekt zum Zombiegenre passt. Leider erschwert das interessante Konzept der non-linearen Erzählung etwas die Übersicht über die Handlung.

Ich vergebe für Black Summer die Wertung sehenswert und widme mich nun der vierten Staffel von Z Nation sowie The Exorcist Staffel 1!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Beyond the Walls – Hinter den Mauern (Shudder Exclusive) Staffel 1 | Review

Name: Beyond the Walls – Hinter den Mauern
Originaltitel: Au-delá des Murs
Staffeln: 1
Episoden: 3 in 1 Staffel
Sender: Shudder, Amazon
Genre: Horror

Vor kurzem habe ich den digitalen Sender Shudder entdeckt, den man gegen eine kleine Gebühr über den Amazon Streamingdienst abonnieren kann [unbezahlte Werbung Ende]. Beyond the Walls ist eine französische Miniserie, die über Shudder verfügbar ist. Ob mich die Serie begeistern konnte, erfahrt ihr jetzt!


Kernfakten zur Serie:

Name: Beyond the Walls – Hinter den Mauern

Originaltitel: Au-delá des Murs

Staffeln: 1

Episoden: 3 in 1 Staffel

Sender: Shudder, Amazon

Genre: Horror


Handlung: Ein mysteriöses Haus

Lisa, eine junge, einsame Ärztin, lebt gegenüber einem alten Haus. Eines Tages wird dort die Leiche des Besitzers gefunden, der offenbar die letzten dreißig Jahre in seinem Sessel saß. Obwohl Lisa keinerlei Beziehung zum alten Mann hatte, hinterlässt er ihr sein Haus und nennt sie explizit als Erbin. Kurz nach ihrem Einzug hört sie Schreie hinter den Mauern des Hauses. Als Lisa den Geräuschen auf den Grund gehen will entdeckt sie einen Flur hinter der Wand, der sie in eine seltsame Parallelwelt führt. Lisa ist in einem gigantischen, surrealen Anwesen gefangen, aus dem es offenbar kein Entkommen gibt. Kurz nach ihrer Ankunft trifft sie auf Julien, der ebenfalls in dieser kruden Welt gefangen ist. Zusammen möchten die beiden aus dem „Haus“ entkommen und müssen sich gegen die monströsen Bewohner zur Wehr setzen …

Meine Meinung zur Serie

Beyond the Walls ist im Kern eine „Haunted House“ – Gruselgeschichte, allerdings wird das Thema auf interessante Art neu aufgerollt. Die fremdartige Parallelwelt ist im Endeffekt ein gigantisches Herrenhaus mit einem Waldstück, dass auf den ersten Blick friedlich wirkt, aber von grausamen menschenartigen Wesen bewohnt wird.

Dazu kommt ein cleverer Plottwist am Ende der Serie, der der gesamten Geschichte noch einmal einen anderen Anstrich gibt. Eine große Stärke der Serie ist die Atmosphäre, die von der Parallelwelt ausgeht. Obwohl die Welt ruhig und friedlich, beinah melancholisch wirkt, schwingt auch etwas mysteriöses, in Form der gruseligen Bewohner des Hauses, mit. Unterstrichen wird die Atmosphäre den stimmigen Soundtrack und der nachvollziehbaren Darstellung der Schauspieler.

Fazit

Alles in allem ist Beyond the Walls eine erfrischende Umsetzung des „Haunted House“ Genres und gefällt die drei Folgen durchgehend mit einer dichten Atmosphäre sowie einem dramatischen Finale. Wer eine kurze Miniserie im Horror/Gruselgenre sucht, darf bei Beyond the Walls gern einen Blick riskieren. Von mir bekommt die Serie die Wertung sehenswert!

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Philip K. Dicks Electric Dreams (Amazon Exclusive)| S1/E4: Crazy Diamond | Review

Name: Philip K. Dicks Electric Dreams

Originaltitel: Philip K. Dicks Electric Dreams

Staffeln: 1

Episoden: 10 in 1 Staffel

Sender: Amazon

Genre: Science-Fiction

Da die Rezension der dritten Staffel von Van Hesling noch etwas Zeit benötigt habe ich beschlossen ein Projekt fortzuführen, dass ich letztes Jahr begonnen habe. Heute geht es mir die um die vierte Episode von Philip K. Dicks Electric Dreams, einer Science-Fiction Anthologieserie, die auf den Kurzgeschichten des titelgebenden Autoren basiert.


Kernfakten zur Serie:

Name: Philip K. Dicks Electric Dreams

Originaltitel: Philip K. Dicks Electric Dreams

Staffeln: 1

Episoden: 10 in 1 Staffel

Sender: Amazon

Genre: Science-Fiction


Rezensionen zu Folge 1 bis 3


Worum gehts?

Ed Morris arbeitet für eine Firma die künstliche Menschen, genannt Jacks & Jills, sowie die QC’s (Quantenbewusstsein), die ihnen Emotionen und Intelligent verleiht, erschafft. Als er eines Tages auf eine sterbende Jill trifft, erhält ein ebenso verlockendes wie unmoralisches Angebot. Wenn er Jill hilft 10 QC’s zu stehlen, erhält er einen Anteil der Beute um mit seiner Frau ein neues Leben zu beginnen.

Als jedoch alles anders kommt, als geplant gerät Ed’s Leben immer weiter aus den Fugen.

Meine Meinung zur Folge

Crazy Diamonds punktet meiner Meinung nach weniger durch die Handlung, sondern viel mehr durch die faszinierende Welt sowie dem Look. Die gesamte Folge sieht aus wie eine Traumsequenz und durch den geschickten Einsatz von Bildfiltern wird eine fast schon surreale Atmosphäre geschaffen, die auch den Verfall von Ed’s Situation perfekt unterstreicht.

Offenkundig ist die Geschichte in Großbritannien angesiedelt allerdings lässt sich unmöglich sagen, wie weit die gezeigte Zukunft tatsächlich entfernt ist. Jedoch lässt die Erschaffung von syntetischen Menschen einen relativ großen Sprung vermuten. Ebenso ist die Etablierung von Chimären, sprich hybriden aus Menschen und Schweinen sehr interessant, wenngleich eine gewisse groteske Note mitschwingt.

Die Besetzung wird klar von Steve Buscemi als Ed Morris dominiert, der es perfekt schafft die Unsicherheit des Protagonisten zu vermitteln.

Fazit

Alles in allem ist auch die vierte Folge von Electric Dreams äußerst interessant und etabliert eine faszinierende, dezent surreale Welt, die zum Nachdenken anregt und einige äußerst interessante optische Kniffe zu bieten hat. Ich vergebe für Crazy Diamonds die Wertung sehenswert!

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Titans Staffel 1 (Netflix Original) | Gedankenspiel

Name: Titans
Staffeln: 1
Episoden: 11 in 1 Staffel
Sender: Netflix, DC Universe
Genre: Comicverfilmung, Drama, Science-Fiction, Thriller

DC Universe ist der neue Streamingdienst von Warner Bros. und bietet neben klassischen Content auch einige Originals. Neben Young Justice: Outsiders & DC Daily ist Titans die erste Live-Action Serie! Ob mich die Serie überzeugen konnte, erfahrt ihr jetzt!

Wie üblich beim Thema Comicverfilmung gilt eine kleine Spoilerwarnung!


Kernfakten zur Serie:

Name: Titans

Staffeln: 1

Episoden: 11 in 1 Staffel

Sender: Netflix, DC Universe

Genre: Comicverfilmung, Drama, Science-Fiction, Thriller


Bevor ich zur Serie selbst komme sollten wir klären worauf Titans basiert. Die Serie nutzt Figuren aus den Teen Titans, Titans, Batman, Wonder Woman und Doom Patrol Comics. Somit haben wir einen Haufen Vorlagen, aus denen sich Titans zusammensetzt und die Serie wirkt trotz vieler Nebenhandlungen nie überladen.

Worum gehts in Titans?

Im Fokus der Geschichte steht Dick Grayson, der als Kind von Bruce Wayne adoptiert wurde, nachdem seine Eltern verstarben. Die Serie setzt ein Jahr nach dem Bruch zwischen Dick & Bruce an. Trotz seiner Arbeit als Detective ist Dick immer noch als Robin um in der Nacht Verbrecher jenseits des Gesetzes zu jagen. Eines Tages trifft er auf die junge Rachel Roth, die von Zuhause floh, als ihre Mutter ermordet wurde. Zusammen mit Koriand’r (Starfire) und Gar Logan (Beast Boy) schreibt sich Dick Grayson den Schutz von Rachel auf die Fahne und nimmt den Kampf gegen Rachels Häscher auf.

Abseits dieser Rahmenhandlung nimmt sich Titans viel Zeit, um einige Nebenhandlungen zu beleuchten. So lernt man die Doom Patrol kennen und auch Jason Todd, der aktuelle Robin, bekommt seine Screentime. Die größte Nebenhandlung bekommt allerdings das Vigilantenpaar Hawk & Dove spendiert.

Was macht Titans besonders?

Ein großer Vorteil den Titans gegenüber anderen Serien, die auf Comics basieren, hat, ist die breite Palette an Quellen. So ist die Verknüpfung zwischen den Titans und der Doom Patrol logisch da Beast Boy ein Originalmitglied der Patrol ist.

