Wonder Woman Dead Earth Band 1 | Review

Titel: Wonder Woman Dead Earth
Autor: Daniel Warren Johnson
Zeichner: Daniel Warren Johnson
Seiten: 52
Verlag: Panini

Es gibt einige Handlungselemente, Stilmittel und Genres, mit denen man mich sofort hinterm Ofen hervorlocken kann. Postapokalyptische Szenarien & Dystopien gehören zu meinen liebsten Settings, was für Wonder Woman Dead Earth eine solide Basis ist!


Apokalyptische Kernfakten

Titel: Wonder Woman Dead Earth
Autor: Daniel Warren Johnson
Zeichner: Daniel Warren Johnson
Seiten: 52
Verlag: Panini


Diana, auch bekannt als Wonder Woman, erwacht in einer düsteren postapokalyptischen Zukunft. Sie weiß nicht, wie sie in die Schlafkapsel kam, was mit der Welt geschehen ist, oder wer sie in die Schlafstase gesteckt hat. Eines ist jedoch klar, die Welt ist untergegangen und die wenigen noch lebenden Menschen kämpfen erbittert gegen bizarre Monster ums Überleben.

Um herauszufinden, was mit der Welt geschehen ist, die sie geschworen hat zu beschützen, schließt sich Diana einer Gruppe von Überlebenden an, die zu einer der letzten menschlichen Festungen reist. Dianas Reise zur Rettung einer zerstörten Welt beginnt …

(c) Panini Comics

Ich dachte ehrlich gesagt nicht, dass mir der erste Wonder Woman Dead Earth Band so viel Spaß machen würde, denn, obwohl ich postapokalyptische Settings liebe, braucht es ein gewisses Geschick, diese auch spannend zu inszenieren, aber der Autor/Zeichner Daniel Warren Johnson macht einen großartigen Job und liefert einen kurzen, knackigen Einstieg in diese düstere Welt. Erzählerisch wurde mit Wonder Woman die perfekte Figur für dieses Szenario gewählt, da gerade diese Heldin als strahlendes Licht in einer toten Welt funktioniert.

Weiters wird es dem Leser (zum aktuellen Stand) selbst überlassen, darüber nachzudenken, was mit der Welt geschehen sein könnte. Ebenfalls ein cleverer Zug!

(c) Panini Comics

Optisch ist der Comic ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist die Welt großartig inszeniert und es gibt zahlreiche starke Panels mit wunderschönen Farbkombinationen. Andererseits sind die Figuren etwas gewöhnungsbedürftig gezeichnet, wobei man sich relativ schnell an den Stil gewöhnt.

Am Ende des Tages ist Wonder Woman Dead Earth Band 1 ein solider Einstieg in das postapokalyptische Abenteuer von Diana, das optisch wie erzählerisch zu gefallen weiß, aber sich hoffentlich im weiteren Verlauf noch steigert!

Somit bekommt Wonder Woman Dead Earth Band 1 von mir die Wertung lesenswert- und ich freue mich bereits auf die kommenden Bände!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Ein zweiter Blick auf Justice League (2017) | Gedankenspiel

Knapp zwei Jahre sind seit dem Release von Justice League und meiner dazugehörigen Rezension vergangen. Das DC Extended Universe hat sich weiterentwickelt und ebenso meine Meinung dazu. Heute will ich einen zweiten Blick auf Justice League werfen und für mich die Frage klären, ob der Film gut oder schlecht ist. Dazu will ich mich auf die Punkte Handlung, Helden, Schurken und Stilmittel stürzen, um so die Frage zu beantworten. Etwas Ähnliches habe ich bereits zu Suicide Squad gemacht, aber das nur am Rande.

HANDLUNG

Seit dem Tod Supermans in Dawn of Justice versinkt die Welt in tiefer Trauer. Für Batman und Wonder Woman ist jedoch keine Zeit zum Trauern, da ein Angriff bevorsteht. Steppenwolf kehrt auf die Erde zurück, um seinen vor Jahrtausenden begonnenen Kreuzzug zu beenden. Mithilfe der drei Mutterboxen auf der Erde will er den Planeten erobern. Dazu untersteht ihm ein riesiges Heer aus Paradämonen, die sich von Angst ernähren.

Batman weiß, dass er und Wonder Woman nicht genug sind. Deshalb stellt er ein Team zusammen wobei selbst die Hilfe von Aquaman, The Flash und Cyborg nicht reichen könnte. Zwei Mutterboxen kann Steppenwolf von den Atlantern und Amazonen erobern. Mithilfe der Box der Menschen will Bruce seinen gefallenen Kameraden zurückholen. Das Team braucht Superman. Die Welt braucht Superman. Mehr denn je …

Die Handlung des Justice League Films ist schnell erzählt, was aber grundlegend nicht schlecht. Anstatt sich auf einen komplexen Plot zu stürzen, wie man ihn von den DC Comics kennt, verlässt man sich auf eine altbewährte Alien-Invasion. Das ist grundlegend kein Fehler, aber die gesamte Erklärung mit den Mutterboxen wäre wesentlich stimmiger gewesen, wenn man Darkseid, Apokolips und die New Gods mit ins Boot geholt hätte. Leider hätte dies wahrscheinlich zu einer Überlastung geführt da Justice League nicht nur den Schurken Steppenwolf, sondern auch drei neue Helden etablieren muss.

Dieser Problematik hätte man mit zwei Schritten entgegenkommen können. Entweder wie im MCU die Helden in Einzelfilmen etablieren ODER eine etwas längere Laufzeit aber dafür mit kurzen Episoden mit den Herkunftsgeschichten der neuen Helden. Etwas Ähnliches wird zwar gemacht, aber ein paar mehr Details wären sinnvoll gewesen, da nicht jeder automatisch weiß wer Cyborg, The Flash oder Aquaman ist.

Erzählerisch ist Justice League kein Reinfall, erreicht aber auch keine wirklichen Tiefen und bleibt durchgehend simpel, was sehr schade ist, da besonders die DC Comics viel Potenzial für tiefgründige Plots bieten.

HELDEN

Justice League gehört zu den Team-up Filmen und etabliert das gleichnamige Team. Die beiden Headliner des Teams sind Batman und Wonder Woman. Als Neuzugänge dienen Cyborg, Aquman und The Flash, welche bereits einen Cameo in Dawn of Justice hatten. Dazu kommt ein wiederbelebter Superman.

Die Trinity (Wonder Woman, Batman, Superman) sind bereits etablierte Figuren, die Aufgabe des Films besteht also darin die neuen Figuren zu etablieren und das funktioniert solide wobei nur Barry Allen aka The Flash wirklich Tiefgang erhält. Aquaman bekommt, ähnlich wie in den New 52 Comics, ein neues bad ass Image und Cyborg ist ….. Cyborg. Leider erwischt es den Mann aus Metall (naja nicht komplett) am schlimmsten. Erschaffen aus einer Mutterbox, zumindest in den Comics, hätte dieser Charakter ins Zentrum der Handlung gerückt werden können, was auch seine Fähigkeiten noch sinnvoller macht.

Meine Highlights unter den Helden sind Batman & The Flash. Ich bin ohnehin ein Fan des älteren, abgehärteten Dark Knight des DCEU der bereits zu lange als „Held“ aktiv ist und The Flash sorgt auch für die meisten Lacher, was sehr erfischend ist in einer ernsten DC Comicverfilmung.

Im Vergleich zu Suicide Squad schafft es Justice League wesentlich besser seine Figuren zu etablieren, scheitert aber ebenfalls beim Bösewicht.

