Untitled Goose Game | Gedankenspiel

Untitled Goose Game oder in meinem Fall, Untitled Geese Game, da ich das Spiel rein im Koop gespielt habe, ist ein Indiespiel dem ich Anfangs kaum Interesse geschenkt habe. Inzwischen habe ich mir das Spiel aber spontan gekauft und mit meiner Freundin zügig durchgespielt.

Kurzgesagt haben wir einige sehr spannende Stunden in das Spiel gesteckt, geknobelt, gelacht und uns über die stellenweise schwammige Steuerung geägert. Langgesagt … naja das kommt in den folgenden Zeilen!

Es ist ein wunderschöner Tag in einem malerischen Tag. Die Bewohner gehen ihrem Tagwerk nach und alles ist friedlich … bis eine gehässige Gans (oder in meinem Fall zwei Gänse) auftaucht. Dies gefiederte Biest hat nur einen Wunsch, und zwar die Dorfbewohner zu tyrannisieren und ihnen Streiche zu spielen sowie ihr Eigentum zu entwenden.

Diese gar bösartige Kreatur übernimmt der Spieler, im Koop übernimmt der zweite Spieler eine chinesische Gans und dann beginnt der Spaß.

In fünf verschiedenen Leveln müssen der/die Spieler für herrliches Chaos sorgen und Rätsel lösen, deren Anspruch schwankt, aber gern zum Knobeln anregt.

Alle Level sind miteinander verbunden was das Sandbox-Rätselspiel um eine kleine aber feine Open World, die zum reichhaltigen Chaos stiften anregt, auch abseits der Aufgaben. Dabei stehen dem Spieler alle Kräfte einer Gans zur Verfügung. Lautes Schnattern, mit den Flügeln schlagen, Schwimmen & mit dem Schnabel alles klauen, was nicht bei drei auf dem Baum ist.

Der Aufbau der Aufgaben ist im Kern immer gleich, was am begrenzten Aktionspotenzial der Spielfigur liegt, aber die Varianz bringt den Spaß und die Aufgabenstellung unterscheidet sich sehr oft. Mal muss ein Gärtner nass gemacht werden, mal muss man ins Fernsehen und dann muss man einem Mann die Hausschuhe stehlen.

Besonders im Koop machen die Aufgaben noch mehr Spaß und das Chaos ist einfach herrlich. Ebenfalls herrlich ist die Optik des Spiels, mit seinem zeitlosen gezeichneten Stil und der dazu passenden musikalischen Untermalung am Piano.

Am Ende des Tages ist Untitled Goose (Geese) Game ein großartiges Spiel, dass sehr viel Spaß macht, durchgehend zu unterhalten weiß und so manche harte Nuss zum Knobeln bietet. Wer sich für diese Art Indie-Spiel begeistern kann sollte auf jeden Fall zugreifen sich mit sich einen Mitspieler oder eine Mitspielerin greifen. Zu weit stiftet es sich am schönsten Chaos!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Das (Shark)RPG mit Biss! | Maneater | Review [Playstation 4]

Titel: Maneater
Entwickler: TripWire
Publisher: Deepsilver
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2020

Ich liebe trashigen Hai-Horror und das dürfte inzwischen niemanden mehr wundern, aber gleichzeitig bin ich auch ein riesiger Fan von Haien. Mich faszinieren die unterschiedlichen Arten und wahrscheinlich sind die Entwickler von Maneater ähnlich schräg wie ich!

Damit also willkommen zu meiner Maneater Review!


Titel: Maneater
Entwickler: TripWire
Publisher: Deepsilver
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2020


Mehr Rezensionen mit Biss (aber ohne Vampire!):


Im Golf von Mexiko wird ein trächtiger Bullenhai von Scaly Pete getötet, dass Jungtier kann der Ermordung entkommen und rettet sich in ein Sumpfgebiet. Nun liegt es am Jungtier immer größer und stärker zu werden in dem es andere Prädatoren erlegt, frisst und sich entwickelt. Die Rahmenhandlung wird in eine fiktive reality TV Show namens Maneaters vs. Sharkhunters und schön zynisch aber auch mal sarkastisch kommentiert!

Die Handlung von Maneater ist der Inbegriff des trashigen Hai-Horrors und dabei erfüllt das Spiel eine der größten Tugenden, die ein Action-Rollenspiel erfüllen kann, und zwar, dass die Handlung nicht dem Gameplay im Weg steht und wie sich das Spiel spielt (grausiger Satz) schauen wir uns jetzt an!