Getreu den DC Comics ist die Grundstimmung der Serie extrem düster und Titans geizt nicht gerade mit Gewalt. Besonders die Robin’s, sowohl Dick als auch Jason, gehen mit fast schon erschreckender Brutalität gegen ihre Feinde vor und Batmans Erziehung scheint eine interessante Wirkung zu haben. Hier muss ich auch die Charakterisierung von Dick Grayson loben, der einen starken Sinn für Gerechtigkeit hat aber gleichzeitig seinen inneren Zorn bekämpfen muss. Allgemein nimmt sich die Serie viel Zeit, um dem Kernteam der Titans sowie Hawk & Dove Zeit zum Entwickeln zu geben.

Abseits der Figuren schafft es Titans innerhalb von 11 Episoden ein eigenes DC-Miniuniversum zu etablieren in der es die Justice League gibt, die Dimension von Trigon existiert und viele Helden/Metawesen zur gleichen Zeit existieren.

Ein Aspekt den ich für erwähnenswert halte, ist der Umgang mit Sexualstraftätern, insbesonders mit Kinderschändern. Die bekommen in Titans gehörig Schläge, was ideal zum eher düsteren Image der „Helden“ passt.

Was der Serie „fehlt“ ist ein richtiger Superschurke. Klar es gibt die Organisation die Rachel jagd, aber ein personifizierter Schurke tritt nicht wirklich in Erscheinung. Einzig die abgedrehte Atomic Family tritt öfters als Gegenspieler auf und Trigon schwebt wie ein Damoklesschwert unheilvoll über allem.

Die Figuren

An dieser Stelle füge ich eine kleine Liste mit Figuren ein die eine prominentere Rolle in Titans einnehmen:

  • Dick Grayson/Robin (Bredon Thwaites)
  • Koriand’r/Starfire (Anna Diop)
  • Rachel Roth/Raven (Teagan Croft)
  • Garfield „Gar“ Logan/Beast Boy (Ryan Potter)
  • Dawn Granger/Dove (Minka Kelly)
  • Hank Hall/Hawk (Alan Ritchson)
  • Jason Todd/Robin (Curran Walters)
  • Donny Troy/Wonder Girl (Conor Leslie)

Der Cast, die Erzählstruktur und das CGI

Allgemein hinterlässt die Besetzung einen positiven Eindruck, aber wie bereits bei der Handlung liegt auch hier der Fokus auf Drick Grayson, gespielt von Bredon Thwaites der offenbar für diese Rolle geschaffen wurde, da er einerseits glaubhaft den gerechten Helden spielt, der sich aus dem Schatten der Fledermaus lösen will und andererseits die Dunkelheit in sich trägt. Ryan Potter spielt den quasi „Comedy Charakter“ der Serie und bildet die Brücke zur Doom Patrol. Teagan Croft spielt Rachel Roth die der Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist und eine „Vater – Tochter Beziehung“ zu Dick Grayson aufweist. Als Mentorin sieht man Anna Diop die in die Rolle der außerirdischen Starfire schlüpft. Dieses Gespann hat eine gute Chemie zueinander und man merkt die immer besser werdende Beziehung zwischen den Figuren.

Von den Nebencharakteren sticht besonders das Paar Hawk (Alan Ritchson) und Dove (Minka Kelly) hervor, die trotz ihrer inneren Dämonen für das Gute kämpfen und ein eher gespaltenes Verhältnis zu Dick haben. Gleiches gilt auch für Donna Troy, gespielt von Conor Leslie, der ehemaligen Wonder Girl.

In pubcto Erzählstruktur kommt Titans einem Comic recht nahe. Pro Folge wird entweder die Rahmenhandlung vorangetrieben oder eine Nebenhandlung erzählt, was die Serie frisch und spannend hält.

Mein einziger wirklicher Kritikpunkt ist das CGI, welches leider einen billigen Eindruck macht, was allerdings bei fast allen Serien, die auf Comcis basieren, der Fall ist.

Fazit

Alles in allem hat mich Titans sehr gut Unterhalten und die Serie schafft es gekonnt innerhalb von 11 ein eigenes Universum zu etablieren, ohne dabei überladen zu wirken. Sowohl die erzählten Geschichten als auch die Figuren/Schauspieler wissen zu gefallen. Einzig an Gewalt darf man sich nicht stören da Titans zu den brutalsten DC Comics Adaptionen gehört, die ich jemals gesehen habe. Wer sich an der Gewalt nicht stört und den Werdegang von Dick Grayson, der aus dem Schatten der Fledermaus tretten will, miterleben möchte, darf gern einen Blick riskieren!

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AnoHana – Die Blume, die wir an jenem Tag sahen | Review

Name: AnoHana – Die Blume, die wir an jenem Tag sahen
Folgen: 11
Staffeln: 1
Studio: A-1 Picutres
Genre: Coming of Age, Drama

Ich bin ja offen für Vorschläge was Animes, Mangas, Comics, Filme, Serien, Bücher und Videospiele angeht. Daher ein großes DANKE an die liebe Avilinn von Instagram für diese bitter-süße Empfehlung.

Kernfakten zur Serie

Name: AnoHana – Die Blume, die wir an jenem Tag sahen

Folgen: 11

Staffeln: 1

Studio: A-1 Picutres

Genre: Coming of Age, Drama


Handlung: Fünf Freunde und ein letzter Wunsch

Im Kern handelt der Anime von einer Gruppe alter Freunde, die sich inzwischen auseinandergelebt haben aber wieder zusammenfinden als Protagonist Jinta Yadomi, kurz Jintan, den Geist ihrer lang verstorbenen Freundin Meiko Honma, kurz Menma, sieht.

Es liegt nun also an Jintan, Anaru, Yukiatsu, Tsuruko und Poppo den letzten Wunsch von Menma zu erfüllen aber auch gleichzeitig ihre eigenen Dämonen zu bekämpfen.

Eine emotionale Reise zur Selbstfindung und Vergebung beginnt.

Meine Meinung zum Anime

AnoHana ist ein sehr emotionaler Anime der die Genres RomanceComing of Age und Drama geschickt in sich vereint, aber selten wirklich kitschig wird. Die Geschichte um fünf Freunde die einer verstorbenen Freundin Frieden verschaffen wollen ist im Vergleich zu vielen anderen Animes sehr geerdet und baut sich langsam bis zum emotionalen Finale auf.

Emotion ist das Stichwort, den die deutschen Sprecher legen sehr viele Emotionen in ihre Rollen und verleihen den Super-Peace-Busters, so der Name der Gruppe aus Kindertagen, viel Persönlichkeit aber auch Tiefgang. In Kombination mit dem schönen Zeichenstil entstehen so starke Szenen, die mich mehr als einmal zu Tränen gerührt haben, was auch am simplen Umstand, dass die Figuren sehr nahbar und menschlich sind.

Ein Lob verdient der Plottwist im letzten Akt, der den Figuren nochmal mehr Tiefgang verleiht und sich im Vorfeld nicht ankündigt, wie man es sonst in vielen anderen Geschichten merkt.

Fazit

Alles in allem ist AnoHana ein kurzer aber nicht kurzweiliger Anime der eine Geschichte über Liebe, Freundschaft und Vergebung erzählt, die den Zuseher, sofern man sich darauf einlässt, auf eine emotionale Reise mitnimmt die sich viel Zeit mit den Figuren lässt, um Bindungen aufzubauen.
Ich vergebe für AnoHana – Die Blume die wir an jenem Tag sahen die Wertung sehenswert!

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Bates Motel Staffel 2 | Review

Name: Bates Motel
Staffeln: 5
Episoden: 50 in 5 Staffeln
Sender: A&E, Universal Chanell, Netflix
Genre: Drama, Thriller

Bates Motel gehört zu den interessantesten Serien, die ich dieses Jahr für mich entdeckt habe. Nach einer starken ersten Staffel geht es mit einer ebenso starken zweiten Staffel weiter!

Kernfakten zur Serie:

Name: Bates Motel

Staffeln: 5

Episoden: 50 in 5 Staffeln

Sender: A&E, Universal Chanell, Netflix

Genre: Drama, Thriller

Link zu Staffel 1:


Was bisher geschah …

In Staffel 1 lernten wir Norma Bates und ihren Sohn Norman Bates kennen, die nach einem Todesfall in der Familie ein Motel im Zuge einer Zwangsversteigerung im beschaulichen Küstenstädtchen White Pine Bay erwirbt, um ein neues Leben anzufangen. Ein ruhiges Leben ist den beiden jedoch nicht vergönnt, weil der vorige Motelbesitzer Keith Summers sein ehemaliges Motel nicht jemand anderen überlassen möchte. Keith überfällt Norma, die er zu vergewaltigen versucht. In Notwehr wird Keith ermordet und die Bates lassen die Leiche verschwinden. Trotz dieser traumatischen Ereignisse kehrt keine Ruhe im Hause Bates ein denn die Norman, Norma und Dylan, Normans Halbbruder, werden in die zwielichtigen Vorgänge hinter der schönen Fassade von White Pine Bay gezogen.

Handlung: Ein Bandenkrieg, mehr Morde und etwas Familiendrama

Zu Beginn beschäftigt sich Staffel 2 mit dem Mord an Normans Lehrerin Miss Watson, der bereits im ersten Staffelfinale stattfand. Vier Monate nach der Eröffnung hat sich das Bates Motel zu einem beliebten Urlaubsziel entwickelt und Norma führt ein erfolgreiches Geschäft. In dieser Zeit hat sich Norman jedoch sehr verändert, er besucht übermäßig oft das Grab von Ms. Watson und kann ihren Tod nur schwer überwinden.