SCHURKEN

Als Oberschurke dient Steppenwolf dem weder eine Verknüpfung zu Apokolips oder seinem Neffen Darkseid gegeben wird. Es gibt zwar einen Querverweis zu den New Gods, der Steppenwolf aber eher als Azubi wirken lässt denn als General der Truppen von Apokolips. Auch seine Motive zum Erobern der Mutterboxen sind etwas fraglich, da er mit diesen drei Artefakten die Erde erobern könnte.

Meiner Meinung nach wäre es wesentlich sinnvoller gewesen Steppenwolf als Vorbote von Darkseid aufzubauen, der die Boxen für seinen Meister erobern muss, daran scheitert und dann schließlich ein Angriff von Darkseid selbst für einen kommenden Justice League Film vorbereitet wird.

Leider haben „nur“ einen wahnsinnigen Eroberer bekommen, der nie sein volles Potenzial ausschöpft.

STILMITTEL/INSZENIERUNG

Okay ich hatte bisher sehr viel zu meckern, aber nun muss ich etwas wohlwollender werden und etwas mehr Lob aussprechen. Justice League bietet einige sehr starke und gefühlvolle aber auch hervorragend inszenierte Momente, wie beispielsweise den Anfang des Films. Nach einem kurzen Prolog mit Batman blendet der Film in eine längere Szene über, die eine Welt ohne Superman, in tiefer Trauer, zeigt. All die Trauer, die Machtlosigkeit und der aufkommende Zorn werden vom Lied Everybody Knows der Sängerin Sigrid unterlegt, was perfekt zum düsteren Grundton des Films passt.

Eine andere Szene betrifft den Helden Aquaman und wie er sich nach der Rettung eines in Not geratenen Seemanns zurück ins Meer begibt. Die Szene ist zwar recht kurz zementiert jedoch Aquamans Image als Mr. Cool des DC Universums.

Ein gern genutztes Stilmittel sind Zeitlupen, was einerseits imposante Kampfszenen ermöglicht und andererseits die Geschwindigkeit der Metawesen unterstreicht, wobei The Flash und Superman beim Thema Geschwindigkeit klar dominieren. Dies wird auch in einer hervorragenden Comicrefferenz am Ende des Films deutlich, wenn ein Rennen zwischen den Speedster und dem Mann aus Stahl begonnen wird.

Leider sind die Kämpfe allgemein eher langweilig und besonders Steppenwolf wirkt arg behäbig im Kampf gegen die Helden. Selbst der Kampf in Atlantis bleibt weiter hinter seinen Möglichkeiten, wenn man bedenkt was Atlanter eigentlich alles drauf haben.

Der einzige Kampf, der wirklich was hermacht, ist das Geplänkel zwischen der Justice League und dem wiederbelebten Superman. Man bekommt hier zwar keine epische Schlacht ABER diese kleine Handgreiflichkeit zeigt wunderbar, wie stark der Mann aus Stahl im Vergleich zu seinen Kollegen ist und selbst die Halbgöttin Wonder Woman muss gegen den Kryptonier einstecken. Das ist auch ein weiterer toller Querverweis zu den Comics, da auch hier Superman das Kraft-Monster der Justice League ist und mit so ziemlich jeden Gegner fertig wird, im Kampf (sofern es natürlich kein Kind des Dark Multiverse ist).

FAZIT

Bevor ich mich aber weiter in Details verliere, stelle ich mir die eingangs erwähnte Frage „ist Justice League ein guter Film?“. Nun jein, einerseits bietet der Film viele starke Momente, besonders der Anfang sowie die Szenen mit Superman und Lois Lane, bleibt aber in vielen Belangen hinter seinen Möglichkeiten. Dies merkt man beispielsweise bereits beim Superschurken Steppenwolf, dessen dürftiger Hintergrundgeschichte und schwammiger Motivation die Erde zu erobern. Andererseits schafft es Justice League nur bedingt seine Figuren tiefgründig zu etablieren und ihnen, zumindest in Kurzform, eine Origin Story zu bieten.

Es hat dem Film einfach nicht gut von zwei Filmemachern betreut zu werden. Einerseits haben wir Zack Snyder der das Götter & Monster Prinzip von DC versteht und auf epische Inszenierung setzt (wie in Man ot Steel) aber andererseits haben wir Joss Whedon der seinen Fokus auf Pathos bereits zwei mal hervorragend inszeniert hat (Avengers & Age of Ultron) jedoch mehr von Marvel Comics als von DC versteht.

Der Film erschien einfach zu früh und unter falschen Voraussetzungen. Ein paar Jahre mehr Planung, eine stringente Richtung und ein gefestigteres Universum hätten aus Justice League eine würdige Konkurrenz zu den Avengers gemacht aber so bleibt der Film leider ein gescheiterter Versuch, was mein DC Fanherz bluten lässt …

Das war soweit meine aktuelle Meinung zu Justice League. Nun würde mich interessieren wie euch der Film gefallen hat. Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Heroes in Crisis Band 3 (#5 & #6)| Review

Titel: Heroes in Crisis #5 & #6
Autor: Tom King
Zeichner: Clay Mann, Lee Weeks
Verlag: DC 
Ära: DC Universe

Der große Superhelden-Krimi geht in die nächste Runde, aber langsam macht sich etwas Ernüchterung breit …


Fakten zum Comic

Titel: Heroes in Crisis #5 & #6

Autor: Tom King

Zeichner: Clay Mann, Lee Weeks

Verlag: DC

Ära: DC Universe


Was bisher geschah …

Die Trinity (Batman, Superman, Wonder Woman) hat eine Einrichtung geschaffen, in der Helden nicht nur Trost, sondern auch Hilfe finden, um die zahllosen Kämpfe sowie inneren Dämonen zu verarbeiten. Als jedoch über ein Dutzend Helden, unter ihnen Wally West & Arsenal, abgeschlachtet werden beginnt die Suche nach dem Mörder. Schon bald geraten Harley Quinn und Booster Gold ins Visier. Während Harley mit Batgirl untertauchen kann, um den Mörder zu finden wird Booster Gold von der Justice League gefangen genommen. Doch Booster’s Bro Beetle Blue befreit den eingesperrten Helden, damit beide den Mörder finden.

Heroes in Crisis Review 1

Gleichzeitig erfährt die Welt von der geheimen Einrichtung Sanctuary, was ein Schock für die Trinity ist …

Heroes in Crisis Review 2


Booster Gold und Blue Beetle suchen nach den Hintergründen des Massakers im Sanctuary’s wohl wissend, dass die Justice League hinter ihnen her ist. Währenddessen suchen Batgirl und Harley Quinn ebenfalls nach der Wahrheit, was schließlich in einem aufeinander treffen der beiden Verdächtigen mündet.

Der Band endet mit weiteren „Monologen“ getöteter Helden und einem kurzen Ausflug in die Welt des vorzeitlichen Helden Gnarrk …


Langsam aber sicher wird es Zeit für das Finale. So sehr ich auch die Abschnitte liebe in denen die Helden ihre Gefühle äußern, so ermüdend wirkt die Jagd nach dem Mörder des Sanctuary-Massakers.

Die Figuren sind immer noch sehr gut geschrieben und diese kleinen Teams gefallen mir sehr, dazu wird so manch kleiner Twist eingebaut aber die anfängliche Spannung, die dieses Event aufgebaut hat, flaut langsam ab. Scheinbar war dies auch Autor Tom King bewusst der, um Abwechslung zu erzeugen, eine Episode um den Steinzeitmensch/held Gnarrk eingefügt hat. Dies ist auch gleichzeitig ein Highlight des Heftes, da Gnarrk überraschend tiefgründig und eine fast schon philosophische Note mitbringt.