Anm. zur Handlung: Diese steht dem Gameplay nicht im Weg, sondern harmoniert mit diesem wunderbar!

Maneater ist ein Open-World-Action-RPG mit ganz viel Biss. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über einen Bullenhai und muss in verschiedenen Süß- & Salzgewässern um die Vorherrschaft mit anderen Prädatoren kämpfen, kleinere Missionen erfüllen, Menschen jagen, Sammelaufgaben meisten und natürlich viel fressen, um sich sowohl zu entwickeln als auch gegen die mächtigsten Prädatoren der einzelnen Gebiete zu bestehen.

Aber Achtung, wenn man zu viele Menschen attackiert steigt die Bedrohungsstufe und je höher die ist umso stärker werden die Jäger, welche den Spieler töten wollen. Es ist allerdings ratsam diese Herausforderung zu suchen, da man so Evolutionen erhält, die das Spiel, aber auch den Spielspaß, enorm vertiefen. Mit den Evolutionen wird das Aussehen und die Fähigkeiten des Hais beeinflusst. So kann man ein Sonar verwenden, eine stärkere Rammattacke einsetzen oder Stromschläge abgegeben. Für die Verbesserungen der Evolutionen braucht man vier verschiedene Ressourcen, die man durch das Fressen von Tiere, dem Erfüllen von Missionen oder das Finden der Sammelobjekte.

Zu Beginn des Spiels machte mir die Steuerung mit der Kamerarichtung etwas Kopfzerbrechen, allerdings lernt man schnell, dass sich Schwimmrichtung & Blickwinkel als Einheit verstehen und diese Kombination, im Zusammenspiel mit den Schwimmbewegungen, den Angriffen und den Sprüngen sorgt für eine ganz eigene Dynamik in den brutalen Kämpfen!

Optisch glänzt durch eine schicke Oberwelt und durch eine beeindruckende Welt unter Wasser. Die einzelnen Gebiete unterscheiden sich klar voneinander und bieten ihre eigenen Tierwelten. Jedes einzelne Gebiet fühlt sich auch logisch an in Bezug auf die Tierwelt und der Beschaffenheit der Unterwassergebiete. Von einem Sumpf über Feriengebiete, ein Industriegebiet bis zum Golf mit seinem elitären Kreaturen ist alles dabei was das Herz begehrt. Ein großes Lob muss ich für Scaly Pete, die Kopfgeldjäger und die Spitzenprädatoren aussprechen, was die Gestaltung angeht. Besonders die Spitzenprädatoren sehen schön monströs aus.

Vom gigantischen Alligator bis zum fetten weißen Potwal ist alles dabei, was das Monster-Fan-Herz begehrt. Akustisch bietet Maneater weniger zu bieten, bis auf den tollen Sprecher aus dem Off, der das gesamte Spiel über mit spitzfindigen, sarkastischen und manchmal zynischen Kommentar zu unterhalten weiß!


Zusammengefasst ist Maneater ein tolles Spiel mit nur etwas schwächelndem Tiefgang, wobei die Art der Missionsgestaltung auch bei massiver Wiederholung zu unterhalten weiß. Allgemein kann das Spiel als wahres Hailight bezeichnen und für gut 10 bis 15 Stunden wird man hervorragend unterhalten, da die Story mit dem Gameplay eine harmonische Einheit bildet!

Ich vergebe für Maneater die Wertung spielenswert+ und hoffe auch noch mehr Tiefgang in einem möglichen Nachfolger!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, JamesVermont

Agony | Review [Playstation 4]

Name: Agony
Entwickler: Madmind Studio
Publisher: Deep Silver
Release: 2018
Plattformen: PS4, Xbox One & PC

Auf Agony war ich von Anfang an gespannt aber als das Spiel zum ersten mal verschoben wurde wuchs in mir die Skepsis. Dennoch habe ich mir das Spiel gekauft und ob sich der Trip durch die Hölle lohnt, erfahrt ihr jetzt!


Die Handlung von Agony ist relativ schnell erklärt. Der Spieler übernimmt die Kontrolle eines Märtyrers, einer verdammten Seele, der in der Hölle gelandet ist und eine Audienz mit der roten Göttin sucht, um in die Welt der lebenden zurückzukehren. Bei der roten Göttin handelt es sich um eines der Schöpfungswesen der Hölle.

