Der tiefe Fall von Lore (Amazon Original) | Gedankenspiel

Name: Lore
Originaltitel: Lore
Staffeln: 2
Episoden: 12 in 2 Staffeln
Sender: Amazon
Genre: Mystery

Die erste Staffel von Lore gehörte für mich zu den besten Serien des letzten Jahres und war für mich der perfekte geistige Nachfolger zu X-Faktor: Das Unfassbare. Geschickt wurden hier Sagen, mit unheimlichen realen Begebenheiten und urbanen Legenden vermischt, was zu einem spannenden wenngleich auch kurzem Mix geführt hat. Dazu wurde die Serie mit Viktor Neumann von einem sehr sympathischen Sprecher begleitet. Wer mehr lesen will, kann diesem Link folgen: Lore Staffel 1


Kernfakten zur Serie:

Name: Lore

Originaltitel: Lore

Staffeln: 2

Episoden: 12 in 2 Staffeln

Sender: Amazon

Genre: Mystery


Heute geht es mir um den tiefen Fall der zweiten Staffel von Lore, die leider alles was die erste Staffel gut gemacht hat, verloren hat.

Klären wir aber zuerst die Frage was Lore eigentlich ist?

Lore ist eine Mystery Serie die, zumindest in der ersten Staffel, als Dokumentation aufgebaut ist und neben einem Hauptthema mehrere kleine Themen behandelt. Dabei ist die Serie einerseits sehr lehrreich und andererseits etwas unheimlich, besonders in der letzten Folge. Dank des Sprechers wird der Eindruck einer Dokumentation noch weiter verstärkt während dazwischen kleinere Einspieler mit Schauspielern den Mystery-Faktor erhöhen.

In der zweiten Staffel setzt man auf „Kurzfilme“ mit einer Laufzeit von 30 bis 60 Minuten, die an überlange X-Faktor Episoden erinnern aber jeglichen Flair einer Dokumentation vermissen lassen. Es gibt zwar eine Geschichte die erzählt wird, jedoch gehen sämtliche Informationen, die in Staffel 1 vom Erzähler vermittelt wurden, verloren.

Kurioserweise sorgt die neue Ausrichtung für einen Abfall der Spannungskurve pro Episode, was deshalb verwundert, was deshalb verwundert da Dokumentation, auch Mystery-Dokus, nicht als garantierte Spannungserzeuger bekannt sind.

Ebenso fallen die wechselnden Stile der ersten Staffel weg und Staffel 2 ist eine reine Live-Action Serie. Dies ist deshalb schade, weil die animierten Sequenzen durch einen sehr schönen Zeichenstil glänzten.

Zusammengefasst ist die zweite Staffel von Lore ein Paradebeispiel dafür, wie eine veränderte Struktur das Konzept einer Serie nachhaltig schädigen kann und somit auch die Qualität darunter leidet. Als Fan der ersten Staffel finde ich diese Entwicklung außerordentlich betrüblich und freue mich zwar etwas auf eine mögliche Season 3, schraube meine Erwartungen jedoch bewusst herab.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

X-Factor: Das Unfassbare | Review

Name: X-Factor: Das Unfassbare
Staffeln: 4
Episoden: 45
Genre: Mystery

Eine Serie, die ich seit meiner Kindheit schätze, ist X-Factor: Das Unfassbare und eine geistige Notiz für eine Review liegt seit meiner Zeit auf Youtube in meinem Kopf herum. Jetzt hole ich diese Review endlich nach.

Bei X-Factor: Das Unfassbare handelt es sich um eine Mystery-Serie im Anthologieformat, die es während den fünf Jahren Lebenszeit auf 45 Folgen in 4 Staffeln brachte.


Das Konzept von X-Factor ist recht schnell erklärt. In jeder Folge werden 5 mysteriöse Geschichten gezeigt, in Form eines kurzen Films, die entweder an wahre Begebenheiten angelehnt sind oder von den Schreibern der Serie frei erfunden wurden. Durch die Show führt ein Moderator (James Brolin in S1, Jonathan Frakes S2 – 4), der jede Folge mit einer optischen Täuschung einleitet um das grundlegende Thema, der schmale Grat von Fiktion & Wahrheit, zu unterstreichen.

Nach jeder Geschichte gibt der Moderator dem Zuseher verschiedene Erklärungsversuche, die allerdings im gleichen Atemzug hinterfragt werden. Am Ende jeder Folge gibt es die Auflösung, welche Geschichte auf wahren Ereignissen beruht oder frei erfunden ist.

Das Konzept von X-Factor: Das Unfassbare finde ich sehr interessant und dieser dezente Bruch mit der vierten Wand um den Zuseher aktiv zum mitraten zu animieren macht das ganze besonders interessant.

Ob die wahren Geschichten auch tatsächlich auf wahren Begebenheiten basieren ist, aufgrund der wagen angaben in Bezug auf Handlungsort, Zeitraum, usw. nur schwer nachvollziehbaren. Was man der Serie allerdings lassen muss, sind einige äußerst atmosphärische Geschichten, die auch tatsächlich gruselig sind oder zum gruseln einladen. Hier möchte ich die Folgen „Die Frau im Spiegel“, „Blutbank“, „Monster im Schrank“, „Horror“ und „Rote Augen“ erwähnen welche zu den, wie ich finde, unheimlichsten Folgen gehören.

Natürlich behandeln nicht alle Geschichten paranormale Ereignisse oder gruselige Themen aber der Grundton sind immer mysteriöse Ereignisse.


Alles in allem ist X-Factor: Das Unfassbare immer noch eine Serie mit interessantem Konzept, großteils interessanten Geschichten und einer sympathischen Moderation durch die Folgen/Geschichten. Im großen Mystery-Boom der späten 90er Jahre traf die Serie genau den richtigen Ton und gehört auch zu den wenigen Überbleibseln dieser Ära, die nicht in Vergessenheit geraten sind.

Ich vergebe für X-Factor: Das Unfassbare das prädikat sehenswert. Jeder Fan von Serien im Mystery-Genre kann hier bedenkenlos zugreifen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!