Savage Avengers Band 1: Die Stadt der Sicheln (Marvel Neustart) | Review

Um einen mörderischen Kult aufzuhalten braucht man eine Truppe mörderischer Krieger …

Um einen mörderischen Kult aufzuhalten, braucht man eine Truppe mörderischer Krieger …

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Elektra, Conan der Barbar, Wolverine, Dr. Vodoo und Punisher werden durch Fallen in die Fänge eines möderischen Kults gelockt, der mithilfe dem Blut mächtiger Krieger einen bösen Gott von einem toten Stern beschwören will …

Zusammen mit Venom nehmen die ungleichen Anti-Helden den Kampf gegen den Kult und ihren schrecklichen Gott auf. Die Geburtsstunde der Savage Avengers ist angebrochen!

Der Plot von Savage Avengers Band 1 mag nicht komplex klingen, steckt jedoch voller netter Details und dank den kleinen Backstorys der Anti-Helden, erhält die übergeordnete Geschichte eine gewisse Komplexität, wirkt aber nicht überladen.

Als Highlight des Comics kann man ganz klar den Zeichenstil nennen. Die Atmosphäre ist schön düster, was sich auch in den harten Linien und dunklen Farben niederschlägt, aber das passt auch perfekt zum Plot, sowie den Figuren. Besonders die Kämpfe glänzen durch eine gewisse Brutalität, welche perfekt zu den Savage Avengers passt, aber auch eine eigene Ästhetik entwickelt, welche sich stimmig ins Gesamtbild einfügt.

Allgemein kann man den Savage Avengers einen interessanten Mix zugute halten. In den Pool aus mächtigen Kriegern landen Anti-Helden, Mutanten, Magier, Symbionten und eine Attentäterin, was das breite Spektrum an Marvels dreckiger Heldenseite ideal abdeckt und die Vielfalt dieser Subgruppe der Heldengemeinde aufzeigt.

Zusammengefasst bildet Savage Avengers einen hervorragenden Einstieg in eine tolle Serie, die in allen Aspekten zu gefallen weiß und ein Team, bestehend aus den tödlichsten Anti-Helden der Erde, präsentiert, das wir hoffentlich lange begleiten können. Ich vergebe für Savage Avengers Band 1: Stadt der Sicheln die Wertung lesenswert+ und bedanke mich für die Aufmerksamkeit!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Falls euch diese Rezension gefallen hat und ihr dem Blog etwas unter die Arme greifen wollt, beziehungsweise den Comic erwerben wollt, könnt ihr ihn über den unten angeführten Amazon Link kaufen, oder etwas anderes erwerben. Für euch entstehen keine weiteren Kosten, aber ich erhalte eine kleine Provision.

[ Savage Avengers Band 1 ]


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All-New Wolverine Vol. 1: The Four Sisters | Review

Name: All-New Wolverine Vol. 1: The Four Sisters
Verlag: Marvel
Release: 24. Mai 2016

Letztens habe ich den Comic Civil War 2: X-Men vorgestellt und eine Figur, die untrennbar mit den X-Men verbunden ist, ist Wolverine. Logan, der echte Wolverine, liegt unter der Erde aber Laura Kinney aka X-23 ist bereit in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und der neue Wolverine, ein besserer Wolverine zu werden. Herzlich willkommen zum ersten Band von All-New Wolverine!

Autor: Tom Taylor


Jahrelang war Laura Kinney, aka X-23, nicht mehr als ein bloßes Mordinstrument, bis sie mit Wolverine ihren biologischen Vater & Mentor fand. Er lehrte sie mehr zu sein als er, mehr als ein Tier, mehr als eine Waffe. Nach Wolverines Tod trat Laura ihr Erbe an und kämpft als All-New Wolverine für das Gute.

Die Handlung setzt in Paris an, als Laura ein Attentat verhindert. Dabei stirbt die Attentäterin, welche sich als ein Klon von Laura entpuppt. Sie macht den Rest der Attentäter, vier Klone von ihr genannt die Schwestern aus und unterstützt sie bei ihrem Kampf gegen einen sinistren Wissenschaftler und dessen Privatarmee.

All-New Wolverine Vol. 1 erzählt eine interessante Geschichte, die den neuen Wolverine richtig etabliert und eine Veränderung zeigt, da Laura weniger animalisch ist als ihr Mentor. Dies bemerken auch andere Helden wie Doctor Strange, oder The Wasp. Ich mag es, wenn in den Solo-Serien die Helden untereinander agieren, so wird das Gefühl eines größeren Universums glaubhafter.