Zusammengefasst sind die Ausgaben 5 & 6 des Heroes in Crisis Event immer noch sehr solide, leiden aber an einer dezenten Monotonie, die nach einem Finale schreit, um dieses Drama aufzulösen. Abgesehen von dieser eher negativen Eigenschaft wissen die Handlung und besonders der Zeichenstil immer noch zu gefallen.

Von mir bekommen Heroes in Crisis Heft 3 die Wertung lesenswert-!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Heroes in Crisis Band 2 (#3 & #4) Review

Titel: Heroes in Crisis #3 & #4
Autor: Tom King
Zeichner: Clay Mann, Lee Weeks
Verlag: DC 
Ära: DC Universe

Der „große“ Superhelden-Krimi geht in die zweite Runde und fordert die beiden größten Detektive der Erde aber auch die Trinity heraus, um die Wahrheit hinter dem Massaker im Sanctuary herauszufinden. Wer ist der Mörder?


Fakten zum Comic

Titel: Heroes in Crisis #3 & #4

Autor: Tom King

Zeichner: Clay Mann, Lee Weeks

Verlag: DC

Ära: DC Universe


Was bisher geschah …

Superman, Batman & Wonder Woman haben das Sanctuary geschaffen. Ein Ort, an dem die Helden Hilfe bekommen sollen, um die psychischen sowie seelischen Wunden ihrer zahlreichen Schlachten zu behandeln, zu lindern und ihre Dämonen zu überwinden.

Als jedoch ein Massaker zahlreiche Helden als Opfer fordert, müssen Batman, Superman, Wonder Woman aber The Flash den Mörder finden. Ist es Booster Gold? War es Harley Quinn? Die Wahrheit liegt irgendwo versteckt .. — Heroes in Crisis Band 1


Während die Helden immer noch den Verantwortlichen für Sanctuary-Massaker suchen, erhält der Daily Planet und somit Lois Lane, Supermans Frau, Bildmaterial von den Gesprächen/Beichten der Sanctuary Patienten.

Gleichzeitig findet Batgirl Harley Quinn. Anstatt die Mordverdächtige an die Justice League auszuliefern, will Batgirl ihrer quasi Freundin helfen. Als dann Booster Gold zusammen mit seinem Kumpel Blue Beetle aus der Halle der Gerechtigkeit ausbricht und Batman sowie Flash unterschiedliche Schlussfolgerungen zum Mordfall ziehen stehen die Ermittlungen quasi wieder am Anfang.


Kurz gesagt Heft 2 ist fast 1:1 gleich zum ersten Heft und somit auch die gleichen Stärken vorhanden. Ergänzend dazu werden die Fragen nach dem Wer und Warum weiter angeheizt aber selbst ein Twist entpuppt sich als roter Hering.

Ich mag den Verlauf der Geschichte und ganz besonders wie sie erzählt wird. Abseits des Krimis gewährt der Comics erneut emotionale Einblicke in die Psyche und besonders Batgirl aka Barbara Gordon beweist Mut, wenn sie die Narbe ihrer Verletzung durch den Joker (ein Durchschuss der sie lähmte und an einen Rollstuhl band) zeigt. Dazu kommt ein kleines Team-up von Batman & The Flash (wie damals in The Button), um den Mord aufzuklären und eine dezente Andeutung von Misstrauen innerhalb der Trinity. Besonders die Beziehung zwischen Batman & Superman scheint seltsam geworden zu sein.

Optisch weiß der Comic ebenfalls zu gefallen und die beiden Zeichner Lee Weeks und Clay Mann ergänzen sich sehr harmonisch in ihren Stilen!


Alles in allem bilden Ausgabe 2 & 3 ein weiteres spannendes Kapitel im Heroes in Crisis Krimi und gefallen sowohl durch die spannende Inszenierung Geschichte als auch durch den ansprechenden Zeichenstil. Ich vergebe für Heft 2 mit seinen beiden Ausgaben ebenfalls die Wertung lesenswert, da das Werk gleichmäßig hochwertig bleibt!

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Heroes in Crisis Band 1 (#1 & #2) | Review

Titel: Heroes in Crisis #1 & #2

Autor: Tom King

Zeichner: Clay Mann

Verlag: DC 

Ära: DC Universe

Die Crisis Events haben bei DC eine lange Tradition und sind eigentlich ein Garant für äußerst hochwertige Geschichten wie beispielsweise Crisis on Infinity Earths oder Final Crisis. Mit Heroes in Crsis erschafft Autor Tom King, den man unter anderen durch seine genialen Batman Comics kennt, einen Thriller der die Helden bis in Mark erschüttert …


Fakten zum Comic

Titel: Heroes in Crisis #1 & #2

Autor: Tom King

Zeichner: Clay Mann

Verlag: DC

Ära: DC Universe


Wir alle kennen die Maskierten und Umhang tragenden Helden. Die Superman und Batman, die für Gerechtigkeit sorgen, unsere Welt retten aber auch blutige Schlachten austragen …

Egal wie glorreich die Helden sind. Ihre Arbeit hinterlässt Spuren und Narben. Sichtbare wie unsichtbare. Die Trinity (Batman, Superman, Wonder Woman) hat eine Einrichtung geschaffen die den Helden helfen soll ihre Traumata zu überwinden. Völlig anonym und sicher.

Als jedoch ein tragisches Massaker das Leben von einigen Helden kostet stellen sich für die Trinity zwei wichtige Fragen. Wer? und Warum? Unter Verdacht stehen Harley Quinn und Booster Gold, doch können beide oder einer der beiden für das Verbrechen verantwortlich sein?

Was hat Booster Gold getan?


Es fühlt sich klasse an, mal ein Event zu lesen, dass sich nicht mit der Rettung des Multiversums befasst, sondern bodenständig bleibt und mehr ein Thriller denn eine klassische Superheldengeschichte ist. Dazu kommt eine eigentlich logische Prämisse denn was passiert mit den Helden die zahlreiche Schlachten bestreiten und unzählige Wunden davontragen? Wer hilft jenen die immer selbstlos anderen Helfen?

Aufgelockert wird der Thriller durch die Gespräche der Helden mit dem Therapeuten des Sanctuary, so der Name der Einrichtung. Diese Einblicke in die Psyche und Gefühlswelt der größten Helden der Erde lässt die Aliens, Götter und Metawesen wesentlich menschlicher wirken als, was wiederum die Bindung zwischen Figur und Leser stärkt.


Zusammengefasst bilden die Ausgaben 1 & 2 einen soliden Einstieg in den Thriller, der die Gemeinde der Superhelden erschüttert und aus der Suche nach der Wahrheit den Wunsch nach Vergeltung macht. Wer ist der Mörder und warum wurden die Helden getötet? Diese beiden Fragen sind der Kern von Heroes in Crisis und werden die kommenden Ausgaben bestimmen bis sich das Drama auflöst.

Ich vergebe für das erste Heft von Heroes in Crisis die Wertung lesenswert!

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Damage Vol. 1: Out of Control | Review [The New Age of Heroes]

Titel: Damage Vol. 1: Out of Control
Autor: Robert Venditti
Zeichner: Tony S. Daniel, Diogenes Neves, Cary Nord, Danny Miki, Trevor Scott, Larry Hama
Verlag: DC Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 144
Erschienen: 25. September 2018

Nach The Silencer ist Damage die zweite Serie aus dem The New Age of Heroes Imprint des Verlags DC und ENDLICH hat das DC Universum seinen eigenen Hulk bekommen.

