Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered | Review [Playstation 4]

Titel: Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered
Entwickler: Naughty Dog/Bluepoint Games
Publisher: SIE
Plattform: Playstation 4
Release: 2015

Achja Uncharted (<3). Kaum ein Franchise aus dem Pool an Playstation Exklusivtiteln fühlt sich so sehr wie eine Reihe guter Filme an, die man immer wieder sehen kann. Die Reihe habe ich bereits mehrmals auf dem Blog behandelt, aber ich hatte wieder lust mich mit den Spielen auseinanderzusetzen und sie einzeln zu beleuchtet.

Den Anfang macht demnach der erste Teil Drake‘s Schicksal oder auch Drake’s Fortune!


Kernfakten aus El Dorado

Titel: Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered
Entwickler: Naughty Dog/Bluepoint Games
Publisher: SIE
Plattform: Playstation 4
Release: 2015


Nathan Drake, laut eigener Aussage ein Nachfahre des Seefahrer/Entdeckers/Freibeuters/Vizeadmirals und erstem englischen Weltumsegler Sir Francis Drake, birgt zusammen mit der Reporterin Elena den Sarg von Francis Drake aus dem Meer. Bis auf ein Tagebuch ist der Sarg allerdings leer. Das Buch enthält Hinweise auf den Standort der legendären Stadt El Dorado.

Zusammen mit seinem langjährigen Freund Victor Sullivan (kurz Sully) begibt sich Drake auf die Suche nach El Dorado. Als sich herausstellt, dass es sich bei der goldenen Stadt in Wirklichkeit um eine riesige goldene Statue handelt, und das Duo den genauen Standort der Statue ermitteln kann werden sie von Verbrechern, unter dem Kommando Gabriel Roman, überrascht. Sully wird augenscheinlich ermordet, die Karte mit der Standort El Dorados wird gestohlen und Drake muss die Flucht antreten. Zusammen mit der Elena, die sich an Drakes Fersen geheftet hat, macht er sich auf die Suche nach El Dorado.

Erzählerisch schlägt der erste Uncharted in das klassische Genre der Abenteuergeschichte, ähnlich wie die Tomb Raider und Indiana Jones Spiele, kombiniert diese mit übernatürlichen Elementen aber auch Action und Humor kommen nicht zu kurz. Die größte Stärke der Handlung sind die Figuren. Besonders Nathan Drake, eigentlich nur ein Typ mit weißem Shirt und ohne prägnantes Merkmal, ist ein herrlich erfrischender Protagonist, der mit Witz, Charme und Hirn ein klarer Sympathieträger ist.

Allerdings sind auch Victor Sullivan und Elena Fisher äußerst sympathisch, sowie eine großartige Ergänzung zum Hauptcharakter. Selbst die Schurken besitzen eine gewisse Sympathie, da sie so herrlich als Arschlöcher geschrieben wurde. Man merkt dem Spiel klar an, dass es von der großartigen Amy Hennig geschrieben wurde, die schon lange ihr Talent bewiesen mit ihren Arbeiten an den Legacy of Kain Spielen.

Spielerisch wirkt Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered wie das Kind von der Spielereihen Tomb Raider und Gears of War. Einerseits sind Rätsel- und Kletterpassagen ein essentieller Bestandteil des Spielerelebnis aber brachiale Feuergefechte lockern das Spiel auf.

Das Klettern wurde bewusst simpel und unterhaltsam konzipiert. So hangelt man sich an klar erkennbaren Vorsprüngen. Dies sorgt nicht nur für ein angenehmes Spieltempo, sondern auch für das richtige Gefühl in einer Abenteuergeschichte zu sein. Ergänzend dazu gibt es einige Rätsel zu lösen, deren Anspruch schwankt, und Schätze kann man für das Freischalten von Extras auch noch sammeln. Selbstverständlich wird in Uncharted auch gekämpft und in den offensichtlich platzierten „Arenen“ knallt es dann auch ordentlich. Dem Spieler steht ein großes Waffenarsenal zur Verfügung, mit dem sich die zahlreichen Feinde effektiv bekämpfen lassen. Sehr wichtig für den Kampf ist das Deckungssystem um dem steten Kugelhagel zu entgehen. Die KI der Feinde schwankt je nach Schwierigkeitsgrad, ist aber allgemein sehr klug.