Abseits von Normas Sorgen um ihren Sohn sowie dem geplanten Bau einer Umfahrungsstraße, der das Bates Motel ruinieren würde macht Dylan Karriere in der Familie, für die er arbeitet und verdient gutes Geld. Norma lässt sich jedoch mit Nick Ford, einem der beiden Drogenbosse von White Pine Bay ein, was katastrophale Folgen für das Gleichgewicht der Stadt hat und in einem Bandenkrieg mit dem zweiten Drogenboss Zane, dem Vorgesetzten von Dylan, mündet. Die Familie Bates gerät zwischen die Fronten dieses Krieges und die Polizei unter Sheriff Romero hat alle Hände voll zu tun, um die Sicherheit sowie die Stabilität von White Pine Bay zu gewährleisten.

Neben dem verzweigten Hauptstrang um die Familie Bates bietet Staffel 2 mehrere Nebenstränge, unter anderem hat Normas Bruder Caleb einen Auftritt und Bradley aus Staffel 1 bekommt ihre Rache.

Meine Meinung zu Staffel 2

Ich mag die konsequente Weiterentwicklung der Handlung von Staffel 2. Die begonnenen Stränge werden weiter ausgebaut und manche werden logisch abgeschlossen. Die Entwicklung von Normans psychischen Problemen, die sowohl ihn als auch seine Mutter irgendwann in erste Gefahr bringen werden gefällt mir ebenso gut wie der behandelte Bandenkrieg zwischen den beiden Familien in White Pine Bay. Ebenso mag ich die Verkettung der Ereignisse in Staffel 2. So gut wie jeder Strang hängt mit einem anderen zusammen und an gewissen Punkten überschneiden sich die Handlungen, was zusätzliche Spannung erzeugt.

Neben der Handlung finde ich auch die Leistung der Schauspieler sehr gelungen. Besonders Verga Farmina als Norma, Freddie Highmoore als Norman und Max Thieriot als Dylan sowie Nestor Carbonell als Sheriff Romero tragen die zweite Staffel und liefern eine starke Performance ab. Die Besetzung ist ohnehin eine der großen Stärken von Bates Motel.

Fazit

Bates Motel Staffel 2 ist spannend, clever geschrieben und komplex. Die zahlreichen Handlungsstränge überlappen sich immer wieder und laufen in einem hervorragend inszenierten Finale zusammen. Wer einen Genrehybriden aus Thriller und Drama sucht oder bereits Staffel 1 mochte, kann auch in Staffel 2 einen Blick riskieren.

Ich vergebe für Bates Motel Staffel 2 die Wertung sehenswert!

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The Frankenstein Chronicles Staffel 2 |Review

Name: The Frankenstein Chronicles
Staffeln: 2
Episoden: 12 in 2 Staffeln
Sender: Netflix, ITV Encore
Genre: Thriller, Mystery, Fantasy

Diese Serie gehört zwar nur bedingt ins Horrorgenre aber die Thematik Frankenstein ist untrennbar mit dem Horror/Gruselgenre verbunden!


The Frankenstein Chronicles gehört zu meinen positiven Überraschungen des Jahres. Endlich gibt es auch die zweite Staffel auf Netflix und ob die mich genauso fesseln konnte, wie Staffel 1 erfahrt ihr jetzt!

Kernfakten zur Serie:

Name: The Frankenstein Chronicles

Staffeln: 2

Episoden: 12 in 2 Staffeln

Sender: Netflix, ITV Encore

Genre: Thriller, Mystery, Fantasy

Link zu Staffel 1:


Was bisher geschah …

In Staffel 1 lernten wir Inspektor John Marlott (Sean Bean) von der Flusspolizei kennen, der vom Innenminister den Auftrag erhält, einen ebenso mysteriösen wie grausigen Mord zu untersuchen. Seine Ermittlungen führen John in die dunkelsten Ecken Londons und schließlich jenseits des Todes …

Handlung Staffel 2: Das „Monster“ sucht seinen Schöpfer

Drei Jahre sind seit John Marlotts Tod und Wiederauferstehung vergangen, die er im Bedlam Hospital verbracht hat. Als eine grausige Mordserie London erschüttert und John Marlott aus dem Krankenhaus flieht, um seinen Mörder Lord Daniel Harvey (Ed Stoppard) zu töten, gerät der ehemalige Polizist ins Visier der Polizei. Von seinen ehemaligen Kameraden, unter ihnen Nightingale, der Marlott in der ersten Staffel unterstützte, verfolgt muss John den Drahtzieher hinter den Morden ausfindig machen und seinen Schöpfer, Lord Harvey, zur Strecke bringen. Dabei gerät Marlott in ein Komplott größeren Ausmaßes …

Meine Meinung zu Staffel 2

Der Handlung von Staffel 2 kann man nicht mehr ganz so leicht folgen, wie in der ersten Staffel, aber dafür wird die Atmosphäre merklich dichter und der Gruselaspekt wird wesentlich stärker hervorgehoben als in der ersten Staffel.

Loben muss ich erneut die starke Besetzung. Sean Bean spielt erneut überzeugend den wiederauferstandenen John Marlott, der nicht nur auf Rache sinnt, sondern auch seine eigene Menschlichkeit sucht. Ebenso kehren Ed Stoppard als „Bösewicht“ Daniel Harvey, Richie Campbell als Nightingale, Ryan Sampson als Journalist Boz und Tom Ward als Innenminister Robert Peel in ihre Rollen zurück. Wie gewohnt überzeugt auch deren Performance.

Die grundlegende Thematik, „eine Welt ohne Gott zu erschaffen„, beherrscht die gesamte zweite Staffel und die Religion nimmt neben der Wissenschaft eine wichtige Rolle in der zweiten Staffel ein. Mit dem Zeitsprung ist es den Autoren möglich das Szenario weiterzuentwickeln, ohne dabei die Handlung zu überlasten. Auch scheut The Frankenstein Chronicles nicht davor zurück Gewalt zu zeigen, tut dies aber trotzdem sehr sparsam.

Fazit

Zusammengefasst setzt The Frankenstein Chronicles Staffel 2 Fokus mehr auf den Gruselapsekt allerdings leidet darunter die Nachvollziehbarkeit der Handlung. Die Besetzung liefert eine äußerst solide Performance ab und die Handlung wird gelungen abgeschlossen!

Ich vergebe für The Frankenstein Chronicles Staffel 2 die Wertung sehenswert und werde mich nun Spuk in Hill House zuwenden!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

Ghul (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Name: Ghul (Ghoul)
Staffeln: 1
Episoden: 3 in 1 Staffel
Sender: Netflix
Genre: Horror

Um die Wartezeit auf die größeren Serien Reviews, wie Bates Motel Staffel 2 oder Six Staffel 2, zu überbrücken, habe ich mir die indische Miniserie Ghul (Ghoul) zu Gemüte geführt. Ob Ghul sehenswert ist oder in die Flopkategorie des Produktionsstudio Blumhouse gehört, erfahrt ihr jetzt!

Kernfakten zur Serie:

Name: Ghul (Ghoul)

Staffeln: 1

Episoden: 3 in 1 Staffel

Sender: Netflix

Genre: Horror


Die Handlung spielt in Indien und dreht sich um Nida Rahim (Radhika Apte) die loyal zur Regierung steht und als eine der Besten in ihrer Ausbildung zur Militärverhöherin gilt. Aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen und einer mutigen Tat wird Nida in eine militärische Verhöranlage versetzt. Dort angekommen trifft sie bald auf den Gefangenen Ali Saeed (Mahesh Balraj), der auf mysteriöse viele intime Details über seine Vernehmer kennt.

Es dauert nicht lange bis paranormale Aktivitäten stattfinden und scheinbar ein Ghoul in der Anlage ist. Bald bricht das Chaos aus und ein blutiger Überlebenskampf beginnt.

Ghul (Ghoul) baut sich langsam auf und setzt auf eine konsequente Mischung aus Atmosphäre, Handlung und Spannung. Der Horror selbst ist eine Mischung aus Surrealismus und Splatter, wobei der Surrealismus in der ersten Hälfte vorherrscht und das genretypische Sterben erst in der zweiten Hälfte richtig einsetzt.

Ein sehr großes Lob verdient die Besetzung, die einerseits eiskalte Angehörige des Militärs und andererseits Menschen mit Problemen darstellen. Besonders Radhika Apte liefert eine hervorragende Performance ab und verkörpert eine starke Frau, die trotz der Action immer noch weiblich sowie menschlich wirkt.

Clever ist auch der relativ spärliche Einsatz des Ghouls, der zwar ab der zweiten Hälfte öfters, auftritt aber nie in seiner wahren Form gezeigt wird. Was man jedoch sieht, ist sein monströses Gesicht.


Alles in allem ist Ghul eine kurze, knackige aber spannende Serie, die durch eine Mischung aus Atmosphäre, Handlung & Spannung glänzt. Das Format als Miniserie tut der Geschichte definitiv gut und ist wesentlich sinnvoller als die ursprünglich angesetzte Form als Film.

Wer eine Miniserie für zwischendurch sucht, die durch die oben genannten Eigenschaften glänzt, wird mit Ghul (ich bevorzuge immer noch die Schreibweise Ghoul) seine oder ihre Freude haben.

Ich vergebe für Ghul die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Z Nation Staffel 1 | Review

Name: Z Nation
Staffeln: 4+
Episoden: 56 in 4+ Staffeln
Sender: Netflix, Amazon Video, Syfy
Genre: Horror

Die The Walking Dead Serie finde ich über weite Strecken relativ zäh (dafür liebe ich die Comicvorlage) und die Filme von The Asylum finde ich durch die Bank weg scheiße. Was passiert also wenn man The Walking Dead mit The Asylum kreuzt? Man bekommt eine etwas trashige aber äußerst kreative Zombieserie!