Kernfakten zum Comic

Titel: Damage Vol. 1: Out of Control
Autor: Robert Venditti
Zeichner: Tony S. Daniel, Diogenes Neves, Cary Nord, Danny Miki, Trevor Scott, Larry Hama
Verlag: DC Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 144
Erschienen: 25. September 2018

Dark Nights Metal & New Age of Heroes Rezensionen:


Handlung: Ein Mann, ein Monster und der Wunsch heldenhaft zu sein!

Ethan „Elvis″ Avery möchte nur ein Held sein. Deshalb meldet er sich für das Damage Projekt, allerdings wird aus ihm kein Held, sondern ein brutales Monster. Für eine Stunde kann sich Ethan in die unaufhaltsame Bestie Damage verwandeln, die Tod und Chaos über die Menschen bringt. Nach einer Mission in Atlanta verliert die Schöpferin von Damage, Col. Marie Jonas, die Kontrolle über ihre Kreatur und Ethan gelingt die Flucht, aber er muss schnell lernen, dass das Militär andere Pläne als ein friedliches Leben für ihn und Damage hat.

Meine Meinung zum Comic

Die größte Stärke von Damage ist ganz klar das hohe Tempo der Erzählung. Bedingt durch die viele Action des Comics entsteht kaum Leerlauf und die Hintergrundgeschichte von Ethan wird kompakt zusammengefasst. Dazu kommt auch große Anzahl an bekannten DC Figuren denen Damage in den ersten 6 Ausgaben begegnet. Neben Wonder Woman liefert sich Damage kämpfe mit Task Force XL (Suicide Squad), Poison Ivy und Gorilla Grodd. Als Glanzstück des Comics kann man klar das Duell zwischen Damage und Wonder Woman sehen, der mich etwas an einen Kampf zwischen Thor und Hulk erinnert.

Mir ist klar das sich das kreative Team um Tony S. Daniel und Robert Venditti durchaus am Hulk von Marvel orientiert hat, aber Damage ist mehr als nur ein Abklatsch von Hulk/Bruce Banner. Im Vergleich zum grünen Koloss will Ethan unter allen Umständen ein Held werden, gerät aber schnell ins Fadenkreuz unterschiedlichster Organisationen/Personen wie Amanda Waller, die Justice League und natürlich dem Damage Projekt. Der persönliche Konflikt zwischen Damage und Ethan steht, ähnlich wie bei Hulk & Bruce, im Vordergrund allerdings ist das Wechselspiel von Mensch und Monster in Damage etwas interessanter.

Fazit

Alles in allem ist Damage Vol. 1: Out of Control ein erfrischender Comic, dessen Thematik perfekt zum Götter und Monster Prinzip von DC passt. Durch das hohe Erzähltempo, der vielen Action und den Auftritte unterschiedlicher DC Figuren bleibt der erste Band durch alle 6 Ausgaben hinweg sehr interessant hat sich das Prädikat lesenswert verdient!

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Death of Superman (Film) | Review

Titel: Death of Superman
Originaltitel: The Death of Superman
Regie: Sam Liu, Jake Castorena
Laufzeit: 81 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Zeichentrick, Comicverfilmung

Eine blühende Metropole. Ein schier unbesiegbares Monster. Der größte Held der Erde und das ultimative Opfer. So lässt sich Death of Superman am ehesten zusammenfassen.

Kernfakten zum Film

Titel: Death of Superman

Originaltitel: The Death of Superman

Regie: Sam Liu, Jake Castorena

Laufzeit: 81 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Zeichentrick, Comicverfilmung


Clark Kent aka Superman hat es nicht leicht obwohl er die Justice League anführt, der populärste Held der Erde ist und mit seiner großen Liebe Lois Lane zusammen ist. Allerdings verheimlicht Clark Kent seiner geliebten Lois das er in wirklichkeit Superman ist, was die Beziehung der beiden verkompliziert.

Eines Tages erscheint aus den Tiefen des Alls das schreckliche Monster Doomsday und begibt sich, eine Spur des Todes hinterlassend, auf den Weg nach Metropolis. Die Justice League stellt sich dem Monster entgegen jedoch verliert ein Kämpfer nach dem anderen gegen die Bestie. Zur gleichen Zeit erfährt Lois von Clark sein Geheimnis aber viel Zeit bleibt den beiden nicht denn Doomsday attackiert Metropolis und bekämpft Diana aka Wonder Woman.

Am Ende eines langen, brutalen Kampfes herrscht Stille. Doomsday ist besiegt aber der Preis ist hoch, wie der Filmtitel bereits verrät.

Was ich an der Geschichte mag ist der Fokus auf Superman und jene Probleme, die selbst ein Mann aus Stahl hat. Um seine große Liebe nicht in Gefahr zu bringen verbirgt er seine geheime Identität. Die Verschleierung, mithilfe einer Brille, weckt in mir aber den Zweifel an der Intelligenz vieler Bewohner von Metropolis. Clark Kent sieht zufällig aus wie Superman aber nur durch eine Brille schließt niemand darauf das beide Personen ein und derselbe Mann sind.


Das Kernstück des Films ist, jedoch nicht die auf Superman fokussierte Handlung sondern, die große Schlacht mit Doomsday. Während zuerst die Justice League anrückt um das Ungeheuer zu bezwingen muss am Ende, wie immer bei gigantischen Bedrohungen, Superman den Tag retten. Was auf den ersten Blick langweilig wirkt entpuppt sich auf den zweiten Blick als interessanter Schachzug.

Doomsday ist eine Tötungsmaschine kryptonischer Herkunft und wenn selbst ein Atlanter (Aquaman), eine Amazone (Wonder Woman) und ein Marsianer (Martian Manhunter) nicht ausreichen um zu siegen muss der letzte Sohn Kryptons ran. Hierbei sind die Cameos von Martian Manhunter und Carter Hall (Hawkman), als Mitglieder der Justice League, ein netter Bonus.

Der Kampf selbst ist hervorragend inszeniert und überraschend brutal. Im Vorfeld zeigt Doomsday seinen Hang nach Gewalt und Tod aber erst in der richtigen Konfrontation erreicht die Gewalt ihren Höhepunkt. Selbstverständlich ist der Film kein Splatterfest a la Hellsing aber der rohe Faustkampf steht die Schlacht dem „großen Bruder“ Dawn of Justice in nichts nach.

Abseits des Kampfes ist die Animationsqualität sehr hochwertig, wie man es von einem DC Zeichentrickfilm gewohnt ist. Die Designs der Figuren erinnern mich einerseits an DC Rebirth aber auch an The New 52, mit einem Hauch Klassik. Supermans Erzfeind Lex Luthor bekommt eine angemessene Darstellung, als ebenso zwielichtiger wie hochintelligenter Geschäftsmann, der mit seinem Projekt Kadmus an eigenen „Supermen“ bastelt.

Ein weiteres Markenzeichen ist die hochwertige deutsche Vertonung. Die Sprecher passen perfekt zu ihren Rollen und können genau die Persönlichkeiten vermitteln, die man von den Helden erwartet. Als einzige Ausnahme muss ich Aquaman nennen, dessen Sprecher leider nicht zur Figur passt. Klaus-Dieter Klebsch als Sprecher von Josh Brolin (Thanos) ist für seine markante Stimme bekannt, will aber nicht stimmig wirken, als König von Atlantis.


Death of Superman gehört definitiv zu den besten Filmen aus DC‘s Zeichentrick-Universum. Der Film besticht durch ein hohes, viel Action und einem interessanten Porträt von Clarl Kent aka Superman als Gegenpol zur brachialen Action. Langsam aber sicher schaffen die DC‘s Cartoons die Transfortmation in Filme für Erwachsene und legen das Kinder-Image eines Zeichentrickfilms ab. Ohne Zweifel gehört dieses Werk zu den brutalsten Vertretern der DC Universe Movies, was aber Sinn in Anbetracht der Gefahr durch Doomsday.