Optisch hat das Uncharted: Drake’s Schicksal inzwischen Staub angesetzt aber das aufpolierte Remastered von Bluepoint Games sieht auch nach heutigen Maßstäben ganz okay aus. Die farbenfrohen und abwechslungsreichen Umgebungen sind äußerst angenehm für das Auge, aber das Highlight des Spiels sind immer noch die Charaktermodelle, die auch heute noch sehr schon modelliert sind!


Abschließend lässt sich zusammen das Uncharted: Drake’s Schicksal ein hervorragend inszeniertes Abenteuer ist, dass zwar noch so manche Plumpheit (Stichwort: offensichtliche Kampfareale) im Design hat aber durch eine starke Handlung, sympathische Figuren, eine hochwertige deutsche Lokalisierung und sauberes Gameplay glänzt. Rundum ein tolles Erlebnis und ein definitiv spielenswertes Abenteuer!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Superbros #S2/E2: Uncharted | Podcast

Superbros S2/E1: Uncharted

Uncharted: The Lost Legacy | Review [PS4]

Wer meinem Twitter bzw. Instagram Account folgt (Schleichwerbung), weiß das ich bereits seit dem 19.08.2017 im Besitz von Uncharted: The Lost Legacy bin und das Spiel in der Nacht zum 21.08 durchgespielt habe. Warum kommt die Review erst jetzt? Nun, es gab noch einige Beiträge in der Warteschlange, aber jetzt ist es endlich soweit. Viel Spaß!

Uncharted: The Lost Legacy ist ein Action-Adventure des amerikanischen Studios Naughty Dog und erschien am 23.08.2017 exklusiv für die Playstation 4. Zum ersten mal in der, bisher sechs Spiele umfassenden, Reihe übernimmt man nicht die Rolle von Nathan Drake.


Chloe Frazer (Uncharted 2 & 3) & Nadine Ross (Uncharted 4) müssen widerwillig zusammenarbeiten um den Stoßzahn Ganeshas, ein altes und heiliges indisches Artefakt, zu finden. Dieses Artefakt will auch der Warlord Asav, der Antagonist des Spiels, in die Hände bekommen. Schauplatz der gesamten Geschichte ist Indien.

Die Rahmenhandlung eines Uncharted war noch nie sehr berauschend. Der große Reiz wird durch das Zusammenspiel der Figuren ausgemacht. Hier sei besonders die Chemie zwischen Nadine und Chloe erwähnt. Beide Harmonieren, trotz ihrer Differenzen, wunderbar miteinander und wirken glaubhaft. Wir haben hier zwei starke weibliche Hauptfiguren, die nicht nur charismatisch und weiblich sind, sondern auch glaubhaft. Wir haben keine unbesiegbaren Kampfmaschienen. Beide müssen Niederlagen einstecken, wachsen aber daran und lassen sich von ihrem Ziel nicht abbringen.


Technisch & grafisch überzeugt Uncharted: The Lost Legacy, bis auf ein paar Kleinigkeiten wie Gras im Auto, auf ganzer Linie. Die Animationen, besonders die der Gesichter sehen fabelhaft aus. Dazu kommt eine wunderschöne, farbenfrohe & detailreiche Spielwelt. Der Dschungel lässt sich mit wild, majestätisch & mystisch am besten beschreiben. Dazu kommt eine realistische Spielphysik, was bewegende Objekte betrifft. Der alte Trick mit der filmreifen Action, fast nahtloser Übergang von Zwischensequenzen zu Ingame, funktioniert hier erneut wunderbar.