Seit drei Jahren tobt bereits eine globale Zombie-Apokalypse. In einem Forschungslabor in den USA schaffen es einige Forscher, darunter Marilyn Merch, einen experimentellen Impfstoff gegen das Zombie-Virus zu entwickeln. Als das Labor überrannt kann einzig der Patient und ehemalige Häftling Murphy den Angriff überleben, da er durch den Impfstoff immun gegen den Zombie-Virus ist. Ein Team von Soldaten, unter ihnen Mark Hammond, wird beauftragt Murphy nach Kalifornien zu bringen da dort ein Labor ist, in dem ein Impfstoff aus Murphys Blut hergestellt werden kann.

Nachdem Hammond bei einer verlassenen Militärbasis stirbt, übernehmen die Überlebenden Roberta, Mack, Addy, Doc, Cassandra, Tommy 10k (Zehntausend) und Sgt. Charles Garnett die Aufgabe Murphy nach Kalifornien zu bringen. Dabei erhalten sie aus der ferne Unterstützung von Citizen Z, dem letzten NSA-Mitarbeiter in der Basis Northern Light.

Unterwegs trifft die Gruppe immer wieder auf andere Überlebende, die teils freundlich, teils feindlich und dann wieder neutral gesinnt sind. Neben den Menschen sind auch die Zombies eine permanente Bedrohung, die sich auf unterschiedlichste Art bemerkbar macht.

An sich ist die Prämisse von Z Nation schon interessant, aber es sind die verschiedenen Abenteuer der Gruppe, die den großen Reiz dieser Serie ausmachen. Mal müssen Kannibalen überwunden werden, dann geht es um einen religiösen Kult oder man bedient sich gleich am eigenen Material und erschafft einen Zombie-Tornado. Die einzelnen Abenteuer dienen auch zur Entwicklung der Figuren, wobei das eigentliche Ziel der Reise, Murphy nach Kalifornien zu bringen, nie aus den Augen verloren wird.


Die Besetzung von Z Nation kann man durchaus als gelungen ansehen, was für eine Produktion von The Alysum äußerst überraschend ist. Die Schauspieler schaffen es sehr gut den Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und der nötigen Komik zu meistern. Besonders Keith Allan als Murphy entwickelt sich bereits in der ersten Staffel sehr gut und scheint über einen besonderen Einfluss auf die Zombies zu verfügen. Im Grunde ist die Figur Murphy ein Arschloch, weckt aber an den richtigen Stellen Sympathie, wenn er sich für seine Gefährten einsetzt. Michael Welch als Mack und Anastasia Baranovs als Addy harmonieren sehr gut miteinander als Paar und haben auch die interessantesten Soloabenteuer in der Staffel. Ein Charakter der zu Beginn sehr unscheinbar auftritt aber zu einem wichtigen Teil der Gruppe wird, ist der Scharfschütze Tommy 10k, gespielt von Nat Zang.

Was die Effekte angeht, schwankt Z Nation von billig zu durchaus gelungen, hat allerdings durchgehend Charme, da die Szenarien teils wirklich ausgefallen sind und einfach mehr aus dem Setting machen als nur eine Zombie-Apokalypse. So wird die Gruppe mit teils besonderen Zombies konfrontiert oder erleben gar surreale Abenteuer, wie es bei Citizen Z in seiner einsamen Basis der Fall ist.


Alles in allem bildet die erste Staffel von Z Nation einen soliden Einstieg in die Zombie-Apokalypse und beweist das sogar ein Filmstudio mit zweifelhaftem Ruf, wie es bei The Asylum der Fall ist, eine durchaus angemessene Qualität bieten kann. Die Handlung ist interessant, die Figuren durchaus sympathisch, nur die Effekte schwanken in der Qualität aber alles in allem ist Z Nation Staffel 1 einer jener Einstiege die einen nicht mehr loslassen, wenn man sich darauf einlässt. Daher vergebe ich für Z Nation Staffel 1 die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Big Mouth (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Name: Big Mouth
Staffeln: 1
Episoden: 10 in 1 Staffel
Sender: Netflix
Genre: Sitcom, Coming of Age

Das Genre Coming-of-Age hat sich in den letzten Monaten zu einem meiner absoluten Lieblingsgenres gemausert und Werke wie The Rain, Stephen King‘s ES oder Your Name. kann ich sehr empfehlen. Big Mouth habe ich bereits seit geraumer Zeit auf dem Schirm, aber erst mein letzter Besuch in Wien hat mich dazu gebracht, die Serie intensiv zu sehen. Daher ein großes Danke an die liebe Sarah, welche mir den Anstoß gab!


Im Zentrum der Handlung stehen Andrew und Nick, die den alltäglichen Wahnsinn des Erwachsenwerdens in einem Vorort von New York erleben. Dabei ist ein triebgesteuertes Hormonmonster der ständige Begleiter des pubertierenden Andrew während Nick noch nicht in die Pubertät gekommen ist. Neben diesen beiden Hauptfiguren bilden die Schulfreunde der beiden Jessy & Jay sowie der Sportlehrer Steve, Missy (Andrews heimliche Liebe) und das weibliche Hormonmonster den erweiterten Figurenkreis.

Die Serie ist wie eine Sitcom aufgebaut, allerdings sind die Folgen miteinander verknüpft, was für eine gewisse Komplexität sorgt, die aber nicht den Humor ausbremst. Alle Ereignisse und Gedanken der Pubertät werden in humoristischen sowie surrealen Szenarien präsentiert, was unweigerlich in Peinlichkeiten mündet. Der Humor ist in erster Linie vulgärer Natur, passt aber perfekt zum Setting der Serie.

Wenn man von der Sitcom absieht, versteckt sich hinter Big Mouth eine äußerst clevere Serie, die die behandelten Themen (Sexualität, Entwicklung, Liebe) schonungslos aufarbeitet und keine Rücksicht auf die Zerbrechlichkeit der Figuren nimmt. Man kann Big Mouth auch wie folgt beschreiben; eine Coming-of-Age-Sitcom, die die Pubertät unromantisch zeigt.

Die Serie selbst basiert auf den Erlebnissen der beiden befreundeten Autoren Nick Kroll und Andrew Goldberg, was Big Mouth fast schon autobiografische Elemente verleiht aber eben nur fast.

Stilistisch erinnert mich Big Mouth entfernt an Family Guy aber wirklich nur entfernt. Die Serie macht grundlegend ihr eigenes Ding, gefällt aber durch eine hohe Qualität und die grundlegende Surrealität, was fast alles möglich macht. Dies beweisen unter anderem auch die abwechslungsreichen Lieder der Serie.


Alles in allem gehört Big Mouth zu den interessanteren Originals von Netflix und auch zu den witzigsten. Dank viel Humor, einer gesunden Portion Wahnsinn und viel Kreativität ist beiden Machern eine äußerst unterhaltsame Serie gelungen, die bis auf das Verlangen von mehr Episoden, kaum Wünsche offen lässt. Ich vergebe für die Big Mouth Staffel 1 die Wertung sehenswert!

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Requiem (Netflix Exclusive) Staffel 1 | Review

Name: Requiem
Staffeln: 1
Episoden: 6 in 1 Staffel
Sender: Netflix/BBC One
Genre: Mystery/Thriller

Ich mag Mysteryserien. Ich mag Thriller. Ich mag Serien aus dem vereinten Königreich und ich mag Katzen. Bis auf das Letztgenannte weist Requiem alle drei Eigenschaften auf und deshalb stelle ich euch diese Serie vor. Viel Spaß!


Nach dem rätselhaften Selbstmord ihrer Mutter und dem Fund rätselhafter Fotos, sowie eines Videobands reist Mattilda in die walisische Kleinstadt Penllynith, um mehr über ihre Mutter zu erfahren. Begleitet wird sie von Hal, ihrem besten Freund. In der Kleinstadt begegnet man den Fremden mit Abneigung und Misstrauen, während sich immer mehr Geheimnisse und rätselhafte Ereignisse aus Mattildas Vergangenheit offenbaren.

Requiem erzählt eine Geschichte, die sich wie ein gutes Buch anfühlt. Die Handlung entwickelt sich langsam, aber beständig. Dazu wechseln sich übernatürliche Elemente mit Segmenten eines Thrillers ab.

Trotz kleinerer Durchhänger in der Spannungskurve funktioniert die Handlung sehr gut und die allgemein düstere Atmosphäre erinnert entfernt an die Black Mirror Videospiele.


Lydia Wilson macht als Protagonistin eine solide Figur und schafft es einerseits gefasst zu sein, aber auch die Verzweiflung zu spielen, wenn Mattilda in die Identitätskrise stürzt.

Der Rest der Besetzung spielt ebenfalls sehr solide, wie Joel Fry als Mattildas bester Freund Hal oder Tara Fitzgerald als Antiquitätenhändlerin Sylvia Walsh.

Die Darstellung der übernatürlichen Wesen in Requiem wird relativ sparsam eingesetzt, was allerdings clever ist, da so der Gruselfaktor erhöht wird und man nicht so recht weiß, was da für Wesen am Werk sind.

Loben muss ich die Musik. Besonders das Titelthema von Requiem ist sehr atmosphärisch und passt perfekt zur düsteren Grundstimmung.


Zusammengefasst ist Requiem eine gelungene kurze, jedoch nicht kurzweilige Serie mit dichter Atmosphäre, spannender Handlung und einer soliden Besetzung mit so manch bekanntem Gesicht. Ich vergebe für Requiem die Wertung sehenswert!