Ich vergebe für Death of Superman das Prädikat sehenswert und hoffe auf eine würdige Fortsetzung, in Form von Reign of the Supermen.

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Dark Nights: Metal | Review

Name: Dark Nights: Metal
Verlag: DC Comics
Erscheinungstermin: 12. Juni 2018

Es ist soweit. Die Dunkelheit hat das DC-Multiversum erreicht und mit ihr kommt eine Gefahr, die direkt aus einem Albtraum stammen muss. Mit diesen netten Worten heiße ich euch zu meiner Rezension über Dark Nights: Metal, einem Comic Event des DC Verlags und aus der Feder des talentierten Scott Snyder, willkommen!

Kernfakten zum Comic

Titel: Dark Nights: Metal
Autor: Scott Snyder & James Tynion IV
Zeichner: Greg Capullo, Mikel Janín, Alvaro Martinez, Jonathan Glapion, Raul Fernandez
Koloristen: FCO Plascenia, June Chung, Brad Anderson
Verlag: DC Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 216
Erschienen: 12. Juni 2018
Affiliate Link zu Amazon: Dark Nights: Metal: Deluxe Edition


Die Vorgeschichte habe ich bereits in meiner Review Dark Nights: The Road to Metal beleuchtet. Ich würde empfehlen den Beitrag ebenfalls zu lesen.

Nachdem Batman am Ende von The Casting #1 das letzte Siegel gebrochen hat, ist es dem Dämon Barbatos und seiner finsteren Armee möglich aus dem dunklen Multiversum in das reguläre Multiversum einzudringen. Mithilfe dunkler Magie und dem Rat der Eulen wird Batman zum Tor der sogenannten Nightmare Batmen oder Dark Knights. Dabei handelt es sich um sieben alternative Formen von Batman, die zeigen was passiert wäre wenn Batman die Macht von einem seiner Kollegen erhalten hätte, beziehungsweise zum Schurken geworden wäre.

Mithilfe seiner finsteren Armee verfolgt Barbatos das Ziel sein dunkles Multiversum und das reguläre Multiversum zu vereinen, um alles in ewige Dunkelheit zu tauchen. Es liegt nun also an einem gigantischen Bündnis aller Helden und so manchem Schurken (Hallo Deathstroke) den Kampf gegen die Finsternis aufzunehmen und dabei nicht nur die Schergen des dunklen Multiversums, sondern auch altbekannte Feinde zu bezwingen.


Dark Nights: Metal fühlt sich wie eine globale Katastrophe an, die sich auf die gesamte Erde auswirkt. Die Schrecken der Dark Knights sind verheerend. Die Handlung wird, wie bereits in Road to Metal, durch das Journal von Carter Hall, dem Hawkman, erzählt. Neben dieser Erzählung tragen die Trinity (Batman, Wonder Woman & Superman) und Dream of the Endless einen gewichtigen Teil der Handlung.

Es ist logisch das die Helden am Schluss siegen oder zumindest ist es eine Grundvoraussetzung, aber dennoch ist die Spannung extrem hoch und ein Sieg scheint beinah unmöglich aber wo Dunkelheit herrscht, ist auch Licht. Mit dem Licht kommt die Hoffnung.

Was den Stil angeht, gehört Dark Nights: Metal zu den bildgewaltigsten Comics, die ich jemals gelesen habe. Der düstere Ton passt perfekt zum DC Universum und der Hang dieses Verlags zu Monster/Horrorgeschichten wird hier ganz stark deutlich. Die sieben Nightmare Batman haben äußerst abgefahrene Designs und repräsentieren so etwas wie eine Art perverse Justice League voller verzerrter Spiegelbilder des dunklen Ritters. Barbatos selbst kann gern als den bildgewordenen Albtraum bezeichnen, der seinen Dienern in nichts nachsteht, was die Schrecklichkeit angeht.


Zusammengefasst ist Dark Nights: Metal ein sehr starkes DC-Event, dass durch eine umfangreiche Handlung, viel Action, viel Dialog und bildgewaltige Szenen glänzt. Das Grauen ist allgegenwärtig aber dadurch wird der Schrecken den die Feinde verbreiten nur noch größer. Ich vergebe für Dark Nights: Metal das Prädikat besonders lesenswertund freue mich auf die beiden Begleitbände Dark Knights Rising sowie The Resitance!

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Justice League (DCEU) | Review

Justice League bin ich mit gemischten Gefühlen entgegen getreten. Einerseits habe ich mich sehr auf diesen Film gefreut, aber nach Wonder Women sind meine Ansprüche an Comicverfilmungen erneut gestiegen. Was ich von Justice League halte. erfahrt ihr jetzt!

Wie immer bei aktuellen Kinofilmen möchte ich Spoiler möglichst vermeiden.

Die restlichen MCU Beiträge:


Die Erde ist in Gefahr. Ein Angriff von außen steht bevor. Der Eroberer Steppenwolf erscheint, zusammen mit seiner Armee Paradämonen, auf der Erde, um die drei Mutterboxen zu finden. Mithilfe dieser drei mächtigen Artefakte möchte sein vor tausenden Jahren begonnenes Werk, die Vernichtung der Erde, beenden.

Bruce Wayne/Batman (Ben Affleck) & Diana Prince/Wonder Woman (Gal Gadot) wissen um die kommende Bedrohung. Beiden ist klar, dass sie ein Team brauchen, um die kommende Bedrohung abzuwenden. Als Kandidaten kommen Barry Allen/The Flash (Ezra Miller), Arthur Curry/Aquaman (Jason Momoa) & Victor Stone/Cyborg (Ray Fisher) in Frage. Batman ist jedoch klar, dass sie zu wenige sind. Sie brauchen mehr. Sie brauchen einen Kryptonier.

Um überhaupt eine Chance zu haben, müssen die Helden also Superman wiederbeleben, was das Team spaltet. Einerseits wird die Macht eines Kryptioniers benötigt (obwohl mit Diana eine Halbgöttin im Team ist), aber niemand weiß, wie Superman reagieren wird, wenn man ihn von den Toten zurückholt. In einer leider viel zu kurzen Sequenz wird Superman wiederbelebt, aber dieser attackiert die Helden, da er sich an sie nicht mehr erinnert, und tötet beinahe Batman. Erst durch das Eingreifen von Lois Lane fängt sich der Mann aus Stahl wieder und fliegt mit ihr zu der Farm, wo er aufgewachsen ist. An sich ist die Szene sehr stark, aber Superman wird etwas zu schnell wieder der Alte und ist anschließend die Superwaffe gegen Steppenwolf. Ich kann jedoch nachvollziehen, dass ein Kryptonier den Tag retten muss.


Justice League hat einen phantastischen Look und sieht aus wie ein verfilmter Comic. Das Spiel mit Licht & Schatten, sowie der Einsatz von Zeitlupen ist perfekt, um die Helden in Szene zu setzen und starke Bilder zu erschaffen. Weiters kommt eine hervorragende Optik in Bezug auf die Kostüme hinzu. Diese weisen sowohl klassische Elemente, als auch Eigenschaften moderner Interpretationen (New 52, Rebirth) auf. Mein Highlight unter den Designs ist jedoch Aquaman, der zum ersten mal wirklich männlich & wild aussieht. Ich hoffe, dieses Design bleibt uns erhalten.