Künstlerisch sieht der Comic fabelhaft aus. Die Farben sind kräftig und da in den Panels immer was los ist, wirken besonders die Kämpfe dynamisch.

Ebenso gefällt mir die Darstellung der Figuren und deren Kostüme. Laura trägt ein Kostüm, das dem des alten Wolverine stark ähnelt, aber dennoch eigen wirkt. Auch die anderen Figuren wurden gut getroffen, besonders Doctor Strange mit seiner Streitaxt.

Einzig die Gesichter kommen mir etwas zu selten zur Geltung. In diesem Fall bin ich von DC Comics verwöhnt.


Alles in allem hat mir dieser Comic sehr gut gefallen. Laura ist, hinsichtlich ihrer schlimmen Vergangenheit, überraschend menschlich und hält sich an ihren Kodex. Ob dieser Comic etwas für euch ist, lässt sich ganz leicht klären; mögt ihr Wolverine & könnt ihr einem neuen Wolverine eine Chance geben? Ich bin auf jeden Fall positiv angetan, freue mich auf Band 2 und vergebe das Prädikat lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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Marvel’s moderne Generation |Gedankenspiel

Marvel Comics hat sich verändert. Mit Marvel Now! und All-new All-Different wurde ein neues Universum geschaffen, welches sich der modernen Zeit angepasst hat. Viele alte Konzepte wurden über Bord geworfen und durch Events wie Secret Wars wurde das komplette Marvel-Universum gekippt.

 

Dabei vollzog sich in den letzten Jahren ein Wandel bei den Helden. Die Welt wurde modern und so wurden auch die Helden modern. Moderne Inkarnationen traten auf den Plan und prägten ein neues Bild von altbekannten Figuren.

So wurde Jane Foster, eine Begleitfigur aus den Thor-Comics, zur Göttin des Donners leidet jedoch an Krebs.
Laura Kinney übernahm das Kostüm ihres Vaters Logan und wurde zu Wolverine. Sie ist, wie er, eine Waffe, hat aber die Chance einen anderen Weg zu gehen und ihre Klauen als Heldin zu nutzen.

Miles Morales ist der neue Spider-Man und tritt zusammen mit Peter Parker auf. Peter übernimmt dabei eine Mentorenrolle um Miles das Mantra „Aus großer Macht, folgt große Verantwortung“ beizubringen. Dabei spielt auch die unterschiedliche Auffassung dieses Mantras, aus zwei Perspektiven, eine wichtige Rolle.

Kamala Khan ist die neue Ms. Marvel und meiner Meinung, das Aushängeschild dieser neuen Generation an modernen Superhelden. Kamala ist die erste Amerikanerin mit pakistanischen Wurzeln, die als Superheldin auftritt. Ihr großes Idol, Carol Danvers, tritt nun als Captain Marvel auf. Die beiden haben eine Lehrer-Schüler-Beziehung, jedoch steht Kamala für das Erwachsen werden und ein großer Teil dieser Erfahrung besteht darin zu akzeptieren, dass die Idole nicht so strahlend sind wie man immer glauben will.

Amadeus Cho als Hulk, Kate Bishop als Hawkeye, die jungen Jean Grey & Cyclops, Riri Williams als Iron Man und Sam Wilson als Captain America. Es liegt nun an dieser neuen Generation, ihre Idole/Mentoren zu übertreffen und als glorreiche Helden in die Geschichte einzugehen. Auch wenn die alte Generation niemals zur Gänze verschwinden wird, was auch Schade wäre, bekommen die jungen nun ihre Chance um eine neue Ära einzuleiten.

Im November dieses Jahres erscheint, meines Wissens nach, ein Anthologie-Band mit dem Titel Marvel Generations der sich mit dieser Thematik befasst. Sobald ich mich damit befasst habe, wird es auch einen entsprechenden Beitrag geben.

Bis dahin seit offen für neues und wir lesen uns beim nächsten Mal!

Logan – The Wolverine | Review

Mit Logan erschien vor einigen Tagen der nunmehr zehnte Film des X-Men Franchises. Nicht nur wird in diesem Film Laura (aka X-23), Wolverines Tochter eingeführt, sondern es markiert auch das Ende von Hugh Jackmans Darstellung als Fanliebling Wolverine, aka Logan Howlet in einer großen Rolle.


Im Jahr 2029, ein paar Jahre nach dem Ende von Days of Future Past, gibt es kaum noch Mutanten auf der Erde. Ein stark gealterter Logan aka Wolverine, dessen Heilungskräfte langsam nachlassen, kümmert sich zusammen mit dem Mutanten Caliban, gespielt von Stephen Merchant, um den, inzwischen, an Alzheimer erkrankten Charles Xavier, gespielt von Patrick Stewart, in einem Versteck an der Grenze zu den USA. Die X-Men gibt es nicht mehr.