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X-Factor: Das Unfassbare | Review

Name: X-Factor: Das Unfassbare
Staffeln: 4
Episoden: 45
Genre: Mystery

Eine Serie, die ich seit meiner Kindheit schätze, ist X-Factor: Das Unfassbare und eine geistige Notiz für eine Review liegt seit meiner Zeit auf Youtube in meinem Kopf herum. Jetzt hole ich diese Review endlich nach.

Bei X-Factor: Das Unfassbare handelt es sich um eine Mystery-Serie im Anthologieformat, die es während den fünf Jahren Lebenszeit auf 45 Folgen in 4 Staffeln brachte.


Das Konzept von X-Factor ist recht schnell erklärt. In jeder Folge werden 5 mysteriöse Geschichten gezeigt, in Form eines kurzen Films, die entweder an wahre Begebenheiten angelehnt sind oder von den Schreibern der Serie frei erfunden wurden. Durch die Show führt ein Moderator (James Brolin in S1, Jonathan Frakes S2 – 4), der jede Folge mit einer optischen Täuschung einleitet um das grundlegende Thema, der schmale Grat von Fiktion & Wahrheit, zu unterstreichen.

Nach jeder Geschichte gibt der Moderator dem Zuseher verschiedene Erklärungsversuche, die allerdings im gleichen Atemzug hinterfragt werden. Am Ende jeder Folge gibt es die Auflösung, welche Geschichte auf wahren Ereignissen beruht oder frei erfunden ist.

Das Konzept von X-Factor: Das Unfassbare finde ich sehr interessant und dieser dezente Bruch mit der vierten Wand um den Zuseher aktiv zum mitraten zu animieren macht das ganze besonders interessant.

Ob die wahren Geschichten auch tatsächlich auf wahren Begebenheiten basieren ist, aufgrund der wagen angaben in Bezug auf Handlungsort, Zeitraum, usw. nur schwer nachvollziehbaren. Was man der Serie allerdings lassen muss, sind einige äußerst atmosphärische Geschichten, die auch tatsächlich gruselig sind oder zum gruseln einladen. Hier möchte ich die Folgen „Die Frau im Spiegel“, „Blutbank“, „Monster im Schrank“, „Horror“ und „Rote Augen“ erwähnen welche zu den, wie ich finde, unheimlichsten Folgen gehören.

Natürlich behandeln nicht alle Geschichten paranormale Ereignisse oder gruselige Themen aber der Grundton sind immer mysteriöse Ereignisse.


Alles in allem ist X-Factor: Das Unfassbare immer noch eine Serie mit interessantem Konzept, großteils interessanten Geschichten und einer sympathischen Moderation durch die Folgen/Geschichten. Im großen Mystery-Boom der späten 90er Jahre traf die Serie genau den richtigen Ton und gehört auch zu den wenigen Überbleibseln dieser Ära, die nicht in Vergessenheit geraten sind.

Ich vergebe für X-Factor: Das Unfassbare das prädikat sehenswert. Jeder Fan von Serien im Mystery-Genre kann hier bedenkenlos zugreifen.

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Atypical (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Name: Atypical
Staffeln: 1+
Episoden: 8 in 1+ Staffeln
Sender: Netflix
Genre: Drama

Bevor ich mich wieder Electric Dreams widme, möchte ich euch Atypical vorstellen, eine Mischung aus Drama und Teenager-Liebesgeschichte, die mich in den letzten Tagen des Februar unterhalten hat.


Im Zentrum der Geschichte steht Sam, ein achtzehnjähriger Teeanger mit Autismus. Nach einem Gespräch mit seiner Therapeutin möchte er Mädchen daten und die große Liebe finden.

Bedingt durch den Autismus ist dieses Vorhaben alles andere als leicht und Sam führt seine Familie auf einen Weg der Selbstfindung.

Atypical behandelt gewichtige Themen, unter anderem Liebe, soziale Ausgrenzung, Trauer und Trennung. Leider wird auf das Thema Autismus oftmals sehr pauschal eingegangen und der Fokus wird auf Nebenhandlungen gelegt. Es gibt jedoch immer wieder Momente, in denen direkt Sams Gefühlswelt behandelt und besonders die Pilotfolge sowie das Staffelfinale sind hervorragend geschrieben. Die übrigen sechs Folgen schwanken etwas in der Qualität jedoch ist der Unterhaltungswert recht hoch.

Ein interessanter Aspekt ist Sams Fixierung auf die Antarktis, durch die der Zuseher einiges über den kältesten Kontinent der Erde lernt.

Die Besetzung von Atypical ist etwas durchwachsen. Ich mag die Darsteller in meiner Altersgruppe, Keir Gilchrist als Sam oder Brigette Lundy-Paine als Casey aber zu den älteren Schauspielern wie Amy Okuda als Therapeutin Julia kann ich keinen wirklichen Draht aufbauen. Die einzige Ausnahme bildet Michael Rapaport als Sams Vater Doug, der etwas tragisches an sich hat.


Atypical ist lustig, traurig, einfühlsam und bewegend. Der Autismus wird etwas zu sehr pauschalisiert aber im großen & ganzen ist die Serie sehenswert und wenn man sich auf die Prämisse einlässt, wird man acht Folgen sehr gut unterhalten, trotz leichter Qualitätsschwankungen.

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Santa Clarita Diet (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Name: Santa Clarita Diet
Staffeln: 1+
Episoden: 10 in 1+ Staffeln
Sender: Netflix
Genre: Horror

Ich kann mich von Netflix nicht trennen. Die Auswahl an interessanten Serien nimmt nicht ab und dank meines Kumpels Felix bin ich über eine sehr ausgefallene Serie gestoßen, die im Untergenre der Horror-Komödie angesiedelt ist. Somit viel Spaß mit meiner Review zur ersten Staffel von Santa Clarita Diet!


Familie Hammond, bestehend aus Joel & Sheila (vom Beruf Makler) sowie deren Tochter Abby, lebt in der Stadt Santa Clarita in Kalifornien. Das Leben der Familie wird plötzlich auf den Kopf gestellt als Sheila sich in einen Zombie verwandelt, anfangs verpacktes Fleisch isst aber nachdem sie einen Menschen verzehrt hat, nur mehr Menschenfleisch essen kann. Das Ehepaar muss sich dabei mit neugierigen Nachbarn und Kulturellen Normen herumschlagen. Dabei kommen sie dem scheinbar mystischen oder medizinischen Ursprung des Problems näher.

Obwohl die Serie dem Horrorgenre zuzuordnen ist, wird die eigentlich ernste Situation durch skurrile Situationen und abgedrehten Humor sehr aufgelockert. Erst in den letzten zwei Folgen macht sich ein ernsterer Unterton bemerkbar.


Die größte Stärke der Serie ist die Besetzung und deren hervorragende Chemie untereinander. Besonders Drew Barrymore als Sheila und Timothy Olyphant schaffen es wie ein richtiges Ehepaar zu wirken. Beide spielen liebenswerte aber schrullige Personen, die mit diesem Problem auf unterschiedliche Art umgehen. Ergänzt wird das Duo durch Liv Hewson als Abby Hammond und Skyler Gisondo als Nerd Erick Bemsis.

Die vier Hauptfiguren haben eine gute Dynamik untereinander die sich auch auf das Zusammenspiel mit den Nebenfiguren auswirkt.

Santa Clarita Diet kommt mit einer ausgewogenen Mischung aus Humor & Ekelhorror daher, was mich insofern belustigt da Horrorkomödien oftmals ekliger sind als reine Horrorfilme.


Alles in allem ist Santa Clarita Diet eine interessante Serie, die die Themen Zombie & Unleben kreativ aufarbeitet und einen sehr skurrilen Humor aufweist. Ich vergebe das Prädikat sehenswert und hoffe das die kommende Staffel 2 eine gleichbleibend hohe Qualität aufweist.

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From Dusk Till Dawn Staffel 1 | Review

Name: From Dusk Till Dawn
Staffeln: 3
Episoden: 30 in 3 Staffeln
Sender: Netflix
Genre: Fantasy, Drama, Horror

Bevor ich mich American Horror Story Staffel 2 widme habe ich mir die erste Season von From Dusk Till Dawn angesehen weil ich die Filmvorlage, besonders den ersten Teil, sehr mag.

Bevor ich zur Serie komme, noch ganz kurz zu den Filmen. Die From Dusk Till Dawn Trilogie ist eine, zumindest im Genre sowie Setting, abwechslungsreiche Vampir-Saga. Teil 1 ist ein Horrorfilm & Roadmovie, Teil 2 kombiniert Western & Vampirfilm und Teil 3 ist beschissen, ganz simpel.

Kurzer persönlicher Fakt; From Dusk Till Dawn 1, die gleichnamige Serie & Sin City sind die einzigen Werke von Robert Rodriguez die ich mag. Alles andere von diesem Herrn finde ich nicht gut und jetzt kommen wir endlich zur Serie.


Die Brüder Seth & Richie Gecko sind nach einem Bankraub mit mehreren Todesopfern auf dem Weg nach Mexiko. Verfolgt werden die Brüder vom FBI & der texanischen Polizei, allen voran Ranger Freddie Gonzales, der seinen Partner rächen möchte.