Was mir ebenfalls gefallen hat, ist die Erzählstruktur des Films. Justice League etabliert die neuen Helden (Cyborg, Flash, Aquaman) in Szenen, die ihre Herkunft, Fähigkeiten und Persönlichkeiten sehr gut beschreiben. Dazu kommt die Introsequenz, die den Ton der Welt nach Supermans Tod angibt. Angst, Trauer, Gewalt & Hoffnungslosigkeit regieren die Erde. Die Welt braucht Helden. Ein Punkt, den Justice League besser macht als Dawn of Justice ist die Etablierung des Schurken Steppenwolf (Ciarán Hinds). Dieser taucht bereits sehr früh im Film auf und beginnt seinen Eroberungsfeldzug, was den Helden einen gewissen Zeitdruck aufhalst. Leider ist Steppenwolf eher langweilig, da er als der stereotype Eroberer dem Genre nichts neues hinzufügt aber Steppenwolf funktioniert besser als es Lex Luthor tat.

Die Chemie unter den Justice League Mitgliedern funktioniert sehr gut und man merkt, dass sich innerhalb des Teams stärkere oder schwächere Sympathien entwickeln. Für Auflockerung im Team sorgt The Flash mit seiner nerdigen Art, aber wenn es darauf ankommt, kämpft er ebenso wie alle anderen um das Schicksal der Welt. Es ist der Wille zu Überleben, der die Helden antreibt, zusammenzuarbeiten.

Außerdem freut es mich, dass Amy Adams als Lois Lane, Jeremy Irons als Alfred & J. K. Simmons als Polizeichef Gordon die Helden unterstützen dürfen.


Justice League ist nicht so gut wie Wonder Woman, aber der Film etabliert die Justice League, drei neue Helden und vergrößert das DC Filmuniversum. Die gut inszenierte Action wechselt sich mit ruhigen Szenen ab und etwas Humor lockert die ernste Stimmung angenehm auf. Leider leidet Justice League unter einem langweiligen Schurken und der offenbar gekürzten Superman-Episode. Die Spannungskurve wird durch die Schlachten, die zum finalen Kampf führen, angehoben und die Interaktion zwischen den Helden wirkt glaubhaft. Mir hat der Film ziemlich gut gefallen, da DC gezeigt hat, dass die Ära der Helden im DC Extended Universe erneut anbricht. Ich gebe dem Film das Prädikat sehenswert und den Tipp, den Film nicht mit Marvels Avengers zu vergleichen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesens uns im nächsten Beitrag!

Weitere Justice League Reviews:

Justice League: Batman bringt die Band zusammen von Das Batman-Projekt

Justice League – mehr als scharfer Aquaman? von Susis Nerd Heaven

Justice League – And Justice for All von Die Nacht der lebenden Texte

Justice League – Filmreview von giira_ookami

Ein paar Bilder zur Wonder Woman Collectors Edition!

Dank Amazon bin ich seit gestern im Besitz der Wonder Woman Collectors Edition, welche am 2. November 2017 erscheint.

Wonder Woman Review

Batman v Superman: Dawn of Justice | Review

Dawn of Justice ist zweite Film des DC Extended Universe. Die Regie übernahm erneut Zack Snyder. Der Film erschien im Jahr 2016 und stellt das erste filmische Aufeinandertreffen von Batman, Superman & Wonder Woman dar. An dieser Stelle eine Spoilerwarnung!


Der Film startet im Finale von Man of Steel. Clark (Henry Carvill) & Zod (Michael Shannon) kämpfen in Metropolis um das Schicksal der Erde. Dabei nimmt die Stadt schwere Schäden. Bruce Wayne, dessen Herkunftsgeschichte jedem bekannt sein müsste, wird Zeuge der Zerstörung. Dabei stürzt ein Gebäude seiner Firma ein und fordert zahlreiche Todesopfer. Bruce macht Superman für all die Zerstörung & das Leid verantwortlich. Er beschließt dem Kryptonier Einhalt zu gebieten, da niemand weiß, ob Superman eines Tages ein Feind der Menschen wird.

Angemerkt sei an dieser Stelle dass Bruce Wayne, gespielt von Ben Affleck, ein älterer und abgehärteter Batman ist, welcher seit vielen Jahren bereits gegen das Verbrechen kämpft.
Szenenwechsel nach Afrika. Lois Lane (Amy Adams) begibt sich zu einem Kriegslager, um mit dem dortigen Warlord ein Interview zu führen. Im Lager angekommen beginnen die Söldner des Warlords zu meutern und massakrieren die Bewohner. Anschließend werden die Leichen verbrannt. Durch eine falsche Zeugenaussage soll Superman als der Mörder dargestellt werden. Jener rettete Lois aus der Geiselnahme durch den Warlord.
Ein erneuter Szenenwechsel. Lex Luthor (Jessy Eisenberg) möchte einen, im Indischen Ozean, gefundenen Brocken Kryptonit einführen lassen um eine präventiv Waffe gegen Superman entwickeln zu lassen. Trotz eines Verbots von Senatorin Finch, die nichts von Luthors Plan wissen will, lässt er das Mineral importieren.
Auf einem Galaabend, veranstaltet von Lex Luthor, kommt es zur ersten Begegnung von Clark Kent (Superman) & Bruce Wayne. Lex kennt bereits beide.

Außerdem tritt eine mysteriöse Schönheit namens Diana Prince (Wonder Woman) auf den Plan. Sie stellt ebenso wie Wayne Nachforschungen über Luthor an und stiehlt Bruce ein Datenpad, welcher jener im Serverraum von Luthors Anwesen installiert hat.
Als Batman das Kryptonit von Luhtor stiehlt, spitzen sich die Ereignisse zu. Um Superman gefügig zu machen und Batman zu töten initiiert Lex einen Kampf zwischen den beiden. Er entführt Martha, Clarks Ziehmutter und droht sie zu töten, wenn Superman nicht binnen einer Stunde den dunklen Ritter tötet.
Nach einem brutalem Kampf, in dessen Verlauf sich beide als ebenbürtig erweisen, dank Batmans Waffen aus Kryptonit, legen beide ihre Streitigkeiten bei. Dies geschieht zum einen durch Lois Lane & zum anderen durch den Umstand das die beiden Mütter unserer Helden Martha heißen

Nach einer brutalen Rettungsaktion seitens Batman, machen sich beide auf den Weg zu Lex Luthor, welcher in den Überresten des kryptonischen Raumschiffs, siehe Man of Steel, an einer neuen Waffe gebastelt hat.

Aus der Leiche von General Zod und seiner DNA erschafft Lex das schreckliche Monster Doomsday.
Zusammen mit Wonder Woman stellt sich die Trinity (Diana, Bruce & Clark) dem Monster Doomsday zur Entscheidungsschlacht.
Der Kampf ist lang, brutal, episch & sieht wunderbar aus. Die Kräfte, welche hier freigesetzt werden münden in einem gnadenlos übertriebenen Effektfeuerwerk. Zur Optik & den Effekten später mehr.
Am Ende der Schlacht herrscht Stille. Doomsday ist tot, jedoch hat auch Superman sein Leben gelassen. Nach dem Begräbnis, an dem unter anderem Lois, Martha, Bruce & Diana teilnehmen beschließen die beiden letztgenannten andere ihrer Art (eher wie Diana) zu finden.


Dawn of Justice sieht wie seine Genrekollegen Man of Steel, Wonder Woman, zu weiten Teilen auch Suicide Squad, aus wie ein filmgewordener Comic. Durch die verschiedenen Kamerawinkel, schnellen Schnitten und Spiel von Licht & Schatten wirken in vielen Szenen wie Comicpanels.

Die Choreografie der Kämpfe ist sehr gelungen und besonders Batmans rohe Faustkämpfe wirken, dank den dynamischen Kamerafahrten, imposanter als jemals zuvor.