The Lost Legacy sieht jedoch nicht nur gut aus, es spielt sich auch wunderbar. Im Grunde ist das Gameplay eine ausgewogene Mischung aus Actionsequenzen, Geschicklichkeitseinlagen und Rätsel, die es zu lösen gilt. Die Rätsel selbst sind abwechslungsreich und teils sehr fordernd, lassen sich aber mit logischem Denken lösen.
Die Geschicklichkeitseinlagen umfassen schwimmen & tauchen, das klettern an Felswänden sowie das schwingen mit dem Seil über Abgründe. Im Kampf steht dem Spieler ein reichhaltiges Arsenal an Schusswaffen zur Verfügung. Es kann aber auch im Nahkampf gekämpft werden. Wer es leise mag, kann auch schleichen und Feinde aus dem Hinterhalt erledigen.
Erwähnenswerte Neuerungen im Gameplay, sind das knacken von Schlössern & das nutzen von schallgedämpften Pistolen.


Alles in allem ist Uncharted: The Lost Legacy ein würdiger Ableger, der Uncharted 4 in nichts nachsteht. Alle stärken des Vorgängers wurden übernommen und im gewissen Bereichen sinnvoll erweitert. Die Spielzeit mit knapp 8 Stunden ist etwas kurz aber der Wiederspielwert ist sehr hoch. Wer eine PS4 besitzt, kommt um diese kleine Perle nicht herum.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Mehr von Uncharted könnt ihr hier lesen und unter diesen Links kann man sich Uncharted 1 bis 3 & Uncharted: The Lost Legacy für die PS4 kaufen! In Kooperation mit dem Partnerprogramm von Amazon!

Uncharted: The Nathan Drake Collection

Uncharted: The Lost Legacy

 

Exkurs: Uncharted 1 – 4 | Gedankenspiel

In einer Zeit, als Lara Croft, Protagonistin der Tomb Raider Serie, aufgrund der sinkenden Qualität ihrer Spiele, niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlockte, wurde es still um die Spiele mit Grabräuber, Schatzsucher & Forscher.


Dies änderte sich im Jahr 2007 als Naughty Dog (The last of us, Jak & Daxter) für Sonys Playstation 3 eine neue Marke etablierten. Mit Uncharted: Drakes Fortune wurde dem Genre der Action-Adventure der alte Glanz zurückgegeben. In der Rolle des Schatzsuchers Nathan Drake, Nachfahre des Entdeckers Sir Francis Drake, begibt man sich auf die Suche nach dem Schatz El Dorado.

Das Spielprinzip besteht aus Feuergefechten mit feindlichen NPC’s, sowie Kletterpassagen, um Abgründe zu überwinden. Ab & an wollen auch ein paar Rätsel, deren Schwierigkeitsgrad variiert, gelöst werden.
Die Umgebungen haben im Laufe der Jahre, 10 Jahre seit Release, etwas Staub angesetzt, aber die Charaktermodelle wie Gesichtsanimationen sind immer noch sehenswert. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die hochwertigen Charaktermodelle & Gesichtsanimationen ein Markenzeichen der Reihe sind.

Zwischen den Klettereinlagen und Feuergefechten besteht die Möglichkeit, in den weiträumigen und abwechslungsreichen Gebieten Schätze zu finden. Mit den Schätzen kann man Bonusinhalte wie Cheats & Konzeptzeichnungen freischalten.
Uncharted: Drakes Fortune ist ein bis heute spielenswertes Action-Adventure, das die neue Ära des Genres einleitete. Die Grafik hat zwar etwas Staub angesetzt, aber das Gameplay funktioniert immer noch wunderbar.


Zwei Jahre später erschien Uncharted 2: Among Thieves für die PS3 und übertraf seinen Vorgänger in allen Punkten. Die Grafik ist noch eindrucksvoller geworden und das Gameplay noch weiter verfeinert. Die Mischung aus schießen, klettern & Rätsel lösen ist ausgewogener als im Vorgänger und bietet mehr Abwechslung.

In seinem zweiten Abenteuer sucht Nathan Drake nach Shambala & dem Cintamani-Stein. Seine Suche führt ihn von der Türkei über Borneo bis ins verschneite Nepal. Zur Seite steht ihm sein Mentor Victor Sullivan (bekannt aus Teil 1) und seine alte Freundin Chloe. Als Antagonist tritt der Söldner und Kriegsverbrecher Lazarevic auf den Plan. Dieser finstere Geselle ist wie besessen von der Suche nach Shambala.
Entgegen meiner persönlichen Erwartung, bin ich mit Uncharted 2 nie warm geworden. Das Spiel ist eine rundum verbesserte Version des Erstlings aber meine Euphorie, wie bei Teil 1, blieb aus.