Auf ihrem Weg Richtung Grenze nehmen die Brüder die Familie Fuller, bestehend aus Pater Jacob, seiner Tochter Kate und seinem Adoptivsohn Scott, als Geisel. Jenseits der Grenze gelangt die Truppe ins Titty Twister, einer Rockbar die sich als alter Tempel & Vampirhort entpuppt. Der Kampf ums überleben beginnt.

Die From Dusk Till Dawn Serie hält sich über weite Strecken sehr eng an die Filmvorlage, entwickelt jedoch die Figuren & Handlungselemente weiter, was die Serie frisch wirken lässt, sowie wesentlich mehr Tiefgang erlaubt. Wir erfahren sehr viel über die Gebrüder Gecko, deren Motivationen, Ziele, aber auch die Kindheit der beiden wieder beleuchtet.

Außerdem werden die Vampire näher beleuchtet. Dabei finde ich den Ansatz, dass diese Vampire auf Schlangen basieren & nicht auf Fledermäusen, sehr ansprechend. Die Serie spielt mit einigen Mythen aus dem lateinamerikanischen Raum, ob das jedoch irgendeine wirkliche Grundlage hat, oder komplett erfunden wurde, kann ich nicht sagen.


Die Besetzung ist hervorragend und steht der Truppe aus der Filmvorlage in Nichts nach. Jede Hauptrolle wird einprägsam dargestellt und bekommt entsprechend Screentime um ausgearbeitet werden zu können.

Besonders Seth (D. J. Cotrona) & Richie (Zane Holtz) Gecko haben eine faszinierende Chemie zueinander, die zwischen Bruderliebe & Abneigung schwankt. Obwohl die Brüder Räuber und Mörder sind, sind sie doch keine schlechten Menschen. Besonders Seth ist ein tiefgründiger Charakter. Tiefgründigkeit ist eine Eigenschaft, die aber sehr viele Figuren in dieser Serie aufweisen.

Eine erwähnenswerte Schwäche der Serie sind die Effekte. Diese schwanken zwischen ziemlich cool & ziemlich billig. Das Design der Vampire ist ganz klar ein Highlight der Serie, aber die Effekte vom Computer und so manche Blutfontäne sehen beinahe schäbig aus.


Zusammengefasst ist From Dusk Till Dawn eine würdige Neuerzählung der Filmvorlage, die die Geschichte spannend erweitert und sich viel Zeit nimmt, die Figuren auszuarbeiten. Der Cast überzeugt ebenso wie das Design der Vampire, während die CG Effekte schwächeln. Ich gebe From Dusk Till Dawn Staffel 1 das Prädikat sehenswert, da sowohl Fans der Vorlage als auch Liebhaber von Vampirgeschichten auf ihre Kosten kommen.

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Lore Staffel 1 (Amazon Original) | Review

Name: Lore
Staffeln: 1
Episoden: 6
Sender: Amazon Video
Genre: Horror, Doku

Achja, das Horrorgenre lebt meiner Meinung nach im Serienformat richtig auf. Die Geschichten sind spannender, die Charakter feiner ausgearbeitet und die Themen interessanter inszeniert.

Bei Lore handelt es sich um eine von Amazon produzierte Serie, die auf dem gleichnamigen Podcast von Aaron Mahnke fußt. Das Konzept der Serie ist als Anthologie aufgebaut, was im Klartext bedeutet, dass die einzelnen Folgen nicht zusammenhängen und unabhängig voneinander gesehen werden können.


Lore umfasst 6 Episoden und diese thematisieren urbane Legenden, mythische Wesen (Geister, Wechselbälger, …), aber auch wahre Geschichten, oder Tatsachen wie die Lobotomie. Die einzelnen Folgen sind ähnlich wie eine Dokumentation aufgebaut und verwenden verschiedene Stilmittel. Diese Stilmischung beinhaltet Animationssequenzen, Archivaufnahmen und geschauspielerte Szenen.

Ich muss sagen, diese Darstellung der behandelten Themen ist sehr ansprechend und die Besetzung ziemlich gut. So sieht man beispielsweise Robert Patrick als einen Pfarrer, was lustig ist, da man ihn bereits als Geistlichen in der From Dusk Till Dawn Serie gesehen hat.

Was ebenfalls lobend erwähnt werden muss, ist der deutsche Erzähler, der durch die einzelnen Episoden führt. Viktor Neumann macht einen großartigen Job und führt den Zuseher durch die einzelnen Folgen.


Alles in allem ist Lore eine Serie mit interessantem Konzept, spannenden Geschichten, starker Besetzung und gelungener Inszenierung, aber leider viel zu wenigen Folgen. Ich gebe Lore das Prädikat sehenswertund hoffe, dass irgendwann eine zweite Staffel kommen wird.

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American Horror Story Staffel 1 | Review

Name: American Horror Story
Staffeln: 7+
Episoden: 84+
Sender: Netflix, FX, Fox & Amazon Video
Genre: Drama, Horror

Ich habe mich lange gegen American Horror Story, kurz AHS, gesträubt, weil mich die Serie aus irgendeinem Grund in der ersten Staffel bereits abgeschreckt hat. Dank Sarah Schuh (Tekken 7 & Stranger Things) & Sabrina Autengruber (Love Hotel Princess) habe ich die Serie nun doch erneut angefangen. Ihr habt lange auf mich eingequatscht und hier ist nun die Review zu American Horror Storry Staffel 1: Murder House. Viel Spaß!


Bevor ich zur Geschichte komme noch ein paar Worte zur Struktur der Serie. American Horror Story ist eine Anthologie-Serie. Jede Staffel beschäftigt sich mit einem Thema und erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte. Dadurch wird den Drehbuchautoren sehr viel Kreativität ermöglicht und die Serie bleibt frisch. Ich halte diesen Aufbau für sehr clever, da man nicht zwingend Staffel 1 bis 7 hintereinander sehen muss. Durch Anspielungen, Überschneidungen & Querverweise wird jedoch ein großer Serienkosmos erschaffen.

Genug der allgemeinen Details, es wird Zeit für die Handlung!


Murder House spielt in der Gegenwart behandelt die Tragödie der Familie Harmon bestehend aus Vivien, ihrem Mann Ben & deren Tochter Violet. Die Familie bezieht ein altes Haus in Los Angeles um einen Neuanfang zu starten, nachdem Ben eine Affäre mit einer Studentin hatte und beinah seine Ehe zerstört hätte.

Das Haus hat jedoch eine blutgetränke & düstere Vergangenheit, auf die ich nicht genauer eingehe, denn diese Vergangenheit nimmt einen gewaltigen Platz der Geschichte ein.

Im Laufe der ersten Staffel erfährt der Zuseher mehr über das kaputte Verhältnis der Familie Harmon und über die ehemaligen Bewohner des Hauses. Dabei wird gekonnt mit Rückblenden gearbeitet, in deren Verlauf die Grenze zwischen Realität & Wahnsinn immer weiter verschwimmt. American Horror Story schafft das Kunststück viele Figuren einzuführen, ohne überladen zu wirken und die faszinierenden Figuren machen neben der Handlung & der düsteren Atmosphäre einen weiteren großen Reiz aus.


Ermöglicht wird dies durch eine hervorragende Besetzung. Jeder Schauspieler schafft es seine Rolle mit Leben zu füllen und authentisch zu spielen. Man fühlt fast schon ihren Schmerz und ist schockiert zu wie viel bösem der Mensch im Stande ist.

Meine Lieblinge unter den Figuren waren der Teenager Tate (Evan Peters), Chad Warwick (Zachary Quinto), Ben Harmon (Dylan McDermott) & Violet Harmon (Taissa Farmiga) wobei alle Figuren faszinierend sind. Die Chemie unter den Rollen stimmt ebenfalls. Hass & Zuneigung, Mitleid & Ekel wechseln sich fließend ab und münden immer wieder in grausigen Höhepunkten, von denen das Finale am besten war.

Neben den Schauspielern sind auch die deutschen Sprecher grandios. Diese zweite Besetzung ergänzt die Schauspieler in puncto Emotion perfekt und verleiht ihnen Persönlichkeit sowie Emotionen.

Erwähnenswert sind das Intro & der Einsatz von Musik. Erstgenanntes ist von der Aufmachung zwar wenig spektakulär aber die Klanguntermalung wirkt fremdartig, beinah verstörend. Musik kommt in der Serie eher selten zum Einsatz und wenn dann um Höhepunkte zu unterstreichen.


Alles in allem ist American Horror Story: Murder House ein gelungener Auftakt, auf den man sich jedoch einlassen muss. Die Serie gehört zwar eindeutig dem Horror-Genre an nutzt aber auch Elemente eines Dramas und entwickelt sich zuerst langsam, bauscht sich aber bis zum Finale immer weiter auf. Die Besetzung & die Sprecher sind grandios ebenso wie die dichte Atmosphäre. Ich gebe American Horror Story Staffel 1: Murder House das Prädikat sehenswert!

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Links zu Amazon:

American Gods (Amazon Original) Staffel 1 | Review

Name: American Gods
Staffeln: 1+
Episoden: 8 in 1+ Staffel
Sender: Amazon
Genre: Fantasy, Drama

Ich habe mir endlich die Zeit genommen, mal wieder eine Serie von der schier endlosen Liste zu streichen. Heute geht es mir um American Gods, der Adaption des gleichnamigen Romans von Neil Geiman und ob sich die Serie gelohnt hat, möchte ich euch jetzt mitteilen.

An dieser Stelle eine kleine Spoilerwarnung, in Bezug auf kleine Details in der Handlung!