Allerdings ist der Weg zur roten Göttin alles andere als leicht und das primäre Ziel, die Rückkehr ins Leben, kann durch alternative Enden leicht umgangen beziehungsweise anderes erreicht werden. Das Storytelling von Agony findet in erster Linie auf einer Subebene statt. Durch Notizen, Briefe und Gesprächsfetzen erfährt der Spieler mehr über diese Welt der Verdammnis. Hier muss ich auch das Setting loben, denn ein Spiel, welches direkt in der Hölle angesiedelt ist und handlungsmäßig dem Dark-Fantasy-Genre zuzuordnen ist, ist definitiv etwas besonderes.


Leider ist das Storytelling eines der wenigen Highlights des Spiels. Besonders auf technischer Ebene wäre bedeutend mehr drinnen gewesen. Mit dem aktuellen Patch ist es spielbar, aber in der Grundversion war Agony eine mittlere Katastrophe.

Agony kommt mit einer faszinierenden optischen Präsentation des Weges die die Hölle so ekelhaft und grauenvoll darstellt, wie ich es noch nie einem Videospiel davor gesehen habe. Alles wirkt organisch und irgendwie lebendig, als ob die Hölle der Leichnam einiges gigantischen Organismus wäre. Diese Beschreibung darf allerdings nicht über matschige Texturen, Fehler in der Kollissionsabfrage und Ruckler beziehungsweise Nachladenalken, generell ist die Ladezeit von Agony etwas zu lang, hinweg täuschen. Dank der Unreal 4 Engine funktioniert das Spiel mit Licht & Schatten sehr gut, was der Atmosphäre gut tut. Die düstere Klangkulisse trägt ebenfalls zur Atmosphäre bei.

Spielerisch ist Agony recht solide wobei nichts wirklich nach oben oder unten ausschlägt. Der Spieler steuert die Figur aus der Ich-Perspektive durch verschiedene Abschnitte in insgesamt vier Akten. Da ein Kampf gegen die Höllenbewohner keinen Erfolg bringt, ist verstecken und vorsichtig vorgehen die Devise.

Später erhält man die Möglichleit die Kontrolle über Bewohner der Hölle zu übernehmen und sich gegen die Dämonen zu wehren. Es gibt auch einen Skillbaum aber mir wären keine Signifikanten auswirkungen auf das Spiel aufgefallen.


Agony ist ein Spiel mit viel Potenzial, aber ich bewerte hier kein Potenzial, sondern ein fertiges Produkt. Das Setting und die allgemeine Präsentation verdienen großes Lob, da hier die Entwickler ihre ganze Kreativität ausgelebt haben aber leider versagt das Spiel auf der technischen Ebene und an den oben genannten Problem. So bleibt am Ende ein interessanter Ausflug in die Hölle, mit durchaus spannender Handlung aber leider vielen Problemen. Daher vergebe ich für Agony schweren Herzens die Wertung bedingt spielenswert, da die Macher durchaus eine Vision hatten, diese jedoch nicht vollends umsetzen konnten(?)?.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Dragon Ball FighterZ | Review [Playstation 4

Name: Dragon Ball FighterZ
Entwickler: Arc System Works
Publisher: Bandai Namco
Release: 26.01.2018
Plattformen: PS4, Xbox One

Nachdem die letzten Dragon Ball Spiele eine 3D Optik hatten und vom reinen Prügelspiel weggingen, wird es Zeit für ein klassisches 2D (in diesem Fall 2,5D) Beat em‘up um die Z-Kämpfer. Also haben sich Bandai Namco und Arc System Works zusammengetan, um zu den Wurzeln zurückzukehren. Somit heiße ich euch herzlich willkommen zu meiner Dragon Ball FighterZ Review!


Die Geschichte ist zwischen der Future Trunks Saga 2 und der Universums Turnier Saga angesiedelt was bedeutet wir befinden uns in Dragon Ball Super. Dabei gliedert sich die Story in drei Handlungsbögen, die verschiedene Perspektiven verfolgen und somit die gesamte Geschichte erzählen. Man kann mit den Strang um Son-Goku & co, die Hauptgeschichte recht zügig abschließen, jedoch sind die beiden Nebenstränge ebenfalls spielenswert um alles zu erfahren.

Als überall auf der Erde eine Armee von Super-Cyborgs auftaucht, die das Aussehen sowie die Stärke von Z-Kämpfern & Schurken haben müssen die Helden ihre Kräfte vereinen, um diese Bedrohung zu bezwingen. Als Krone dieses Übels tritt mit C-21 eine neue mächtige Schurkin auf den Plan.