Als Logan von einer Frau namens Gabriela angeheuert wird sie & ein Mädchen namens Laura aka X-23, gespielt von Dafne Keen, zu einem Ort namens Eden, in North Dakota gelegen, zu eskortieren gerät Wolverine ins Kreuzfeuer einer Organisation namens Transigen und deren kybernetisch verbesserten Söldnern, den Reavers

Nach einer Auseinandersetzung mit dieser Truppe, angeführt von Donald Pierce, beschließen Wolverine & Professor X die kleine Laura nach Eden zu bringen. Während dieses Kampfes zeigt Laura ähnliche Fähigkeiten wie Wolverine, sprich Knochenkrallen mit Adamantium, ein verhalten wie eine Bestie & starke Regenerationskräfte.

An dieser Stelle möchte ich Professor X zitieren „Sie ist wie du. Fast genau wie du.


Der Film nimmt den Zuseher anschließend mit auf eine emotionale Reise. Wir lernen die Protagonisten durch gut geschriebene Dialoge besser und auf eine neue Art kennen. Logan ist eine Läuterung für Hugh Jackmans Paraderolle, denn mit diesem Film wurde uns die Umsetzung des Wolverine-Stoffes geliefert, die wir seit Jahren wollen. Der Film ist wesentlich brutaler als der Rest des Franchises, nur Deadpool kann hier noch mithalten.

Die Gewalt steht jedoch nicht im Vordergrund, sondern ist nur ein Stilmittel um die Actionszenen glaubwürdiger zu gestalten. Es macht keinen Sinn einen Film über zwei „lebende Waffen“ zu machen ohne dass diese ihre Feinde ohne Gnade töten. Es gibt jedoch ein großes aber. Weder Laura noch Wolverine sind nur Waffen, Wolverine musste auch erst lernen, was es bedeutet ein Mensch zu sein, was eine Familie ist und wie sich das wahre Leben anfühlt, mit Menschen die einen lieben. Laura kennt das alles nicht. Ihr einziger wirklicher Bezug in dieser grausamen Welt ist ihr Vater Wolverine und der ist mit dieser Rolle gar nicht zufrieden.

Auf der Reise nach Norden nimmt sich der Film viel Zeit für die Beziehung zwischen Laura & Wolverine. Als Vermittler fungiert Charles Xavier der zu Beginn per Telepathie mit Laura kommuniziert & Logan daran erinnern will was es heißt Verantwortung für andere zu übernehmen. Man sieht also, dass wir es hier auch zu einem gewissen Grad mit einem Familiendrama zu tun haben.


Eine große Stärke des Films ist, neben der facettenreichen Handlung, der weitestgehende Verzicht von CGI, was auch bei Deadpool wahre Wunder gewirkt hat. Der Fokus liegt mehr auf brachiale Actionszenen mit wenig CGI aber dafür mit viel Körperkontakt und einer starken Choreografie, besonders Laura/X-23 sei hier positiv erwähnt. Ich bin sehr angetan vom eher spärlichen Einsatz der Computertechnik & dafür mehr Einsatz von den Schauspielern selbst in den Kämpfen. So wirkt die Action nicht nur glaubwürdiger, sondern auch roher und weniger überzogen.

Die schnellen Schnitte mit der Kamera verleihen den Kämpfen zusätzliche Dynamik während die langen Einstellungen auf der Reise oder während den Dialogen den Zuseher von der Action runter holen und die Emotionen der Schauspieler bzw. ihrer Rollen glaubwürdig darstellen.


Logan – The Wolverine ist eine der besten Comicverfilmungen aller Zeiten. Wenig CGI aber ein Fokus auf physische Action. Eine starke Leistung aller Schauspieler, jeder fühlt sich wichtig an, sowie eine emotionale Handlung machen diesem Abschluss zum perfekten Ende einer langen Ära. Ich bin gespannt, was in den kommenden Jahren folgen wird und wohin sich dieses Franchise bewegt.

Ich kann diesen Film nur weiterempfehlen, endlich wurde Wolverine geläutert und uns wurde der Film geliefert den wir immer wollten.

Filmdaten

Orginaltitel: Logan

Deutscher Titel: Logan – The Wolverine

Produktionsland: USA

Orginalsprache: Englisch

Laufzeit: 138 Minuten

Regie: James Mangold

´Hier geht es zu weiteren Reviews über Logan:

Filmexe – Kritik Logan

sa1zi – Logan Kritik