Auffallend ist die düstere Stimmung, der Film erinnert stark an die düstere & brutale Comicverfilmung Watchmen, auch von DC & unter der Regie von Zack Snyder entstanden.


Es muss aber auch Platz für Kritik sein, da Dawn of Justice ebenso, wie sein Nachfolger Suicide Squad ein paar Probleme hat. Mein größtes Problem ist Lex Luthor. Der Schauspieler Jessy Eisenberg liefert eine solide Performance ab aber der Charakter wird eher wie eine alternative Version des Jokers dargestellt. Lex Luhtor aus dem Film hat bis auf den Namen & das Aussehen nichts mit seiner Comicvorlage zu tun.
Als nächstes kommt die Rolle von Wonder Woman im Film dran. Dass Gal Gadot die perfekte Wonder Woman ist, steht außer Frage. Ihre Rolle im Film ist jedoch zu klein, um mehr zu erzeugen als einen Ersteindruck. Sie agiert am Rand, ohne groß aufzufallen und dann mischt sie, als einzige wirklich erfolgreich, in der Schlacht gegen Doomsday mit. Mir ist bewusst, dass es immer schwer ist, in einem Film mehr als eine wichtige Figur zu etablieren jedoch schafft Marvel dieses Kunststück in jedem Film. Es wäre vermutlich besser gewesen die wirren Träume von Bruce zu streichen und etwas mehr über Diana Prince aka Wonder Woman zu erzählen.
Dem gegenübersteht, eine starke Leistung von Amy Adams als Lois Lane, die versucht Superman aus der Schusslinie zu bringen & Jeremy Irons welcher als Bruce Waynes Butler auftritt. Er unterstützt Bruce bei seiner Tätigkeit als Batman, scheut aber nicht davor zurück ihn für seine Taten zu kritisieren.

Henry Carvill schlüpft erneut in die Rolle des Mannes aus Stahl. Er möchte helfen, wo immer es möglich ist, stößt aber auch auf massive Ablehnung. Viele sehen in ihm einen Schutzengel während andere eine unberechenbare Gefahr zu erkennen glauben.
Ben Affleck bringt uns den düstersten, brutalsten & abgehärtetsten Batman, der jemals im Film zu sehen war. Mit einer fast schon fanatischen Zielstrebigkeit bekämpft er das Verbrechen und scheut nicht vor brachialer Gewalt zurück

Besonders im Kampf gegen Superman kennt er keine Gnade und hätte den Mann aus Stahl fast getötet. So nah war noch niemand an der Comicvorlage dran wie Ben Affleck.


Zusammengefasst ist Dawn of Justice ein düsteres Helden-Epos mit Schwächen im Bereich der Charaktere & der Dramaturgie. Der Film zeigt uns düstere Helden in einer düsteren & brutalen Welt. Man merkt die großen Ambitionen jedoch wollte der Film etwas zu viel. Allein die Optik ist sehr beeindruckend, schwingt sich im Finale aber in gnadenlos übertriebene Höhen auf. Ich war von der Schlacht zwischen der Trinity & Doomsday begeistert kann aber eine gewisse Reizüberflutung nicht leugnen. Untermalt wird die Epik vom Soundtrack aus der Feder von Hans Zimmer.
Kann ich Batman v Superman: Dawn of Justice empfehlen? Ja, auf jeden Fall, denn DC versucht zumindest aus dem schablonenhaften Konzept der Comicverfilmungen auszubrechen. Dass das Ergebnis nicht jedem Gefällt ist logisch.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

2 Punkte die ich nicht in die Wonder Woman eingebaut habe | Gedankenspiel

Ich mag Wonder Woman inzwischen sehr gerne. Durch die Comics des DC Rebirth Reboots und des genialen Realfilms von 2017 ist bei mir ein richtiges Fandom entstanden. Immerhin ist Diana Prince aka Wonder Woman eine starke Frau & großartige Heldin.

Im heutigen Beitrag möchte ich auf zwei Punkte eingehen die ich in meiner Review zum Realfilm ausgelassen habe, da dort sonst der Rahmen gesprengt worden wäre. Viel Spaß!
1. Wonder Woman ist der bessere Captain America!

2. Endlich hat jemand wieder richtig Bock ein Held zu sein!


Wonder Woman ist der bessere Captain America!
Diese Aussage war gleichzeitig meine Prognose zum Film. Wie man an der positiven Resonanz merkt, hat sich meine Aussage bestätigt.

Wonder Woman zeigt im Vergleich zu Captain America wie grausam der Krieg tatsächlich war. All das Leid, die Trauer, die Verzweiflung und der Zorn werden wesentlich glaubhafter dargestellt.

Marvel’s Film im Zeitalter der Weltkriege wirkt dagegen fast verspielt. Ein paar zerstörte Häuser zeugen noch lange nicht vom Schrecken des Krieges.

Dazu kommt eine wesentlich spannendere Geschichte die weniger auf Patriotismus, bei Captain America logisch, sondern auf persönliche Werte setzt. Der Kampf von Gut gegen Böse steht bei beiden Filmen im Fokus. Der Unterschied liegt jedoch in den Protagonisten selbst. Captain America will für sein Land kämpfen und den Krieg beenden während Wonder Woman den Krieg beenden und die gesamte Welt retten möchte. In beiden Filmen sind die Deutschen das Feindbild jedoch ist die Darstellung anders.
In Captain America sind die Deutschen böse das Feindbild als Nazis. In Hollywood ein beliebtes Klischee.
Die deutsche Armee in Wonder Woman ist der Hauptfeind an der Westfront aber die Konfliktparteien im Weltkrieg wurden im DC Kontext durch Ares beeinflusst. Das ist insofern spannend, weil somit die Kriegsschuld abgeändert wird.
Aus diesen Gründen ist Wonder Woman für mich der bessere Captain America.


Endlich hat jemand wieder Bock ein richtiger Held zu sein!
In vielen, fast schon allen, Comicverfilmungen der letzen Jahre sind die Helden grüblerische Personen. Ihre Aktivität als Superhelden nehmen diese Personen meistens wegen Schuldgefühlen oder anderen emotionalen Gründen auf.
Diana, Prinzessin von Themyscira, hingegen glaubt an Liebe & Göttlichkeit. Ihr Traum ist es seit Kindesbeinen an die Welt zu retten und eine Heldin zu sein. Man merkt dies besonders daran als Diana an der Westfront ankommt. Am liebsten hätte die Amazonenprinzessin jeder Personen in ihrem Sichtfeld geholfen.
Aber auf was will nun ich genau hinaus? Nun, es gehört inzwischen zum „guten“ Ton im Superheldenfilm keine strahlenden Helden, sondern viel mehr zweifelnde & zynische Anti-Helden zu zeigen die selbst nie ganz zu wissen scheinen, was gut oder böse ist. Ein Beispiel aus dem Marvel Cinematic Universe ist Thor. Dieser musste sich auch vom arroganten Prinzchen zum selbstlosen Helden, künftigen Thronfolger & Beschützer der Erde entwickeln. Selbst Helden wie Superman, Iron Man oder Captain America sind nicht mehr so strahlend wie früher.
Aus dieser Masse an düsteren, grüblerischen & zynischen Helden sticht Wonder Woman als strahlendes Licht heraus. Sie glaubt an Liebe, ist optimistisch und selbstlos. Ohne zu zögern, stürmt sie ein MG-Nest um ein besetztes Dorf voller unschuldiger zu retten, selbst wenn die eigentlich Mission gefährdet wird.
Somit wirkt Wonder Woman, der langsam aber sicher einsetzenden, Übersättigung entgegen die das Genre langsam heimsucht.
Somit endet der Nachtrag zu Wonder Woman und wir lesen uns beim nächsten Mal!