Aus persönlicher & langjähriger Erfahrung, gefallen mir die dritten Teile von Serien (Filme, Spiele, Romane) immer am wenigsten. Entgegen aller Erfahrung war ich von Uncharted 3: Drakes Deception begeistert. Das Spiel erschien im Jahr 2011 und war für mich eine Offenbarung, was Grafik & Technik anging. Das Spiel sah so unfassbar schön aus. Hochdetailliert, kräftige Farben & so nahe Gesichts- & Charaktermodelle, wie man sie nur mit Beyond Two Souls (zumindest für die PS3 Generation) vergleichen konnte. Dazu kommt eine realistische Physikberechnung, mit der beispielweise die Wellen eines Ozeans, ein Kreuzfahrtschiff & die darauf stehenden Figuren korrekt dargestellt werden können.
In seinem dritten Abenteuer sucht Nathan nach der verschollenen Stadt Iram. Das Team unseres Helden bestehend aus Sully, Chloe & Elena bekommt mit Cutter Zuwachs und stellt sich dem sinisteren Duo Marlowe & Talbot, die ebenfalls nach Iram suchen, entgegen. Das Abenteuer führt von London nach Frankreich, Syrien bis in den Jemen. Außerdem spielt man kurz Drake als Jugendlichen in einer kurzen Episode in Südamerika.
Uncharted 3 ist angesichts von Story, Gameplay & Grafik ein echtes Brett, das alles aus der PS3 rausholt, was möglich ist. Ich habe mir gedacht, noch besser kann die Serie nicht mehr werden, bis Naughty Dog mit Uncharted 4: A Thief’s End das Finale des Zyklus um Nathan Drake veröffentlichte.


Uncharted 4: A Thief’s End erschien 2016 und bevor ich erneut in gruseliges Geschwärme verfalle, fasse ich mich kurz. Mit Uncharted 4 vereint Naughty Dog alle Stärken der Vorgänger und führt diese in die neue Konsolengeneration. Das Spiel ist wunderschön, hat eine realistische Physik und erinnert teilweise an einen spannenden Actionfilm. Die Inszenierung ist sehr gelungen & die Geschichte zeigt auch Gefühl.
In ihrem letzten Abenteuer suchen Nathan, der sich eigentlich zur Ruhe gesetzt hat, sein alter Freund Sully & sein Bruder Sam die legendäre Republik der Piraten, Libertalia. Wie üblich führt diese Abenteuerreise unseren Helden über die verschiedensten Teile der Welt (Italien & Madagaskar als Beispiel) und ebenfalls wie üblich stellen sich sinistere Schurken in den Weg. In diesem Fall sind es Rafe Adler, ein alter Freund der beiden & die Söldnerin Nadine Ross (die Protagonistin des kommenden Uncharted Lost Legacy).

Mein Highlight an Uncharted 4 ist das Ende, es folgen keine Spoiler! Ich habe bisher in keinem Videospiel ein so gut geschriebenes & perfektes Ende erlebt. Die Geschichte wird in Würde beendet und hinterlässt einen guten Nachgeschmack. Ich würde weitere Uncharted Spiele begrüßen, aber man muss nicht unbedingt Nathan Drake & seine Frau Elena wieder aus der Mottenkiste holen.


Zusammengefasst ist Uncharted eine wunderbare & hochwertige Spieleserie, die sich konsequent weiterentwickelt hat & zeigt, was technisch, erzählerisch, sowie spielmechanisch alles möglich ist. Was einst Tomb Raider war, ist heute Uncharted. Schließlich funktionieren die neuen Spiele mit Lara Croft nach einem ähnlichen Prinzip, aber das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.

Ich freue mich schon sehr auf Uncharted – The lost Legacy & kann mir gut vorstellen, weitere Ableger aus diesem Franchise zu spielen, bis vielleicht ein Uncharted 5 erneut alles verändert.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns beim nächsten Mal!