Shadow Moon, welch geiler Name, sitzt wegen eines missglückten Raubüberfalls für drei Jahre im Gefängnis. Nachdem seine Frau Laura zu Tode kam, wird er drei Tage vor Ende seiner Haftzeit entlassen. Auf dem Weg zum Begräbnis seiner Frau, die angeblich untreu war, trifft Shadow auf den eigentümlichen Mr. Wendsday. Dieser komische ältere Herr bietet Shadow einen Job als Bodyguard an, was zunächst abgelehnt wird.

Als Shadow den Job doch annimmt, erhält er Einblick in die Welt der Götter, die durch den Glauben der Menschen real geworden sind. Mr. Wendsday, der in Wirklichkeit Wotan (Odin) ist, versammelt die alten Götter, damit diese gegen die erstarkenden neuen Götter (Technik, Medien, Globalisierung) bestehen können.

Neben dieser spannenden Rahmenhandlung gibt es noch eine Reihe mal mehr mal weniger fesselnder Nebengeschichten. Besonders der Strang um Laura & Shadow ist interessant.

American Gods gehört zu den Serien, die sich langsam entwickeln. Für meinen Geschmack entwickelt sich die Serie allerdings fast schon zu langsam. Die Figuren sind faszinierend, vielschichtig und werden hervorragend ausgearbeitet, aber dadurch wird leider auch die Erzählstruktur massiv. Der Spannungsbogen schlägt selten nach oben aus und der angepeilte Krieg der Götter liegt noch in weiter Ferne.


Auch wenn American Gods bei der Handlung schwächelt, ist die Serie sehr stark bei den Effekten und Szenenbildern. Es gibt keine Folge, die nicht mindestens eine denkwürdige Stelle enthält. Dabei wird gern die Zeitlupe eingesetzt, um Details hervorzuheben, die in normaler Geschwindigkeit gar nicht wirken können. So gewinnen Details wie Regen & Blut eine ganz andere Wirkung.

American Gods setzt auf eine Mischung aus Sex & Gewalt, was eine ganz eigene Ästhetik besitzt. Dabei wirken weder Sex, noch Gewalt deplatziert, sondern fügen sich hervorragend in diese Welt ein.

Neben den starken Bildern verfügt American Gods über eine sehr starke Besetzung, die hervorragend miteinander harmoniert. Unter den Menschen haben wir das Ehepaar Moon, bestehend aus Hauptcharakter Shadow Moon (Ricky Whittle) & dessen untoter Frau Laura Moon (Emily Browning – Suckerpunch), die den wohl faszinierensten Nebenplot der ganzen Handlung haben.

In der Gruppe der alten Götter sieht man unter anderem Ian McShane als Odin, Pablo Schreiber als Mad Sweeney (Kobold) und Peter Stormare als Czernobog. Die neuen Götter werden als Globalisierung (Mr. World),Technologie(Der technische Junge) und Medium (Media) dargestellt. In der genannten Reihenfolge schlüpfen Crispin Clover, Bruce Langley & Gillian Anderson in die Rollen der neuen Götter.


Zusammengefasst ist American Gods eine Serie mit starker Besetzung, interessanter Handlung & Bildgewaltigheit, aber schwacher Erzählstruktur. Die Handlung will nicht wirklich in Fahrt kommen und ich hoffe, dieses Problem wird in der zweiten Staffel behoben. Ich gebe der Serie das Prädikat bedingt sehenswert, da trotz der gravierenden Schwäche ein Blick nicht schaden kann.

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Weitere Reviews zu American Gods:

American Gods – Staffel 1 – Kritik von Staffmann/Filmexe

American Gods (Staffel 1) von zacksmovie

American Gods von ShalimasFilmweltenKritik

American Gods von Joseph

American Gods von Kinogucker

 

Samurai Gourmet (Netflix Original) | Review

Ich mag Netflix. Ich mag Japan und ich liebe gutes essen. In der Serie Samurai Gourmet werden diese drei Komponenten vereint und bilden somit eine solide Voraussetzung, um mir zu gefallen. Ob sich diese These bewahrheitet, schauen wir uns jetzt an!
Samurai Gourmet umfasst bisher 12 Folgen in einer Staffel und erschien am 17.03.2017 auf Netflix. Die Sprache der Ausstrahlung ist im O-Ton, also auf Japanisch mit deutschen Untertiteln, was der Authentizität zu gute kommt!


Nach seiner Pensionierung hat unser Protagonist Takeshi Kasumi plötzlich sehr viel Freizeit. Nach einem Spaziergang im Park, entdeckt er den köstlichen Geschmack eines kalten Bieres zur Mittagszeit und fasst den Entschluss seine Lust auf das Leben und seine Leidenschaft für das essen aufs Neue zu entdecken.
Soweit zur Rahmenhandlung. Jede Folge bietet eine simple Handlung, die uns neben einem kleinen Einblick in die japanische Kultur, sich um ein Gericht dreht.


Der Cast von Samurai Gourmet ist äußerst sympathisch und besteht (Gott sei Dank) nur aus asiatischen Schauspielern. Wie befremdlich wäre es, wenn die Hauptrolle mit einem Europäer oder Amerikaner besetzt worden wäre?
Hauptdarsteller Naoto Takenaka ist unglaublich sympathisch und verkörpert seine Rolle als Takeshi mit viel Leidenschaft. Tetsuji Tamayama verkörpert den herrenlosen Samurai aus Takeshis Fantasie und ist quasi das Vorbild unseres Helden.

Die Dritte im Bunde ist Takeshis Ehefrau Shizuko Kasumi gespielt von Honami Suzuki. Sie ist bereits in der Pension und geht diversen Freizeitaktivitäten nach.


Neben den abwechslungsreichen Geschichten und den sympathischen Schauspielern sind zum einem die Dialoge sehr gut geschrieben und zum anderen ist die Kameraarbeit sehr gelungen. Die Speisen werden sehr ansprechend in Szene gesetzt und ich habe während den Episoden mehr als einmal Hunger bekommen.
Was mich ja freut, ist der Umstand, dass die Speisen auch gegessen werden. Mich ärgert es jedes mal maßlos wenn in einem Film oder einer Serie köstlich aussehende Speisen zubereitet werden aber niemand isst. Irgendwer muss sich ja die Mühe gemacht haben und das Essen zubereitet haben.


Alles in allem ist Samurai Gourmet eine äußerst kreative und sehr sympathische Serie. Die Schauspieler sind  gut und ihre Liebe für gutes Essen ist glaubhaft. Wer noch nie von dieser Serie gehört hat, sollte ihr unbedingt eine Chance geben. Von mir bekommt Samurai Gourmet eine klare Empfehlung!
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Marvels The Inhumans Folge 1 & 2 | Review/Gedankenspiel

Ich war gestern mit meinem besten Freund Felix im Kino und wir haben uns das Imax exklusive Event zu Marvels The Inhumans. Bei diesem Event werden die Ersten beiden der neuesten Serie von Marvel als Premiere zwei Wochen lang in ausgewählten Kinos gezeigt. Gefilmt wurde die Serie mit Alexa Imax 65 mm Kameras. Der Start dieser Premiere am 01.09.2017.


Wer oder was sind die Inhumans? Simpel gesagt sind die Inhumans eine Rasse von Metawesen im Marvel-Universum. Diese Rasse wird von ihrem König, Black Bolt & dessen Familie beherrscht. Ähnlich wie die X-Men zeichnen sich die Inhumans durch ihre vielfältigen Fähigkeiten aus. Ihre Fähigkeiten brandmarken sie jedoch, ebenso wie die Mutanten, als Außenseiter. Dies hält die Inhumans um Black Bolt jedoch nicht davon ab, gegen das Böse zu kämpfen!


Da diese Serie sehr neu ist, möchte ich so wenig wie möglich über die Handlung verraten. Daher gibt es nur eine kurze Zusammenfassung und dann teile ich meine Eindrücke von diesem Kinobesuch mit euch.

Nach einem Militärputsch muss die Königsfamilie um Black Bolt & Medusa von ihrer Heimat, auf dem Mond der Erde, fliehen. Ihre Zuflucht ist Hawaii auf der Erde. Von dort aus stellen sich die Inhumans den Mächten des Bösen.

Als „Film“ taugt Inhumans eher wenig, was aber daran liegt, dass die beiden gezeigten Folgen nicht als Film, sondern als Premiere einer kommenden TV Serie zu verstehen sind. In dieser Rolle funktioniert Inhumans sehr gut. Es wird die Stadt Attilan, die Familie um Black Bolt sowie der Hauptschurke etabliert.

Mein Highlight war Anson Mount (The Evil Within) als Black Bolt, der König des Inhumans Volkes. Da dieser, aufgrund seiner Fähigkeiten, niemals spricht, muss Anson Mont viel Mimik & Gestik arbeiten und dieses Kunststück wurde mit Bravour geschafft.

Serinda Swan als Medusa & Iwan Rheon als Maximus wussten ebenfalls als Hauptfiguren zu gefallen. Vom Rest des Casts möchte ich noch mehr sehen, um wirklich eine Meinung zu haben


Technisch hat mich das Imax wie üblich beeindruckt, auch wenn seit Dunkirk alles wie ein kleiner Rückschritt in diesem Format wirkt. Besonders hat mir die Abmischung des Klangs gefallen. Inhumans war weder zu Laut noch zu leise. Es wurde genau die richtige Mischung gefunden.