Wonder Woman (DCEU) | Review

Wonder Woman ist eine Comicverfilmung aus dem Jahr 2017 und der vierte Film im DC Extended Universe. Gal Gadot schlüpft erneut in ihre Rolle als Amazonenprinzessin Diana. Die Regie übernahm mit Patty Jenkins, meines Wissens nach, zum ersten mal eine Frau in diesem Genre. Viel Spaß mit meiner Review zum angeblich besten DC Film seit The Dark Knight!


Der Film beginnt in der Gegenwart. Diana Prince (Gal Gadot), Wonder Woman, arbeitet als Kuratorin im Louvre. Sie erhält von ihrem Superheldenkollegen Bruce Wayne aka Batman ein Geschenk. Ein altes Foto, welches man bereits aus Dawn of Justice kennt (Diana an der Seite von mehreren Soldaten) und eine alte Uhr. In einer Rückblende erfährt man, warum sie dieses Geschenk so rührt. Ab hier setzt die eigentliche Handlung ein.
Diana ist das einzige Kind auf der Insel Themyscira, dem Königreich der Amazonen. Dieses Volk ist unsterblich und besteht ausschließlich aus Frauen unter der Führung von Königin Hippolyta (Connie Nielsen) und ihrer Schwester Antiope (Robin Wright).

Der Legende nach wurde Diana von ihrer Mutter aus Ton geformt und durch Zeus zum Leben erweckt. Dies ist jedoch nur die halbe Wahrheit, wer mit der New 52 Kontinuität vertraut ist weiß, was ich meine. Alle anderen werden die Wahrheit im Film erfahren.
Diana wird von Antiope in der Kampfkunst unterwiesen, um eines Tages dem Kriegsgott Ares im Kampf die Stirn bieten zu können. Ares ist der Erzfeind der Amazonen und es ist die heilige Pflicht des Kriegervolkes die Welt vor ihm zu verteidigen. Dies wird damit begründet, dass Ares die Missgunst und den Krieg zu den Menschen gebracht hat. Um den Gott des Krieges erschlagen zu können, bewahren die Amazonen das Schwert Gotttöter auf.

Eines Tages landet der Spion Steve Trevor (Chris Pine) auf der Paradiesinsel und wird von Diana vor einem unrühmlichen Ende durch Ertrinken gerettet. Die Freude über die Rettung währt nur kurz als die deutsche Armee, welche Steve verfolgt, die Paradiesinsel entdeckt. Nach einer kleinen Schlacht können die Amazonen, unter Verlusten, ihre Heimat verteidigen.
Steve wird anschließend verhört und erzählt vom tobenden Krieg der alle Kriege beenden soll. Dieser große Krieg wird von Diana als das Werk von Ares vermutet. Trotz des Verbots ihrer Mutter „stiehlt“ Diana einige Schätze der Amazonen (Schwert, Schild, Lasso der Wahrheit & Rüstung) und macht sich mit Steve auf in die Welt der Menschen um den Krieg zu beenden. Ares zu töten ist ihr höchstes Ziel.

Im weiteren Verlauf der Handlung schließt sich Diana einem Spezialkommando unter Steve an. Das Ziel dieser Mission ist die Vernichtung einer geheimen Superwaffe der deutschen Armee. Entwickelt von Doktor Poison (Codename), soll diese chemische Waffe den Sieg der deutschen garantieren. Als Nebeneffekt würden jedoch Millionen Menschen sterben. Diese Katastrophe zu verhindern und Ares zu stoppen ist Dianas Ziel.


Bei Wonder Woman handelt es sich um einen „Origins“-Film, sprich wir erleben die Entstehung von Wonder Woman und ihrem Werdegang zur Heldin. Dies wird mit so viel Gefühl vermittelt wie noch nie zuvor in einer Comicverfilmung. Gal Gadot schafft es Stärke auszustrahlen aber auch genügend Emotionen zu zeigen, um glaubhaft zu wirken. Die Schrecken des Krieges erfüllen sie mit Grauen und bestärken sie nur in ihrer Mission die Welt zu retten. Dazu kommt eine gewisse Naivität, die jedoch sehr sympathisch wirkt

Chris Pine verkörpert Steve Trevor den Loveinteresst und Sidekick von Wonder Woman. Er ist ein zielstrebiger Spion der jedoch nicht zu hundert Prozent an die Mission zu glauben scheint. Der Kampf gegen Ares kümmert ihn nicht, jedoch ist die Vernichtung der chemischen Waffe sein Ziel.

Der Rest des Casts macht einen guten Job und besonders Ares ist ein interessanter Gegenspieler. Er ist nicht unbedingt böse aber durch sein, passives, mitwirken am Krieg ist sein Ziel die Vernichtung der Menschheit. Dazu wird die wahre Identität von Ares sehr geschickt verheimlicht und der Twist am Ende wird sehr gut aufgebaut.


Wonder Woman ist ein sehr bildgewaltiger Film. Die Insel der Amazonen ist ein Paradies inmitten einer Welt des Kriegs und verfügt über kräftige Farben, während der Rest der Welt eher farblos wirkt. Somit entsteht ein wirkungsvoller Kontrast.

Generell wirkt der Film mehr wie ein Comic als ein normaler Film. Mithilfe moderner Technik, dem gelungenen Spiel von Licht & Schatten sowie schnellen Schnitten wirken die Szenen fast schon wie Panels aus einem Comic.
Durch den Einsatz von Slow-Motions und den akrobatischen Leistungen Gal Gadots (Danke Computereffekte) bekommen die Kämpfe eine eigene Dynamik. Besonders im Kampf gegen Ares wird die Macht der beiden göttlichen Wesen beeindruckend dargestellt. Das ist ohnehin ein Vorteil von DC. Während bei Marvel Menschen gegen Monster kämpfen steht bei DC der Kampf von Göttern & Monstern im Vordergrund. Wer dabei welche Position einnimmt, darf jeder selbst entscheiden.

Auch scheut sich Wonder Woman nicht davor, an die Gefühle des Zusehers zu appellieren. Ich war mehr als einmal gerührt vor den teils sehr starken Szenen im Film. Wenn Diana die Grauen des Krieges in Form von flüchtenden Frauen & Kindern oder verkrüppelten Soldaten sieht, wird klargestellt, dass hier kein Platz für Liebe zu sein scheint. Dann gibt es jedoch Szenen, in denen ein kurzer Moment des Friedens herrscht, bevor der nächste Tag wieder den Krieg bringt. Unterstrichen werden die Bilder von einem grandiosen Soundtrack.


Zusammengefasst ist Wonder Woman eine grandiose Comicverfilmung, die ihrem Vorgänger, Dawn of Justice und dem Grundstein Man of Steel in Sachen Atmosphäre in nichts nachsteht. Teilweise übertrumpft Wonder Woman diese sogar. Die Geschichte wird mit viel Gefühl & Spannung erzählt, um den Zuschauer zu fesseln. Mit Gal Gadot wurde die perfekte Wonder Woman geschaffen die Stärke ausstrahlt aber auch Emotionen zeigt und an ihre Prinzipien glaubt. Dazu bleibt die Tradition des düsteren, rauen DC Comic Stils erhalten, was sie von der bunten Konkurrenz aus dem Hause Marvel Disney klar abhebt.
Wenn Man of Steel der Film mit der Ästhetik ist, Dawn of Justice die Action hat & Suicide Squad über Humor verfügt ist Wonder Woman der Film mit Gefühl.

Ich wünsche mir in Zukunft, mehr Filme in dieser Qualitätsstufe, von DC zu sehen. Das Potential ist auf jeden Fall vorhanden.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

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