Dabei muss ich den Humor, der im alten Dragon Ball bereits vorhanden war und im neuen Dragon Ball, also ab Kampf der Götter, wieder eingeführt wurde. So ist C-21 im Endeffekt eine verfressene, weibliche Version des Dämonen Boo. Ihr Naschsucht ist ihre große Motivation, denn damit sie stärker wird, muss sie ihre Feinde essen, die sie in Süßigkeiten verwandelt. Neben dieser eigentümlichen Schurkenmotivation gibt es zahlreiche Querverweise auf den Manga, den Anime & den Filmen. Außerdem ist die Interaktion zwischen Figuren großteils auf Humor getrimmt. Hier sei besonders das Duo Nappa & Freezer erwähnt, welches Comedy-Gold ist.


Technisch ist Dragon Ball FighterZ hervorragend gemacht. FighterZ ist ein 2,5D Spiel, was bedeutet das die Ansicht wie bei einem typischen 2D angelegt ist jedoch 3D Elemente enthalten sind.

Wie funktioniert das im Detail? Nun das werde ich jetzt so simpel wie möglich zu erklären. Die Arenen sind als 2D Gebiete, ähnlich wie in Street Fighter, sprich ohne Tiefe, angelegt enthalten jedoch 3D Elemente. Die Figuren werden mit einer niedrigeren Bildrate dargestellt, wodurch sie ebenfalls wie 2D Sprites wirken aber dank einer ansteigenden Bildrate eindrucksvolle Spezialangriffe vom Stapel lassen können.

Was die Präsentation angeht, ist Dragon Ball FighterZ dem Anime so nah, wie noch kein anderes Dragon Ball Spiel zuvor. Die Figuren, die Attacken und selbst die Mimiken sind dem Anime fast 1:1 entnommen. Ebenso sehen die Arenen hervorragend aus und sind dem Dragon Ball Universum perfekt entnommen. Loben muss man auch das Design der Figuren deren, dem Anime getreue, Gestaltung in diversen Farbvarianten angepasst werden.


Apropos Figuren. Die Charakterauswahl ist der Aspekt, bei dem die Fangemeinde gespalten ist. Im Vergleich zu anderen Dragon Ball Prügelspielen, wie Tenkaichi Budokai 2 & 3, ist die Auswahl mit 24 Kämpfern, überschaubar aber eine kleine Auswahl an Kämpfern, die sich unterschiedlich spielen ist mir lieber als 150 Kämpfer, die sich fast alle gleich spielen. Ein Beispiel; Zu den 24 Recken zählt der Schurke Captain Ginyu und als Spezialattacken steht ihm seine Truppe, die Ginyu-Force zur Seite, was ich als sehr clever erachte. Gleiches gilt für ähnliche Teams innerhalb des Dragon Ball Universums.

Was ich etwas schade finde, ist das Fehlen von diversen Verwandlungsformen der Charaktere, wobei ich mir die Frage stelle ob es wirklich sinnvoll ist wenn wir alle Formen von Figuren wie Son-Goku, Freezer, Cell oder Vegeta im Spiel haben. Wenn ich darüber nachdenke, ist wie bei der Charakterauswahl, weniger erneut mehr.

Langsam muss ich wohl über das Gameplay schreiben. Dragon Ball FighterZ gehört zu den Prügelspielen, die leicht zu erlenen aber äußerst schwer zu meistern sind. Im Kampf treten zwei Dreierteams gegeneinander an, um sich gegeneinander in den Staub zu prügeln. Dabei steht der Nahkampf, aufgrund der kleinen Arenen, im Fokus. KI Attacken können ebenfalls eingesetzt werden ebenso wie Spezialattacken die sehr abwechslungsreich ausfallen. An dieser Stelle ein Tipp für Anfänger; spielt unbedingt das Tutorial, da dort die wichtigsten Grundlagen sehr ausführlich erklärt werden.

Neben dem Storymodus & dem Tutorial gibt es noch einen Arcademodus, einen Shop, diverse Onlinemodi sowie die Möglichkeit von lokalen Kämpfen. Verpackt werden all diese Modi in einer wirklich knuffigen Begegnungslobby.


Alles in allem ist Dragon Ball FighterZ ein hervorragendes Prügelspiel mit überraschend fairem Balancing der Figuren, einem fordernden Gameplay und wunderschöner Optik. Wer ein Fan von Dragon Ball ist, kommt bei diesem Spiel definitiv auf seine (oder ihre) Kosten. Gleiches gilt für Fans von anspruchsvollen Prügelspielen. Ich vergebe für Dragon Ball FighterZ ein wohlverdientes spielenswert, da sich jeglicher Frust der am Anfang entsteht, bald in Ehrgeiz verwandelt.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!