Eine witzige Notiz am Rande. Als Felix & ich in den Saal gingen, wurde das Thema von Wonder Woman aus dem gleichnamigen Film & Dawn of Justice gespielt, was etwas out of place wirkt, wenn ein DC Musikstück vor einem Werk von Marvel gespielt wird.
Als der Abspann lief und somit die Vorstellung zu Ende war, hörte man im Kinosaal diverse Aussagen wie „was für ein mieser Film“ oder Ähnliches. Mich hat das belustigt, weil manche Leute, nicht Sinn erfassend, die Filmbeschreibung des Kinoprogramms gelesen haben. Dort stand nie etwas vom Inhumans Film, dieser wurde vor einiger Zeit von Marvel eingestellt. Die Serie ersetzt, vermutlich vorläufig, den Film.

Zusammengefasst hat sich dieser Besuch im Imax gelohnt. Wer die Erwartung, einen typischen Marvel Film zu sehen, über Bord wirft, bekommt einen Einstieg in eine sehr solide Serie serviert. Wer man diese Erwartung, trotz der verbreiteten Informationen was Inhumans ist und was im Kino gezeigt, nicht ablegen kann, wird enttäuscht sein. Ich hab die 10 € gern in diese 77 Minuten Unterhaltung gesteckt und freue mich auf den Rest von Marvels The Inhumans.
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Jessica Jones Staffel 1 (Netflix Original) |Review

Auf die Empfehlung der Userin Tempest hin, grüße & dank an dich, habe ich mir die erste Staffel von Marvel’s Jessica Jones angesehen. Diese Serie ist Teil eines Miniuniversums innerhalb des großen Marvel Cinematic Universe und wird, zusammen mit Luke Cage, Iron Fist & Daredevil, zur Crossover Serie Defenders zusammenlaufen.
Thematisch ist Marvel’s Jessica Jones eine Comicverfilmung & eine Crime Noir Geschichte. Für eine Verfilmung von Marvel fällt die düstere Atmosphäre, die erwachsenen Themen und die „bunte“ Sprache auf. Dazu später mehr.


Jessica Jones (Krysten Ritter), eine ehemalige Superheldin, betreibt eine Privatkanzlei in New York City. Ihre Fähigkeiten sind übermenschliche Stärke sowie eine verstärkte Sprungkraft (zum Fliegen reicht es nicht). 
Jessica’s Karriere als Superheldin endete, als sie auf den Superschurken Kilgrave (gespielt von Doctor Who Darsteller David Tennant) traf. Dieser besitzt die Fähigkeit, Menschen seinen Willen aufzuzwingen und ließ Jessica einst einen Mord begehen. 
Zu Beginn der Serie soll Jessica für das Ehepaar Shlothman das Verschwinden ihrer Tochter aufklären. Als sich herausstellt, dass Kilgrave hinter dem Verschwinden steckt, muss sich Jessica ihrem alten Peiniger stellen, der grausame Rache an unserer Ex-Heldin nehmen will, weil sie ihn einst zum sterben zurückließ.

 

Das ist natürlich nur eine grobe Zusammenfassung, der spannenden Geschichte voller emotionaler Abgründe, Gewalt, düsterer Helden & grausamer Schurken.

 


Jessica Jones ist eine gebrochene & alkoholkranke Ex-Heldin, die soziale Kontakte meidet und sich schwere Vorwürfe durch ihre Tat als Kilgraves „Sklavin“ macht. Als jedoch ihr Nemesis wieder auftaucht, schwört Jessica ihn zur Strecke zu bringen. Unterstützung erhält sie dabei, unter anderem, von Luke Cage (den beleuchten wir in der Review zu seiner eigenen Serie), ihrer Stiefschwester Trish Walker (Rachael Taylor), der skrupellosen Anwältin Jery Hogath (Carrie-Ann Moss), dem Junkie Malcom (Eka Darville) sowie dem Polizisten Will Simpson (Wil Traval).

Jeder der Hauptfiguren aus der Gruppe um Jessica ist hervorragend geschrieben, bringt eigene Handlungsstränge mit, die sich sehr gut in die Hauptgeschichte einfügen und ist glaubhaft. Dieses Merkmal trifft, ohnehin, auf alle Figuren in Marvel’s Jessica Jones zu. Das liegt nicht nur an hochwertigen Drehbüchern, sondern auch an talentierten Schauspielern.

 

Talentiert führt mich zu Kilgrave, dem Superschurken & Erzfeind von Jessica Jones. Als Ergebnis grausamer Experimente, kann er seinen Willen anderen Menschen aufzwingen. Somit ist er äußerst gefährlich, da er selbst kaum Gewalt ausübt. Die Drecksarbeit erledigen seine Marionetten für ihn. Kilgrave ist kein Telepath im klassischen Sinne, wie zB Professor X, da er seine Kräfte kontrolliert aber keine geistige Verbindung aufbaut bzw. aufbauen kann. Seine fanatische Liebe, die zeitweise absurde bis krankhafte Ausmaße annimmt, zu Jessica sind sein größter Antrieb das Leben unserer Ex-Heldin zur Hölle zu machen.
Marvel’s Jessica Jones ist die erste Serie des Marvel Cinematic Universe, kurz MCU , die ich gesehen habe und ich war positiv überrascht. Die Atmosphäre ist düsterer, die Figuren nicht so strahlend, die Themen sind Erwachsener (Mord, Vergewaltigung, Sexualität, …) & der gesamte Aufbau der Serie ist für ein erwachsenes Publikum ausgelegt. 

 


Zusammengefasst ist Marvel’s Jessica Jones eine spannende & düstere Crime Noir Serie die schwere Themen glaubhaft erzählt aber ohne zu übertreiben. Mit Luke Cage & Jessica Jones werden zwei neue Helden ins MCU eingeführt, die man hoffentlich, in Zukunft als Avengers sehen wird.  Der Schurke Kilgrave gehört zu den besten & tiefgründigsten Bösewichten des MCU. Wer ein Fan von Kriminalgeschichten, Comicverfilmungen oder Psycho-Thrillern ist, kommt mit dieser Serie voll auf seine oder ihre Kosten.

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Marco Polo Staffel 1 (Netflix Original) |Review

Marco Polo ist eine Abenteuer & Historienserie, die von der Weinstein Company produziert wurde und seit 2014 auf Netflix verfügbar ist. Die Serie wurde auf Grund der hohen Produktionskosten nach zwei Staffeln eingestellt.


Marco Polo wächst alleine bei seiner Tante auf, da sein Vater, Niccolo Polo (Pierfrancesco Favino), als Händler, Forscher & Abenteurer ständig auf Reisen ist. Widerwillig nimmt Niccolo seinen Sohn mit auf eine mehrjährige Reise durch China. Am Hofe des großen Kublai Khans, Enkel des Dschingis Khan, wird Marco als Pfand zurückgelassen, damit sein Vater nicht verbannt wird.

 

Kublai Khan herrscht über die Mongolei und gedenkt, seine Herrschaft über Südchina auszuweiten. Marco muss lernen, in dieser fremden Welt zu überleben und sich anzupassen. Politische Intrigen, von innen wie außen, Machtkämpfe & blutige Feldzüge bestimmen diese Welt.


Die erste Staffel etabliert neben Marco Polo & dessen Familie den Hofstaat des Khans, dessen Khaghanat (Staatsgebiet & Stämme, die vom Großkhan beherrscht werden) sowie den chinesischen Hofstaat unter dem intriganten Kanzler Jia Sidao (Chin Han).

Die Motive & Ziele der Hauptfiguren werden erst im Laufe der Geschichte klar und viele begonnene Handlungsstränge laufen zum Ende zusammen.

Die Darstellung der asiatischen Kultur samt deren Bräuche und Traditionen ist äußerst faszinierend und bietet einen angenehmen Kontrast zum Rest der (logischerweise) westlich geprägten Film- & Serienlandschaft. Ein cleverer Schachzug ist die Rolle von Marco Polo (Lorenzo Richelmy). Als ein Fremder aus Europa muss er diese fremde Kultur kennen & verstehen lernen, um zu überleben. Somit kommt sich der Zuseher nicht wie ein Trottel vor, dem man alles erklären muss, eher wie ein Schüler, der nach Wissen verlangt.

Die Leistung der Schauspieler ist sehr authentisch, was nicht nur daran liegt, dass der Cast zu 99% aus asiatischen Schauspielern besteht. Benedict Wong spielt als Kublai Khan einen mächtigen Krieger, der jedoch nicht frei von Selbstzweifeln ist. Remy Hii spielt als Prinz Jingim den ehrgeizigen Sohn des Khans, welcher alles für die Anerkennung seines Vaters tut. Lorenzo Richelmy spielt einen wissbegierigen, intelligenten Marco Polo, dessen europäische Ideale in der harten Welt der Mongolen scheinbar keinen Platz haben.

 

Dies waren jedoch nur ein paar Beispiele für die auffallend starke Besetzung der Serie. Der Hauptcast ist glaubwürdig, einprägsam und bleibt die ganze Staffel über interessant.


Ein paar Worte zur Choreografie der Kämpfe. Diese sind wie üblich bei Produktionen mit asiatischen Schauspielern sehr gelungen und wirken äußerst glaubwürdig. Besonders die waffenlose Kämpfe sind schnell, brutal & beeindruckend.
Alles in allem ist die erste Staffel von Marco Polo ein gelungener Einstieg, welcher besonders Fans von Historienabenteuern ansprechen wird. Wer sich etwas mit Geschichte auskennt, kann sich den Ausgang bereits denken. Das ändert aber nichts an einer spannenden Handlung, welcher in einer fremden Kultur angesiedelt ist, die sich so stark von unserer unterscheidet.

Das wars von meiner Seite. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit, wir lesen uns beim nächsten mal!